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Kunst kommt von Können...

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Magenta

oder was sagt Ihr dazu?

Liebe Grüße
Magenta



geschrieben von: fluchtraum

Nein.
Jemand, der ein phantastisches können hat, aber keine Ideen und kein Konzept und keine interessanten Gedanken, wird sein Leben lang nur Schrott oder bestenfalls Kitsch prodzieren, aber nichts was den Titel Kunst verdient hätte. So zumindest meine Sicht.

Für manche Kunstformen ist können, also das Beherrschen der Technik, sicher Vorraussetzung. Aber es ist nicht das einzige, was Kunst ausmacht.



geschrieben von: Seneca

Allerdings macht Können die Kunst aus.
Nimm zum Beispiel einen "Künstler" der keien Ahnung von Metall hat, er wird nie in der Lage sein, dem Material die Gewünschte Form zu geben. Stattdessen werden die "verunglückten" Werke als Kunst mit Hintergedanke, oder als Abstaktion bezeichnet. Von diesen "Künstlern" ohne jegliche fuundierte Grundkenntnis gibt es bereits genug.
Es gibt schon zu viele, die ihre Werke aus dem VHS Kurs als "Kunst bezeichnen.
Kunst kommt von Können, nicht von Wollen.
Mir graust es schon vor der nächsten Dokumenta.

C.R. gelernter Kunstschmied

------------------
>>> Pulvis et Umbra sumus <<<

[Dieser Beitrag wurde von Seneca am 14. Januar 2002 editiert.]



geschrieben von: fluchtraum

Ah... nein, 'können' macht nicht die Kunst aus - wie ich sagte, es ist EINE Vorraussetzung von Kunst, aber nicht die einzige.

Was abstrakte Kunst und ähnliches angeht, ja, das ist schwierig. Es gibt definitiv Werke, die solche Hintergedanken haben und abstrakte Kunst im besten Sinne sind. Es gibt aber leider sicher noch mehr, auf daß deine Aussage zutrifft. Verallgemeinerung in beide Richtungen halte ich für falsch, aber die Grenze ist oft recht schwer zu erkennen.

Gruß, der fluchtraum



geschrieben von: YelArizel

Dieses Thema überschneidet sich mit der Frage nach dem, was Kunst eigenlich ist...
Und so, wie diese Ansichten unterschiedlich sind, so werden auch hier die Ansichten sich trennen...

Für mich ist das Können eine Vorraussetzung, die erfüllt werden muß, aber ohne inspiration ist auch keien Kunst möglich.
Können ist als ein Bestandteil der Kunst, nicht aber ihre Grundlage.



geschrieben von: Mondragor

Tag,

ist Kunst nicht der Ausdruck der eigenen
Kreativität ? Und ist es nicht ein wenig
überheblich zu sagen das Kunst A besser als
Kunst B ist ? Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, auch wenn Ihr dies hier versucht. Klar brüsten sich viele Künstler damit auf Ihr Handwerk bis ins letzte Detail zu berherrschen, aber vergessen wir dabei nicht das Erfolgserlebnis, das Man/Frau beim Schaffen seiner Kunst hat ? Die Freude am Gestalten oder vielleicht Not, Sorgen, Ängste zu verarbeiten ?

Überheblichkeit,Eitelkeit und Neid begleiten Euch auf euren Wegen wenn Ihr denkt was besseres zu sein !





geschrieben von: Raeven

Kunst kommt von Können?
Sicher. Käme sie von wollen, hieße sie ja Wunst.
http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

Die Beherrschung des Handwerk ist m.E. Voraussetzung für die Schaffung eines Kunstwerks. Das meine ich nicht abwertend, aber nur eine gute Idee macht kein Kunstwerk aus. Viele Leute sind kreativ und phantasiebegabt, nur es geht eben um den Ausdruck dieser Eingebungen, nicht sie zu haben.

Sonst tritt das ein, was (wie ich glaube) Oscar Wilde so treffen beschrieb: "Er ist in vielem ein Genie, nur gerade in seinen Werken leider nicht."

Raeven

[Dieser Beitrag wurde von Raeven am 16. Januar 2002 editiert.]



geschrieben von: fluchtraum

Ich stimme dir zu, Raeven.

@Mondragor: Du verstehst mich falsch, wenn du glaubst, es ginge darum, etwas besseres zu sein... aber da diese Diskussion von dem ursprünglichen Thema wegführt, habe ich meine Meinung mal in einen neuem Thread dargelegt.
http://www.nachtwelten.de/ubb/Forum4/HTML/000009.html

Gruß der fluchtraum



geschrieben von: fluchtraum

@Mondragor

Ja, schade.... aber immerhin ein Posting hat er gemacht. Hmpf.
Erstaunlich, daß manche Leute sich die Mühe der Registrierung machen, nur um einmal zu meckern...



geschrieben von: Black Spike

Einmal etwas noch zum Topic

Für die Klärung des kulturellen Phänomens Kunst ist auch die etymologische Bedeutung des Wortes von großer Wichtigkeit, denn diese wird heute oft politisch manipuliert. Kunst ist ein Verbalabstraktum von können mit dem (ursprünglichen) Abstraktionssuffix -ti und dem Übergangskonsonanten s.

Der weit verbreitete Spruch Kunst kommt von können wird zwar heute von linken Kunsttheoretikern als faschistisch gebrandmarkt, weil auch Goebbels ihn aussprach, er ist aber etymologisch völlig korrekt. Sprachhistorisch falsch (dafür aber politisch korrekt) ist die heute übliche Ableitung des Wortes Kunst von jener indogermanischen Wurzel mit der Bedeutung "kennen" oder "wissen", auf die das Wort können zurückgeht. Solche indogermanischen Wurzeln und ihre Bedeutungen waren vor etwa fünftausend Jahren lebende Sprache und bereits längst in Vergessenheit geraten, als das Wort Kunst vor etwa 200 Jahren seinen heutigen Inhalt bekam. An der Bedeutung des Wortes können hat sich seit damals nichts geändert, weshalb die Aussage, daß Kunst von können kommt, voll gerechtfertigt ist. Der semantische Zusammenhang dieser beiden Wörter ist noch heute jedem Deutsch-sprechenden bewußt, was sich auch darin zeigt, daß Tätigkeiten beliebiger Art, die keine besonderen Fähigkeiten erfordern, häufig als keine Kunst bezeichnet werden. Ähnlich wie die Linken im Falle der Kunst könnte man argumentieren, daß Alter nicht von alt kommt, sondern von einer indogermanischen Wurzel mit der Bedeutung "ernähren".

(zitat aus: Kunst und Pseudokunst von Dr. Marcus Gossler)





geschrieben von: kleine Joe

Kunst kommt von Phantasie!

Joe



geschrieben von: Fallen-Angel

Also, meiner Meinung nach ist Können wohl einer der wichtigsten Bestandteile der Kunst. Ich war letzte Woche in der "Monet und die Moderne"-Ausstellung in München. Ich muß sagen, ich war ziemlich enttäuscht. Nicht von Monet; mir gefällt Monet, auch wenn er immerwieder als oberflächlich beschimpft wird, weil seine Bilder keine tiefer Aussage oder Ausdruck haben. Ich finde Monet hatte Können, und hat es halt auch impressionistisch umgesetzt. Dagegen besizten viele Maler der Moderne, die ja ach-soviel Ausdruck habe, meiner Meinung nach null Können. Was soll ich mit der "super" Idee einer völlig gelben Leinwand anfangen??Jeder Malerlehrling bringt sowas zustande; eigentlich überhaupt jeder, der grade gelbe Farbe und ne Leinwand zu Verfügung hat. Über solche "Künstler" könnte ich mich maßlos aufregen! Selbst meine Kunstlehrerin meinte, dass von uns im LK wesentlich mehr gefordert wird, als von den Künstlern selber. Meine Werke können z.B. technisch völlig richtig sein; ich bekomme trotzdem weniger Punkte, weil sie hier schonwieder der Meinung ist, es sei zu "Dekorativ", eben wieder nicht tiefsinnig genug. Ist eine gelbe Wand tiefsinniger? Davon abgesehen tragen bei uns auch die kleinsten Mängel zu schlechterer Benotung bei; bei einem Matisse ist eine völlig Wirre Komposition und eine augenschmerzende Farbkombination natürlich wahnsinnig toll, und einige Millionen Wert. Ich weiß nicht, ich komme mir völlig verarscht vor. Ein Beuys scheißt in ein Einmachglas, und bekommt Unsummen dafür? Ich muß ihn hierfür schon fastwieder bewundern, für die Kaltschnäutzigkeit, mit der er uns Menschen zeigt, wie dumm wir sind. Ich frage mich ernstahft: ist das Kunst? Ist nich ein Trompe l'oeil viel beeindruckender? Oder etwa die Stimmung in einem Werk Caspar David Friedrichs? Ich finde hier trifft sich Können mit dem Ausdruck; meiner Meinung nach ist wohl beides wichtig, sonst entsteht ein "totes" Bild; jedoch beeindruckt mich auf jeden Fall ein Realistisches Werk weit mehr, als etwa eine Gelbe Leinwand.


Fallen-Angel

------------------
"Stars, hide your fires, let not light see my black and deep desires"



geschrieben von: Black Spike

@Fallen Angel: *nick*

Ich kenne das auch noch aus meinem Kunst-LK und diversen Ausstellungs-besuchen wo ich einfach nicht viel anfangen konnte mit der mir so enthusiastisch präsentierten Kunst. Ich bevorzuge da einfach auch die alten Meister oder andere Kunst, der man die Arbeit ansieht, oder die auf mich einfach den gewissen Eindruck macht. Und diese Extrem-Farbflächen-Bepinselung und dann diese Lobhudelei mit der tieferen Bedeutung...natürlich kann ein Dr. der Kunstgeschichte o.ä. zu JEDEM Gegenstand stundenlang etwas erzählen, und da der Künstler selbst an den Bildern ja nicht so lange arbeiten muss (es sei denn er trägt wie ein mir bekannter Künstler eben 100 Schichten rote Farbe auf eine Leinwand - das ist dann ja nicht einfach rotgemalt, sondern gerötet über einen monatelangen Prozess...etc.) kann er sicher auch noch endlose Interpretationen oder Interpretationsmöglichkeiten zum besten geben. Das mag zwar polemisch klingen, aber es ist nun einmal meine Einstellung, die ich trotz wirklich viel Kontakt mit der modernen Kunst nicht ganz ablegen konnte.

Ich hab das Glück gehabt in meinem KunstLK trotz wechselnder Lehrkräfte jeden mit meiner Art von Kunst völlig befriedigen zu können, ganz egal was das Thema war http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif




geschrieben von: OrcaDesign

Zitat:
Original geschrieben von fluchtraum
Ah... nein, 'können' macht nicht die Kunst aus - wie ich sagte, es ist EINE Vorraussetzung von Kunst, aber nicht die einzige.


'Können' ist für mich überhaupt keine Voraussetzung dazu - sie ist nur das Handwerkszeug eines Künstlers, seinen Gedanken und Vorstellungen Form zu geben... aber nicht das eigentliche Kunstwerk!...

... kleines Beispiel: ein Orchester-Komponist kann unmöglich alle Instrumente, vorkommend in seinen Werken, spielen können...
Das Kunstwerk hierbei ist die fertige Musik, nicht daß er das Werk schreiben konnte, dazu war ihm zwar sicherlich seine musikalische Vorbildung zum Nutzen, aber die kann jeder erlernen.
Und wer spielt das Stück nun? Musiker, klar. Routinemusiker, die ihr Handwerk bestens verstehen... ihr Handwerk... auch das ist keine Kunst, sondern reine Übungssache, jeder kann es lernen, Noten abzuspielen (selbst mein PC kann das).
Was ist also das Kunstwerk gewesen?
Die gedankliche Leistung
Oder hab ich da jetzt einen logischen Fehler drinne gehabt ;)?!

Eine Kunst ist es, mit seinem Machwerken wem anders zu gefallen....

Gruß,
Orca



geschrieben von: Menedemos

Also ich habe unter "Kunst" zwei ziemlich verschiedene Vorstellungen, die leider beide nur denselben Namen haben.

Das eine ist das tiefe persönliche Bedürfnis, etwas zu erschaffen, schöpferisch tätig zu sein, sich zu verwirklichen u.s.w. Dieses Bedürfnis hat bei weitem nicht ein jeder Mensch und es ist anerkennenswert, egal, was dabei herauskommt. Dieser Begriff "Künstler" ist also eher auf die Persönlichkeit, den Charakter des Menschen bezogen als auf das Werk.

Die zweite Bedeutung des Wortes "Kunst" ist dagegen sehr werkzentriert. Dafür muß man ein Künstler im ersten Sinne sein, das ist eine notwendige Bedingung, aber keine hinreichende. Hier steht man voll im Konkurrenzkampf und muß größeres, bedeutenderes erschaffen als andere. "Künstler" in dem Sinne ist also der, der besonders Großartiges leistet.

Früher wurde immer nur der Künstler der 2.Kategorie anerkannt. Teilweise, wenn man nur auf das Werk schaut, zu Recht. Aber ich finde, allein das Bedürfnis, sich schöpferisch zu betätigen, ist schon etwas besonderes und sollte deshalb gewürdigt werden. Für eine Nivellierung, Relativierung jeder Kunst würde ich aber gleichwohl nicht plädieren. Besondere Leistungen haben schon das Recht, auch besonders gewürdigt zu werden - nicht zuletzt zum Vorteil der Kunst.



geschrieben von: Sinistre

*nochmal nach oben schieb*

Das kommt doch auch auf die Kunstform an, oder? Bei eher handwerklichen Kunstformen ist das Können, die Beherrschung der Technik ja eine Grundvoraussetzung... ein Kunstschmied muss schon Ahnung vom Schmieden haben.. Aber mit einem Fotoapparat und einem Auge für das richtige Motiv kann man sicher auch Kunst schaffen, ohne sich großartig mit der Technik auszukennen..

Ich hab mal einen Bericht über einen körperbehinderten "Maler" gelesen. Er war aufgrund seiner Behinderung nicht in der Lage, mit einem Pinsel umzugehen und hat deshalb seine Bilder am Computer erstellt. Ihm wurde von vielen die Eigenschaft des Künstlers abgesprochen - obwohl die Bilder wirklich gut waren. Wie seht ihr das?

Das wichtigste an einem Kunstwerk ist für mich die Idee, die dahinter steckt, und die Gefühle, die dadurch ausgelöst werden - und das funktioniert auch mit handwerklich nicht perfekt umgesetzen Werken. Andererseits würde ich auch ein gut gemaltes Bild nicht unbedingt als Kunst bezeichnen, wenn es keine weitere Aussage enthält als das dargestellte Motiv..



geschrieben von: Black Spike

Ich glaube, hier wird der persönliche Eindruck von "Kunst" durcheinandergebracht mit der semantischen Bedeutung von "Kunst". Zwar wird bei der Threaderöffnung danach gefragt, was man selbst dazu meint, aber natürlich hat da jeder seine eigene Meinung. Meine ist übrigens, das eine gute Idee in einem Kunstwerk durch eine gute Umsetzung viel mehr gewinnt, und ich selbst sehe mir lieber gut umgesetzte schlechte oder abgenutzte Ideen an als schlecht umgesetzte gute Ideen.

Liegt eben auch an meinem persönlichen Zeichenstil.



geschrieben von: Lacrima86

ich habe mir erlaubt diesen älteren thread wieder aufleben zu lassen, weil für mich es wichtig ist kunst nicht nur als können zu bezeichenen.....
meiner meinung kommt kunst nicht nur von können....natürlich ist es, wie schon gesagt wurde, sicherlich wichtig.....die gedanken können bilder malen und doch bringt man sie nicht zu blatt aus fehlendem können......es ist wichtig seine gedanken umsetzen zu können......
doch meine meinung nach hat es was mit fühlen zu tun,.....leben......seine gedanken ausleben!
man kann praxis noch so gut beherrschen.....was nützt dies wenn man doch sonst nichts hat...wenn es einem sonst an phantasie fehlt.......natürlich will ich damit nciht sagen, dass man entweder nur das eine oder andere haben kann......aber praxis allein führt nicht zu kunst unbedingt.
das stört mich schon....können und kunst.....dies zu vereinen! wohl angemerkt kann man sagen derjenige hat wirklich ein künstlerisches können. aber meiner empfindung nach ist können sowas wie etwas erlerntes....oder etwas das einfach 'erlernt' oder 'künstlich' wirkt! z.b. jetzt mal auf einen anderen bereich projeziert.......eine mitschülerin kann wunderbar vokabeln und grammatik in den fremdsprachen.....sie beherrscht es, schriebt nur 1! aber ihre aussprache, die kommunikation zu einheimischen......dies liegt ihr nicht. sie ist ein mensch der theorie.und ich denke wenn man in kunst das können hat, sprich, man beherrscht die technik, wäre ind er lage alles zu zeichnen wenn man es ihr sagt,aber eben z.b. keine phantasie oder kein gefühl dafür hat.....was nützt dies dann?!

deswegen würde ich es so sagen: kunst wird erleichtert durch können, doch die phantasie und das herz schafft kunst, malt bilder und letztendlich liegt die wahre kunst ja immer im auge des betrachters......können oder qualität garantiert nciht immer ein ausdrucksstarkes bild und kunst, die einen berührt....udn ich denke darauf kommt es doch an, oder?


gehabt euch wohl. Lacrima





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