[stanley kubricks clockwork orange] - German Gothic Board

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stanley kubricks clockwork orange

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geschrieben von: Kel'Thuzad

also ich denk mal g'sehn habens viele oder?
nur ich stell jetz hier mal so einfach die frage innen raum:;
iissas so noch auf die heutige zeit zu übertragen bzw sind überhaupt parallelen zur realität zu ziehen?



geschrieben von: Pitch-Black

Ich find den Film krazz, aber haste mal das Buch davon gelesen?? Da gehts ab, mit der eigens definierten Sprache im England der Zukunft. Mußte mal lesen und ja, ich denke, Clockwork Orange kann man in die heutige Zeit übertragen. Ich denke dazu gibt es in jeder Zeit parallelen.



geschrieben von: Kel'Thuzad

danke für den hinweis mitm buch,,,,,,,,



geschrieben von: Montrose

Ich muß hier auch mal etwas "auf die Schulter klopf". Ich habe das Buch nämlich auch gelesen. Ich finde, in diesem Fall ist das Buch nicht besser als der Film. Wenn das Buch ein gutes Vorwort hat, kann man allerdings den Hintergrund der Sache besser verstehen.



geschrieben von: Realgeist

Ich habe das Buch nicht gelesen, alle die ich kenne und die das getan haben, sagen, dass das Buch besser ist.

Der Film ist natürlich Kult und wird immer aktuell bleiben.



geschrieben von: Montrose

Okay, vielleicht ist das Buch tatsächlich besser. Die Musik oder auch diese komischen Einrichtungsgegenstände in diesem Haus, wo der Typ schließlich gefaßt wurde, daß kann man mit Buch halt nicht so erzeugen.



geschrieben von: rubberhyde

Ja , genau richtig, wenn man Bock hat auf etwas Ultra- Brutale.


Dann trinke ich mal noch eine Moloko Plus und spiele heute Abend das gute alte Rein Raus Spiel.

Right right.

:D



geschrieben von: Slartibartfast

Jetzt zieh ich bestimmt gleich den Unmut des ganzen Forums auf mich ;) aber ich muss sagen ich konnte mit dem Film absolut gar nichts anfangen. Das Buch hab ich vor dem Film in den Händen gehabt und förmlich verschlungen, aber der Film...na ja, meiner Meinung nach hätte man sich diese Verfilmung getrost sparen können.

Aber vielleicht hatte ich auch vom Buch her nur zu hohe Erwartungen :rolleyes:

Was die Parallelen zur Realität angeht...da stimm ich euch zu, aber sicher kann man die ziehen. Das wird sich wohl auch nie ändern...



geschrieben von: Vanja

Also erst einmal muß ich sagen, dass ich Stanley Kubricks Werke sehr schätze und der Mann ein Genie ist.....aber mit Uhrwerk Orange konnte ich auch nicht wirklich etwas anfangen. Gut, die Aussage des Filmes war letztendlich klar und meiner Meinung nach an sich nicht schlecht, aber diese krasse Darstellungsweise der Charaktere und der Welt, in der sie leben, konnte mir nicht wirklich etwas geben.....
Parallelen zur Realität kann man denke ich auf gewisse verquere Weise schon ziehen.



geschrieben von: Gnom1218

Ich fand den Film teilweise echt abstoßend und nur krank. Auch wenn er ein "Kultfilm" ist.

Soviel ich weiß sind Buch und/oder Film bis vor einiger Zeit in England verboten gewesen.



geschrieben von: asche des wotan

ich denke man kann weder den film noch das buch in irgendeiner weise auf die realität übertragen. vielleicht den sinn, aber nicht die handlung.

ich liebe den film und das buch, beides echt horrorshow :)
der film naja... geschmackssache. ich seh das so: dieser film ist schon gar kein film mehr sondern nur noch kunst. einmal abgesehen von der handlung, habt ihr mal das filmtechnische unter die lupe genommen? sämtliche farben, muster usw. in jeder szene stimmen haargenau überein. jede bewegung ist durchdacht, jedes kostüm, jedes bild an der wand. und die szeneausrichtung geht immer zur mitte hin. in der hinsicht ist der film einfach perfekt und ich bewundere kubrick dafür.



geschrieben von: asamandra

Hab sowohl den Film (zig Mal) gesehen als auch das Buch gelesen. Darf demnächst darüber Referat halten und bin deshalb mit dem Thema im Moment ziemlich vertraut.
Parallelen kann man durchaus noch ziehen, die Fragen der Moral, die in dem Buch aufgeworfen werden sind immer aktuell und die Gewalt, die Jugendliche ausüben hat auch nicht gerade abgenommen. Ich kann euch die Zusatzlektüre dazu empfehlen (ty advanced, ISBN: 0-340-80305-3), da wird vieles noch mal klarer!



geschrieben von: Lucifer_Sam

Ich denke, den Film kann man schon mit der Realität vergleichen. Es ist halt ein bischen überspitzt; als wenn man die Welt halt noch ne Ecke verrückter gemacht, als sie ohnehin schon ist.
Kubrik hat den Film seinerzeit in GB ausm Kino genommen, nachdem Drohungen und Repressalien gegen seine Familie überhand nahmen.



geschrieben von: Kappabani

Clockwerk Orange, Jenseits von Gut und Böse oder: kein Gut, kein Böse mehr, Gleichheit!
In einer Zeit in der Verbrecher Amtsinhaber sind, in der Vergewaltiger freigelassen werden weil das Gesetzt mal wieder Lücken aufweist, in der der kleine Mann für jeden schrägen Furz gnadenlos zur Kasse gebeten wird und Manager nicht nur tausende von Arbeitsplätzen wegrationalisieren oder durch "ungeschickte" Fehleinschätzungen Firmen ruinieren gibt es wohl kaum ein Buch/Film das aktueller ist!
Tugenden sind Wuschvorstellungen von Romanciers, bunte Bottons die man sich anstecken kann aber sie sind keine menschlichen Eigenschaften - Clockwerk Orange!



geschrieben von: Boudicea

Um ehrlich zu sein, ich versteh überhaupt nicht wie dieser Film den Status eines Kultfilms bekommen konnte. Mir gefällt er überhaupt nicht.....
Ich kann mich einfach nur darüber aufregen, dass die arme klassische Musik für solch einen streifen missbraucht wird...



geschrieben von: Kappabani

@ Boudicea
Siehst du, genau da bist du schon bei einem Element des Films bzw. Buchs von (äch verdammt mir fällt der Name jetzt nicht ein).
Sie dir doch mal Big Brother an. Da vergewaltig man die Idee von George Orwell, ja man geht noch weiter, man benutzt seine Idee sogar dazu genau das zu machen was ihm das aller entsetzlichste war und produziert daraus eine TV Show.
Die klassische Musik kommt dem Niveau des Inhalt im Werk schon nahe insofern finde ich es nicht missbraucht.
Zu seiner Zeit war der Streifen schon recht gewagt also ist der Kult Status schon gerechtfertigt aber als Film finde ich ihn auch nicht so berauschend - ist mehr der Inhalt der mich reizt.
Wenigstens ist der Status von Clockwer Orange zum Kult ein gewachsener und kein künstlich produzierter wie bei Streifen wie Underworld oder The Crow - der schon "Kult" war bevor er überhaupt in den Kinos lief.



geschrieben von: Der Kavalier

Zitat:
Original geschrieben von Boudicea
Um ehrlich zu sein, ich versteh überhaupt nicht wie dieser Film den Status eines Kultfilms bekommen konnte. Mir gefällt er überhaupt nicht.....
Ich kann mich einfach nur darüber aufregen, dass die arme klassische Musik für solch einen streifen missbraucht wird...



Genau das ist der Punkt...;)

Jetzt muss ich auch nochmal meinen Senf dazu geben. :D

Filme von Stanley Kubrick sind i.m.o. keine reinen Unterhaltungsfilme, die meisten seiner Filme sind eher Charakter- oder auch Gesellschaftsstudien, verpackt in visuelle Kunst...

Ich will jetzt nich zu philosophisch werden, aber man kann bei genauerer Interpretation oftmals erkennen, was Kubrick mit seinen Filmen eigentlich bezweckt.

Ich maße mir jetzt einfach mal ein paar Deutungen an:

In Full Metall Jacket z.B. (Weiß nicht ob ihn alle von euch kennen?)ist der Film in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil wird die gnadenlose Ausbildung bei den Marines gezeigt und im zweiten Teil die Soldaten während des Vietnamkrieges. Im ersten Teil zeigt Kubrick, wie hart eine solche militärische Ausbildung beim Militär wirklich ist. Sie ist ganz einfach so hart, dass manche sie nicht überstehen. Und so gibt es am Ende des ersten Teils einen Selbstmord unter den angehenden Soldaten. Das ist eine Kritik Kubrick's an der Härte dieser Ausbildung. An dem Drill und an der Grausamkeit, die nicht bei jedem Menschen dazu führt eine Killermaschine aus ihm zu machen. Vielleicht ist es sogar eine Kritik an der Gesellschaft, aber ich glaube damit würde man in diesem Fall zu viel in die Geschichte hineindichten.

Bei Uhrwerk Orange hingegen bin ich fest davon überzeugt, dass dies Kubrick's Meisterwerk ist. In meinen Augen ist es seine größte Kritik. Nämlich eine Kritik an der Menschheit. Er hält der gesamten Gesellschaft den Spiegel vor, weil er es perfekt beherrscht, dem Publikum die Gefühle von Alex regelrecht aufzuzwingen. Er lässt sie mitfühlen, wie stark, mächtig und regelrecht aufgegeilt er sich fühlt, wenn er mit seinen Droogs loszieht und Menschen niedermacht. Und genau das ist es, was die Menschen fertig macht. Sie können sehr gut mitfühlen wie es ihm ergeht, wollen dies aber nicht warhaben. Es ekelt sie regelrecht an. Außerdem gibt es im gesamten Film keine sogenannte "Heldenfigur", wie man es aus dem normalen Popcornkino kennt. Man weiß gar nicht, wem man trauen kann.
Und genau das ist es, was viele Leute nicht an diesem Film mögen. Er zeigt einfach nur, das nieman unter uns Menschen ein Heiliger ist und die Welt sehr sehr schizophren ist.

Liebe Grüße

Der Kavalier



geschrieben von: Der Kavalier

@ Scarify:

Tut solltest es dir "antun", dann kannst du dir ein erheblich besseres Urteil bilden...;)

Liebe Grüße

Der Kavalier



geschrieben von: Lucifer_Sam

Ich bin jetzt offengestanden etwas überrascht, diese harte Reaktion zu lesen. Ich dachte immer, die Zeiten, wo dieser Film die Leute wirklich schockieren konnte, wären längst vorbei - schließlich gibts ja wirklich drastischeres.
Aber gut, so gehen die Geschmäcker auseinander & Kubrick war bekannt dafür, daß seine Filme stets etwas 'anders' waren. Man versteht seine Art einfach, oder man tut es nicht. Dazwischen gibt es eigentlich nichts.



geschrieben von: Kaworu

So ganz exakt und total auf die heutige Zeit lässt sich die Handlung des Films wohl nicht übertragen.
Und nebenbei bemerkt finde ich das Buch auch besser...
Das is irgendwie auch etwas drastischer.
Malcom McDowell in Ehren, aber als Alex hat er mir irgendwie nich so gefallen.
Alex ist ein 15-Jähriger und im Film sieht er einfach viel zu alt aus. Kommt dann irgendwie nich so krass rüber was er macht und ich glaube die Vergewaltigung von den zwei 10-jährigen Mädels kam im Film auch nich vor.
Anthony Burgess (der Autor des Buches) hat "A Clockwork Orange" Anfang der 1960er geschrieben. Eine Zeit in der die Jugend begann zu rebellieren. Rock 'n' Roll und speziell in den 60ern dann die Hippie-Kultur waren Ausdruck dieser Rebellion.
Ich denke, dass hat Burgess stark beeinflusst und dazu gebracht eine so krasse und gewalttätige Zukunftsvision zu entwerfen, wobei er dabei sicherlich absichtlich ein wenig übertrieben hat.
Bisher ist Burgess' Distopie keine Wirklichkeit geworden (zum Glück), aber die Jugend ist doch um einiges gewalttätiger geworden.
"A Clockwork Orange" kann denke ich auch heute noch, oder gerade heute, auf die Realität bezogen werden und ist sogar bis zu einem gewissen Grad zur Realität geworden.
Drogen und Gewalt sind einem relativ großem Teil der heutigen Jugend nicht fremd und es gibt ja auch tatsächlich Jugendgangs.
=> Es ist auf die heutige Zeit zu übertragen und es gibt Parallelen zur Realität mE, aber natürlich mit Einschränkungen!



geschrieben von: Der Kavalier

Zitat:
Original geschrieben von Lucifer_Sam
Ich bin jetzt offengestanden etwas überrascht, diese harte Reaktion zu lesen. Ich dachte immer, die Zeiten, wo dieser Film die Leute wirklich schockieren konnte, wären längst vorbei - schließlich gibts ja wirklich drastischeres.
Aber gut, so gehen die Geschmäcker auseinander & Kubrick war bekannt dafür, daß seine Filme stets etwas 'anders' waren. Man versteht seine Art einfach, oder man tut es nicht. Dazwischen gibt es eigentlich nichts.



Dem stimme ich absolut zu!!! :cool:

Aber noch einmal zum Thema "Schockieren":

Manche Personen mögen einfach keine Abweichung von der Normstruktur der Hollywood-Filme. Die möchten einen Film sehen, der genau so ist, wie sie es gewohnt sind. Es soll nach Schema ablaufen...

Kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, ich probiere gerne mal was neues aus und lasse mich überraschen.;)

Liebe Grüße

Der Kavalier



geschrieben von: Xenomorph

...Ich denke, dass viele Kubrick und seine Filme schlicht und einfach deshalb nicht leiden können, weil er uns in all seinen Filmen mit einer ebenso simplen wie für die meisten unerträglichen Wahrheit konfrontiert...Menschen sind nicht mehr als Affen...auch dann noch, wenn sie zu den Sternen aufbrechen...es gibt in Kubricks Filmen keine "Guten", keine Helden und keine Unschuldslämmer...genauso wie auch im richtigen Leben...und das macht den meisten Angst, wenn sie einen Film wie "Clockwork Orange" oder "Full Metal Jacket" ansehen..."Moral" als Grundlage menschlicher Sozialsstrukturen wird darin schonungslos und rigoros als der Bullshit entlarvt, der er ist, Moralisten, die sich als über dem restlichen Affenvolk stehend begreifen, als bigotte Heuchler demaskiert und von ihrem hohen Ross heruntergestoßen...indem uns vor Augen geführt wird, dass die vermeintlich "Guten" mit den gleichen Methoden arbeiten, mit Gewalt, Verrat, Terror und Betrug, wie die vermeintlich "Bösen", um ihre "moralischen" Ziele zu erreichen...denn Menschen sind trotz allem "Fortschritt", trotz ihrer sogenannten "Zivilisation" innerlich stets das geblieben, was sie am Beginn von "2001 - A Space Odyssey" waren...da stelle ich mich doch lieber auf die Seite von Alex und seiner Gang, die ihre Affennatur wenigstens nicht verleugnen hinter der scheinheiligen Maske von "Anstand und Moral", wie seine staatlichen Widersacher es bei ihrem Rekonditionierungsprogramm tun...



geschrieben von: Lucifer_Sam

& Beethovenkenner war Alex ja auch - schonmal ein Pluspunkt ;)
Aber du hast schon recht, was die menschliche Entwicklung und Moral angeht. Wir denken zwar komplexer als Affen, aber nach den gleichen Mechanismen. Technologisch haben wir gewaltige Forschritte erzielt, sind jedoch was unsere geistige Entwicklung angeht, erschreckend unterentwickelt.
Das ist die große Message von 2001 & ich finde, sie ist ein guter Ansatz, um ein kritsches Denken darauf aufzubauen. Von daher ist es einer der wichtigsten Filme, die jemals gedreht wurden.
Clockwork Orange ist da ähnlich. Zwar von einer anderen Perspektive aus, aber mit der gleichen Intention. Schade nur, daß Kubrick oft nur auf einprägsame Bilder reduziert wird... es steckt soviel mehr dahinter.





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