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Blutdrachen-Texte

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geschrieben von: SanguisDraconis

Schwarzer Schatten an der Wand


Schwarzer Schatten an der Wand,
schwillst an dem Maße gleich
in dem mein Fühlen schwindet.
Wände weichen langsam farblos auf
wie zäher Brei,
der Decke Schutz wird löchrig.
Der Boden tut sich auf
und offenbart den grauenhaften Blick
auf unheilvolles Niemandsland.

Längst gewichen ist das Hier
vor dunkelster Präsenz der Hölle,
schwarzer Dämon, hier erwacht.
Zwei messerscharfe Schwingen
umhüllen schweigend meine Rast.
Im tiefsten Dunkel der Umarmung
erahnt mein Geist was folgen wird.

Mein Körper weint,
das Blut erstarrt,
die Seele friert,
ich weiß, warum du kamst.
In langer Nächte Einsamkeit
schon immer mein Begleiter,
nun stehst du hier und forderst Recht,
ich werde mich nicht weigern.



geschrieben von: draculetta

:D musste ich mir doch gleich mal ansehen...

wow...*hut-zieh*, meine Hochachtung, ist wunderschön und doch soooo traurig...seufz...

Liebe Grüße und weiter so

;) ich bin nicht ganz so begabt, aber ich werde doch eine Kleinigkeit zum Besten geben

Gefühle
vergessen
in des Schattens Traurigkeit
verschwommen
in dem Schimmer des Herzens
verloren
in den weiten Fängen der Einsamkeit



geschrieben von: draculetta

merci,
glaube sogar das war mein erstes Out-coming...mmm...grübel
und weil es mir so gut gefällt

Klauen der Freiheit
nagen an mir!
Rebellion ist der Ausdruck
der auf meinem Gesicht liegt
unzählige Narben zieren
meinen Körper - Zeugnisse des Kampfes
kreischende Stille zereißt die Dunkelhiet



geschrieben von: SanguisDraconis

hier meine antwort:


Nagt Freiheit mit ihren Klauen an mir?
Freiheit wovon, worin?
Unzählige Narben der Rebellion
zieren meinen Körper.
Rebellion bei was, bei wem?
Zeugnisse der Dunkelheit
meines kreischenden Kampfes
um Stille.
Dunkelheit in mir, um mich.



geschrieben von: draculetta

:D gefällt mir



geschrieben von: draculetta

vom Hintergrund kann wohl kaum die Rede sein...
Aber da man daran nichts mehr ändern kann, bleibt das eben Ausdruck des Wiederfahrenen und ist somit wertvoll, als Dokument.
Tja, aber seien wir ehrlich, die schönsten Gedichte sind eh traurig, tragischen...

oder wie ich mal anmerkte:

Wenn es mir schlecht geht, kann ich klarer denken
und unter Schmerzen, kann ich tiefer fühlen



geschrieben von: SanguisDraconis

Schwarz wird niemals weiß

Kennst du die gnadenlose Dunkelheit,
die sich unerbittlich herabsenkt
über dein Sein?
Die alles einlullt in ihre falsche Wahrheit.
Die dein Wesen hinwegschwemmt,
zuerst mit sanften Wellen,
dann mit mächtigen Brechern,
die dir die Luft zum Atmen nehmen.

Kennst du das langsame Hinüberdriften
des Körpers und des Geistes,
in eine andere, fremde, vertraute schwarze Welt?
In der du nicht mehr du bist
sondern immer ein anderer sein wirst.
In einer Welt, wo schwarz nie zu weiß wird,
sondern wo schwarz schwarz bleibt auf ewig.

Kennst du die grauenvollen Gestalten,
die schwarzen Dämonen gleich
sich deiner bemächtigen,
wenn sie herangekrochen kommen
aus den hintersten Winkeln deines Selbst
und dich in ihre wahnsinnige Umarmung
schwärzester Furcht ziehen?

Ich wünsche dir,
dass du dies nie kennenlernst.
Mögen mächtige Engel deine Seele begleiten
durch ein erfülltes glückliches Leben.
Mögest du die wärmenden Strahlen
einer inneren Sonne spüren,
die dein Wesen und dein Sein einhüllen
in einer Zuflucht der Liebe und Geborgenheit.

Ich wünsche dir, einst einzutreten
in strahlendes, heilendes Licht,
und dich dann,
wenn es dir möglich ist,
an mich zu erinnern.


( gewidmet A. und S. und U. )



geschrieben von: SanguisDraconis

Die Sehnsucht in mir


Letztes Rot verlischt am Tage
totes Herz bei Sonnenuntergang
Abendkühle läßt mich frösteln
Nebelgeisterspukgesang
Klagelaute aus den Wipfeln
halte meinen Atem an
doch es ist nur eine Eule
schreit, so lang sie denken kann

Dunkle Schatten kriechen langsam
durch Gehölz und Farn zu mir
sind schon fast in meinem Blute
Hilfeschrei ertönt nach dir
fremde Wesen tanzen Tänze
die die Menschheit niemals kennt
überall und nirgends sind sie
und mir ist der Weg verstellt

Tief im Dunkel dieses Waldes
leuchtet weiß ein helles Licht
dieses möchte ich erreichen
doch die Geister halten mich
nun seh ich bedrängt mein Leben
Geisterschemen dringen ein
Schritte kleben fest am Boden
wird endlich hier mein Ende sein?

Immer heller wird das Strahlen
leichter wird es mir ums Herz
längst verscheucht sind all die Schatten
Wärme mildert meinen Schmerz
seh` kein Blut mehr aus mir rinnen
fühl` mich warm und frei und leicht
bin seit langer Zeit ich selber
hab es endlich nun erreicht

Plötzlich schwindet dieses Strahlen
Schmerz durchzuckt mein ganzes Sein
blutigrote Farbe dreht nun
Kreisel tonnenschweren Steins
wache auf und hass` dich dafür
fluche dein Geschenk, das Leben
spüre wieder jene Schatten
samt den Schmerzen, die sie geben
Warum konntest du`s nicht lassen
zu verweigern mir das Licht?
Jahre sind bisher vergangen
doch die Sehnsucht in mir nicht.



geschrieben von: draculetta

stammel, weiß gar nicht WAS ich sagen soll, will aber irgendwas sagen, aber wieder einmal finde ich keine Wort für das erfühlte beim lesen des letzten gedichtes...



geschrieben von: draculetta

guten abend,
freut mich zu hören, daß es dir langsam wieder besser geht!

Mir gefällt deine art dich auszudrücken in deinen gedichten - deine wortwahl hat in meinen ohren einen sehr harmonischen klang, aber was für mich viel mehr von bedeutung íst. daß deine gedichte mich im innersten berühren...was nicht automatisch heißt, dass das positiv ist, manches tut weh, weil es wahr ist, aber das ist ok. ich habe nicht den anspruch an poesie, das sie schmeichelt, sondern dass sie viel mehr raum laßt, das innere zu refliktieren.

Gute Erholung und alles liebe



geschrieben von: SanguisDraconis

Hüterin der Dunkelheit

Sei mir gegrüßt, du Hüterin der Dunkelheit.
Laß deine schwarzen Schleier meinen Geist umwehen.
Wie zärtlich fühl` ich diesen Hauch auf mir.
Schick deine harten, fürchterlichen Schergen
zurück ins bodenlose Niemandsland,
und sorg` dafür, dass deine kleinen schwarzen Elfen
geleiten mich auf diesem unabänderlichen Weg.
Sehr lange schon hast du mir diesen Pfad bereitet.
Sei die Erlösung und der Anbeginn
von dem was war, und dem, was kommen mag.

Begleite mich in friedliche Gefilde,
wo in der Dämmerstunde feinste Nebel
den Vorhang weben zu der Stufe
für einen ersten Schritt ins Nichts.
Geliebte, fang mich auf
und trag mich sanft auf schwarzen Flügeln
hinab in tiefe Gründe deines Reichs.
Schon lange liegt dein Bann auf meiner Seele,
du bist der Ursprung und mein letztes Ziel.
Laß mich nun endlich mit dir eins sein
Sei mir gegrüßt, ersehntes Wesen,
ich bin dein.



geschrieben von: Onyx

so habe nun zeit gefunden mich deinen gedichten zu widmen. du hast wirklich eine erstaunliche ausdrucksweise und kannst die worte regelrecht "schweben" lassen.

hm mir fällt es schwer die richigen worte zu finden...

auch hast du sehr schöne themen gewählt, sehr melancholisch, aber eine gewisse schwermütigkeit verleiht einem gedicht auch das gewisse etwas wie ich finde.


wünsche dir noch viele ideen zum schreiben!

stiller gruß, onyx



geschrieben von: draculetta

einen schönen guten abend
um mit den worten eines freundes zu antoworten:

fremder geist im eigenen strudel
verwirrend, vertraut tauchen flügel ins blut
zerschneiden schwarzen nebel

dunkle grüße



geschrieben von: Onyx

sein froh, ich wäre dankbar für ein paar mehr ideen, sei es zeichnen oder dichten. oder läßt du dich durch irgendetwas inspirieren?



geschrieben von: draculetta

@onyx, bin einfach mal so frei und frech, dir zu sagen, wo her ich meine inspiration nehme - es ist schlicht das leben, die situationen, die mich innerlich tief berühren, muß ich nieder schreiben, auch wenn sich das bei weitem nicht so gut anhört, wie die worte von SanguisDraconis...*leider*
*neugier* - ich zeichne auch, was zeichnes du?

@SanguisDraconis, eben blut geleckt, werde auch weiterhin kommen....

euch beiden noch einen schönen abend



geschrieben von: SanguisDraconis

Lass es nie beginnen

Lange bevor es beginnt wird Seide zu Stein,
wird sich der Atem des Mescalin wie
süßer, giftiger Honig in die Seelen schleichen.
Der Schmetterling wird die Hornisse töten
und der Hase auf dem Feld
wird mit seinen Fangzähnen den Eber jagen.

Kurz bevor es beginnt werden Bäche die Quelle schänden,
werden die Blätter
mit ihrem grünen lebendigen Kokon die Bäume ersticken.
Die Maus wird den Adler pfählen,
die Schafe werden die Wölfe schlachten
und mit den blutigen Fellen um die Wette laufen.

Am Anbeginn wird Wasser zu Gift und Speichel zu Säure,
der Aufschrei der Gewalt wird die zarten Stimmen übertönen,
lauter noch wie Donnerhall wird er in den Ohren
der Liebenden dröhnen, die sich aneinander zerfleischen.
Die Täler werden die Berge bezwingen
und das Eis gefriert die lodernden Flammen.

Während dessen werden die unseligen Trommeln geschlagen
auf den Bäuchen der Schwangeren.
Blut wird zu Wasser und Gefühle zum Nichts
Die Gedärme werden nach außen drängen
und die Söhne ihre Väter köpfen

Danach werden lebende Leichname
durch die einsamen Straßen ziehen,
sich um den Dreck auf der blanken Erde balgen.
Sie werden mit ihren knöchernen Händen
nach jenen längst toten Schemen zu greifen versuchen,
die dieses ausgelöst haben,
lange bevor es begann.


23.07.2003 © Sanguis Draconis



geschrieben von: SanguisDraconis

Am Abgrund meiner Seele



Am Abgrund meiner Seele,
wo der blühende Garten deines Lebens einst endete
Ruhst du in deinem letzten Bett.
Ich war dein Engel des Todes.


Ein Nachtgewitter schlägt in die Erde,
Dunkelheit verschluckt den Regenbogen.
Ich steh vor deinem Grab
und verfluche das verlorene Leben.
Dämonen flattern heran,
beschatten mit ihren breiten Flügeln
meinen Blick auf deine letzte Rast.


Ein wilder Klagelaut dringt von meinen Lippen
Erschrocken senke ich die Stimme
Deine letzte Ruhe nicht zu stören.
Der Abendstern steigt auf
Und weckt Erinnerungen an schönere Tage.
Wo sind die Rosen?
Wo sind die Schwäne?
Wo ist unser Glück?


Das Becken meiner Seele ist leer und schwarz.
Aus fahlen Bäumen tropft der Nebel in mein Herz.
Geisterhaft huscht ein Kind durch die Abgründe meiner Seele.
Schweigsam zieht es durch die Gedanken meiner Pein.
Es pflückt Todeslilien,
die tief in namenlosen Schluchten wachsen.


Bald breitet der Schnee seine weißen Tücher aus
dann bin ich namenlos allein,
ich bin so müde, krank und tot
Gefangener der Hölle meiner Schuld.
Ein warmer Frühlingsstrahl,
er scheint nur selten
durch alle Panzer in mein Herz,
legt Balsam auf die schlimmsten Wunden auf
und hat doch niemals mehr die Kraft zu heilen.


© Sanguis Draconis



geschrieben von: Trauerwiede

Hallo

deine Gedichte sind zum sterben schön! *träum*
Leider habe ich nicht so viel Talent!
Hast recht das erste Gedicht von mir ist irgendwie nix geworden. Hatte keine Zeit mehr es zu überarbeiten!
Wollte nur schnell was mitteilen!
so zu sagen, mal hallo sagen. *g
Wenn du willst kannst du dir ja mein zweites Gedicht durchlesen, ich würde gern wissen was du davon hälst!?



geschrieben von: draculetta

es entsprang gestern nacht meiner feder *kritik*

- es wird still,
dir tropfen hören auf mein Antlitz zu benässen,
Wolken bersten,
die Finsternis zerreißt,
licht erstrahlt,
reineres mein Auge zuvor nicht erblickte,
schien hernieder auf mich,
wärme breitet sich aus,
Hoffnung wurde zu meinen schwingen
lautlos durch die luftgleitend,
verspürte Schwerelosigkeit
ein Blitz zuckt am Firmament und traf
die schwingen, lösten sich zu Millionen schwarzer federn,
welche langsam vom wind fortgetragen wurden
und ich fiel
in den tiefschwarzen nie enden wollenden Schlund
und fiel und fiel



geschrieben von: SanguisDraconis

hallo draculetta

die kritik hab ich dir in deine mehlbox gesteckt, die inspiration durch dein gedicht steht hier im Folgenden:


Stille


Stille senkt sich herab,
Regentropfen versiegen wie Tränen auf meinem Gesicht.
Wolken bersten, driften auseinander, die Finsternis zerreißt,
reinstes , strahlendstes Licht , niemals zuvor je erblickt,
blendet meine fiebrigen Augen ,
hüllt mich ein in zärtlich streichelnde Wärme.
Hoffnung, lautloser Schwingen gleich,
hebt ab zum schwerelosen Höhenflug.
Plötzlich durchzuckt ein Blitz
dieses strahlende, friedliche Firmament,
schlägt krachend ein in die lichtweißen Schwingen,
verkohlt, durchbohrt und zerfetzt sie,
um danach in einem abgrundtiefen Schlund
seine Ruhe zu finden.
Millionen schwarzer Federn treiben langsam
mit dem Wind nach Nirgendwo
und ich falle gleich dem Echo dieses Blitzes
in meine nie enden wollende, tintige Schwärze des Seins,
und falle, und falle, und falle......

(inspired by draculetta)



geschrieben von: SanguisDraconis

Die Sehnsucht in mir


Letztes Rot verlischt am Tage
totes Herz bei Sonnenuntergang
Abendkühle läßt mich frösteln
Nebelgeisterspukgesang
Klagelaute aus den Wipfeln
halte meinen Atem an
doch es ist nur eine Eule
schreit, so lang sie denken kann

Dunkle Schatten kriechen langsam
durch Gehölz und Farn zu mir
sind schon fast in meinem Blute
Hilfeschrei ertönt nach dir
fremde Wesen tanzen Tänze
die die Menschheit niemals kennt
überall und nirgends sind sie
und mir ist der Weg verstellt

Tief im Dunkel dieses Waldes
leuchtet weiß ein helles Licht
dieses möchte ich erreichen
doch die Geister halten mich
nun seh ich bedrängt mein Leben
Geisterschemen dringen ein
Schritte kleben fest am Boden
wird endlich hier mein Ende sein?

Immer heller wird das Strahlen
leichter wird es mir ums Herz
längst verscheucht sind all die Schatten
Wärme mildert meinen Schmerz
seh` kein Blut mehr aus mir rinnen
fühl` mich warm und frei und leicht
bin seit langer Zeit ich selber
hab es endlich nun erreicht

Plötzlich schwindet dieses Strahlen
Schmerz durchzuckt mein ganzes Sein
blutigrote Farbe dreht nun
Kreisel tonnenschweren Steins
wache auf und hass` dich dafür
fluche dein Geschenk, das Leben
spüre wieder jene Schatten
samt den Schmerzen, die sie geben
Warum konntest du`s nicht lassen
zu verweigern mir das Licht?
Jahre sind bisher vergangen
doch die Sehnsucht in mir nicht.


© Sanguis Draconis Juli 2003



geschrieben von: SanguisDraconis

WAHRE MACHT


WAHRER MACHT MUSST DU DICH BEUGEN
DEINE SEELE WIRD ZERSTÖRT
TODESKAMPF WIRD DAVON ZEUGEN
DASS DER SIEG GAR MIR GEHÖRT
MEINE KRALLEN WIRST DU SPÜREN
KOMM DOCH HER, JA, TRAU DICH NUR
EISESKÄLTE LÄSST DICH FÜHLEN
AGONIE AUF MEINER SPUR
WIRST NICHT ERSTE SEIN IM TODE
LIEBER SCHATZ, DAS GLAUBE MIR
GLÜHENDHEISSE FEUERLOHE
SENGT DAS LEBEN GANZ VON DIR
WENN DU DENKST, DU KANNST NOCH FLIEHEN
HAST DU BÖSE DICH VERTAN
WERD INS UNHEIL DICH NUN ZIEHEN
STEIG IN MEINEN HÖLLENKAHN
UND IN DIESES ABGRUNDS SCHLUNDE
WERD ICH DICH UMARMEN DANN
REISS DIR DEINE TIEFSTE WUNDE
WEIL ICH DICH DANN LIEBEN KANN



geschrieben von: SanguisDraconis

Ein Hauch von dir


Du hast meine schwarzen Schatten berührt,
mich unermüdlich mit deren stiller Zerstörung versöhnt,
den innersten Frost am Grunde meiner Seele erwärmt.
Deine Liebe war wie die Erlösung nach langer Dürre,
wenn Regen wie silbernes Öl
heilend auf die verdorrte Erde trifft,
und durch die Asche der Vergangenheit
die trockenen Samen wieder aufkeimen läßt.

Du ahntest immer mit deinem Herzen
das Nahen dieser dämmrigen Welt,
in der Zug um Zug jeder Lichtstrahl
an Kraft verliert.
Oft standest du einsam in deinem Kampf,
mich aus der Schlucht der Schatten ins Licht zu ziehen.
Doch du trotztest Tag für Tag deiner eigenen Qual,
die ich dir durch meine Stille bereitete.
So, wie die dürren Bergkiefern dem Sturm trotzen
und ihre Wurzeln tief in die rettende Erde schlagen.
Hingeduckt am verwitterten Felsen,
duldend Jahr um Jahr vorüberziehen lassen.

Du hattest keine Furcht vor meiner endgültigen Dunkelheit.
Du schöpftest mir Trost aus deiner unendlichen Mitte,
die alles ertrug und alles leicht machte,
wie der Wind, der den zarten Schmetterling
vor sich her trägt, ihn aber nicht zerbricht.
Heute noch spüre ich in den frostigen Nächten,
wenn die Schatten größer und die Seele kälter wird,
deinen wärmenden Hauch in mir.

Es ist, als ob du deine Hände auf meine Brust legst
und die Wärme deiner Liebe mein Herz erreicht.
Eines Tages, wenn die Schatten sich zwischen
diesen letzten Hauch und mein Herz stellen,
die eisigen nadelspitzen Zacken dieses ewigen Frostes
endlich ihren Weg gefunden haben,
mein Herz zu durchbohren,
dann werde ich mit dir wieder vereint sein.

Ich bitte dich,
nimm deine Hände von meiner Brust
und laß mich zu dir, Geliebte.

( für M. )


© Sanguis Draconis 09.07.03



geschrieben von: draculetta

:eek:

und ich dachte nach dem davor gelesenen wäre es verdammt schwer mich noch tiefer zu beeindrucken...aber...das tuen deine worte...



geschrieben von: draculetta

Hallo,
ich bezoge es auf "wahre macht" und auf "ein hauch von dir". du ich traue dir sehr viel zu, von daher überrascht es mich nicht sonderlich das du auch liebesgedichte schreiben kannst :) und was die Traurigkeit angeht, mein lebenswegbegleiter..... und nur weil dein Grundtenor die Traurigkeit ist, wird doch ein Liebesgedicht dadurch nicht schlecht! sondern vielmehr ergreifender!

dir noch ein schönes Wochenende



geschrieben von: draculetta

na das hört sich doch phantastisch an, genau das gleiche mache ich nämlich auch diese wochenende...:)



geschrieben von: SanguisDraconis

HÖLLENFRATZENLOBGESANG


ES BEDEUTET KRIEG ZU LEBEN
FEUERSGLUT DIE GREIFT NACH DIR
IN DIE HÖLLE WIRST DU SCHWEBEN
DEINE SEELE WIRD ZUM TIER
GEIFERND WIRST DU GANZ ZERRISSEN
QUAL DAS WIRD DEIN STERBEN SEIN
WENN DAS HERZ IST DANN VERSCHLISSEN
WIRD DEIN ENDE NAHE SEIN
DOCH DU WIRST BRUTAL GEHALTEN
IN DER SCHWARZEN DÄMMERWELT
LACHEND LABEN SICH GESTALTEN
WENN DEIN SCHREI DURCH WELTEN GELLT
LASSEN DICH NICHT EINFACH STERBEN
HAUT UND BLUTLOS BIST DU LANG
SETZEN DIR NOCH TIEFE KERBEN
HÖLLENFRATZENLOBGESANG
DIE ERLÖSUNG WIRD NICHT KOMMEN
SCHREI BIS STIMMBAND DIR ZERREISST
HAST DU GAR NICHT WAHR GENOMMEN
WIE DER HÖLLE LOBLIED HEISST
IMMER MEHR UND IMMER WIEDER
IST DIE FOLTER DEINE QUAL
DRÖHNEN DIR DIE SCHWARZEN LIEDER
WAHNSINN WIRD DEIN TODESMAL
WENN DU DANN GEZEICHNET BIST
DENKST DU DIR JETZT IST ES AUS
DOCH DIE HÖLLENSÄURE FRISST
DEN LETZTEN REST IN TEUFELS HAUS


© Sanguis Draconis 06.08.2003



geschrieben von: SanguisDraconis

Alpha und Omega


Wenn das Universum den letzten Todesschrei auf diesem Planeten Vernommen hat, werden mächtige Gesandte kopfschüttelnd durch die graue Asche wandern.
Sie werden ihre Hände bis zu den Handgelenken eintauchen in diese schmierige Schicht und die Asche prüfen.
In ihrem Geist werden Bilder entstehen, von Menschen, die in ihren letzten Stunden alles das, was noch über war an Menschlichkeit, ablegten. Menschen, die ausgezehrt und ausgetrocknet als lebende Leichname schlangengleich über den dürren Boden krochen, in der Hoffnung, irgendwo noch etwas Wasser , ein wenig Leben zu finden, nachdem die Flüsse, Seen und Meere verdampft waren.
Sie werden spüren, wie diese letzten Fossilien der Gattung Mensch sich mit ihrer allerletzten Kraft aufeinander warfen, um sich mit ihren hautlosen Krallenhänden gegenseitig das magere Fleisch aufzureißen , um an das letzte Nass dieser Welt zu gelangen: das Blut ihrer Mitsterbenden. Menschen, die nichts mehr gefunden hatten als roten Staub und einen qualvollen Tod bei ihrer letzten Suche.
Sie werden Visionen haben von einem seltsam schönen blauen Planeten, der jetzt nur noch rot und tot ist, und in derselben feindlichen Sonne verglüht, die früher einmal sein guter Freund war.

Von irgendwo her werden sie ein Rascheln hören. Das letzte Geräusch, das auf dieser Welt noch zu hören ist.
Eine riesige Schlange wird aus dem verkohlten Gerippe eines verbrannten Waldes gekrochen kommen. Diese mächtigen Gesandten werden sich mühelos mit dieser Schlange verständigen können, denn sie sprechen die gemeinsame Ursprache.
Und die Schlange wird sagen:
„Was habt ihr erwartet?
Es ist ein würdiges Ende.
Durch mich hat es begonnen,
durch mich hat es geendet.

Ich bin Alpha und Omega!“



geschrieben von: SanguisDraconis

Mondlichtstreifen

Im Silberschein des Mondes werden dunkle Welten heller.
Jahrhunderte bekommen diesen Schimmerglanz.
Der Zeitenstrudel dreht sich immer schneller,
die Seele sehnt sich nach dem allerletzten Tanz.

Du tauchtest ein in Schichten dunkler Sphären,
ich wollte folgen, doch etwas ließ mich nicht.
Zog mich zurück und dich geradewegs zum Licht,
ließ die Erinnerung an dich verklären.

Der volle Mond steht nun in meinem Herzen,
doch dessen Schimmerglanz ist matt.
Der Schein millionenfacher Kerzen
gibt wenig mehr an Licht nur ab.

Wo ist das Pendel, das die Zeiten wandelt?
Erlösung bringt von dieser dunklen Welt.
Das Ruhe in sich birgt und das Gemüt erhellt,
mich nicht mit schwarzer, seelenloser Pein behandelt.

Ich möchte folgen, möchte tauchen,
auf Mondlichtstreifen immer weiter hin zu dir.
Mein Leben geben, meine Liebe dir zuhauchen
gehärtet in Jaspis, Jade und Saphir.


01.10.2003

© Sanguis Draconis



geschrieben von: SanguisDraconis

Das Tier

Komm her und lass das ungebor`ne Tier dir zeugen.
Was wirst du bleich? Es hilft nun niemand dir.
Mit diesem Tier werd ich die Welt der Menschen beugen,
lass Königreiche sterben, komm zu mir.

Dein lockend Schoß wird schwarzes Leben mir entlassen,
wo willst du hin? Der Fluchtweg ist verstellt.
Du kannst mich gern von ganzem Herzen dafür hassen,
Maria wirst du neu für diese Welt.

Der dunklen Seite warst du seit jeher zugeneigt,
nun bin ich hier, was also klagst du jetzt?
Hast deinen Körper in einsam´ Stunden mir gezeigt,
ich nehm´ dich gern, denn du bist unverletzt.

In tiefster Hölle, hinter unsagbar finstrem Schlund
hab ich das schwarze Lager dir bereitet.
Choräle der Dämonen tun nun die Hochzeit kund
du wirst von meinem Willen hingeleitet.

Empfang den Kuss des für dich einzig wahren Gatten,
ich spüre, wie dein Herz zu Eis erstarrt.
Dein Körper lebt nun unter unvergänglich Schatten,
Die Lust mit unvorstellbar´ Angst gepaart.

Die Seele nehm´ ich mit in schrecklichste Verliese,
die keines Menschen Rechnung je gezählt.
Ab heute wirst du wandeln auf der schwarzen Wiese,
freu dich! du wirst vom Satan selbst erwählt.


(für U. als Geschenk)

© Sanguis Draconis 12.03.2004


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zu diesem text gibts auf meiner page auf der erotik-seite noch eine zweite fassung mit etwas weniger feiner wortwahl und ein bild von Razorback passend dazu. urteilt selbst, welche fassung die bessere ist.

Kritik und Meinungen zu diesem Text bitte hier rein:

Blutdrachen - Texte , Kritik erwünscht



geschrieben von: SanguisDraconis

Weite Fesseln

© Sanguis Draconis 22.03.2004




In dich selbst versunken lauscht du meinen Schritten,
ahnende Erregung durchfließt deinen Schoß.
Nicht mehr lang und du wirst mich endlich bitten
um Erlösung, dein wollüstig Sehnen ist groß.

Gebundene Hände, gebundene Beine,
so sitzt du in banger Erwartung vor mir,
die Augen bedeckt, bist du nun ganz die Meine,
Verlangen wächst wie heiße Lava in dir.

Ich nähere mich leise, berühre die Haut,
die mir´s zärtlich mit wohligen Schauern dankt.
Ich streichle zum Zentrum und nun stöhnst du laut,
fordernd Ton sich um meine Gier nach dir rankt.

Du versuchst dich zu winden, stark ist die Fessel,
in weiter Ferne noch deine Erlösung steht.
Prüfende Hände entfachen den Kessel,
um den immer weiter dein Sinnen sich dreht.

Dein Zunge ist ähnlich wie die der Schlangen,
lässt die Härte an mir schon fast explodier´n.
Dein weicher Mund will nun endlich alles empfangen,
doch ich will dich noch nicht zur Erlösung führ´n.

Aus Feder wird Peitsche, ich kenn´ deine Gier,
ich weiß doch genau, was du fühlst, was du denkst,
die dunkle Seite verschwimmt mitten im Hier,
dann nehm ich, was du jetzt in Wollust mir schenkst.


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Dieser Text ist nach Inspiration von einem Bild von Sperlonga entstanden. Ihr findet das Bild auf meiner page auf der Erotikseite unter dem Gedicht. Ebenso gibts zu diesem Bild in meinem Forum (zu erreichen über den Button auf meiner Startseite) eine kleine Anzahl Texte von anderen Autoren, die sich ebenfalls inspirieren ließen. Ihr findet Bild und Gedichte im Forum unter der "Schwarzen Zone" und da in "Erotik". Jeder, der das Passwort für dieses Board möchte, und über 18 Lenze ist, möge es bei mir anfordern. (ins Forum selber könnt ihr euch auch als "Gast" einloggen, wem eine registrierung zu mühsam ist. Freuen würde ich mich aber schon über Neuzugänge)

sanguis.draconis@gmx.de



geschrieben von: SanguisDraconis

Wunsch und Erfüllung


Ich spüre wie dein Verlangen steigt,
du weißt, mein Wille geschehe.
Zieh dich langsam aus für mich,`
Umdreh´n, damit ich dich sehe!

Sanfte Berührung deiner samtenen Haut,
ganz langsam verstärk´ ich den Druck.
Sieh´ mir in die Augen, mein Schatz!
Durch deinen Körper geht ein Ruck.

Taste mich vor in dunkelste Zonen,
nicht nur am Leib, sondern auch im Geist.
Verbind dir die Augen mit samtweichem Band,
ich weiß, wie deine Sehnsucht heißt.

Offen für mich liegst du nun vor mir,
willig, doch ich lass dich leiden.
Du windest dich fordernd, schlangengleich,
an deinem Anblick kann ich mich weiden.

Mache dich heiß, doch lasse mir Zeit,
Eiswürfel bremst deine Schauer.
Feurige Küsse auf nasser Haut,
deine Lust durchbricht fast die Mauer.

Flehst du mich an, wird es nichts nützen,
Blut nun zum Kochen gebracht.
Begierde am siedenden Höhepunkt,
du ergibst dich erneut meiner Macht.

Erst kommt der Schmerz, dann die Erlösung,
du weißt, es wird immer so sein.
Lust und Qual sind so eng beieinander,
du hast lang schon erkannt, du bist mein.

Ich löse die Fesseln, werd´ nun eins mit dir Göttin,
dir Gespielin, dir Sklavin, alles für mich.
Mein Sinnen ist deine Lusterlösung,
ich geb´sie dir gern, ich verehre dich.


© Sanguis Draconis 17.03.2004


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Kritik und Meinungen zum Text bitte hier rein:

Blutdrachen - Texte , Kritik erwünscht


Extra ausgesucht zu diesem moderaten Text gibts auf meiner Page ein seeeeeeeehr moderates Bild von Sorayama dazu. Beides auf der Erotikseite zu finden von:
Blutdrachenland



geschrieben von: SanguisDraconis

Dein wahrer Weg


Geliebte Sklavin wirst du sein, dein Körper wird vor schwarzer Lust erbeben,
der Geilheit Schranken reiß ich ein wie einen alten Steg,
du wirst die pure, nackte, ungeschminkte Wahrheit leben,
kommst erst du mit auf meinen abgrundtiefen dunklen Weg.

Die Wahrheit, welche deines Wesens wahren Kern verborgen hält,
sie macht sich endlich frei, will nunmehr ganz entfesselt sein,
du wirst am Kreuze der Begierde hängend ausgestellt,
das blutig Mal auf deiner nackten Brust ist jetzt schon mein.

So brich den heilig Kreis und lass dich sinken, treiben, halten,
bekommst Erlösung durch die Unterwürfigkeit dafür,
ich werde deinen willig Körper und die Seele spalten,
du wirst dich winden unter Qualen meiner geilen Gier.

Die Gier und mehr wird glühend heiße Löcher in dich brennen,
der Höllenschlünde tiefste Sünden werden alle dein,
dein Schoß wird flehend nur mehr noch die wilde Geilheit kennen,
und alle Scheiterhaufen werden angezündet sein.



© Sanguis Draconis 31.03.2004

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Kritik und Meinungen zum Text bitte hier rein:

Blutdrachen - Texte, Kritik erwünscht

Auf meiner page auf der Seite "Erotik" gibts zu dem Gedicht ein passendes Bild, das mich zu diesem Text inspiriert hat. Zur page gelangt ihr über nachfolgenden link:

Blutdrachenland



geschrieben von: SanguisDraconis

ROM

Gottkaiser bin ich nun aus meiner Hände Gnaden,
der Erdkreis, selbst die eigne Mutter sind nun mein,
der Tod des Vaters war dem hehren Ziele dienlich,
Wen dauerts? Nun hab´ ich die ganze Macht allein.

Die Schlange einer Mutter riss ich von meiner Brust herab,
die Gattin und der Bruder sind zwar ungeliebt noch da,
doch werden sie sich auch im hinterhältig süßen Gift verfangen,
ist´s erst vollbracht, dann wird die tiefste, reinste Sehnsucht wahr.

Nun nehm´ ich endlich mir die allerärgste Buhle,
die hier zu meinen Füßen weit ausgebreitet liegt,
ich werd sie schamlos kleiden, werd sie lüstern nähren,
vom roten tödlich Stoff, der alles nimmt und alles gibt.

Sie wird an vielen ihrer Enden hilflos brennen,
und ihre züngelnd Fackeln werden flüchtend Menschen sein,
die schrecklich´ Schreie, die dann himmelwärts getragen,
sie dringen lusterfüllend in mein Herz hinein.

Das Blut an meinen göttlich Händen ist wie Honig,
gar süß und schwer, doch frei von aller ird´schen Last,
werd´s über die Geliebte meiner Träume schütten,
wie Regen der Erlösung auf einen zunderdürren Ast.

Ich werd sie formen ganz nach meinem eignen Willen,
ein gottgeschaffnes Kunstwerk wird entstehen für alle Zeit,
nur sie kann in der Tiefe mein Verlangen stillen,
denn dies wird lodernd brennen bis in die Ewigkeit.


Lucius Domitius Ahenobarbus
* * * * * * Nero Cäsar * * * * * *


© Sanguis Draconis 02.04.2004

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Meinungen und Kritiken zum Text bitte hier rein:

Blutdrachen - Texte, Meinungen und Kritik



geschrieben von: SanguisDraconis

Blutige Träume ?

Hör´ nur, wie die Glocke schallt
durch den dichten schwarzen Wald.
Mitternacht ist eben durch
und ich spüre deine Furcht.
Ausgestreckte Arme, Beine,
um die Brüste eine Leine,
festgebunden an den Eichen,
werde dich mit Qual bestreichen.

Meinen Hass, den wirst du fühlen
Ja, ich werde mit dir spielen,
wie mit dir noch nie geschehen,
du wirst andere Welten sehen,
blutigrot vor Schmerz und Scham.
Wie fühlt sich denn mein Messer an?
Benützt bisher zum Muschelbrechen,
hier soll es ganz dem Zweck entsprechen.

Die eine Perle werd ich schneiden
und du wirst wahren Schmerz erleiden.
Ohne Zunge schreit sich´s schlecht?
Jetzt wär´ dir der Tod schon recht?
Langsam nur, hab keine Eile,
so was dauert seine Weile!
Schöne, zarte Haut in Stücken,
ich darf näher an dich rücken?

Damit kein Tropfen kostbar´ Saft,
mit dem dir schwindet Lebenskraft,
umsonst und ungeleckt zu Boden fällt.
Bist du denn schon in meiner Welt?
Wie siehst du sie ganz ohne Augen?
Willst du mir nun endlich glauben,
dass alles Leben doch nur Schein,
nur purer Schmerz erlöst allein

dich bald von allen deinen Plagen.
Mir kannst du heute alles sagen
was du dir auf die Seele schreibst,
doch ohne Stimmband, du verzeihst,
ist nur etwas Gestammel drin,
doch sei beruhigt, ich kenn den Sinn.
Der Schnitt am Hals, der steht dir gut,
besänftigt wenig nur die Wut.

Dein Herz springt immer aus dem Takt,
stört Fluss und Ebenmaß des Katarakt
aus deinem Blut und meiner Lust,
ich glaube, nun kommt bald der Schluss
akkord, den ich dir recht gerne schenke.
Gestatte, dich möcht´ich freudig lenken,
aus blutigroten- in die schwarzen Zonen,
in denen ungeschriene Bitten wohnen.

Doch vorher werd ich´s sehr genießen,
ich will mich ganz in dich vergießen.
So dass mein Saft dir sei Begleiter,
auf deiner gnädigen Todesleiter.

© Sanguis Draconis 03.05.2004



geschrieben von: SanguisDraconis

Wandlung

Blasse Haut gebiert die Schwingen,
allgewaltig, Teufelskind.
Diese Male sind die Zeichen,
dass wir andersartig sind.

Uns´re Art, die lehrt euch Qualen,
Klauenhände, Schuppenkleid.
Wir zerfetzen eure Seelen
wenn das Fleisch von Haut befreit.

Uns´re Zunge ist gespalten,
triefend, trunken durch das Blut.
Feuerlohen sind die Küsse
und der Mensch vergeht zur Glut.

Deine Seele wird vereisen,
klingenscharfer Todesblick,
lässt dein Leben dir gefrieren,
mein Gehörn bricht dein Genick.

In der Hölle tiefster Schlünde
stampft mein Fuß den Überrest.
Bist nicht Braut von einem Engel,
Beute fürs Dämonenfest.


© Sanguis Draconis 23.07.2004


http://www.beepworld.de/memberdateien/members48/sanguisdraconis/azraelinvoked.jpg
© Razorback


Die inspiration zu diesem text kam vom gleichnamigen gedicht von skaldenblut, zu finden auf meiner page "Blutdrachenland " auf der seite "tiefschwarz" gleich im anschluss an meinen text



geschrieben von: SanguisDraconis

Reiner Regen


Dunkle Wolken treiben ziellos,
schwer an Regen
kommt die Nacht.

Einsamkeit zieht ein hier unten,
graue Strassen,
niemand macht

Mühe sich jetzt stehn zu bleiben,
Autos rasen
schnell nach haus.

Das Wasser spritzt mit Dreck vermischt
und die Seele
kotzt sich aus.

Kleine Tropfen glänzen schimmernd,
ist doch nur das
Neonlicht.

Klein bin ich, nicht mehr zu sehen,
Kopf nach unten,
kein Gesicht.

Regen fällt auf mich hernieder,
Kleidung, Haare
durchgeweicht,

erheb den Blick zum Himmel hoch,
langes Warten,
federleicht.

denn mein Sehnen nach dem einen,
reinen Tropfen
ist vorbei,

Leben strömt aus mir in Bächen,
mit dem Regen,
ich bin frei.



(C) Sanguis Draconis

(inspired by angelcry)



geschrieben von: SanguisDraconis

Dämonenfutter


Welche kühle Hand lindert das Fieber auf meiner Stirn?
Eingegraben im Faltensaum meiner Seele warte ich.
Blicklose Augen sehen die Kälte der Gefühle
während fingerlose Hände die Gedanken streicheln.

Halt! Stopp! Wandert nicht weiter, hört auf zu bohren!

Kühler Atem, wie Pfefferminz so rein schlägt um in fauligen Moder.
Heißer Höllenatem schnürt mir die Kehle zu.
Werde zerstückelt in blutige Einzelteile,
die fein säuberlich getrennt nach Fleisch und Geist
aufgespießt werden auf Dörrstangen der Ewigkeit.

Halt! Stopp! Tötet mich schneller, vollendet das Werk!

Ihr habt die Seele übrig gelassen.
Schneidet aus ihr schwelende Scheiben heraus
für den fettigen Brotbelag des Schicksals.
Dreht alles zusammen durch den Fleischwolf der Hölle
und füttert damit eure neugeborenen Dämonen.

Doch halt! Stopp! Etwas wird der jungen schwarzen Brut als ungenießbar aufstoßen:

Der Gedanke meiner Liebe an dich.



© Sanguis Draconis



geschrieben von: SanguisDraconis

Sodala, warum sollte hier in den Nachtwelten nicht auch mal ein Weihnachtsgedicht stehen?
Deswegen lest hier an dieser Stelle:

Ein übles Weihnachtsverbrechen ( Teil eins )

Der Weihnachtsmann verlor die Mütze,
vor seiner Werkstatt in der Pfütze.
Es leuchtet rot, weit in die Ferne,
ein Hase sah´s, der ach so gerne
den Anarchisten hing heraus,
er mochte nicht den Nikolaus.

Um sich zu leicht nicht zu verraten
zieht dann der üble Hasenbraten
´ne Maske um die Ohr´n, die schlappen
und welche aneinander pappen.
Und im Gemüt sind von der blanken,
der Wut, beseitigt alle Schranken.

Ja, diese pudelnasse Mütze,
die will der böse Hasenfritze
um jeden Preis sein eigen nennen,
er muss nur schnell zur Pfütze rennen.
Er hebt sie auf, (man hört es läuten)
erfreut, die Felder auszubeuten

auf denen die Geschenke reifen.
(denn die begehrt er abzugreifen)
Dazu braucht er den Weihnachtsschlitten,
der ist geparkt nach alten Sitten,
ganz hinten drin im Rentierställchen.
(Ganz plötzlich juckt ihm eins der Bällchen)

Er kratzt sich flugs und sprengt die Kette,
der Stalltür mit `ner Glaspipette,
in welcher Säure. (ganz die reine)
Im Stall setzt er dann so zum Scheine
die Mütze auf zu Täuschungszwecken,
denn heuer will er ums Verrecken

dem Weihnachtsmann die Tour versauen.
Jetzt endlich geht´s ans Schlittenklauen.
Das Rentier mit der roten Nase
entleert grad schnaufend seine Blase
und guckt ihn ganz entgeistert an,
DAS ist doch nicht der Weihnachtsmann.

Der Hase nun mit viel Getöse
spannt an und gibt sich keine Blöße.
Seit Ostern hart geprobt wie Sau
kennt lang er jeden Griff genau.
Der Schlitten fliegt nur wenig später,
entführt von unserem Übeltäter

auf die Geschenkefelder weiter.
(Der Hase ist im Herzen heiter)
Er erntet ab ganz schnell die Gaben,
und packt sie alle auf den Wagen.
Danach er schwebt recht froh nach Hause
und gönnt sich fröhlich eine Brause.

Der Weihnachtsmann erhält am Morgen
´nen Brief zu seinen anderen Sorgen.
Was drinnen steht? Ein starkes Stück:
hättst gern den Schlitten du zurück,
so schick mir bis zur Weihnachtsfeier

ganz einfach zwei Millionen Eier!



Ein übles Weihnachtsverbrechen ( Teil zwei )

Dem Nikolaus sein Bierchen schmeckt
und doch hat er jetzt gleich entdeckt,
dass seine Mütze fehlt am Schopf
denn ihm ist kühl so auf dem Kopf.

Zur selben Zeit ein Wichtelmann
zeigt unsern Hasen sogleich an,
im Polizeibüro der Stadt,
was er so mitbekommen hat.

Ne Elfe schreibt das Protokoll,
(Nur ist das ja von Fehlern voll).
Sie ist erst zwanzig Tag im Dienst
und denkt, Sie hört ein Hirngespinst.

Ein Hase soll den schönen Schlitten,
(Sie rückt ins Licht die eignen Titten),
gestohlen haben diese Nacht,
ganz selten hat sie so gelacht.

Sie fragt den Wichtel ob er säuft,
(und denkt sich, wenn sich dieses häuft,
dann kündige ich sicher bald.
Was ist denn los in diesem Wald?)

Der Wichtel, gram, da schwer beleidigt,
sich tapfer gegen sie verteidigt.
Er hätt noch nie nicht was gesoffen,
ihr Urteil hat ihn schwer getroffen.

Voll Temp´rament fällt er vom Stuhl
und wälzt sich rum wie Sau im Pfuhl.
In dieser Stellung schaut der Bock,
dem Elfchen untern kurzen Rock.

Das, was er sieht, macht ihn ganz geil
und wirkt sich aus auf manches Teil.
Die Zipfelmütze sich erhebt
und auch der Zipfel ohne Mütze bebt.

Die Elfe quietscht, der Wichtel stöhnt,
(ist mit dem Hasen fast versöhnt)
wird weggezogen von der Kleinen.
(Ist mit sich selber nun im Reinen)

Dies Schauspiel wird nun unterbrochen,
der Nikolaus kommt reingekrochen
und lallt mit allerletzter Energie
„m Schlttn is entfrt, vrsei ich niiiii“.

Die Wichtel ziehen ein die Spitzen
von ihren Ohren, denn sie schwitzen.
Was tun mit einem vollen „Niko“?
Sie ziehn ihn aus bis auf sein Trikot

und stecken ihn in eine Zelle
damits in seinem Geist wird helle,
zumindest bis zum Weihnachtsmorgen,
sonst haben sie noch größere Sorgen.

Der Spanner wird nun ernst genommen
und darf jetzt gleich noch einmal kommen,
(Was denkt ihr nur, nur zum Vernehmen)
Gemächlich lässt er sich bequemen

den Vorfall nun genau zu schildern.
(Die Untat lässt sich nicht vermildern)
Entsetzen macht sich breit wie nie,
das ist doch pure Anarchie.

Sofort spannt man die Hunde an,
(dass´ schneller geht, gibt´s Lebertran)
und schwärmt gleich aus, sei´s noch so spät,
zu retten noch, was irgend geht.

Doch gar nicht weit, so hinterm Busch, dem kahlen,
da sieht man einen Rotbemützten strahlen.
Gar hämisch lacht ein Has´ auf diese strömend Meute.
Wer ist jetzt nun des Wahnsinns fette Beute?



http://www.beepworld.de/memberdateien/members48/sanguisdraconis/weihnachtshase.gif



geschrieben von: SanguisDraconis

Ein übles Weihnachtsverbrechen (Teil 3)


Der Nikolaus, ganz gramgebeugt
schlurft heimwärts just am Morgen.
Er denkt an Rudi und den Rest
der Rentierschar und macht sich Sorgen.

Zuhause dann, da grübelt er
warum der Hass vom Hasen.
Sein Elfchen liegt noch fein im Bett,
er lässt sich einen blasen.

Urplötzlich hat er DIE Idee,
er schiebt das Elfchen fort,
springt aus dem Bett und schreitet schnell
an einen ganz besonderen Ort.

Es ist das Briefarchiv im Keller,
wo seit, so lang es Wünsche gibt,
die Weihnachtslisten aufgehoben.
( Ein Ort, den Niko wirklich liebt. )

Es sind die Wünsche aller Wesen,
egal ob Mensch, ob Gnom, ob Tier,
hier müsste sich was finden lassen,
der Schlüssel zu des Hasen Gier.

Die Wut steigt wieder hoch im Niko,
als er an dies Verbrechen denkt.
Er sieht im Geiste Hasenbraten
mit dunkler Soß´ in Bier geschwenkt.

Er schnauft tief durch um ruhig zu werden
und wühlt sich durch in jedem Sack,
flucht innerlich auf diesen Saustall,
und nimmt sich vor, dann dieses Pack

von Wichteln sich zur Brust zu nehmen,
dass endlich mal nach langer Zeit,
die Ordnung wieder einzieh´n möge.
( Big Santa ist nun kampfbereit )

Im letzten Winkel findet er,
( die Uhr schlägt grade viertel Vier )
in einem bröseligen Sack
nen Brief vom Hasenungetier.

Der Brief ist viele Jahre alt,
vergilbt, mit großen Schimmelflecken,
die auf den großen Tränentropfen
von Hansi Hase sich erstrecken.

Big Santa liest, sein Herz wird milder
und seine wilde Wut verraucht,
im kurzen Brief, ganz schön gezeichnet,
steht, was der kleine Hansi braucht.

"Ach lieber Niko sei so gut
bring mir ein Brüderlein,
die andern haben viel Geschwister,
nur ich bin immer noch allein.

Ich trete Papas schweres Erbe
als Osterhase nächstens an,
ich bin mir sicher ich kann´s nicht
so ganz alleine schaffen dann.

Ich fühl mich richtig einsam hier,
mit dieser großen, schweren Pflicht,
und so ein kleines Brüderlein,
ist sicherlich auch teuer nicht".

Den Wunsch hat er damals verschlafen
und Jahre später rächt sich das.
Der Niko wischt verschämt ein Tränlein
vom Auge und er denkt sich was.

Am Weihnachtsabend liegt ein Körblein
vor Hansi Hases Türe dann,
darin man außer einem Briefe
zwei braune Pfoten sehen kann.

Es klopft, der Osterhase öffnet
und findet beides, trägts herein,
In diesem Brief da stehts geschrieben,
"Nun ist es nicht ein Brüderlein,

mein lieber Hansi Hase, sondern
ein Söhnchen für dich ganz allein.
So bild ihn aus zum Osterhasen,
er wird ein guter Schüler sein.

Es tut mir leid, dass so viel Zeit nun,
seit deinem Wunsch vergangen ist,
und weißt du was, an Ostern rum
leih ich dir dann für kurze Frist,

den schönsten aller Osterschlitten,
dann geht die Arbeit schnell voran.
Doch sei so gut und bring mir schnell,
die Rene mit dem Schlitten dran.

Es grüßt dich froh, der Weihnachtsmann!"


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geschrieben von: SanguisDraconis

Schlachten und andere Kämpfe

Ganz früher, zu den strengen Herrschaftszeiten
Da gab's so manchen Kampf um große Lehen.
Man konnte Schwert und Rüstung blitzen sehen
und manchen großen Krieger grabwärts reiten.

Doch nicht nur Tod hielt Rast auf allen Seiten,
man sah bei Hof die bunten Fahnen wehen
und Herr und Maid und Narr gemeinsam stehen,
am großen Spielplatz bunter Eitelkeiten.

Des Nachts sind losgelöst die straffen Mieder
der züchtig Mägdlein, die erhitzt es wagen,
um ihrerseits mit Einsatz schönster Glieder,

die Ritter in den kleinen Tod zu jagen.
So tobt der Kampf bis heute immer wieder,
anstatt Fanfaren hört man süßes Klagen.)



geschrieben von: SanguisDraconis

Versteinerung

Im Herzen bin ich stetig müd´ und finde weder Rast noch Ruh.
Durch meinen Körper fließt die Traurigkeit, sie schnürt die Kehle zu.
Des Lebens grausig lange Wanderschaft erfüllt mich nicht mit Stolz,
Gefühle sind schon lange tot, mein Körper fühlt sich an wie Holz.

Ein Holz, das langsam steinern wird, mit bleichen Adern tot und leer,
das Blut hat sich schon längst verdickt und Sirup fließt so leicht nicht mehr.
Er klumpt und ballt sich dort tief drin, wo früher Herz und Leben war,
aus Müdigkeit wird Agonie, die Seele jeder Regung bar.

Das Einzige, was in mich dringt, ist der Gedanke nur an dich,
vertreibt ersehnten Tod und lässt das Leben weiter zu für mich.
Macht es erträglich hier zu sein auf dieser ungeliebten Welt
und ist für mich der Rettungsanker bis der letzte Vorhang fällt.



geschrieben von: SanguisDraconis

http://www.beepworld.de/memberdateien/members48/sanguisdraconis/tsunami2b.jpg



geschrieben von: SanguisDraconis

Dunkles Blut


Sie hat ihr kleines Kind erdolcht, im Wäldchen hinterm Haus.
Ein Grab aus Moos und Rosenbusch, sie brach die Dornen aus.
Aus diesen Dornen wand sie sich den Rosenkranz für´s Herz,
und fest verschnürt, die Stacheln tief, spürt sie nun diesen Schmerz.

UND DANN UND WANN BÄUMT ES SICH IN IHR AUF !

Ihr Geist ist leer, ihr Geist ist fremd, sie stolpert heim im Wald.
Der Weg, der Weg ? Wo ist er nur? Sie weiß, es dunkelt bald.
Im Finstern kommen sie heraus, die Geister ihrer Qual.
Sie hat´s getan, sie hat´s getan! Sie hatte keine Wahl!

UND DANN UND WANN BÄUMT ES SICH AUF IN IHR !

Sie hört die Stimme tief in sich, mal Echo, zart und leis´,
mal laut und schwer wie Donnerhall, ihr Junge war der Preis.
Er ist der Herr, sie ist die Magd, sein Wille fordert Blut.
Vergießt sie es, dann liebt er sie, sie weiß, dann ist es gut.

UND DANN UND WANN BÄUMT ES SICH IN IHR AUF !.

Es kommt die Nacht, im Wald, im Geist, das Dunkel wird zum Tuch.
Verdeckt den Irrsinn, dämpft ihr Schrei´n, legt sich auf den Geruch
des Todes in ihr, an ihr, um sie her. Es kennt der dunklen Schwester Leid,
führt sie zum Abgrund ihrer Selbst, hinein, hindurch, zum Totenkleid

NUN BÄUMT SICH NICHTS MEHR AUF IN IHR !



geschrieben von: SanguisDraconis

Eisnadelkissen

Eingehüllt in dein Schweigen lausche ich ins Nichts.
Leere Räume, auch in mir, die eine eisige Kälte zusammenzieht.
Gefrierender Atem splittert hell erklingend in Kristallen zu Boden,
und sticht zuvor kleine, schmelzende Muster in mein müdes Herz.

Die letzten Gedanken erstarren in einem dicken Panzer aus Eis,
wunderschön ist das Licht, das noch von draußen sich bricht.
Dämmerung folgt langsam, Gesetz vom sich wandelnden Tag
und die Angst kriecht herauf, paart sich obszön mit der ewigen Nacht.

Starr und steif wird mein innerstes Selbst, löst sich träge vom noch zitternden Rest.
Eisnadelkissen entlassen die spitzen, gezackten Geißeln des Todes,
die mich zerhacken, zerfleischen, und doch so sehr willkommen sind.
Weg will ich fliegen, weit, weit weg. Alles ist gut, denn nur physische Trümmer bleiben zurück.





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