[anti-depressiva???] - German Gothic Board

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anti-depressiva???

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: outside

es ist tatsächlich eine werbung in einer frauenzeitschrift, nämlich: ''winterdepressionen? -mit ... schneller aus dem tief''

das kommt mir alles echt so verdreht vor. depressionen-was ist das? das sind ja wohl nicht die kleinen schlechte-laune-anfälle, die jeder mal hat?? können die leute wirklich nicht mehr mit einem kleinen tief zurechtkommen? aber warum kompliziert, wenn's auch einfach geht? nimm anti-depressiva und alles wird gut.
und warum werden drogen in so ein schlechtes licht gestellt? ich bin der meinung, dass diese ganzen psycho-pillen nichts anderes sind als drogen.

''schneller aus dem tief'' -ich find' das irgendwie ungaublich..



geschrieben von: thirsty Vampire

klingt irgendwie fantastisch
Also wenn ich mir das mal vorstelle...
Mir gehts scheiße.....schwupps so ne Pille geschluckt und zack lauf ich wieder so :D rum....

Die Dinger sind irgendwie....mhm....mir föllt dazu kein Wort ein....naja belassen wir's dabei

^v^Thirsty Vampire^v^



geschrieben von: Any Body

beim lesen des eingangsthreads & des ersten kommentars wird etwas ziemlich ins lächerliche gezogen, was meiner meinung nach nicht unbedingt lächerlich ist.

... über was beschwert ihr euch? das es anti-depressiva gibt, oder die werbung, die manche konzerne dafür machen?

fakt ist doch, daß es pillen gibt, die einem glauben machen sollen, daß es einem danach wieder besser geht.. genauso wie raucherpflaster. komisch, daß hierfür keine beschwerde kommt?

die medizin versucht mittel auf den markt zu bringen, die gegen krankheiten, welcher art auch immer, helfen sollen, zumindest gegen einige symptome aktiv vorgehen sollen, weil viele menschen erst einmal in der apotheke nach medizin fragen bevor sie wirklich zum arzt rennen

schon mal auf die idee gekommen, daß werbung für medizin auch aufklären kann? wie viele leute befassen sich mit den einzelnen krankheitsbildern, wenn sie nicht gerade medizin studieren? welche fachzeitschriften werden denn überwiegend gelesen von welcher bevölkerungsschicht und welche altersgruppe ist besonders gefährdet?

so lächerlich, wie es oben dargestellt wird, find ich das ganze nicht..

.. to be continued..

Any Body



geschrieben von: melpomene

tja also...

würde mal sagen nehmt die pillen net
wenns nicht wirklich notwendig ist...

ist wirklich nicht spaßig welche nebenwirkungen
auftreten können...

bei mir endete das zum glück höchstens mit nem brechreiz...

(oder bin einfach eingeschlafen,
was auch net unbedingt sinn der sache war...)


hmmm...
mein vater hat diese winterdepressionen auch immer extrem...
womit er sich sicher nicht nur selber auf die nerven geht...
aber er würde wohl nie irgendwelche medikamente nehmen...

na ja... jedem das seine...



geschrieben von: outside

es geht nicht um die leute, die wirkliche depressionen haben.
es geht um die ganzen deppen, die meinen, dass sie mords-depressionen haben und in wirklichkeit einfach nur ein stimmungstief haben und das nicht ertragen können.
glaubst du ernsthaft diese wertbungen in irgendwelchen frauen-tratsch-zeitschriften sind dazu da, leuten zu helfen, die ernsthafte depressionen habeN?
Es geht doch der ganzen Menschheit andauernd nur ums glücklich sein.
Das ist alles was ich sagen wollte.
du hast keine ahnung, wovon ich eine ahnung habe.



geschrieben von: Rücksitzpunk

outside, sicher bist du derjenige, der zwischen einem deppen und einem wirklich psychisch kranken unterscheiden kannst... du hast ja die weisheit mit löffeln gefressen, so wie du dich anhörst...

@ thirsty vampire (cooler, böser nick übrigens):
das posting liegt in gleicher kategorie wie die, mit denen du die welt in diesem thread erfreut hast... du scheinst relativ wenig nachzudenken, bevor du was schreibst...

nachtrag: mira war schneller...



geschrieben von: Tagon

Zitat:
Original geschrieben von outside

du hast keine ahnung, wovon ich eine ahnung habe.



Leute die Behauptungen aufstellen dürfen diese gern mit Argumenten belegen, damit diejenigen, die anscheinend nicht wissen, was unter Deiner Schädeldecke so fabriziert wird, auch eine Chance bekommen, Dich ansatzweise zu verstehen..

Mr. oder Mrs. outside ist hiermit herzlich aufgefordert, das zu tun

T.



geschrieben von: LaChatte

Hmmm... ich denke, dass solche Werbungen wie die angesprochene in der Regel nicht gerade zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Medis auffordern.

Ich habe einen sehr guten Freund, der jahrelang an schweren Depressionen gelitten hat, und er hat es ohne Medis geschafft, da wieder herauszufinden - kenne auch andere Leute, die Medis nehmen - ich denke es ist wichtig, sich gut zu informieren und dann eine Entscheidung zu treffen, weil meiner Meinung nach Medis immer ernst zu nehmen sind und nicht irgendwelche "Lifestylepillen", die einfach :D machen.

Doch das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss, ich persönlich bin eher dagegen, wenn es irgendwie geht... ich mag mich nicht noch mit Medis zudröhnen, mein Zigikonsum reicht mir vorläufig absolut :( und ab und zu etwas Alk, also wenn schon dann darf eine Scheibe schon wenigstens Spass machen!

Aber, wie gesagt: Das wichtigste ist wohl: Hirn einschalten!



geschrieben von: Paladin

Als ich meine Exfreundin kennenlernte und mit ihr zusammenkam, litt sie an schweren Depressionen. Sie hatte sich (aus Angst sich etwas anzutun) in die Psychatrie einweisen lassen (vorübergehend) und war, als wir uns dann trafen in Psychotherapeutischer Behandlung und nam starke Antidepressiva.
Zu diesem Zeitpunkt brauchte sie die auch. Es war ein langer schwerer Weg, aber mit der Zeit haben wir (sie, die Therapeutin und Ich) es geschafft ihre Depressionen zu bekämpfen und sie von den Medikamenten runterzuholen. Das war ne Art entgiftung, ähnlich wie bei Drogen.

Also meine Erfahrung ist, dass Antidepressiva sinnvoll sind, aber nur in Zusammenarbeit mit einer Therapie und man muss den Willen haben nicht für immer auf diese Medikamente angewiesen ist.


MfG Arne



geschrieben von: Julya

ich denke, in solchen frauenzeitschriften werden mit solchen lapidaren überschriften nicht die wirklich kranken angesprochen.
wenn auch mal jemand "nicht wirklich" krank ist, wie ich das hier in diesem thread schon mehrmal gelesen habe, ist es doch auch ok, wenn er solche "nicht-wirklichen" ad's nimmt. denn ich denke nicht, daß es um starke psychopharmaka auf den titelseiten von frauenzeitschriften geht. die meinen da wohl eher so "mittelchen" wie johanniskraut, oder irgendwelcher wellness-schnickschnack, der ja vielen auch schon wieder aus ihrem winter-loch raushelfen.



geschrieben von: Nihilx

Natürlich gibt es auch eine andere Lösung, kein Frauenzeitschriften mehr lesen.



geschrieben von: Tiberon

jup, Frauenzeitungen nicht lesen wär schon mal was

Frauenzeitungen verbieten wahrscheinlich die Rettung des 'westlichen Femininum'

Wir waren letztens auch in einer Kneipe .. kamen da nicht 2 Typen und wollten uns Aspirin andrehn
Haha, aber nicht einfach nur irgend sone olle Pille .. NÖ
das gibts jetzt im trendy Brausepulverformat - einfach cool hinterkippen und schon kannst dein Körper weiter malträtieren
Da bleibt einem nur sich an den Kopf zu fassen ..

Aber he .. wir sind nich in Kasachstan .. gehts dir schlecht nimm ne Pille
immernoch nich gut? hey wir sind im westen .. hast noch eine ..
sch... du hast noch immer keine gute laune und auch keine lust auf persil-ichspüldirallesweich .. naja ein psychologe muß auch irgendwie seine familie ernähren
10 sessions und 40 pillen, dann kochst auch du mit vitamin-tabletten und nichts bereitet dir mehr freude als ein mars zu kaufen ..

bäää



geschrieben von: Sexton`s wife

Wärend ich da so diesen Threat gelesen habe habe ich mich eins gefragt: Was ist das überhaupt für ein Medikament, dass die besagte Frauenzeitschrift da bewirbt?

Es gibt viele homöopathische Mittel, die einem schon mal helfen können eine (hier teilweise als kleines Wehwehchen bezeichnete) Winterdepression zu überwinden. Denn so eine ehr kleine Stimmungsschwankung kann sich schon mal zu einer echten Depression ausweiten, in der nichts anderes bleibt als Dunkelheit, unerfüllte Sehnsüchte und Schmerz, wenn man die Veranlagung dazu hat und die entsprechende Vorgeschichte.

Diese homöopathischen Mittel, sind zum Großteil bei richtiger Anwendung nicht schädlich, führen auch nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit, die bei einigen starken Depressivas bereits nachgewiesen wurde (ich rede da jetzt zum Beispiel von Kombinationsprodukten wie "Limbatril", kennen vielleicht einige Selbstbetroffene.). Starke Antidepressiva kann man auch nicht einfach mal so eben in ner Apotheke kaufen. Ein Arzt, der sie verschreibt ist außerdem dazu verpflichtet den Patienten psychotherapeutisch zu betreuen.

Bei der Werbung in der Frauenzeitschrift ging es wahrscheinlich ehrum sowas wie z.B. die Bachprodukte: "Rescue Remedy" oder auch "Olive". Diese Produkte auch flanzlicher Basis können, richtig angewendet, ne Balance ins Leben bringen, die man in Stressmomenten manchmal nicht hat, sind aber auf gar keinen Fall einzuordenen wie richtige Antidepressiva.

Ich stimme Paladin 100% zu: Antidepressiva können helfen aber nur in Verbindung mit einer Therapie.

Was Tiberion da schreibt ist allerdings großer Schwachsinn! Eine Depression ist eine schwere Krankheit, die mit Suizid zum Tod führen kann. Also mal ehrlich: Es geht hier nicht darum jemanden das Gehirn weichzukochen sondern um eine therapeutische Behandlung, die bereits vielen Menschen geholfen hat den Weg zurück in Leben zu finden! Klar: Konsumgesellschaft, Leute in Kasachstan, bla, bla. Das ist ja auch irgendwie alles richtig. Aber in diesem Feld zählen deine Argumente, sorry, null.



geschrieben von: ontriplex

Jupp, hab auch schon so ne Anzeige gelesen.Berufsangst, unruhe,Depression,...... nach 3Wochen ist alles garantiert ok.
Naja, schönes Versprechen aber dann schau auch mal was da drinn ist. Bei dem Produkt wars Baldrian.
Stimmt zwar das Baldrian etwaS beruhigend wirkt, aber dann hol ich mir ne Schachtel Teebeutel, als in die nächste Apotheke und "Gibts das auch vonNNNNNNN (zensiert)"

Ist erstmal billiger und wer wirklich Anti-Depresiva braucht, dafür gibt es Ärzte für Dauer-Depresionen!
Nichts gegen Naturheilkunde, aber man muss doch nicht wegen jedem kleinen Wehweh Pillen einwerfen wegen schlechter Laune,oder weil eben gerade Winter ist.
Jedenfalls meine Meinung dazu.

In diesem Sinne.....;)



geschrieben von: AngelOfFire666

ähmm warum regt ihr euch so darüber auf ?
die antidepressiva die es in der werbung gibt kriegste in jeder apotheke frei zu kaufen.
die "richtigen" kriegt man ohne rezept erstmal garnicht und auch da muss man es bei einem "guten" arzt nachweisen das man sie braucht.
also mal nicht aufregen über antidepressiva nix rein pflanzlich sind und eh nix taugen !



geschrieben von: Sexton`s wife

Mein Reden...
Aber ich bin mir schon ziemlich sicher, dass auch pflanzliche Mittel was taugen! Homöopathie ist mitlerweile sehr angesehen und auch wirksam. Kann ich aus eigener Erfahrung bestetigen. Damit wären wir dann aber bei nem anderen Thema, nämlich ob es denn wirklich immer irgendwelche chemischen Keulen sein müssen?!



geschrieben von: Friedhofskatze

Also Mira, Dir möcht ich Mal eins sagen, wenn du nix weisst solltest Du besser die Klappe halten! Denn das Zeug was du da
zusammenschreibst ist nämlich echt naiv.

Weisst du, ich habe genug Erfahrungen mit Psychopharmaka,
und du brauchst mir nicht erzählen dass dies keine Drugs
sind, denn wegen diesen Teilen bin ich mit Mischung von Alk
schon fast durchgedreht , mit dem Fleischmesser in der Wohnung
rumgerannt wie eine Irre, wollt beim Fenster rausspringen, usw...
Einen Bekannten von mir haben schon Junkies um seine Tabs
angebettelt weil die mit dem zusätzlichen Konsum von Alk wie
ein schlechter Trip wirken...

...und von dem her find ich´s mehr als kriminell wenn man in
solchen scheiß Komerzzeitschriften wegen irgendwelchen Alltagsnervenwehwehchen zu solchem Zeug rät...

...und haaa.....helfen, von wegen, einen scheiß hilft das Zeug,
ja die ersten paar Tage ist man voll easy drauf aber dieses Gefühl
lässt dann gleich Mal wieder nach....
...Ich kenn ein paar die in der Klapse waren oder noch sind, und
aus denen sind fertige Zombies geworden,die sind alle weg vom
Fenster, und zudem sind sie auch noch alle fett geworden.
Und das nur von so einem Zeug...

... und erzähl mir ned dass das Zeug ned abhängig macht, du
hast echt keine Ahnung...aber ich sag ned mehr dazu...

Friedhofskatze ^v^



geschrieben von: Sexton`s wife

Nun beruhig dich mal Friedhofskatze. Zum Glück hat nicht jeder nen Plan davon was Antidepressiva bewirken können und ich wünsche es echt keinem damit in Kontakt kommen zu müssen. Manche sind echt der Oberhammer und es ist absolut fraglich ob es in Ordnung sind, die überhaut auf den Markt zu bringen. da stimme ich dir zu. Aber wer dazu Alkohol trinkt, weiß eigentlich worauf er sich einlässt. Das sagt dir auch eigentlich vorher der Arzt bzw. Therapeut oder Psychologe: Während einer durch Tabletten unterstützten Therapie kein Alkohlkonsum!!!

Diese besagte Frauenzeitschrift wird auf gar keinen Fall zur Anwendung solcher Mittel geraten haben sondern es ging bestimmt ehr um sowas wie Baldrian etc (siehe oben). Ist ja wohl auch klar und es glaubt ja hier wohl keiner, dass man einfach mal in ne Apotheke tapern kann und sagen: "Eine Packung Limbatril bitte. Ja, geben sie mir ruhig die große ich habe in der Gala gelesen, dass soll gut gegen Winterdepressionen sein sollen."
:eek: :rolleyes: :eek:



geschrieben von: Friedhofskatze

Ja, Lisa da hast schon Recht, aber ich meinte damit allgemein dass
es meiner Meinung nach ein Verbrechen ist , wie freizügig Ärzte überhaupt mit dem Zeug umgehn.
Ich habe meine ersten Psychopharmaka, mit 13,14 bekommen,
einfach so.
Und bis jetzt hat mich noch kein Arzt drauf aufmerksam gemacht,
was das für Auswirkungen haben kann, wenn man das Zeug zusammen mit Alk konsumiert.

Geh zum Doktor und sag ihm dass du Depris hast und meinetwegen schon drei Suizidversuche hinter Dir, und schwups
hast ein Rezept für Fluctin, Seroxat ,Seropram oder was auch
immer...

Klar steht in der Packungsanweisung: Alkohol meiden

...aber da denkst Dir halt:" Ja , müssen sie eben reinschreiben..."
und greifst zur Flasche...

Gruss

Friedhofskatze ^v^



geschrieben von: decay73

Oh, man braucht dem Doc nicht eimal zu sagen, daß man schon Suizidversuche hinter sich hat.
Hab ich vor kurzem selbst erlebt, wie schnell man so ne Packung von irgendwelchen Psychopharmaka in der Hand hält, ohne über die Nebenwirkungen aufgeklärt worden zu sein ("Zu Risiken und Nebenwirkungen zerreißen Sie die Packungsbeilage oder schlagen ihren Artz oder Apotheker" :D).

Allerdings liegen die noch bei mir zu Hause rum, da ich es besser fand, die Ursache zu beseitigen...schon erstaunlich, daß der Arzt nicht selbst darauf gekommen ist ;)

~decay~



geschrieben von: Sexton`s wife

Ja, ok. Da muss ich euch leider zustimmen. Es ist traurig wie schnell die Suche nach dem Grund aufgegeben wird und nur noch die Symptome bekämpft werden. Und wenns dann nicht besser wird, wird man ruck zuck eingewiesen ans Bett gefesselt und richtig übelst zugedröhnt. Da dann wieder raus zu kommen ist wohl das Schwierigste was einem passieren kann. So habe ich das zu mindest gehört.

Aber zum Glück sind nicht alle Ärzte gleich, sonst wär ich wahrscheinlich auch schon mal drin gewesen. Ne Freundin von mir war für ein Jahr dort: Besuchverbot, zentrale Dämpfer bis zum geht nicht mehr. Sie wird nie mehr die Alte sein. :( Das diese Dinger einen komplet umkrempeln, steht auch nicht in der Packungsbeilage.



geschrieben von: Alyander

Zitat:
Original geschrieben von Friedhofskatze
Ich habe meine ersten Psychopharmaka, mit 13,14 bekommen,
einfach so.


"einfach so"?
hallo, ich bin hier wegen ner erkältung... und kriegst "einfach so" psychopharmaka?
sorry, IRGENDWAS muß da schon an problematik DA sein...

Zitat:
Klar steht in der Packungsanweisung: Alkohol meiden

...aber da denkst Dir halt:" Ja , müssen sie eben reinschreiben..."
und greifst zur Flasche...


und dieses handeln von DIR sind dann die ärzte oder pharmazeuten schuld?

wenn du TROTZ warnung in der pb zur flasche greifst, kannst du nicht jedes bißchen eigenverantwortung von dir weisen. was du aber hier versuchst.



geschrieben von: LaChatte

Zum Glück gibts ja auch immer mehr alternative Therapien, die erlauben, dass die Medis reduziert oder schliesslich ganz abgesetzt werden können, in Zusammenarbeit des Naturheilkundlers (Homöopath, Akupunktur, das ganze Spektrum eben) mit dem Arzt.

Das Problem dabei ist, dass man mit viel Innenschau und sich-selbst-kennenlernen, auch wenns weh tut, konfrontiert wird, um echt und dauerhaft eine Verbesserung zu erreichen. Und es ist ein bekanntes Phänomen, dass es einem am Anfang noch schlechter gehen kann, wenn die Probleme langsam bearbeitet werden.

Und leider gibts immer noch sehr viele Leute, die sich lieber mit Medis vollpumpen und einfach einigermassen "funktioneren", anstatt die Ursache des Problems zu suchen und sich damit auseinander zu setzen.

Dass die Schulmedizin da in der Regel nicht sehr unterstützend ist, ist leider wahr. Auch haben die meisten Ärzte eine Ausbildung, die sich nur auf den körperlichen Aspekt einer Krankheit konzentriert, und den psychischen Aspekt draussen lassen, von da her kann man ihnen nicht mal einen Vorwurf machen.

Da ist eindeutig die Selbstverantwortung des Einzelnen gefragt, und das Angebot an Therapien in allen Richtungen ist ja zum Glück unterdessen ziemlich gross.



geschrieben von: Friedhofskatze

Hallo Alyander!

Ich wollte mit "einfach so" nicht sagen dass man mir das Zeug verschrieben hat, obwohl ich gar nix hatte, oh doch ich hatte ne
Menge, aber das tut jetzt nix zur Sache...ich will damit nur sagen
wie verantwortungslos ich das finde wenn ein Arzt ohne zu überlegen, 13-jährigen,depressiven Patienten, die höchste Dosis
an Antidepressiva, die normal erst ab 18 Jahren!!, geeignet wären, verschreibt...

...und das bezüglich dem Alkohol: Ja das mag schon sein dass
ich da selber dran schuld bin dass ich fast durchgeknallt bin, aber
es wäre doch wenigstens nett vom Arzt gewesen wenn er mich darauf aufmerksam gemacht hätte dass ich, wenn ich die Tabletten in zusammenhang mit Alk konsumiere, mich in eine Psychopatin verwandeln könnte....


Friedhofskatze



geschrieben von: Sexton`s wife

Vor allem, da man mit 13, 14 meiner Meinung nach noch nicht in der Lage ist ein ausreichendes Maß an Selbstverantwortung zu haben, um sich mit solchen Konsequenzen richtig auseinander zu setzen. Also da hat dein Arzt schon nen Fehler gemacht. Aber es ist ein Mensch, jeder macht mal nen Fehler. In solchen Situationen kann man nur hoffen, dass keiner einen macht da es teilweise echt um Leben und Tod geht aber andererseits isses auch nur menschlich und du solltest ihm das jetzt mal verzeihen.
Verzeihen zu können ist sowieso der erste Schritt, immer.

Ansonsten möchte ich nur noch sagen, dass ich LaChatte 100% zustimme!



geschrieben von: Friedhofskatze

Ja, Mira das stimmt total, die ersten paar Tage hast den vollen Kick, aber nachher spürst gar nix mehr und da kannst auch erhöhen wie du willst...also in dem Fall hast auch so deine Aushänger in zusammenhang mit Alk gehabt....hmm..,ja was will man dazu sagen, Finger weg von dem Zeug...

Grüsse

Friedhofskatze



geschrieben von: ontriplex

Hmmm, denke mal wer den Beipackzettel nicht liest, nicht nachfragt und sich dann über Nebenwirungen wundert....
das man sich da über andere Wirkungsweisen nicht wundern muss sollte klar sein. Die a.Depresiva ist ein Medikament! und nicht nur was wie Aspirin , oder die am anfang beschriebenen "Kräuterkapseln" sondern das sind Hämmer! Das die Teile dich umkrämpeln ist ja jetzt schon gut genug beschrieben worden. Manche Leute brauchen die aber eben!
Vielleicht sollten sich manche da dochmal 2minuten zeit nehmen mal nachzufragen......bevor einer wegen so einem Shit-Combi umkippt


Greetz "Con"



geschrieben von: alphaquadrant

Zitat:
Original geschrieben von decay73
Oh, man braucht dem Doc nicht eimal zu sagen, daß man schon Suizidversuche hinter sich hat.
Hab ich vor kurzem selbst erlebt, wie schnell man so ne Packung von irgendwelchen Psychopharmaka in der Hand hält, ohne über die Nebenwirkungen aufgeklärt worden zu sein ("Zu Risiken und Nebenwirkungen zerreißen Sie die Packungsbeilage oder schlagen ihren Artz oder Apotheker" :D).

Allerdings liegen die noch bei mir zu Hause rum, da ich es besser fand, die Ursache zu beseitigen...schon erstaunlich, daß der Arzt nicht selbst darauf gekommen ist ;)

~decay~



also mir wurde nix davon verschrieben, auch wenn ich teilweise die symptome einer depression aufweise. wohl besser so!

was war denn die ursache bei dir wenn ich fragen darf ??



geschrieben von: Zauberröschen22

Also ich kann nur meine Erfahrungen dazuschreiben

Die ,,Klapse" ist ein Ort (ich erlebte es schon zweimal) wo die ehrlichsten, liebenswertesten und intelligentesten Menschen sich befinden, Patienten wie auch Pfleger und Ärzte.
Bei mir war es so, ich hab mich ,, dumm studiert", drehte einfach irgendwann durch und erlebte eine Welt die man (bei Ärzten) als paradisischer Bewusstseinszustand (die auch Schamanen/-Hexen erleben, wenn sie sich in die ,,Anderswelt" begeben, nur der Unterschied ist das die den Zustand kontrollieren können) bezeichnet.

Naja ich bekam starke Psychopharmaka, von denen ich jedoch noch nie abhängig war (wurden auch einmal abgesetzt, dann drehte ich jedoch wieder durch) und die mir auch wirklich sehr geholfen haben.

Manche Menschen gehen auch zum Psychologen und trauen sich nicht über ihre wahren Probleme zu sprechen, was soll er dann den schon machen, er verschreibt dann halt ein Medikament.
Weil viele Menschen wollen auch nicht ihr Innerstes preis geben, das sind meine Erfahrungen.

Viele liebe Grüsse an euch alle



geschrieben von: eliwagar

Hallo, als Psychologe UND jemand mit schwerer rezidivierender Major Depression möchte ich mich mal in dieses Thema einmischen...

Sei ca. 2 Jahren nehme ich Antidepressiva....und ich muss sagen, dass ich dadurch erheblich an Lebensqualität gewonnen habe.
Meine Depression hat eine starke erbliche Komponente. Meine Oma litt dadrunter, meine Mutter - und mich hat es auch getroffen. Zusätzliche habe ich schwere Migräne und Fibormyalgie (eine Somatforme Schmerzerkrankung, nichtentzündliches nichdegeneratives Weichteilrheuma). Alle diese Erkrankungen sind Teil eines Syndroms, dass auf eine Störung des 5-HT-Serotonin-Systems zurückgeführt werden können. D.h., es ist eingentlich gar keine Psychische Erkrankung, sondern eine organisches, also rein endogene Depression. Dazu ist zu sagen, dass ALLE psychischen Erkrankungen sogenannnte physiologische Korrealtea haben, also organische Befunde, die sich meist auf Ebenevon neuronalen Proszessen abspielen. Meist handelt es sich um Veränderungen der Rezeptoren an den Nervenzellen (zu viele, zu wenig,zu empfindlich etc.) oder um Veränderungen im Neurotransmitterhaushalt. Daraus läßt sich ableiten, das ALLE psychischen Erkrankungen theoretisch durch passende Pharmaka positiv beeinflußt werden können. Bei einigen ist bis heute noch nicht das passende Mittel gefunden worden. Zwangsstörungen sind zu Beispiel immer noch schwer beeinflußbar (sowohl medikamentös als auchdurch andere Therapien). DEPRESSION gehört aber - glücklicherweise - zu einer der Erkrankungen, die hevorragend duch Medikamente beeinflußt werden können.
Seit letztem Jahr läuft eine Bundesweite Aktion, die dies sozusagen "unter die Bevölkerung bringen" möchte. Es gab sogar eine Briefmarke zu dem thema "Depression ist heilbar". Motiviert ist diese Aktion dadurch, dass eben Depressionen eine "volkskrnakheit" sind und das sie so gut "heilbar" sind. Viele Menschen, die sich verloren glauben, können Lebensqualtität zurückgewinnen. Ich denke, dass die Anzeige in derZeitschrift in diese Richtung geht.
Dazu ist aber noch folgendes anzumerken: Antiderpessive helfen nur bei Depressionen, nicht aber bei depressiven Verstimmungen. Dagegebn richten sie gar nichts aus.
Antidepressive haben - je nach Typ - in den ersten dreiWochen schwere Nebenwirkungen, die dann aber in dem Maße abklingen, wie die Wrikung zunimmt. Es ist NICHT so, dass man eine Pille einwirft, und eine halbe Stunde später ist man gut drauf...
Es gibt drei Typen von Antidepressiva: Die Monoaminooxidase-Hemmer, die sehr selten verschrieben werden, da sie dauerhafte Nebenwirkungen haben. Dann die trizyklischen Antidepressiva vom alten Typ. Diese wirken anfangs DÄMPFEND und lähmend, könne eine Depression also zunächst verstärken. Dieser Effekt beginnt nach 3 Wochen zu verschwinden. Dan gibt es die Trikzyklika vom neuen Typ (SSRIs, Selektive Serotonin Reuptake Hemmer). bekanntester Vertreter ist das inzwischen etwas in Verruf geratene Prozac. SSRIs wirken anfangs stark aufputschend. Teilweise kommt es zu schweren Schlafstörungen, man ist nicht müde, sehr aktiv. Daher werden SSRIs auch oft als "Drogen" mißbraucht. Setzt man SSRIs aber so ein, wie sie gedacht sind, verschwindet dieser Effekt nach ca. 3 Wochen und die Antidepressive Wirkung setzt ein...
ich selbst habe mich sehr serh lange gegen die Idee, Antidepressiva zu nehmen, gewehr. Nach ein fatalen Versuch mit Trizyklika vom alten Typ war ich sehr abgeschreckt. ein sehr guter Artz aht mich dann auf SSRIs eingestellt. Seitdem geht es mir gut. Antidepressiva machen nicht abhängig. Natürlich setzt eine Depression wieder ein, wenn man sie absetzt. So, wie ein Mensch mit Heuschnupfen eben wieder Heuschnupfen bekommt, wenn er seine Anti-Heuschnupfenmittel nicht nimmt. Das ist aber KEINE Abhängigkeit!



geschrieben von: Schwarze_Tränen

Ich möchte mich erst mal entschuldigen falls das schon jemand geschrieben hat, ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber eine Freundin von mir ist schwerst depressiv und ihre Mutter ist zum Arzt gegangen und hat ihr anti-depressiva gegeben. Jedenfalls find ich dass sie von dem Zeug nicht von ihren Depris runterkommt, sie sitzt nur in der Ecke rum und ´wenn man sie was fragt guckt sie ganz teilnamslos -sogar schon richtig benebelt, dass es ihr egal ist.
Ihr ist einfach alles egal. Es kommt einem manchmal schon so vor als sollte sie mit dem Zeug nur ruhig gestellt werden, damit sich niemand mit ihren Depressionen auseinandersetzen muß.
Ich glaube nicht dass das eine Lösung ist, denn wenn es Gründe für die Depressionen gibt, dann muß man die Uhrsache beseitigen und die Depressionen nicht einfach mit Pseudo Drogen abstellen.
Ich fins unverantwortungsvoll von ihrer Mutter und dieses Verhalten macht mich wütend...:mad:



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von outside

ich bin der meinung, dass diese ganzen psycho-pillen nichts anderes sind als drogen.





Das stimmt so nicht ganz. Antidepressiva sind in der Lage, den im Gehirn durcheinandergeratenen biochemischen (Serotonin-)Haushalt zu stabilisieren, normalisieren und das teilweise sogar auf ziemlich lange Zeit auch nach Absetzen des Präparates. Eine Depression stellt im Grunde eine Stoffwechselstörung dar, vergleichbar mit einer ...sagen wir mal zum Beispiel einer Schilddrüsenunterfunktion.

Sicher spielt auch die Psyche mit, aber die Experten sind sich nicht sicher, was das Ei und was die Henne ist. Sicher kann eine Psychotherapie die Genesung vorantreiben, denn häufig spielen (neben nicht selten vorhandenen familiären Häufungen, sprich einer wahrscheinlichen genetischen Komponente) auch persönliche Konflikte eine tragende Rolle, das will ich nicht abstreiten.

Antidepressiva wirken aber nicht wie "Drogen" im herkömmlichen Sinne, sondern sie "reparieren" den vorhanden Defekt... das kann man von Drogen ja nicht wirklich behaupten...


Hagzissa

- per aspera ad astra -



geschrieben von: Abraxas

na freilich verden AD's auch bei depressiven verstimmungen verschrieben! wo hast du denn diesen mist her, dass das da nicht der fall sein sollte?

da der thread aber eigentlich von winterdepressionen handelte: wie schon der name sagt, das SIND depressionen, ernstzunehmende, an denen ein haufen leute leidet. und keine stimmungstiefs.

bitte vorher echt mal informieren, bevor man etwas schreibt, das nur aus den fingern gesogen ist!


lg vom drachen



geschrieben von: narrisch

Ich lese immer nur DROGEN!
Und wenn? Sie helfen manchen Menschen und das ist wichtig.
Ich kann auch von Schmerztabletten abhängig werden, nehme sie aber trotzdem, wenn es nicht anders geht.
Das Wort Droge wird immer als was so negatives verwendet, dabei haben sie bestimmt eine wichtige Wirkung. Oder besser: Können sie haben.
Wer will denn dem Krebspatienten sein Methadon verwähren?

Medikamente haben nun mal neben den positiven Wirkungen auch Nachteile.

Narrische Grüße



geschrieben von: DarkWay

Ich hasse anti-depressiva!ich selber soll solche tabletten schlucken,aber ich tue es nicht.Ich will mich nicht von irgendwelchen Tabletten im Kopf steuern lassen.Was ist zb wenn man die wieder absetzt,dann kommen doch die ganzen deprissonen wieder hoch.Wenn dann sollte man es aus eigener Kraft schaffen wieder "normal " zu werden,oder wenn es nicht anders geht mit hilfe eines Therapeuten.



geschrieben von: Niana

Schade, dass die meisten Eliwagar's Beitrag nicht gelesen haben...

Ich war die letzten Monate in der Psychiatrie und nehme aufgrund meiner komplexen Diagnostik (Borderline, ADHS, manische Depression, posttraumatische Belastungsstörung etc.) zur Zeit 8 versch. Psychopharmaka, darunter auch 2 versch. Antidepressiva.

Ich glaube fast, die meisten Poster verwechseln AD mit irgendwelchen Benzos (Valium, Tavor...), denn kein AD wirkt so schnell, dass man innerhalb von Stunden eine Besserung erwarten könnte. Bis die Antidepressive Wirkung eintritt vergehen im Schnitt 2-3 Wochen, wenn nicht noch länger.
Weiterhin kenne ich kein AD, von dem man abhängig wird.

Es ist leider häufig so (und diese Erfahrung habe ich auch gemacht), dass in Psychiatrien die Patienten oftmals "zugeknallt" werden, vorzugsweise mit oben genannten Benzos. Allerdings hat das auch immer einen Hintergrund und wenn man noch in der Lage ist zu sprechen, kann man eine solche Einnahme auch immer noch verhindern.

Das Erzählte im Bezug auf Alkohol kann ich nur auf den psychischen Zustand der Person zurückführen, denn ich muss gestehen, selbst oft mit Alkohol "experimentiert" zu haben und ich kenne auch viele Leute die das ebenfalls tun... und die Verbindung AD und Alkohol kenne ich persönlich nicht als schlimm... ich wüßte gerne, welches AD diese Zustände ausgelöst haben soll...

Ich kann nur alles in allem sagen, dass ich durch die Kombination Therapie/Medikamente wesentlich stabiler geworden bin, allerdings keineswegs abgestumpft oder dass sich mein Wesen verändert hätte.

Nachdenkliche Grüße,

Niana



geschrieben von: Abraxas

muss dir recht geben, ad's können zwar abhängig machen, tuns in der regal aber nicht. sollte man echt nicht mit benzos verwechseln. aber die darf man eh nur ein paar wochen oder so (wenn ich mich nicht täusch) einnehmen.

@narrisch: auf die dosis kommt es an ;)


lg, abraxas



geschrieben von: narrisch

@abraxas: Ja, und auf den Arzt deines Vertrauens! :-)



geschrieben von: eliwagar

Zitat:
Original geschrieben von Abraxas
na freilich verden AD's auch bei depressiven verstimmungen verschrieben! wo hast du denn diesen mist her, dass das da nicht der fall sein sollte?




ich bezieh das mal auf mich....

1. sagte ich nicht, dass sie NICHT VERSCHRIEBEN werden, SONDERN, dass sie nicht helfen....bei nicht pathologischen depressiven Verstimmungen im Sinne eines "schlecht draufseins" helfen Antidepressiva in der Regel nicht, da der Zeitraum bis zum Einsetzen der Antidepressiven zu lange ist. Bei depressiven Verstimmungen im Sinne einer Dystymen Störungen werden Antidepressive selbstverständlich auch erfolgereich eingesetzt. Ebenso gibt es Erfolge in der Behandlung von Zwangsstörungen und Somatoformen Störungen. SSRIs sind übrigens kontraindiziert bei Magersucht. Und sollten nicht "mal eben so eingeschmissen" werden, wenn man "mal ein paar Tage schlecht drauf ist". Auf dieses "Glückpillengehabe" bezog sich meine Äußerung. Leider ist dadurch z.B Prozac in den USA z.T. in Verruf geraten.

2. @ wo ich den Mist herhabe...soll ich die wissenschaftlichen Quellen angeben? Ich schlags zuhause nach. Ansonsten verweise ich mit lieben Gruß an Herrn Porf. Ferstel, Instiut für Psychologie an der CAU Kiel.



geschrieben von: Eclipse

Tja, ich bin sehr froh, dass es diese kleinen Pillchen gibt und dass ich sie verschrieben bekommen habe. Nicht, dass ich abhängig bin oder so, nein, aber sie haben mich echt unterstützt, meine Zwänge und Ängste (und - oh wunder - Depressionen) zu unterdrücken, während ich nebenbei noch in Therapie war, und mir somit auch einen einigermaßen normalen Alltag erlaubt.
Die nebenwirkungen am Anfang waren zwar heftig, und wenn ich sie absetze , dann wirds auch nochmal die Hölle, aber nun ja, das nehme ich in Kauf.

Gruß



geschrieben von: SirBelmond

vorallem wirken die antidepessiva nicht so als wenn man gute laune bekommen wüde, sie machen nur müde....mich zumindest



geschrieben von: eliwagar

Wie lange nimmst Du sie schon? Die müdemachende Wirkung läßt langsam nach....frühestens nach 3 Wochen, nach 6-8 Wochen sollte es deutlcih besser geworden sein....



geschrieben von: SirBelmond

das erklärt einiges, habe sie mal nur eine kurze zeit genommen. danke für die aufklärung.



geschrieben von: LaChatte

Ich seh da das Problem in zwei Richtungen...

Einerseits, dass eben ein zwei Tage Regenwetter als "Depression" klassifiziert werden... und dass die Leute nicht mal mit ein bisschen schwarzer Stimmung rumlaufen können, sondern gleich was einschmeissen...

Andererseits, dass wirklich schwer depressive Leute in ihrer Umgebung auf Unverständnis stossen, so quasi "ach, ich hab das auch immer im Winter, nun tu doch nicht so..."

Generell finde ich, sollten Krankheiten und Medikamente aus der Werbung verschwinden - das sind ja nun echt keine normalen Konsumgüter.



geschrieben von: Phyliss

Friedhofskatze, das find ich ja mal interessant.
Hab nämlich lang rumüberlegt, ob meine Überreaktion nach nem Glas Bier an MIR lag oder an den Tabletten..

Hab ähnlichen Mist gebaut, hatte ne sehr kleine Dosis täglich nur immer genommen (die bewirkte, dass ich einmal am Tag für etwa ne halbe Stunde wie weggetreten war, total hibbelig, aufgekratzt, musste mich dauernd bewegen, hätte am liebsten laut und irre gelacht dauernd ;) ) und dann auf ner Party eine extrem kleine Menge Alk getrunken (Glas Bier) und das hat mich schier weggehauen.

Bin vor Autos gerannt, Kopf an alle möglichen Sachen gehauen, das ganze Dorf zusammengeheult und geschrien, wie übel das Leben doch ist und dann, der Hammer, meinen eigenen Vater erst gebeten, mich zu erschiessen, dann zu überfahren und ihm dann ein Messer in die Hand gedrückt, er soll mich bitte erstechen...

Hab sowas noch nie erlebt, da ich sonst bei großen Mengen Alk höchstens ausgelassen werde, okay, hab auch mal Stimmungstiefs und dunkle Phasen, aber sowas heftiges und das bei nem Glas Bier.

Daher interessant, dass ich da wohl kein Einzelfall bin, der Arzt ( hat mir das Zeug auch auf Anhieb verschrieben ohne Infos o.ä., war ne Sache von 2 Minuten) hat nämlich abgestritten, dass die Wirkung bei dem Medikament läge.

Am beunruhigensten war, als mir jemand erzählte nach dem Vorfall, er hätte eine höhere Dosis genommen und sei vom Restalk in alkoholfreiem Bier weggehauen worden.

Die Entzugserscheinungen waren auch super. Hab das Zeug zwei oder drei Wochen genommen, dann von einem Tag aufn anderen nicht mehr, und es war schwer, gradeaus zu laufen in der ersten Zeit, dauernd hat sich alles gedreht, mir war kotzübel, ich war müde.

Ich empfehl echt keinem, sowas zu schlucken, ohne genaustens informiert worden zu sein bzw. sich selbst zu informieren. Kann sonst zweifellos echt übel ausgehen. Und selbst wenn die Alkoholgeschichte nicht gewesen wär, die Abhängigkeit hätte mir schon gereicht.

Ich weiss nich, ob ich Depressionen hatte. Gut gings mir sicher nicht. Wahrscheinlich nur Stimmungstiefs, die von anderen Unzulänglichkeiten im Leben ausgelöst wurden.

Einigen Leuten mit schweren Depressionen können die Dinger sicher helfen, mir hats mit meinen gelegentlichen Löchern eher geholfen, mich zu fragen, wo meine schlechte Laune wirklich herkommt. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass n Glas Cola mit ein paar lustig aufgelegten Menschen meine Stimmung eher und dauerhafter hebt, als die halbe Stunde da, wo ich nervös und mit Dauergrinsen auf meinem Busplatz umherrutschte.

Vielleicht is Johanniskraut und natürlicher Krempel nicht übel, aber es erstaunt, wenn man merkt, WESWEGEN man eigentlich Probleme mit dem Alltag und allem hat. Dann kann man das gezielt angehen. Seit 4-5 Jahren halt ich das ganze für Depressionen und seit ich drauf kam, was es wirklich is, gehts mir besser als je zuvor.

Gilt aber halt auch nur für Leute, die nicht wirklich schwer krank sind *wiederhol*

Da kenn ich mich nicht aus. Lieber Tabletten als Selbstmord. Aber nich Selbstmord wegen Tabletten :confused:



geschrieben von: Kildare

Erst einmal einen Dank an eligwar. War ein informativer Beitrag.

Allerdings beschäfftigt mich doch noch die Frage, wo das Stimmungstief aufhört und die Depression anfängt. In meinem Bekanntenkreis haben einige Leute eine Therapie gemacht und ein paar auch Antidepressiva und anderes eingenommen, wobei ich nicht genau weiß, um was für Medikamente es sich handelte. Ich muss zugeben, dass ich in einigen Fällen etwas gestockt habe, denn mir waren diese personen, von denen ich eine sehr gut kenne, immer recht "normal" vorgekommen.
Mir selbst hat mein ehemaliger Hausarzt auch schon eine Therapie nahegelegt, weil ich mich während meiner Abiturzeit ein bisschen überfordert gefühlt habe. Ich gebe zu, dass ich seit dem (-schließlich habe ich mein Abitur mit der Hilfe von Kaffee und Schokolade dann doch ganz annehmnbar bestanden-) ein bisschen misstrauisch bin.
zum Thema Beipackzettel und wer den nicht liesst ist selber Schuld:
Das steht alles drauf!!! Alles was irgendwie passieren könnte.
Selbst wenn man ihn liesst, kann man nicht alles berücksichtigen. Einigen Risiken kann man darüberhinaus gar nicht begegnen. Ich gebe zu, wenn auf dem Waschzettel (den ich zu meiner persönlichen "Erbauung" immer lese) steht, es könnte in Verbindung mit Alkohol zu einem Problem kommen, würde ich auch nicht erwarten, dass damit ein Glas Bier oder Wein gemeint ist.
Und leider sind Ärzte nicht immer über die Nebenwirkungen eines Präparats informiert, auch wenn sie es sein sollten.
Mehr Aufklärung wäre also nach meiner Erfahrung gar nicht so schlecht.

Was den Ursprung der Diskussion, diesen "Stimmungsaufheller", der in einer Zeitung beworben wurde, angeht, so halte ich davon nicht viel.
Leute mit enrsthaften Depressionen gehören in Behandlung und ich bin der Meinung, dass es so gar gefährlich sein kann, wenn sie versuchen über ein vermeintliches Stimmungstief mit Hilfe solcher Mittel hinweg zu kommen und daran unweigerlich scheitern.
Und Menschen, denen (wie mir) das Wetter auf's Gemüt schlägt und der Vorgesetzte/Professor zu harsch war, könnten ihre Freunde einladen und eine schöne Kanne Kakao oder Tee kochen. Man kann halt nicht 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr glücklich sein.
"Medikamente", die suggerieren, dass dies der Fall sein müsste, sind mir sehr suspekt. Ganz Nebenwirkungsfrei sind darüber hinaus die meisten apothekenpflichtigen Mittel nicht.
Fazit: Nach meiner Ansicht ein ganz großer Humbug.

Gruß
Kildare



geschrieben von: disturbed

Zitat:
Original geschrieben von Any Body
beim lesen des eingangsthreads & des ersten kommentars wird etwas ziemlich ins lächerliche gezogen, was meiner meinung nach nicht unbedingt lächerlich ist.

... über was beschwert ihr euch? das es anti-depressiva gibt, oder die werbung, die manche konzerne dafür machen?

fakt ist doch, daß es pillen gibt, die einem glauben machen sollen, daß es einem danach wieder besser geht.. genauso wie raucherpflaster. komisch, daß hierfür keine beschwerde kommt?

die medizin versucht mittel auf den markt zu bringen, die gegen krankheiten, welcher art auch immer, helfen sollen, zumindest gegen einige symptome aktiv vorgehen sollen, weil viele menschen erst einmal in der apotheke nach medizin fragen bevor sie wirklich zum arzt rennen

schon mal auf die idee gekommen, daß werbung für medizin auch aufklären kann? wie viele leute befassen sich mit den einzelnen krankheitsbildern, wenn sie nicht gerade medizin studieren? welche fachzeitschriften werden denn überwiegend gelesen von welcher bevölkerungsschicht und welche altersgruppe ist besonders gefährdet?

so lächerlich, wie es oben dargestellt wird, find ich das ganze nicht..

.. to be continued..

Any Body





meine Meinung.....



geschrieben von: Morri

Zum Thema Abhängigkeit bei Antidepressiva:

es gibt doch nicht nur Abhängigkeit in der Form, daß die Psyche oder der Körper direkt schreien "gib mir meine Droge!"... man kann auch schon in der Form von Medikamenten abhängig sein, daß man nur mit Hilfe dieser Medikamente seinen Zustand stabil halten kann.

Ein Diabetiker ist abhängig vom Insulin, ein chronisch Depressiver kann von seinen Psychopharmaka abhängig sein.


Relativ weit am Anfang des Threads kam die Frage auf, wo denn eigentlich die Grenze zwischen Stimmungstief und Depression gezogen wird...

Eine extrem gute Frage.

Ich denke mir mal so laienhaft, daß das bei jedem Menschen individuell ist - das Stimmungstief verwandelt sich in eine Depression, wenn der Leidensdruck zu groß wird.
Wenn einem alles zu viel wird, wenn sich die Gedanken in Abwärtsspiralen verselbstständigen und man selbst keine Hoffnung auf Besserung dieses Zustandes mehr sieht.

Morri



geschrieben von: minddiver

Zitat:
das Stimmungstief verwandelt sich in eine Depression
....eine Depression ist ein ständiges Stimmungstief ! Mir kann hier schon wieder der Kamm schwellen wenn ich mir nur die ersten paar Postings durchlese ! Scheinbar pubertierende Teenies die nicht die geringste Ahnung von dem hier angesprochenen Thema haben aber trotzdem meinen sie müßten ihren Senf dazugeben ! Meine Empfehlung !
@outside:
Zitat:
ich bin der meinung, dass diese ganzen psycho-pillen nichts anderes sind als drogen.
....von denen Du ganz offensichtlich schon zuviele konsumiert hast sonst würdest Du nicht solchen Schwachsinn von Dir geben.
@thirst vampire:
Zitat:
Mir gehts scheiße.....schwupps so ne Pille geschluckt und zack lauf ich wieder so rum....
.....Dir sollte man angesichts solcher Äußerungen mal ganz andere Pillen verabreichen ! Solltest Du Interesse daran haben etwas über die Wirkungsweise von Antidepressiva zu erfahren dann klär ich Dich gerne in einer PN darüber auf ! Ein Antidepressivum kann z.B. auch nur als Schlafmittel eingesetzt werden - gegen die beiden quälendsten Symptome der Depression, nämlich frühzeitige Angst und Schlafstörungen !



geschrieben von: Lunar Light

Zitat:
Original geschrieben von eliwagar
Dan gibt es die Trikzyklika vom neuen Typ (SSRIs, Selektive Serotonin Reuptake Hemmer). bekanntester Vertreter ist das inzwischen etwas in Verruf geratene Prozac. SSRIs wirken anfangs stark aufputschend. Teilweise kommt es zu schweren Schlafstörungen, man ist nicht müde, sehr aktiv.


das kann ich nicht bestätigen. auf mich wirkt das zeug eher sedierend, teilweise hab ich bis zu 17 stunden durchgeschlafen. es gibt eben auch hier verschiedene arten, je nachdem was überwiegt - schlafstörungen oder antriebslosigkeit (dumm, wenn beides massiv vorhanden ist). meines wissens nach sind die SSRIs eben die selektiven serotonin wiederaufnahme-hemmer, und von den trizyklischen AD klar abzugrenzen. dass sie als drogen missbraucht werden kann ich mir schwer vorstellen, da die nebenwirkungen bei den SSRIs weit geringer sind als bei den herkömmlichen AD. ich merke keinerlei nebenwirkungen außer der müdigkeit, und das ist wohl eher ein erwünschter effekt. außerdem beheben AD, wie schon oft erwähnt, eine stoffwechselstörung im gehirn, und zeigen bei gesunden menschen keine wirkung.

ansonsten kann ich lachatte zustimmen. oftmals wird der begriff der depression mit dem des deprimiert-seins verwechselt. nur weil man mal ein paar tage schlecht drauf ist, hat man nicht gleich eine depression. ich finde es auch ein unding, dass AD anscheinend teilweise sehr leichtfertig verschrieben werden. ich musste erst einige psychologische tests über die schwere der depression über mich ergehen lassen bevor darüber entschieden wurde. anderen falls sollte man sich eher über die qualifikation des behandelnden arztes gedanken machen.

leuten, die noch überlegen, wegen so etwas einen arzt aufzusuchen, würde ich in jedem fall empfehlen einen psychiater (mit psychotherapeutischer zusatzausbildung) einem psychologen vorzuziehen, da letzterer von medizin und psychopharmaka keine ahnung hat.

alles gute~


p.s.: dass AD abhängig machen ist ein ammenmärchen.





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