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Cagliostro hat sich gerade eine Woche Schreibverbot in diesem Unterforum verdient. In der Zwischenzeit gebe ich ihm ein Wort mit auf den Weg über das er nachdenken kann: "Umgangston".Zitat:
Original geschrieben von Cagliostro
Es war mir klar, die Esel müssen immer über Dinge reden, die sie nicht kennen.
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Hallo UK-Freund! Die Aussage ist untauglich und zwar in doppelter Hinsicht. Erstens, Demut setzt das Dienen keineswegs voraus und zweitens, Dienen ist keinesfalls per se negativ, erniedrigend oder was auch immer. Dienen kann genauso aus Liebe oder aus altruistischen Gründen erfolgen, also freiwillig halt und im eigenen Interesse.
Zitat:
Original geschrieben von Menedemos
Ich denke momentan über den Begriff "Demut" nach und der Vorstellung und der ethischen Forderung, die dahintersteckt und auch über die religiösen Konnotationen.
Wenn jemand etwas dazu einfällt, würde ich mich freuen, wenn er/sie etwas dazu schriebe.
Und ist der Begriff "Demut" für euch eher positiv oder eher negativ besetzt?
Zitat:
Seit der Rennaissance steht das Individuum in den westlichen Ländern sehr im Vordergrund. Wir haben "die Demut" verlernt- fast jeder strebt nach mehr, misst sich einen besonders hohen eigenen Wert bei und ist egozentrisch auf sein Leben fixiert.
Dies ist einerseits sehr gut, denn ohne das Verlangen nach persönlichen Fortschritten macht man auch keine und wenn man sich selbst nicht zu schätzen weiß, weiß man meiner Meinung nach das Leben an sich nicht zu schätzen. Allerdings bringt dies auch Gefahren mit sich: Andauernde Unzufriedenheit (durch das Streben nach Weiterentwicklung),Gier, Neid, Egoismus etc. Wir verlieren einfach das große Ganze aus den Augen und beginnen nur noch im eigenen Mikrokosmos zu leben.
Lange Rede, kurzer Sinn:
. Daher finde ich es nicht nur fragwürdig, ob du meinen Beitrag verstanden hast, sondern auch ob dir die Inhalte deines eigenen Beitrages (siehe:Zitat:
Lange Rede, keiner Sinn
völlig klar sind.Zitat:
Gegenseitiger Respekt, Achtung
Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
Ich hoffe du bist kein Lehrer Philon :rolleyes: … du sitzt an deinem Schreibtisch mit all deinen verstaubten Büchern und wenn jemand einen Gedanken dazu schreibt, dann bist du Richter über richtig und falsch … Sokrates würde sich im Grabe umdrehen über solch eine Be-urteilung …
Zitat:
Original geschrieben von Federwolke
Seit der Rennaissance steht das Individuum in den westlichen Ländern sehr im Vordergrund. Wir haben "die Demut" verlernt- fast jeder strebt nach mehr, misst sich einen besonders hohen eigenen Wert bei und ist egozentrisch auf sein Leben fixiert.
Dies ist einerseits sehr gut, denn ohne das Verlangen nach persönlichen Fortschritten macht man auch keine und wenn man sich selbst nicht zu schätzen weiß, weiß man meiner Meinung nach das Leben an sich nicht zu schätzen. Allerdings bringt dies auch Gefahren mit sich: Andauernde Unzufriedenheit (durch das Streben nach Weiterentwicklung),Gier, Neid, Egoismus etc. Wir verlieren einfach das große Ganze aus den Augen und beginnen nur noch im eigenen Mikrokosmos zu leben.
Zitat:
Original geschrieben von Federwolke
Lange Rede, kurzer Sinn: Niemand sollte sich für ein Sandkorn im Universum halten, aber auch niemand für den Gott einer eigenen Welt. Es ist glaube ich, wie bei allen anderen Dingen auch die Frage nach einem gesunden Kompromiss. Jeder braucht etwas Demut in seinem Leben, insofern dass er sich in den Gesamtkontext einzuordnen (nicht komplett unter alles unterzuordnen!!!) weiß, d.h. sich nicht über andere Menschen stellt und sich zu wichtig nimmt, aber niemand sollte es natürlich übertreiben.
Zitat:
Meister Dsong sprach: »Begabt sein und doch noch von Unbegabten lernen; viel haben und doch noch von solchen lernen, die wenig haben; haben als hätte man nicht, voll sein als wäre man leer; beleidigt werden und nicht streiten: einst hatte ich einen Freund, der in allen Dingen so handelte.«
(Konfuzius, Lunyu Gespräche, Demut)
Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
Demütigung - hat auch etwas mit Unterwerfung zu tun ... den Mut des eigenen Verstandes zu unterwerfen ... entweder ich mache etwas aus meiner eigenen inneren Überzeugung heraus oder ich diene demütig einer Überzeugung (z.B. religiöse Demut)
"Der moralische Einfluß nimmt da seinen Anfang, wo die Demütigung beginnt, ja er ist nichts anderes, als diese Demütigung selbst, die Brechung und Beugung des Mutes zur Demut herab." - Max Stirner
Zitat:
Original geschrieben von Federwolke
...
@ JohnSteed
Da bin ich völlig deiner Meinung.Alles benötigt einen gesunden Kompromiss, der natürlicherweise im Widerspruch zu Militantismus steht.
Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
Nein seh ich nicht so in der Aussage ... er meint offensichtlich die Erniedrigung des Selbst zur Unterwürfigkeit ... d.h. die Aufgabe des eigenen Mutes ... du willst Stirner doch wohl keine Selbstdemütigung unterstellen?