[neues Staatssystem] - German Gothic Board

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neues Staatssystem

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Sui Caedes

Ich habe mir mal Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Deutschland ein neues Staatssystem braucht!

Ich ahb dann auch schon mit einigen Leuten darüber diskutiert, aber irgendwie ist da nichts Konstruktives bei herausgekommen.

Also stell ich das Thema einfach mal hier ins Forum.

Meint ihr auch, dass ein neues Staatssystem her muss?
Und wenn ja: Wie sollte das aussehen?
Und wäre Deutschland bereit für eine Revolution (meine eine Lehrerin meinte nämlich, das wäre erst der Fall, wenn die Leute hungern)?

Würde mich freuen, wenn viele (konstruktive, sachliche) Antworten kämen.

Gruß SC



geschrieben von: Cyberpagan

Hättest ja schon einmal mit Vorschlägen anfangen können... ;)

"Es muß anders werden" ist immer einfach gesagt, aber ein für Otto Normalbürger "besseres" Staatssystem muß nicht zwangsläufig auch besser funktionieren:

- Mehr Basisdemokratie bringt oft auch längere Entscheidungszeiten und mehr unsinnige Diskussionen über Kleinkram mit sich
- wie es so schön heißt, irgendwoher muß das Geld für das Funktionieren des Staats kommen - Steuern werden immer fällig sein
- das Sozialsystem, wenngleich zunehmend löchrig, ist immer noch eins der besten weltweit - und auch hier gilt der vorhergehende Punkt

Dazu kommt, daß Politik und Wirtschaft (leider) weltweit inzwischen derart verflochten sind, daß viele Entscheidungen auf Konsequenzen überprüft werden müssen: Entscheidung "gegen" die Wirtschaft -> Abbau/Verlagerung von Arbeitsplätzen -> höhere Arbeitslosigkeit -> höhere Kosten für den Staat. Dies macht den Staat mittlerweile erpressbar und ist sicher der falsche Weg, läßt sich aber nur in einem WELTWEITEN Konsens ändern...
Und außerdem haben Gesetzesänderungen das Problem, daß sie EU-konform sein müssen, d.h. eine "Umstrukturierung" des Staates ist nur im Rahmen der EU-Gesetze möglich. Auch hier natürlich die Frage, ob das so wünschenswert ist.

Ich will hier nichts schönreden, aber ein paar Punkte anführen, die man bedenken sollte, bevor man blind drauflosrevoluzzt - bin halt Realist :D



geschrieben von: decay73

Ein System ist nur so gut, wie die an ihm telhabenden Menschen.

Vielleicht sollte man tatsächlich erst einmal versuchen, es von de Seite anzugehen, anstatt immer gleich Änderungen an einem eigentlich gar nicht so schlechten System vorzunehmen.

Wenn ich mir z.B. 'meine' Arbeitswelt anschaue, sehe ich, daß ständige Umstrukturierungen nicht viel mehr bringen, als Unruhe. Besser läuft es aber dadurch auch nicht.
Aber es scheint einigen "Führungs"kräften besser zu gefallen, ständig neue globale Ideen zu verwirklichen, als mal ihren Grips in konstruktive Lösungsansätze bzw. in Bezug auf ihre eigenen, eigentlichen Aufgaben zu investieren.

Mir scheint jedenfalls, daß D. nicht am System ansich krankt, sondern an dem mangelnden Einsatz und der mangelnden Einsicht der einzelnen Menschen.

~decay~



geschrieben von: MohaDeeP

Hallo

Also das Regierungssystem wie es im Moment besteht kann nicht mehr lange finanziert werden, es hat sehr gute soziale Ansätze aber durch die Kapitalistische wirtschaft, welche ja nunmal auf das reichsein weniger abzielt, und die parteien Demokratie(bzw Parlaments) ist keine "schnelle" Veränderung möglich.

Ich weiß ja nicht ob es dir schon aufgefallen ist, die opposition hat ja die Aufgabe die Vorschläge der regierenden Partei zu hinterfragen und gegebenenfalles abzulehnen,dass Problem an dieser Sache ist,das die Opposition auch sehr gute Ideen ablehnt, da sie ja in der nächsten Wahlperiode an die Macht wollen und wenn die regierende Partei keine guten Ideen verwirklichen kann ist die Chance zur Machtergreifung für die Oppositionspartei um ein vielfaches größer (ein oftmals zu hörender Satz:"Wir sind ersteinmal grundsätzlich dagegen" wobei keine besseren, geschweige überhaupt Vorschläge vorliegen)
Daraus ergibt sich doch die Frage ob es der Opposition überhaupt im Willen ist auszuwählen ob es gute oder schlechte Ideen sind.

Das nur als Einführung.

Ich denke auch das es bald einen großen Umschwung geben wird, da nach wie vor die arbeitende Bevölkerung in der Überzahl ist bleibt ein "Aufstand" unvermeindlich.

Möglichkeiten die jetzige Regierungsform zu erhalten wären:

1.Die Altmodischen Eigentümlichkeiten in den Staatsverwaltungen.
Es ist ein "Mittelalterliches" überbleibsel, dass es Beamte gibt, die unglaubliche Vorteile haben, deren Versicherungen vom Staat bezahlt werden, die sehr früh in Frührente gehen können...
2.Oder noch besser Abgeordnette oder Minister die nur wenige Jahre arbeiten und Anspruch auf die volle Rente haben...
3.Eine härtere Konntrolle der Menschen die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen, da viele von ihnen in der Lage wären Arbeiten zu gehen und ob du es mir glaubst oder nicht jeder der wirklich Arbeiten will bekommt auch arbeit und ich finde es eine frechheit das es Leute geben kann die einfach nicht so weit fahren wollen oder denen die Arbeit zu blöd ist.

Also ich denke es könnte eine Veränderung geben aber die Menschen sind im Moment zu abgesichert um eine "Revolution" zu starten.

Grüße



geschrieben von: =IK=Waylander

lang lebe die monarchie......

tja, ist zwar nicht möglich aber klass wärs trotzdem irgendwie....

so, jetzt könnt ihr mich zermalmen ;-)



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von MohaDeeP
3.Eine härtere Konntrolle der Menschen die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen, da viele von ihnen in der Lage wären Arbeiten zu gehen und ob du es mir glaubst oder nicht jeder der wirklich Arbeiten will bekommt auch arbeit und ich finde es eine frechheit das es Leute geben kann die einfach nicht so weit fahren wollen oder denen die Arbeit zu blöd ist.


Dazu vielleicht noch eine kleine Ergänzung:
Der Gerechtigkeit halber dann aber auch bitte eine härtere Kontrolle derjenigen, die verdammt viel verdienen, aber keine Lust haben, Steuern zu zahlen und sich so ihrem Beitrag zum gesellschaftlichen Gesamtwohl zu entziehen versuchen.

~decay~



geschrieben von: LaChatte

"jeder, der wirklich will, bekommt Arbeit"

ist leider nicht ganz richtig. Gerade viele ungelernte Leute krüppeln sich ein Leben lang auf dem Bau oder in der Reinigung oder in einer Fabrik ab, und wenn sie dann mit vierzig oder fünfzig Jahren (wie zu erwarten) oft beruflich bedingt krank werden, können sies vergessen, noch Arbeit zu finden... Und siechen da halt so noch den Rest des Lebens dahin, ohne dass es ihnen irgendjemand dankt. Das ist eine traurige Tatsache.

Grundsätzlich bin ich immer noch davon überzeugt, dass ein basisdemokratisches System auf Dauer die beste Lösung ist: es ist zwar langsam und schwerfällig, es wird oft lang und auch überflüssig diskutiert, aber es ist stabil und bietet einen sicheren Rahmen für alle. Wichtig fände ich, dass alle integriert werden, also auch Ausländer zB nach einem Jahr im Land das Stimmrecht bekommen...

- grundsätzlich sollten Formen gefunden werden, die die aktive Beteiligung aller Bürgerinnen fördern, und die eine gerechte Verteilung der Rechte und damit verbundenen Pflichten garantieren



geschrieben von: MohaDeeP

Hallo

@Decay73

Ich vermute du meinst die, die Schwarz arbeiten und nicht die die ganz normal Steuern zahlen nur einfach viel verdienen.
Da stimm ich Dir dann natürlich zu.

@LaChatte

Also jemand wie diejenigen von denen du hier sprichst sind Menschen die sich stets durchs Leben schlagen, die haben es sicher nicht wirklich gut und auch nie ein erholsames Leben, sind aber nicht die Personen die ich meine. Ich gehe hier von Menschen aus die Arbeitsfähig sind sich nur zu schade für bestimmte Arbeiten sind (in Gewissem Maße auch verständlich: Ein Diplomingenieur wäre in einem sporadisch eintönigen Beruf oder einem !VÖLLIG! nicht fordernden Beruf falsch eingesetzt) oder unfähig sind mal zu sagen ach ich fahr auch ne ganze strecke zur Arbeit...



geschrieben von: Gevatter Tod

Wenn dann bräuchten wir auch gleich ein neues Wirtschaftsystem. Die Änderungen würden nicht nur auf nationaler Ebene stattfinden müssen, eine Weltrevolution währe von Nöten. Aber schon in diesem Land wärs schwer bis unmöglich.

"In Deutschland wird es nie eine Revolution geben, denn dazu müßte man den Rasen betreten"
-- Rosa Luxemburg



geschrieben von: decay73

Ja, MohaDeeP, die meine ich und die, die viel verdienen und ihr Geld illegal oder halb-legal an der Steuer vorbei schleusen.

~decay~



geschrieben von: Asmodyrian

@bout Finanzierung.... ich hab´ja allgemein den Eindruck das der Lohn im umgekehrten Verhältniss zur Leistung steht, dies liegt allerdings am System.... und das System liegt am Menschen, eine Regierungsänderung bringt rein gar nix so lange die Menschen die es erschaffen die selben sind wie ihre Vorgänger. Doch darauf das sich Menschen ändern können wir ja bekanntlich noch lange warten.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Cyberpagan
"Es muß anders werden" ist immer einfach gesagt, aber ein für Otto Normalbürger "besseres" Staatssystem muß nicht zwangsläufig auch besser funktionieren:
Besonders dann, wenn es auf Prinzipien beruht, die zwar als heilige Kühe gelten, aber deren Notwendigkeit nicht nachgewiesen ist. :D
Zitat:
- Mehr Basisdemokratie bringt oft auch längere Entscheidungszeiten und mehr unsinnige Diskussionen über Kleinkram mit sich
Für den, der über den Dingen schwebt, sind die Probleme der Leute meist "Kleinkram".
Zitat:
- wie es so schön heißt, irgendwoher muß das Geld für das Funktionieren des Staats kommen - Steuern werden immer fällig sein
- das Sozialsystem, wenngleich zunehmend löchrig, ist immer noch eins der besten weltweit - und auch hier gilt der vorhergehende Punkt

Das mal iiiiiirgendetwas ohne Geld funktionieren könnte, ist natürlich völlig undenkbar! Sowohl im "Staat" wie auch im Sozialsystem kommt es vor allem darauf an, daß jemand die ARBEIT tut. Ob er dafür Geld erhält oder er seine Lebensbedürfnisse auf andere Art befriedigen kann, ist eine andere Frage.
"Der Wert entspricht der gesellschaftlich notwendigen Arbeit" hat Karl Marx mal geschrieben. Wie wär's mal mit dem Versuch, Arbeitsleistungen miteinander zu verrechnen?
Zitat:
Dazu kommt, daß Politik und Wirtschaft (leider) weltweit inzwischen derart verflochten sind, daß viele Entscheidungen auf Konsequenzen überprüft werden müssen:
Da muß ich dir leider Recht geben.
Zitat:
Entscheidung "gegen" die Wirtschaft -> Abbau/Verlagerung von Arbeitsplätzen -> höhere Arbeitslosigkeit -> höhere Kosten für den Staat. Dies macht den Staat mittlerweile erpressbar und ist sicher der falsche Weg, läßt sich aber nur in einem WELTWEITEN Konsens ändern...
Das wäre noch die Frage, wenn man wirtschaftlich relativ unabhängig sein kann (was zur Zeit aber den ungehinderten Zugang zu den wichtigsten Rohstoffen erfordert).
Zitat:
Und außerdem haben Gesetzesänderungen das Problem, daß sie EU-konform sein müssen, d.h. eine "Umstrukturierung" des Staates ist nur im Rahmen der EU-Gesetze möglich. Auch hier natürlich die Frage, ob das so wünschenswert ist.
Das erinnert mich aber jetzt sehr an den Rosa-Luxemburg-Satz: "In Deutschland wird es nie eine Revolution geben, denn dazu müßte man den Rasen betreten". :D
Zitat:
Ich will hier nichts schönreden, aber ein paar Punkte anführen, die man bedenken sollte, bevor man blind drauflosrevoluzzt - bin halt Realist :D
Ich halte auch nichts davon, alles Vorhandene ungeprüft über den Haufen zu werfen, wie es 1989 mit der DDR passiert ist. Aber in manchen Situationen sollte man einfach mal den Mut haben, selbst eine Entscheidung zu treffen. Wo das Hin und Her und Vor und Zurück der aktuellen Regierung hinführt, sieht man ja.



geschrieben von: Totengräber

Ich denke unser System ist eigentlich schon in Ordnung, aber leider werden die Möglichkeiten nicht voll genutzt.
Die Bevorteilung muss abgeschaft werden, dies auf jeden Fall, sonst sehe ich schwarz.(Mist, blöde Phrasen)
Zudem sehe ich es so das auch zu viele Köche den Brei verderben.
Man sollte wieder weniger Abgeordnete haben, also schmeißt ein paar raus.

Wenn es schon einen Systemwechsel geben sollte wäre ich für einen Senat. Manche/r wird sich fragen was daran besser sein soll.
Nun ich denke erster Schritt sollte sein das die Parteien Abgeschafft werden. Dadurch könnte jede/r Senator/in frei nach seinem/ihrem gut Dünken entscheiden und sich nicht der Partei-Meinung unterwerfen müssen.
Dies sehe ich als Hauptübel an.
Und Einzelpersonen lassen sich leichter überwachen als Parteien, siehe Schmierge... ähm Parteispenden.



geschrieben von: Hastur

Zitat:
Original geschrieben von MohaDeeP

3.Eine härtere Konntrolle der Menschen die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen, da viele von ihnen in der Lage wären Arbeiten zu gehen und ob du es mir glaubst oder nicht jeder der wirklich Arbeiten will bekommt auch arbeit und ich finde es eine frechheit das es Leute geben kann die einfach nicht so weit fahren wollen oder denen die Arbeit zu blöd ist.



oh ja? fein, dann versuch mal bitte im berliner umland eine arbeitsstelle für eine junge, ungelernte (ausbildung wird nicht anerkannt) mutter zu finden. viel spass.

davon abgesehen ... warst du mal auf dem sozialamt? hast du mal gesehen wie unmenschlich die leute da behandelt werden? wenn du da auftauchst bist du sofort als faulenzer und schmarotzer abgestempelt, vor allem von den mitarbeitern. ... tus dir erstmal an bevor du sowas behauptest .. oder finde 4 millionen freie arbeiststellen ... die auch jemand bezahlt.



geschrieben von: MohaDeeP

@Hastur

Pass mal auf, ich kenne genug Leute die Arbeitslos geworden sind, es gibt immer eine Möglichkeit und wenn du dich bei einer zeitarbeitsfirma anmeldest.

Und was du beschreibst zeigt wieder das Bild "ich möchte ja arbeiten aber ich find halt keine um die Ecke, aber ich will nicht weg."

Ich kenne so viele Familienväter die ihren Hintern hochheben und in der Woche wegfahren um zu arbeiten, nebenbei aber nach anderen Stellen in der nähe suchen und das ist der Punkt den ich meine, viele wollen gleich eine Arbeit in ihrer direkten Umgebung.
Und ausreden gibt es immer genügend.
Ich kenne einige Leute die erst bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet haben und dann übernommen wurden, wichtig ist es doch das man versucht wirklich zu arbeiten und sich nicht selbst Ausrede über Ausrede schafft damit man ja nicht arbeiten muss.
Zeitarbeitsfirmen sind vieleicht nicht die beste Lösung für eine junge Mutter aber auch dort kann man Büroarbeiten uvm... machen.

Nimms mir nicht übel aber ich hab zu viele Schlechte Erfahrungen gemacht mit Leuten die sich rausgeredet haben.

(Du kannst nicht von mir erwarten ohne pauschalität zu arbeiten, ich muss pauschal werden um nicht zu viele Ausnahmen machen zu müssen, denn wenn ich anfange Kompromisse zu machen dann brauchen plötzlich kaum noch Leute arbeiten)

PS: Denk mal drüber nach wieviele Voraussetzungen eine Arbeit für manche Leute haben muss damit sie es Wert ist angenommen zu werden.



geschrieben von: MohaDeeP

@Hastur

Also das mit dem Sozialamt, da kann ich dir leider nur zustimmen die Leute fühlen sich oft so erhaben.
Das ist wirklich nicht in Ordnung, weil sie eigentlich nicht wissen wie man sich fühlt wenn man kein Geld hat und deshalb sozusagen bei Vater Staat "Betteln" MUSS.

Hast du echt recht find ich auch sch...

Grüße

;) :rolleyes: ;)



geschrieben von: LaChatte

Nun, es gibt das eine und das andere - als Mitarbeiterin in einer Zeitarbeitsfirma seh ich da so ziemlich alles. Es gibt die, die sich für alles zu schön sind, und es gibt die anderen, die alles tun, damit sie arbeiten können.

Die Ungerechtigkeit (des Systems? der Gesellschaft?) besteht darin, dass eben oft einer, der gut schwatzen kann, sich ohne arbeiten zu müssen über die Runden bringt, während andere, die seriös sind und arbeiten wollen, tatsächlich mit grössten Anstrengungen nichts finden. Und die Opfer sind oft die ehrlichen Leute, und oft genug habe ich erleben müssen, dass Ehrlichkeit gegenüber den Behörden sofort und streng sanktioniert wird (wenn man zugibt, einen Fehler gemacht zu haben), während mache krumme Tour unbemerkt und unbestraft blieb. Das System provoziert quasi Lügen und Betrug ihm gegenüber.

Unser System müsste dahingehend umfunktioniert werden, dass Engagement tatsächlich belohnt wird und Schwänzen Sanktionen mit sich bringt. Und auch dass kleinere Fehler, die man gemacht hat, weil mans nicht besser weiss (wer soll schon den ganzen Papierkrieg durchschauen) human und kulant gehandhabt werden.



geschrieben von: kelkan

hallo leutz,
staat und wirtschaft sind zweierlei, auch wenn es wechselwirkungen gibt. mir fällt auf, dass es irgendwie eine difuse ratlosigkeit darüber gibt, wie es denn nun weitergehen soll.
Offensichtlich hat sich unser föderalistisches Staatsmodell überlebt, weil unsere verfassungsorgane, mit ausnahme des BVerfG nicht mehr Handlungsfähig sind. Punkt zwei: Europa. Unsere Verfassung sieht die Vereinigten Staaten von Europa nicht wirklich vor. Und unser Bundestag wird wohl eine europäische Verfassung billigen aber schwer an den Folgen zu knapsen haben. Vom "Steuersystem" - mit dem der Staat auf Wirtschaft und Bürger einwirkt ganz abgesehen: es ist weder gerecht noch effektiv geschweige denn effizient.
Nur: keiner traut sich wirklich, was zu ändern und zwar in der Substanz.
Traurig eigentlich.:eek:



geschrieben von: Gurabulu

ein paar kurze Ideen:

-mehr Basisdemokratie? Aber nur wenn sich die Mentalität der Menschen ändert: Eine Menge Staaten in den USA sind quasi pleite, weil Steuersenken so populär war in den 90ern; besonders Kalifornien soll unregierbar sein, weil Steuererhöhungen meine ich plebiszitär gestoppt werden können.

- Deutschlands jetziges System der Renten- und Krankenversicherung sei nicht mehr finanzierbar wegen der demographischen Entwicklung im Jahre 2040? Deshalb brauchen wir eine Radikalreform? Nur noch komplette Eigenvorsorge könne dem begegnen? Nein, soweit würde ich nicht gehen. Zwar mag es momentan so aussehen, als würde 2040 so etwas nötig sein, aber so muß es nicht kommen. Zum Verlgeich. Anfang der 70er haben sich die Abgeordneten die Köpfe im Bundestag heißdiskutiert, was man mit den Milliarden-Überschüssen in der Rentenversicherung machen solle, die für Mitte der 90er erwartet wurden. 25 Jahre später gab es die dann aber nicht, im Gegenteil... Will sagen: nicht zu langfristig planen und dafür Radikalstreformen machen, denn die Berechnungsgrundlagen werden sich garantiert ändern.



geschrieben von: LaChatte

*eine Fahne hochhalt*

Ich bin Idealistin, und ich bin überzeugt, dass die Menschen von selber ihre Mentaltiät ändern werden, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Verantwortung auch in der Politik zu übernehmen... Sollte allerdings ganz sanft und langsam geschehen.



geschrieben von: aurora borealis

Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
*eine Fahne hochhalt*

Ich bin Idealistin, und ich bin überzeugt, dass die Menschen von selber ihre Mentaltiät ändern werden, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Verantwortung auch in der Politik zu übernehmen... Sollte allerdings ganz sanft und langsam geschehen.



und WANN würden denn die Menschen ihre Mentalität ändern?
Geldgier, Neid, Eifersucht u.a. müsste vorher ausgelöscht werden.
Und das mit der Mündigkeit, das hatten wir ja schon mal ;)



geschrieben von: LaChatte

In der Schweiz funktionierts ziemlich gut... und wenn das Volk entscheidet, muss das Volk mit seinen eigenen Entscheidungen leben und die ausbaden - da wirds etwas schwieriger, die Verantwortung an die "ach so bösen und korrupten" Politiker abzugeben.

Und schliesslich ist sich jeder selbst der nächste - wenn jeder in seinem eigenen Interesse stimmt, wird die Mehrheit ihr Interesse bekommen, und die Mehrheit also zufrieden sein.

Verantwortung erzeugt eine gewisse Reife in den Entscheidungen.



geschrieben von: Der_Philosoph

Hab jetzt eigentlich keine Beiträge gelesen, nur den letzten von LaChatte, dem muss ich zustimmen. Die Schweiz ist schon nahe dran an einem wirklich funktionierenden Staatssystem!

Ich bin für gar kein Staatssystem, die sind alle gleich schlecht! In 6000 Jahren Geschichte gab es nie ein Staatssystem, dass wirklich sinnvoll war, sonst wäre es dabei geblieben! Die Menschen müssen sich ändern und ihr Bewusstsein schulen und versuchen mehr aus dieser Demokratie zu machen, hin zu einem wirklich menschenwerten System!
Dabei ist meiner Meinung Toleranz, Transparenz, Konkurrenz auf gleichberechtigter Ebene, sowie viel Bewusstsein und Disziplin nötig! Fleiß und ein gewisser Ehrgeiz können gut genutzt werden! Weiterhin sollte der Werteverfall umgekehrt werden, WER sagt denn eigentlich, dass wir nicht einfach NEUE Werte schaffen können?! :)



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Original geschrieben von Der_Philosoph


Ich bin für gar kein Staatssystem, die sind alle gleich schlecht! In 6000 Jahren Geschichte gab es nie ein Staatssystem, dass wirklich sinnvoll war, sonst wäre es dabei geblieben!



Aber es ist die Tatsache da, dass auf der ganzen Welt viele Menschen miteinander leben und daher verbindliche Formen finden müssen, um dieses Zusammenleben für alle annehmbar zu gestalten.

"gar kein Staatssystem" würde vermutlich Anarchie und das Recht des Stärkeren bedeuten, und das willst du wohl auch nicht.

Daher finde ich es wichtig, dass sich doch jeder Bürger, jede Bürgerin Gedanken darüber machen, in was für einem Staat wir leben wollen.



geschrieben von: Der_Philosoph

Sagen wir es mal so: Ich will kein Staatssystem, das bisher erfunden wurde, und dazu gehört auch die Anarchie, die sich als Nicht-Staatssystem bezeichnet, aber im Grunde auch ein "System" ist, nur halt ein chaotisches.:D Abgesehen davon, dass das eben nicht funktionieren würde. Also es ist für mich keine Lösung in ein Kommunistisches Land die Demokratie herein zu tragen und umgekehrt auch nicht! Gleiches gilt für sämtliche Querverbindungen! Alle Revolutionen haben meiner Meinung nur dazu geführt, dass wir wieder ein Klassensystem haben und der Kapitalismus fröhlich wächst!:rolleyes:



geschrieben von: LaChatte

Welche Kriterien müsste denn ein System deiner Meinung nach denn erfüllen, damit es deinen Ansprüchen an ein annehmbares Zusammenleben von einem Haufen Leuten genügt? Was sind deine eigenen Bedürfnisse, und welche Bedürfnisse kannst du dir vorstellen, die andere Leute haben?

Kritisieren ist gut, Lösungen (Lösungsansätze) sind besser...



geschrieben von: Der_Philosoph

@LaChatte: Lesen.;D

Zitat:
Original geschrieben von Der_Philosoph
Dabei ist meiner Meinung Toleranz, Transparenz, Konkurrenz auf gleichberechtigter Ebene, sowie viel Bewusstsein und Disziplin nötig! Fleiß und ein gewisser Ehrgeiz können gut genutzt werden! Weiterhin sollte der Werteverfall umgekehrt werden, WER sagt denn eigentlich, dass wir nicht einfach NEUE Werte schaffen können?! :)


Der Kommunismus hat nie funktioniert, weil das Geld noch existiert hat! Wenn wir das Geld abschaffen würden, hätten wir ein Problem weniger! WIE? Werden viele fragen, aber schaut, wie haben die Leute früher gelebt? Handeln und tauschen, feilschen und schenken, dass sollte man. Und nicht auf jeden Heller achten! Denn dann kommt die Kleinlichkeit ins Spiel. Wenn wir das Geld abschaffen würden, könnten die ideelen Werte wieder verstärkt in den Vordergrund kommen! Natürlich ist das überhaupt nicht einfach, ja es bräuchte eine bewusste Entscheidung aller dazu!
Alle Bedürfnisse sollten erfüllt werden können, und man sollte zusammenarbeiten und nicht gegeneinander! Denk ihr nicht, dass es vielleicht sogar möglich wäre, (wie auch ja doch so oft schon Realität:)) dass sich große Firmen zusammenschließen und gemeinsam an einer neuen Zukunft arbeiten, um jedem Menschen eine verbesserte Lebensweise zu garantieren?!
Was kann man noch sagen? Ich werde dazu nochmal editieren...



geschrieben von: zeckenterror

Hier will ich mal ein weiteres Schlagwort reinbringen: "Panokratie" (ein komplexes anarchistoides Zellensystem)

Allerdings ist die Frage nach dem Ziel in meinen Augen irrelevant. Zielorientiertes Denken ist destruktiv, wie ich einmal an einem Beispiel verdeutlichen will. Vorweg sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Anarchien normalerweise darauf aufbauen, dass die einzelnen Individuen sozial und gefühlsgesteuert handeln.

Ich unterhielt mich jedoch vor ein paar Tagen mit einem Anarchisten. Vom Alter her sollte man meinen, er wäre inzwischen vernünftig... war er aber nicht. Ich fragte, wie er seine Anarchie verwirklich wolle. Er forderte Revolution und Umsturz des kapitalistischen Systems. Daraufhin fragte ich, wie er das schaffen wolle, ohne Menschenleben auszulöschen. Er antwortete lapidar, die Leute würden mit Freude ihr Leben für eine Revolution geben. Ich gab zu bedenken, nicht jedem sei die Freiheit wichtiger als das eigene Leben, nicht jeder würde freiwillig sterben wollen. Er meinte, das wäre dann Kapitalisten und die hätten es nicht besser verdient.
Jener "idealistische" Mensch unterscheidet also zwischen Menschen, die für seine Sache sterben wollen (und sieht sich selbst damit auch als unfehlbar an) und Untermenschen, die wertlos sind.
Zielorientiertes Denken ist immer faschistisch.

Daher: Wegorientiert denken, gefühlsmäßig denken. Handle nach deinem Herzen, dann tust du das Richtige. Denn das, wobei man sich gut fühlt, kann doch nichts Schlechtes sein, oder?

zt, der Punkrocker



geschrieben von: kelkan

ich muss ein kleinwenig schmunzeln, lachatte:) ...,

im übrigen, ist die schweiz als beispiel ziemlich ungeeignet. ein verquereres system kann ich mir kaum vorstellen und es funktioniert auch nur deshalb, weil die schweiz so ein nettes kleines land zwischen gaaaaanz hohen bergen und gaaaaaanz dichten grenzen ist.
Bei 80 Mio - puh! aber: die haben zum Teil verdammt gute Lösungen gefunden, über die es sich lohnt, nachzudenken:)

dein idealismus in ehren aber du übersiehst, dass wir ja jetzt schon jede menge beteiligungsmöglichkeiten haben, die wir nicht nutzen. und ich vermute auch deshalb, weil unser leben ia zu anstrengend ist, um wirklich auch politisch verantwortung zu übernehmen (wenn nicht auf andere dinge verzichtet werden soll...)
;)



geschrieben von: LaChatte

Schmunzle ruhig, kelkan - ich kann meine Wurzeln eben nicht verleugnen;)

Ob die Grenzen bei 20 % Ausländeranteil (einer der höchsten in Europa) so dicht sind, wage ich allerdings zu bezweifeln - und dass man das System (das auch Fehler hat, und dazu obermühsame) nicht eins zu eins übernehmen kann, leuchtet mir auch ein. Und wo ich wohne, hats nicht mal Berge...

Aber ich erinnere mich noch gut an den Schock, den ich hatte, als ich erfuhr, dass unsere europäischen Nachbarn noch nicht mal ABSTIMMEN dürfen:eek:

Aber ich sehe in der Basisdemokratie dennoch das Modell der Zukunft - dezentrale Entscheidungen, keine zentralen. Obligatorische Beteiligung der Bürger, und nicht Entscheide über ihren Kopf hinweg. Selbstverantwortung statt Stammtischpolitik...

Und warum sollte es, bitte schön, "verquer" sein? Kannst du das etwas näher ausführen?



geschrieben von: kelkan

Hi!
@verquer: die schweizer haben so ihre merkwürdigkeiten. beispielsweise ist die regierung immer proportional festgelegt und ist immer eine koalition. im grunde also vorher schon ausgekungelt...
die unterschiede zwischen den kantonen sind zt. beträchtlich - wenn man die debatten zur gleichstellung der frauen mal erinnert... und dann hat man doch so ein wenig den eindruck, daß es für die schweiz willkommene und willkommenere ausländer gibt. und ich wette, dass von den 20% 80% aus deutschland und oesterreich kommen...

gegen direkte demokratie ist prinzipiell nicht wirklich etwas einzuwenden. es kommt nur darauf an, dass es verbrechern nicht gelingen kann, auf diesem weg staatliche Organe zu besetzen (s. hitlers aufstieg)
ich bin nicht prinzipiell gegen den föderalismus. mir wäre aber das französische system bei allen nachteilen lieber, wenn es um einen trotz allem handlungsfähigen staat geht



geschrieben von: Sui Caedes

@philosoph:
solche Überlegungen hab ich auch gehabt.

Weg vom Kapitalismus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Allerdings ist das halt auch nicht so einfach, weil sich dafür das Bewusstsein der Menschen ändern müsste. Und wie soll man DAS hinbekommen ("Aufklärung")?

Soweit von meiner Seite. Ich lass den thread erstmal weiterlaufen ...



geschrieben von: kelkan

@Sui:
wenn das sein das bewußtsein bestimmt, dann müßte doch zuerst das materielle geregelt werden. und zwar per aufstand durch diejenigen, die es betrifft. Oder?

die systemwechsel in den ehemal. ostblockstaaten könnte man auch vor dem hintergrund sehen. und wofür haben die sich entschieden?:D



geschrieben von: Sui Caedes

@kelkan: Um das Materielle (System) zu ändern müssen aber genug bereit dazu sein.
Ich glaube, dass auch viele schon bereit dazu wären, aber einfach zu "faul" sind und das Geld immer noch Macht bedeutet und niemand seine Macht gerne aufgibt.



geschrieben von: Der Baron

An alle, die hier von der notwendigen "Veränderung der Menschen" schwafeln:

Was erdreistet ihr euch, andere Menschen verändern zu wollen? Warum erdreistet ihr euch zu glauben, alles besser zu wissen?

Eine solche Denkweise würde wieder genau zum Stalinismus führen. Oder zum System der Roten Khmer, bei dem Millionen "falsch" Denkender umgebracht wurden.

Vielmehr glaube ich, daß eher ihr es seid, deren Denkweise zu ändern wäre. Wann kapiert ihr endlich, daß es immer Menschen mit anderen Zielen, anderen Interessen, anderen Wertvorstellungen geben wird?
Und daß es nicht angehen kann, alle diese im eigenen Sinne zu "verbessern", daß es im übrigen auch zu keinen Erfolg führt, sondern nur zu Mord und Totschlag?
Die einzige Lösung muß heißen, daß man ein System finden muß, in dem alle diese Menschen mit all ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen und Vorstellungen friedlich nebeneinander herleben können und möglichst jeder seine eigenen Ziele anstreben kann, ohne dem anderen die Möglichkeit der Verwirklichung seiner Ziele zu verbauen.

Leider ist die Demokratie in unserem Lande nur unzureichend verwirklicht, die genau das garantieren könnte.

Und Veränderungsvorschläge? Mir scheint manchmal, es gäbe nur pupertäre Ideen oder überhaupt keine. Die Menschen sind heutzutage bald zu satt, um noch über die Probleme der Welt nachzudenken. Und zu feige.



geschrieben von: LaChatte

Verquere Schweizer... ist schon richtig. Die Idee der Konkordanz find ich aber immer noch sehr gut: alle Mehr- und Minderheiten sollen gehört und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, das garantiert

Andererseits funktioniert das französische System auch nur darum, weil das Volk seinen Willen durch Streiks ausdrückt. Die haben nicht ein besseres System, einfach einen anderen Charakter...



geschrieben von: kelkan

@lachatte:
es ist nicht nur einen frage der mentalität. sondern auch davon, entscheidungsmacht sinnvoll zu zentralisieren - das sagt nichts darüber aus, ob es gute entscheidungen sind oder nicht. insgesamt und bei vergleichbaren problemen scheint mir der französische staat der handlungsfähigere zu sein:)

@Sui:
genau deshalb besteht nicht die geringste Notwendigkeit irgendetwas ändern zu wollen...für utopien ist in der welt kein platz mehr.

@Baron:
wenig adeliger Einwurf!:)
Ansonsten, vermengst du unterschiedliche Dinge, das gute Handeln ist eine Frage der Ethik oder Philosophie (Kant, kat. imp.) und zunächst nicht der Demokratie (individuum vs. kollektiv, unterschiedl. Ebenen)
Und Dein letzter Absatz spiegelt eigentlich genau die Denkweise wieder, die Du anfangs kritisierst. :)



geschrieben von: Selian

@LaChette

Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
Und auch dass kleinere Fehler, die man gemacht hat, weil mans nicht besser weiss (wer soll schon den ganzen Papierkrieg durchschauen) human und kulant gehandhabt werden.

Wie heißt es so schön? Dummheit/Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wie würdest du die "unwissenden" von den "sich dummstellenden" unterscheiden?

Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
*eine Fahne hochhalt*

Ich bin Idealistin, und ich bin überzeugt, dass die Menschen von selber ihre Mentaltiät ändern werden, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Verantwortung auch in der Politik zu übernehmen... Sollte allerdings ganz sanft und langsam geschehen.



Die Erfahrung hat leider gezeigt das die Menschen ihre Mentalität nicht ändern wenn sie politische Verantwortung übernehmen, im Gegenteil dann wird die wahre Mentalität meistens erst sichtbar.
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber wenn man sich die letzten 2000 Jahre so anschaut sind das nicht sehr viele, genaugenommen viel zu wenig. Woher nimmst du deine Überzeugung? Wieso sollte sich von alleine etwas ändern, was zu allen Zeiten so war wie es auch heute noch ist und vor allem, WANN wird es sich ändern?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

@Philo
Zitat:
Original geschrieben von Der_Philosoph
Der Kommunismus hat nie funktioniert, weil das Geld noch existiert hat! Wenn wir das Geld abschaffen würden, hätten wir ein Problem weniger! WIE? Werden viele fragen, aber schaut, wie haben die Leute früher gelebt? Handeln und tauschen, feilschen und schenken, dass sollte man. Und nicht auf jeden Heller achten! Denn dann kommt die Kleinlichkeit ins Spiel. Wenn wir das Geld abschaffen würden, könnten die ideelen Werte wieder verstärkt in den Vordergrund kommen! Natürlich ist das überhaupt nicht einfach, ja es bräuchte eine bewusste Entscheidung aller dazu!


Das der Kommunismus am Geld gescheitert ist, ist eine kühne Behauptung. Wenn du das Geld abschaffst, hast du nicht ein Problem weniger sondern eine ganze Menge Probleme mehr. Ich schrieb es schon einmal in einen anderen Thread, wo auch jemand das Geld abschaffen wollte, da Zeit bekanntlich Geld ist, quote ich es hier... ;)
Zitat:
Original geschrieben von Selian
...Weil es praktischer ist mit ein paar Euro ins Kino zu gehen als mit nem Huhn unter dem Arm, wenn ich dann noch das Pech hab das die 3 Leute vor mir auch schon Huhn gegen Kinokarte getauscht haben, möchte der Kinobesitzer möglicherweise nun 1kg kaffee haben und ich muß wieder nach Hause rennen.
Mal im ernst, glaubst du wirklich das Geld ist das Problem? Nein das ist es nicht. Nur wie die Menschen mit dem Geld umgehen, das ist problematisch und fragwürdig. Würden wir Güter tauschen, gäbe es halt den Pöbel mit einer Kuh oder einem Schaaf und es gäbe auch wieder Reiche, mit tausenden von Kühen, Hühnern , Schaafen uswusw. Würde nicht viel ändern. Abgesehen davon würde ein so komplexes Wirtschaftssystem wie wir es heute haben mit einfachen Tauschmitteln nicht mehr funktionieren. Man stelle sich nur mal den Aufwand bei der Telekom vor wenn jeden Monat alle Leute ihre Waren anschleppen um die Telefonrechnung zu bezahlen... :rolleyes:



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

@All
Verbessern könnte man sicherlich einiges, am derzeitigen System.

Als aller erstes würde ich Politiker mit öffentlichen Ämtern strikt aus der Wirtschaft raushalten. Das Politiker vom Staat und von der Wirtschaft bezahlt werden ist ein Unding.

Die ursprüngliche Frage von dem Thread war ja die nach einem neuen Staatssystem. Bisher wurden eigentlich nur leichte Veränderungen am derzeitigen System vorgeschlagen, allerdings entspricht das ja nicht einem neuen Staatssystem, was die (schwierige) Aufgabe war.

Unternehmen in die Pflicht

In einem neuen System würde ich die Wirtschaft stärker in die gesellschaftliche Verantwortung nehmen. Konzerne handeln ausschließlich im Sinne der Gewinnmaximierung, solange es an dieser Stelle keine Einschränkung gibt, wird der Staat immer nur hinterher hecheln und versuchen die Probleme zu flicken, die zu großen Teilen der Gewinnmaximierung entstammen. Dazu gehört wohl in allererster Linie die Arbeitslosigkeit.

Es muß einfach ins Bewußtsein aller Leute dringen das die Menschheit nicht dafür da ist, Unternehmen und Konzerne immer größer und mächtiger zu gestalten, sondern das die Konzerne den Menschen als Mittel zum Zweck eines vernünftigen und gesunden Wirtschaftsystems dienen müßen. Und da es nicht ausreicht das jedem mitzuteilen und ins Bewußtsein zu rufen müßte dieses durch Staatliche oder besser durch Menschliche Auflagen in die Wege geleitet werden. Dabei denke ich aber nicht an ein Kommunistisches System (wäre ja auch nicht neu). Das System sollte Demokratisch bleiben, allerdings mit einer weit größeren regulierenden Funktion in Richtung Unternehmen.

Hier denke ich z.b. an Gewinngrenzen nach Mitarbeiteranzahl, eventuell pro Branche. Diese allerdings konsequent umgesetzt, nicht so löchrig wie die Unternehmenssteuer welche es ermöglicht das Unternehmen mit hohen Erträgen, wenige bis gar keine Steuern zahlen. Dazu müßten die Schlupflöcher der Unternehmenssteuer auch geschlossen werden.

Das ist natürlich unter den gegebenen Umständen nicht durchführbar. Das liegt zum einen daran das diejenigen die es umsetzen könnten kein interesse daran haben und zum anderen das eine Umsetzung in einem einzelnen Staat kaum erfolgreich wäre. Unternehmen würden das tun was sie immer tun, sie würden sich die für sie angenehmsten Bedingungen suchen um weiter den Gewinn zu maximieren. Deshalb müßten jegliche Einschränkungen von Konzernen weltweit durchgeführt werden.

Ein Globales System für eine globalisierte Welt.

Da sich die Wirtschaft nur dann effektiv kontrollieren läßt, wenn für sie überall die gleichen Bedingungen gelten, reicht spätestens ab hier ein neues Staatssystem nur für Deutschland nicht mehr aus. Nun ist ein weltweites gleiches System gefordert. Da ich gerade dabei bin "irgendein" Staatssystem für die Welt zu basteln, kann ich auch gleich den Unsinn der verschiedenen Staaten bereinigen. Das neue Weltsystem soll also nicht nur für die ganze Welt gelten, es soll in ihm auch nur noch eine Welt statt mehrerer Staaten geben. Wichtigstes Ziel dieses Systems wäre die Gleichstellung der Menschen im ganzen System. Also bekommt der Junge der in Indien einen Teppich knüpft nun den gleichen Lohn wie jemand der ihn in Deutschland knüpfen würde.
Entsprechend sind die Kosten ebenfalls angeglichen, regionale Unterschiede wird es immer geben aber nur innerhalb einer vernünftigen Grenze.

Wer sein Geld nicht braucht kann es zurückgeben

Das Thema Geld wurde oben schon einmal erwähnt, der Philosoph wollte es abschaffen, ich denke aber das Geld als Zahlungsmittel unabdingbar ist, schon gar nicht ist es durch einen Rückschritt in den Tauschhandel zu ersetzen. Immerhin sollte die Geldmenge und wer über wieviel Geld verfügt im neuen System ebenfalls kontrolliert werden, zumindest in extremen Bereichen.
Die Rede ist also nicht vom kleinen Bürger und wieviel er in seinem Sparstrumpf hat, sondern von den richtig Reichen Menschen. Irgendwo ist Schluß, da hat der Reiche für sein Leben ausgesorgt und das Geld dient nur noch dazu sich selber (auf Kosten der anderen) zu vermehren. Somit heißt es ab einem gewissen Betrag auf dem Bankkonto, gib's dem System oder der Wirtschaft. Allerdings der realen Wirtschaft (Firmengründung, Beteiligung an schwächelnden Unternehmen), damit ist nicht die Spekulation mit Aktien, Immobilien oder einfach nur das einbringen von Zinsen gemeint, eine Ausnahme gäbe es eventuell bei Neuemissionen, da es dann einem Unternehmen direkt hilft, aber das sind unwichtige Details.


Demnach ergeben sich im Moment folgende Anforderungen an mein neues System:



Natürlich gibt es in diesem System auch wieder diverse Instanzen, Gewaltenteilung etc. Das Rad braucht man nicht neu zu erfinden, allerdings müßen auch hier die ursprünglich gedachten Zwecke konsequenter durchgesetzt werden.

Das ersteinmal als ein ganz grobes Gerüst für ein neues System, welches nicht perfekt sein muß, denn das sind die derzeitigen auch nicht, es soll nur den Menschen dienen und sich nicht von diesen bedienen lassen. Das sich manches vielleicht ziemlich utopisch und verrückt anhört mag sein, das heißt aber nicht das es unmöglich zu realisieren wäre. Das funktioniert nur nicht von Heute auf Morgen, sondern dauert Ewigkeiten. Wer hier einmal den Anfang machen soll/wird ist mir auch noch nicht ganz klar.
Vielleicht alle Menschen zusammen, die in allen Ländern gleichzeitig aufschreinen wenn sie genug gedient haben.
Das werden wir aber vermutlich nicht mehr erleben, denn dazu geht es uns allen noch viel zu gut.



geschrieben von: Sui Caedes

@ selian: So ziemlich meine bisherige Meinung!
Gut gedacht und ausformuliert!

Aber zurück zum Thema: Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, ob es nicht möglich wäre, ganz ohne ein (Staats-) System zu leben. Also Anarchie, wobei das ja auch ein System ist(s.o.)?????????????

Wäre es nicht möglich, dass man ohne irgendwelche zwanghaften Vorgaben lebt?

Im Moment sicherlich nicht, aber ich behaupte einfach mal, dass das einzig und allein auf die Überbevölkerung zurückzuführen ist! ... und lasse das einfach mal als These stehen



geschrieben von: Luzifer

Sui Caedes
Wie stellst Du Dir denn ein Leben in Anarchie vor?
Das könnte m.E. nur funktionieren, wenn jeder Mensch bei der Geburt den Kant'schen Imperativ implantiert bekäme, aber da dem nicht so ist, würde ich es ganz schnell vergessen oder mir erst mal 100 Leute und eine abgelegene Insel zum Üben suchen....



geschrieben von: Lakrimar

Hmm...Anarchie. Damit kann ich mich ganz und gar nicht anfreunden. Man werfe nur einen Blick auf Afghanistan, Irak (zumindest seit dem Sadam weg ist) und co.
Dort herrscht größtenteils Anarchie. Und so Leben, wie die Menschen da unten möchte ich nun auch wieder nicht. Vor allem möchte ich nicht auf die Straße gehen und gleich an der nächsten Ecke erschossen werden, weil einem mein Gesicht oder meine Kleidung nicht passt. Gesetze, denen sich das Volk unterwirft, sind eigentlich schon ok, wenn es nicht gerade irgendwelche sinnlosen Gesetze sind, sondern solche, die mich vor anderen und vor mir selbst schützen...



geschrieben von: Luzifer

@Lakrimar
Ich warte jetzt schon auf die Antworten, in denen Dir attestiert wird, daß es sich ja in Afghanistan, Irak usw. nicht um die "Wahre Anarchie" handelt.
Also ist Anarchie nur mit Gesetzen möglich, die ihre Durchführung regelt und insofern mit einem Satz für immerdar ad absurdum geführt.
So einfach ist das manchmal.
Das Schlimme ist nur, daß solche Begriffe seit Generationen durch die Köpfe der Menschen gaukeln und weil die meisten denkfaul sind, nicken sie es ab:
"Jaja, wär schon irgendwie ganz nett..."



geschrieben von: zeckenterror

Mir wird schlecht, wenn ich das hier lese... Mehr Bildung für Gothics...

Anarchie ist nicht das Fehlen eines Staates, sondern schon eine eigenständige Staatsform.
Es steht nicht im Gegensatz zu Organisation allgemein, sondern lediglich zu archischer Organisation, also abwärtsstrukturierten Gesellschaften. Auch An-Archistische, also aufwärtstrukturierte, Gesellschaften entbehren nicht gewissen Regeln, jedoch ist die "reine" anarchistische Lehre fehlerhaft, da sind nicht auf dem dualistischen Ying-Yang-Prinzip von Geist und Seele aufbaut, sondern allein auf Ying, also der Seele.
Ein gutes Mittel ist die Panokratie, die eigentlich ein perfektes Gesellschaftssystem darstellt, während die etablierten Herrschaftsformen rein abwärtsstrukturiert, also allein auf Yang aufbauend und Ying zerstörend, sind. Die Ratio dominiert, während die Menschen, die um einen Kunstwert geschart werden, zu seelenlosen Drohnen verkommen.



geschrieben von: Luzifer

@Zecki
Besten Dank für die Aufklärung, man kann ja nicht alles wissen.

Trotzdem ist auch die Anarchie als intellektuelles Gebilde für den Eimer, denn Führung von unten nach oben ist schlicht Quark.
"Führung" geschieht nun mal von oben, per se sozusagen.
Oder anders ausgedrückt, wer so klug ist, von "unten" zu steueren, wird zwangsläufig selbst bald "oben" sitzen.
Ergo:
Eine Kopfgeburt, die niemals zur Verwirklichung kommen wird. Denkbar wäre so etwas nur in einer sehr kleinen Gemeinschaft und dort wohl auch nur für kurze Zeit.



geschrieben von: Lakrimar

Naja, der Denkansatz, dass ein Staat von "unten" regiert wird, ist doch gar nicht so abwegig und exsistiert bereits. Ich sag bloß Demokratie (Volksherrschaft oder demo: lat. viele). Hier sollte eigentlich das Volk herrschen und aus Ihrer Mitte die Personen wählen, die die staatlichen Angelegenheiten lenken.

Das das nicht richtig funktioniert, ist uns allen klar. Das krasseste Beispiel dürfte wohl die USA mit ihrer demokratisch Verfassung sein.



geschrieben von: zeckenterror

@Luzifer: Nein, nein, du verstehst das völlig falsch. Es geht nicht um eine "Diktatur des Proletariats" oder so... Mist, muss ich denn wirklich nen Buch rauskramen und abtippen? Scheint so... ok...

Naja, ohne Abbildungen ist das schwer... Ich versuche mal, sie zu umschreiben...
Man erweitere das Spektrum links/rechts um eine dritte Dimension zu einer Pyramidengestalt. Diese dritte Dimension wäre aufwärts/abwärts.
Unten ständen Sozialismus, Kapitalismus, Monarchie und Nationalsozialismus, darüber Anarchie, an der Spitze schließlich Panokratie.
Sozialismus und Faschismus weisen regulär eine zentralistische Struktur auf, Kapitalismus eine metazentralistische, konventionelle Anarchie ist unstrukturiert, Panokratie ist subsidiar.

Zur Erläuterung machen wir mal einen kleinen Ausflug in die Psychologie (auch wenn ich grad keine passende Quelle im Haus habe). Jeder Mensch weist sechs verschiedene Persönlichkeiten auf, die miteinander kommunizieren. Keine dominiert über die andere, aber sie verständigen sich irgendwie und bekommen ihre Probleme gelöst. In der Anarchie wird das selbe Prinzip angewandt. Ähnlich funktioniert die Subsidiarstruktur einer Panokratie. Es werden einzelne Zellen gebildet, in denen man diskutiert, bis man zu einer einstimmigen Lösung kommt. Die kleinste Einheit ist das Individuum, bestehend aus einer Person. 25 Personen bilden eine Moyzelle, 25 Moyzellen eine Poyzelle, 25 Poyzellen eine Fayzelle, 25 Fayzellen eine Surzelle, 25 Surzellen eine Hyperzelle, 25 Hyperzellen eine Exozelle, 25 Exozellen eine Terrazelle. Dazwischen liegen "Halbformen", namentlich Dey-, Kay-, Vey-, Loy-, Giga-, Ano- und Contizelle.
Eine Terrazelle entspräche 5 hoch 14 Menschen. Klingt nicht viel, es sind aber 6,1 Mia. Leute. Jede Zelle schickt zu den Diskussionen einen geeigneten Vertreter, der den Beschluss der Zelle durchsetzt. Da keine Abstimmung, sondern eine Diskussion mit einstimmigem Ergebnis die Wahl festlegt, wird er auch keine "eigenen" Interesse durchzusetzen haben.

In einer konventionellen Anarchie hingegen wird darauf vertraut, dass der Mensch keinen Druck nach außen weitergibt, wenn er selbst keinen erfährt. Allerdings ist auch die Panokratie und viele weitere Systeme als Unterarten des Anarchismus zu sehen.
Als anarchistoid zu sehen sind auch Zusammenschlüsse, wie sie häufig in Subkulturen zu sehen sind. Man nimmt Rücksicht aufeinander, handelt aber jeder für sich, ohne hierarchische Strukturen. Eventuell auftretende "Häuptlinge" (affinitiv zu den Indianerstämmen Nordamerikas zu Zeiten vor der Invasion durch die Europäer) zeichnen sich meist durch eine beratende, nicht aber befehlsgebende Funktion aus.

EDIT: Was "Demokratie" angeht: Wirtschaftssystem und Politsystem sind eins, sonst wäre ja auch kein Unterschied zwischen damaliger DDR und heutiger wie damaliger BRD.
Und das Etikett ist sowieso immer das Gegenteil von dem, was drin ist.
Soziale Marktwirtschaft = Asozialer Schwachkapitalismus



geschrieben von: Lakrimar

Kannst Du mir mal den Titel des Buches nennen, wo Du den Text herhast? Ich würd das gerne mal lesen.

Wenn es keine Gewalt gibt, welche die Interessen und die Individuen eines Volkes schützt, wird doch immer der Starke den Schwachen unterdrücken. Das ist ein unwiderlegbares Naturgesetz. In einem Staat gilt diese Regel auch, wird aber geschwächt.



geschrieben von: zeckenterror

Zitat:
Original geschrieben von Lakrimar
Kannst Du mir mal den Titel des Buches nennen, wo Du den Text herhast? Ich würd das gerne mal lesen.


Soll ichs dir schreiben? Ich hab doch darauf hingewiesen, dass ich ein paar Abbildungen umschreiben werde. Die aber sind zu finden in "Panokratie" von Toni Blubb (intressanter Name), erschienen im Hanf Verlag Darmstadt, ein sehr gut durchdachtes Werk, das jedoch teilweise auch schwerwiegende Fehler aufweist. Als Anleitung für einen eigenen Staat also so nicht zu empfehlen, aber Denkansätze und Gedankengänge sind teilweise genau meiner Vorstellung einer absoluten Wahrheit entsprechend.

Zitat:
Wenn es keine Gewalt gibt, welche die Interessen und die Individuen eines Volkes schützt, wird doch immer der Starke den Schwachen unterdrücken.


"Interessen des Volkes"... woher kenn ich das nur? Mhm, völkischer Sozialdarwinismus, ist ja interessant...
Vor wem sollen die Leute denn geschützt werden? Lies einfach "Panokratie", ich glaub, ein Dialog mit ein paar kurzen Sätzen kommt in einem Forum nicht so gut & das ganze Buch will ich auch nicht abtippen.

Zitat:
Das ist ein unwiderlegbares Naturgesetz.


Ja, darum zerfleischen sich Tiere ohne natürliche Feinde ja auch immer gegenseitig und sind aggressiv, wie die Bonobo-Äffchen... (Vorsicht, Ironie...)

Zitat:
In einem Staat gilt diese Regel auch, wird aber geschwächt.


Falsch, NUR in einem Staat, in dem ein Kunstwert existiert, gilt die Regel.



geschrieben von: Lakrimar

Der Stärkere setzt sich immer durch...

Vergleichen wir einfach mal den Menschen mit der Ratte.

Die Ratte würde niemals auf den Gedanken kommen, eine Mausefalle zu bauen. Der Mensch, naja, ich sag nur Atombombe (und der Mensch hat keinen natürlichen Feind...)

Ein anderes Beispiel sind alle Rudeltiere. Es gibt immer einen (starken) Anführer, der die Truppe leitet. Wenn er nicht stark genug ist, wird er durch einen stärkeren ersetzt. Nachkommen darf entweder NUR der stärkste zeugen oder der Rest des Rudels kommt DANACH dran.

Ähnlich ist auch die Partnersuche bei einem Menschen, der sich seinen Partner anhand seiner Gene und seines Charakters aussucht. Um ein "Weibchen" zu beeindrucken wird ein Balzritual abgehalten....


aber ich glaube, Du verstehts mich und ich muss nicht noch weiter in die Biologie vertiefen...



Nun noch eine Frage: Was verstehst Du unter Kunstwert? Ein Wert der künstlich erzegt wurde und durch die Ideologie der Bevölkerung exzisitiert?



geschrieben von: Luzifer

Also ich persönlich fände es schon nett, wenn wir so eine Art konstitutionelle Monarchie hätten oder wenn wenigstens der Bundespräsident im Lande vom Volk direkt gewählt und nicht vom Parteieinhickhack bestimmt würde.
Desweiteren erleben wir, wie der überforderte und sich ständig weiter aufblähende Sozialstaat an sich selbst zugrunde geht.
Die Steuern sollten auf ein Minimum beschränkt werden, um möglichst große Leistungsanreize zur Selbständigkeit und für den Mittelstand zu schaffen.
Desweiteren würde ich alles tun, um den Menschen die Möglichkeit zu bieten, Immobilieneigentum, sei es in Form eines Hauses oder einer eigenen Wohnung zu erwerben. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und gibt Sicherheit, wenn einem die eigenen vier Wände gehören.





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