[Wahrheit] - German Gothic Board

German Gothic Board

sinistre Kultur
Gothic Forum & Gothic Chat
auf dem Portal von Nachtwelten

German Gothic Board Chat Gothic 500 - Topliste by nachtwelten

Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive





Seiten:1 2



Wahrheit

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Montrose

Bekanntlich braucht man für jeden Hebel einen festen Punkt, wo man den Hebel abstützt.

Ich sehe da keinen Widerspruch, denn Gesetze und Wahrheit sind verschiedene Dinge.

Ein Gesetz ist, wenn man es jetzt stark überspritzt, eine Fiktion oder Erfindung, daß ein Ereignis immer und überall gleich auftreten wird.

Die Wahrheit bezieht sich hingegen auf das, was wirklich geschieht.

Eine Statistik könnte zum Beispiel herausgefunden haben, daß Paare mit unterschiedlicher Haarfarbe länger beisammen bleiben. Jetzt entdeckt ein Paar, daß beide die gleiche Haarfarbe haben. Wie gehen sie damit um?

Sie könnten sagen: "Alle Statistiken lügen."
Sie könnten sagen: "Regeln gelten immer, also die Beziehung ist im Eimer"
Sie könnten sagen: "Wir färben uns die Haare, damit die Regel nicht mehr stimmt."
Oder die beiden könnten drüber lachen und sagen: na wenn unsere Beziehung laut Statistik eh bald futsch ist, dann laß uns nochmal so richtig Spaß haben ....



geschrieben von: MagnusCaudar(Bw

Schade das meine "Nebelschwaden" so iritierend sind . Erstmal zu den Menschlichen Ansichten : Mit Illusion war hierbei weder die Wahrnemung von Realität noch etwas anderes in dieser Hinsicht gemeint , es ging hierbei um die allgemeine Bedeutung . Und Definitionen werden (oftmals zum schlechten) dummerweise von den Ansichten einer Mehrheit bestimmt . Dieses Wort besaß keinerlei versteckte Bedeutung in diesem Bezug . Vieleicht ließ sich dies aus den Kontext erahnen und wenn ja war es unbeabtsichtlicht . Das ich Worten nur geringe Bedeutung zumesse beschreite ich nicht und ich mag sakastische Komentare . Doch ob es , wie in deinem Beispiel mit dem Erfinder des Flugzeugs in seinem Gedanken lag wie zukünftige Generationen seine Erfingung benutzen und welche Folgen es wohlmöglich irgendwan haben wird ist unwahrscheinlich . Wer weiß ob die heutige Bedeutung von Flugzeug nicht irgendwann einmal Thema eines Forums sein wird .
So zum guten Schluss noch zu den Faktoren und dem Ausgleichen . Ich habe hierbei meine definition von Wahrheit mit einer Mathematischen Gleichung verglichen . Ich nenne hier das Beispiel der Philisophi . Indem man eine Philisophi hienterfragt ist eine Frage ( Faktor ) geklärt ( ausgegelichen) .... Manchmal zu mindest . Doch wenn man eine Frage beantwortet hat wirft diese wieder neue auf .




Übrigens es ist leichter Menschen zu überzeugen mit ruhiger konstrucktiver Kritik . Letzteres war eindeutig erkennbar .

P.S. Ich bevorzuge MagnusCaudar , die Latainer wissen ja warum



geschrieben von: Joan Eric Tanat

@ Montrose:
Und rat' mal, von wem der Vorschlag kommen wird, die Regel außer Kraft zu setzen durch Haarefärben. :D

DIE Wahrheit ist unaussprechlich. Ausgesprochene, formulierte Wahrheit kann nicht DIE Wahrheit sein, da Formulierung immer Abgrenzung und somit Unvollkommenheit und Mangel bedeutet. Die ALL-Wahrheit kann nur vom ALL-Wesen erfaßt werden. Menschsein bedeutet jedoch, sich als Teil vom All zu fühlen und somit im Bewußtsein einen Wahrheits-Mangel zu erleiden. Wir Menschen erfassen Wahrheiten und Gesetze, aber nicht DIE Wahrheit und DAS Gesetz. Unsere Wahrheiten entsprechen genauso unserer Beschaffenheit wie unsere Gesetze. Wir sind allerdings Wahrheitsuchende, die trotz ihrer Unvollkommenheit stets wie durch eine Nabelschnur mit der Wahrheit und dem Gesetz verbunden sind. Die Naturgesetze sind für uns leichter zu erfassen. Bei gleichen Versuchsbedingungen in physikalischen Experimenten sind die Ergebnisse stets wahrnehmbar und meßbar die gleichen. Wir haben hier große Sicherheit und erleben Erfolge unserer Erkenntniskraft. Wie können wir dieses Phänomen erklären? Warum gelten die Gesetze der Physik und Chemie nach wie vor und überall auf der Erde gleichermaßen? Hinter den physikalischen und chemischen Vorgängen stecken die Naturkräfte, insofern nicht andere Kräfte in den normalen Ablauf eingreifen. Naturkräfte sind an sich nicht wahrnehmbar. Wir sind aber sicher, daß es sie gibt, denn wir nehmen ja ihre Wirkungen wahr. Bei Lebewesen sind offenbar noch andere Kräfte am Werke. Das Verhalten der Tiere und Menschen ist nicht mehr mit gleicher mathematischer Exaktheit vorherbestimmbar, wie in der unbelebten Natur. Hier sind nicht nur blinde Naturkräfte am Werke, sondern intelligente. Es bereitet uns Schwierigkeiten bzw. ist uns sogar nicht vollkommen nachvollziehbar, warum sich ein bestimmter Mensch so und nicht anders verhält und weshalb er in einer ganz ähnlichen Situation zu späterer Zeit ganz anders handelt. Aber sollten wir annehmen, daß Menschen oder allgemein Lebewesen, sich frei von jeglichem Gesetz "bewegen"? Ist es nicht eher nachvollziehbar, daß die Gesetze höherer Natur sind und wir sie deshalb nicht überschauen und schwerer begreifen können? Die Existenz von Psychologie ist doch Ausdruck der Tatsache, daß wir auch hier davon überzeugt sind, daß Gesetze vorhanden sind. Nun kannst Du sagen, Wahrheit ist etwas anderes. Ok. Da kann die Welt chaotisch sein, trotzdem kannst Du wahr-nehmen, was abläuft. Nur, setzt nicht Wahr-nehmung bereits Ordnung, Organisation und Gesetz voraus? Kann ein Wesen, daß in sich chaotisch ist, Ordnung wahrnehmen? Ich denke, nein. Nur wer in sich das passende Gegenstück zur Ordnung hat, wird es wahr-nehmen können. Die Wahrheit liegt ebensogut in uns wie um uns. Solange wir selbst chaotisch sind, d.h. Probleme haben, Ordnung und Gesetz zu erkennen, solange gibt es für uns auch keine Ordnung und kein Gesetz. Wahrheit und Gesetz sind beide Gegenstand unseres Erkenntnisvermögens und -bedürfnisses. Schon deshalb ist anzunehmen, daß Gesetz und Wahrheit sehr nahe beieinander liegen bzw. sogar identisch sind. Wenn wir nichts wahr-nehmen, also nicht in der Lage sind, (etwas von der) Wahrheit zu erkennen, dann werden wir gewiß auch kein Gesetz erkennen können. Die Tiere nehmen auch wahr, aber ihnen fehlt die Fähigkeit, begrifflich zu denken. Wir meinen, im Vergleich zu uns Menschen erfassen sie relativ wenig von der Wahrheit. Die Denkfähigkeit, das Abstraktionsvermögen, macht schon – jedenfalls aus unserer, der menschlichen Sicht – den Großteil der Fähigkeit aus, Wahrheit zu erfassen. Das anschauliche Erkenntnisvermögen registriert nur die materiellen Zustände und ihre Veränderungen. Das Denken verarbeitet das Ganze dann zu Wahrheiten – und das sind dann Gesetzmäßigkeiten, weil hier schon verallgemeinert wurde. Und die Verallgemeinerung ist für das Gesetz typisch.



geschrieben von: Yriah

Ich hab vor einiger Zeit einen interessanten Spruch entdeckt und ich hoffe,
dass er hier hineinpasst und jemandem ein Denkanstoß ist
(wenn dem nicht so ist, bitte PM an mich, dann nehm ich das wieder heraus) :

Die Wahrheit ist die sicherste Lüge.


Und noch eine Frage, die sich mir vor einiger Zeit stellte
(mit der ich mich aber noch nicht wirklich näher befasst habe):

Hängt Wahrheit eigentlich von uns ab?
Oder machen wir uns abhängig von ihr?


Lieben Gruß,
Yriah



geschrieben von: tearnoc

zugegeben, ich bin lesefaul und hab daher nicht den ganzen thread gelesen - jedenfalls bisland nicht. also sorry falls ich mist poste =)

Zitat:
Wahrheit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Begriff Wahrheit bezeichnet im allgemeinen die Übereinstimmung einer Aussage mit der Wirklichkeit. "Wahrheit" ist der deutsche Ausdruck für das altgriechische Aletheia (lat. veritas), das von den Griechen für das Aufdecken eines verborgenen oder versteckten Wissens verwendet wurde. Das Gegenteil von Wahrheit ist die Unwahrheit. Die Unwahrheit kann absichtlich oder unabsichtlich ausgesagt werden. Die Lüge, als Unterbegriff der Unwahrheit, bezeichnet die absichtliche Falschaussage.


nach dieser definition ergibt sich doch, dass die kirche eine unwahrheit verbreitet, oder? denn ich habe "gott" noch nicht in der wirklichkeit erlebt/gespürt/gefühlt/ect.

(nur so ein gedanke :) )



geschrieben von: Montrose

Zitat:
nach dieser definition ergibt sich doch, dass die kirche eine unwahrheit verbreitet, oder? denn ich habe "gott" noch nicht in der wirklichkeit erlebt/gespürt/gefühlt/ect.


Das ist unlogisch.

Du hast ja auch noch nicht den Südpol in Wirklichkeit erlebt/gespürt/gefühlt ... demnach müßte auch der Südpol eine Lüge sein.


Und den Wikipedia-Auszug finde ich albern. Wenn man erst in eine Enzyklopädie schauen muß, um als Deutscher ein deutsches Wort zu verstehen ... :rolleyes:


Zitat:
"Wahrheit" ist der deutsche Ausdruck für das altgriechische Aletheia (lat. veritas), das von den Griechen für das Aufdecken eines verborgenen oder versteckten Wissens verwendet wurde.
Das ist Blödsinn, weil die germanische Kultur auch ohne Griechen bereits einen Ausdruck für Wahrheit hatte. Unsere "Wahrheit" stammt definitiv nicht von dem griechischen aletheia. Da gibt es überhaupt keinen ethymologischen bezug.

Das ist mal wieder das übliche Rumgeposer: man ersetzt sinnlos einen Begriff durch einen anderen, den man für "gebüldet" hält, ohne daß das irgendeinen Sinn macht.



geschrieben von: tearnoc

montrose: wollt ja nur mal schauen wie das (mehr oder weniger) offiziell erklärt wird. oder willst du mir ernsthaft unterstellen, dass mir nicht bewusst war was wahrheit bedeutet :)?
und den nord und südpol (zumindest die magnetischen) spüre ich ja jeden tag/woche/monat/jahr.
naja, auf jedenfall muss man meinen post nicht so ernst nehmen, wie du es getan hast ;)



geschrieben von: Montrose

Dein Beitrag hat mich lange beschäftigt.

Zumal bei meiner Antwort der Nachtwelten-Server so langsam war, daß die Antwort erst gar nicht durchkam. So dachte ich: auch recht, wäre vielleicht eh zu hart gewesen.

Jetzt ist die Antwort aber doch hier aufgetaucht. Hm.

Wie wird das offiziell erklärt, daß jemand Gott nicht erfährt?

Die Bibel meint dazu lapidar, daß das halt so sei, daß aber der Ungäubige dem Gläubigen nicht den Schädel einschlagen soll. Und wenn er's tut, darf er trotzfdem noch flüchten. Das ist der Inhalt der Geschichte von Kain und Abel.

Also wer was wann erfährt, ruft überhaupt großes Erstaunen hervor, wenn man mal mit den Leuten über diesen privateren bereich spricht. Ich bin sicher, etliche Pfarrer und Bischöfe hatten noch nie ein spirituelles Erlebnis, und tun ihr Job so ähnlich wie Leher. Ein Lehrer muß ja auch nicht unbedingt von dem, was er lehrt, begeistert sein.

Umgekehrt kommen mir Asi-Leute daher und erzählen mir Sachen, die einen dann auch wieder ins Grübeln bringen. Eine Bekannte erzählte mir, sie hätte mit Koksen aufgehört, als Gott ihr über der Klobrille (wo sie sich gerade eine Linie reinziehen wollte) erschien.

Und dann gibt es wieder solche, die hatten ein spirituelles Erlebnis und sind dann vor die Hunde gegangen. Sei es Jona, Jesus oder der Christ, der auf einmal schwer erkrankt und stirbt. So super happy waren die Erleuchteten auch nicht immer drauf.

Ich stelle ja keine Regeln auf, wie jemand glauben soll oder was er erleben soll, obwohl ich allerdings Teppichflieger und Esos nicht so recht ernstnehmen kann. Deren Gerede hört sich immer so ein bißchen wirr an, als ob sie gegen einen Laternenpfahl gerannt wären und sich dabei den Kopf gestoßen hätten.

Egal von welcher Perspektive man es betrachtet: es wäre meines Erachtens ein Verlust, wenn das Thema Religion nicht mehr zur Diskussion stünde. Im geringsten Fall ist es zumindest eine Metapher für "das alles hier". Und darüber kann man sich bisweilen schon wundern.



geschrieben von: tearnoc

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Dein Beitrag hat mich lange beschäftigt.

damit hätte ich gar nicht gerechnet als ich das geschrieben hab

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Egal von welcher Perspektive man es betrachtet: es wäre meines Erachtens ein Verlust, wenn das Thema Religion nicht mehr zur Diskussion stünde. Im geringsten Fall ist es zumindest eine Metapher für "das alles hier". Und darüber kann man sich bisweilen schon wundern.

da muss ich dir allerdings beipflichten, denn ich würde nie 100%tig ausschließen, dass es eine höhere macht gibt



geschrieben von: Fräulein Abend

Wahrheit ist für mich im Grunde nur das, was der Betrachter sich als Wahr einredet. Es gibt Leute die sich die größte Lüge so lange einreden, bis sie für sie selbst zur Wahrheit wird.



geschrieben von: escap3

Wahrheit..
DIE (einzige) Wahrheit definiert und ersetzt durch das Wort "Ansicht" gibt es meiner Meinung nach nicht.
Aufgrund, dass wir Menschen verschiedene Persönlichkeiten mit verschiedenen Lebenserfahrungen, mit einem einzigartigen Körper und vor allen Dingen Geist, existieren, resultiere ich daraus, dass wir niemals haargenau die gleiche Ansicht wie jemand anders haben werden, und es daher nicht möglich ist von der EINZIGARTIGEN Wahrheit zu sprechen. Auch bei nouancierte Abweichungen, ist es nicht die selbe "Wahrheit" wie die des Anderen. (Jeder Mensch sieht mit anderen Augen.)
Dazu kommt die subjektive Wahrnehmung der Definition, was Wahrheit und was Lüge ist.
Wenn man von Wahrheit spricht, dann meist von Fakten. Wie: gestern, gegen 22:03h gab es Schauer in Mülheim an der Ruhr.
Dinge die sich nachweisen lassen.
Es gibt Statistiken, die etwas grob einschätzen, aber nicht festmachen können. Also nicht wirklich "bewahrheiten", nur verallgemeinern.
Woher also soll man dann erkennen, ob der andere die "Wahrheit" spricht, wenn seine Definition nicht der deinen entspricht und man es ihm nicht nachweisen kann? Kann man dann von Lüge sprechen?


Ich bin der Meinung, dass dieser Begriff viel zu oft missbraucht wird.



geschrieben von: Andras

Mich interessiert das Thema ehrlich gesagt sehr, daher greife ich nach über einem guten Jahr dieses ein weiteres Mal auf.
Ich bin mir nicht so sicher, ob Kurt Schwitters hier bekannt ist. Meines Erachtens ist er ein großer Mann gewesen und ein noch großartigerer Schreiber, besser gesagt Dadaist !
So hat er auch einen Text "Wahrheit" verfasst. Ich stimme ihm in allen Punkten zu und dabei ist die Geschichte auch noch recht amüsant :)
Leider gibt es nur wenige Texte und Gedichte von Kurt Schwitters im Internet zu finden , so tippe ich Geschriebenes also kurzerhand einfach ab. Wenn es damit Schwierigkeiten gibt, dann entferne ich mein Posting auch gerne wieder.

By the way: Eine Lüge ist bereits dreimal um die Welt marschiert, ehe die Wahrheit sich die Schuhe anzieht.


Zitat:
Wahrheit

Es gibt wenig Begriffe, über die so viele Gerüchte im Umlauf sind, wie über den der Wahrheit. Man sagt andern >die Wahrheit<, wenn man grob gegen sie wird. Viele verbinden mit dem Begriff der Wahrheit den des Edlen. Das Gegenteil der Wahrheit soll die Unwahrheit sein, die man sagt, wenn man lügt, auch wenn diese Lüge in den Himmel führt. Die Wahrheit beansprucht ewig und göttlich zu sein. Ich aber sage Euch die Wahrheit: "Die Wahrheit ist eine Flüssigkeit."
Sie denken an Wein. Im Wein liegt Wahrheit. Da aber im Wein nur Flüssigkeit liegt, müßte sie ja wohl oder übel eine Flüssigkeit sein. Doch bin ich der Ansicht, daß die Wahrheit mehr eine dem Erdöl verwandte Flüssigkeit ist. Dafür kann ich Beweise erbringen.
Eine mir bekannte kompetente Persönlichkeit sagte neulich zu mir: "Ich habe mir immer schon gewünscht, die Leute anbohren zu können, um dann die Wahrheit herauszubekommen." Er sagte es wörtlich so, und deshalb glaube ich ihm, daß dieses Experiment gelingen würde, wenn es seitens der Regierung erlaubt wäre, eine Vivisektion an Menschen vorzunehmen, zwecks Hebung der Wahrheit.
Diese Wahrheit würde dann aus der Bohrstelle spontan ausfließen, was wieder beweist, daß Wahrheit eine Flüssigkeit ist.

Nun habe ich mich gefragt, wenn Wahrheit im Menschen ist, weshalb kommt sie nicht aus den vielen schon vorhandenen Löchern geflossen, die man nicht erst zu bohren brauchte. Da sind zunächst einmal eine Legion Poren, die braucht man nicht zu bohren. Das aber ist wieder wie mit dem Petroleum, welches auch aus vielen vorhandenen Löchern fließen könnte, z.B. aus der Wasserleitung oder aus dem Kanal, ohne daß es das täte. Nein, Petroleum und Wahrheit wollen sich bohren lassen.
Nun könnte aber doch einmal eine vorhandene Öffnung der Wahrheit den Lauf geben, etwa wie doch per Zufall Petroleum auch aus der Wasserleitung strömen könnte. Es könnte z.B. der Mund die Wahrheit verkünden. Was tut aber der Mund? Er frißt und frißt, und wenn er einmal etwas von sich gibt, so ist es meistens gerade, oder auch ungerade, um besagte Wahrheit zu verhüllen. Oder die Ohren. Ja, sie leiten wenigstens die hineingefüllte Wahrheit wieder hinaus, denn wenn Sie einem die Wahrheit sagen, pflegt sie ins eine Ohr hinein- und aus dem anderen wieder herauszugehen. Die Augen aber sehen geschickt um die Wahrheit herum, selbst wenn die Wahrheit noch so dick aufliegt.


So viel zu der Frage "Was ist Wahrheit?" ... Wie viele Wahrheiten es jedoch gibt, ist imho etwas komplexer. Entweder es liegt im Auge des Betrachters, wie du gesagt hast, oder man rückt sich die Wahrheit tatsächlich so zurecht, dass sie passt . Ob das nun als >reine< Wahrheit durch gehen darf, liegt allerdings auch wiederum im Auge des Betrachters. Und ob sie dann ch noch angenommen und akzeptiert wird als solche ... nun, da waren sich die Menschen ja noch nie einig. Man brauch nur an Menschen wie Nikolaus Kopernikus oder Galileo Galilei zu denken.

Wissen ist Nacht - carpe noctem ,
Andras



geschrieben von: Waldemar

Nur wer weiß, weiß, dass er wenig weiß und dass das, was er weiß, vorläufig ist. Nur wer glaubt, glaubt, dass er weiß. Wahrheit ist ein Wort des Glaubens. Niemand vermag grausamer zu sein als jene, die im Namen der Wahrheit handeln. ... (Konfuzius)

Nun, so sehe ich das auch, Wahrheit - Wissen; Glauben - Zweifel. Das gehört zusammen wie ein und ausatmen.

Wir müssen uns wohl alle auf eine gewisse Weise der Wirklichkeit stellen.

Wahrheiten sind für mich wie maßgeschneiderte Schuhe, sie passen nur dem am Besten, der sie (ge)erfunden hat. Aber, so zwängen sich Menschen in die Schuhe anderer, ohne eigenes orthopädisches Verständnis, nur blind dem was eine Zeiterscheinung (Mode) oder den Medien oder anderen menschlichen Wahrheiten, ohne sich über die Spätfolgen Gedanken zu machen.

Und umso mehr Halt eine Wahrheit den Menschen zu geben scheint, umso mehr man diesen Gedanken hegt, dass eine Wahrheit Sicherheit gibt.., desto mehr engt sie ein.

Also lieber barfuß laufen, es macht Spaß, ist gesund, härtet ab und man fühlt die Feinheit des wirklichen Untergrundes, auf dem man sich geistig bewegt, und erleben, es lässt einen wirkliche Freiheit spüren.



geschrieben von: Nezach

Als Wahrheit gilt oft auch das Ergebnis von Zuwendung. Wer sich mit einem Wesen oder Ding längere Zeit beschäftigt hat, kennt es nach allgemeiner Auffassung besser als jemand, der dies nicht getan hat. Zumindest glaube ich, dass ich der Wahrheit näher komme, wenn ich mich einem Wesen oder Ding über längere Zeit zuwende. Zugespitzt könnte ich daher sagen: Die Wahrheit liegt in der Liebe.



geschrieben von: Hellscream

Wahrheit ist eine Illusion. Die dadurch entsteht das sich die Menschen einreden, dass seine Perspektive und Erkenntnis keine Grenzen besitzten.
Sie ist Ausdruck von der Schwäche, sich seiner eigenen Begrenztheit nicht bewusst zu sein. DIE WAHRHEIT gibt es nicht.



geschrieben von: DarkHaze

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Wahrheit ist eine Illusion. Die dadurch entsteht das sich die Menschen einreden, dass seine Perspektive und Erkenntnis keine Grenzen besitzten.
Sie ist Ausdruck von der Schwäche, sich seiner eigenen Begrenztheit nicht bewusst zu sein. DIE WAHRHEIT gibt es nicht.



...und diese Aussage hälst du für wahr?

Meine momentane Überzeugung: Wahrheit ist ein hypothetisches Konstrukt, das uns hilft, Einzelheiten eine gewisse Relevanz zuzuordnen. Das impliziert unter anderem: Wahrheit ist erfahrungsabhängig. Wahrheit ist valenzabhängig. Wahrheit ist subjektiv. Jede Annahme einer objektiven Wahrheit ist lediglich eine subjektive Abstraktion.



geschrieben von: Hellscream

Zitat:
geschrieben von DarkHaze
Meine momentane Überzeugung: Wahrheit ist ein hypothetisches Konstrukt, das uns hilft, Einzelheiten eine gewisse Relevanz zuzuordnen. Das impliziert unter anderem: Wahrheit ist erfahrungsabhängig. Wahrheit ist valenzabhängig. Wahrheit ist subjektiv. Jede Annahme einer objektiven Wahrheit ist lediglich eine subjektive Abstraktion.


Ja, das kann man so stehen lassen.:)



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von DarkHaze
...und diese Aussage hälst du für wahr?

Meine momentane Überzeugung: Wahrheit ist ein hypothetisches Konstrukt, das uns hilft, Einzelheiten eine gewisse Relevanz zuzuordnen. Das impliziert unter anderem: Wahrheit ist erfahrungsabhängig. Wahrheit ist valenzabhängig. Wahrheit ist subjektiv. Jede Annahme einer objektiven Wahrheit ist lediglich eine subjektive Abstraktion.


Dem stimme ich nicht ganz. Ich meine, Wahrheit impliziert nicht unbedingt Ewigkeit und Objektivität.

Natürlich ist es erlaubt, jegliche Wahrheit in Frage zu stellen, da sie falsifizierbar ist, dennoch bleibt die Möglichkeit übrig, dass sie irgendwann nicht mehr falsifizierbar ist. Nehmen wir an, dass keine Änderung zur Wahrheit bezüglich des Gravitationsmodells in den nächsten 10 Milliarden Jahren stattfindet, dann wird es eine Wahrheit sein, die auch objektiv ist.

Philosophisch betrachtet ist es erlaubt zu behaupten, dass eine Wahrheit nicht existiert, aber da findet man nichts Greifbares, denn die Methode ist beliebiger Natur, da alle Aussagen erlaubt sind. Ob es Heute regnet, wäre es dann nicht mehr relevant bezüglich eines Wahrheitgehalts, da die Philosophie die Wahrheit immer in Frage stellt.

Aber wenn ich von der Philosophie ausgehe, dann habe ich Probleme mit dem Begriff, da er lexikalisch und semantisch etwas darstellt, ansonsten brauche ich den nicht. Begriffe wie relative und absolute Wahrheit sind dann auch nicht mehr anwendbar. Somit gelangen wir zu einem undefinierbaren Begriff bzw. zu einer unendlichen Relationsschleife.

Das alles liefert mir nichts Greifbares, denn wenn ich an der Kasse stehe, kann ich es mir nicht leisten, mit einem hypothetischen 100er zu bezahlen!



geschrieben von: DarkHaze

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Dem stimme ich nicht ganz. Ich meine, Wahrheit impliziert nicht unbedingt Ewigkeit und Objektivität.

Von Ewigkeit war keine Rede. Von Objektivität war nur in sofern die Rede, als dass ich vermute, dass es sinnfrei ist, von einer objektiven Wahrheit zu reden, da man sich der Subjektivität der eigenen Erkenntnis nicht entziehen kann.

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Natürlich ist es erlaubt, jegliche Wahrheit in Frage zu stellen, da sie falsifizierbar ist, dennoch bleibt die Möglichkeit übrig, dass sie irgendwann nicht mehr falsifizierbar ist. Nehmen wir an, dass keine Änderung zur Wahrheit bezüglich des Gravitationsmodells in den nächsten 10 Milliarden Jahren stattfindet, dann wird es eine Wahrheit sein, die auch objektiv ist.

Nur weil etwas nicht widerlegt ist, ist es noch lange nicht wahr. Verifizieren ist unmöglich. Als Anmerkung müsste man dann etwa per Definition von der Existenz Gottes ausgehen, da eine Falsifizierung unmöglich erscheint. Vor allem eine Koppelung an die Zeit erscheint unsinnig, weil sich der tatsächliche Zustand (objektive Wahrheit - falls es so etwas gibt) auch über die Zeit hinweg ändern könnte oder gänzlich dynamischer oder gar interaktiver Natur sein könnte. Und selbst wenn eine Verifizierung theoretisch möglich wäre (was nicht der Fall ist), kann diese nur im Rahmen menschlicher Wahrnehmung vorgenommen werden, da wir nur auf unsere Sinne, unsere Denkmöglichkeiten und Denkgepflogenheiten begrenzte Aussagen treffen können.

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Philosophisch betrachtet ist es erlaubt zu behaupten, dass eine Wahrheit nicht existiert, aber da findet man nichts Greifbares, denn die Methode ist beliebiger Natur, da alle Aussagen erlaubt sind. Ob es Heute regnet, wäre es dann nicht mehr relevant bezüglich eines Wahrheitgehalts, da die Philosophie die Wahrheit immer in Frage stellt.

Und genau deshalb nehme ich an, dass Wahrheit subjektiv ist und dem jeweiligen Subjekt (dir, mir, wem auch immer,...) eine Orientierung gibt dadurch, dass etwas als wahr oder unwahr oder teilweise wahr (auch ein Zustand, der uns Menschen aus dem Alltag bekannt ist, obwohl oft nicht genau spezifizierbar) ist. Dadurch erhalten Dinge eine Relevanz, das heißt, wir wissen ihnen einen angemessenen Wert zuzuordnen, den sie in gewissen Situationen erfahrungsgemäß annehmen können. Ob die Methode der Wahrheitsfindung nun "naiv" oder "wissenschaftlich" ist, spielt da im Prinzip keine Rolle.

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Aber wenn ich von der Philosophie ausgehe, dann habe ich Probleme mit dem Begriff, da er lexikalisch und semantisch etwas darstellt, ansonsten brauche ich den nicht. Begriffe wie relative und absolute Wahrheit sind dann auch nicht mehr anwendbar. Somit gelangen wir zu einem undefinierbaren Begriff bzw. zu einer unendlichen Relationsschleife.

Ist mir ein wenig zu konfus diese Aussage. An einer subjektiven Wahrheit finde ich nichts "undefinierbares". Im Gegenteil, sie ist zweckdienlich definiert. Eine "korrekte" oder "vollständige" Definition ist unter Umständen gar nicht erforderlich oder etwa auch gar nicht erwünscht (man denke etwa an die Scientific Community und an die großen beständigen Paradigmen, die trotz massiver Kritik als wahr gelten).

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Das alles liefert mir nichts Greifbares, denn wenn ich an der Kasse stehe, kann ich es mir nicht leisten, mit einem hypothetischen 100er zu bezahlen!

Man bezahlt schon mit einem hypothetischen 100er. Allerdings sollte die eigene subjektive Wahrheit mit der subjektiven Wahrheit der Kassiererin übereinstimmen. Wenn das der Fall ist, kannst du auch mit einem Stück Käse bezahlen. Im Regelfall dürfte das jedoch nicht funktionieren.



geschrieben von: Philon

Jawohl, sehr gut! Ich freue mich, endlich jemanden zu finden, mit dem es bestimmt lohnen wird zu philosophieren!

Das Problem war, ich habe nur den einen Beitrag von dir gelesen und dachte du meintest subjektiv im atomaren Sinne. Hätte ich intersubjektiv gelesen, hätte ich dich eher verstanden.

Ansonsten völlige Übereinstimmung, "das Ding an sich" ist nicht beschreibar bzw. wird uns immer verborgen bleiben.

Gruß



geschrieben von: Louveteau

Ich finde Wahrheit ist relativ...
Wahrheit ist immer das, was der andere als diese empfindet. Also wenn jemand sagt:"Der Rasen ist lila!" und er daran wirklich glaubt, dann lasst ihn... es ist seine Wahrheit.



geschrieben von: Sahm Fan

da fallen mir gleich mehrere Dinge ein, wobei ich einigen Beiträgen zustimme.

kann man denn eine wahre Definition der Wahrheit finden? wahrscheinlich nicht wissentlich, weil man das nicht objektiv betrachten kann. auf der anderen seite aber ist es genau deswegen wahr, weil man es für wahr hält. demnach ist wahrheit dann das, was wir wollen (oder manchmal auch nicht oder nur unterbewusst), oder besser gesagt, wonach wir leben (wenn man sich z.B. Lügen als wahr einredet) also gibt es so viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt.

ansonsten gibt es auch die meinung, dass Liebe und Glück die einzige wahrheit ist.

oder die wahrheit sind antworten, wenn man z. B. in die Welt hinauszieht auf der Suche nach neuen Wahrheiten, also Erkenntnissen. die dann wiederrum von neuen Erkenntnissen über den Haufen geschmissen werden, wie das in der Wissenschaft manchmal ist. demnach ist der aktuelle stand der wissenschaft die Wahrheit, welche veränderlich ist.

dazu fiel mir letztens beim Reiten die Frage ein: was denn für Tiere die Wahrheit ist? zum einen scheißegal, weil sie sich n feuchten Kericht um solche Fragen scheren. aber wenn man meint, dass sie danach handeln, ist es die subjektive Wahrheit eines jeden Lebewesens: das Pferd geht einen sonnigen Weg entlang und fühlt sich sicher und wohl. (Wahrheit: weg=ungefährlich) auf dem Rückweg scheut es an einer stelle auf dem selben Weg, weil die Sonne jetzt anders steht vor seinem schatten. (Warheit: gefahr durch dunklen Fleck!) also ist auch diese subjektive Wahrheit des Lebens durch Erfahrung veränderbar.

Eine feststehende Wahrheit, nach der sich die Menschen richten (wenn mehere Menschen wirklich einzeln existieren.), die man festgelegt hat und allgemeinültig ist, ist die, die ein Mensch versteht und anerkennen muss, weil es dafür Beweise gibt. Vor Gericht wird nach der Wahrheit gesucht, um Schuld oder Unschuld zu Beweisen. Man versucht einen Sachverhalt oder Ablauf von Handlungen zu rekonstruieren, der der Wahrheit entspricht, was manchmal an mangelnden oder gefälschten Beweisen (oder bestochenen Richtern oder Anwälten) scheitert. Genau diese Wahrheit möchte man (meistens) auch hören, wenn man nicht belogen werden will, z.B. im privaten Bereich.


woanders wird geglaubt, dass Gott die Wahrheit ist. Er ist die Antwort, Erkenntniss und Erfahrung, die richtig ist. Er ist der Anfang, der Grund und das Wissen des Lebens, weil er die Erde geschaffen hat, so wie er es wollte, so hat er es wahr gemacht. Ohne ihn gäbe es diese Leben und somit die Frage nach der Wahrheit nicht. Wenn es wahr ist, das Moleküle eine bestimmte Masse haben oder Zellen sich teilen, dann muss Gott war sein. Weil er sie geschaffen hat, ist er der Grund warum es sie gibt und warum sie so tun.
(naja, nicht besonders verständlich erklärt oder? aber es ist auch eine möglichkeit die Wahrheit zu sehen, ohne gleich zu glauben, dass das Ende kommt...)






muss man also nicht immer nur glauben, weil man davon überzeugt ist, was die Wahrheit ist? wie will man es nicht können?






also gut, da gibt es bestimmt einige antworten drauf! ich freu mich!



geschrieben von: Hellscream

Jemand hat seine Frau im Alkohol Rausch erschlagen.
Dieser jemand will sich einreden das er seine Frau nicht im Rausch erschlagen hat.
Ist es deswegen weil er etwas glauben will, also das er nicht der Mörder ist und sich es immer wieder versucht einzureden wahrer das er nicht der Mörder ist?

Sein Problem ist das die physikalische Wirklichkeit auf der sich sein Handeln abspielt beziehungsweise abgespielt hat, nicht Willkürlich ist. Damit unterliegt die Aussage über die Wahrheit, ob er ein Mörder ist oder nicht, eben nicht der Beliebigkeit. Sein Glaube beziehungsweise seine „Wahrheit = ich bin kein Mörder“ wird ihn spätestens dann nichts mehr nützen wenn man seine DNA Spuren festgestellt hat. Wahrheiten sind eben kein Ergebnis einer Beliebigkeit des Glaubens im Sinne des Post-Moderen Postulats „everything goes“ Alles ist in Ordnung.

Wenn ich davon ausgehe das es keine Wahrheiten gibt, dann betrifft dies allein die Wahrnehmung durch denn Menschen die grundsätzlich begrenzt ist. Stoße damit aber nicht die Tür der Beliebigkeit auf. Denn die Konstruktionen der Wahrheit dir ich mir als Mensch Notgedrungen entwerfen muss um mich überhaupt zurecht zu finden, müssen verwertbar, ergänzbar und überprüfbar sein. Oder anders gesagt die Konstruktionen müssen in Form von Hypothesen beziehungsweise Vermutungen gedacht werden. Weil sie auf einer Ebene der Wirklichkeit beruhen, die ich nicht absolut erschließen, aber an deren Zustände ich mich mühsam annähern kann zum Beispiel mit dem Hilfsmittel des Experiments, der Beobachtung und anderen Verfahren aufgeklärten wissenschaftlichen Denkens. Die Vorstellung einer absoluten Wahrheit mag Illusion sein, die Existenz einer physikalische Wirklichkeit allerdings wird niemand ernsthaft abstreiten können. Theoretisch schon zugegeben, aber ebenso kann ich behauten wir befinden uns alle in einem meiner Alpträume, oder in Magen eines Gigantischen Fisches oder sonstigen grotesken Szenarien. Damit wäre man dann nämlich angekommen in der absoluten Beliebigkeit, das ende jedes aufgeklärten Kritik und handlungsfähigen Fähigen Denkens.



geschrieben von: Louveteau

Zitat:
Sein Problem ist das die physikalische Wirklichkeit auf der sich sein Handeln abspielt beziehungsweise abgespielt hat, nicht Willkürlich ist. Damit unterliegt die Aussage über die Wahrheit, ob er ein Mörder ist oder nicht, eben nicht der Beliebigkeit. Sein Glaube beziehungsweise seine „Wahrheit = ich bin kein Mörder“ wird ihn spätestens dann nichts mehr nützen wenn man seine DNA Spuren festgestellt hat. Wahrheiten sind eben kein Ergebnis einer Beliebigkeit des Glaubens im Sinne des Post-Moderen Postulats „everything goes“ Alles ist in Ordnung.


Also ist die Wahrheit das, was bestimmte Leute dir sagen... z.b.: Leute mit Doktortitel, die meinen, etwas zu wissen, durch experimente etc...
oder das Gesetzt: "Wenn du nicht vernünftig Auto fährst, baust du ein Unfall!"... Klar, für dich ist es wahr - aber vllt. gibt es Leute, die können fahren wie sie wollen, bauen aber keinen Unfall.

Zitat:
zum Beispiel mit dem Hilfsmittel des Experiments, der Beobachtung und anderen Verfahren aufgeklärten wissenschaftlichen Denkens


Um wieder zurück zu dem oben genannten zu kommen...: Klar... Der Staat sieht eindeutig, das der großteil zu viele Unfälle baut, wenn es keine Regeln für das Auto-fahren gibt. Aber der kleine Rest, der keine Unfälle baut, der wird außer Acht gelassen, wobei das auch ' wahr ' ist...

Zitat:
Jemand hat seine Frau im Alkohol Rausch erschlagen. Dieser jemand will sich einreden das er seine Frau nicht im Rausch erschlagen hat. Ist es deswegen weil er etwas glauben will, also das er nicht der Mörder ist und sich es immer wieder versucht einzureden wahrer das er nicht der Mörder ist?
...
Zitat:
Sein Glaube beziehungsweise seine „Wahrheit = ich bin kein Mörder“ wird ihn spätestens dann nichts mehr nützen wenn man seine DNA Spuren festgestellt hat.


Nehmen wir jetzt mal aber an, der Mann kommt nach Hause, seine Frau will ihn umbringen und er wehrt sich...
muss ja nichtmal so passiert sein, der Richter muss es nur glauben (!)...
Dann wird der Mann freigesprochen... Ist es dann wahr, das er es nicht war? Oder nur wahr, dass er es aus 'notwehr' gemacht hat?
Und nichtmal das ist doch 'wahr'... Der Richter denkt ja nur, es wäre 'wahr'...

Besseres Beispiel...:
Man lernt:"Wenn dort die DNA gefunden wird, ist er der Täter!"
Klar, dass ist auch 'wahr'...
Aber dann kann man ja einfach, irgendeine DNA-Spur legen...

Oder...:
Man lernt:"Das was der Richter sagt, ist wahr!"
...Nur gab es schon viel zu viele Fälle, wo Leute entweder hinter Gitter gekommen ist, nur wegen falscher Beweise (=nicht 'wahr').. Und der Richter sagte trotzdem:"Er ist der Täter"... und alle glaubten, es sei 'wahr'...
oder wo Leute frei gesprochen wurden, wegen mangelnder Beweise...



geschrieben von: Hellscream

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Also ist die Wahrheit das, was bestimmte Leute dir sagen... z.b.: Leute mit Doktortitel, die meinen, etwas zu wissen, durch experimente etc...
oder das Gesetzt: "Wenn du nicht vernünftig Auto fährst, baust du ein Unfall!"... Klar, für dich ist es wahr - aber vllt. gibt es Leute, die können fahren wie sie wollen, bauen aber keinen Unfall.


Das was diese Menschen versuchen zu beschreiben und dabei ist es egal welchen Titel sie führen, existiert unabhängig von ihrer Wahrnehmung also dem was sie sagen. Aber es gibt Hypothesen (Also Annahmen über Zusammenhänge in der Wirklichkeit) die ungesichert also mit einer sehr hohen bis wahnwitzigen Fehlerwahrscheinlichkeit behaftet sind (Die Erde ist eine Scheibe wäre eine solche aus der heutige Sicht oder aber Uran heilt bei Verzehr Krebs) und solche die relativ abgesichert sind (Der Mensch entwickelte sich aus Vorfahren die er gemeinsam hatte mit dem Affen oder aber die Cholera wird durch Bakterien ausgelöst).

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Um wieder zurück zu dem oben genannten zu kommen...: Klar... Der Staat sieht eindeutig, das der großteil zu viele Unfälle baut, wenn es keine Regeln für das Auto-fahren gibt. Aber der kleine Rest, der keine Unfälle baut, der wird außer Acht gelassen, wobei das auch ' wahr ' ist...


Die Frage ist ob es Vernünftig ist wenn wie in deinem Beispiel jeder so fährt wie er will, die Resultate wären wohl katastrophal. Es ist aus einem bestimmten Wissensstand einfach nicht Vernünftig von gewissen Zusammenhängen auszugehen. Der kleine Rest wird nicht außer Acht gelassen, sondern wird gegen die vielen Todesopfer beim Wegfall der Verkehrsregeln aufgerechnet.
Wenn du weißt das eine 90% Wahrscheinlichkeit besteht das ein Flugzeug auf einem Urlaubsflug abstürzt, steigst du trotzdem ein?

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Nehmen wir jetzt mal aber an, der Mann kommt nach Hause, seine Frau will ihn umbringen und er wehrt sich...
muss ja nichtmal so passiert sein, der Richter muss es nur glauben (!)...
Dann wird der Mann freigesprochen... Ist es dann wahr, das er es nicht war? Oder nur wahr, dass er es aus 'notwehr' gemacht hat?
Und nichtmal das ist doch 'wahr'... Der Richter denkt ja nur, es wäre 'wahr'...


Es ist ganz egal was der Richter, der Täter oder sonstige Dritte Personen wahrhaben wollen oder nicht. Du gehst in deinem Beispiel ja selbst von zwei Ebenen aus. Das was wirklich passiert ist und das was vermutet wird was passierte.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Besseres Beispiel...:
Man lernt:"Wenn dort die DNA gefunden wird, ist er der Täter!"
Klar, dass ist auch 'wahr'...
Aber dann kann man ja einfach, irgendeine DNA-Spur legen...


Deswegen ist es ja so wichtig das vermeintliche Sachverhalte als Hypothesen also Vermutungen die ergänzen, überprüfbar und so weiter sind und nicht als Dogmen gedacht werden. Deswegen ist es so Wichtig die begrenzte Perspektive anzuerkennen und das es eben nicht die absolute Wahrheit in dem Sinn geben kann, dass ich in der Lange wäre diese absolut zu erfassen. So kann dem Verdacht ob es zum Beispiel absichtlich platzierte DNA an einem Tatort gab nachgegangen werden und gegeben falls revidiert werden, wenn zum Beispiel der vermeintliche Täter zur Zeit der Tat ein Sicheres Alibi besitzt. So bald ich dies Verwerfe ersetze ich natürlich nur eine dogmatische Behauptung mit der anderen. Das darf einen aber nicht in absolute Beliebigkeit ausarten lassen, weil ich von vornherein vor der Aufgabe die Dinge im mich herum zu ergründen zu Kapitulieren.
Dann kann ich mir natürlich die Ermittlungen und Untersuchungen sparen.
Wunschdenken (In deinem Beispiel: Ich will der Angeklagte ist schuldig. In meinem: Ich will meine Frau nicht getötet haben) ändern nichts an der wirklich abgelaufen Handlung in der Vergangenheit. Und du gehst ja wie ich schon weiter oben schrieb selber von zwei Ebenen aus, einer Wirklichkeit und dem was die Menschen von dieser Wirklichkeit erfahren/aufgenommen haben.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Oder...:
Man lernt:"Das was der Richter sagt, ist wahr!"
...Nur gab es schon viel zu viele Fälle, wo Leute entweder hinter Gitter gekommen ist, nur wegen falscher Beweise (=nicht 'wahr').. Und der Richter sagte trotzdem:"Er ist der Täter"... und alle glaubten, es sei 'wahr'...
oder wo Leute frei gesprochen wurden, wegen mangelnder Beweise...


Wer denkt das das was ein Richter sagt immer wahr ist, besitzt eben weitgehende Qualitäten des kritischen Denkens nicht. Weder der Richter noch sonst wer sind eben in der Lange so etwas wie eine absolute Wahrheit zu erfassen.



geschrieben von: Louveteau

Zitat:
Wer denkt das das was ein Richter sagt immer wahr ist, besitzt eben weitgehende Qualitäten des kritischen Denkens nicht. Weder der Richter noch sonst wer sind eben in der Lange so etwas wie eine absolute Wahrheit zu erfassen.


Dann gäbe es ja keine Wahrheit... Weil, wer sagt dann, das das die Wahrheit ist?
Woher weißt du, dass die Wiese grün ist?? Wer sagt diese Wahrheit???

Zitat:
(Der Mensch entwickelte sich aus Vorfahren die er gemeinsam hatte mit dem Affen oder aber die Cholera wird durch Bakterien ausgelöst).


Selbst das muss ja i.wer als 'wahr' abgestempelt haben...

Zitat:
Wenn du weißt das eine 90% Wahrscheinlichkeit besteht das ein Flugzeug auf einem Urlaubsflug abstürzt, steigst du trotzdem ein?


Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 9 % im Fluge selbst und 55 % beim Landeanflug und Landen...
Wobei die Wahrscheinlichkeit dann bei genug prozent liegt, um angst vorm fliegen zu haben... Wenn man jetzt sagt: in unserer Studie sind (z.b.:) 100 Maschinen geflogen, davon 55 Abgestürtz, also gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 55 %, dass diese Flugzeuge abstürtzen... Deshalb kann man also abzählen, dass 55 Flugzeuge definitiv abstürzen, weil es WAHR ist?...
Und wer sagt, dass diese Wahrscheinlichkeit überhaupt stimmt?
Das Wort besteht aus wahr aber auch eben so aus schein ... Und der Schein trügt? Dann passen diese beiden wörter nicht zusammen und man kann einfach nicht wegen i.welcher Studien behaupten, dass etwas wahr ist...

Zitat:
Es ist ganz egal was der Richter, der Täter oder sonstige Dritte Personen wahrhaben wollen oder nicht.


Okay... Aber wenn der einzige Zeuge der Täter ist, wer sagt dann, dass etwas wahr ist? Die DNA kann nicht sprechen... Und somit bleibt dann die 'Wahrheit' des Täters und 'Wahrheit' bleibt relativ...

Zitat:
Du gehst in deinem Beispiel ja selbst von zwei Ebenen aus. Das was wirklich passiert ist und das was vermutet wird was passierte.


Ja, gehe ich... Weil Wahrheit relativ ist. Es ist immer das die 'Wahrheit', was für diese Angesehen wird...

Zitat:
Aber es gibt Hypothesen (Also Annahmen über Zusammenhänge in der Wirklichkeit) die ungesichert also mit einer sehr hohen bis wahnwitzigen Fehlerwahrscheinlichkeit behaftet sind (Die Erde ist eine Scheibe wäre eine solche aus der heutige Sicht ...


Zitat:
Die Erde ist eine Scheibe wäre eine solche aus der heutige Sicht


Zitat:
aus der heutige Sicht


Okay... Aus der heutigen Sicht ... Früher war die WAHRHEIT, dass die Welt eine Scheibe ist... eventuell wird in der Zukunft herausgefunden, dass man nur falsch drauf gesehen hat und es nen Viereck ist...



geschrieben von: Hellscream

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Dann gäbe es ja keine Wahrheit... Weil, wer sagt dann, das das die Wahrheit ist?
Woher weißt du, dass die Wiese grün ist?? Wer sagt diese Wahrheit???


Es gibt keine absolute Wahrheit im Sinne von der einen Wahrheit, da bin ich ja ganz bei dir.
Die Farbe Grün ist natürlich nur eine Definition, das eigentliche Spektrum der Farbe bleibt aber das selbe.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Selbst das muss ja i.wer als 'wahr' abgestempelt haben...


Nein, man hat über einen sehr langen Zeitraum Thesen aufgestellt und diese widerlegt und ergänzt, das was dann übrig blieb dann die These die vorläufig angenommen wird. Also kein Ergebnis einer einmaligen Aktion im Sinne von abstempeln, sondern ein langwieriger Erkenntnisse Prozess. Der nicht willkürlich sondern wissenschaftlich vorangetrieben wurde, also mit Methode. Wenn man auf einmal mehrere Beweise dafür findet das Cholera wahrscheinlich durch böse Hexen verbreitet wird anstatt von Bakterien, wird man die Thesen anpassen. Wir haben es also mit keinen absoluten Wahrheiten zu tun, sondern immer nur mit temporären relativen Erkenntnissen (Wahrheiten) über eine vermeintliche Wirklichkeit.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Und wer sagt, dass diese Wahrscheinlichkeit überhaupt stimmt?
Das Wort besteht aus wahr aber auch eben so aus schein ... Und der Schein trügt? Dann passen diese beiden wörter nicht zusammen und man kann einfach nicht wegen i.welcher Studien behaupten, dass etwas wahr ist...


Ohne auf diese mir als sehr wirr erscheinenden Zahlen einzugehen.
Ich habe ja nur die Behauptung aufgestellt das wenn dir eine Wahrscheinlichkeit vorliegt die dir sagt das zu 90% etwas schief geht, du dich nach ihr Richten wirst, auch wenn es nur eine Wahrscheinlichkeit ist. Alles andere wäre nicht Vernünftig.
Weil es wahrscheinlich ist halte ich es im Rahmen der mir Bewussten Beschränktheit der Erkenntnis Werkzeuge derer ich mich bediene für der Wirklichkeit entsprechend, also für wahr, mehr habe ich nie behauptet. Es gibt ja auch nicht nur Studien sondern auch Experimente und so weiter. Es ist ja nicht so das man wissenschaftlich auf ein Werkzeug allein angewiesen wäre.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Okay... Aber wenn der einzige Zeuge der Täter ist, wer sagt dann, dass etwas wahr ist? Die DNA kann nicht sprechen... Und somit bleibt dann die 'Wahrheit' des Täters und 'Wahrheit' bleibt relativ...


Die DNA ist ja auch nur ein Indiz für die in der Wirklichkeit abgelaufene Handlung, ansonsten könnte man sich die Verhandlung sparen.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Ja, gehe ich... Weil Wahrheit relativ ist. Es ist immer das die 'Wahrheit', was für diese Angesehen wird...
Die Wahrheit macht aussagen über die Wirklichkeit, die Wirklichkeit ist aber nicht relativ, nur die subjektive Erfahrung dieser. Also muss ich dir hier auf das heftigste Widersprechen. Die Wirklichkeit ist an sich nicht relativ und mit ihr das was man Wahrheit nennt, im Sinne einer Aussage über die Wirklichkeit. Man nehme zur Kenntnis das wenn ich hier mehrfach davon sprach das absolute Wahrheit eine Illusion ist, dies nicht die Wirklichkeit an sich sondern die Begrenztheit von Menschlicher Erkenntnis Fähigkeit betrifft.

Zitat:
geschrieben von Louveteau
Okay... Aus der heutigen Sicht ... Früher war die WAHRHEIT, dass die Welt eine Scheibe ist... eventuell wird in der Zukunft herausgefunden, dass man nur falsch drauf gesehen hat und es nen Viereck ist...


In tausend Jahren wird man sich über heutige Erkenntnisse köstlich Amüsieren können, keine Frage. Aber dennoch. Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit für die Erde als Viereck ? Würdest du deswegen dein Leben darauf ausrichten auf die Erde als Viereck? Wäre das Vernünftig bei aktuellem Erkenntnisse stand von einer Erde als Viereck auszugehen?
Wahrheit ist relativ und subjektiv, ja absolute Wahrheit eine Illusion, aber Beliebig ist Wahrheit an sich da sie auf Aussagen über die Wirklichkeit beruht nicht. Diese Annahme von der Beliebigkeit der Wirklichkeit an sich, würde zu zwei Dingen führen absolute Unfähigkeit Erkenntnisse zu produzieren, die bei der Annahme einer Beliebigen Wirklichkeit unnütz sind und natürlich darauf aufbauend absolute Kritik Unfähigkeit, da mir keine gütigen Kriterien mehr gütig sind die nicht selbst Beliebig wären.



geschrieben von: Schatten der Sonne

Ich denke dass es über alles und jeden Wahrheiten und Lügen gibt. Und genauso wie in jeder Lüge ein Stück Wahrheit steckt, steckt ein bisschen Lüge in jeder Wahrheit. Denn die bauen doch auf einander auf, Wahrheiten und Lügen. So eine Art Yin und Yang Prinzip.



geschrieben von: Okko

Ich frage mich manchmal, ob eine Wahrheit unabhängig von Subjekten besteht, welche sie erkennen und welche mit dem Begriff der Wahrheit, mit der Fähigkeit zu einem wahren Urteil umgehen und leben. Es gibt z. B. bestimmte Erkenntnisse über das Weltall. Kann man auch dann noch von Wahrheit sprechen, wenn es keine Menschen mehr gibt, welche diese Wahrheiten über das Weltall erkennen könnten? Die Frage der Wahrheit scheint immer dann ins Spiel zu kommen, wenn es Subjekte gibt, welche etwas wahrnehmen und zwar entsprechend ihrer grundlegenden Möglichkeiten der Perzeption und diese Wahrnehmungsinhalte sich in Aussagen ausdrücken lassen. Wahrheit scheint daher an sprachliche Äußerungen gebunden zu sein, da man sich immer die Frage stellen kann, ob diese oder jene Aussage auch wahr ist. Aussagen scheinen daher mit einem Wahrheitsanspruch gemacht zu werden. Selbst wenn man sagt, es gäbe keine Wahrheit, so soll ja zumindest diese Aussage wahr sein. Dann gibt es wohl noch Kriterien, wann Sätze als wahr gelten, z. B. wenn sich Menschen auf die Wahrheit von Sätzen einigen können. Es gibt glaube ich so eine Definition, daß die wahrheit eines Urteils in der Übereinstimmung mit einem dinglichen Sachverhalt besteht. Nur wäre diese Übereinstimmung dann wieder Gegenstand eines Urteils.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Andras
Mich interessiert das Thema ehrlich gesagt sehr, daher greife ich nach über einem guten Jahr dieses ein weiteres Mal auf.



Nach zwei Jahren und (fast) einem Monat, um genauer zu sein.
- Ich hatte schon immer das Gefühl, dass das Thema noch nicht ausführlich genug behandelt wurde.

Leider hat sich der zitierte "Wiederaufgreifer" des Themas nach diesem Beitrag vom 10.08.2008 nicht wieder zu Wort gemeldet.

Warum? Wusste er zuviel? Hat man ihn geblendet oder ihm die Hände abgehackt? Wollte er hier nur seinen einwegverpackten Müll loswerden?
Tja, was ist die Wahrheit?

Egal, ich verzettele mich.

*gähn*

:rolleyes:



geschrieben von: Nezach

(Teil der) Wahrheit ist eine Aussage, wenn der Gegenstand, auf den sie sich bezieht, ihr entspricht. Im allgemeinen kann eine Aussage nicht mit dem Gegenstand, auf den sie sich bezieht, identisch sein. Was ist nun diese Ähnlichkeit zwischen Aussage und Gegenstand, zweier Objekte also, die im allgemeinen doch unterschiedlicher nicht sein können?

Aussagen, auch wahre Aussagen, werden oft von anderen Aussagen abgeleitet. Dabei spielt, sagt man, Logik eine Rolle. Was aber ist Logik? Was macht Logik zu einem so geschätzten Hilfsmittel bei der Erzeugung wahrer Aussagen? Mit welcher Begründung wird Logik stets und ständig eingesetzt, nicht selten, um seinen Einfluss auf andere Menschen in die Tat umzusetzen?





vBulletin Copyright ©2000 - 2003, Jelsoft Enterprises Limited.
vB Easy Archive Final








eXTReMe Tracker