[Sekunden Schlaf am Hintern Lenker] - German Gothic Board

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Sekunden Schlaf am Hintern Lenker

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geschrieben von: der Eremit

Wem ist so was schon mal passiert + wieso?

Ich fahre seit 7 Jahren Unfallfrei durch die Gegend und bin auch schon um einiges Kaputter gefahren wie heute, aber wenn ich merke Hm passt nicht dann hau ich mich auf ein Rastplatz und mach ne Pause.
Heute war ich eigentlich ganz gut bei einander, aber auf einmal war ich weg, nur ein paar Sekunden das reichte aber um ein paar Stangen mitzunehmen.
Das ist ja noch nicht mal das schlimmste nur wenige Hundert Meter weiter war eine Polizeikontrolle die uns rausgezogen hat. Währe mir das nur etwas später passiert könnte nun ein Polizist/ Mensch Tod sein. Die haben dann mein Auto zerlegt, ein Drogen Test, +++ gemacht da ich aber nur ein Weizen getrunken hab und nicht konsumier durften wir wieder fahren. Die restliche fahrt war ich nur fertig und froh das niemand was passiert ist.
Ich bin immer noch etwas fertig wenn ich daran denk.

Kann mir jemand verraten woher das Symptom von Sekunden schlaf kommt und was kann ich dagegen tun.

Ein verwirrter Eremit.



geschrieben von: Seneca

Woher das Symtom kommt...?
Ganz klar von Müdigkeit, speziell die Zeit zwischen 3-4 Uhr morgen ist dafür perfekt...!
Vorhergegender Schlafmangel wirkt sich zu dieser Zeit besonders stark aus.
Wenn man merkt, das die Konzentration nachlässt, und es immer schwerer fällt, die Augen aufzuhalten, ist dummerweise aber nicht auch automatisch ein Parkplatz zur Hand...

Alle Gegenmaßnahmen wie Frischluft etc. wirken dann kaum noch, das Einzige das hilft, wäre eine viertelstunde abschalten...!
Beim ersten Anflug dieser steinerne Müdigkeit heißt es anhalten.

Die Risikogruppen der Schlafsparer in der automobilen Gesellschaft

Hoch- koffeinierte (weil schlecht und nicht aus(reichend) geschlafene Subjekte auf dem Weg zur Arbeit und bei der Arbeit .
Die Pendler und Schichtarbeiter - sie steigen in das wohltemperierte Auto, fallen in die weichen Sessel ihres fahrenden Wohnzimmers und fühlen sich dort so wohl, dass sie gleich noch eine Runde weiter schlafen können. Die Lkw-Fahrer besteigen Sonntag abends nach der Feier am vorherigen Abend und einer wenig entspannenden Zeit mit der Ehefrau bzw. Freundin den Lkw, sind gleichzeitig noch vom Termindruck gehetzt und dabei eingeschläfert durch den immergleichen Blick auf die Hinterteile der vor ihnen fahrenden Lkw. Sie stellen traurige Rekorde von bis zu 32 Stunden Fahren am Stück auf, gefährden sich und andere.
Die Disco boys and girls - die 18- bis 34-jährigen netten Jungs und Mädels von nebenan, verlassen am Freitagmorgen um 6 Uhr das Haus, freuen sich aufs Wochenende, polieren sich und das Auto für das Friday night fever und erhöhen ihre Wachzeit auf 22 Stunden - bevor sie dann Samstag morgens um vier Uhr nach Hause fahren, in jene riskanten "Tot-Räume" die die darauf einsetzende Monotonie hervorbringt.
Der Familienvater auf dem Weg nach Jesolo verlässt um 14 Uhr das Büro in Gelsenkirchen und nimmt dabei noch den Wohnwagen mit nach Hause. Jetzt heißt es "vorschlafen" - für den großen Treck. Nachts um 3 wird dann wegen dem zu erwartenden Stau losgefahren. Der Wunsch, rechtzeitig zum Ziel und pünktlich zum Abendessen zu kommen treibt den ansonsten völlig ruhigen Familienvater und Fahrer zur riskanten Selbstüberschätzung.
Bis heute hat weder die Unfallforschung noch die Justiz Methoden entwickeln können, die Müdigkeit oder Sekundenschlaf als Unfallursache eindeutig beweisen können. Schlafmangel und das Phänomen des Sekundenschlafes können aus Sicht des AvD Institutes für Verkehrssoziologie nicht allein als medizinisches Phänomen betrachtet werden. Außer den Schlafstörungen, die behandelt werden, gibt es ein hohes Risikopotential. Die "Schlafsparer" werden Opfer einer Risikogesellschaft, die den Werten der Spaß- und Event- Gesellschaft folgt. Und wer gibt schon zu, von einem eine Sekunde zu langem Schlaf überwältigt worden zu sein? Wer hält noch rechtzeitig an, um an einem Rastplatz anzuhalten und einzuschlafen. Jeder ? Keiner? Kaum einer!



geschrieben von: AlienSexFiend

...persönlich passiert ist mir das zum Glück noch nicht, aber ich glaub ich war schon verdammt kurz davor neulich...hätte echt kein einziger Kilometer mehr länger sein dürfen...meinem Freund ist es erst neulich passiert...erst mit dem Transporter rechts paar Pfosten "mitgenommen", weil so schön war, dann links ein paar...ein Wunder dass die Kiste nicht in einen der tiefen Gräben gekippt ist...:rolleyes:

...Problem ist einfach, dass sich der Körper irgendwann holt was er braucht...zwar kann man an dem Abend selbst noch relativ fit sein, aber wenn man´s schon in den Tagen (bei meinem Freund waren es sogar Wochen) vorher übertrieben hat, kann sich das irgendwann ganz übel rächen...

...hoffe mal dass mein Freund seine Lebensweise etwas ändert...immerhin ist er den ganzen Tag unterwegs auf Europas Straßen...:rolleyes:


...in diesem Sinne allzeit gute Fahrt...



*eine übernächtigte ASF, die eben aber nicht selbst fahren musste* ;)



geschrieben von: Menedemos

Naja, ganz ohne vorherige Müdigkeit wirst du wohl kaum in Sekundenschlaf gefallen sein...

Aber ich habe das auch schon von mehreren Bekannten gehört, daß ihnen das passiert ist, und ich war, glaube ich, auch oft nicht allzu weit davon entfernt.

Ich hab mich dann mit Kippen, Abschalten der Heizung und lauter Musik einigermaßen aufgeputscht...

Aber das sind alles Methoden, die nicht wirklich zu empfehlen sind. Die einzig saubere und verantwortungsvolle Lösung ist, eine (längere) Pause zu machen.

Oft hat man dann aber Scheu, vor den Mitfahrern zuzugeben, daß man nicht mehr fit ist. Aber eigentlich grundlos, denn das kann JEDEM passieren. Ich will es jedenfalls in Zukunft so halten, daß ich ganz klar und ehrlich sage, wenn ich nicht mehr fahren kann. Müdigkeit ist ja keine Schande.

Daß die Gefahr zwischen 3 und 4 Uhr am größten ist, kann ich jetzt nicht unbedingt in meinem Fall bestätigen, aber vielleicht liegt das auch daran, daß mein Bio-Rhythmus "ein wenig" durcheinander ist. Ich habe meist zwischen 23 und 0 Uhr abends meine Phase größter Müdigkeit. Kommt natürlich drauf an, was man vorher gemacht hat.
Aber wenn ich am Abend viel gegessen habe und vielleicht etwas Alkohol getrunken, dann werde ich nach elf oft hundemüde.

Andererseits bin ich auch einmal von Mitternacht bin in die Morgenstunden an einem Stück von Calais nach Süddeutschland durchgefahren, ohne auch nur einen Anflug von Müdigkeit zu spüren.

Ich denke, das merkt man einfach, ob man noch weiter fahren kann oder nicht, wenn man ehrlich zu sich ist.

Es kommt auch drauf an, wo man fährt. Am gefährlichsten sind Autobahnen, am ungefährlichsten ist es in der Stadt. Im Stadtverkehr hat man eigentlich kaum eine Chance, in Sekundenschlaf zu fallen, deshalb fahre ich in der Stadt auch noch, wenn ich auf der Autobahn niemals mehr weiter fahren würde.





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