[Gothic (Gothic & Suizid)] - German Gothic Board

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Gothic (Gothic & Suizid)

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Magotha

Zitat:
Original geschrieben von Todesvogel
DER PREIS DER FREIHEIT IST DER TOD


Der Spruch gefällt mir!!!

Zurück zum Thema: Denke jeder hat schon mal mit dem Gedanken gespielt sich das Leben zu nehmen. Der einer mehr, der andre weniger. Einer früher, einer später. Das hat mit Goth oder nicht Goth nix zu tun! Außerdem würde ich behaupten dass Welten zwischen "Drüber nachdenken", "Die Klinge in der Hand halten" und "Tatsächlich Pulsadern aufschlitzen" liege.



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von Magotha
Außerdem würde ich behaupten dass Welten zwischen "Drüber nachdenken", "Die Klinge in der Hand halten" und "Tatsächlich Pulsadern aufschlitzen" liege.


Machmal liegen nur Sekunden dazwischen....



geschrieben von: NeoGenetic

Zitat:
Original geschrieben von urnata
Also erst vor kurzem hat es sich wieder bestätigt jemand aus meinem Bekanntenkreis hat sich das Leben genommen und er war kein Gothic.
Ich denke die Umstände entscheiden wann wer sich das Leben nimmt. lg urnata



Das tut mir wirklich leid für dich, dennoch muss ich fragen: Und daran, an diesem einen Ereignis machst du fest, dass Goths genauso suizidgefährdet seien wie andere Gruppen?

Wenn du sagst "Europäer essen weniger Sushi als die Asiaten" (blödes Beispiel, aber mir fällt nix andres ein) und du siehst dann einen Europäer, der Sushi ist, kann man dann auch sagen "siehst du, stimmt garnicht!"

Das soll nicht angreifend wirken, da mir die Sache mit deinem bekannten echt leidtut.

@hagzissa13: Sicher liegen nur Sekunden dazwischen, genau wie nur wenige Millimeter...jedoch im Kopf sind es dann doch welten..
Zwischen vorhaben, es versuchen und dann wirklich tun gibt es dann doch noch riesige Unterschiede..



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von NeoGenetic
@hagzissa13: Sicher liegen nur Sekunden dazwischen, genau wie nur wenige Millimeter...jedoch im Kopf sind es dann doch welten..
Zwischen vorhaben, es versuchen und dann wirklich tun gibt es dann doch noch riesige Unterschiede..



wie ich schon schrieb: Meistens ja, aber eben "manchmal auch nicht"...



geschrieben von: Nightangel1991

Moin
also ich stiime euch zu.
klar goths beschäftigen sich mehr mit dem tod als andere,aber mehr suizidgefärdet?Nee!



geschrieben von: urnata

Im Moment betrifft mich dieses Thema mehr als je zuvor- ein guter Freund hat sich kürzlich das Leben genommen. Er war zwar in der Szene aber davor hatte er auch schon Anspielungen gemacht. Jetzt hat er es in die Tat umgesetzt und uns damit alle ziemlich vor den Kopf gestoßen- manchmal bin ich mir nicht so sicher ob es an der Musik lag aber wenn ich im Forum mit anderen Betroffenen schreibe dann weiß ich das es auch genug Normale gibt die Suizid verüben.



geschrieben von: Ultradmb

auch wenn im Leben alles gerade scheiße ist ,
ich mich dafür auch ritze und Depresiv ohne ende binn denke ich das ich
Nicht Suizitgefährdet binn denke zwar drüber nach aber na ja es sind Gedanken
eigentlich gefällt mir das Leben zwar nicht wie es gerade ist wodrann die Gesellschafft schuld drann ist !

aber wenn sich alle mal zusammenreißen und andere behandeln wie sie selbst gerne behandelt werden wollen kan das Leben richtig geiel sein !

die Hoffnung stirbt zuletzt^^



geschrieben von: deadman

nein das kann ich mir nicht vorstellen...
natürlich wird es welche geben aber so eine behauptung ist genau das gleiche wie gothic= satanist und ähnliches

lg;)



geschrieben von: Corruptela

Ein etwas entfernter Bekannter, der in einer Jugendpsychiatrie arbeitet, hat letztens erzählt, rund 80% der Patienten stammen aus der schwarzen Szene. Für ihn ist Gothic eine Art Vorbote der Depression.
Es kam mir vor, als wolle er mir schon vorhersagen, dass meine Depression nicht mehr allzuweit weg ist. Ich teile die Ansicht der meisten von euch, dass Gothic eben nicht gleich depressiv ist, aber wie sind dann diese 80% zu erklären...in Fachkreisen erfährt seine Meinung übrigens Zustimmung, so wie ich mitbekommen habe. Ich finde das schockierend - da wird einem von so schlauen Leuten direkt so etwas "unterstellt", und ob man nun fröhlich ist oder nicht, man ist Gothic und somit sehen sie uns schon auf ihrer Couch....
Ich hätte nicht gedacht, dass sich Ärzte mittlerweile auch schon durchgängig Klischee-Meinungen anpassen. Allerdings: Wie sollen sie vom Gegenteil überzeugt sein, wenn nun wirklich 80% ihrer jugendlichen Patienten Goths sind...



geschrieben von: Corruptela

Vorsicht- nicht 80% der Goths,
sondern
80% von den Patienten sind Goths. So sagt er.



geschrieben von: Corruptela

Ich kann mir nur Vorstellungen davon machen, ich habe zum Glück noch keine Psychiatrieerfahrungen machen müssen, aber die Vorstellungen sind schon beängsitend - was allerdings hier ja wenig zur Sache tut ;)



geschrieben von: Mestigoth

Zitat:
Original geschrieben von Dark Angel 2
Psychiatrie ist der schlimmste Ort. Man hat das Gefühl, man sei dort eingesperrt.

Ich würd meinen, man hat eher das Gefühl, unter Normalen zu sein, eine Art Zufluchtsort vor den ganzen Verrückten außerhalb der Klinik. :D



geschrieben von: Darket

Zitat:
Ein etwas entfernter Bekannter, der in einer Jugendpsychiatrie arbeitet, hat letztens erzählt, rund 80% der Patienten stammen aus der schwarzen Szene.

Wat? Wo denn das? Ich hab mittlerweile auch die ein oder andere von innen gesehen (von berufswegen, bevor jetzt jemand auf die Idee kommt mir psychiatrische Grunderkrankungen jenseits des alltäglichen Wahnsinns zu unterstellen) und wurde immer schräg angeschaut, wenn ich meine Visitenkarte gezückt habe, die mich als Betreuer irgendwelcher Patienten ausgewiesen hat. Abgesehen von mir habe ich da ziemlich wenige schwarze Gestalten gesehen(eigentlich nur mich), auch wenn mich der Pförtner einmal nicht rauslassen wollte, weil er mich für einen Patienten hielt...

Zitat:
Psychiatrie ist der schlimmste Ort. Man hat das Gefühl, man sei dort eingesperrt.

Das könnte daran liegen, dass man das in gewisser Weise auch ist. Gemeinhin dient eine psychiatrische Klinik dazu den Patienten vor sich selbst zu schützen, in manchen Fällen auch andere vor dem Patienten. Das funktioniert nur schlecht, wenn man den Patienten machen lässt was er will. Dann kann man sich das auch gleich klemmen.

Zitat:
Ich würd meinen, man hat eher das Gefühl, unter Normalen zu sein, eine Art Zufluchtsort vor den ganzen Verrückten außerhalb der Klinik.

Stimmt, das merkt man selbst als Besucher :D



geschrieben von: Darket

Gummizellen in dem Sinne gibt es nicht mehr so viel ich weiß. Es gibt allerdings wohl Räume, in die Patienten bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung eingeschlossen werden können. Die gibt es jedenfalls sogar in Gefängnissen. Allerdings hatte ich bislang nicht derart detailliert mit Psychiatriearbeit zu tun. Ich habe bei der Arbeit zwar Klientel, die da bisweilen landet und die ich dann da besuche und mit der Kliniki kooperiere, was genau die da tun entzieht sich allerdings meiner praktischen Kenntnis.



geschrieben von: Bartimäus

also ich würde mich als "goth" bezeichner hier vorerst um klarer erklären zu können...

ich BIN IN EINER Psychiatrie derzeit wegen depressionen und einem suicidversuch also passe ich in dieses klischee rein jedoch bin ich nicht depressiv weil ich "goth" bin sondern weil ich viele viele probleme hab/hatte.
ich war über ostern in einer kriseninterventiontsstation für 11 tage und bin nun sei 19 tagen hier in einer richtigen psychiatrie und habe nur eine frau(35) getroffen die laut ihrer eigene aussage bis vor nem jahr gothic war.
jedoch sind hier ein paar die viel schwarz tragen weil sie sich so fühlen...und ein mädchen hatte ich kurz gesehen die ich der "emo klasse" zuschreiben würde...

daher glaube ich nich das 80% der patienten von der schwarzen szene sind....

aber es stimmt schon das man bei verschiedenen gruppen eine vermehrte anzahl an patienten sieht bzw. hobbys z.b. auf meiner station sind mit mir 6 von 30 die schach spielen



geschrieben von: urnata

Ich bin im Moment selber oft in der Psychiatrie allerdings nicht als Patient sondern als Mutter. Mein Kind wurde wegen einiger Verhaltensauffälligkeiten eingewiesen ich habe davon nichts geahnt er lebte ja beim Vater.
Wenn ich nun dort bin sehe ich selten Leute aus der schwarzen szene aber viele andere.
So oder so es ist schlimm wenn man jemanden durch Suizid verliert ich hoffe diese Erfahrung bleibt vielen erspart. Man redet oft so leichtfertig darüber aber wenn es dann einen selbst trifft und derjenige auch noch ein guter Freund ist- dann trifft das einen ganz schön und man sieht dann vieles auch aus einer anderen Perspektive



geschrieben von: Lamydia

Das ist wahr. Ich denke und es fiel mir auch schon auf ,dass jeder in der Szene schon ein gewaltiges Erlebnis mit gemacht hat..deswegen denk cih depri schon aber nicht unbedingt dauerhaft. Das jeder Suizid gedanken davon hätte oder es schon versucht hat bezweifele ich.

Gut das mit den Suizidgedanken hatte schon jeder Mensch mal gehabt, egal von welcher Szene.



geschrieben von: GrinseRabe

Meinst du, dass es da in jeder Szene gibt oder jeder Mensch schon solche Gedanken hatte? Ich tippe auf das erste, oder?

Ich habe schon viele Erfahrungen damit gemacht. Seit meinen elften Lebensjahr habe ich damit zu tun. Damals wollte mich meine Schulpsychologin einweisen. Hätten sich meine Eltern nicht dafür eingesetzt mich daheim zu behalten wäre ich wahrscheinlich dort. Insgesamt war ich schon dreimal kurz davor eingewiesen zu werden.
In meinem fünfzehnten Lebensjahr erkannten selbst meine Eltern, dass ich kurz davor stand meinen Verstand zu verlieren. Nach einem Erlebnis im Badezimmer.

Ich habe wirklich reichlich Erfahrungen damit gemacht. Viele meiner Geschwister haben schon Selbstmordversuche hinter sich.
Seit ich vierzehn bin habe ich eine Psychologin die spezielle für einige dieser Dinge ausgebildet ist...Ich habe einiges erkannt und die Gedanken lassen nach.

Ich habe schon einige Jahre immer wieder Suizidgedanken...und mit elf trieb ich mich noch nicht in dieser Szene herum.
Ich kann nicht bestätigen, dass viele Goths wirklich suizidgefährdet sind (ich bekomme es hier besonders häufig mit aber wer kann schon beurteilen was echt und was nicht ist? Jedoch bin ich mir in Klaren darüber, dass auch die, die es nur behaupten ein Problem haben das gelöst werden sollte.) , ich spreche nur für mich und bin davon überzeugt hier meine Heimat, ein Teil meines Wesens wieder gefunden zu haben. Und diese Erkenntnis macht mich weiser (ich schätze das Leben mehr) und seit ich spüre, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin fühle ich mich stärker. Deshalb denke ich nicht mehr oder minder über den Tod nach.
Das war schon immer so.



geschrieben von: VampireHeart

Ich denke, es wurde schon alles gesagt, aber ich äußer mich auch mal dazu :-)

"sind gothics depressiv?" sind wohl einige, ich hatte auch eine phase, in der ich überhaupt keine lebensfreude mehr hatte...mit der schwarzen kleidung drücke ich auch irgendwo meine gefühle aus...aber jeder kann depressiv sein/werden, ob er gothic, hopper, punk oder normalo ist.
Ich würde auch nicht sagen, dass ich eine besonders pessimistische einstellung habe, ich sehe nur die wahrheit..aber meine freunde und ich haben, denke ich, alle einen sehr guten humor, albern gerne herum und können lachen :-)

zum thema suizid...schwierig...wie schon gesagt wurde sind gothics wohl oft sensibler als andere, denken viel über das leben, den tod und was danach kommt nach...
aber irgendwo haben bestimmt genauso viele "normalos" suizidgedanken wie "schwarze"



geschrieben von: Lycus

ich denke, damit mir nicht das Gefühl überkommt, nichts dazu gesagt zu haben, schreibe ich auch mal:

suizidgefähred wohl nicht, depressiv vielleicht, naja, denk schon, dass man das wie jeder Mensch mal ist.

Ich persönlich muss bloß hinzufügen, dass mich einige negative Lebenssituationen dazu gebracht haben, über mein eigenes Dasein nachzudenken, warum es mich gibt und sowas. Zu einem guten Ende hat es zwar nicht geführt, das gegenteil jedenfalls auch nicht.

Ich will zwar nicht behaupten, dass Wikipedia gut sei, aber wenn man unter "Gothic (Kultur)" schaut, kann man denk ich mal die hälfte schon für wahr halten.

Natürlich heißt Goth sein, das Gefühl "Goth" zu leben. Es hilft nichts, nur darüber zu lesen, um es wirklich zu verstehen.

Gruß mal an alle Leser



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von Lycus
Ich will zwar nicht behaupten, dass Wikipedia gut sei, aber wenn man unter "Gothic (Kultur)" schaut, kann man denk ich mal die hälfte schon für wahr halten.

Das Ding hat sich über die Jahre stark gewandelt. Ich würde meinen im positiven Sinne. Ich bin mir sicher, es schon vor mehreren Jahren einige Male gelesen zu haben, und da war das Teil eine Katastrophe. Den Wahrheitsgehalt würde ich mittlerweile aber bei 90% ansetzen. Ein bisschen erweitert und die gröbsten Schnitzer entfernt und der Text wäre uneingeschränkt empfehlenswert. Diejenigen, die das Ding hassen, sind in der Regel jene, die sich mit der Realität nicht anfreunden können. Also ein Großteil der heutigen "Szene". Das hat schon seine berechtigten Gründe, weshalb die sich darin nicht wiederfinden.



geschrieben von: Diadermine

Dark Poet .. sprichst mir aus der Seele.



geschrieben von: Ravenlady

Auch meinerseits vespätete grüße zurück (sollte öfters mal on sein^^)
Ich denke jeder hat mal eine (ode mehrere) psychische Tiefpunkt-Phasen.
Meine Hausärztin ist zwar immernoch der festen überzeugung ich sei total depessiv und suizidgefährdet (wegen der schwarzen Klamotten -.-),aber ich bin im moment in ner Phase wo's mir blendend geht.
Und ich war nur einmal so am ende meiner Kräfte das ich dachte "was macht das alles hier noch für sinn" aber jedem der sowas denkt kann ich nur raten:
Weiterkämpfen lohnt sich,nach ner extrem schweren zeit läuft es danach umso besser =)
Also ich habe in der Szene in meiner Umgebung nichts feststellen können an höherer Anzahl depressiver oder suzidgefährdeter Menschen.



geschrieben von: *ISLE*

Also ich persönlich denke nicht, dass Gothic´s mehr Suizidgefährdet sind als andere... Und Depressiv? mmmhh.... naja, es kommt wohl immer auf die Lebenssituation an...



geschrieben von: Darklight86

Nur weil wir über die sogenannten "Tabuthemen" sprechen und uns damit auseinander setzen, sollen wir suizid gefährdet und depressiv sein? Sorry aber das sind Diskussionenbei denen ich mich frage waum diese ständig wiederholt werden müssen? Klar der grösste Teil der Goths zieht sich schwarz an, wir unterhalten uns über Themen die andere meiden aber deshalb sind wir doch auch nur Menschen, wir gehen auch feiern haben Spaß und lachen.


1. suizidgefährdet kann (betonung liegt auf kann)jeder Mensch sein, der psychische Probleme oder ähnliches hat.
2. Depression da sollte man schon mal unterscheiden, ist man grade mal bisschen depri weil man momentan von vielen Dingen genervt ist aber im nächsten Moment oder am nächsten Tag ist man wieder ganz locker drauf, denn das ist eine Art von Deprission bzw. eine Phase die jeder Mensch mal mitmacht.
es gibt aber auch Menschen die Tag für Tag an starken Deprissionen leiden nd meist auch Medikamente einnehmen hier sprechen wir aber von einer Krankheit, mit der nicht zu spaßen ist und die jeden treffen kann ob Goth oder nicht.




carpe diem



geschrieben von: Chipsy500

Leute... Ich war eine Zeit lang so ein wenig depressiv, bevor ich mich wieder aufgerappelt habe... Falle immer noch in depressive Phasen, aber das geht wieder, weil ich weiß, was ich dann tun kann, damit es mir wieder gut geht... Aber warum ging es mir so schlecht ?
Ganz einfach: Weil ich um mich herum ein paar dumme Psychater hatte, die mir gesagt und regelrecht eingeredet haben, dass ich krank und depressiv sein muss... Und dass in einer Zeit, wo ich sowieso mobbingopfer und alles war...
Ich bin von Natur aus Gothic irgendwo ... Trage generell lieber schwarz, habe mittlerweile schwarze Haare, komme somit dunkle rüber... mein Humor ist nicht gerade nett.. Ich habe Humor, aber nicht bei Leuten die ich nicht mag (meine erste Psychaterin :D) der hab ich schon harte Sprüche an den Kopf geknallt... Bin aber unter anderem auch mal im Hippie Kostüm dahin gegangen... Aus Lust und Laune ... ich glaub, die Frau hat mich wirklich für verrückt gehalten ... Und evtl. tun einige hier jetzt das gleiche ;-)
Aber nachdem mir die dann eingeredet hat, ich sei krank, mich in eine Klapse gesteckt hat (allenernstes... *seufz*) ich dort mit Ritzen komfrontiert wurde... könnte man schon sagen, ich war selbstmord gefährdet... Obwohl ich selbst das eigentlich nicht war... Weil ich war jemand anderes, indem ich Gothic war... Nur die dachten ich wäre Krank und haben mich Selbstmordgefährdet gemacht...

Ich hoffe, man kann mir folgen... :D Der Text ist mir nicht gelungen... :-(

mfg,
Chipsy / Louve



geschrieben von: Selene71

Zitat:
Original geschrieben von Todesvogel
Seid mir gegrüsst!
Seit einiger Zeit quält mich schon die Frage, ob das Vorurteil stimmt, dass allgemein gesagt alle Angehörigen der schwarzen Szene suizidgefährdet und dauerhaft depressiv sind. Klar, diese Lebenseinstellung setzt sich extrem mit dem Tod auseinander, doch bedeutet dies gleich, dass man deshalb unbedingt dem Leben gegenüber negativ eingestellt ist? Ich denke nicht...auch Normalos begehen schließlich Selbstmord...bitte beweist mir, dass Gothics nur keinen oberflächlichen Humor haben...



Das ist ein dummes Vorurteil. Wie du schon sagst, es gibt genug "Normalos" die depressiv sind und suizidgefährdet sind. Genau genommen sind die Meldungen hierüber sogar viel mehr.

Klar bin ich auch mal traurig, aber das hat doch nichts mit Gothic zu tun.

Das sind einfach die Vorurteile der Gesellschaft. "Die tragen schwarz, die sind immer deprimiert".



geschrieben von: Maryrose

Nein das stimmt nicht! Bevor ich in der Szene war war ich extrem depri und wollte mich umbringen. Aber seit ich in der Szene bin hab ich nicht mal darüber nachgedacht.Wenn man nach schwarz geht müssten Bodyguards auch deprimiert sein....



geschrieben von: ShaitanJr

@ Maryrose Und Schornsteinfeger erst!

Meine Erfahrungen sind zwiespältig. Ich war bevor ich in die Szene kam nicht depressiv, nur oberflächlicher. Als ich nach und nach schwärzer wurde, wurde mein Denken auch tiefgründiger. So tiefgründig, dass ich zum Misanthropen wurde und es bis heute bin.
Ich habe eine lange Wandlung durchgemacht. Durch das Wirken bestimmter Menschen in meinem Umkreis, die nichts von mir verstanden haben, habe ich ein großes Stück Charakter verloren. Aber noch ein viel größeres Stück habe ich wieder bekommen. Die Szene gab mir Kraft in meinen heftigsten Zeiten. Ich bin Borderliner weil mich Außenstehende dazu gemacht haben und ja, ich habe auch schon mindestens einen halbwegs ernsthaften Suizidversuch hinter mir. Doch die Menschen in der Szene, die mir besonders nahe stehen, die waren da, haben mich aufgefangen und mir auf die Füße geholfen. Ich verdanke der Szene bzw ganz speziell einem Menschen mein Leben, wenn man so will. Meine depressiven Phasen haben nichts damit zu tun, dass ich dauernd über den Tod nachdenken würde. Im Gegenteil. Ich denke zuviel über das Leben und seine Nachteile nach. Aber der Tod erinnert mich daran, was ich oft vergesse: Ich lebe um Spaß zu haben und nicht um mich von den Dingen fertig machen zu lassen, die ich nicht ändern kann. Beziehungsweise gibt mir das Kraft und Willen, gewisse Dinge zu ändern, die mir mehr oder weniger schwer auf der Seele laste(te)n.

Es ist einfach so. Das normale Leben mit all seinen Regeln und starren Käfigen hat mich krank gemacht und nicht das, was mich aus diesen Käfigen befreit hat. :) Darum bleibe ich der Szene treu, egal wie viele auf sie schimpfen mögen.



geschrieben von: Nihilia

Nein, Gothic und Suizid haben nichts miteinander zu tun.
Dennoch kann ich mich ShaitanJR in gewisser Weise anschließen. Wer nur einen kleinen Teil seiner Oberflächlichkeit ablegt und anfängt ein bischen über Gott und die Welt nachzudenken, bemerkt, dass die Erde eigentlich ein dunkler trostloser Fleck ist, auf dem das Leid die Freude überwiegt und wir Menschen zum größten Teil dafür verantwortlich sind. Wenn man dann auch noch in einer ziemlichen schwierigen Phase seines Lebens angekommen ist, kann es wirklich sein, dass man keinen Sinn mehr darin sieht und es beenden möchte.
Zu dieser Erkenntnis kann aber wirklich jeder Mensch kommen, egal ob Goth oder Normalo.
Als ich mal jemandem in einer Phsychiatrie hin und wieder besucht habe, habe ich mich dort auch mit einigen andere Patienten unterhalten und keiner von ihnen gehörte zur schwarzen Szene. (Vielleicht habe ich aber auch einfach die falschen Menschen dort kennengelernt. ^^)



geschrieben von: Carol_Skeletons

Ich sehe in Gothic (ich gewöhne mich nie an das Substantiv im deutschen Satzbau) mehr eine realistische Sicht der Dinge und muss mich daher meinem Vorredner anschließen:
Wer über etwas mehr Grips als zwei weiche Semmeln verfügt, hat spätestens inmitten der Pubertät bemerkt dass die Menschheit sich selbst zerstört anstatt aus der Erde einen schönen Flecken zu machen, wozu (man höre und staune) sie ebenfalls fähig wäre.
Das man da in Melancholie abdriftet ist nun wirklich kein Wunder.
In einer halbwegs brauchbaren Abhandlung über die Szene (man verzeihe mir dass ich aus phlegmatischen Gründen keine Link suche) hab ich mal gelesen, dass der Punker versucht die Türe zur Veränderung mit aller Macht einzutreten während ein Gothic auf dem Nachhauseweg ist, nachdem er keinen Weg gesehen hat die Türe in dieser Wirklichkeit aufzubekommen.
Ich denke das bringt es auf den Punkt.
Eine entsprechend düstere Sicht auf die Welt und das Leben ist einfach Voraussetzung, aber, so denke ich, ansonsten ist man auch wohl kaum gewillt sich der Szene anzuschließen.
Suizidal wird man, egal ob Gothic oder nicht, wohl nur wenn man nichts mehr sehen kann dass einen an diesem Ort hält, egal wie falsch man sich dort fühlt.
Todesaffinität und ein realistischerer Standpunkt dazu resultieren natürlich aus unserer Einstellung zum Leben, aber diesen Hang darf man auf keinen Fall mit Sehnsucht verwechseln.

Es ist also ein dämliches Vorurteil geboren aus der üblichen Ignoranz und faschistischen Engstirnigkeit des Homo Sabber.





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