[prayers on fire] - German Gothic Board
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prayers on fire
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geschrieben von: Demon17
Hallo Wanderer,
komm in meinen Garten der Dunkelheit, verirr Dich in den Labyrinthen meiner Abgründe und leide an dem Fluch der uns verbindet.
Zitat:
O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
Friedrich Hölderlin
Komm, träume mit mir von der Schattenwelt.
Kommentare und Kritik
zu den Gedichten.
Meine anderen Kurzgeschichten
findet ihr in den Gemeinschaftsgärten, im Garten der Geschichten.
Alle Texte in diesem Thread sind zur nichtkommerziellen Nutzung freigegeben. Sie müssen allerdings mit demon17 gekennzeichnet sein. Von einer Verwendnung in politischen Zusammenhängen ist abzusehen. Das Urheberrecht bleibt beim Autor. Bei den Soundfiles sind zusätzlich die genannten Urheber und die Quelle, www.freesound.org anzugeben.
Das e-book mit einer Auswahl meiner Werke umfasst 84 Seiten.
geschrieben von: Demon17
Schwarze Sonne
Düster stehst Du in der Menge, Dunkelheit vor hellem Licht;
kalte Kraft des Universums, Energie erwärmt Dich nicht.
Schluckst Materie selbst Strahlung, wandelst alles in dich selbst;
ohne Licht und Eruptionen, du es in den Schatten stellst.
Lebst nach eigenen Gesetzen, toter Gott der ew´gen Nacht.
All die funkelnd hellen Sonnen zwingst in Bahnen deiner Macht.
Fragend sehen Menschen Sterne, erkennen nur den grellen Schein.
Blind verkennen Sie die Mächte, - die Finsternis, das schwarze Sein.
Diese Remeniszenz an die Gravitationszentren der Galaxien werden von der Astrophysik auch ganz unprosaisch Schwarze Löcher genannt. Der Link führt zu einer Einführung in diese Materie verbunden mit einer Literaturliste zu diesem Thema.
Gedicht als MP3
geschrieben von: Demon17
Kreatur der Nacht
Kreatur der Nacht, verspottet, verachtet, verfolgt von denen die sich "Gute" nennen.
Kreaturen der Nacht, finstere Dämonen deren Seelen brennen.
Kreatur der Nacht verteufelt, zerstörter Zerstörer des falschen Schein.
Kreatur der Nacht, schwarzer Rächer, Du bist göttlich, denn Dein Hass ist rein.
Zynische Verachtung der Heiterkeit der Welt.
Trauer und Melancholie statt Glück und schnelles Geld.
Romantiker der Nacht, Verächter der Moral, die Menschen um die Freiheit bringt,
schwarzer Ästhet, verfolgter Poet, die Guten unterdrücken alle die anders sind.
Mystische Gestalt in der Dunkelheit, Wesen der Schattenwelt, nimm Dich in acht.
Deine Feinde ruhen nicht, verfolgen mit Lüge, List und brutaler Macht ...
Dich, die Kreatur der Nacht.
geschrieben von: Demon17
Scharfe Schwester
Scharfe Schwester, geile Grazie, höhnische Hexe im schwarzen Gewand,
lüstern tanzt du in irrer Bewegung, verrenkst deinen Leib zu teuflischem Klang.
Glühende Augen in verzweifelter Schönheit, eiskaltes Herz in schwarzer Macht,
gierig genieß ich die Trauer, die Romantik des Todes in der Hölle der Nacht.
Magische Klänge treiben dich vorwärts, zwingen dich in Luzifers Bann.
Längst bist du von Dämonen besessen, böse lächelnd starren sie dich an.
Satanas sitzt dir im Nacken, verbrennt deinen Leib in geiler Glut.
Der Christen Kreuz wird dich nicht retten, trinke nur des Sohnes Blut!
Scharfe Schwester, geile Grazie, wildes Weib im göttlichen Wahn,
dein Verlangen ist Wahrheit, Erlösung von der Keuschheit tristen Tran.
Du bist die Hoffnung, finstere Freundin, auf das Ende der falschen Moral.
Der Teufel ist nur ein gefallener Engel, du bist der Ursprung all meiner Qual!
Magische Mutter, blutige Braut,
schwarze Strapse auf kalkweißer Haut,
gieriges Sehnen nach deinem Stöhnen,
leck mir die Tränen, ich will dich nehmen.
Gedicht als MP3
Scharfe Schwester Soundfile
geschrieben von: Demon17
Schwarze Schlampe
Du Schwarze Schlampe, herrliche Hure, klirrende Ketten, zerfetztes Kleid.
Die Kraft des Körpers, laszives Luder - konzentriert in deinem Unterleib.
Mit roten Dornen halten Strapse zerrissene Strümpfe auf fahlem Fleische
und silbern perlt Schweiß auf zarter Haut, benetzt die Spuren der Peitsche.
Verborgen hinter schwarzen Strähnen, glühen Kohlen im Gesicht so bleich,
die lieblichen Linien der schwarzen Lippen sind grausam - und geil zugleich.
Dein Sehnen zeugt von Verlangen, verratene Liebe zum Hass ist geronnen,
betrogen, benutzt und verlassen, die Unschuld verloren das Feuer gewonnen.
Rubinrot glitzert glühend ein Schmuckstein, gepierced im nackten Nabel.
Dein lüsterner Leib bewegt sich geschmeidig, voll von anarchischem Adel.
In wilder Verzweiflung tanzt Du den Schmerz in lichtzerfetzter Dunkelheit
und bebend beugt sich der Körper, im Zwang des Klangs der dich befreit.
Schwarze Schlampe, manische Muse im Wahn der Ekstase, gib mir die Glut!
Heilige Hexe, gefahrvolle Göttin, ich sterbe vor Gier nach deinem Blut.
Lass meine zärtliche Zunge, meinen Schwanz in deinen Körper dringen!
Lass mich mit penetrierenden Blicken den Hass in deiner Seele zwingen!
zerstörte Zärtlichkeit
... in Ewigkeit
Gedicht als MP3
Schwarze Schlampe Echoes (Industrial Style)
geschrieben von: Demon17
Hörst Du die toten Freunde rufen...
Hörst Du die toten Freunde rufen,
wenn sie ihr Schicksal still verfluchen?
Spürst Du ihre Seelen näher kommen?
Ihr Leben war viel zu schnell zerronnen.
Spürst Du die Qualen in ewiger Dunkelheit?
Erkennst Du die Gier nach deiner Lebenszeit?
Hörst Du tonlos ihre Schreie in einsamen Nächten?
Frierst Du in ängstlicher Kälte vor den finsteren Mächten?
Erscheinen Dir ihre verwesenden Leiber in endlosen Träumen,
die bleichen Knochen, das faulende Fleisch tanzend unter leblosen Bäumen?
Dann zerstöre den Fluch, der auf Dir lastet indem Du Sie wieder und wieder tötest!
Denk an die glücklichen Tage der Vergangenheit die Du mit ihnen verbrachtest - bevor Du fort gehst.
geschrieben von: Demon17
Zerstörer der Werte
Wehrlos, gefangen im Widerspruch konkurrierender Werte,
verneinte er alles, bis sprachlos endlich sich sein Geist entleerte.
Traurig in stiller Selbstzerstoerung genoss er seinen Untergang.
Verirrt in den Labyrinthen seiner Seele entzog er sich dem Lebenszwang.
Die Moral der Menschen zutiefst verachtend, lag er dekadenlang in Agonie
Der Herrscher Macht, die Sie begruendet bekaempfte er mit Anarchie.
Allein, die letzte Bindung mutig kappend befreit er sich von diesen Ketten;
doch eingewachsen war das Eisen, die Freiheit schien nicht mehr zu retten.
Bis endlich er dem reinen Hass muede laechelnd in die Augen sah.
Er selbst war wild, gelangweilt von Exzessen, dem Ende seiner Jugend nah.
„Erstaunlich dieses wuetend Wesen heisskalt, grausam, gemein und doch ehrlich.
Widerlicher Wicht, viele verschreckend, fuerchterlich und doch nicht gefaehrlich."
"Faszinierend, ein Mensch voller Hass wie fühlt der sich an?
Ich will ihn erleben, dieses Toben fehlt mir noch zu meinem Wahn."
Er hatte Welten entstehen und sterben sehen, endlose Weiten in sich gespürt,
doch hatte das Schicksal Ihn nie in diese dunkle Region des Geistes geführt.
Ein weltliches Gefühl fürwar, doch war es nicht Zeit die Sphären zu verlassen?
Die Sehnsucht war gross wie diese kaputte Kreatur aus vollem Herzen zu Hassen.
Er selbst war wie ein Amboss an dem schon viele Hämmer zerschellten.
Dieses erbärmliche Biest glich den Hunden die den Mond verbellten.
geschrieben von: Demon17
Allein in der Nacht
Schwarze Göttin allein in der Nacht,
triffst mich wo die Leichen verbracht.
Lächelst gefährlich, geheimnisvoll, zynisch,
fahl Dein Gesicht, verächtlich ja höhnisch.
Ich bin glücklich keine Furcht zu sehen,
wie bei Ander'n die vorübergehen.
Silbernes Mondlicht erhellt deine Züge,
die geprägt vom Triumph deiner Siege.
Fasziniert bleibe ich dicht vor Dir stehen,
kann die Glut in deinen Augen sehen.
Lächelnd gefrieren Deine Lippen,
Setzt mir ein Messer auf die Rippen.
Sanft nur schimmert es im Mondenschein,
Eulen rufen und die Luft ist kalt und rein.
Lauernd stehen wir uns gegenüber.
Du läufst fort, enttäuscht sink' ich nieder,
denn wir sehen uns niemals wieder.
...allein in der Nacht.
geschrieben von: Demon17
20 Fragen + keine Antwort
Wartest Du allein in der Dunkelheit
hinter den Mauern deiner Einsamkeit?
Bist Du verzweifelt oder lindert die Melancholie den Schmerz?
Hast Du noch Träume oder ist es erfroren Dein schwarzes Herz?
Siehst Du den Mond in eiskalter Nacht?
Hat dich Dein Hass um den Verstand gebracht?
Liebst Du die Finsternis um Dich herum?
Oder fragst Du immer noch nach dem Warum?
Weinst Du, wenn Du einsam in der Menge stehst?
Oder lächelst Du wenn Du verlassen auf endlosen Strassen gehst?
Liebst Du dich selbst um Deiner trockenen Tränen?
Oder spürst Du die Leere, das brennende Sehnen?
Verfluchst Du die Götter für Dein endendes Leben?
Oder ersehnst Du den Tod, den ewigen Frieden?
Ist Dir das Leben eine bleischwere Last?
Oder suchst Du Vergnügen in rastloser Hast?
Suchst Du die Ruhe tief in Dir selbst?
Oder trittst Du in Fallen, die Du dir selber stellst?
Willst Du den Ruhm, die Achtung der Andern?
Oder ziehst Du es vor abseits zu wandern?
Kennst Du die Antwort auf all diese Fragen?
Dann erträgst Du Dein Schicksal ohne zu klagen.
Doch wenn Du sie Dir vergeblich stellst,
dann geh - ich kann nicht sehen wie Du dich durchs Leben quälst.
geschrieben von: Demon17
Devotes Nymphchen
Hey kleine Perle bist du neu auf der Piste?
Du bist noch scheu aber stolz auf die Brüste.
Dein nackter Nabel mit weißem Strass verziert.
Dein kleiner Arsch so stramm verschnürt.
Das Halsband voller langer Dornen.
Der Leib bewegt sich nach den Gothic-Normen.
So tanzt Du zum Takt der Monotonie
und ich verberge meine Ironie.
Die sanften Augen kunstvoll mit Cayal umrandet.
Das Leben beginnt und du bist in schwarz gewandet.
Verlegen Dein Lächeln, scheu streift mich ein Blick.
Vergiss es Engel ich kann nicht zurück.
Das Schwarz ist ein Schicksal und keine Mode.
Dein Spiel heißt Liebe, ich spiel mit dem Tode.
Die Blumen der Nacht sie verblühen so schnell.
Das Leben ist kurz und die Scheinwerfer grell .
Ich sah so viele kommen und gehen.
Doch die Musik ist so laut, es gibt kein Verstehen.
Wir suchen, doch wenn nur der Körper spricht,
bleiben wir einsam, Zweisamkeit gibt es so nicht.
Hast Du Dich schon gelangweilt beim poppen?
Willst du Schmerz? Ich penetrier Dich trocken.
Willst Du die echten Qualen erleiden?
Liebe und Du wirst sterben beim scheiden.
geschrieben von: Demon17
Nachtmensch Teil I
Allein steh ich in der Menge umgeben von schwarz gekleideten Menschen. Einige schreiten rhythmisch vor und zurück auf der vertieften Fläche aus weißem Marmor. Andere tanzen auf der Stelle und nehmen zu den dunklen Klängen sich ständig verändernde Posen ein, die in einen seltsamen Zusammenhang mit der dämonischen Klangwelt stehen.
Der Wechsel zwischen Dunkelheit und grellen weißen, roten und blauen Lichtblitzen lässt mich eine Sonnenbrille tragen, durch die ich nur Gestalten sehe, schemenhafte Reflexionen menschlicher Wesen, deren mystischer Aspekt auf diese Weise in den Vordergrund tritt. Die Atmosphäre des Raumes versetzt mich in eine tranceartige, düstere Stimmung, die meinen Geist weitgehend ausschaltet und die Musik direkt auf das Unterbewusstsein wirken lässt. Mein linkes Sprunggelenk, in dem sich seit einem Arbeitsunfall vor sieben Jahren kein Knorpel mehr befindet, so dass die Knochen aneinander reiben, schmerzt.
Ich beobachte eine kleine Frau mit schwarz gefärbten Haaren und bleichem Gesicht, in dem die schwarz geschminkten Lippen, Augenbrauen und Fingernägel dämonische Akzente setzen. Ihr schlanker Körper ist mit zwei Ketten, einem Geflecht und einer kurzen, knappen, eng anliegenden Hose bekleidet sowie einem schmalen Tuch, das die kleinen Brüste verbirgt. Bis auf die Ketten ist alles schwarz, eigentlich überflüssig, es zu erwähnen. Die Komposition aus Körpersprache, fettem, strähnigen, mittellangen Haar und den vollen Lippen mit dem harten Ausdruck fasziniert mich.
Ihr durchtrainierter Leib bewegt sich huschend zu dem schnellen, monotonen Stakkato der ineinander verflochtenen elektronischen Rhythmen vor und zurück. Genau im Takt ein Schritt zu jedem Beat. Sie nimmt eine leicht gekrümmte Haltung ein. Ihre nackten X-Beine mit den runden Stiefeln sind dabei in den Kniekehlen leicht gebeugt. Ich bewundere ihre Kondition. Es sieht so leicht aus und wirkt nicht gehetzt. Durch ihre schnellen Bewegungen bringt sie die Dynamik des Rhythmus zum Ausdruck, ohne die Tragik der düster-magischen Klänge mit den verzerrten Stimmen und den sarkastisch makabren Texten zu vernachlässigen, denn ihr Oberkörper bleibt dabei weitgehend unbeweglich.
Das Stück wechselt. Kurzfristig vermengen sich die Songs zu einer Soundkollage, aus der sich die bekannten Konturen eines EBM-Hits herausschälen. Malerische Gestalten, strömen aus allen Richtungen auf die marmorweiße Fläche. Der Light-J bläst Unmengen milchigen Rauches in die tanzende Menge, bis die einzelnen nur noch schemenhaft in den kurzen Momenten, in denen Lichtblitze die Dunkelheit zerreißen, zu erkennen sind. Langsam lichtet sich der Nebel.
Still steht ihre kleine Gestalt inmitten zahlloser Menschen, deren Individualität unter dem intensiven Eindruck, den sie auf mich macht, verblasst. Blaue tanzende Dreiecke aus Licht zeichnen sich auf dem Marmor zu ihren Füssen ab und vereinen sich immer wieder kurzfristig zu einem Pentagramm, in dessen Mittelpunkt sie steht. Sie posiert. Mit dramatischer Geste hält sie die angewinkelten Arme hoch, die Handflächen nach außen, die Finger gespreizt, so dass das Gesicht mit den vollen harten Lippen und den weit geöffneten schwarzumrandeten Augen, die ausdruckslos ins Leere starren, auf eigenartige Weise betont wird. Seltsamerweise hat sie jetzt O-Beine. Diese scheinen mit dem Boden verwachsen zu sein; lediglich ihr leicht nach vorn gebeugter Oberkörper gleitet in langsamen und zuckenden Bewegungen hin und her, vor und zurück, während sie den Kopf in den Nacken legt und die Brust herausstreckt. Ihr ganzer Körper scheint unter Spannung zu stehen als ob ihn die Musik zerrisse, denn alle ihre Bewegungen vollziehen sich in vollkommenem Einklang zu den akustischen Abgründen, die mit tausenden von Watt durch die Stille des Raumes peitschen.
Ich erwache durch den Schmerz in meinem Sprunggelenk und ziehe mich auf die Bühne hinter mir an der Kopfseite des sporthallengroßen Raumes zurück. Darauf steht ein bizarres quaderförmiges Eisengestell. Es erinnert an eine Maschine aus der Frühzeit der Industrialisierung und ist etwa einen Meter achtzig hoch und ungefähr genau so breit. In dem etwa zwei Meter hohen rechteckigen Metallrahmen an der Frontseite ist ein X geschweißt. Die Kreise der Enden der Diagonalen sind in ihrer Mitte durch eine knochenartige kurze Stange durchbrochen, auf die jeweils eine Kugel aufgesetzt wurde. Man könnte ohne weiteres jemanden daran anketten, der dann mit gespreizten Beinen und Armen ausgestreckt in dem Rahmen stehen würde. Das Gestell mit dem X und der daran gefesselten Person lässt sich mit einem Flaschenzug in die Waagerechte bringen. Die Bretter auf der Rückseite weisen Aussparungen für Kopf und Gelenke auf. Kleine Scheinwerfer beleuchten gespenstisch die vier Eckstangen des Quaders. Rechts an der Verstrebung hängen noch ein paar schmale Kunststoffhandschellen. Ich finde das Ding etwas unpraktisch, verfolge den Gedanken aber nicht weiter, sondern setze mich unter die Maschine, wo ich mein verletztes Bein auf eine der Haltevorrichtungen aufstützen kann, um mich dann entspannt mit dem Rücken an eine vergitterte Querstrebe zu lehnen.
Zufrieden betrachte ich meinen linken Stiefel mit der Spezialpolsterung und dem grobstolligen Profil der Sohle aus meiner Augenhöhe. Das matte Leder passt gut zu der uralten, grauen Jeans mit den zerfransten Säumen, die sich im Laufe der Jahre perfekt an meinen Körper angepasst hat. Genüsslich drehe ich mir eine Zigarette, nachdem ich das Päckchen Tabak mühsam aus der Tasche gezogen habe und inhaliere tief. Ich fühle mich wie ein alter lädierter Veteran, dessen abgetragene Ausrüstung wegen ihrer hohen Qualität noch intakt ist. Doch es wird Zeit für die letzte Schlacht. In meinem Lebensentwurf war das Alter, das ich inzwischen erreicht hatte, einfach nicht vorgesehen... Was bin ich eigentlich? Freak, Hard Core, Wave? Nichts passt mehr. Eine Urform der Kids, die sich auf der Tanzfläche vor mir bewegen, ein Fossil aus den Achtzigern.
„Hey, hey, my, my Rock´n Roll will never die… out of the blue and into the black…“ Ein alter Song von Neil Young kommt mir in den Sinn, als ich mich erinnere, wie sich die endlose Euphorie der Siebziger mit ihrer strahlend warmen Sonne, den hellblau verwaschenen Jeans und der verlogenen Naivität des Love, Peace and Happiness in das tiefe Schwarz der Achtziger verwandelte und ich lernte, meine Melancholie zu genießen.
geschrieben von: Demon17
Nachtmensch Teil II
Langsam lasse ich den Blick durch den Raum wandern. Ich suche die kleine Frau oder jemand anderen, dessen Charisma meine Aufmerksamkeit fesseln könnte. Meine Augen finden sie am Rande der Tanzfläche stehend. Sie hat sich inzwischen in ein junges Mädchen verwandelt, das eifrig mit seiner Freundin schwatzt.
Auf dem Rücken trägt sie einen dieser süßen Plüschtaschenteufelchenrucksäcke in dem sie ihren Kram aufbewahrt, für den sie in ihrer knappen Kleidung ja auch gar keinen Platz hat. Wenige Augenblicke später steht sie allein und schaut gedankenverloren in meine Richtung. Sie ist wieder die kleine Frau mit der tragisch-düsteren Aura, den vollen schwarz geschminkten Lippen und dem harten Gesichtsausdruck... „Oh, Alte, du hast den Wahn, und du wirst ihn nie wieder los.“ Endlich leert sich die Tanzfläche, weil ein unbekanntes Stück mit komplizierterem Rhythmus gespielt wird. Ich krieche unter der Foltermaschine hervor und schwinge mich unter dem Geländer, das die Bühne sichert, durch, sorgfältig darauf achtend, auf dem rechten Bein zu landen. Es tut so gut, wenn der Körper wieder funktioniert und wenigstens ein Teil der alten Kraft zu spüren ist. Ich schließe die Augen, nachdem ich mich kurz umgesehen habe, um sicherzugehen, dass niemand in meiner Nähe tanzt und beginne, langsam den Oberkörper zu den magischen Klängen, die mich in ihren Bann ziehen, zu bewegen, wobei ich vorsichtig mein linkes Sprunggelenk belaste. Der Fuß hält, und ich steigere mich mit raumgreifenden Schritten in die Musik. Das Bewusstsein schaltet sich aus und ich kann endlich vergessen.
In den folgenden Monaten sehe ich diese faszinierende, kleine Frau jeden Mittwochabend, wenn die Kreaturen der Nacht sich im Kick versammeln. Es sind immer wieder dieselben Gestalten in ihrer malerischen Aufmachung, die der Veranstaltung allmählich etwas Rituelles geben. Twilightzone, etwa 50 Personen verteilt in einer Halle spulen in jeder Nacht das gleiche Programm ab, vollziehen dieselben Bewegungen zu denselben Klängen, im Zwielicht der gedämpften Scheinwerfer, die immer neue Muster auf den weißen Marmor zeichnen. Nur gelegentlich zerreißen Lichtblitze das Halbdunkel und lassen für den Bruchteil einer Sekunde die Tänzer wie erstarrte Schaufensterpuppen wirken.
Eines Nachts sitze ich neben einer Säule an der Tanzfläche. Sie setzt sich auf die andere Seite und schaut mich verständnisvoll an. Wir haben schon oft nebeneinander getanzt. Ich ignoriere sie dann, um besser in der Musik versinken zu können. Danach bin ich jedes Mal zu sehr in Trance, um ein Gespräch zu beginnen.
Auch dieses Mal bleibe ich teilnahmslos am Boden sitzen. Ich bin ausgebrannt. Nach einer Weile steht sie ärgerlich auf und sieht beim Weggehen in einer Mischung aus Trauer, Verachtung und Zorn auf mich herab. Es berührt mich nicht. Denn meine innere Leere verleiht mir eine stoische Ruhe, die durch nichts zu erschüttern ist. Ich warte auf den nächsten Song, der DJ spielt „Bauhaus“. Der Refrain des Stückes hat ein Wort das sich in mein Hirn brennt: „undead, undead, undead...“, und wieder vergesse ich tanzend die Welt um mich. In den folgenden Monaten wartete ich vergeblich auf die kleine Frau mit dem schwarzen Haar, dem harten Mund und dem Kettendress. Ich vermisste die Inspiration, die mir ihr Tanz gab.
Irgenwann sah ich sie mit ihrem neuen Freund. Sie trug jetzt keine selbstgefertigten Sachen mehr, sondern eine weiße Bluse zu schwarzem Mini und ein paar überdimensionierte Schnürstiefel mit enorm dicken Sohlen. Ihr Begleiter war ein vollbärtigem Mann in Lederhose und Stoffjacket. Er trug Lederhanschuhe. Beide entsprachen damit vollkommen dem sadomasochistischen Dresscode der Szene, die neben schwarz nur etwas weiß und rot zuließ. Sie konnte leider kaum noch tanzen in ihren klobigen Stiefeln. Ich bedauerte, dass sie ihre Kreativität und Unbefangenheit verloren hatte. Vorbei war es mit der Inspiration und ich verlor sie engültig aus den Augen.
Gelangweilt wandern meine Blicke durch die weite dunkle Halle mit dem weißen Marmorboden. Ich sitze wieder unter der Foltermaschine, als sich eine ausdrucksstarke Tänzerin der EBM und Industrials zu mir herunterbeugt. Ihre grazile Laszivität hatte mich zu dem Gedicht „Scharfe Schwester“ angeregt. Sie konnte wegen einer Schwangerschaft nur noch Posen einnehmen, hatte sich in ihrer lässigen Art aber auch vorher nicht überanstrengt. Ich fragte sie nach der kleinen Tänzerin: „Sag mal, hast du die Lütte mit den Ketten in der letzten Zeit gesehen?“ Sie schaute mich seltsam an und sagte: „Ach die, die kommt nicht mehr, die liegt mit 30 kg auf der Intensiv... Magersucht.“ Nachdem die Bedeutung dieser Worte durch mein Hirn verarbeitet worden war, rufe ich aus: „Mein Gott...“ und fange plötzlich an zu lachen.
„Ach, ganz vergessen – Gott ist ja schon lange tot.“
geschrieben von: Demon17
Ode an den Hass
Sitzt Du verzweifelt in Deiner Kammer,
einsam, allein und voller Jammer?
Hat Dir die Welt den Mut genommen?
Ist deine Liebe an ihrer Gier zerronnen?
Bist Du endlich ihre Lügen leid?
Ihr Gerede vom Guten verbirgt den Neid.
Sie tarnen und täuschen, fälschen den Plan.
Liebenswert lächelnd sehen sie Dich an.
Manipulieren Menschen auf Teufel komm raus.
Ehrlichkeit ist Dummheit, mach Dir nichts draus.
Trägst Du das Schwarz, bist verzweifelst daran,
so klagen sie voll Empörung dich an.
Hast du noch Kraft dich dagegen zu wehren?
Willst Du die Flammen Deines Hasses nähren?
Oder bist Du bereits zu ausgebrannt...?
Dann bist du Opfer, aus dem Leben verbannt.
geschrieben von: Demon17
Sterbende Götter
Sterbende Götter, verzweifelter Schrei in der lichtlosen Nacht.
Herrscher Vergessener, Dämonentraum von zerstörter Macht.
Fluch der Unsterblichkeit, aus uralter Rache getrieben in Not.
Tiefschwarze Augen erblicken voll Ruhe den nahenden Tod.
Blutige Wolken zerschmettern das Denken, vernebeln den Blick.
Für die Geweihten des Untergangs, gibt es nie ein Zurück.
Tanzende Götter getöteter Seelen, sie riechen nach Aas.
Ihren verrottenden Leibern enströmt stinkendes, fauliges Gas.
Kreischendes Chaos in schmerzenden Schädeln sie treibt in den Wahn.
Müde des Lebens, die Stille des Todes zieht magisch sie an.
Sterbende Helden, Verdammte in einer verlogenen Zeit.
Sagengestalten erwarten gelassen das Ende mit Heiterkeit.
Gedicht als MP3
Sterbende Götter Ambient Version MP3
Sound by amliebsch from freesound.org
geschrieben von: Demon17
...des menschen wolf
Verzweifelte gier nach dem leben
Reste unendlicher kraft toben tief im inneren
Überlagert von zerfetzter frustration chancenloser realität
Der wille bahnt sich seinen weg durch den tran gesellschaftlicher restriktionen
Es gibt keine sicherheit es gibt nur die illusion es gibt keine hilfe nur abhängigkeit
Sie schläfern dich ein und schlachten dich dann, halt die sinne wach und den körper stark
Vergiss ihre regeln, sie halten sich selbst nicht dran, die lüge ist ihre beste waffe
Ich kam aus der unterwelt und war entsetzt von der kriminalität der legalen
Ihre wertlosigkeit erschüttert jeden, der für sein wort mit dem leben zahlt
sie sprechen nur wertlosen müll, der klang ihrer worte verschmutzt die ohren der tiere
denn wenn das die menschen sind, so bin ich tier oder gott, such es dir aus
du hältst mich für grausam, das leben ist nicht die liebe der tod kann so gnädig sein
schwertzeit, wolfszeit, blutzeit, riefen die einen doch das ist nur leeres pathos
es gibt so viele waffen es gab so viele kriege nichts hat sich geändert
der mensch ist des menschen wolf, vergiss das nie
und lebe danach solang du kannst...
geschrieben von: Demon17
Der Traum ist tot / Tod
Die Nacht wird lang wenn der Wahn entflieht,
man Menschen statt der Schatten sieht,
das Licht zu grell, der Zauber in der Welt verloren...
warum verflucht bin ich geboren?
Einst tanzten mythisch Wesen zu irren Klängen.
Ich hörte Dämonen mit dunklen Gesängen.
Mein Traum verstarb vor sieben Monden.
Ich seh nun Leute wo die Wesen wohnen.
Versank ich einst in meiner schwarzen Seele,
genoss den Hass, die Lust an Satanas´ Gequäle,
verlor mich in Trauer, in der finst´ren Nacht,
So ist der Wahn zerstört, um seine Macht gebracht.
Oh grausame Götter, verdammtes Gezücht,
ich hasse euch – gebt mir den Wahn zurück!
geschrieben von: Demon17
Vergangenes Jahr...
Vergangenes Jahr war die Nacht noch kalt und klar.
Vergangenes Jahr als das Schwarz noch mächtig war...
Die Sonne sie schmolz das kristallklare Eis.
zurück blieb nur warmer und klebriger Schweiß.
Die Romantik der Trauer verbrannt in der Hitze der Nacht.
Die Mauern der Kälte zerstörte des Lichtes Macht.
Statt sanfter Schwermut, die zärtlich meine Psyche freit,
die Erinnerung an Liebe, aus längst vergangener Zeit.
Wo sind die Lieder der Barden voller Bosheit und Hass?
Die grazilen Gestalten geschmückt mit Spitzen und Strass?
Die Tränen vertrocknet mit der Sehnsucht entschwunden,
vernarbt sind die tiefen, seelischen Wunden.
Der Schmerz ist vergangen doch die Leere bleibt.
Die Lust am Leiden diese Zeilen schreibt.
Versiegt ist der Quell des düsteren Zorns...
...die Inspiration des heiligen Borns...
Vergangenes Jahr - Ambient Version MP3
piano by amliebsch from freesound org
geschrieben von: Demon17
~ Verloren im Meer der Einsamkeit ~
Spürst Du das Meer in Dir?
Die schwarze Unendlichkeit unerfüllter Sehnsucht an den Gestaden deiner Einsamkeit
Spürst du die grenzenlose Leere wie ein sanftes Feuer das Dich aus der Welt befreit
Liebst Du die Melancholie in der Nacht wie ein Gott der unter den Menschen weilt
Öffnet sich der Geist verschmilzt er mit dem milden Glanz der ewigen Dunkelheit
Genießt Du die Stille in Dir die seltsame Ruhe des Todes der doch noch so weit
Siehst du ins Jenseits erkennst du dass es dich umgibt in all seiner Ewigkeit
Verstehe den Kosmos in dem Du lebst Du bist ein Teil begreife die Einheit
Genieße die Nacht den Tod die Angst das Leid wenn eine Seele schreit
Denn sie ist doch nur ein Tropfen im stillen Meer der endlosen Zeit
Hörst Du sein Rauschen die Vereinigung naht mach Dich bereit
Für das Ende deines Seins deiner sterblichen Menschlichkeit
In finsterer namenloser allumfassender Unvergänglichkeit
Sag NEIN wenn das Schwarz Dir Deine Existenz verzeiht
Und stirb wie Du gelebt hast zynisch voller Bitterkeit
~ Verloren im Meer Deiner Einsamkeit ~
geschrieben von: Demon17
Gib mir den Tod, Deathdemona...
Du teilst mein Leben Deathdemona seit den Tagen der Macht.
Wir seh´n sie sterben Deathdemona in der ewigen Schlacht.
Du schaust mich an Deathdemona und dein Atem ist kalt.
Mein Herz erfriert Deathdemona, denn ich werde zu alt.
Du nahmst den Schmerz Deathdemona als die Sonne versank.
Die Nacht war schwarz Deathdemona und mein Körper so krank.
Du küsstest den Hass Deathdemona mit den Lippen der Lust.
Die Liebe war hart Deathdemona, wie ein Stein in der Brust.
Die Herrscher des Wahns Deathdemona, sind die Götter der Nacht
Gefühle aus Stahl Deathdemona, sie haben Wunder vollbracht.
Die Wandlung war hart Deathdemona, und wir zahlten den Preis.
Die Gedanken sind klar Deathdemona, doch das Herz ist aus Eis.
So gib mir den Tod Deathdemona, denn es ist an der Zeit.
Die Nacht war schön Deathdemona und nun bin ich bereit...
Manche mögen es so lieber:
Gib mir den Tod!
Du teilst mein Leben seit den Tagen der Macht.
Wir seh`n sie sterben in der ewigen Schlacht.
Du schaust mich an und dein Atem ist kalt.
Mein Herz erfriert, denn ich werde zu alt.
Du nahmst den Schmerz als die Sonne versank.
Die Nacht war schwarz und mein Körper so krank.
Du küsstest den Hass mit den Lippen der Lust.
Die Liebe war hart wie ein Stein in der Brust.
Die Herrscher des Wahns, sind die Götter der Nacht.
Gefühle aus Stahl, haben Wunder vollbracht.
Die Wandlung war hart und wir zahlten den Preis.
Die Gedanken sind klar doch das Herz ist aus Eis.
So gib mir den Tod, denn es ist an der Zeit.
Die Nacht war schön und nun bin ich bereit...
Gedicht als MP3
Ambient Version MP3
Loops by ice9ine from freesound.org
geschrieben von: Demon17
Not gegen Armut
Frei, ...befreit von der Anmaßung eines toerichten Fremden Gier
Not, ...Not gegen Armut im Chaos der Angst, erzeugt aus Willkür
Sieg, ...gesiegt über die Arroganz mit den klaren Waffen der Kälte
Verachtung der vernunftlosen Verzweiflung, die den Gegner quälte
Ein Verlierer des Telematik - Hypes ist auf dem Weg in die Armut
Der kindliche Chaot stürzt sich in den Untergang mit blinder Wut
Herrisches Gehabe vor dem Hintergrund ökonomischer Insolvenz
Hypostasierung der Techne im Einklang mit sozialer Inkompetenz
Eine Karikatur des Erfolgs mit der Attitüde hierarchischer Macht
Verarmtes Kind der Sonne umgeben von den Kreaturen der Nacht
Verwirrt zerrt er verblutend am Stacheldraht der Marktwirtschaft
Ein kapitalistischer Heros, tragisch von Hemmnissen dahin gerafft
Langsam entfrostet sich mein Sinn
Die Nacht bricht an ihr Kind ich bin
Tanzend im Schutze ihrer Dunkelheit
Verächter des Tages Hast und Streit
Erleichtert von der Narretei befreit
geschrieben von: Demon17
Schattentanz Version 1
Verzaubernder Klang in den großen Hallen
Romantische Träume durch Räume schallen
Geschöpfe der Nacht zum Rhythmus sich wiegen
In lebloser Schönheit die Leiber sich biegen
Entrückt schau ich dem stummen Treiben zu.
Zehntausend Watt, doch im Geist herrscht Ruh.
Zögernd setz ich den Fuß auf spiegelnden Boden,
von Elfen umringt und dem Leben enthoben.
Schwarze Gestalten vereint im mythischen Reigen
Die Ewigkeit ahnend tanzend sich zum Tode neigen
Dunkle Wesen in endloser Trauer den Göttern zu nah
In still klagender Sehnsucht gefroren zur kalten Gefahr
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Schattentanz Version 2
Verzaubernd Klang in großen Hallen,
wenn dunkle Träume träge schallen.
Wo Schatten sich zum Rhythmus wiegen,
und zärtlich ihre Leiber biegen.
Entrückt schau ich dem Treiben zu.
Das Reich der Töne schenkt mir Ruh.
Still tret' ich auf den blanken Boden,
im Bann der finst´ren, alten Oden.
Der dunklen Engel mythisch Reigen,
erwacht zum Klang der Todesgeigen.
In tiefer Trauer blutend Herzen,
verlieren dort die Qual der Schmerzen.
Sie leben frei in einer Zauberwelt,
die sanften Seelen keine Fragen stellt
und siehst Du einen schwarzen Reigen,
lass Dir den Tanz der Schatten zeigen.
Gedicht als MP3
geschrieben von: Demon17
Schwarzes Blut
Verflucht sei der Tag, das Licht ohne Schatten.
Zerstört ist mein Traum in grellen Attacken.
So grausam verlodert, in glühendem Hauch.
Der Tod der Romantik, verbrannt ohne Rauch.
Das Schwarz ist vernichtet im gleißenden Schein.
Die Trauer verloren durch heiteres Sein.
Verblendete Gier hat die Mystik entweiht,
den Zauber zerrissen die Schwarzen entzweit.
Hinfort zarte Musen der Dunkelheit.
Ihr dientet dem Schmerz mit Entschlossenheit.
Mit stillen Schrei´n aus Poesie, Tanz und Blut,
nun kohlen die Herzen in lebloser Glut
Ich träum von der Zeit als das Wunder geschah,
blutrot die Sonne die Schwarzen gebar.
Das Licht erlosch, es gab nur Dämonen
Die Götter der Nacht, die im Finsteren wohnen.
Die Zeit zog durchs Land, der Morgen brach an.
Die Schatten entfloh´n der Heiterkeit Wahn.
Im Zwielicht der Strahlen künstlicher Sonnen.
Die Nacht war verloren, doch der Tag nicht gewonnen.
Das schwarze Blut noch träge in den Adern rinnt.
Die Dunklen Mysterien es mit sich nimmt;
versickernd in Seelen der Kinder der Nacht,
bis aufersteht, die finstere Macht.
Gedicht als MP3
geschrieben von: Demon17
Fee der Versuchung
Fee ist schön wie der Schmerz in ihren Augen.
Ein verlorenes Kind dessen Liebe wir rauben.
Wir sind zu zweit, den einen sie sieht, der and're ich bin.
Doch brennt sie vergeblich, denn es macht keinen Sinn.
Fee bewegt sich so sinnlich zu dem knallharten Takt.
Sie ist von zarter Gestalt und fast immer halbnackt.
Fee braucht den Meister, seine Freude am Zwang.
Die Pein der Peitsche, der Ketten klirrenden Klang.
Fee hat sich verirrt im Labyrinth satanischer Triebe.
Masochismus, Sex statt der Zärtlichkeit sanfter Liebe.
Ihr Tanz ist voll Wehmut nach der Lust des Leidens,
als kennt sie den Schöpfer dieses höllischen Reigens.
Meine Gier will sie besitzen mit Leib und Seele.
Jedoch verlier ich mich selbst wenn ich sie quäle.
Denn verfall ich dem Bann ihrer Leidenschaft Not,
ist es das Ende der Freiheit und der Zärtlichkeit Tod.
Doch seh ich Sie tanzen...
geschrieben von: Demon17
Im Reich der Schatten...
Im Reich der Schatten ist nichts wie es scheint,
die Wesen der Nacht sind im Zwielicht vereint.
Der Tod zieht oft sie in finsteren Bann,
die dunkle Sehnsucht zieht magisch sie an.
Gefallene Engel leiden still an der Welt,
wenn leis´ der Schrei einer Seele gellt.
Ein Leben ist kurz und Sterben braucht Zeit,
der Schmerz will nicht enden, in ewigem Leid.
Sie irren stumm durch verlorene Träume,
gefangen in Weiten unendlicher Räume.
Bezaubernd bluten Rosen in berstenden Mauern,
dort klaglos den Tod ihrer Hoffnung betrauern.
Kaum spüren die Engel vergessene Schmerzen,
kein Feuer erwärmt die frierenden Herzen.
Im Reich der Schatten liegt Asche und Staub,
Gefühle der Liebe, den Flammen ein Raub.
Hier schimmert der kalten Schönheiten Glanz,
wenn Mondlicht entschleiert der Schattenwelt Tanz
und bist Du ergriffen, hast Tränen geweint,
bedenke, im Reich ist nichts wie es scheint.
Gedicht als MP3
Im Reich der Schatten - Piano Version MP3
Im Reich der Schatten slow Version
Piano by Connum from freesound.org
geschrieben von: Demon17
Die Todgeweihten
Sie sahen Welten entstehen und sterben.
Gelassen erwarteten sie das Verderben.
Entmenschte Asketen des heiligen Wahn.
Heroen der Trance im tödlichen Tran.
Erfahrung der Ewigkeit in sieben Sekunden,
Äonen der Allmacht, sie dauern nur Stunden.
So gnadenlos zogen die Jahre ins Land.
Sie waren schon längst aus dem Leben verbannt.
Wie grausam doch holte der Alltag die Träumenden ein.
Ach Freunde, die Ewigkeit starb profan im Sein!
Die Seelen aus Asche und zerbrochenen Werten,
verbrannt in psychedelischen Feuerwerken.
Verloren im Kosmos, sie gehen still zugrunde
und sterben nur langsam an dieser Wunde.
So hoch ist der Preis für Göttlichkeit,
Bezahlt für den Traum von Ewigkeit.
geschrieben von: Demon17
Blutgott
Aus Tiefen der Seelen steigst Du empor.
Die Liebe zum Leben verflucht Dich zuvor.
Der Tod ist Dein Vater und die Mutter heißt Sieg.
Vernichter des Friedens Dein Name ist Krieg!
Die Hure heisst Angst und der Hass ist Dein Knecht,
Du Rache der Götter am Menschengeschlecht.
Die Falken sie lechzen nach köstlichem Blut,
vom Fleische der Tauben ernährst Du die Brut.
Der Gott wird gebären, was bald er verzehrt.
Er tötet den Krieger, der stolz ihn verehrt.
Indem er verbreitet das Elend, den Tod,
beschafft er sich neue für Wasser und Brot.
Erst wenn er das Land hat total verbrannt,
verliert er an Macht und wird langsam verbannt.
Doch jubeln die Sieger und wollen noch mehr,
besucht er die Nachbarn mit grausamem Heer.
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Nur wenn die Einsicht diesen Gott lähmt,
weil das Volk sich der Toten grämt,
zerbricht des Krieges gieriger Schlund,
versinkt auf der Menschenseelengrund.
Dort wartet er dann auf den Tag,
an dem wir ihn rufen zum Gegenschlag.
Denn immer haben Feinde zuvor,
zum Blute gebetet in kreischendem Chor.
geschrieben von: Demon17
Das Schwarze Tier
Hörst Du die alten Weisen aus der Bardenzeit,
der Wehmut Klage aus verlorener Vergangenheit?
Spürst Du noch der Ahnen wilden Wahn in Dir?
Es lebt seit Ewigkeit ein schwarzes Tier.
Meist schläft es müde von des Alltags Hast,
die jäh zerstört wird wenn das Tonreich rast.
Sogleich erwacht es frei von jeder Ratio Last.
Der Dämon herrscht wenn er Dein Herz erfasst.
Mit Höllenlärm und leisen Lauten aus der Sagenzeit,
beginnt der Kult wenn qualvoll eine Seele schreit
und Schatten zärtlich sich der Nacht zuneigen,
wenn schwarze Engel tanzen ihren Todesreigen.
Dann finden sich in finstrer Nacht zur Höllenfahrt
im Rausch vereint die Verlorenen der Gegenwart.
Mit grenzenloser Sehnsucht nach der Ahnen Gier,
beschwören wir ein sagenhaftes, schwarzes Tier.
geschrieben von: Demon17
Das Schwarz und sein Schein
Das Schwarz war die Antwort auf der Freunde Tod.
Das Schwarz wurde mächtig nach dem Abendrot.
Das Schwarz war zärtlich zu dem blutigen Herz.
Das Schwarz tötet Liebe, so stillt es den Schmerz.
Der Schmerz ist der Ursprung der eisigen Macht.
Der Schmerz ist das Feuer in der endlosen Nacht.
Der Schmerz ist die Nahrung des freudlosen Seins.
Der Schmerz ist der Wächter des schwarzen Scheins.
Der Schein trügt die Augen doch nicht meinen Geist.
Den Schein zu verkaufen ist falsch, verlogen und dreist.
Der Schein ist die Mode, hübsch, eitel und dumm.
Das Schwarz ist ein Abgrund, drum bleibe ich stumm.
Denn Leid reinigt Seelen von Lärm und Geschwätz.
Der Tod und die Trauer sind das schwarze Gesetz.
Und wenn Du nicht spürst diesen Abgrund in Dir,
dann lebst Du nur scheinbar die finstere Gier.
geschrieben von: Demon17
...zu spät kleine Elfe
Ich sehe dich tanzen im schwarzen Kleid.
Das zarte Wesen scheint verloren im Leid.
Die Elfe bewegt sich befangen im Schall.
Ich spür' ihr Sehnen durch der Einsamkeit Wall.
Ein Barde singt grausam von seinem Weib,
die Liebe ist tot so zerstört er den Leib.
Brutale Romantik liegt im Trend dieser Zeit;
gefallene Engel lieben den Streit.
Gefühle im Eis werden tödliche Klingen,
wenn Bänder der Liebe würgen wie Schlingen.
Du berührst meine Hand so schüchtern und scheu.
Ich muss Dich enttäuschen, ich bleibe mir treu.
In den endlosen Kriegen vernarbte mein Herz.
Ich will allein sein, ich fühle nur Schmerz.
Das was ich will gibt es nicht in der Welt,
auch wenn mein Körper sich in ihr quält.
Das Leben ist kurz, doch der Tod ist unendlich,
zerstört jede Liebe, ist es nicht schändlich?
Beim Sterben ist nun mal jeder verlassen.
Man geht allein, wie durch nächtliche Gassen.
Versuche zu leben mein Engel der Nacht.
Ich bin ein Schatten der unglücklich macht.
geschrieben von: Demon17
7 schwarze Engel
Sieben schwarze Engel tanzen lautlos in der Nacht,
als ein Traum der Unterwelt von frischem Fleisch und Blut.
Schwere Schwaden weißen Rauches verbergen meine Glut.
Schemenhafte Schatten künden von der Wiccu Macht.
Sieben schwarze Hexen wiegen sinnlich ihre Leiber.
Ihre runden Hüften schwingen geil zum dunklen Takt.
Bis auf Fetzen alter Seide sind die sieben Engel nackt.
Schwarzes Seelenfeuer webte meisterlich die Kleider.
Sieben schwarze Elfen schweben schwerelos im Raum,
als der Zauber alter Zeiten aus dem Grabe neu erwacht.
Glücklich spür ich meine Ahnen als die tote Göttin lacht
und ich tanze mit den Elfen wie in einem alten Traum.
geschrieben von: Demon17
Eiskind
Wo ist der Mond, mein Herz in eiskalter Nacht?
Im Wald ist es hell, mein Traum vor frostiger Pracht.
Der Himmel ist schwarz, du Fee finsterer Macht.
Ich spüre den Tod in Dir, der still uns verlacht.
Die Luft ist so klar und dein Atem so weiß.
Du warst wie ein Engel mit Lippen aus Eis.
Du sinkst in den Schnee und ich schaue Dich an.
Dein Leben erlischt weil die Hoffnung verrann.
Ich wende mich ab vom eisigen Grab.
Bedecke Dich nicht, weil die Liebe starb.
Ein Kind in der Nacht so einsam und zart.
Erfroren im Winter denn Kälte macht hart.
geschrieben von: Demon17
Jenseits des Lichts
Du bist die Rache, die mein Herz befreit.
Hass meine Hoffnung, auf die Zärtlichkeit.
Rot brennt das Feuer aus der Schattenwelt.
Tot ist der Traum, der es erhält.
Wahn ist ein Weg aus der Wirklichkeit,
jenseits der Grenzen der Sterblichkeit.
Tanz Dir das Leid aus dem Leib mein Herz.
Glück ist für uns nur ein schlechter Scherz.
Zeig mir die Schönheit und wecke die Gier,
Töte das träumende Eiskind in mir.
Schenk mir dein Fleisch in mondloser Nacht,
Dämon zur Beute, der heulend erwacht.
geschrieben von: Demon17
Traumtöter
Wo ist der Geist, der die Dämonen rief,
Als die Unschuld mit der Wölfin schlief?
Wo sind die Engel aus der Dunkelheit,
Ihr traurig Sehnen aus der Anfangszeit?
Narren, geblendet vom gotischen Glanz
zerstören Magie im Kälbertanz
Einst flossen Ströme von rotem Blut.
In schwarzen Augen schien kalte Glut.
Heut seh ich nur noch Lacke scheinen
Sonnenkinder, die niemals weinen,
tollen lachend in den Hallen der Nacht,
Töten den Traum von lichtloser Macht.
Die Zeit kommt sprach die Göttin zu mir
Dann schicke ich ein schwarzes Tier,
Dann herrscht die Trauer edel und rein,
Dann wird der Tod viel mächtiger sein.
geschrieben von: Demon17
Wild und Frei
In der Nacht sah ich dich tanzen in dem finsteren Loch, das sie Club nennen. Du warst wie von Sinnen im Rausch der Musik. Dein Körper zuckte ekstatisch zu den zerrissenen Klängen kaputter Musiker auf dem Wege ins Nichts. Der Schweiß lief dir von der Stirn in die Augen, vom Hals über die Brust. Dein Haar peitschte durch den lichtlosen Raum. Ich sah die Verzweiflung in Deiner Bewegung. Deine Hingabe schien erzwungen, du wolltest vergessen und ich weiß nicht warum. Ich sah dich tanzen in dem dreckigen Loch, das uns blieb als die Freiheit starb und ich dachte an all die Frauen, die ich einst kannte. Warum verbrennen sie in der Szene so schnell?
Seit Dekaden treibe ich einsam in einer Welt, die einst voll war von Verrückten und Träumern aus einer fernen Zeit. Vor dreißig Jahren gab es noch viele, doch die meisten sind fort und kaputt ist der Rest. Ich sah dich tanzen und wusste, du wirst dich ändern, denn kaum eine Frau überlebt so wild und frei. Die Gesellschaft zerstört sie mit schleichenden Zwängen, egal ob du kämpfst oder flehst. Sie zerstört dich aus Neid, aus Gier oder einfach nur aus purer Lust an deinem Leid. Denn viele verloren sich selbst im Räderwerk ihrer Hierarchien. Der Mensch ist des Menschen Wolf, also schufen sie sich Ketten um einander nicht an die Kehle zu gehen. Ich sah nicht mehr hin nach diesen Gedanken, sondern träumte von den alten Freunden. Sie gingen davon in langen Reihen, auf ihrem endlosen Weg in das Nichts.
geschrieben von: Demon17
Rabenherz
Branntest einst in hellen Flammen
für die kalten Wintersbräute.
Schenktest liebend falschen Schlangen
Lebenskraft zur fetten Beute.
Wärmtest diese kalten Herzen,
doch die Sehnsucht ließ dich bluten.
Mit so bitterbösen Scherzen
spien sie in die Liebesgluten.
Eisgekühlt vernarbten Wunden
jahrelang in toten Nächten.
Doch in diesen schwarzen Stunden
holtest Du aus tiefen Schächten,
kalte Kraft aus deinen Gründen.
Bis zum Wahn sie hast erschlossen,
mitleidlos und frei von Sünden,
Deine Wallfahrt hast genossen.
Frei von menschlichem Begehren
fliegst du in den wandelnd Zeiten.
Lass die Andern sich verzehren,
lieben, hassen und sich streiten.
Du bist tot und lebst zugleich...
geschrieben von: Demon17
Kind der Hölle
Das Höllenfeuer brannte nicht, es war schon längst erloschen.
Der Rest der Glut schon fast verglomm in tiefen, schwarzen Schächten.
Ein einsam Funke glüht allein in endlos langen Nächten.
Des Teufels letzte Ernte war vor langer Zeit gedroschen.
Verzweifelt friert ein Mädchen zart, das tief gefallen war,
zu einer Zeit als Satan starb, im Eis der kalten Seelen.
Zuviel von ihnen nahm er mit, er musste nicht mal stehlen.
Sie taumelt blind durch´s Labyrinth, begegnet der Gefahr.
Des letzten Funken Scheines nimmt sie grade noch so wahr.
Daraus entfacht ein Feuer sie, mit ihrem schwarzen Haar.
Das Höllenlicht erwärmt sie bald in ihrem kalten Leide.
Sie brennt alsbald und steht nun da, in Satans Flammenkleide.
Ihr nackter Leib ist ganz umhüllt von höllisch heißen Lohen.
Sie schreit vor Schmerz bis in den Tod, vergeblich ist die Reue.
Das Feuer brennt, die Funken sprüh´n, die Hölle lebt aufs Neue.
„Ich komm zurück als Rachegott!“ - so höre ich sie drohen.
Ich denke noch die ganze Nacht an feuertote Engel...
geschrieben von: Demon17
Sommernacht
So tot der Geist, so leer die Seele,
der Körper schwach, die Knochen schmerzen.
Der Wille schwand aus krankem Herzen.
Das Leben selbst verschnürt die Kehle.
Die Nacht ist lang, kein Schlaf wird kommen.
Das Zimmer heiß, die Mücken summen;
kein Mittel bringt sie zum Verstummen.
Der Schweiß ist längst zum Film geronnen.
Die Zunge klebt am Gaumen fest.
Das Bettuch feucht, schon fast durchnässt.
Die Flasche leer, im Magen schwappt ein schaler Rest,
des Sommers Glut mich leiden lässt.
geschrieben von: Demon17
Splitter
Kinder der Nacht
Wir hassen den Tag und lieben die Nacht,
verlieren uns selbst und finden den Fluch.
Zerbricht mal ein Freund an finsterer Macht,
so webt ihm der Mond ein silbernes Tuch.
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Abendrot
Verachten das Leben verspotten den Tod
Wir tanzen immer noch den letzten Tanz
Seit uns´re Sonne starb im Abendrot
Es schimmert sanft im schwarzen Glanz
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AVALON
Ein Engel flog auf Trauerschwingen fort
und Tränen tropften überall auf´s Land
Ich hört´ er sucht nach einem alten Ort,
sein Ziel wird Avalon genannt.
geschrieben von: Demon17
Avalon
Ein Engel flog voll Trauer fort
der Himmel hatte ihn verbannt.
Er sucht nach einem alten Ort,
sein Ziel wird Avalon genannt.
Er sucht das Herz der alten Zeit,
die unterging in Kampf und Streit,
als Merlin floh der Menschen Leid,
das lange schon Vergangenheit.
Im dichten Nebel liegt das Land
verborgen fern der Sommerwelt.
Die Fee der Göttin steht am Strand,
seit Artus Tod sie Wache hält.
In Jahren voller Agonie,
die Göttin lag im Todesschlaf,
als hölzern Kreuz` vertrieben sie,
ein Pfeil sie tief ins Herze traf.
Ihr Blut floss über Avalon,
die Zuflucht der Vergangenheit.
Verborgen träumt die Fee davon,
dass wiederkehrt die Zauberzeit.
Der Engel findet niemals mehr,
das alte, magisch Geistervolk.
Zerstörte Gott es gar zu sehr
mit seinem blutigem Gefolg.
Magie ist einfach Teufelswerk
seither verfolgt mit Grausamkeit.
Voll Arroganz und unbeschwert,
das Licht herrscht über Dunkelheit.
Avalon Ambient Version MP3
Sound by hammerklavier from freesound.org
geschrieben von: Demon17
Schwarze Rose
Schwarze Rose, Kind der Dämmerung
wächst im Schatten längst enteilter Zeit.
Schwelgt voll Wehmut in Erinnerung.
Träume lindern Roses Leid.
Lautlos schlägt das müde Herz
voller Trauer in der Brust.
Lang schon spürt es keinen Schmerz.
keine Liebe, keine Lust.
Roses Augen weinen nie,
lang und ernst seh´n sie mich an,
wie ein Spiegel ihrer Agonie.
Sterben wird sie nicht daran.
Augenblick der Ewigkeit,
lärmumtost und still
hör ich, dass die Seele schreit,
die mit Rose sprechen will.
Tanzend wende ich es ab.
Ich vergaß noch zu erwähnen,
klaglos meine Liebe starb,
übrig blieb ein totes Sehnen.
geschrieben von: Demon17
Gotenfluch
Wir sind der Dreck an den Sohlen der Macht.
Wir sind allmächtig wie die Götter der Nacht.
Der Tod, die Verachtung gibt uns die Kraft.
Nun schenk mir Liebes deinen blutigen Saft.
Sind Täter, Opfer, es gibt keine Wahl.
Das Leid, der Hass schmieden Herzen aus Stahl.
Das Kind der Nacht ist immer allein.
Die tote Seele wird nie glücklich sein.
Im Trauergewand zu schwarzer Musik
bewegt sich ein Schatten zum klagenden Lied.
Allein in der Menge sucht er das Glück,
drei Schritt nach vorn und vier Schritt zurück.
geschrieben von: Demon17
Schwarze Sterne
Schwarze Sterne stürzen angstbefreit
nachts vom Himmel der Unendlichkeit.
Tote Hoffnung läßt sie fallen,
berstend sie auf´s Pflaster knallen.
Schwarze Sterne werden nie gesehen
unerkannt sie untergehen.
Einsam ziehen sie die Bahnen
sehnend nach den toten Ahnen.
Wissend um der Torheit Glanz
wiegend sich im Trauertanz.
Nächtelang hab ich geschaut
nach der finstren Sternenbraut.
Doch...
Schwarze Sterne werden nie gesehen
unerkannt sie untergehen.
Einsam ziehen sie die Bahnen
sehnend nach den toten Ahnen.
...
geschrieben von: Demon17
Teufelei
Ich höre gellendes Geschrei
aus fernen Welten klingen.
Wie gern wär ich dabei,
wenn rostig Klingen dringen
in ängstlich Wesen Fleische,
zu hören das Gekreische.
Dämonen saufen frisches Blut
aus zarten weißen Leibern.
Es leuchtet fahl die Höllenglut
auf nackten, toten Weibern.
Der Teufel hebt den Humpen hoch
als Trinkspruch gibt es einen Fluch:
Verdamme den Tag und lobe die Nacht
Die Sünde ist´ne Himmelsmacht.
Wir kriegen ständig neue Weiber
und saufen aus die toten Leiber.
Die Kirche hat es so gewollt.
Die Liebe Blut dem Glauben zollt.
geschrieben von: Demon17
Tod und Tränen
Einsam steht er in der Gasse,
dicht beim Tor zur Unterwelt.
In der Hand hat er Erlasse,
wer nun zu den Toten zählt.
Lange Listen voller Namen
derer, die im Sterben liegen.
Jammervolle Abschiedsdramen,
weil sie doch das Leben lieben.
Langsam schreitet er zur Tat.
Leise klingen seine Schritte
in der Nacht die sein Legat,
setzt er sorgsam seine Schnitte.
Tiefe Wunden bluten lange.
Todesschreie trägt der Wind.
Fast hört er nicht mehr am Klange,
ob es Greis ist oder Kind.
Einsam sitzt ein schwarzer Engel,
der vom Glauben abgeschweift
Hört von Ferne das Gedengel
als der Tod die Sense schleift.
Rote Tränen rinnen langsam
auf den Weg zur Ewigkeit.
Jede Träne ist wie Balsam
für des Engels Seelenleid.
Langsam nähert sich der Schnitter,
müde ist der Sensemann
und der Engel schaut so bitter:
„Nun Herr Tod bin ich wohl dran?“
Sanft streicht Meisters Hand die Tränen
von den Wangen, die so bleich.
„Wohl gefällt es mir Dein Sehnen
nach dem dunklen Schattenreich.
geschrieben von: Demon17
Nebelland
Ein dichter, schwerer, grauer Nebel lastet auf dem Land.
Der Blick auf Reste eines sterbenden Waldes verdeckt,
von Eigenheimen, schmutzig, weiß im Klinkergewand.
Das suchende Auge hat diverse Masten entdeckt.
Der Giebel eines Hauses beherrscht die triste Szene;
bedrohlich eintönig er in grauen Himmel strebt.
Ein Plastikstuhl öffnet sich nass vom Tau die Vene.
Er hat nur einen Sommer lang gelebt.
geschrieben von: Demon17
Die Brut
Schenke mir ein Kind mein Schatz!
Tote Träume machen alt.
Leihe mir die Kraft zur Hatz!
Liebe mich in Wolfsgestalt.
Lass uns zeugen geil die neue Brut,
Kind der Nacht von schwarzem Blut,
gierig, hart und voller Glut,
voller Hass und blind vor Wut.
Liebes lass uns Monster zeugen.
Kinder, die wie Wölfe heulen,
niemals sich der Masse beugen,
lieblich lächelnd Schafe keulen.
geschrieben von: Demon17
Staub der Ewigkeit
http://www.artnet.de/Images/magazine/features/ortland/ortland01-26-07-21.jpg
Wenn die Zeit zu Staub zerfällt,
modernd stirbt die alte Welt,
werden junge Krieger schaffen
blutig Reich mit neuen Waffen.
Werden kämpfend untergeh´n,
sterbend um das Leben fleh´n.
Ihre bleichen, toten Knochen
werden wieder ganz zerbrochen.
Denn im Staub der Ewigkeit
weht hinfort das alte Leid,
nur um neues zu gebähren.
Leid von dem die Götter zehren.
Denn es dreht sich fort das Rad,
endlos seit des Schöpfers Tat,
die erschuf das Leben hier,
welches zeugte zuviel Gier.
Ambient Version MP3
Sound by Guitarz_1970 from freesound.org
geschrieben von: Demon17
Schwarze Herzen
Wir waren Träumer des Untergangs,
In Nächten endloser Trauer,
von scheinbar endloser Dauer,
im Bann des schwarzen Klangs.
Wir gingen einer nach dem andern,
als irgendwann die Szene starb,
weil Gier die Macht der Nacht verdarb,
begannen wir allein zu wandern.
Bald waren wir dem Ende nah,
allein, zerstört und verachtet,
die toten Seelen war'n umnachtet.
Doch dann ein Wunder geschah.
Die Dunkelheit war auferstanden
Die Nacht hatte sich neu erschaffen,
mit vielen, finst´ren, dunklen Waffen
und schwarze Herzen zueinander fanden.
geschrieben von: Demon17
Moderne Lyrik
Ich langweile mich!
Ich finde weder Sinn noch Worte,
a b e r
ich schreibe trotzdem.
Nun langweilst Du Dich
genauso wie ich.
Deshalb werden wir heut nacht
auf einem Sonnenwind reitend
den Mond besuchen.
Dein Atem brennt mir das Fleisch von den Knochen
noch bevor ich Dich befriedigen kann;
doch die Unlust ist tief in mir begraben
und ödet das Hirn.
geschrieben von: Demon17
Rote Tränen
Rote Tränen glänzen auf der Haut,
süßes Gift, darin enthalten ist,
heimlich meine Adern frisst,
wenn ein neuer Morgen graut.
Kleine Perlen meines Blutes
künden vom Verfall des Leibes,
dieses lebenslangen Leides.
Trotzdem, ich bin frohen Mutes.
Meine Schwäche wird zur Stärke,
wenn der Wille siegen will
und der Körper fügt sich still,
eines freien Geistes Werke.
Niemals werde ich verlieren,
gegen diese leisen Gifte,
die ich permanent vernichte,
werd' ich immer rebellieren,
...
bis der letzte Morgen graut.
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