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Demut

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geschrieben von: Menedemos

Ich denke momentan über den Begriff "Demut" nach und der Vorstellung und der ethischen Forderung, die dahintersteckt und auch über die religiösen Konnotationen.
Wenn jemand etwas dazu einfällt, würde ich mich freuen, wenn er/sie etwas dazu schriebe.
Und ist der Begriff "Demut" für euch eher positiv oder eher negativ besetzt?



geschrieben von: Nachtschwärmer

Ich denke Demut ist eine Art von Kompromiss. Etwas positives mit einem bitteren Beigeschmack.



geschrieben von: Silberspinne

Für meinen Teil ist Demut eine Art Mischung aus Respekt, Ehrfurcht, Höflichkeit, Bewunderung und aber auch Unterordnung.
Ich würde sie nur sehr wenigen Leute zollen, die in meinen Augen etwas von einem Genie haben oder ein solches sind. Und ich glaube, ich würde sie dann auch über mir anordnen.

Demut ist schwer zu beschreiben, weil sie wie ich denke auch sehr selten anzutreffen ist. Unter Freunden könnte ich mir sie nicht vorstellen, sie passt eher zu einem Meister und Schüler.

Sie ist glaub ich eher negativ behaftet bei mir, da mich die Unterordnung stört.



geschrieben von: Katzenschatten

Ja, Demut...

Unterordnung, man gesteht dem anderen die Überlegenheit ein, "Demutshaltung bei der Begrüssung" fällt mir da ein. "Der Hund bietet seine Kehle an", Eingestehen der eigenen Schwäche gegenüber einem anderen, selbst unterlegen sein....

Kann negativ und positiv sein... jenachdem wie weit die Demut geht...

Demütig um Entschuldigung bitten, das ist in Ordnung; aber allen demütig gegenüberstehen, sich also sich jedem unterzuordnen halte ich für falsch, weil es keinen weiterbringt.

Katzenschatten



geschrieben von: Nachtelbin

In unserer westlichen Welt, der materiellen, halte ich Demut für unangebracht...in unserem Denken zu negativ behaftet.

Wenn ich allerdings eher an die östliche Lebensweise denke, denke ich z.B. an Mönche, die der Welt mit Demut begegnen...allerdings würde ich sie nicht als unterlegen werten, eher als personell, geistig manchen, wenn icht sogar allen undemutsvollen Menschen überlegen, da sie sich nicht über alles stellen, sich unbedingt respektvoll verhalten...sie zeigen Demut gegenüber anderen Menschen und sind glücklich...weil sie sich nicht überlegen fühlen, weil sie niemanden unter sich haben und so auch nicht den wunsch tragen, mehr unter sich zu bringen...ich denke, nur so kann man mit sich selbst einig und in Harmonie stehen. Nur -wie gesagt- ist es in unserer Welt kaum möglich eine solche Lebensweise zu führen, bzw. es überhaupt zu verstehen und zu wollen.
Im Endeffekt erachte ich Demut als höher als Herrschsucht, auch wenn, oder gerade weil, ich niemals vor Menschen demütig sein könnte.

Gruß, die Nachtelbin



geschrieben von: Alyander

demut...

er ist für mich nicht so negativ wie von einigen beschrieben, sondern geht eher in die richtung, die Nachtelbin angab.

ich denke, demut und unterwerfung müssen nicht das gleiche sein... denn unterwerfung hat für mich etwas damit zu tun, daß einer den anderen dazu bringt - notfalls mit gewalt, mit körperlicher überlegenheit etc. - sich ihm zu unterwerfen.
also etwas, das mit macht zu tun hat... und womöglich auch macht-mißbrauch.

demut... ist für mich ein geistiger, seelischer prozeß, der im grunde etwas freiwilliges darstellt... er hat für mich etwas damit zu tun, daß man erkennt, wie klein man eigentlich ist... und daß man nicht höher steht als andere menschen, andere lebewesen... mit der erkrenntnis, daß man nicht das recht hat, sich über andere zu stellen... mit den genannten gefühlen von respekt, bewunderung, ehrfurcht... und somit vielleicht auch mit einem gewissen eins-sein.

thomas d., ein künstler den ich tatsächlich respektiere und bewundere, nannte sein letztes album, das recht düster gehalten ist, "lektionen in demut". dieser titel blieb mir im gedächtnis... und vielleicht haben wir in unserer kultur die demut wirklich verlernt... obwohl sie nötig wäre...



geschrieben von: jade

Ich muss bei Demut immer an ‚demütigen’ denken. Jemand wird gedemütigt, erniedrigt... Für mich ist das Wort eindeutig negativ.
Ich glaube, Demut muss nicht sein. Niemand sollte sich als ‚besser’ erachten als andere, aber auch nicht (demütig) als schlechter.



geschrieben von: Julya

ich sehe demut auch sehr gespalten.
einerseits finde ich das unterwerfen gegenüber personen, die beispielsweise im job höher gestellt sind, nicht richtig, denn der besser(bezahlte) job macht keinen besseren menschen aus ihm. genauso wie ich, zb einem könig/in niemals demut entgegenbringen könnte, oder einem star (so wie die kiddies bei ner boygroup/britney spears)

aber, wenn ich menschen treffe, der meiner meinung nach etwas wirklich gut kann (poesie, zeichnen, musik, gedanken...), bin ich bereit, ihm meine hochachtung zu zollen, was für mich in gewisser weise etwas mit demut zu tun hat, weil ich mich offensichtlich (wegen meines weniger-könnens) ihm unterwerfe.

was mir zu demut noch einfällt: gegenteil zu dominanz. eine art, sexualität zu "gestalten"(?)... sicherlich eine spannende variante, die absolutes gegenseitiges vertrauen voraussetzt...

von daher ist demut für mich in erster linie nicht negativ....



julya



geschrieben von: Menedemos

Ich finde eure Aussagen durchwegs sehr interessant, gerade weil ich Demut ursprünglich vor allem im religiösen Kontext gesehen habe.

Aber das macht ja nichts, im Gegenteil, das ist ja das Spannende an einer Diskussion, daß neue Aspekte zur Sprache kommen.

Ich schreibe gerade an einer Art Essay über Demut, aber das ist noch nicht fertig, zumal ich ja Anregungen von anderen haben möchte, dazu habe ich das Thema hier auch angesprochen. Wenn es fertig ist, werde ich mich aber auf jeden Fall ausführlich dazu äußern.
Nur für den Moment soviel: Ich stehe dem Demutsgedanken nicht übermäßig positiv gegenüber. Ich habe den Verdacht, daß die religiöse Demut irgendwie ein negatives Menschenbild an sich produziert, den Menschen seiner Würde beraubt... Ich bin mir aber nicht sicher, das Beispiel mit den buddhistischen Mönchen hat mir zu Denken gegeben...



geschrieben von: UnePetiteLarme

Es stellt sich die Frage, OB sich dieser Begriff rein positiv oder negativ belegen läßt. Mir kommt dabei als erstes in den Sinn, daß es sich um etwas handelt, das z.B. von einer Person oder Gruppe oder Instituation gefordert wird um sich selbst eine gewisse Position zu verschaffen oder sie zu erhalten. Wenn dies nicht rechtens ist und Wesen in diesen Zustand der Demut hineingedrängt werden, so hat er für mich eine sehr negative Besetzung.
Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich als Demut zu beschreiben ist, wenn jemand nur eine demutsvolle Körperhaltung einnimmt oder auch Handlungen diesen Charakters tätigt, dies aber nur tut um sich selbst vor Unheil zu retten oder aus einer anderen Motivation heraus, die ihn seine eigentlich widerständige Haltung momentan aufgeben läßt.
Das andere ist, wenn jemand im Konsens mit einem Wesen in einer "höheren Position" (oder gegenüber einer Person, die man sehr bewundert) diesem Demut entgegenbringt, also völlig freiwillig und bewußt. Das kann glaube ich auch nur in sehr wenigen Fällen als "positiv" gewertet werden, weil es dann leicht Nuancen von Unterwürfigkeit oder Kriechertum bekäme außer man stelle sich einen edlen Sir der Tafelrunde gegenüber König Arthus vor:) , dem würde diese Demut in gewissen Situation wahrscheinlich gut zu Gesichte stehen...
Außerdem muß ich dabei auch an das weite Feld sm denken, wenn ein bottom seinem top diese Demut entgegenbringt, kann es auch negativ sein, wenn es nicht nach gewissen Regeln geschieht oder positiv, weil beide es wollen und brauchen und Spaß daran haben.
Es kommt also immer sehr auf die Umstände an, den Kontext zum Begriff Demut um sich überhaupt an eine eventuelle Wertung ranwagen zu können, finde ich.



geschrieben von: UnePetiteLarme

dem möchte ich jetzt noch was hinzufügen:
Immer, wenn jemand mit höheren geistigen Kapazitäten mental einfacher strukturierte WEsen in Abhängigkeiten drängt und ihnen dann Demut abverlangt, um sie zu kontrollieren, ist das wahrscheinlich die für mich verwerflichste Prägung des Begriffs.



geschrieben von: Mahsheed

Demut


Und er ging durch seine Straßen und sah den Vögeln nach, wenn sie flogen und lachten - und er verstand ihren Flug - Und er lernte sich aufzuschwingen wie sie - und sein Gang wurde leicht - Und er sah die Hunde und die Katzen, und die Pferde, die schwere Lasten trugen - und er fühlte die Treue, die sie verschenkten, und ihre Demut auch, und er wusste, dass sie von Gott waren -
und als er die Bewegungen ihrer Seelen hörte, in jedem Gang und bei jedem Wetter, und als er sah, dass sie ertrugen und nicht sprechen wollten, - da besah er sich, und wollte so sein wie sie - und er ertrug so vieles und sprach nicht.

Und als er die Blumen sah, wie sie so viel würdig waren in ihrer Verlassenheit, und wie sie verschwendeten, was sie besaßen, ohne zu denken, was der Tod mit den Blüten macht - und die so lebten, sich hinzugeben ganz - da wollte auch er so einfach sein wie sie - und sich mit Sonne schmücken und hingehen, sich hinzuhalten als Glanz -

und als er die Menschen sah um sich, und die große Not, und die Geburt des Kindes und das Aushalten der langen Zeit, da ward er erschüttert von ihrem großen Mut und ihrer Sehnsucht nach Hoffnung, und da besann er sich auf das endlose Schicksal der Welt und verneigte sich tief und wollte ertragen mit ihnen.

Und als er das Werden und Sterben des Jahres erfuhr, wo alles sich fand und sich stellte zum Einklang, und als er alles begriff - da gab er sich hin, es durch sein Beispiel bewusst zu beschwören, dass es so bliebe, und dass es die anderen begriffen außer ihm, und dass die Augen nicht erschüttert würden, alles dies zu schaun - und er wusste, dass ihm nichts selbst gehört, gar nichts - un dass er das, was er erfahren hatte, weitergeben muss, und sich bemühen muss, neu zu erfahren, damit er weitergeben kann.

von Klaus Kinski



geschrieben von: Wanderer

Demut ist für mich immerschon ein wenig negativ behaftet, allein schon weil die Kirche es als Hilfsmittel benutzt hat um die Menschen sich seklbst unterzuordnen!
Demut hat für mich auch immer was von einem reudigen Hund, der nur rumkauert, da er angst hat erschlagen zu werden!



geschrieben von: Odessa

Alyander schrieb:
demut... ist für mich ein geistiger, seelischer prozeß, der im grunde etwas freiwilliges darstellt... er hat für mich etwas damit zu tun, daß man erkennt, wie klein man eigentlich ist... und daß man nicht höher steht als andere menschen, andere lebewesen... mit der erkrenntnis, daß man nicht das recht hat, sich über andere zu stellen... mit den genannten gefühlen von respekt, bewunderung, ehrfurcht... und somit vielleicht auch mit einem gewissen eins-sein.
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Wunderbare Definition. Auch was Masheed schrieb, gefällt mir gut. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie man zu so einer NUR negativen Sichtweise wie Wanderer kommt: nur weil die Kirche einen Begriff benutzt, muß er imho in seiner generellen Bedeutung nicht schlecht sein, und mit der gleichen Logik müßte man dann ja auch "Liebe" negativ werden, denn die Kirche spricht auch von Liebe;-).

Allerdings verstehe ich, daß man den Begriff Demut gespalten sieht WENN man sich auf diesen kirchlichen Gebrauch des Wortes bezieht, der wohl viel mit blinder, tatenloser und gar dankbarer Ergebenheit (in sein wie auch immer geartetes Schicksal, das man dann selbst "nicht in die Hände zu nehmen braucht") zu tun hat, wie es Julya beschrieb; dieser Deutung kann ich mich anschließen und diese Art "Demut" ist auch für mich unakzeptabel. Demut ist für mich etwas Anderes als "Unterwerfung" oder "Gehorsam". Sie ist für mich eine gereifte, spirituelle charakterliche Entwicklungsstufe, die die meisten Menschen, sieht man den Zustand unserer Erde und wie darin mit Menschen, Tieren und der Natur generell umgegangen wird, anscheinend nie erreichen - da sie sich selbst bis zu ihrem Ableben für die "Krone der Schöpfung" erachten und glauben, sie wären nur durch ihr Menschsein allein schon etwas Besseres oder hätten gar "Rechte" an anderen Lebewesen.

Demut empfinde ich, wenn ich auf einem Berg stehe und ins Tal blicke, kilometerweit. Dabei spüre, wie winzig und unbedeutend doch ein Mensch ist und seine verschwindenden winzigen Städte (aus dieser Höhe betrachtet). Demut empfinde ich, wenn ein Kälbchen oder ein Lämmchen geboren wird, ich dabeisein darf und das neue Leben, immer wieder dieses Wunder, in "Händen halte" und merke, wie unwichtig und absolut bedeutungslos dagegen jeder kleinkarierte Ärger, jede Aufregung um Nichts und jede kleine Befindlichkeitsstörung ist. Demut empfinde ich auch, wenn mich jemand beschämt - z. B. wenn ich auf Spaziergängen sehe, wie ein Mensch im Rollstuhl, ab dem Hals gelähmt, freundlich lachend auf mich zukommt und dabei so viel Lebensfreude und Energie ausstrahlt, während ich selbst vielleicht grade am Mich-ärgern war weil mich mal wieder meine chronischen Schmerzen in den Wahnsinn treiben - während ich aber im Vergleich zu diesem Menschen "gesegnet" bin, denn ich kann noch auf eigenen Beinen laufen.

Ich finde, vielen Menschen täte etwas mehr Demut statt Hochmut sehr gut in diesen Zeiten des Anspruchsdenkens und der "Alles für mich und mir am meisten, ganz egal wer und was alles dafür draufgeht "-Gesellschaft.



geschrieben von: Waldemar

Das von Klaus Kinski beschreibt genau mein Empfinden von Demut.. Demut ist für mich ein spirituelles Gefühl das Leben von außerhalb intensiv zu betrachten. Wie Bakterien unter einen Mikroskop und wie eine freie Kamera auf der Bühne des Lebens. Oder wie der Schauspieler, der sich selber spielen sieht,- und in dessen Perspektive wechselt, auch in seine Gegenrolle... Wie wir, die wir auch alle unsere "Rollen" spielen und leben. Demut ist der Spiegel zur Überwindung des eigenen Egos.

Und schließe mich Odessa an, mit dem Wunsch nach weniger Hochmut..


Hier empfinde ich auch Demut...

Schall und Rauch



geschrieben von: Philon

Es ist ganz einfach, Demut ist genau das Ding, was Philon in diesem Forum nicht zeigt....

Meister Dsong sprach: »Begabt sein und doch noch von Unbegabten lernen; viel haben und doch noch von solchen lernen, die wenig haben; haben als hätte man nicht, voll sein als wäre man leer; beleidigt werden und nicht streiten: einst hatte ich einen Freund, der in allen Dingen so handelte.«
(Konfuzius, Lunyu Gespräche, Demut)

Demut ist die aus dem Bewußtsein eigener Unvollkommenheit oder Niedrigkeit entspringende Ergebenheit, sich Gottes Willen unterzuordnen. Die wahre Demut geht aus religiöser Gesinnung hervor und ist ein Kennzeichen echter Herzensbildung, die falsche entspringt dem Egoismus oder der Eitelkeit. Den Menschen gegenüber geziemt nicht Demut, sondern Bescheidenheit. Diese ist die aus richtiger Selbsterkenntnis entspringende Mäßigung in der Selbstschätzung und den Ansprüchen (hier kann man Gott außer vor lassen)
Kirchner, Friedrich / Michaelis, 1907

Wer sich scheut, seinen eigenen Wert zu überschätzen, besitzt Demut (eig. Dienersinn, Unterwürfigkeit; mhd. dêmuot, diemüete, ahd. deomuoti, Herablassung, Bescheidenheit, Milde; die Silbe De, ahd. deo ist got. pius, Knecht, Diener); wer aber in seinen Ansprüchen, selbst wenn sie gegründet sind, sich selbst beschränkt, Bescheidenheit (vgl. Art. 120). Die Demut hat daher die Bescheidenheit zur Folge, während jemand bescheiden sein kann, ohne Demut zu besitzen. "Das Bewußtsein und Gefühl der Geringfügigkeit seines moralischen Wertes in Vergleichung mit dem Gesetz ist die moralische Demut (humilitas moralis)." Kant, V, 268

Demut. "Das Bewußtsein und Gefühl der Geringfügigkeit seines moralischen Werts in Vergleichung mit dem Gesetz ist die Demut (humilitas moralis)." Hingegen ist Demut in Vergleichung mit anderen Menschen oder endlichen Wesen keine Pflicht. Mit der wahren Demut ist zugleich Erhebung, Selbstschätzung der eigenen inneren Würde (als sittliches Wesen) verbunden, MST § 11 (III 286 f.). Was unserem Eigendünkel in unserem eigenen Urteil Abbruch tat, das demütigt uns. Das moralische Gesetz demütigt zunächst, erhebt dann aber auch, KpV 1. T. 1. B. 3. H. (II 96). Es fordert "eine mit Demut verbundene Selbstschätzung", ibid. 2. B. 2. H. V (II 164). "Selbst die Demut, als unnachsichtliche Beurteilung seiner Mängel, die sonst beim Bewußtsein guter Gesinnungen leicht mit der Gebrechlichkeit der menschlichen Natur bemäntelt werden könnten, ist eine erhabene Gemütsstimmung, sich willkürlich dem Schmerze der Selbstverweise zu unterwerfen, um die Ursache dazu nach und nach zu vertilgen", KU § 28 (II 110); vgl. Achtung, Erhaben. Knechtische Demut zu äußern, ist nicht wahrhaft religiös (gegen den Pietismus, s. d.). (Kant)


quelle



geschrieben von: Cagliostro

Es war mir klar, die Esel müssen immer über Dinge reden, die sie nicht kennen.



geschrieben von: Philon

Was ist Cagliostro, flenne wieder nicht herum. Ich stehe über deine Beleidigungen, du muss noch viel Brötchen in deinem Leben backen. Meine Beiträge wurden bisher nicht von der Moderation editiert, also sei vorsichtig.

Ich habe dir gesagt, deine Argumentation ist immer willkommen, für Spielchen ist der Onkel Philon nicht da.



geschrieben von: Cagliostro

...
die Moderatoren sind auch nur Menschen,
der Umstand, dass jemand nicht verwarnt wird, sagt nichts darüber aus, dass es auch lesbar ist.
So, wie in Produkten der Springerpresse.
Die werden auch nicht indiziert, sind aber definitiv nicht lesbar..............

Was mir an deinen Beiträgen ein wenig fehlt, ist einfach nur Lebenserfahrung. Nicht mehr und nicht weniger.



geschrieben von: Seneca

Zitat:
Original geschrieben von Cagliostro
Es war mir klar, die Esel müssen immer über Dinge reden, die sie nicht kennen.
Cagliostro hat sich gerade eine Woche Schreibverbot in diesem Unterforum verdient. In der Zwischenzeit gebe ich ihm ein Wort mit auf den Weg über das er nachdenken kann: "Umgangston".



geschrieben von: Odessa

Es war mir klar, die Esel müssen immer über Dinge reden, die sie nicht kennen.
---

Wow, man hat mich hier ja schon Vieles geheißen - aber mich als Esel aufzuwerten (unglaublich sture intelligente Tiere) hat noch keiner getan ;).

Im Ernst, Cagliostro - ich habe noch nie behauptet, sondern klug, "belesen" oder gar philosophisch gebildet zu sein. Trotzdem denke ich, daß ich hier wie jeder Andere das Recht habe, zu einem Thema etwas zu schreiben ohne mich dafür so rüde angehen lassen zu müssen, nur weil Du anscheinend (denn zum Thema selbst schriebst Du nichts) eine andere Meinung hast in Sachen Demut.



geschrieben von: belladonna

Demut bedeutet seine Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Demut geht auch mit dem Vertrauen einher, daß man trotz seiner Grenzen, seiner Fehler und Schwächen ein liebenswerter Mensch ist und derjenige dem gegenüber man sich demütig zeigt, dieses "sich verletzlich machen" nicht schamlos ausnutzt. Ich denke, Demut zu zeigen ist also auch ein großer Vertauensbeweis - nicht zuletzt auch das Vertrauen, seine eigenen Schwächen aushalten zu können.

@Cagliostro

"Arm der Mensch, bei dem der Kopf alles ist." Goethe



geschrieben von: Odessa

Beim Nachlesen entdeckte ich bzw. hatte es wieder in Erinnerung, daß Cagliostro hier ja einige Tage nicht schreiben kann. Aber in pn kam eben seine Mitteilung daß ich damit nicht gemeint war. Danke Dir fürs Klarstellen :-). Da ich Dich öffentlich hier ansprach, erlaube ich mir, für Dich auch Deine berichtigende Antwort öffentlich einzustellen, danke dafür nochmal. Der Rest geht nur Euch zwei Kerle was an, Philon und Dich ;-)


Die Definitionen die Du, Philon, brachtest, verstehe ich; einige Minuten dachte ich darüber nach, wo eigentlich in meinem Sprachgebrauch der Unterschied zwischen Demut und Bescheidenheit ist, ich muß gestehen daß ich es recht oberflächlich trenne: Bescheidenheit benutze ich - also in der Kommunikation - überwiegend zur Charakterisierung bei materiellen Themen. Jemand lebt "bescheiden", wenn er nicht im Luxus oder Überschwang lebt; jemand hat ein bescheidenes Gehalt - nicht üppig. Manchmal verwende ich "bescheiden" auch im Zusammenhang mit Aussagen wie "Ich habe von jemand eine sehr bescheidene Meinung" - um das vielleicht bösere Wort "geringe" zu vermeiden.

Demut ist für mich wirklich eher das spirituelle "sich bescheiden", wie es einige Andere auch bereits beschrieben haben.



geschrieben von: Philon

Das Hineindenken macht es möglich. Ich meine, wann empfindet man Demut? Als ich zwischen den Säulen von Akropolis stand, spürte ich, wie diese Demut mich erfüllte. Das gleiche würde entstehen, wenn plötzlich Kant, Einstein, Gandhi, Dalai Lama vor mir stehen würde. Oder Sokrates, Aristoteles, Leonidas, etc.

Demut unterscheidet sich vom Fall zu Fall. In einem Satz würde ich sagen: Demut ist die Erweisung vom Respekt, Ehre, Würde und Hochachtung. Die gesteigerte Version, wie in religiösen und außerordentlichen Fällen, wäre die gleiche Mischung plus die positive Unterwerfung bzw. Ergebung, Ergebenheit, Unterordnung oder Hingebung. Und die letzte Steigerung wäre nochmals das ganze Gemisch plus Bewunderung und Aufsehen sowie Verehrung, Hinneigung, Innigkeit und Anbetung.



geschrieben von: JohnSteed

Ein Mensch ist - für sich gesehen- zu wertvoll, als dass er einem anderen Menschen dienen sollte.
Vor allem for nothing.
Aber einer Sache dienen, einer Institution, das ist etwas anderes....
Somit ist der Anspruch Menschen zu dienen, einfach nur eine kryptisch verdeckter Egoismus der Anderen.
Einer Sache dienen aber, ist die Demut des einzelnen.



geschrieben von: Philon

Hallo UK-Freund! Die Aussage ist untauglich und zwar in doppelter Hinsicht. Erstens, Demut setzt das Dienen keineswegs voraus und zweitens, Dienen ist keinesfalls per se negativ, erniedrigend oder was auch immer. Dienen kann genauso aus Liebe oder aus altruistischen Gründen erfolgen, also freiwillig halt und im eigenen Interesse.



geschrieben von: Sarefilum

ich meine, dass - wie belladonna es gesagt hat - Demut zunächst mal ein Vertrauensbeweis ist ... beim Vertrauen kann man vorher nie genau sagen ob es nützt oder schadet. die üblichen Demutsgesten zeigen, wie absolut man missbraucht werden kann. das überwiegt in jedem fall den möglichen nutzen.

übrigens sind Dienste aus Liebe und Demut aus Liebe zwei grundverschiedene Dinge weil man sich gegenseitig Dienste erweisen kann aber keine Demut



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Hallo UK-Freund! Die Aussage ist untauglich und zwar in doppelter Hinsicht. Erstens, Demut setzt das Dienen keineswegs voraus und zweitens, Dienen ist keinesfalls per se negativ, erniedrigend oder was auch immer. Dienen kann genauso aus Liebe oder aus altruistischen Gründen erfolgen, also freiwillig halt und im eigenen Interesse.



Was ist schon untauglich, man kann auch mit einem alten Aston Martin noch in die Stadt fahren und vielleicht ein paar Freunde mitnehmen....

Altruismus ist so schlecht nicht.
Man kann auch an Kings and Queens glauben, aber die sind per se keine Personen, sondern es ist ein Amt, also ist es eine Sache.
Her Majesty ist eigentlich eine reizende Person, aber ihr persönlich dienen.....? Weiss ich nicht.
Ihrem Amt und dem Dienen, was sie repräsentiert, das ist etwas anderes...

Hui, mein lieber Freund, du bist aber schnell dabei den "High noon" auszurufen....Der schnellste Colt im Forum?
Ok, aber ich bin sicher nicht Buffalo Bill....
Kannst die 44er also wieder einpacken....:)



geschrieben von: Arimahn

Zitat:
Original geschrieben von Menedemos
Ich denke momentan über den Begriff "Demut" nach und der Vorstellung und der ethischen Forderung, die dahintersteckt und auch über die religiösen Konnotationen.
Wenn jemand etwas dazu einfällt, würde ich mich freuen, wenn er/sie etwas dazu schriebe.
Und ist der Begriff "Demut" für euch eher positiv oder eher negativ besetzt?



Mein erster Gedanke: "Sklavenmoral."

Aber Nietzsche ist ja nun auch nicht das Be-All-End-All bei solchen Sachen, deshalb:

Demut bedeutet zum vermeintlichen Wohl der Gemeinschaft sich selbst zu erniedrigen. Demut bedeutet, sich möglichst auf die kleinste gemeinsame Stufe zu stellen obwohl man es nicht nötig hätte. Gleichzeitig ist demütiges Verhalten aber auch ein Paradoxon: Indem man Demut zeigt, sich somit selbst erniedrigt, steigt man im Ansehen der/des Anderen, da Demut ja eine gesellschaftlich wünschenswerte Eigenschaft ist.

Demut wird nur dort gefordert -direkt oder indirekt- wo Gleichstellung einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, also vor allem in gesellschaftlich eher machtlosen Klassen.



geschrieben von: Philon

Dein Beitrag bestätigt deine Signatur. Weitere Analyse wäre ein Minus in jeder Hinsicht. Wahre Demut hat nichts mit dem was du schreibst gemein.



geschrieben von: Federwolke

Seit der Rennaissance steht das Individuum in den westlichen Ländern sehr im Vordergrund. Wir haben "die Demut" verlernt- fast jeder strebt nach mehr, misst sich einen besonders hohen eigenen Wert bei und ist egozentrisch auf sein Leben fixiert.
Dies ist einerseits sehr gut, denn ohne das Verlangen nach persönlichen Fortschritten macht man auch keine und wenn man sich selbst nicht zu schätzen weiß, weiß man meiner Meinung nach das Leben an sich nicht zu schätzen. Allerdings bringt dies auch Gefahren mit sich: Andauernde Unzufriedenheit (durch das Streben nach Weiterentwicklung),Gier, Neid, Egoismus etc. Wir verlieren einfach das große Ganze aus den Augen und beginnen nur noch im eigenen Mikrokosmos zu leben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Niemand sollte sich für ein Sandkorn im Universum halten, aber auch niemand für den Gott einer eigenen Welt. Es ist glaube ich, wie bei allen anderen Dingen auch die Frage nach einem gesunden Kompromiss. Jeder braucht etwas Demut in seinem Leben, insofern dass er sich in den Gesamtkontext einzuordnen (nicht komplett unter alles unterzuordnen!!!) weiß, d.h. sich nicht über andere Menschen stellt und sich zu wichtig nimmt, aber niemand sollte es natürlich übertreiben.



geschrieben von: Philon

Zitat:
Seit der Rennaissance steht das Individuum in den westlichen Ländern sehr im Vordergrund. Wir haben "die Demut" verlernt- fast jeder strebt nach mehr, misst sich einen besonders hohen eigenen Wert bei und ist egozentrisch auf sein Leben fixiert.
Dies ist einerseits sehr gut, denn ohne das Verlangen nach persönlichen Fortschritten macht man auch keine und wenn man sich selbst nicht zu schätzen weiß, weiß man meiner Meinung nach das Leben an sich nicht zu schätzen. Allerdings bringt dies auch Gefahren mit sich: Andauernde Unzufriedenheit (durch das Streben nach Weiterentwicklung),Gier, Neid, Egoismus etc. Wir verlieren einfach das große Ganze aus den Augen und beginnen nur noch im eigenen Mikrokosmos zu leben.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Lange Rede, keiner Sinn, denn das Thema lautet nicht „warum die Welt egozentrisch ist“ oder wie mit Demut umgegangen wird oder Ähnliches.

Und auch wenn, Demut ist kein notwendiges Bestandteil der heutigen Gesellschaft, also nicht so wichtig wie du es gerne darstellst. Gegenseitiger Respekt, Achtung sowie weniger Egoismus und Bescheidenheit reichen vollkommen aus.



geschrieben von: JohnSteed

Richtig!
Demut alleine ist sinnlos.

Sie müsste dann schon einem Zweck dienen.
Solche Zwecke, wie Charitiy oder soziales Engagement sind trotz allem persönliche oder individuelle Ziele, auch wenn sie auf dem Gleis der Allgemeinheit daherkommen mögen.
Sagen wir es so, manche Menschen brauchen das Gefühl einer Sache dienen zu können.
Bei Dingen wie oben ist es ok.
Aber bei abstrusen politischen Dingen oder Psychosekten wird es grenzwertig.
Da wäre es für manche Menschen besser, sie wären weniger altruistisch und würden egoistisch quasi mehr für sich tun.



geschrieben von: Federwolke

@ Philon
Ich weiß nicht, warum du mir vorwürfst, dass ich die Thematik nicht verstanden hätte (mein Beitrag sagt ja zusammengefasst, dass die ethische Forderung der Demut meiner Meinung nach(im Idealfall) die richtige Einordnung von sich selbst in den Gesamtkontext des Lebendigen ist und das der Begriff für mich eher positiv besetzt ist).
Weiterhin finde ich deine Wortwahl kränkend (siehe:
Zitat:
Lange Rede, keiner Sinn
. Daher finde ich es nicht nur fragwürdig, ob du meinen Beitrag verstanden hast, sondern auch ob dir die Inhalte deines eigenen Beitrages (siehe:
Zitat:
Gegenseitiger Respekt, Achtung
völlig klar sind.

@ JohnSteed
Da bin ich völlig deiner Meinung.Alles benötigt einen gesunden Kompromiss, der natürlicherweise im Widerspruch zu Militantismus steht.



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
Ich hoffe du bist kein Lehrer Philon :rolleyes: … du sitzt an deinem Schreibtisch mit all deinen verstaubten Büchern und wenn jemand einen Gedanken dazu schreibt, dann bist du Richter über richtig und falsch … Sokrates würde sich im Grabe umdrehen über solch eine Be-urteilung …

Nein, nein, so schlimm ist es nicht…ich bin so einer Art Wächter der Philosophie, sozusagen!
Insofern…..@Federwolke, nichts für Ungut, ich war ein bisschen angestoßen, da 90% der Beiträge hier den Sinn nicht erreichen. Und das möchte ich bei der Gelegenheit ein bisschen verdeutlichen.
Du hast geschrieben:
Zitat:
Original geschrieben von Federwolke
Seit der Rennaissance steht das Individuum in den westlichen Ländern sehr im Vordergrund. Wir haben "die Demut" verlernt- fast jeder strebt nach mehr, misst sich einen besonders hohen eigenen Wert bei und ist egozentrisch auf sein Leben fixiert.
Dies ist einerseits sehr gut, denn ohne das Verlangen nach persönlichen Fortschritten macht man auch keine und wenn man sich selbst nicht zu schätzen weiß, weiß man meiner Meinung nach das Leben an sich nicht zu schätzen. Allerdings bringt dies auch Gefahren mit sich: Andauernde Unzufriedenheit (durch das Streben nach Weiterentwicklung),Gier, Neid, Egoismus etc. Wir verlieren einfach das große Ganze aus den Augen und beginnen nur noch im eigenen Mikrokosmos zu leben.

Hiermit beschreibst du ein Resultat, eine Situation die die heutige Gesellschaft betrifft. Dieser Sachverhalt ist aber nicht das Resultat aufgrund fehlender Demut. Und Demut ist keine Notwendigkeit zur Verbesserung, daher fragte ich mich, wozu deiner Streifzug?
Zitat:
Original geschrieben von Federwolke
Lange Rede, kurzer Sinn: Niemand sollte sich für ein Sandkorn im Universum halten, aber auch niemand für den Gott einer eigenen Welt. Es ist glaube ich, wie bei allen anderen Dingen auch die Frage nach einem gesunden Kompromiss. Jeder braucht etwas Demut in seinem Leben, insofern dass er sich in den Gesamtkontext einzuordnen (nicht komplett unter alles unterzuordnen!!!) weiß, d.h. sich nicht über andere Menschen stellt und sich zu wichtig nimmt, aber niemand sollte es natürlich übertreiben.

Deine Fortsetzung hier kann man einfach in einem Satz äußern: Der Mensch braucht Bescheidenheit!

Leute Vorsicht hier, Demut erlaubt heutzutage zwar diverse Interpretationen, das heißt aber nicht, dass sie korrekt sind. Alltagsdeutsch ist ok, dennoch hier absolut fehl am Platz! Demut hat nichts mit Demütigung, Hochmut und Mut zu tun.

Bescheidenheit ist ein Synonym sehr guter Wahl, etwas Besseres gibt es vielleicht nicht, dennoch Bescheidenheit ist nur ein Teil der Demut. Sanftmut gehört ebenfalls zur Demut.

Man spricht von einer Person, die demütig ist, oder der Demütige, das sind Personen die demutsvoll sind.

Demütigung ist ganz was anderes, ein Synonym dafür wäre Entwürdigung, Abwertung, Herabwürdigung.

Demut ist eine Mischung von Liebe zum Dienen, Ergebenheit, Hingebung mit Stolz und Würde und Bescheidenheit. Wenn ein Mensch demütig ist, besitzt er auch automatisch Bescheidenheit, das ist eine Mussfolge. Umgekehrt aber funktioniert es nicht, denn ein Mensch kann bescheiden sein, demütig aber nicht.

Ich hatte in einem Beitrag zuvor geschrieben:
Zitat:
Meister Dsong sprach: »Begabt sein und doch noch von Unbegabten lernen; viel haben und doch noch von solchen lernen, die wenig haben; haben als hätte man nicht, voll sein als wäre man leer; beleidigt werden und nicht streiten: einst hatte ich einen Freund, der in allen Dingen so handelte.«
(Konfuzius, Lunyu Gespräche, Demut)

Ich meine, kennt ihr nicht die typischen Kung-Fu und Schaolin Filme? Die TV-Serie „Kung-Fu, m Zeichen des Drachens“? Wo der Meister, obwohl er so stark und weise ist, alle seine Mitmenschen mit Sanftmut und Demut behandelt bzw. dienlich sein will?
Japan ist immer noch von dieser Haltung geprägt. Daher auch die offizielle Entwürdigung bei verschiedenen Hierarchien, wenn etwas schief läuft bzw. wenn jemand versagt hat.



geschrieben von: ExiledArchangel

Demut ist nur ein weiteres Synonym für Unterwerfung - Dienstbotenmentalität, Sklavenmoral und Götzendienst - wahlweise an einem imaginären Gott oder der "Vernunft", dem Ersatzgott sogenannter Atheisten - und ihren Untergöttern Staat , Nation und Kapital, den Spießgesellen der bürgerlichen Herrschaft.



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
Demütigung - hat auch etwas mit Unterwerfung zu tun ... den Mut des eigenen Verstandes zu unterwerfen ... entweder ich mache etwas aus meiner eigenen inneren Überzeugung heraus oder ich diene demütig einer Überzeugung (z.B. religiöse Demut)


"Der moralische Einfluß nimmt da seinen Anfang, wo die Demütigung beginnt, ja er ist nichts anderes, als diese Demütigung selbst, die Brechung und Beugung des Mutes zur Demut herab." - Max Stirner


Nein definitiv nicht, Stirner meint damit die Selbstdemütigung, also die Erniedrigung des Selbst bzw. des Mutes, damit man empfänglich für die Demut wird.

Demütigung

Nochmals Demütigung

Demut



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Federwolke
...
@ JohnSteed
Da bin ich völlig deiner Meinung.Alles benötigt einen gesunden Kompromiss, der natürlicherweise im Widerspruch zu Militantismus steht.



Militante Ideologien fordern immer den bedingungslosen Gehorsam ein.
Das kann es aber nicht sein.
Denn wenn ich starke, selbstbewusste Menschen, die ja auch wissen, was sie tun, für meine Sache gewinnen kann, dann ist diese Sache, naja...sagen wir zu 70% wohl etwas "Gutes", was immer das auch sein mag....


Ein erwarteter, bedingungsloser Gehorsam ist immer schlecht. Wenig Feinfuehlig.
Nur ein Anspruch.
Ansonsten gilt der freie Wille des Menschen.
Bei manchen Lebewesen eher ein formalismus, aber trotzdem. Diesen Formalismus muss man einhalten.



geschrieben von: Philon

Etwas für dich Uk-Freund

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geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
Nein seh ich nicht so in der Aussage ... er meint offensichtlich die Erniedrigung des Selbst zur Unterwürfigkeit ... d.h. die Aufgabe des eigenen Mutes ... du willst Stirner doch wohl keine Selbstdemütigung unterstellen?

Jo, das stimmt, das meinte ich auch.





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