[Gothic (Gothic & Suizid)] - German Gothic Board

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Gothic (Gothic & Suizid)

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geschrieben von: Todesvogel

Seid mir gegrüsst!
Seit einiger Zeit quält mich schon die Frage, ob das Vorurteil stimmt, dass allgemein gesagt alle Angehörigen der schwarzen Szene suizidgefährdet und dauerhaft depressiv sind. Klar, diese Lebenseinstellung setzt sich extrem mit dem Tod auseinander, doch bedeutet dies gleich, dass man deshalb unbedingt dem Leben gegenüber negativ eingestellt ist? Ich denke nicht...auch Normalos begehen schließlich Selbstmord...bitte beweist mir, dass Gothics nur keinen oberflächlichen Humor haben...



geschrieben von: DJ Darkseed

Gruß zurück !
Ich persönlich denke nicht, daß Leute in dieser Szene unbedingt stärker suizidgefährdet sind als andere.
Und depressiv ?
Klar, kommt vor, ich hatte auch bis vor einiger Zeit eine (viel zu lange) depressive Phase, allerdings geht´s mir im Moment dafür unheimlich gut...
Meine Einstellung zum Leben ist auch nicht negativ und bei den meisten Leuten in dieser Szene, die ich kenne, ist es kein bißchen anders, auch wenn sich viele von ihnen mit dem Tod auseinandersetzen...

Carpe Mortem
: : : Seed : : :



geschrieben von: DarkLady

Noch ein Gruß...
Also, ich kann das Vorurteil nun auch gar nicht 'unterstüzen', zum einen kann wohl jeder Mensch depressiv werden, egal, welcher Szene oder überhaupt einer zugehörig, zum anderen sind die Goths, die ich kenne alles andere als todessehnsüchtige Gestalten! Die sind allesamt lebensfroher als ich es bin...

Carpe Noctem,
DarkLady



geschrieben von: Fee

Ich glaube auch, daß Todessehnsucht unter Goths einfach nur ein Vorurteil Außenstehender ist. Genauso wie, daß wir alle Friedhöfe schänden und Vampire sein wollen. Ich bin jedenfalls "schwarz", weil mir die Musik gefällt, mir Freude macht und man super dazu tanzen kann.Zugegeben manchmal ist sie etwas düster, aber deswegen ist man doch nicht gleich depressiv und will nur noch sterben. Melancholische Lieder gibt es aber auch in vielen Musikrichtungen. Und wer depressiv oder voller Hass und Wut ist und Musik sucht, die seinen Gefühlen Ausdruck verleiht, der wird bei den zahlreichen Variationen der "schwarzen Musik" schnell fündig (Gothic, Black und Death Metal). Wer Party machen oder besinnlich sein will, findet hier aber auch entsprechendes. Es gibt also hier wie überall solche und solche. Negativbeispiele fallen natürlich immer mehr auf.



geschrieben von:

Ich glaube schon, oder besser gesagt bin der Überzeugung, das der Suizidfaktor in den schwarzen Kreisen eindeutig höher ist, als in anderen. Und das liegt meiner meinung nach nicht daran, das die Musik depressiv macht, sondern der depressivere mensch viel mehr mit der szene anfangen kann, als happy-freaks. Ich fände es auch unlogisch zu behaupten, die gothic-musik sei nicht melancholisch, denn das ist ja eigentlich eine der hauptfaktoren, die die poesie und stärke des gothic ausmachen. ich will allerdings auch wiederum nicht behaupten, jeder goth sei derpressiv - das liegt mir fern! ich erlebe es aber so in meinem freundeskreis, und bei mir selbst.
egal, hauptsache ihr seid mit dem herzen dabei und macht das, was ihr wollt!
Stay dark!



geschrieben von: Todesvogel

Ich denke ähnlich wie Fee, dass "Gothic" sich vor allen dingen im Herzen abspielt. Doch glaubst du nicht auch, dass ich viele eher melancholische Leute gerade der "schwarzen Szene" hingezogen fühlen? Klar, man wird nicht nur Goth, weil man melancholisch ist, sondern auch durch andere Faktoren, doch die meisten Goths (schwarze Szene-Angehörigen) die ich kenne sind auch melancholische und nachdenkliche Menschen...aber deshalb noch lange nicht gegen das Leben eingestellt...



geschrieben von: Mac

Jetzt muß hier mal eine Lobrede auf die "dunkle Szene" halten. Denn wenn man mehreren einschlägigen Befragungen durch Meinungsforschungsinstitute wenigstens ein bißchen glauben kann liegen einige Werte die Suizid betreffen dort eindeutig höher. Allerdings ist das hauptsächlich die Beschäftigung mit dem Thema also darüber nachzudenken. Der eigentliche Selbstmordfaktor, sprich die Leute die wirkliche den Versuch starten, ob erfolgreich oder nicht liegt nur sehr knapp über Bundesdurchschnitt.

Der eigentliche Grund aber der für die szenetypischen Tendenzen(also auch die Musik) angegeben wird ist und jetzt haltet euch irgendworan ganz doll fest.....ist das der DURCHSCHNITTS-IQ unter Goths eindeutig überdurchschnittlich ist. Zumindest in der echten Szene und nicht bei irgendwelchen Trittbrettfahrern. Man steitet da noch um genaue Werte aber der "dümmste" lag wohl bei 108 und der "klügste" bei knapp 190!

Ich kann also wissenschaftlich belegt sagen ich bin hier von lauter intelligenten Leuten umgeben http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif , und will jetzt mal nicht anfangen wo der Durchschnitts-IQ unter Rechtsradikalen liegt http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif !



geschrieben von: Dark Poet

Zu kostbar ist das Leben...

Geschenkt wurde es uns, um es zu nutzen, den Tod als Freund zu gewinnen...

Beenden wir es vorzeitig, so machen wir uns selbst die Chance zu nichte, eine hinreichende Vorbereitung zu treffen.

In diesem Sinne...

Dark Poet



geschrieben von: ir:ma

grüss Dich, des Herren heiliges Kind ... melancholie ... oder schwermut bedeutet nicht unweigerlich suizidgefährdung ... die auseinandersetzung mit dem tod, die in der "szene" offen stattfindent bedeut sich mit seinen ängsten auseinanderzusetzen ... mit ängsten, die in der gesellschaft gerne unter den tisch gekehrt werden, weil angst schwäche bedeutet ... und so wird gern impliziert, dass die melancholie in der szene eindeutiges anzeichen für todessehnsucht sprich selbstmordgefährung ist ...

nach all dem was ich gesehen habe ... und ich habe mich bereits vor 15 / 16 jahren tief verwurzelt in der szene befunden (nur haben wir es wohl damals nicht unbedingt szene genannt) ... kann ich nicht erkennen, dass wir oder jene die ich traf vorwiegend suizidgefährdet sind /waren ... vielmehr ist der wunsch in die tiefe des seins einzudringen extrem ausgeprägt ... und führt letztendlich auch zu punkten, an denen es nichts mehr gibt, was selbstverständlich die schwermut fördert ... aber auch ein besseres verständnis mit dem leben und dessen endlichkeit umzugehen ...

gruss ir:ma



geschrieben von: Todesvogel

Also, ich denke Goths gehen einfach besser/intensiver mit dem Thema Tod um. Vielleicht deshalb auch diese höhere Rate der Leute, die sich mit Suizid befassen... Doch sich mit dem Tod zu befassen heißt leider immer noch, ihn sich zu wünschen...
Ich persönlich habe schon häufig mit dem Vorurteil gekämpft, dass ich extrem selbstmordgefährdet wäre, nur weil ich mich frage, wie es nach dem Tode aussieht...der Tod ist für mich die einzige Freiheit, aber dass heißt doch nicht, dass es mir nicht gefällt, im Leben gefangen zu sein!
DER PREIS DER FREIHEIT IST DER TOD



geschrieben von: SIG- TIU

Naja, leider hab ich was Todessehnsucht angeht in dieser Szene einiges erlebt. In einem einzigem Jahr nahmen sich zwei mir bekannte Gothics das Leben. Dann gabs ja auch Anfang der Neunziger die sogenannten Cure Selbstmorde. Unabhängig voneinander nahmen sich im Osten mehrere Schwarze angeregt durch Disintegration das Leben. Nur einige Beispiele...
Es ist nun einmal so, daß eben Leute die sehr melancholisch drauf sind, sich durch diese Szene, die Symbolik mit dem Tod und nicht zuletzt durch die Musik von dieser Szene angezogen werden. Die Szene mag heute insgesamt "lustiger" geworden sein, ok, aber zumindest früher hatte die Todesmystik gewisse Hintergründe. Auf der anderen Seite gibt es hier aber sehr viele Leute die sich Gedanken machen und einfach tiefgründiger sind. Diese Menschen möchte ich nicht mehr missen...
Anyway, wer denkt, die Vorliebe für Friedhöfe, für die Romantik des 19en Jahrhunderts, für Traurigkeit und Melancholie wär alles nur Spaß, der hat die Szene nicht richtig verstanden. Das ist einfach nun einmal kein schwarzer Fasching...



geschrieben von: Roland von Gilead

erledigt.



geschrieben von: ir:ma

... seid gegrüsst R. v. Gilead ...

... um es mit witt zu sagen ...

schmerzender schrei
in der nacht ist auch der tod dabei
keuchender wind
wer weiss, wo all die seelen sind ...
(aus in tiefer nacht- BII)

... die welt ist immer die welt ... und wir können darin nur überleben, wenn wir ehrlich zu uns selber sind ... und ist es nicht so dass auch der schmerz über all das dazugehört? ... der schmerz in dem wir erkennen dass wir atmende kinder sind? ...


gruss ir:ma



geschrieben von: CreatureOfMasquerade

Abend erst mal...

Also, dass Goths gleich suizidgefährdet sind, wage ich ernsthaft zu bezweifeln, ich versuch es auch meiner Umgebung, vor allem meinen Eltern klar zu machen, dass diese beiden Dinge nicht besonders viel damit zu tun haben.
Ich mein, ich hab selbst schon einige Tiefs erlebt, auch bevor ich 'schwarz wurde' (geht das überhaupt?)bzw bevor ich das erste Mal was von der Szene hörte (zur erklärung: ich wohn im kaffigsten kaff, da gibts keine szene, nicht mal was annäherndes, höchstens ein zwei einzelwesen, incl mich :-) und bevor man ein gewisses alter erreicht, kommt man schwer von hier weg)
Ich bin der Meinung, dass man nicht depressiv, oder suizidgefährdet wird, weil man Goth ist, und depressiv bzw suizidgefährdet zu sein ist auch kein ticket zum goth-sein.
Schon möglich, dass in dieser Szene Melancholie und ähnliches einen höheren Stellenwert haben als sonstwo, aber das gehört doch irgendwo dazu, man kann doch einer Szene, die doch, wie mir jeder rechtgeben wird, oder auch nicht, aus menschen besteht, die schuld geben, dass die menschen, aus denen sie besteht, so sind wie sie sind, schliesslich machen die menschen die szene und nicht die szene die menschen.

So, ich hoffe mal, ich hab meine Gedanken halbwegs verständlich, und nicht zu verwirren herübergebracht,

in diesem Sinne

Gruss

† CoM



geschrieben von: BlackBeauty

Gute Nacht ;-)

...ich bin neu hier und mag mal was sagen:
Ich ordne mich keiner Szene zu, weil man nie 100% hinter (oder vor?!) etwas stehen kann, es gibt viel zu viel verschiedene Einflüsse, Erfahrungen ..etc. und jeder Mensch ist anders, außerdem mag ich mich net in eine Schublade stecken lassen.
Zum Thema:
Hier kann ich nur für mich sprechen; ich denke Melancholie ist ein Teil aus meiner Sensitivität gegenüber meiner Umwelt. Unter sensitiv verstehe ich...daß man
"empfindlicher/sensibler" sowohl auf innere als auch äußere Einflüsse ist. Ich definiere es für mich auch so: Meine Sinne reagieren empfindlicher....auf bestimmte Musik, Atmosphäre...etc. als es bei den "normalen" Mitmenschen sein mag und....nur wenige können dies nachvollziehen, wie auch? Welcher Mensch - kann zum gleichen Zeitpunkt in der gleichen Situation - in [i]meiner[/] Gefühlssituation sein...?!
Ergo: Ich schließe daraus....daß diejenigen von "uns Sensitiven" (darf ich das so sagen?), in dem Moment suizidgefährdeter sind als "normale" (Himmel nee, was ist schon normal) Menschen, wenn sie die Realität aus den Augen verlieren....und das..meine Lieben....ist bei jedem Suizidgefährdeten der Fall....egal..ob er einer "Szene" angehört oder nicht.
Was nicht heißen soll, Selbstmörder beenden ihr Dasein, weil sie die Realität verloren haben, ich wollte damit sagen, daß das Gleichgewicht stimmen muß...egal was man tut, denn....die Realität ist um uns...wir müssen sie akzeptieren....und wer meint, gegen die Realität kämpfen zu müssen und dann irgendwann merkt...daß sie (die Realität) zu stark ist , der hat schon verloren. Akzeptanz in jeder Richtung und...vielen ginge es besser.

Ciao....."mir geht´s gut" :-)



geschrieben von: Tristessa3222

einen gruß für alle,die mich verstehen und auch nicht
ich denke,man kann nicht alle anhänger unserer szene mmiteinander gleichstellen,ich kann nur für mich persönlich sprechen,ich bin jemand,der schon Todessehnsüchte hat,das hat verschiedene,sehr persönliche,emotionale Gründe die sicher auch etwas damit zu tun habe,das ich eine Schwarze bin.Aber wie gesagt,ich weiß nicht ob es vielen so geht wie mir!



geschrieben von: pulSar

Zum Psoting von MAC am 13.12.00
((auch wenn´s schon a bisserl her ist))

Mich würde brennend das Quellmaterial für die Umfrage des Meinungsforschungsinsitutes interssieren!! Kannst Du mir weiterhelfen?

Nicht weil ich Deiner Aussage gegenüber misstrauisch bin - NEIN! - weil ich beim grübeln über Schattenwesen (und beim in der Disko an der Tanzfläche rumhocken) auf ein ähnliches Ergebnis gekommen bin...

Ich denke halt, Leute, die mehr in der Birne haben, sind aus einem anderen Holz geschnitzt...

Was ich bis jetzt bei den Schwarzkitteln, die ich kenne, festgestellt habe, ist auch eine AUSGEPRÄGTE SENSIBILITÄT sowohl für persönliche als auch für gesellschaftliche Dinge / Entwicklungen...

Ich kann mir ur vorstellen, dass DIESE ÜBERDURCHSCNITTLICHE WAHRNEHMUNG (und nichts anderes ist für mich senibilität i ihrem kern) zu einem gewissen (bis ausgeprägten) Frust, zu Melancholie und auch zu Depressions-Phasen führt!

Denn das was man in dieser Welt so mitbekommt, wenn man SIEHT, ist nicht gerade immer rosig und hoffnungsvoll...

Also kann ich auch gelegentliche Todes-Gedanken verstehen... Es ist sowas wie eine INKOMBATIBILITÄT mit diesem Leben auf diesem Erdball - oder den Regeln...

Leute, die nicht diesen Tiefgang aufweisen, müssen sich ein ihrem einfachen Schema entsprechendes Urteil bilden - und das sind dann solche Vorurteile und einfache Gleichungen wie goth=souzidgefährdet und dauer-depri!

Wobei ich diesen Tiefgang auf keinen Fall von dieser Szene oder Äusserlichkeiten wie Kleidung abhängig mache - hier tritt er nur gehäuft auf!

Vielleicht hat ja jemand Lust, sich an dem Thema hier weiter zu beteiligen...

Gruss an alle Schatten-Wesen hier...

------------------
-------
und doch... es wächst!



geschrieben von: pulSar

Ausserdem sind wir ((behaupt ich mal)) keine Menschen, die einfache Gleichungen brauchen... Das ist was für die ein bis zweistelligen IQs ...
und die brauchen dann sowas wie "ALLE AUSLÄNDER = Kriminell" und "Alle Arier = Herrenrasse!"...

etc...

[Dieser Beitrag wurde von pulSar am 24. Januar 2001 editiert.]



geschrieben von: Dead Actor

Über dieses Thema habe ich mir auch schon zu genüge Gedanken gemacht! Ich persönlich bin auch nicht der Ansicht, dass man gleich suizidgefährdet ist. So liebe ich die Melancholie auch über alles, mache mir auch viele Gedanken, aber ich schätze das Leben mit seinen hauptsächlich negativen Seiten und würde es nie so beenden wollen. Was denkst du noch darüber? Ich würde mich freuen, wenn du mir antworten würdest....



geschrieben von: mathisschwester

also was ich dazu beitragen kann:

ich habe einige zeit in einer geschlossenen abteilung in der psychiatrie gearbeitet. klientel: mädchen zwischen 17 und 24 jahren, allesamt stark suizidgefährdet. und keine einzige hatte auch nur annäherungsweise etwas mit der "schwarzen szene" zu tun. im ganzen krankenhaus hatte wir keine/n einzige/n schwarze/n.

im übrigen ist zu überlegen, wieviele der "schwarzen" nur einem modetrend hinterherlaufen, weil sie ein bisschen böse und unnahbar sein wollen und mit so etwas wie einer mentalität nicht wirklich viel anfangen können.


mathis



geschrieben von: Julya

ich war vier monate in der klapse und es gab dort verhältismäßig viele schwarze.
durchschnitsbelegung so 13 leute auf meiner und vielleicht 11 auf der paralellstation: davon 3 grufties, zwei metaller und zwei "schwarz angehauchte" und als ich entlassen wurde kam noch ein gruftie...

ich hab mal die pfleger aus neugierde gefragt, wie oft es dort schon grufties gab. und die pfleger meinten, daß sie regelmäßig ein bis zwei da hätten.....



geschrieben von: Gothtigma

Also ich kan nnur für mich sprechen ...definitiv nein...
nur weil ich goth bin heiste es nicht das ich dauer depri bin und an slebstmord denke oder was auch immer..ich weis woran ich mich erfreuen kann etc.pp.....und wenn mir einer sagt..pas auf du bist goth da sgehört dazu das man depri ist etc.pp...dann denk ich mir ..aja...!
jeder für sich selber fühlt für sich denkt für sich....



geschrieben von: SadGothAngel

Also ich wollt auch mal meinen Senf dazu geben. ich denke, dass sich Gothics einfach nur mehr mit dem Thema Tod berschäftigen als andere. Uns deshalb gleich als suizid-gefährdet zu bezeichnen, finde ich albern. Klar,dass es unter uns Satanisten gibt, die sich nach dem Tod sehen und dann springen. Aber solche Leute gibt es auch unter "Normalos". Ich persönlich sehen mich nicht nach dem Tod, aber ich habe auch keine Angst vor ihm. Ich bin gespannt, was auf mich wartet, wenn es soweit ist, aber deshalb muss ich mich nicht gleich umbringen.



geschrieben von: Larmedesuicide

Von Zeit zu Zeit hab ich Depressionen die Tage und Wochen dauern können....
aber im Grunde bin ich der reinste Sonnenschein ^^



geschrieben von: Julya

Zitat:
Original geschrieben von SadGothAngel

Klar,dass es unter uns Satanisten gibt, die sich nach dem Tod sehen und dann springen.



hallo?!?! seit wann sehnen sich satanisten nach dem tod? so ein quatsch!
sicherlich wird es unter den "uhhh-saaaataaan"isten auch ein paar geben, die suizidgefährdet sind, aber unter anderem ist ein grundgedanke des satanismus' "sei dein eigener gott!",also wären sie schön blöd, wenn sie sich umbringen würden. dann hätten sie nämlich nix mehr davon... :D



geschrieben von: Paladin

Hi,
ich glaube, dass in der schwarzen Szene prozentual einfach mehr "tiefgründige" Menschen unterwegs sind, als in anderen Subkulturen. Tiefgründige Menschen sind meiner Ansicht nach anfälliger für Depressionen.

Obwohl ich selbst im moment nicht ganz glücklich bin, kommt Suizid für mich nicht in Betracht. Das wär eine Art des Aufgebens und das will ich nicht.

MfG Arne



geschrieben von: SadGothAngel

Es gibt immer in allen möglichen Glaubensgruppen Menschen, die sich nach dem Tod sehnen, das können durchgeknallte Goten sein, Satanisten oder auch Christen, ich wollte damit nur sagen, dass es immer Leute gibt, die so denken, egal welchen Glauben sie haben.



geschrieben von: Julya

sind goten ne glaubensgruppe?

wie auch immer.
früher hab ich auch immer gedacht "iss doch quatsch, da grufties suizidaler sein sollen, als andere", aber mittlerweile glaub ich da nicht mehr dran.
schon alleine, daß der pfleger in der psychiatrie gemeint hat, daß sie regelmäßig jemanden dort hätten, bringt mich zu der vermutung, daß es doch so ein könnte.
ich meine, grufties stellen einen unglaublich kleinen teil der bevölkerung dar, da ist es schonmal sehr ungewöhnlich, daß in der klapse gleichzeitig zwei oder gar mehr auftauchen. naja und dann eben diese regelmäßigkeit. stimmt mich schon verwundert...
naja, dann habe ich noch einen "beweis", der würde aber zu weit führen.
ich für mich denke jedenfalls, daß es (leider!) so ist, daß grufties verhältnismäßig oft suizidal sind.



geschrieben von: Seneca

Der Tod als Option, als Hintertür war, und ist, ein Thema, über das ich mich bisher nur mit Schwarzvolk sachlich aussprechen konnte...!
Ich halte es nicht für ungewöhnlich, das gerade "Gothic", Menschen mit suicidalen Tendenzen anzieht, denn schon die Texte diverser musikalischer Werke leben von dem Thema.



geschrieben von: SadGothAngel

warum meinst du, dass Goten suizidgefährdet sind? weil sie "keinen glauben" haben?
jeder mensch ist anders, das kann wie schon gesagt überall vorkommen, das war jetzt auch nichts gegen Satanisten oder so...



geschrieben von: Julya

in deinem letzten beitrag sagst du noch, goten sind eine glaubensgruppe, jetzt haben sie auf einmal keinen glauben mehr?
und außerdem hat ja auch keiner behauptet, alle grufties seien suizidal!

und der letzte teil deines satzes ist ja irgendwie auch unsinnig...


aber mal zum praktischen teil. du dreschst hier deine phrase nun schon zum zweiten mal so runter ohne tatsachen/beweise/o.ä.
seneca hat ein beispiel genannt, ich habe ein beispiel genannt. jetzt bist du dran.



geschrieben von: Kerith

Ich denke, es liegt einfach mal daran, dass sich in dieser Subkultur einfach größtenteil Leute befinden, die sich mit allen Seiten des Lebens beschäftigen, also halt nicht nur immer happy sein, sondern auch die anderen Gefühle, wie Traurigkeit, Einsamkeit und so bewußt erleben.
Das wirkt nach außen dann natürlich im Vergleich immer dpressiv und traurig. Naja und es kann natürlich durch dieses intensive Beschäfitgen mit all diesen Gefühlen natürlich auch sein, dass einfach anteilhaft mehr Leute davon 'verschluckt' werden als in der größtenteils dem gegenüber ignoranten ('Ich muss fröhlich sein.') Gesellschaft.



geschrieben von: Gaias Kind

So, kaum hier, schon muss ich meinen Senf loswerden...

Ich glaube nicht, dass es in "schwarzen Kreisen" mehr Selbstmordgefährdete gibt als in anderen Bevölkerungsgruppen/Subkulturen/was auch immer.

Sicher wird sich nirgends sonst so sehr mit dem Thema Tod auseinandergesetzt. Aber allein die Tatsache, dass dies so ist, bedeutet ja noch lange nicht, dass man das Leben nicht zu schätzen weiß.
Ganz im Gegenteil. Ich glaube, eben weil sich so viel mit dem Tod und ähnlichen Themen beschäftigt wird, haben "schwarze Seelen" ein besonderes Verhältnis zum Leben.

Ich möchte hier auf keinen Fall für die Allgemeinheit sprechen. Das ist rein subjektiv. Aber die Menschen, die ich kennengelernt habe, hängen alle an ihrem Leben, auch wenn nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist.
Dass sich Außenstehenden teilweise der Verdacht aufdrängen muss, dass wir ein Haufen depressiver Suizidgefährdeter sind, liegt wohl auch an der Darstellung der Szene in den Medien.
Mal ehrlich: Wenn sich irgendwo in der Republik mal wieder ein Kiddie aus'm fünften Stock geschmissen hat, werden doch sofort wieder die kühnsten Vermutungen angestellt und der breiten Masse vorgetragen, um auch ja jedes Klischee zu bedienen. Von Satansritualen auf'm Friedhof über Selbstmordlastige Songtexte (Haben sich die Bandmitglieder von Sentenced eigentlich schon in's Jenseits befördert??) bis zum mit ausschließlich mit schwarzen Klamotten bestückten Kleiderschrank. Da freut sich der
TV-Junkie von nebenan! "Ich hab's schon immer gewusst! Alle depressiv! Kein Wunder."
Häufig werden auch eben mal Begriffe wie "depressiv" und "nachdenklich" gleichgesetzt. Warum auch immer...

Und eh ich noch weiter abschweife, hör ich lieber auf :D



geschrieben von: Aleanthus

ich denke auch nciht, dass goths suizidgefährdeter sind als andere menschen... eher im gegenteil, denn wo wird so offen mit dem tod und allem was dazugehört umgegeangen? man kann in dieser szene zu einem wildfremden gehen, ein gespräch mit ihm anfangen und nach fünf minuten haben sich beide so weit geöffnet, dass man problemlos über alles sprechen kann... zumindest hab ich die erfahrung gemacht.
un um nochmal auf das thema iq zu kommen: überlegt mal kurz WARUM das so ist! soweit ich weiß sind goths sowas wie früher die philosophen -> denker *g* nein, ehrlich... wenn ich mir mal unser schulforum ansehe und das mit dem hier vergleiche... man könnte denken das wär ne sonderschule und kein gymnasium (nur mal als beispiel)...
in diesem sinne: carpe noctem



geschrieben von: psychochicken

...und neuling reiht sich an neuling...
um mal zu einem konkretem beispiel zu kommen... an meiner schule gibt es unheimlich viele goths.
wie auch immer, von 2 mädels ist allegemein bekannt, dass sie suizidgefährdet sind/waren. die eine ist schwarz, die andere -uäh, eine von diesen tussigen zicklein. und ich habe so das gefühl das nr. 1 mit der sache wesentlich besser klar kam, während die andere verdammt übel aussieht.. Gut, das sagt jetzt auch nicht soviel allgemeines aus, es könnte ja auch andersherum sein. ich würde aber sagen, dass es für gohts andere gründe gibt. gründe die ich auch verstehen kann (witt & heppner...). auch ich war mal in grauer vergangenheit so ein "normalo der schlechteren sorte" (gut ich bin jetzt auch kein goth, ich weiß selbst nicht was ich bin.), und ich will nicht behaupten, dass es mir zur zeit gut geht, aber damals war ich echt beschissen dran. Nun ja, sagen wir mal so, meine suizidgefährdung hätte dann darauf beruhen können, dass mir irgendwann klar wurde, dass meine sogenannten freunde und mich nur eine art zwangszusammenschließung verband, in wirklichkeit war alles total oberflächlich und verlogen...
ich will jetzt nicht sagen "als goth wäre mir das nicht passiert, jaja", aber dieser IQ test... wer sagt denn, dass selbstmordgedanken unnatürlich sind... ich kann mir nicht voratellen, dass es leute gibt, die sowas noch nie hatten. wird ja schon mal behauptet.
However...



geschrieben von: Julya

Zitat:
Original geschrieben von psychochicken
ich würde aber sagen, dass es für gohts andere gründe gibt.



welche?



geschrieben von: psychochicken

wenn man sich von allem angekotzt fühlt, z.B.
und keiner versteht einen.
weil es eh keinen sinn macht, sich gegen eine gesellschaft aufzulehnen, die sich nie ändern wird...
also das wären zumindest meine gründe (wären!)
mich würde auch mal interessieren, was dieses mädchen von meiner schule für welche hatte, aber ich kann ja schlecht hingehen und sie fragen.
naja, wie auch immer...
und wegen der sache mit den "denkern" würde ich aleanthus
rechtgeben. ich habe so das gefühl, je mehr man darüber nachdenkt, desto weniger sinn macht das leben.



geschrieben von: Julya

sich von allem angekotzt fühlen, kann sich auch ein "normalo", die gesellschaft scheiße finden, kann auch ein "normalo".. ich versteh also nicht, was das mit "gothics" zu tun haben soll...

und das mit dem "die leute in der szene sind ja so tiefgründig" ist auch echt abgedroschen. schwarze sind genau so dämlich oder klug, wie alle anderen szenen, gruppen oder teile der bevölkerung auch!



geschrieben von: Kitty-Jay

Zitat:
wer sagt denn, dass selbstmordgedanken unnatürlich sind...


Niemand. Wer viel grübelt, fragt sich bestimmt dann und wann "Was soll das eigentlich alles?" Allerdings redet man nicht darüber...

Zitat:

Ich kann mir nicht voratellen, dass es leute gibt, die sowas noch nie hatten. wird ja schon mal behauptet.
However...


Dann muss ich dich desillusionieren *gg* Ich bin bestimmt kein ewiges Sonnenscheinchen und bin manchmal auch am verzweifeln ob der bösen Gesellschaft, Gewalt, Krieg, Leuten, die mir das Herz brechen... Sicher hab ich auch schonmal über den Freitod nachgedacht, aber ihn nie auch nur ansatzweise für mich in Erwägung gezogen.



geschrieben von: psychochicken

ich wollte das mit dem nicht-verstanden-werden jetzt nicht unbedingt verallgemeinern.
ich kenne da schon ein paar die ankommen und dir erzählen, sie hätten ja keine angst vor dem tod, aber warum solle man an sowas dummes wie selbstmord überhaupt denken, wo das leben doch sooo schön wird. diese krankhaft optimistischen ekelpakete...
ich meinte auch nur, dass so nette heftchen wie bravo das teilweise als absolut psychisch krank darstellen, wenn man auch nur entfernt über selbstmord nachdenkt. und die kinners lesen es dann und sind so blöd das zu glauben.

Beispiel:
"Liebes Doktor Sommer Team!
Letztens ging es mir total scheiße, weil es die neuen Nike-Schuhe in der farbe, die ich haben wollte, nicht mehr gab. da habe ich gedacht, dass man, wenn man etwas länger die luft anhält, ja sterben könnte! zuerst habe ich das nur auf den verkäufer bezogen, dann allerdings auch auf mich selbst! ich habe den gedanken natütlich gleich wieder verworfen, aber sowas ist doch gefährlich. Bin ich jetzt geistesgekrankt oder so??"
Jenny, 14
"Liebe Jenny.
In deinem Fall liegt eindeutig eine ernsthafte gefährdung des markenbewusstseins vor. und nicht nur das, psychisch krank bist du auch noch! Wenn du nicht schnellstens eine Therapie machst, müssen wir leider eine entziehung deines bravo-abonnements in betracht ziehen!"

naja, spaß beiseite. wollte jetzt auch nicht alle normalos runtermachen, aber ich finde, dass ernsten themen wie dieses nicht in solchen zeitschriften behandelt werden sollten.
hm, also kann schon sein, dass es auch verblödete goths gibt.
und definiere normalo... gut, jemand der kein goth ist. aber nehmen wir doch mal otto normalverbraucher. für den ist selbstmord doch sowas wie dummheit, siehe oben.
ich sage ja sowieso nicht, dass goths grundsätzlich ehr zu suizid neigen.
aber es ist schon schwierig, vom schubladendenken wegzukommen. ich kann ja mal ne umfrage an meiner schule machen: "hast du schon einen erfolgreichen selbstmord hinter dir? bitte erklär mir doch, was dich dazu getrieben hat." na, viel spaß! naja, ich würde die szene jedenfalls nicht als besonders suizidgefährdet bezeichnen.



geschrieben von: Julya

nunja, ich bin da immer etwas zwigespalten.
meine erfahrung in der klapse sagt mir, daß grufties schon zu suizidalität neigen, da dort verhältnismäßig viele waren.
aber die "normalos" die dort waren, hatten auch schwere probleme. da gings nich um nike-schuh-farben ;)
also, ich denke schon, daß das unter grufties öfter vorkommt, oder war "meine klapse" so eine ausnahme?

und glaub mir, 8 von 10 "gothis" sind blöd. genauso wie der rest der menschheit auch, da sinds dann vielleicht 9 von 10. ;)



geschrieben von: psychochicken

alle menschen sind doch irgendwie blöd. ;)
nur mal so ne frage, bist du selber ein goth und hältst dich für blöd oder willst du goths auf die schippe nehmen? ich mein das jetzt nicht böse, schließlich bin ich selber kein goth. aber vielleicht waren "deine" goths besonders geistesarm? oder woher weisst du, dass sie so enorm geistig beschränkt sind?

normalo ist eben nicht gleich normalo, aber ich wüsste nicht, wie so ein richtig eingelbildeter idiot selbstmordgedanken entwickeln sollte.
klar, das mit der klapse ist schon ein beweis, aber man sollte (womit ich dir allerdings nicht unterstellen will, das getan zu haben...) nicht gleich von jedem goth glauben, er hätte für alle fälle schon den strick parat.



geschrieben von: Julya

aaalso, psychochicken.


ich nenne mich zwar nicht so, aber nun gut, sagen wir, daß ich ein "goth" bin.
ich denke schon, daß ich ein gewisses maß an intelligenz besitze und an die menschen (oder spezieller "gothics"), mit denen ich mich umgebe, stelle ich auch ansprüche an ihre intelligenz.
ich selber bin halt ne schwarze person, von daher ist der größte teil meines freundeskreises auch schwarz, aber an meiner arbeit oder im studium habe ich ja auch mit genügend "nichtschwarzen" zu tun. und darum sage ich, daß es in beiden gruppen sehr kluge und intelligente leute, sowie auch strunzdumme gibt!

so und jetzt ich wieder mit dem beispiel der klapse, mal ganz anschaulich.


X = "gruftie"
O = "normalo"



X X X X X ~im verhältnis zu~ O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O O


so, sagen wir mal, das ist das verhältnis gruftie zu normalo (auch wenns weit weniger grufties sind, nur mal so zur anschauung ;) )

und die blauen sind die, die suizidal und in der klapse gelandet sind. (und die fettgeschriebenen bei beiden sind die blöden *g*)
dann sind es doch eindeutig mehr grufties, auch wenn die normalos mehr in der zahl sind... auch mal ganz unabhängig von der blödheit, denn es waren in der klapse auch wirklich viele, die nichts im kopf hatten!


so und mit meiner anschaulichen these *g* sage ich ja nicht, daß alle grufties suizidgefährdet sind, sondern nur im verhältnis zu den "normalso" mehr!
so! ;) puh... genug für heute...



die jule



geschrieben von: Jaddy

Zitat:
Ich glaube nicht, dass es in "schwarzen Kreisen" mehr Selbstmordgefährdete gibt als in anderen Bevölkerungsgruppen/Subkulturen/was auch immer.

dem stimme ich zu... es gibt freudestrahlende "schwarze" genauso wie depressive punks...
suicid und gothic könnte man dem thema
satanismus und gothic zuteilen, weil das ansichtssache und personenbedingt ist



geschrieben von: Cyberpagan

Ich denke, das Vorurteil kommt daher, daß viele "normale" Leute schwarz mit Tod assoziieren und eine gesunde Melancholie mit Depressionen verwechseln.
Und wenn da nun jemand daherkommet, schwarze Klamotten trägt und sich The Cure reinpfeift, dann hat er den Stempel... kann man nix machen. Und, mal ehrlich, es interessiert mich nicht, was die breite Masse von mir denkt. Ich laufe zwar nicht den lieben langen Tag mit nem Iro rum, nur um zu provozieren (das wäre einfach nur dumm - außerdem hab ich nicht jeden Morgen unbedingt die Geduld, mich aufzubrezeln!), aber meine Einstellung hab ich - und die werde ich niemandem zuliebe verbiegen!
Ansonsten bin ich Realist - Gothic bedeutet für mich nicht eine "Lebenseinstellung" - es geht um Musik und "Style", allerdings bin ich der Meinung, daß eine bestimmte Einstellung einen dazu bringt, sich intensiver (also nicht nur bis Wolfsheim oder HIM) mit der Musik (und den Wurzeln der "Szene") zu beschäftigen.



geschrieben von: Relativ_Mensch

Wouwouwou... mal langsam Leute!
Ich weiss ich komm spät - aber dennoch!

Wie man hier vielleicht etwas erkennen kann
hat Gothic schon etwas mit Depression zu tun - mit Suizid eher weniger, ist aber das ist zu dynamisch.

Die Geschichte entwickelt sich aus dem Lebenslauf eines Menschen..

Ein Goth ist nicht in dem Sinne "Zeitweilig depressiv" wie ein "normaler" Mensch. Er hat lange in depressionen gelebt, ist vielleicht sogar so aufgewachsen und hat gelernt, mit ihnen umzugehen (oder ist noch dabei).

Die Depression "leben" zu lernen ist eines der wichitgsten Grundfaktoren eines Goth-Lebens - durch die Fähigkeit, eine depression "Leben" zu können und diese als normal zu empfinden, werden diese Wesen sich auch früh mit dem Tod auseinandersetzen.
Und? Sie fühlen sich daseinsgetreu bei diesem sehr wohl und Heimisch!

>Von einigen wie z.b. Lacrima hier sehr schön beschrieben<

Viele Menschen treibt eine Depression zum Suizid.

Eine gleichstarke Depression bewirkt bei einem normalen Goth eher wenig.

Ein Goth fühlt sich in den für Gesellschaftsmenschen normalen Gefühlswelten eher unwohl und unsicher. Dafür kann er gut mit "negativen" Gefühen umgehen, weil er dort "zuhause" ist.

Das ganze Gefühlszeug kann man sich auch als Diagramm vorstellen, wo sich ein "Normalo" im oberen +/- bereich und ein Goth sich im unteren +/- bereich berwegt.

Überschreitet ein Normalo die 0-Linie nach unten, so ist er depressiv.

Überschreitet ein Goth die 0-Linie nach Oben - so kann er (sowas ähnliches wie) depressiv werden, oder die "Seite wechseln" um ein Normalo zu bleiben (Kurzzeitig oder Dauerhaft)

(Diese Art der Depression versucht den Goth eigentlich nur wieder nach unten, auf festen Boden, zu holen - nicht viel mehr)

Man könnte anhand dieses Beispiels auch sagen "tiefer als ein Goth kann man nicht sinken" - und tatsächlich scheint dies auch so zu sein.

Aber:
Was für die einen "tief" ist, ist für die anderen "normal"...



geschrieben von: psychochicken

interessant. wieviele fachzeitschrifen sind dafür verantwortlich?



geschrieben von: Relativ_Mensch

Dafür gibt es nur eine Zeitschrift.

Name: Weisheit
Verlag: DasLeben
Kostet: DasLeben
Dauert: DasLeben

Kann man aber leider nicht kaufen, bekommt man meist geschenkt, wenn DasLeben endet.

>
Ich Lese nicht, ich Schreibe nur,
ich lebe nicht, ich treibe nur.
<



geschrieben von: NegativeCreep

ich denke es ist ganze einfach so das Gothics sich viel mehr Gedanken machen als "normalos". dadurch fällt ihnen viel mehr auf wie traurig unsere Welt ist und dass leben eigentlich keinen Sinn macht.
Andere Leute denken einfach nicht so viel darüber nach, warum sie leben, ob sie überhaupt leben wollen, wofür sie leben.
das heißt sie kommen auch nicht auf die Idee es einfach zu beenden....

aber das sind nicht nur Gothics,
das ist bei Punks ähnlich denke ich,
nur das Punks meist eher ein Kämpferherz haben,
sie versuchen sich aktiv gegen den Dreck zu wehren der um sie geschiet, geben nicht einfach auf...


ich entschuldige mich im vorraus falls es für einige sehr verallgemeinernt klingt, sollte es nicht.
Jeder denkt anders darüber nur sind die Tendenzen nach meinen Erfahrungen je nach Einstellung eben mehr wie oben genannt.

meiner meinung nach....


mfg , Creep



geschrieben von: Nnordy

Ich denke nicht daß es in der Szene mehr Suizidgefährdete gibt als unter den "Normalos" oder in anderen Szenen. Wenn man sich mal anguckt, wer heutzutage den Freitod wählt, findet man da einen breiten Querschnitt durch alle Gesellschaftsschichten, Szenen und Alter...
Das "Vorurteil" mit dem Depressivsein kommt wohl v.a. daher, daß sich Gothics eher trauen, dies zuzugeben bzw. sich hauptsächlich mit Denkstoff beschäftigen, bei dem man nur depressiv werden kann - dies ist nicht als Spott gemeint, sondern bitterernst! Wenn man so über die Welt nachdenkt - und sie nicht verdrängt, wie viele andere dies tun - dann kommt man um Depressionen nicht herum. Und hier findet man Leute, denen es ebenso geht. Viele andere Leute beschäftigen sich mit diesen Themen - ebenso wie mit dem Tod - überhaupt nicht... Oder verdrängen es... Bis die Psychosen überhand nehmen...
Also wie gesagt, ich denke, es ist ein Wahrnehmungsproblem und keine Tatsache!





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