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  Die Unendliche-Geschichte (Page 3)

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Autor Thema:   Die Unendliche-Geschichte
GreenMilan
Raubvogel

Beiträge: 1032
aus: Dunklem Keller
Registriert: Okt 2001

erstellt am 10. Januar 2002 um 11:38 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von GreenMilan anzusehen!     sende eine private Nachricht an GreenMilan Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Du fühlst es mit jeder Faser deines Körpers: Du bist Schuld!
Aber woran? Was hast Du getan, um das alles hier zu verdienen? Es muß etwas schreckliches gewesen sein.
Wenn du dich doch erinnern könntest. Du weißt, dass diese Erinnerung die Blockade deiner Gedanken durchbrechen kann. Es fehlt nur ein winziger Anstoß.
Da durchfährt Dich wieder ein Schmerz, der dich zu Boden schmettert.
Diesmal in der anderen Schulter.
Das Rauschen verblaßt unter demSchmerzschrei den du nicht mehr zurückhalten kannst.


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fluchtraum
Reisender des zweifachen Labyrinthes

Beiträge: 721
aus: Skepsis
Registriert: Okt 2001

erstellt am 10. Januar 2002 um 13:05 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von fluchtraum anzusehen!     sende eine private Nachricht an fluchtraum Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Der Schmerz steigt im gleichen Maße an wie die Lautstärke deines Schreis. Hinter deinen geschlossenen Augen blitzen zusammenhanglose Bilde auf: ...der Berg... die Treppe in den Abgrund... der Engel... das Pendel... weiße Federn.
Etwas in diesen Blidern bleibt gleich einem Widerhaken in deinen Gedanken hängen:
Flügel.
Der Schmerz in den Schulteren wird unerträglich, als Knochen sich verbiegen, Fleisch aufbricht und etws zu wachsen beginnt.


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Persephone
Nachtwesen

Beiträge: 55
aus: Österreich, 4020 Linz
Registriert: Sep 2001

erstellt am 10. Januar 2002 um 21:01 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von Persephone anzusehen!     sende eine private Nachricht an Persephone Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Azuriel. hallt es über dir. Azuriel. du wendest deinen Blick. nach óben. doch nichts kannst du erkennen. Azuriel. wieder dieser Lockruf. du blickst nach hinten.
die vollkommenheit vom nichts. wunderschön.
grüne Blätter die rings um dich sprühen und blühen. wasser das neben deinen Füßen ihren einhalt finden. seltsame kleine Lebewesen. Schmetterlinge und Vögel, die fröhlich zwitschern.
die Sonne die dir wunderbar und vollkommen ins Gesicht scheint.
du nimmst war.
die Schönheit, du hast sie widergefunden.
Azuriel. wieder fährst du herum. in weißem Laken gehüllt. ein Mädchen. wunderschön. sie streckt dir die Hand aus und erstrahlt dein Herz mit Vertrautheit. "komm" flüstert sie.
durch die Wiesen tollt ihr. ihr lacht und singt. spielt mit den Schmetterlingen und Vögeln. lauft übers Wasser. wunderschön.
"was ist das, mein Vertrauter?" da bemerkst du die Lache die sich unter deinem Rücken in der Wiese erstreckt hat. Blut.
"sag es du mir." flehst du zu dem Mädchen.
doch plötzlich scheint sie davon zu schweben. "ich kann nicht," haucht sie aus dem Nebel, der ihre vollkommene Gestalt ersetzt. als löse sie sich erneut in das nichts auf. "hilf mir" du fasst nach ihr, denn du willst sie nicht verlieren.
"hilf mir" versuchst du sie zu anzuflehen.
"hilf mir!" "hilf mir!"
die Schmetterlinge zerfallen. der Fluß wird braun und schwarz. die Brücke ist morsch und alt geworden, längst dem Verfall unterlegen.
keine Spur von Wiesen, Bäumen und Schönheit.
Die Sonne zerfällt über dir.
"HILF MIR!"
die Dunkelheit und die Leere bricht wieder über dir auf. doch du willst dies nicht zu lassen. so schön war es zuvor noch gewesen.
"HILF MIR!"

du richtest dich auf, aus der Zuflucht des Schmerzes. Der Schmerz über das fremde Wachstum in dir, dass länst fortgeschritten ist, hat dich geschwächt und dich betäubt.
ein Traum. ein bloßer Traum, war es gewesen.
keine Zufluchtsstätte die dir Hoffnung gewährt. ein Traum. du bist enttäuscht über die Sinnlosigkeit deines Daseins ohne irgendeinen Hintergrund, weiter deinen Trieben nachzugeben.
der Schmerz der dich erneut quält und dich schwächt. kaum kannst du dich auf den Beinen halten. kaum kannst du der vermeintlichen Aufgabe Fortschritt gewähren.
plötzlich nimmst du etwas leuchtendes Wahr.
es erscheint fast unerträglich grell in diesem Schwarz und Grau, schlicht nichts in dem dein tatsächliches dasein sich befindet.
ein schmetterling. kunterbunt, und schön wie zuvor.
hier in dieser welt in der nichts lebt.
bis auf die Grausamkeit und die Hoffnungslosigkeit.
ein schmetterling, so schön wie er zuvor gewesen war hier in dieser Leere. er ist kein Traum, er ist Realität. du fasst ihn an und tatsächlich, du spürst.
hilf mir, flüsterst du, "Celeste" hilf mir..
woher hast du das plötzliche Befinden über dieses Wissen?

aus heiterem himmel, fliegt der Schmetterling auch wieder davon. aber der Nebel, er ist da und flüstert dir rasch zu:
"hilf DIR!"
und er löst sich auf in das Nichts. Der Glanz des Schmetterlings ist länst verloren. Du bleibst zurück in der Leere mit dem Schmerz, dem unergründlichen Schmerz aus deinem Rücken und der Ratlosigkeit gegenüber Azuriel.

[Dieser Beitrag wurde von Persephone am 10. Januar 2002 editiert.]

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Nightingale
Nachtwesen

Beiträge: 66
aus: Deutschland 47198 Duisburg
Registriert: Dez 2001

erstellt am 10. Januar 2002 um 22:36 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nightingale anzusehen!     sende eine private Nachricht an Nightingale Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Die Schmerzen bringen Dich fast um.
Es fühlt sich an, als würde sich Dein Innerstes, nach außen wölben.

Plötzlich wird Dir bewußt, was mit Dir geschieht. Etwas schreckliches geht mit Dir vor.
Flügel.....

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Sein oder nicht sein?
Das ist hier die Frage.


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GreenMilan
Raubvogel

Beiträge: 1032
aus: Dunklem Keller
Registriert: Okt 2001

erstellt am 11. Januar 2002 um 08:10 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von GreenMilan anzusehen!     sende eine private Nachricht an GreenMilan Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Doch keine, wie du sie von Vögeln kennst. Schwarze ledrige Schwingen bohren sich durch dein Fleisch, blutbefleckt, wie etwas anderes, dass nicht dir gehört, Anhängsel einer längst vergangenen Zeit.
Der Schmerz, irgenwann muß er doch aufhören. Die Schwingen bewegen sich ohne dein Zutun, entfalten sich. Du spürst wie sich die Haut darüber spannt, als das Blut anfängt zu trocknen.
Was mußt du jetzt für einen Anblick bieten. Aber in dieser Schwärze ist ja niemand... wirklich?


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Nightingale
Nachtwesen

Beiträge: 66
aus: Deutschland 47198 Duisburg
Registriert: Dez 2001

erstellt am 11. Januar 2002 um 10:23 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nightingale anzusehen!     sende eine private Nachricht an Nightingale Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Du erhebst Dich in die Lüfte.
Obwohl Du wie gabannt vor Angst bist, vernimmst Du ein röchelndes, rasselndes Atmen.
"Azuriel", ertönt ein Stimme, donnergrollend gleich.
"Azuriel, nun bist Du hier.
...Endlich"

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Sein oder nicht sein?
Das ist hier die Frage.


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fluchtraum
Reisender des zweifachen Labyrinthes

Beiträge: 721
aus: Skepsis
Registriert: Okt 2001

erstellt am 18. Januar 2002 um 16:03 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von fluchtraum anzusehen!     sende eine private Nachricht an fluchtraum Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Du erzitterst angesichts der Stimme, schlägst die Arme vor das Gesicht, versuchst, die zu verbergen - doch wo solltest du dich verstecken - alleine im Nichts?

"Azuriel!
Anmaßend von dir, dich gegen deine Strafe aufzubäumen!
Azuriel!
Gnädig waren wir, dich in einen sterblichen Menschen zu bannen und deine Erinnerungen zu versiegeln!
Azuriel!
Warum kämpfts du dagegen an - und suchst einen Weg zurück, den es nicht geben kann?
Azuriel!
Durch deinen Kampf zerstörst du nur diesen Menschen, in dessen Wesen gebannt du hättest Frieden finden können -
so wie du das Reich zerstörtest, daß dir einst anvertraut war!
AZURIEL!"

[Dieser Beitrag wurde von fluchtraum am 18. Januar 2002 editiert.]

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Nightingale
Nachtwesen

Beiträge: 66
aus: Deutschland 47198 Duisburg
Registriert: Dez 2001

erstellt am 19. Januar 2002 um 13:10 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nightingale anzusehen!     sende eine private Nachricht an Nightingale Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Langsam wir Dir klar, was geschehen ist.
Die Erinnerungen steigen in Dir hoch, wie die Lava in einem ausbrechenden Vulkan.
"Oh Gott", stoehnst Du unter Schmerzen. "Oh Gott".

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Sein oder nicht sein?
Das ist hier die Frage.


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GreenMilan
Raubvogel

Beiträge: 1032
aus: Dunklem Keller
Registriert: Okt 2001

erstellt am 21. Januar 2002 um 07:35 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von GreenMilan anzusehen!     sende eine private Nachricht an GreenMilan Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Doch war es wirklich Gott, der für dies alles verantwortlich ist oder eher der Satan selbst?
Du weißt es nicht, weißt nur dass eine unglaublich große Macht mit dir spielt, dich als Schachfigur in einem großen Spiel mißbraucht, dessen Sinn sich dir vollkommen verschließt.
Die Gedanken an dein Leben als Mensch schießen in dir auf. Das Alltägliche deiner Ex-Existenz, das Aufwachsen, Schule, Ausbildung, der erste Job und nebenbei noch ein wildes Gefühlsleben mit diversen Partnern...
All dies durchlebst du noch einmal in dem Bruchteil von Sekunden.


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dark-moon
Nachtwesen

Beiträge: 47
aus: Niedersachsen
Registriert: Sep 2001

erstellt am 26. Januar 2002 um 22:23 Uhr Klicken Sie hier, um sich das Profil von dark-moon anzusehen!     sende eine private Nachricht an dark-moon Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Du erhebst dich in die luft ,verwundert, da wie von selbst .Keine Erinnerung hast du daran zu wissen wie man fliegt.Und doch fliegst du. Mehr ein schweben durch die Lüfte.Und weiterhin fressen sich Erinnerungsfetzen durch deine gedanken.....
Du siehst wieder diesen Berg vor dir ,Blitze umzucken ihn und du gleitest darauf zu .Selten nur musst du durch einen Schlag mit den neuen, alten? Schwingen nachhelfen , es ist als zöge der Berg dich unabänderlich an ...........


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