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Gothic (Eure Anfangszeit)

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Black Tangled Heart

Seid gegrüßt ihr alle!

Hab mir hier im Forum so ziemlich alles durchgelesen und habe spontan entschieden,mich ebenfalls registrieren zu lassen, um mitzutexten.Ich bin ziemlich neu in der "Szene" und habe deshalb zu Beginn ein paar Fragen an euch.Es tut mir leid,wenn Fragen schon mal gestellt wurden...
Also:
Wie seid ihr zum Goth gekommen?
Wieso habt ihr gerade diesen Lebensstil gewählt?
Und, wie habt ihr es geschafft in der Szene Anschluss zu finden?
Wie hat eure Umwelt auf das Alles reagiert?

So, ich denke, das reicht für den Anfang.Ich hoffe ihr habt Zeit einem "Neuling" Einblick in das Leben eines Gothics (oder Gruftie oder wie auch immer...) zu geben!?

--- Black Tangled Heart---



geschrieben von: Sarcan

Grüsse

Zumal ich in den anderen Post wenig dazu geschrieben habe und der Thread aus gutem Grunde nie geschlossen wurde antworte ich dir mal hier darauf...

Offen gestanden stehe ich rein zeitlich gesehen sicherlich noch in meiner Anfangszeit... aber ich erkenne keine Grenze, ab der man als Goth gilt... vor etwas mehr als einem Jahr hab ich ganz einfach mal auf Interesse angefangen, mich über Gothic zu informieren... mir hat nicht alles gefallen, was ich gesehen habe, aber ich habe festgestellt, daß es hier verstärkt hochintelligente Leute gibt, mit denen es sich über Themen zu diskutieren lonht, die mich persönlich interessieren... leider sind sie oft schwer zu finden... ein Grund, warum ich mich hier registriert hatte... hm, so richtig als Goth habe ich mich nicht gesehen, eher als Querdenker... aber mitlerweile trage auch ich fast nur noch schwarz, mein Musikstil hat sich deutlich verändert und ich trage Thors Hammer... aus Überzeugung, Schritt für Schritt... aber ich mache längst nicht alles mit...

Wie ich aufgenommen wurde... eigentlich meide ich einen Großteil der Goths, weil es einfach zu viele darunter gibt, die meiner Ideologie nicht entsprechen... aber die Leute, die ich für vernünftig in meinen Augen befunden habe hatten eigentlich auch keine Probleme damit, daß ich plötzlich mit einem Plopp neben ihnen aufgetaucht bin... und ich suche sie grade deshalb heim, weil sie eben nicht so verklemmt sind wie allzuviele andere... Gothic ist für mich einfach nur eine Ideologie, die alles andere (Kleidung, Schmuck, Verhalten) mit sich bringt... und nicht umgekehrt...



geschrieben von: Trinity Goth

Hi!

@Sarcan: Du trägst Thor's Hammer? Sei vorsichtig wenn du mal ins Ruhrgebiet kommst - der eine oder andere verrückte Linke könnte das hier missverstehen.

Gruss
Trinity Goth



geschrieben von: Sarcan

Ich weiß... aber auch hier bekommt man ne Reihe von Vorurteilen zu hören... mein liebstes ist immer noch, daß Thors Hammer ein umgedrehtes Kreuz ist... ja sischa dat... aber ich glaub, um im Ruhrgebiet (wo ich übrigens tatsächlich ab und an mal bin) vermöbelt zu werden braucht es nichtmal das...



geschrieben von: Maschinenherz

Hi Leute,

es passt vielleicht nicht zum Thema, aber ich verstehe nicht, warum Symbole, wie der Thorshammer immer in Verbindung mit rechtem Gedankengut gebracht werden. Ist es wegen dem Hamarsmark, dem Segenszeichen Thors, oder da Thor auch Aspekte des Kampfes und des Sieges über den Feind verkörpert.
Ich finde auch, aus persönlicher Erfahrung gesprochen, dass man von Linken, die einen persönlich nicht kennen oder etwas von Gothic wissen, immer sehr befremdlich angesehen wird, wenn man im schwarzen Mantel und hochgeschnürten Rangers rumläuft. Ein paar bekannte meinten mal ich mache einen sehr faschistoiden Eindruck. Dabei hab ich weder Glatze noch Bomberjacke und diesen Schlägerblick...ich finde derlei Kommentare eben etwas "deplaziert".

@BTH:
-Wie seid ihr zum Goth gekommen?
-Wieso habt ihr gerade diesen Lebenstil gewählt?

Interesse und Zuneigung zur schwarzen Lebensart, abgrenzen von der übrigen "Spassgesellschaft". Ausserdem war ich schon immer ein bisschen strange und habe mich auch für okkulte Sachen interessiert. Zum anderen, weil ich mich oft in meiner Art unverstanden gefühlt habe und nun Leute gefunden habe die das verstehen und die auf ihre Art auch aus dem üblichen Schema fallen. Ich hab auch schon immer einen hang zu düsterer Melancholie gehabt, habe oft dagegen angekämpft, doch nun weiss ich das ich das nicht muss, sondern mir sind viele Sachen die mir vorher fremd oder Feind waren, Freund geworden.

-Und wie habt ihr es geschafft in der Szene Anschluss zu finden?

Selbst wenn anfangs alles befremdlich wirkt, immer der bleiben, der man ist, zu sich und seiner Individualität stehen. Denk dir nichts über die arroganten Lästermäuler und Megagoths die dich dumm anglotzen, sei du selbst, den darin liegt ja auch der Sinn im schwarzen Individualismus.

-Wie hat eure Umwelt auf das alles reagiert?

Hat reagiert? Reagiert immer noch mit Unverständniss, belächeln oder Angst

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Non foras ire, in Interiore homini habitat veritas!

>>Gehe nicht nach außen, die Wahrheit wohnt im inneren des Menschen!<<



geschrieben von: Dark_Angel

Dunkle Grüße an alle,
ich bin zwar auch noch "Anfänger" versuchs aber trotzdem mal.
Nun,im wesentlichen wars genau wie bei Maschinenherz.Nur das mit der Melancholie ist erst seit ca.1 Monat.Den letztendlichen Einstieg hatte ich durch meine Suizidgedanken.
@Maschinenherz:
>Dabei hab ich weder Glatze noch Bomberjacke und diesen Schlägerblick.<
Das braucht man heute gar nicht mehr um als Rechter abgestempelt zu werden,da die Leute in ihrer "beschränkten" Denkweise gleich jeden der Springerstiefel/Ranger trägt als Nazi ansehen.
carpe noctem,
Dark_Angel



geschrieben von: Sarcan

@Maschinenherz

Zitat:
Dabei hab ich weder Glatze noch Bomberjacke und diesen Schlägerblick...


*hust* naja... offen gestanden, die Haare trag ich schon gesundheitsbedingt auf 6mm rasiert... aber meinen deutschen Parker trage ich jetzt schon seit Jahren nicht mehr... naja, das mit dem unterstellten Rechtssein ist so eine Sache... ich halte mich da komplett neutral zwischen rechst und links... und wenn der ein oder andere meint, mich in die rechte Szene einordnen zu dürfen, so ist das sein Pech... für mich hat Thors Hammer absolut nichts mit politischen Richtungen zu tun... im Gegenteil...



geschrieben von: Dark_Angel

Hallo,
mal für Nichtwisser:
Welche Bedeutung hat denn Thor's Hammer???
Grüße,
Dark_Angel



geschrieben von: Maschinenherz

@ Dark Angel:

Ich hab gerade meinen Pagan-Wälzer zur Hand und möchte aus diesem einiges zu Thor und seinem Hammer rezitieren, damit du auch eine hinreichende Auskunft erhältst.
Thor:
Kurzum ist er der Gott der Kraft, der Kämpfer gegen die Riesen, weshalb er zur Weihe gerufen wird; Gott der Bauern, des Regens und des Gewitters. Sein Name bedeutet auch "der Donner".
Thor ist auch ein Lebenssymbol ( aus mythologischen Quellen rekonstruiert.)

Thors Hammer (Mjöllnir):
Thor hat einen Hammer, der von den Zwergen geschaffen wurde und der "Mjöllnir" heisst, was so viel wie Zermalmer bedeutet. Mjöllnir steht im Mythos für den Blitz.
Im ursprünglichen Sinn wird Mjöllnir als Schutzzeichen und Glücksbringer getragen. Denn mit dem Hammer vertreibt Thor die Riesen und bösen Geister ( auch hier gibt es mythologische Quellen, aber es würde den Rahmen sprengen). Wo man also Mjöllnir trägt flieht das böse von einem bzw. es wird vertrieben und abgewendet. Mit dem Hammer weiht man daher alles was zu weihen ist. Ob es sich nun um Runen- oder Krankenweihen oder um banale Sachen wie Nahrung handelt ist egal. Das rituelle Zeichen für den Thorshammer nennt man das "Hamarsmark". Es war ursprünglich ein Sonnenzeichen bzw und ist heute als Swastika oder Hakenkreuz allgemein bekannt. Hieraus entsteht auch die "äusserst dumme Verwechslung" mit dem Hakenkreuz Hitlers. Für Leute ohne Ahnung heisst das : Träger von Mjöllnir = rechtsradikal

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geschrieben von: Dark_Angel

A-ha,und wieder etwas schlauer http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Vielen Dank für die Mühe.
carpe noctem,
Dark_Angel



geschrieben von: DJ Darkseed

Zitat:
"Hamarsmark". Es war ursprünglich ein Sonnenzeichen bzw und ist heute als Swastika oder Hakenkreuz allgemein bekannt. Hieraus entsteht auch die "äusserst dumme Verwechslung" mit dem Hakenkreuz Hitlers. Für Leute ohne Ahnung heisst das : Träger von Mjöllnir = rechtsradikal


Textstellen aus dem Buch "Runen" von Kenneth Meadows zum Thema Hakenkreuz:

"Das Hakenkreuz ist das alte Symbol des Rades des Lebens, das die Bewegung der Sonne und die vier Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen sowie die vier Jahreszeiten symbolisiert. Seine Umkehrung in ein Emblem der Nationalsozialisten verwandelte es in ein Symbol des Todes, der Zerstörung und des Chaos."

"Das Hakenkreuz wurde 1920 auf Vorschlag Adolf Hitlers zum offiziellen Emblem der nationalsozialistischen Bewegung. Es sollte zum meistgefürchteten Symbol des 20. Jahrhunderts werden. Diese Emblem ist die spiegelverkehrte Darstellung eines alten Symbols, das als Repräsentation des Lichtes und des Lebens betrachtet wurde, die aus der Quelle in seiner Mitte emporstiegen. Seine >>Arme<< folgten der Richtung des Uhrzeigersinns und entsprachen der angenommenen Bewegung der Sonne um die Erde und der Einteilung des Sonnenjahres in vier Jahreszeiten. Es deutete eine aufwärts gerichtete Spirale und eine Erweiterung des organischen Wachstums und der Entwicklung an.
Hitler kehrte das Symbol in dem Glauben um, zwei S-Runen übereinander zu verwenden, die die Macht der Quelle des Lichts und des Lebens symbolisierten. Das Emblem der Nationalsozialisten war jedoch gegen den Uhrzeigersinn gerichtet und somit Kennzeichen einer gegen die Natur gerichteten Bewegung und einer Unterbrechung der organischen Prozesse."

"Das alte Symbol des Hakenkreuzes diente als Rad der Lehre für das >>Zero to Nine Law of Creation<<. Darin ist die kreisförmige, zyklische, spiralförmige und unendliche Bewegung der Lebenskraft des Universums angedeutet, die mit dem Medizinrad der amerikanischen Indianer und mit dem achtspeichigen Rad der Macht in anderen Überlieferungen vergleichbar ist. Das chinesische, taoistische Symbol des höchsten Prinzips enthält die komplementären Polaritäten Yin und Yang und den Veränderungsprozess, der allen körperlichen Manifestationen innewohnt. Das Wakan-Tanka-Symbol der nordamerikanischen Indianer war eine Darstellung von Energie, die sich als Form manifestierte und sich wieder zurück in Energie verwandelte. Dieselbe Verwandlung wird auch von dem Symbol der Acht dargestellt. Alle diese Symbole, die aus verschiedenen Teilen der Welt stammen, erweisen sich hier als eng miteinander verbunden. Sie deuten nicht nur auf eine Gemeinsamkeit der Lehren, sondern auch auf deren gemeinsamen Ursprung hin."

...ich wollt´s nur mal gesagt haben http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif



geschrieben von: Maschinenherz

Hi Seed,

ich wusste zwar, das das Hakenkreuz in vielen Religionen als wichtiges Zeichen vorkommt und Hitler die "pervertierte" Form verwendet, aber so genau nun auch nicht.
Danke für die Info!

Ich glaub wir sollten das Thema umtaufen oder? Wie wärs mit "Symbole des Heidentums und deren Bedeutung in der Neuzeit". Etwas Lang aber da es sich so gelehrt und kontrovers anhört ist es doch gut, oder *g*?



geschrieben von: DJ Darkseed

Keine Ursache

...sind wohl etwas vom Thema abgedriftet...

...da fällt mir grad noch ein, wenn ich mich recht erinnere, war ein Hakenkreuz, mit 4 Punkten innen, auch ein keltischer Glücksbringer...



geschrieben von: Blackadder

Da ich mich mit keltischer Symbolik nicht wirklich auskenne versuche ich mal mich in Richtung Topic zu äussern... http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif

Vornweg, Anschluss zur "Szene" habe ich nie gehabt, hat sich einfach nie ergeben....

Wie ich zum "Goth" gekommen bin ist eigentlich auch ziemlich langweilig, nämlich über Heavy Metal. Da ich schwarz schon immer ne schicke Farbe fand mir aber das Gegrunze und Gekreische der Black und Dark Metal-Bands irgendwann auf den Geist ging habe ich mich irgendwann zurückorientiert und etwas meloderischen Metal und halt auch Gothic-Rock gehört (Theater of Tragedy, mittlerweile Nightwish usw.").
Wieso ich diesen Lebensstil gewählt habe...
Tja, eigentlich nur weil ich mich so am wohlsten fühle. Durch mein Äusseres (das eigentlich nicht allzu auffällig oder "gruftig" ist) distanziere ich mich anscheinend von der Gesellschaft. Ich kann mir so realtiv sicher sein, dass die Menschen, die ich Freunde nennen, mich so aktzeptieren wie ich bin, und nicht weil ich mich an bestehende Normen anpasse und in der Herde mitmarschiere (zumindest meistens nicht http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Ausserdem mag ich, ich gebs ja zu, schräge Blicke, und die lustigen Spitznamen die man mir auf der Strasse verpasst möchte ich ehrlich gesagt auch nicht missen ("Ey, guck mal, da kommt ein Groovy..." steht zum Beispiel ziemlich weit oben auf meiner persönlichen Top Ten der dummen Sprüche)
Tja, meine Umwelt.....
meine Eltern fandens bescheuert, meinen Freunden fiel es gar nicht auf und der Rest schwankt zwischen Misstrauen, Verachtung und offenem Spott, wie bei jedem, denke ich ich. Damit muss man halt leben.

BLACKADDER



geschrieben von: descendingangel

Seid gegrüßt....

@djdarkseed...

ich hab mir das buch mittlerweile auch gekauft... is echt nicht schlecht...stimmts...????

So, zum Thema....
ja, wie ich in die Szene gekommen bin, kann ich garnicht so genau sagen... ich glaub, ich war irgendwie schon immer in diese Richtung gelenkt... ich liebe schon immer die Farbe schwarz, habe daher schon sehr lange schwarze Klamotten an, was aber nicht unbedingt was über den Glauben aussagt.... aber ich begeistere mich auch schon sehr lange für Vampire, Mystik, Magie und alles, was mit diesem Thema Hand in Hand geht.... aber ich muss wirklich sgaen, das ich nochnicht wirklich jemanden gefunden habe, der mir soviel Wissen schenken kann, wie ich eigentlich brauche... naja, ich denke mein schwarzer Mentor wir schon noch irgendwann auftauchen, aber dazu muss ich erstmal von hier wegziehen, weil es hier um mich rum nur "geradeausdenkende Primitivlinge" gibt, also, da wo ich wohne... ich hofffe, das sich das etwas ändert, jetzt wo ich entlich neue liebe Menschen kennengelernt habe....

Ja, aufgenommen in der Szene kann man nicht sagen weil ich hier ziemlich allein mit meiner Meinung bin, und die zwei - drei anderen schwarzen hier haben mich mit viel Liebe und einem Handkuss begrüßt... (DANKE!!!)

Soweit...

desc ^^v^^

------------------




geschrieben von: Black Widow

ja... das ich ein gothic bin würde ich nicht von mir behaupten, obwohl ich mich mit der schwarzen szene gut identifizeren kann. wie ich dazu gekommen bin ist eine geschichte für sich, ich denke ich erzähl es einfach mal von ganz, ganz vorne...

die zuneigung zur mystik, zur philosophie und auch zur kunst und romantik gab es bei mir schon immer. das liegt wohl daran, dass ich mich schon sehr früh mit sachenn, wie zB dem tod ausseinanderzusetzen hatte. meine eltern sind streng gläubig und so habe ich schon als kind mit meinem vater wild rumphilosophiert. bitte versteht es nicht falsch, meine eltern sind in der regel menschen mit denen es sich gut diskutieren lässt und speziell meinen vater hat es sehr erfreut, wenn ich mir gedanken machte. irgendwer hatte hier bereits erwähnt, dass es zwischen kirche und gothic gewisse parallen gibt, sprich der sinn des seins, was es nach dem tod gibt- und sowelche fragen hatten mich nunmal schon früh beschäftigt und ich wurde mit ihnen vertraut gemacht.
am rande bemerkt verachte ich religion nicht, sondern toleriere es und finde andere meinungen und ansichten ganz interessant und sehe die diskussion mit gläubigen eher als bereicherung, auch wenn ich die meinungen nicht teile.

das erste mal als ich in berührung mit der schwarzen szene kam, war ebenfalls sehr früh. soweit ich mich erinnern kann muss es so mit 11 oder 12 jahren gewesen sein- mein bruder war damals in der szene anfang der 90er tätig. ich verstand damals zwar nicht worum es überhaupt ging und konnte auch nicht hinter die fassaden von texten wie "das ende" von goethes erben blicken, dennoch fand ich es sehr faszinierend, das es leute gibt, die ihre dunkle seite in sich so ausleben und ich hielt mich gerne bei meinem bruder und seinen freunden auf und wurde mit sachen wie mystik sehr vertraut.

irgendwann verlor mein bruder seine kumpels durch umzug und so geriet bei mir das gothicleben etwas in vergessenheit und ich konzentrierte mich mehr auf gleichaltrige und kam dann so in der pupertären phase mit der "ganz normalen gesellschaft" in berührung.
aufgrund meiner bisherigen erfahrungen und meinen anderen interessen fand ich nicht besonders viele freunde, die einen wenigen unter ihnen hatten einen gewissen geringfügigen spirituellen hang, aber lebten dies nicht aus. und so versuchte auch ich mich anzupassen, bemerkte aber öfters, dass ich nicht dazugehörte und dass ich gewisse seiten in mir nicht ausleben konnte.

erst seit garnicht so langer zeit habe ich durch zufall jemanden kennengelernt, der "deine lakaien" "goethes erben" u.a. hörte und auf den ich neugierig wurde, da mir diese bands bakannt waren und ich sofort eine gewisse sehnsucht nach "alten zeiten" bekam.

seit dem hab ich mich von der gesellschaft distanziert und lebe meine vorlieben voll und ganz aus.

---puuuh, ist ja ganzschön lang geworden, soviel zu meinen lebenslauf *g*---

wie andere darauf reagieren? nun, viele wundern sich ein wenig schon über mein eher sehr schlichtes outfit, aber ich bevorzuge eher leute, die es akzeptieren und verstehen... von daher hab ich den kontakt zu vielen alten "freunden" abgebrochen.
und meine familie? - findet samt und spitze sehr chic *g*

so das wars dann erstmal von mir



geschrieben von: Aveyla Celeste

@Sarcan: Ich kann dir eigentlich nur beipflichten, mir ging es genauso.
Ich muß zu meiner Schande (oder auch nicht http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif) gestehen, dass ich weder in schwarz rumlaufe und auch erst einmal auf einer Gothic-Party war (im Loop, schöne Grüße an Darkseed *g*), die ich nach einer Stunde fluchtartig verlassen habe, weil mir die Musik nicht gefiel. (Erst später hab ich rausgefunden, dass das Industrial war und es in diesen Kreisen noch bessere Mukke gibt *g*). Und das ist auch gerade mal zwei Monate her...
Ich bin allerdings auch kein Typ, der der neuesten Mode hinterherrennt und in quietschbunt rumläuft. Meine rotbraune Lederjacke ist älter als ich und heißgeliebt, ebenso meine ausgebleichten Schlagjeans *g*.

Die Leute hier interessieren mich aber sehr, und ich könnte mir durchaus vorstellen, auch mal einfach so ganz in schwarz rumzulaufen (aber eben nicht nur).
Hier habe ich z.B. eher das Gefühl, Leute zu finden, mit denen man über Gott und die Welt diskutieren kann, ohne gleich auf Stammtischniveau abzurutschen...
Und ich brauche mich wenigstens nicht wie vor Studienkollegensäufernpartygängern zu rechtfertigen, dass ich keine Alkohol mag, Technodissen auch nicht, mir meine Musik lieber vorm Computer anhöre, nicht auf Sommer-Party-Spaß-und-Sonne-wie-aus-der-Langnese-Werbung stehe, den Winter viel romantischer finde und mich angesichts mancher quietschbunter "Trends" an den sichtbaren Müßiggang aus dem mittelalterlichen Mode erinnert fühle... wenn ich denen sowas erzähle, werd ich gleich wieder schief angeschaut nach dem Motto: "Huch, was issen das für eine? Wo hamse die denn ausgegraben?"
Ich würde mich selbst nicht als schwarz bezeichnen, eher als "schwarzweißbunte" Mischung... (*muh* http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif)

Gruß,
Aveyla



geschrieben von: DJ Darkseed

Zitat:
und auch erst einmal auf einer Gothic-Party war (im Loop, schöne Grüße an Darkseed *g*)


Nach dem "*g*" zu urteilen, bist du die kleine Blondine, die mich mit der Frage "Wie heißt du eigentlich" mitten in ´ner netten Unterhaltung gestört hat...

Zitat:
Erst später hab ich rausgefunden, dass das Industrial war und es in diesen Kreisen noch bessere Mukke gibt


Du hast im loop ´ne halbe Stunde industrial gehört ?
Kann gar nicht sein, soviel spielen die den ganzen Abend lang nicht...LEIDER



geschrieben von: Aveyla Celeste

@Darkseed:
Was weiß ich, hab noch nicht so viel davon gehört... auf jeden Fall wars grauenhaft eintönig und definitiv nicht die Art von Musik, zu der ich meinen Körper zu bewegen pflege...

Gruß,
Aveyla

P.S.: Nein, ich bin nicht blond, weder intern noch extern *g* und ich glaub auch nicht, dir schon mal real begegnet zu sein, da ich im Loop absolut niemanden angesprochen habe. Mein Eindruck war eher: "Wow, so viele von diesen Leuten auf einem Haufen hab ich ja noch nie gesehen..." - aber da ich da niemanden kannte außer die Leute, mit denen ich da war (und von denen genau einer die ganze Truppe mitgeschleppt hat), hab ich mich eher an die gehalten... Leute ansprechen ist eh nicht so meine Sache.



geschrieben von: DJ Darkseed

Wenn du im loop warst ist es sogar recht wahrscheinlich, daß du mich zumindest gesehen hast, da ich, mangels Alternativen, fast jeden Freitag da bin...



geschrieben von: Branwen

Also, ich kenne mich mit dem Ganzen auch überhaupt nicht aus und bin eigentlich mehr aus Zufall hier und weil ich einige total tiefgehende Texte gelesen habe, und jetzt muß ich auch einmal eine Frage stellen: ist es denn nicht die Faszination an Tod und Dunkelheit, die einen Goth zu dem macht, was er ist, sondern, daß er Schwarz trägt und sich äußerlich von den anderen Menschen abhebt?



geschrieben von: VampyreBK

Ein schöner Thread, der bringt mich doch gleich wieder auf eine Idee:

Ihr habt euch doch sicher schon das "GothicMagazin" von LordNoire angesehen. Da gibt es ja auch diese nette Rubrik Community - "DarkSouls"... und weil das meine Schnapsidee war und hier offensichtlich einige gern und bereitwillig über ihre Anfänge Auskunft geben... ähm..... wie wäre es denn dann, wenn ihr mir auch so ein paar schöne Autobiographien in diesem Stil schreibt, die ich dann ins Magazin setzen kann? *liebkuck*

Gruss
BK



geschrieben von: Nauthiz

Zitat:
1: Wie seid ihr zum Goth gekommen?
2: Wieso habt ihr gerade diesen Lebensstil gewählt?
3: Und, wie habt ihr es geschafft in der Szene Anschluss zu finden?
4: Wie hat eure Umwelt auf das Alles reagiert?


zu 1.: Keine Ahnung, irgendwann fing die Musik mir an, zu gefallen und ein paar Freunde hatten die irgendwie beschafft...
zu 2.: Es ist die einzige Art zu leben, in der man sich Gedanken über Anfang, Ende und Dasein macht und das auf eine ganz spezielle Art und Weise...
3.: Anfangs garnicht, da dachte ich noch, ich wäre ganz allein auf der Welt und vollkommen abnormal, aber dann lernt man ja imer mehr Leute kennen...
zu 4.: http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif Meine Eltern dachten, ich bring mich um, meine Großeltern dachten, ich töte Jungfrauen (kein Witz!) und meine Freunde dachten am Anfang, jemand wäre gestorben... Naja, inzwischen ist es normal geworden, von daher... :P



geschrieben von: Haplo

hmmmm, bei mir wars ein eigenartiger weg wenn ich drueber nachdenk :/

Mit 10 Jahren wurde ich aus meinem Umfeld , einer grossen Stadt herausgerissen,
"durfte" in einem 600 leute-kaff wohnen und in eine 6Km enfernten Schule gehen.
Ich hatte keine Freunde und mit den Leuten aus meinem Kaff hatte ich eher Krieg
(ich hasse Faschis), ich begann immer schwermuetiger/dunkler zu zu werden.
Meine Oma, bei welcher ich in der Stadt aufgewachsen bin ist dann gestorben und meine Eltern hatten immer oefter Streit mein Vater ist kurzzeitig Ausgezogen und meine Eltern wollten sich schon oefters scheiden lassen. Und so ein Vater der heulend vor einem sitzt iss nicht das was sich jeder 13-15jaehrige wuenscht.
Meine Eltern erlaubte mir Klamotten selbst auszusuchen und die waren immer schwarz (t-shirts, jeans, pullover und sogar socken http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif)
dank dem Outfit und meinen etwas komischen/nachdenklichen Verhaltens war ich ein Aussenseiter und man nannte mich Grufti und ich wusste nichmal was das ist. http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Und dazu bin ich irgendwie an Goethes Erben gekommen, was von meiner Mutter sofort verboten wurde und stundenlang auf mich eingeredet hat von wegen Satan blabla...
Das zeigte Wirkung und alles geriet in vergessenheit und ich fand in der naechsten Stadt allmaehlich Freunde.
Hier setzt meine 2 Jahre lange Pause ein.
Ich passte mich an und kaufte "buntere" Klamotten, sie waren immerhin grau http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
diese Phase kann ich ja auf die Pubertaet schieben (hab aus der Zeit sogar noch Bravo-Hits CD's) http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Dann lernte ich meinen heute besten Freund immer mehr kennen und auch seine Musik
Deine Lakaien, Das Ich und usw kennen womit ich zumindest wieder gute Musik hoerte.
Ich begann langsam wieder zu dem zu werden was ich mal war, der schwermuetige, nachdenkliche und ziemlich ausgeflippte Typ.
Ich wurde von nem andren Freund vor 3-4 Monaten dann in eine Disco mitgenommen in der Goths waren.
Endlich hatte ich gefunden was ich suchte....
Leute wie mich und Musik die mir wirklich was bedeutet. Ich koennt heulen http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

Meine Eltern haben nich viel Ahnung und mein Vater versteht mich eh nicht. Zur
sonstigen Familie, welche es stoeren koennte gibt es kaum Kontakt. Meine Freunde akzeptieren es.
Anschluss in der "Szene" hab ich noch nicht gefunden, wozu ich auch leider nich viel gelegenheit ergibt http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif

hm falls hier durcheinandergekommen ist .. sorry http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
aber ich denke ihr versteht schon.



geschrieben von: Livia

Hallo und einen wunderschönen guten Tag!
Ich bin mal ganz neugierig und frage euch einfach mal so: Wie war das bei euch,als ihr gemerkt habt, dass ihr euch der schwarzen Szene oder wie auch immer zugehörig fühlt.. Wie waren eure Erfahrungen am Anfang?Würde mich über Antorten sehr freuen..

Falls es schon so Threads gibt, sagt mir wo.
Liebe Grüße
Livia



geschrieben von: AlienSexFiend

...hm...davon mal abgesehn dass ich selbst in der "schwarzen Szene" nicht in eine Schublade gesteckt werden kann (bin eben alles und nichts ;))...hmm, also meine Erfahrungen...es ging sehr fließend alles...am Anfang gab´s mal blöde Bemerkungen von meiner Mutter, was ich da schon wieder für Messen abhalten würde wegen der Musik...aber mittlerweile muss ich ihr echt meine CDs wegnehmen wenn ich sie zur Abwechslung auch mal hören will...;) ...ab und an kommen noch komische Bemerkungen wenn ich mal wieder meiner Leidenschaft Stahlketten nachgehe, aber was soll´s...da steh ich auch noch drüber...;)
...was mir jedoch damals schon aufgefallen ist (und immer wieder auffällt) ist, dass das alles so extrem gespalten ist, gar nicht mehr so zusammengehörig irgendwie...

...schade...



geschrieben von: Bathory

Mein Vater hat den absoluten Abdreher bekommen- hinterher hab ich erfahren, dass mein 18 Jahre älterer Bruder damals Metal gehört hat sein Zimmer um einiges heftiger aussah als meins...
Und er guckt heute noch komisch, wenn ich ihm Freunde/Bekannte von mir vorstelle, wenn er zu Besuch kommt (er wohnt mittlerweile im Ausland).
Meine Mutter und ihr jetziger Mann hören selbst Metal, dadurch bin ich wahrscheinlich auf diese "Schiene" gekommen, da ich als kleines Kind schon zu Iron Maiden etc. abgegangen bin.
Da geht es mir dann so ähnlich, wie ASF, wir leihen uns gegenseitig CDs aus, da sie durch mich halt ein paar "Gothic-Bands" zu hören bekommen hat und sich nun auch die eine oder andere CD aus diesem Bereich kauft. Ab und zu gehen wir sogar gemeinsam auf Gothic-Nights, da gucken die dann immer so schön blöd: Guck ma, die hat wieder ihre Mama mit- so ne coole Mama...
Hehe!



geschrieben von: Mephistopheles

Zitat:
Original geschrieben von AlienSexFiend
...was mir jedoch damals schon aufgefallen ist (und immer wieder auffällt) ist, dass das alles so extrem gespalten ist, gar nicht mehr so zusammengehörig irgendwie...

...schade...



Was meinst du damit? Die Szene?



geschrieben von: AlienSexFiend

...jap, so sieht´s aus...zum einen sind da die Punks die die Gruftis nicht abkönnen und umgekehrt...dass da gemeinsame Wurzeln sind/waren interessiert keine Sau mehr...dann die ganzen Schicki-Micki-Mietzen wo es nur um´s aussehen geht...siehst du gut aus, musst du nichts mehr in der Birne haben...:rolleyes: ...dann die Leute, die nur auf "Fleischschau" aus sind...dann wieder die wenigen die sich wirklich noch was zu sagen haben...also mich nerven diese Abgrenzungen ungemein...wenn man nicht mal mehr tanzen gehn kann ohne gleich vom nächsten Black Metaler veralbert zu werden...also nein...traurig dass sich so wenige Menschen noch was zu sagen haben und traurig dass man nach seinem Musikgeschmack in eine Schublade gesteckt wird...



geschrieben von: Seneca

Also bemerkt habe ich das schon recht früh, allerdings habe ich mich immer dagegen gewehrt, denn das Bild das die Allgemeinheit von "diesen Leuten" hat, ist ja nun nicht das beste.
Meine Mutter hat zwar immer gesagt, das es nicht so schlimm wäre, und das ich dazu stehen könnte, schließlich würden wir ja in modernen Zeiten leben, und so etwas sei nicht mehr strafbar.
Meine ersten Kontakte zur Szene bekam ich über einen langjährigen Jugendfreund, der sich schon ein paar Jahre früher geoutet hatte.
Er war es dann auch, der mich gewissermaßen dazu verführt hat, allerdings war auch Alkohol im Spiel.
Anfangs war es O.K. es ging mir eigentlich nur darum, irgenwo dazu zugehören, um den Schutz einer Gruppe zu haben, und nicht mehr als einzelne Zielscheibe der "Normalos" zu gelten.
ich bin dann auch Jahrelang mt den Jungs rumgezogen, auf diverse Verastaltungen, Festivals etc, gegangen...

aber irgenwann merkte ich dann, daß das nicht alles sein kann, das irgendwas in meinem Leben fehlte.
Spätesten an den Abend, als mich ein knapp 40 jähriger Mann denn halben Abend angebaggert hat, und ich es einfach wiederlich fand, wurde mir klar...ich bin eben doch eher eine "Hete", und nur weil ich einmal den Wunsch hatte, meinen nackten Körper auf den eines andern jungen Mannes zu legen, macht nicht das noch lange nicht zu einem bekennenden Schwulen...

Seitdem habe ich mit der Szene nichts mehr am Hut, auch wenn ich noch immer verstehen kann, was sie zusammenhält.
Aber das was mich einst angezogen hat, hat nur in meiner Einbildung existiert, denn in Wirklichkeit gab es keinen wirklichen Zusammenhalt nur wegen der Zugehörigkeit zu dieser Subkultur, vieles war aufgesetzt, und reines, gelebtes Klischee...



geschrieben von: deadsoul

"zugehörig gefühlt"...schwieriges Thema.

Also bei mir hat es damit angefangen, dass ich mich ganz abseits von Gothic usw. immer weiter in Richtung Dunkelheit bewegt hab.

Man hat die Nase voll, zieht sich von aufgesetzten Persönlichkeiten zurück (steht alleine da), lässt seinen Frust/Wut in harter und düsterer Musik aufkochen und trägt als Krönung der ganzen Wandlung nur noch schwarz....bei mir hat das ca. ein Jahr gedauert...ein schleichender Prozess. Danach konnte man mich eher schlecht als recht als dunkelmetallersofti einordnen..."dumpfbacke" passte den meisten wohl besser. da war ich glaub 13 o 14. und in der 8. Klasse.

Zwischenzeitlich hat man zwar mal die Nase voll von all dem, aber spätestens nach einem Monat bunt, kramt man die Scheiben wieder raus, genauso wie die bunten t-shirts wieder in der versenkung verschwinden. Irgendwann wirds dann zur persönlichen Mode und man fühlt sich sogar wieder wohl, ohne irgendeine Identifizierung mit irgendwas zu haben.

Gut..dann kam die Ausbildung und eine neue Metamorphose begann. Da man eh als Musikfan die Ohren für viele versch. Musikrichtungen offen hatte(ja sowas ist möglich), beschäftigt man sich immer mehr allem, was irgendwie Dunkel ist. Der Begriff Gothic füllt sich mit allen möglichen Begriffen auf. Da man eh auf der Suche nach Zugehörigkeit ist, projeziert man schnell einiges an idealismus herein o. übernimmt Schwärmereien von anderen. Dann trifft man auf den ersten "echten" Goth, kommt ins Gespräch, findet Gemeinsamkeiten, geht in den ersten Club und bekommt schnell ne peinliche abfuhr ;)

Die Einflüsse aus den Clubs und das Zugehörigkeitsgefühl überwiegen irgendwann, der enge Freundeskreis wird ebenfalls dunkler und kleine schleichende äussere Veränderungen lassen einen recht schnell als "gothic" erkennen. Man fühlt sich irgendwie von dieser fremden Welt angezogen...will eintauchen

Nach Studium der Gothics, erkennt man, dass hinter aller der Arroganz, Schminke, usw. auch nur Menschen stecken. Also wieder ein Griff ins Klo.
Aber mit der Zeit gesellen sich tatsächlich Persönlichkeiten zu all dem Abschaum hinzu. Manche kommen...manche gehen wieder.

Zugehörig fühle ich mich eigentlich nirgendwo...nur bei den Gothics öfters ein wenig wohl.

Mittlerweile lauf ich um die 7 Jahre in schwarz rum, fühl mich immernoch von der Dunkelheit angezogen und...suche halt meinen Weg.

Prinzipiell gesehn...der übliche weg..Aussenseiter sucht anerkennung, springt ins schwarze loch und fühlt sich recht wohl. *g*

dead

PS: Was ich jetzt alles genau mit Gothic, Schwarz, Dunkelheit verbinde ist und bleibt meine pers. Sache...



geschrieben von: NightmareQueen

hm, bei mir hat es einfach angefangen, als ich zum ersten mal musik dieser art gehört habe. ich habe mich ohnehin schon immer zu der dunklen seite hingezogen gefühlt. ich habe mich irgendwie in der szene sicher gefühlt, aber irgendwie auch wieder nicht, auch wenn sich das paradox anhören mag. also dadurch sind auch probleme aufgetaucht. meine eltern wollen und können das nicht akzeptieren und obwohl ich ihnen schon tausend mal erklärt habe, dass es nicht so ist, denken sie, dass alle goths mit satanisten gleichzusetzen wären und für sie sind sowieso menschen, die sich vom otto-normalverbraucher unterscheiden "abschaum". aber die können mich halt nich ändern. basta. :D



geschrieben von: Seraphia

@Seneca
...*schmunzel* das gefällt mir aber mal *g*, genialer Text - stammt er von dir oder hast du ihn irgendwo aufgestöbert?
(hatte mal auf einer englischen Seite was vergleichbares gesehen...)

gruss,
Sera



geschrieben von: Jaddy

mein "erstes mal" hat ständig lacrimosa gehört auch illuminate... als er weg war hatte ich dieses lied "bresso" von lacrimosa ständig laufen lassen... durchs internet hab ich mich zum thema gothic kundig gemacht und mich dann bei nachtwelten regestriert... eigene homepage... leute aus meiner stadt angequatscht... und so auch letztes jahr meinen schatz kennengelernt... *schmacht*
irgendwie ergibt sich alles einmal... ob man dabei bleibt ist sein eigenes ding... ich für meinen teil bleib dabei



geschrieben von: DyingAngel84

U]- wie seid ihr zum goth gekommen?[/U]

also, das is irgendwie ne frage wo ich erstmal nachdenken muss.. das schlich sich so in mein leben.. die zuneigung für die farbe schwarz, ich fühlte mich immer mehr nachts wohl, liebte es unter anderem mich auch mal völlig zurück zu ziehen, dann kamen die interessen für die musik, das mystische, sagen, legenden, bestimmte landschaften usw...
niemand kann einem sagen, ob man nun goth ist oder nicht, dafür gibt es denk ich kein genaues richtbild. man weiß es einfach selber ob man es ist oder nicht. es ist einfach ein lebensgefühl!

- warum gerade dieser lebensstil?

nun ja, warum nicht? wie gesagt, es kommt von allein, es ist wie es ist und so ist es gut! ausserdem, ich habe mich so völlig wie die norm noch nie wohl gefühlt, schon als ich 12 war kleidete ich mich anders als die meisten mädchen, hörte andere musik, wollte auffallen.. provozieren.. ich hab viel durchgemacht und vor noch gar nicht all zu langer zeit habe ich diesen weg, den schwarzen weg für mich entdeckt!

- Anschluss?

hmm, habe ich bisher noch nicht viel gefunden.. da ich mich eben auch noch nicht wirklich jahre zu der szene zähle. überwiegen halt i-netz bekanntschaften, und bei mir hier in der gegend erst einen freund gefunden der auch goth ist. aber einer ist besser als keiner ;-)

- umwelt geschockt?

meine eltern verkraften es.. sie sehen das nicht so ernst, sie kennen sich halt damit auch nicht aus. klar kommen immer mal wieder kommentare wie "zieh dich etwas freundlicher an" usw. naja und der freundeskreis denke ich dem ist es relativ egal, da kennen sich ebenfalls die wenigsten mit aus....



geschrieben von: IndustrialOrk

Zitat:
Original geschrieben von Black Tangled Heart
Wie seid ihr zum Goth gekommen?
Wieso habt ihr gerade diesen Lebensstil gewählt?
Und, wie habt ihr es geschafft in der Szene Anschluss zu finden?
Wie hat eure Umwelt auf das Alles reagiert?



1/2. das war irgendwie eine ziemlich lange entwicklung und ist über die musik passiert... ich hab früher so black sabbath und queen und so gehört und bin dann über him und cradle of filth so langsam an die schwarze richtung rangekommen. die musik ist so vielseitig (wenn ich auch mit industrial/noise/neofolk inzwischen eine völlig andere richtung habe), die leute ao verschieden... es fasziniert mich einfach

3. durch eine ehemalige klassenkameradin und meinen ex-freund hab ich so die leute hier kennen gelernt... und durch die rollenspiele lernt man immer wieder interessante leute kennen (rollenspieler sind offener als die "szenegrössen") und erweitert so den freundeskreis

4. meine familie hat es ziemlich skeptisch aufgenommen, als ich anfing das äussere zu verändern... aber irgendwie hab ich da sowieso ein auf und ab und mischmasch, ich zieh an was mir gefällt...wenn ich ganz schwarz rumlaufen will lauf ich ganz schwarz rum und wenn ich lust auf nen blümchenkleid hab zieh ich nen blümchenkleid an, also insofern ist das net soo wild bei mir :)



geschrieben von: Aske

moin erstmal:)

na ja bei mir hat des n bissl anders angefangen
so in der 7 klasse hab ich mit Rammstein angefangen
na ja dann kam ich zu Grave Digger von denen (hat 2 monate gedauert) hab ich dann auf Black Metal gewechselt (des erste album war von Dimmu Borgir des in Deaths embrace)

na ja dann erst mal bis heut immer noch BM und und mittlerweile
fang ich auch an n bissl gothic zu hören lakier mich rosa is nicht mal so schlecht
aber Samsas Traum und the 69 Eyes fin ich absolut spitze
da giebts natürlich auch noch adere sachen aber des sind die die mir spontan einfallen

na ja meibne Umwelt hat am anfang ziemlich krass reagiert
die sind voll abgegangen und haben gemeint ich währ in ner Sekte oder ich wär n Satanist`und in der schule war ich eigentlich immer ein außenseiter was ich auch heut noch bin mehr oder weniger ich hab mich von den anderen immer unteschieden na ja

na ja und da haben meine Eltern damals angefangen meine cds kaputt zu machen fand ich nicht so toll na ja mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt und lassen mich in ruhe:D
und von ihnen hab ich naoch das ich die kirche hasse aber was solls jetzt hab ich meine ruhe vor ihnen (des war mitunter ein grund warum ich zu der szene gekommen bin)
ber mir gfiel auch von anfang an die mentalität und vorallem die Musik
das war der ausschlaggebende faktor

na ja so bin ich zu der "schwarzen Szene " gekommen:D

grüsse



geschrieben von: Cerywenn

Wie bin ich zu Gothic gekommen? - Naja, früher hießen wir Fraggles ;) und das war der Anfang!
Ich sage jetzt bewußt "früher", ich glaube ich darf das. Muß wohl so 1986 / 1987 gewesen sein. Damals kamen gerade The Cure, The Smith, Soft Cell, Depeche Mode, Anne Clark, Christian Death, etc. etc. groß in Mode! Naja, und die Musik vermittelte einfach ein wunderschönes Lebensgefühl! Das habe ich für mich am Leben erhalten, auch wenn aus den Fraggles, die es noch bis zum sogen. "Wave" geschafft haben, entweder Punx oder Popper wurden. Klasse! Da die Punk-Scene der Wave-Szene schon immer recht nahe stand, wurde auch ich immer bunter und kurioser *lach*. Hab aber meine guten schwarzen Pikes und die tausend schwarzen Klamotten wohlsortiert im Schrank eingelagert! Naja, das nennt man dann wohl jugendlichen Gruppenzwang.... Mittlerweile leben die meisten Sachen nicht mehr.
So bin ich dann über Punk, Metal, Hardcore und wie man die ganzen kleinen "Schubladen" nennen mag, doch wieder da gelandet, wo ich irgendwann vor geraumen Zeiten einmal begonnen habe.... ;) ..... und ich mag keine Schubladen!

LG
Cery



geschrieben von: rainraven

Wie ich "angefangen" habe?

In der Zeit zwischen 13 und 20 Jahren war ich Metaller bzw. Hardrock/Poser-Fan. Damals war das noch früh für ein Kiddie, sich schon mit 13 für Rockstars zu begeistern. Jedenfalls hat sich das in Independentmusik (so Nick Cave, Cranberries, New Model Army, Neubauten, ...) geändert, als ich zu studieren anfing und auch andere Leute mit anderen Geschmäckern und auch Leute, die selber Musik machten, kennengelernt habe. Die Farbe Schwarz fand ich schon immer passend (grenzt ab/macht schlank/paßt zu allem/vor allem ist die Farbe des Metal ja auch überwiegend schwarz). Musik wie Depeche Mode, Sisters of Mercy, The Cure etc, fand ich auch schon immer gut, aber ich hatte wenig Gelegenheit, diese zu hören.
Mein damaliger Freund brachte mich in die alternative Underground-Technoszene, und abgesehen von der (großenteils drogenbedingten) Verpeiltheit der Leute und den Problemen, die wir damals hatten, bin ich froh, diese abgefahrene Zeit mitgemacht haben zu dürfen. Parallel gelangte ich aber über meinen besten Freund immer wieder an "schwarze " Musik, vor allem Silke Bischoff,Deine Lakaien, Sisters, Cure, und so Synthipop und 80es Sound. Er war es auch, der mich in schwarze Discos mitnahm, denn mein Freund konnte mit diesen "Satanisten" nichts anfangen.

Meinen derzeitigen Freund fand ich vor etwa vier Jahren in der schwarzen Szene und bin seitdem auch "dabei", wobei das für mich hauptsächlich heißt, gerne solche Klamotten zu tragen,solche Musik zu hören, solche Veranstaltungen zu besuchen und Freunde zu haben, die sich auch mit diesen Dingen beschäftigen. Wir lachen viel und unternehmen auch Dinge, die "Nichtschwarze" tun, und ich wandle auch nicht mit der Rötelpulle über Friedhöfe (es sei denn, mir ist gerade danach) oder habe auch nicht die Wohnung voller Kreuze. Ich würde auch nicht sagen "Ich bin ein Grufti", denn ebenso gerne höre ich Techno oder andere Arten von Musik und kleide mich bunt, aber irgendwie fühle ich mich wohl in der und bei den Menschen aus der "schwarzen Szene".

T.R.



geschrieben von: dark4ngel

Grüsse ...

ich bin auch erst seit kurzen jetzt in der Szene unterwegs und ich muss sagen Maschinenherz spricht mir aus der Seele ... die Gründe mit dem warum und weshalbt hätten wahrlich meine seien können ...

Zum Thema Anschluss finden ... das Forum bietet sicher einen guten Ausgangspunkt um andere dunkle Seelen kennenzulernen ... hatte schon am ersten Tag nach der registrierung ein sehr anregendes Gespräch über 7 Stunden per ICQ ... zur reelen Goth Szene scheint es hier (bei Weiden in Bayers was ich mein Zuhause nenne) leider nicht so gut bestellt zu sein ... aber jeder Anfang ist schwer :)

so long ....



geschrieben von: Badrose

sei gegrüsst!

muss sagen, deine fragen haben mich sehr angesprochen und darum habe ich beschlossen auch eine kleiner teil von mir preiszugeben.

ich habe über den punk zu gothic gefunden, aber wenn ich so zurück denke, bin ich schon lange bevor ich es gemerkt habe ein goth....ich mochte schon seit ich denken kann, die nacht mehr als der tag. vampire und magie haben mich schon als kleines kind faszniert. aber als ich noch punk war, hab mich mich nie 100%-ig wohl gefühlt! ich habe über HIM zu der szene gefunden und mich vorgängig im internet darüber schlau gemacht.....aber ich fühle so wohl, wie schon seit jahren nicht mehr! ich trage meistens schwarz, in dieser farbe fühle ich mich am wohlsten und am vollkommendsten! hab endlich meine ruhe und meinen weg gefunden und das schöne ist, es denken viele leute genauso wie ich! endlich kann ich meine gedanken erzählen und sie werden nicht belächtelt, oder nicht ernst genommen....

leider habe ich bis jetzt noch keine anderen goths live kennengelernt, sonder habe einige internet-bekanntschaften...bin aber immer auf der suche nach dunklen seelen....leider ist die szene bei uns (schweiz, nähe schaffhausen) nicht so verbreitet, was sehr schade ist....:(

so, ich hoffe, du hast jetzt ein ganz kleiner eindruck von meinem leben gekriegt...;)

rabenschwarze verneigung
badrose



geschrieben von: Sirius

Wie seid ihr zum Goth gekommen?

Ich glaube, dieser Prozess ist bei mir noch im Gange. Für mich war ebenfalls die Musik ein Wegweiser. Ich mag die Musik der 80er und irgendwie war das dann ein fliessender Übergang von Depeche Mode, Pet Shop Boys, Kraftwerk, Paul Hardcastle später dann zu Lakaien, Camouflage usw. usw.
Früher bin ich auch entweder gar nicht in Discos gegangen oder auch eben in diese "Normalo"-Läden, wo sich massenhaft Prolls, Wasserstoffblondierungsgeschädigte und Spinner aller Art herumtrieben und sich ihrem Niveaulosem Balzverhalten hingaben. Ich war sogar mehrmals auf der Loveparade!
Ich bin durch sonstwieviele Clubs und Discos gewandert, ich war in irgendwelchen Kifferbuden, wo man die Luft in Scheiben schneiden konnte - seitdem mag ich auch Reggae-Musik :D
Ich war in Gay-Discos, obwohl ich Hete bin usw. die Möglichkeiten hier in Berlin sind ja schier unbegrenzt.
Tja und irgendwie habe ich festgestellt, das ich mich in der schwarzen Szene am wohlsten fühle. In den entsprechenden Clubs wird keine Chart-Mucke gespielt, welche meistens Brechreize in mir auslöst. Hier macht mich niemand blöd an.
Ich kenne Clubs, in denen garantiert jedes Wochenende eine Schlägerei stattfindet und die Biergläser im Tiefflug durch den Laden geworfen werden - die Gothic-Szene ist nach meiner Erfahrung hingegen völlig friedlich.


Wieso habt ihr gerade diesen Lebensstil gewählt?

Ich denke, das hat sich bereits beantwortet. Wobei ich nicht von direkter Wahl sprechen möchte, ich bin nicht eines Morgens aufgewacht und habe beschlossen "Ab heute bin ich ein Goth", das war ein jahrelanger Prozess des Treibens und Driftens, ein sanfter Übergang, für mich tw. kaum merklich - aber viele (ehemalige) Freunde sprachen mich später an, wieso ich nur noch in diesen schwarzen Läden herumhänge - da bin ich eigentlich erst selbst darauf gekommen, tatsächlich, dachte ich so, naja na und? Ich fühle mich in dieser Szene wohl und wer damit ein Problem hat, kann mir ja aus dem Weg gehen.


Und, wie habt ihr es geschafft in der Szene Anschluss zu finden?
Tja, auch dieser Prozess ist wohl noch im Gange. Ich hoffe, das ich noch etwas mehr Anschluss finde. Einige Leutchen habe ich ja bereits kennengelernt und freue mich auch, wenn wir uns mal wieder treffen. Aber der richtige Anschluß fehlt mir noch so ein bisschen.


Wie hat eure Umwelt auf das Alles reagiert?
Ach ja, das leidige Thema. Wie bei vielen anderen auch, reagierten meine Freunde zum größten Teil mit Unverständnis und Ablehnung, obwohl ich ja nun im Vergleich gar nicht so der absolute Hardcore-Grufti bin ;)
Meine Eltern haben mich seinerzeit immer unterstützt, egal in welche Richtung ich mich entwickelte, leider sind beide verstorben.
Dem Rest meiner Familie ist es relativ egal und das ist auch okay so. Arbeitskollegen und die Leutchen in meiner Schule haben allesamt kein Problem, denen scheint es auch relativ egal zu sein, zumal ich das ganze nicht so intensiv auslebe. Aber während zahlreicher Unterhaltungen ist schon der eine oder andere ins Staunen geraten, in welcher Szene ich mich gewöhnlich herumtreibe :D
Das wirklich ärgerliche ist, das ich einen Großteil meiner Freunde verloren habe, viele uralte Bindungen sind auseinander gebrochen oder einfach irgendwie tot gelaufen, da wo vor ein paar Jahren noch jemand war, fasse ich nunmehr ins Leere :(
Das ist wirklich schade, aber es ist eine Entwicklung die ich akzeptieren muß und das auch tun werde.

Ich könnte noch stundenlang hier weiterschreiben, aber ich muß noch n bisschen was anderes tun :)



geschrieben von: DaRkNiGhTWalKeR

Wie ich dazu kam? Hm, ich bin im Internet daraf gestoßen... ich habe mich dafür Interessiert und konnte ich auch einigermaßen mit Teilen davon Identifizieren.
Es gibt da so einen blöden Spruch:
Schwarz wird man nicht, man ist es.
Ich habe nur einfach irgenwann entdeckt das ich es bin... normal war ich nie, und es ist ein Stück weit meine Art das weiderzugeben, wenn ich mich schminke, oder schwarze Kleidung trage.
ANschluß an die Szene? Nun, ich bin auf Leute zugegangen die mir INteressant erschienen, habe auch Freuind einnenrhalb der Szene gefunden, war aber nie daran interessiet "Mitglied" in dieser Szene zu sein. Für mcih besteht die Szene zu großen teilen aus Leuten die sich von einer Masse in eine andere stürzen, aber dabei die Fehler nachmachen, die sie an der Gesellschaft kritisieren.
Z.b. Komerz- viele beschweren sich darüber das, nun ja, sagen wir mal Hip Hopper nur in Fubu rumrennen, tragen dann aber nur Alchemy oder sonst eine "Schwarze Marke". Alleine das es zur existenz von Gruftie Marken kommen konnte finde ich schade. Das sie auf so große Nachfrage in der Szene stoßen ist schlciht weg schlimm.

Enschtuldige die entgleisung, ich hoffe das deine Fragen trotzdem ein wenig beantwortet worden sind.

Carpe noctem.



geschrieben von: smerles

Hmm... Goth...
Ich definiert 'Goth sein' damit, dass man gerne nachdenkt (über sich und sein leben, über leben & tod im allg. usw)
Wenn ich richtig definiert habe, bin ich wohl einer ;)
Ich kann mich an ein 'Goth werden' gar nicht mehr erinnern...
Nachdenklich war ich nämlich eigentlich schon immer... Was verschiedene Gründe hat.
Sisters of Mercy hab ich schon mit 10 angehört, dann war mal ne weile Ruhe und ich hörte (und höre immernoch ab und an) andere Musikrichtungen wie Ambient oder House. Vor 3 Jahren hab ich dann ein paar alte CDs wieder gefunden, und das wars dann *g* Erst wars viel Metal, aber auch Gothic und Dark Wave sind dazugekommen. Aber die Musik macht meiner bescheidenen Meinung nach keinen Gothic aus. Irish Folk und Mittelaltermusik sind nämlich auch große Leidenschaften von mir *g*
Naja, wie gesagt... An einen Anfang kann ich mich nicht erinnern... Auch wenn ich mit 10 noch kein Schwarz getragen hab ;)



geschrieben von: Talianna

Hm, bei mir hats eigentlich mit Metal angefangen. Habe früher nur Metal gehört und bin dann durch Zufall mal auf eine Party gegenagen auf der neben Metal auch Gothic, Darkwave etc kam. Da gefiel es mir schon ganz gut, habe aber nicht wieter drüber nachgedacht.
Später hat mir eine Freundin mal eine Lacrimosa CD ausgeliehen (Inferno - Bis heute noch mein Lieblingsalbum von Lacrimosa) und ich war total begeistert von ihnen. Dann hab ich angefangen diese gothic-lastigeren Metalbands wie z.B. Nightwish, After Forever, Theatre of Tragedy zu hören und dann hat es sich halt nach und nach so entwickelt dass ich inzwischen mehr beim Gothic als beim Metal bin...
Aber Metal liebe ich natürlich nach wie vor trotzdem noch...!



geschrieben von: absinthnase

Hm, interessanter Thread, wohl das Herz der Szene. Nunja wie bin ich eigentlich in diese Subkultur gelangt. Wenn ich ehrlich bin scheint mir dieses Lebensgefühl von Anfang an Immanent gewesen zu sein. Ich war schon immer irgendwie anders - nicht nur dass ich von 0-10 eigentlich nur Mädchen/Frauen umgeben war (ob das nun Krippe,Studentwohnheim,Kindergarten etc.) nein auch dass ich grundsätzlich immer alles ein bissel anders gemacht habe als die anderen. Während die meisten mit Indianern und Cowboys ihren Tag verbrachten habe ich entweder gemalt oder mir Bücher angeguckt in denen, wie mir im nachhinein gesagt wurde, hauptsächlich sehr melancholische Illustrationen zu finden waren.
Als ich 15 war kam ich in eine neue Schule, in meiner Klasse waren zwei Damen die dieser Kultur schon ein wenig angehörten und ich fühlte mich ihnen irgendwie sogleich verbunden. Musikalisch habe ich mich schon immer an der Klassik orientiert und auch die alternativen Musikrichtungen haben mich mehr gereizt als das was täglich im Radio läuft. Auch das Farbschema meiner Kleidung war bis dahin schon auf schwarz geeicht. Den Drang mich zu schminken wie verrückt hatte ich hingegen nie - wenn gleich ich es auf allerlei Festivals sehr genieße dem schwarz/weißem Reigen aus Kleid und Maske zu bewundern. Alles in allem bin ich ein sehr unauffälliger Goth - nicht weil ich den merkwürdigen Blicken der Gesellschaft entgehen will sondern weil es sonst zu alltäglich für mich wird. Klar, wenn es zu Pfingsten wieder heißt nach Leipzig zu pilgern oder hier und da ein Konzert ansteht dann werfe ich mich auch in Schale, vornehmlich in etwas femininere.
Im inneren bin ich wohl schon seit langer langer Zeit ein Gruftie aber so richtig bin ich wie gesagt erst seit etwa 4 Jahren in der Scene - vor allem da es eine Musik und Kunstkultur ist die gepaart mit Poesie und Philosophie doch einen wesentlich größeren Reiz auf mich ausübt als die 08/15 Gesellschaft um mich herum.

Nur ein Kurzer Abriß über mich.



geschrieben von: Katzenschatten

Miau...

so genau weiss ich das nicht... es hat sich entwickelt.



geschrieben von: Donn

Zitat:
1: Wie seid ihr zum Goth gekommen?
2: Wieso habt ihr gerade diesen Lebensstil gewählt?
3: Und, wie habt ihr es geschafft in der Szene Anschluss zu finden?
4: Wie hat eure Umwelt auf das Alles reagiert?


1. zufällig. Ich war nie sehr gut darin, mich einzukleiden, weshalb ich irgendwann der Einfachheit halber komplett auf schwarz umgestiegen bin. Das passte wenigstens immer und mit allem. Dann verließ ich im Sommer 2000 Deutschland in Richtung USA. Kaum dort angekommen, wurde ich (mit 7 anderen Austauschschülern zusammen) der kompletten High-School vorgestellt. Unter diesen 2000 Schülern waren auch einige Goths und Schwarzmetaller, die meinten, in mir einen der ihren identifiziert zu haben. Da ich keine Freunde hatte (woher auch) habe ich mich ihnen angeschlossen. Zur Musik der Szene habe ich aber erst viel viel später gefunden. Damals habe ich noch vorwiegend Punk gehört. Im Laufe des Jahres bin ich dann immer mehr "reingerutscht". Trotzdem war ich, als ich 2001 wieder nach Deutschland kam, mir keineswegs sicher, ob ich Goth sei oder wasauchimmer. Ehrlich gesagt, weiß ich bis heute nicht, was "Gothic" eigentlich sein soll. Ich nenne mich selber jedenfalls nicht so.

2. Lebensumstände. Als ich in die USA kam, kannte ich, wie gesagt niemanden. Die schwarze Szene war die, die sich als erste auf mich zu bewegte. Ausserdem hatte ich gerade einen Freund an den Krebs verloren, da war ich in einer etwas düsteren Grundstimmung. Ich liebe Klassische Musik, spiele selber Cello und singe Barriton und habe ein besonderes Faible für Requien. Mythologie und Fantasy haben mich schon immer interessiert. Ich bin Rollenspieler.

3. In Amerika wurde ich sozusagen in die Szene adoptiert. Hier in Deutschland habe ich nie wirklich Anschluß gefunden. Erst hier über die Nachtwelten habe ich einige Leute kennengelernt.

4. Meine Mutter findet es schrecklich, dass ich nur noch düstere Farben trage, mein Bruder findet Rüschen- und Schnürhemden lächerlich, sonst gab es eigentlich keine Reaktionen. Niemand hält mich für einen Satanisten, niemand hält mich für einen Nazi (gut, ich trage auch keinen Thorshammer).



geschrieben von: Hecke

Wie ich zum "Goth" geworden bin ?

Hier ist mein Foyer.

Ich gebe euch mal eine kleine Zusammenfassung von allen wichtigen Sachen:

Ich habe, wie im Thread oben, mich aufgrund von anderen Menschen "verkleidet". Ich bezeichne mich selber weder als Goth, noch als Satanist oder sonstiges, was im Schwarzen Bereich liegt.
Was andere über mich denken, sollen sie ruhig tun, und wie ich den eigendlichen Anschluss an die Szene bekommen habe ?

Mit viel viel Zeit und viel Toleranz gegenüber den anderen. Ein bisschen Charisma und Charakter sollte man schon mitbringen.

Genauso verschafft man sich ein wenig Toleranz, wenn man in die Szene reinkommt, und nicht gleich irgendwelche Kettenanhänger trägt, und vollends geschminkt um zu zeigen, dass man dazu gehören möchte.

Nicht das Aussehen ist das Entscheidene, sondern die Akzeptanz, das Verständnis und die Unwissenheit.
Mit der Unwissenheit verschafft man sich mehr Kompetenz innerhalb der Szene.

Wenn ich was nicht weiss, dann frage ich, anstatt immer mit dem Kopf zu nicken und grinsend "Ja" zu sagen, nach dem Motto "Das brauchst du mir nicht erzählen.. Das kenne ich schon.. Aber erzähl ruhig weiter."
Genauso ist dies mit der Musik.
Es ist nicht schlimm, wenn man einige Bands nicht kennt.

Within´ Temptation kannte ich auch erst nach dem Lied "Ice Queen" und war mir vorher unbekannt.

Im Grossen und ganzen gibt es sehr sehr wenige, die sich selbst als Mitläufer bezeichnen, doch ich habe es geschafft, und für diesen Egoismus muss ich mich entschuldigen, mich mit dieser Bezeichnung trotzdem ein wenig positiv ins Licht zu stellen. Ich habe viele Freunde gefunden, und sie sehen mich nicht als den Mitläufer, sondern als einen guten Freund an. Eine Freundin von mir meinte mal "Die Leute, die sich selbst als Mitläufer bezeichnen, mit denen kann man sich besser unterhalten..." Zitat ende.

Und darauf bin ich stolz.



geschrieben von: chayenna

wie bin ich zur "szene" gekommen? gute frage...

im nachhinein betrachtet geht das alles schon bis in meine kindheit zurück obwohl ich damals so düstere musik echt scheußlich fand. dafür hatte ich nen faible für schwarz und nacht und kerzen und sowas und nach dem tod meiner mom hab ich mich ziemlich in mich zurückgezogen.
bei "freunden" war ich immer der mitläufer, nur über kurze zeit hatte ich eine freundin gefunden, die meinen weg teilte. wir entwickelten uns leider in unterschiedliche richtungen weiter - sie wollte mit ihren willen aufdrücken und ich wollte das nun gar nicht - und ich war wieder allein. würd nich sagen, dass mich keiner lieb hatte *g* aber ich konnte mit den meisten nicht wirklich viel anfangen, hab immer gedacht, es muss doch mehr geben, als party und saufen.
durch einen ex lernte ich lacrimosa kennen. die blieben mir immer irgendwie im hinterköpfchen, wurden dann ein paar monate später durch ein mädel, das ich ziemlich lieb hab, weiter ausgebuddelt und ich fing an, mich auch für die musik zu interessieren, immer noch unwissend, wo das eigentlich alles "zugehörte".
das wort "schwarz" kam dann erst vor zwei jahren in meinen wortschatz als ich in eine schwarze disco geschleppt wurde. da fühlte ich mich gleich so heimisch, so angetan von leuten und atmosphäre, dass ich irgendwie hängenblieb. bücher brachten mir hintergrundwissen, das internet brachte mir menschen, mit denen ich mich unterhalten konnte, die mich tiefer in die "szene" reinzogen... anfang noch sehr unangepasst, aber im laufe der zeit fand ich auch gefallen daran, nicht nur andere in ihren schwarzen gewandungen zu beobachten, sondern mich selbst auch so zu kleiden. bin zwar immer noch teils etwas "hell-bunt" gekleidet wenn ich abends auf schlür gehe, aber naja... :)
bin trotzdem nach wie vor eine der durchschnittsgestalten, die man in schwarzen discos oder kneipen antrifft, wirklich zur "szene" zugehören tu ich sicher nicht... ich mag die musik und die leute aber es gibt drumrum noch so viel anderes schönes - auch buntes -, das würd ich mit einer verschubladung meiner selbst irgendwie nicht mehr unbedingt verbinden können ;)





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