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Autor
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Thema: Bulimie
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new model No.15 Nachtwesen Beiträge: 97 aus: der grauen Welt bunter Träume Registriert: Okt 2001
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erstellt am 30. November 2001 um 20:56 Uhr
Das Schreiben dieser Zeilen ist verdammt hart für mich, aber ich habe alles so satt. Was soll's, ihr kennt mich nicht, hier kann ich es zugeben. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt eigentlich von euch erwarte. Vielleicht den Austausch mit Menschen, die dieses Problem auch haben.Seit meinem elften Lebensjahr kann ich mich an keine Zeit erinnern, in der ich keine Diät machte. Ich war noch nie dick und bin es auch jetzt nicht. Doch seit ungefähr einem Jahr habe ich die Methode "Viel Schokolade und trotzdem dünn" entdeckt, die jedoch schnell außer Kontrolle geriet und mich mittlerweile einfach nur tötet. Wenn es besonders schlimm ist wie jetzt, dass diese Anfälle völlig unkontrolliert jeden Tag kommen, frage ich mich: Warum? Warum passiert es mir? Warum ist es den wenigen Personen, denen ich es erzählte, egal? Und warum kann ich mich nicht jenen anvertrauen, die mir vielleicht wirklich helfen könnten? Ich weiß nicht mehr weiter und fange schon an, meinen Körper schlicht vom Geist zu trennen. Doch immer wieder gibt es Zeiten, in denen ich glaube, damit klar zu kommen. Mein Gesicht gefällt mir und meinen Körper kann ich dann sogar in Ordnung finden. Doch dann wirft mich etwas aus der Bahn und alles beginnt von vorn. Ich höre lieber auf, meine Gedanken werden immer wirrer. new model
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l'ange obscur Nachtwesen Beiträge: 499 aus: Deutschland; München Registriert: Nov 2001
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erstellt am 30. November 2001 um 21:11 Uhr
Ich habe auf Station 2 Jahre um eine Freundin gekämpft. Sie hatte genau dein Problem - Bulämie. Sie hat gewonnen. Was ich sagen möchte, ist dass man es schaffen kann. Aber nicht alleine. Du brauchst ärztliche Hilfe, eine Therapie und dann kannst Du es auch schaffen. Das es deinem Umfeld egal ist, kann ich nicht glauben. Aber ich kannaus Erfahrung sagen, dass man als beobachtender Bekannter, Freund,... als erstens einmal verdrängt, weil man einfach nicht damit fertig wird. Man ist gelähmt vor Angst, vor Hilflosigkeit. MAch den 1. Schritt. Gehe zu deinen Eltern. Sag ihnen klar, bitte helft mir. Und ich bin sicher, sie nehmen Dich ernst und helfen Dir. Den 1. Schritt zum Erfolg hast Du schon getan, Du hast dein Problem erkannt. Nun kannst Du mit Hilfe einer Therapie daran arbeiten. Kopf hoch, hab den Mut und bitte um profesionelle Hilfe. Wenn du darüber hinaus noch mit jemandem reden willst, stehe ich Dir natürlich gerne zur Verfügung, will sagen, wenn Du mich zum reden brauchst, höre ich zu.
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Kaiki Antei black wanderer between the worlds Beiträge: 1525 aus: zwischen den Welten Registriert: Jan 2001
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erstellt am 30. November 2001 um 22:41 Uhr
Oh weh - erstmal *knuddel*.Wie können gerne per PM weiterreden. Einfach ein paar Fragen: Wie schlimm sind die körperlichen Symptome? Tut es weh? Blut im Erbrochenen? Wie geht es den Zähnen? Es gibt noch viel mehr Fragen, diese hier sind nur die oberflächlichen. Wenn Du möchtest, können wir auch per PM bzw. Mail weiterreden: Kaiki@gmx.net (nicht .de! die Adresse gehört mir nicht). Ich stehe Dir gerne zur Seite.
------------------ ---> Kaiki <---
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empusa Schattenwesen Beiträge: 10 aus: deutschland 90411 Nürnberg Registriert: Nov 2001
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erstellt am 01. Dezember 2001 um 16:55 Uhr
liebe new model, ich kann deine probleme gut nachvollziehen denn ich habe oder hatte es auch.bei mir hat es mit ca 14 angefangen,anfänglich mit "normaler magersucht".da ich dann aber zum essen gezwungen wurde,habe ich angefangen mich zu erbrechen,wobei das sehr lange niemand gemerkt hat.ich war eigentlich auch nie dick.es war mehr diese absolute kontrolle,die ich über meinen körper ausüben konnte.und auch oft eine art von selbsthass,ich wusste genau,dass ich mir damit schade,darum habe ich es getan.und natürlich mit jedem kilo weniger das erfolgserlebnis.mein leben hatte sich eigentlich nur darum gedreht zu essen und mich anschließend zu erbrechen.zu deiner bemerkung,dass dein umfeld nichts davon wissen will,kann ich nur sagen,dass es mir auch so vorgekommen ist.aber ich habe gemerkt,dass meine freunde und familie usw eigentlich nur ziemlich überfordert waren,nicht wussten wie sie mit mir umgehen sollen.meine mutter hat mich dann schließlich in eine therapie gesteckt,ich hatte die ärztin nur belogen(sie hat nie erfahren das ich kotzen gehe)und diese stunden eigentlich nur als zeit,die ich absitzen muss gesehen.also hat es auch nicht sonderlich angeschlagen und ich hab die therapie abgebrochen.ok ich kann mich einfach nicht kurz fassen,sorry.lange rede kurzer sinn.ich habs dann irgendwann in eigenregie geschafft,über sehr lange zeit,mit vielen rückfällen bei jedem größeren problem über einige jahre.jetzt liegt es schon ca 2 oder 3 jahre zurück,dass ich mich das letzte mal erbrochen habe,aber erst seit ca 6 monaten fange ich an ein für meine begriffe normales verhältnis zu meinem körper zu bekommen.ich denke aber dass das hier wie mit allen suchten ist,du kannst zwar davon wegkommen,kommst aber trotzdem nicht ganz auf das level auf dem sich "normale"menschen,also solche die noch nichts damit zu tun hatten befinden. ich bin eine alte labertasche,sorry. was ich dir eigentlich sagen wollte,du bist damit nicht allein,und es ist wirklich schon ein großer schritt darüber zu sprechen.wenn du damit aufhören willst wirst du es schaffen. wenn du reden möchtest bin ich da
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s-floh Schattenwesen Beiträge: 3 aus: kassel Registriert: Sep 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 02:12 Uhr
hi, bin schon seit 10 leidend...mach jetzt eine therapie, ohne prof. beistand geht es leider nicht !!! ich hab schon alles probiert, wenn du willst, mail mir... laß es bitte nicht weiter zu, das rauskommen aus dieser schleife ist nicht einfach- du hast schon den ersten schritt gemacht, laß dich nicht entmutigen!!! dein umfeld liebt dich und ist konsterniert..kenn ich, es kann nicht nachvollzogen werden, aber es tut gut menschen neben dir zu wissen, die dir helfen wollen- das allein ist schon ein grund für dich etwas zu tun... kopf hoch !!! mit den aufbauendensten grüßen von s-floh !
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seelenmord Suchender Beiträge: 772 aus: suchender ;) Registriert: Jul 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 03:06 Uhr
Salut new model No.15,bin jetzt ganz überrascht von dieser "Eröffnung" ... und bin vlei auch ein bissl überfordert, aber wenn Du mal reden willst, meld' Dich einfach - ich hör' zu! Grüße seelenmord ------------------ Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.
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new model No.15 Nachtwesen Beiträge: 97 aus: der grauen Welt bunter Träume Registriert: Okt 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 11:40 Uhr
Zuerst danke ich euch allen für eure Zeilen.@Kaiki Lasse mich gerne knuddeln. Meinem Körper geht es eigentlich (im Verhältnis zu dem, was ich ihm antue) noch ganz gut. Ich habe keine Schmerzen, konnte bislang kein Blut feststellen und meine Zähne sind in Ordnung. Aber ich zittere und habe geschwollene Lymphknoten. Wenn ich mehr als einen Joghurt gegessen habe, ist mir schlecht und ich habe das Bedürfnis, alles wieder los zu werden. Was das schlimmste für mich ist, ist die ständige Müdigkeit. Wenn ich morgens aufstehe, fühlt sich mein Kopf so dumpf an, alles leer und träge. Mein Leben ist wie eine zähflüssige Masse und jeder noch so kleine Schritt ist furchtbar anstrengend. @l'ange obscur Ich habe mein Problem schon lange erkannt, ich war in dieser Beziehung noch nie naiv oder ignorant. Mir ist klar, dass ich es mit professioneller Hilfe schaffen könnte und wäre auch wirklich bereit und offen dafür. Doch ich will es meinen Eltern nicht antun. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, doch als ich 13 war, hatte ich eine wirklich schwierige Phase. Ich habe ihnen damals sehr weh getan und jetzt, da ich dies weiß, soll sich das nicht wiederholen. @empusa Wie hast du es genau geschafft? Diese "Eigenenergie" hatte ich vor ein paar Wochen auch noch. Doch ich habe mir nur etwas vorgemacht, weil ich zwar mit dem Erbrechen aufhörte, doch eigentlich hat sich im Innern gar nichts verändert. Es ließ sich zwar besser leben als zuvor, doch mein Essverhalten und die Beziehung zu meinem Körper war keinen Schritt näher am "Normalsein" angelangt. Hungern, Fressattacken, Hungern, Fressen. Immer noch krank. Ich wünsche allen, die so etwas überwunden haben, Durchhaltevermögen und allen, die daran arbeiten, viel Erfolg. new model
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Kaiki Antei black wanderer between the worlds Beiträge: 1525 aus: zwischen den Welten Registriert: Jan 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 12:35 Uhr
Zitat: Original erstellt von new model No.15: Meinem Körper geht es eigentlich (im Verhältnis zu dem, was ich ihm antue) noch ganz gut.
noch! Das hast Du gut erkannt. Bulimie ist eine grausame Krankheit und nicht "irgendeine Kleinigkeit", die man so abstellen kann. Zitat: Original erstellt von new model No.15: Aber ich nehr zitiere ich jetzt nicht - Du hast die typischen Anzeichen von Unterversorgung: Der Kreislauf machts nicht mehr so richtig und es ist eine Frage der Zeit, bis extremere Symptome eintreten. [QUOTE]Original erstellt von new model No.15: Mir ist klar, dass ich es mit professioneller Hilfe schaffen könnte und wäre auch wirklich bereit und offen dafür. Doch ich will es meinen Eltern nicht antun. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, doch als ich 13 war, hatte ich eine wirklich schwierige Phase. Ich habe ihnen damals sehr weh getan und jetzt, da ich dies weiß, soll sich das nicht wiederholen.
Genau das ist der Punkt! Irgendwann mal exkaliert die Situation und es wird für Dich lebensbedrohlich - dann würdest Du es Deinen Eltern ebenfalls "antun" - jetzt hättest Du die Chance ihnen zu sagen, daß Du krank bist, in einem Kreislauf gefangen bist und dehalb ärztliche Hilfe bräuchtest. Wenn Du eine Lungenentzündung hättest, würdest Du doch auch einen Arzt aufsuchen - oder sehe ich das falsch? Bitte versteh mich nicht falsch, meine direkten Worte sind wahrscheinlich sehr verletztend - was ich eigentlich nicht will - ich möchte nur, daß Du Deine Situation erkennst. Um eine "Eskalation" kommst Du nicht herum, nur der Schaden wäre später viel größer, als wenn Du jetzt den Schritt tun würdest. Kann ich Dir dabei helfen? Wir können gerne per PM und/oder Mail weitermachen...es muss nicht öffentlich sein.
------------------ ---> Kaiki <---
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new model No.15 Nachtwesen Beiträge: 97 aus: der grauen Welt bunter Träume Registriert: Okt 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 14:45 Uhr
Vielen Dank für deine Hilfe, Kaiki.Ich weiß, dass es keine Kleinigkeit ist. (Komisch, ich habe noch nie in Betracht gezogen, dass die Müdigkeit von meinem Körper kommt. Ich dachte immer, es ist eine "psychische Müdigkeit", Lebensunlust) Aber ich glaube nicht, dass es eskalieren muss. Es würde ewig genauso weitergehen, wie es jetzt ist. Aber das soll es nicht, da es auch ohne körperlichen Zusammenbruch schlimm genug ist. Und immer wieder denke ich: Diesmal schaffst du es. Nie wieder! Ich habe es schon so oft versucht, dass ich es eigentlich besser wissen müsste. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich keinen Plan habe, was ich eigentlich will. Wie soll es weitergehen? Heute denke ich: Akzeptiere dich so wie du bist und iss normal. Morgen fühle ich mich wieder zu dick und nehme mir vor, normal zu essen und viel Sport zu machen. Doch wenn ich nach drei Tagen (logischerweise) noch keinen Erfolg sehe, höre ich wieder ganz auf zu essen. Da ich das natürlich nicht lange durchhalte, fange ich wieder an zu kotzen... Ich weiß also ganz genau, wie dieser Kreislauf funktioniert. Ich weiß nur nicht, an welcher Stelle ich ihn unterbrechen soll. new model
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Kaiki Antei black wanderer between the worlds Beiträge: 1525 aus: zwischen den Welten Registriert: Jan 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 17:13 Uhr
Die Müdigkeit kann mehrere Ursachen haben: Körperlich und psychisch (dann ist es wahrscheinlich mit einer Depression gekoppelt). Rein psychisch kann man in solchen Phasen jedoch nahezu ausschliessen.Nein, es kann so nicht weitergehen, irgendwann treten Schmerzen ein, Magenblutungen und die Zähne sind von der Magensäure verätzt, genauso die Speiseröhre, Du wirst dunkle Ringe unter den Augen haben und diese sind ständig, durch den hohen Druck, den man sie aussetzt, leicht gerötet. Das Denken - immer wieder Hoffnung, immer wieder nimmst Du Dir vor es zu schaffen und immer wieder schaffst Du es nicht den Kreislauf zu durchbrechen. Es hat einen enfachen Grund: Bekämpfe nicht die Symptomatik, sondern den Grund und das kannst Du nur, wenn Du Dir Hilfe suchst, Dich aktiv daran machst. Es ist nicht Deine "Schwäche", die Dich nicht ausbrechen lässt, es ist einfach so nicht drin. Die Suche wird wahrscheinlich wirklich schwierig werden und würde ebenfalls Hürden mit sich bringen, an denen man fast verzweifeln kann, doch sie ist wirklich nötig.
------------------ ---> Kaiki <---
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Penthesileia Schattenwesen Beiträge: 4 aus: Registriert: Nov 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 17:58 Uhr
Hi, Model!Ganz böses Stadium gerade bei Dir: Du weißt, was Du Dir antust, kannst Dich aber nicht überwinden, etwas zu tun... Selbst wenn Du das Gefühl hast, daß Du das niemals Deinen Eltern sagen kannst: Du MUSST. Damit leitest Du die Genesung ein, dann gibt es auch klein Zurück mehr. Und das ist das einzige, was Dir hilft. Du sagst, noch kommst Du mit Deinem Körper klar - aber so, wie es klingt, wird es nicht mehr lange dauern, und Dir fällt auf, daß Du häßlich wirst (zerstörte Zähne, Schatten im Gesicht, Knöchen, die durch die Haut ragen etc.). Dann haßt Du Dich und richtest Dich nur noch schneller zugrunde. Glaub mir. Du mußt den Absprung JETZT finden, sonst wird es sowas von verdammt schwer... außerdem kommt in dem eben beschriebenen Stadium das Ende verdammt schnell. Gib Dir einen Ruck und vertrau Dich jemandem an, der Dir professionelle Hilfe besorgt, von allein wirst Du das nämlich sicherlich nicht tun, selbst, wenn Du denkst, daß Du das willst. Ich wünsch Dir sehr viel Glück! Penthesileia
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empusa Schattenwesen Beiträge: 10 aus: deutschland 90411 Nürnberg Registriert: Nov 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 19:11 Uhr
hallo new model, jeder betroffene braucht meiner meinung nach seinen eigenen weg damit fertig zu werden.eine therapie ist bestimmt das beste.mein problem war aber,dass ich mich darauf nicht eingelassen habe.sondern alle versuche der ärztin sofort geblockt habe.der weg auf dem ich das ganze zu regeln versuchte war sehr lang und verwirrend weil ich in dieser zeit oft meine gesamte lebensweise umgestellt hatte.das wichtigste ist aber dass du auch aufhören willst und in die tiefe gehst,bis du irgendwann die ursache erkennen kannst.dann kannst du irgendwann entscheiden,dass du wirklich aufhören willst,und wirst auch merken,dass du das ewige erbrechen gar nicht mehr brauchst.für mich war es auch wichtig meinen körper nicht mehr als mittel zum zweck zu sehen sondern ihn als teil von mir anzuerkennen.diesen letzten großen schritt habe ich aber auch erst vor ca 6 Monaten gemacht,obwohl ich schon seit ca 2-3Jh nicht mehr erbrochen hatte,aber ich hatte andere wege gefunden diese zweifen und das gefühl zu dick zu sein,zu umgehen.es war aber kein wirklicher durchbruch,sondern nur eine art stundung,das eigentl.problem war sehr wohl noch da,es war nur auf eis gelegt.ich hatte aber anscheinend in dieser zeit genug kraft gesammelt um nun den letzten schritt zu wagen.nun fühle ich mich sehr gut,wobei ich genau weiß,dass der weg noch nicht zu ende ist und dass evtl.noch ein paar rückschläge warten aber allein dieses gefühl ist es mir wert weiter zu machen.was ich genau in dieser zeit gemacht habe wäre jetzt zu lang.falls du es aber gerne wissen möchtest erzähle ich es dir gerne.ich bin aber trotzdem der meinung,dass es mit einer richtigen therapie besser gelaufen wäre,auf jeden fall schneller und nicht mit den einbrüchen und irrwegen.du müsstest es deinen eltern ja auch erst mal nicht sagen,dass dich über therapiemöglichkeiten informierst,dann kannst du dir das ganze mal anschaun.das ist auf jeden fall besser,als wenn es dir weiter so schlecht geht,dass mit dem kreislauf ist wahnsinnig unangenehm.ich bin in meiner schlimmsten zeit dann recht oft zusammengeklappt(an den unmöglichsten orten)wenn man ein tolle figur hat(und darum möchte man ja abnehmen)will man die ja schließlich auch genießen und herzeigen.das ist aber irgendwann nicht mehr möglich,wenn dir die kleinsten anstrengungen z.B.tanzen in der disco oder mit freunden ins schwimmbad gehen schon zu viel sind.bei mir wars auf jeden fall so.und dann kann man sich mit seiner ach so tollen figur(mein vater nannte mich immer einen sack voll hirschgewei) nur auf sofa setzen,und warten,dass jemand vorbei kommt.so hat mir das keinen spaß mehr gemacht. naja ich laber schon wieder viel zu lang,sorry ich wünsch dir ganz viel kraft und erfolg und wenn du reden willst meld dich einfach ok
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s-floh Schattenwesen Beiträge: 3 aus: kassel Registriert: Sep 2001
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erstellt am 02. Dezember 2001 um 21:54 Uhr
hallo new model, falls du in der kasseler region wohnst, dann könnte ich dir eine gute therapeutin empfehlen, denn nix ist schlimmer als von a nach b geschickt zu werden...aber über die bzga.de lassen sich kompetente ansprechpartner ermitteln, die sich mit bulimie auskennen. joggen ist eine gute möglichkeit zur selbsthilfe, aber bitte nicht exzessiv! da bekommst du wieder ein gutes körpergefühl und zeit ohne essen und der seele geht es auch besser. malen oder schreiben ist auch eine supi variante zu verarbeiten und rauszulassen- besser als reinfressen und auskotzen.aber da hat jeder eigene möglichkeiten...find sie bald für dich! bezügl. deinen eltern- die krankheit verliert ein bischen ihre größe, wenn du dich mitteilst, es ist besser zu erzählen, als wenn deine eltern es an veränderungen bemerken, oder dich im krankenhaus besuchen müßten. außerdem lassen sich eßgewohnheiten besser regeln und was für deine eltern bestimmt besonders wichtig ist, ist dein dann ihnen entgegengebrachte vertrauen. wenn dein nahes umfeld bescheid weiß, dann mußt du weniger lügen und vertuschen. also kannst du diese energie positiv für deine gesundung verwenden. ja, ich laber viel herum, habs bisher selbst noch nicht geschafft, aber seit meines outing geht es mir innerlich besser und ich hab erstmal - ganzherzig- das gefühl, ich kann es schaffen. die innere kraft und stärke dazu wünsche ich dir! zögere bitte nicht länger, es wird immer schwerer! gewöhne dich bitte nicht an deine negativen veränderungen, als jüngerer mensch steckt man viel weg, was dann später zurückkommt... grübeln hilft leider auch nicht viel, besser sich so annehmen wie frau ist und den folgen entgegenzuwirken. du bist nicht allein - laß dir helfen ! s-floh
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Angelus Noctis Wanderer on broken dreams Beiträge: 1562 aus: tief in einer Welt, wo Gefühle nichtig sind Registriert: Aug 2001
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erstellt am 03. Dezember 2001 um 10:40 Uhr
@ New Model No. 15 Es haben ja hier schon einige hier Ratschläge und Hilfsangebote gepostet. Deshalb kann ich mich kurz fassen. Ich kenne die Rückwärtsesserei aus eigener, leidiger Erfahrung. Und meiner Erfahrung nach, ist das wichtigste eine unbändige Willenskraft und ein geregelter (straffer) Tagesablauf. Therapeuten? Wenn Du einen guten findest, ist das sehr hilfreich. Nur kannst Du die meisten echt in die Tonne treten! Den Eltern sagen? Wenn Du ihnen zutraust, daß sie Dich danach nicht mit irgendwelchen Zwangshilfsmaßnahmen überfahren, solltest Du es tun. Wenn Du Dir da nicht sicher bist, laß es! Meine Mutter hat, nachdem sie´s rausgekriegt hat, angefangen irgendwelche Bücher zu wälzen und hat mir dann erzählt, warum ich das mache und wie es mir geht. Echt ätzend und macht alles nur schlimmer. Wichtiger finde ich einen Freundeskreis, der Dir beisteht und im Ernstfall auch mal dezent auf die Zehen tritt. Wenn Du magst, kannst Du mir ja mal mailen ...Stille Grüße Angelus ------------------ ... und nahm meine Seele mit sich. Nicht mehr fähig zu lieben - für alle Ewigkeit.
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DuNkelHeRz Nachtwesen Beiträge: 2237 aus: Germany, ... Registriert: Aug 2001
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erstellt am 03. Dezember 2001 um 11:23 Uhr
@Angelus,ja, ich denke richtig gute freunde sind teilweise sogar viel hilfreicher und angenehmer als ein therapheut..... bei mir liegt es aber auch daran, das ich mich wohl einfach nicht einem anderen menschen anvertrauen will.... nicht jedem menschen und nicht jetzt im moment... beste wünsche DuNkelHeRz
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