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Descartes

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Shiri

Ich habe gerade etwas gelesen, und würde gerne wissen, was ihr dazu sagt:

"[..] Ich setze also voraus, dass alles was ich sehe, falsch ist, ich glaube, dass nichts jemals existiert hat, was das trügerische Gedächnis mir darstellt: Ich habe überhaupt keine Sinne; Körper, Gestalt, Ausdehnung, Bewegung und Ort sind nichts als Chimären. Was also bleibt Wahres überig? Vielleicht nur dies eine, dass nichts gewiss ist. Aber woher weiß ich denn, dass es nichts andere als alles bereits Augzezählte gibt, an dem zu zweifeln auch nicht der geringste Anlass vorliegt?"
( Rene Descates )

was haltet ihr davon?
könnte es nicht ein Sinn des lebens sein, nach etwas zu suchen, an dem man nicht zweifeln kann, oder ggf. dieses zu finden?? http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Greets
Shiri

------------------
--Every dream must die--



geschrieben von: Seneca

Descates stammt aus einer Zeit, in der es ähnlich wie heute, fast jeden Tag eien Entdeckung gab, die das alte Weltbild zerbröckeln lies.
Das hat Denker hervorgebracht, aber auch Weltuntergangsprediger.
Also im Prinzip fast wie heute, mit dem Unterschied, das unser zerbrechendes Weltgefüge mit Konsum überdeckt wird, mit Hedonismus, und Drogen.

Also genau wie in den 20ern, einer Epoche, die unserer Gesellschaft sehr ähnlich war.

Die Existenz kann nur dann einen Sinn machen, wenn Du ein Mensch wirst, den Du selbst ertragen kannst.

Vileicht hinterlässt Du dabei auch Etwas das den nachfolgenden hilft, dieses Ziel zu erreichen...!



geschrieben von: SON

Dear seneca,
wie können Spuren von uns Sinn dem Nachfolgenden geben , wenn mit uns alles versinkt. Nach uns kommt nichts denn wir sind alles...

S.O.N.

------------------
Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins...



geschrieben von: Angeltear

Der Sinn des lebens... gibt es etwas über dass schon soviel nachgedacht, fantasiert, diskutiert, geschrieben und gestritten wurde? Vielleicht hat das Leben eben genau keinen Sinn, vielleicht sucht nur das kranke menschliche Hirn nach einem Sinn um die Existenz erträglicher zu machen? Vielleicht ist aber eben der Sinn nicht im Finden, sondern im Suchen. Oder jeder muß seinem Leben selbst einen Sinn geben...

Gruß
ANGELTEAR

--- What's the sense to be born and then to die? ---


------------------
- Du mußt wissen, das ich das Meer bewusst suche, um darin zu ertrinken. -



geschrieben von: Brachypelma

Hi Du,
zuerst einmal wird "Decates" Descartes geschrieben, doch das ist unwichtig. Irgendwie finde ich diesen netten Herrn ein wenig abstrus. Ich glaube, dass Du dieses Zitat aus dem Werk "Meditationes de Prima Philosophia" hast, oder? Diese Werk ist zu schreien komisch - erst entwirft Monsieur Rene ein Bild der Welt dem absoltuen Zweifel unterworfen und dann denkt er sich... mmmh ist ja irgendwie doof, so ohne Sinn... und schwupps ist Gott mit im Spiel und die Welt wird bunt, wie bei den Smarties.

Ich will Deinen Gedanken nicht ins lächerliche ziehen, ich will auch nicht, dass Du Dich angegriffen fühlst.

Vielleicht mag es einen Sinn geben, doch den kann Dir niemand in einem Buch nennen. Den kann Dir kein Gott, keine Ideologie oder was weiß ich aufschwatzen.

Ich studiere seit 3 Semestern Deutsch und Philosophie und ich muss Dir sagen, dass sich meine Gedanken, die ich vorher bereits hatte bestätigten: Es gibt keinen Sinn... Schaffe Dir einen und lebe mit der Illusion oder akzeptiere dass es keinen gibt und ertrage es.

Gruß Brachypelma
e-mail: www.morbide-gehirnmasse@gmx.de



geschrieben von: Philalethes

Es ist ein Teil des Ansatzes des radikalen Zweifels Descartes.
Nachdem er ihn dargelegt hatte, kam er zu dem Ergebnis:
(ego) cogito, (ego) existo.

Natürlich fehlen bei mir die Zwischenschritte.

Aber ich denke, deine Frage ist damit beantwortet.



geschrieben von: Montrose

Zitat:
Aber ich denke, deine Frage ist damit beantwortet.


Nö, ist sie nicht. Shiri wollte ja wissen, was wir davon halten. Und in Deinem Beitrag sehe ich kein diesbezügliches Statement.

Zitat:
Nachdem er ihn dargelegt hatte, kam er zu dem Ergebnis:
(ego) cogito, (ego) existo.

Nö, der Originaltext von Descartes geht anders: dubito, ergo sum vel quod idem est, cogito, ergo sum.



geschrieben von: BlackDragon

Wie Philalethes schon schrieb, geht es hierbei um Zweifel.
Der (methodische) Zweifel war für Descartes das wichtigste (vielleicht auch das einzige?) Mittel, um zu unbestreitbarem Wissen zu gelangen. Zu diesem Zweck solle man an allem Zweifeln, nur nicht am Zweifel selbst, was durch den Satz cogito ergo sum deutlich wird, da durch den Beweis der eigenen Existenz auch die Existenz des (eigenen) Zweifels an sich bewiesen ist.

(Meine Meinung - ich lasse mich gerne eines besseren belehren)



geschrieben von: LaChatte

Ich frage mich schon länger, warum Descartes von seinem Denken aus auf seine Existenz geschlossen hat, und nicht von seinem Fühlen aus... ein Baby wird vermutlich noch nicht viel denken - da gibts noch keine Sprache, keine Abstraktion - aber ein Baby nimmt sich selbst wahr durch sein Fühlen. Hitze, Kälte, Hunger, Durst, Wohlbefinden lassen es fühlen, dass es existiert.

Und hat Descartes seinen Zweifel nicht ebenso gefühlt wie gedacht?



geschrieben von: Fichu

(LaChatte:
Ich glaube, bei ihm (und vielen anderen) ist Fühlen da schon mit drin, von daher ist das nicht so das Problem.)



geschrieben von: Philalethes

Montrose,


Mit meiner Antwort ist diese Frage beantwortet, da sie m. E. nur das Ziel, das Descartes verfolgte, wissen will.
Ich mag mich aber irren.


In seinen Meditationen steht, - unten irrte ich, ego sum, ego existo:
´Adeo ut omnibus satis superque pensitatis denique statuendum sit hoc pronuntiatum: ego sum, ego existo, quoties a me profertur vel mente concipitur, necessario esse verum´; R. Descartes; Meditationes

Nach dem radikalen Zweifel, kam Desacartes zu dem Ergebnis, es sei notwendig wahr, daß er sei.
Damit hat BlackDragon recht:
Dadurch, daß ich zweifle, wird mir - mehr oder weniger - bewußt, daß ich bin.

Ausgehend davon führt er dann seine weitere Argumentation durch.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Descates stammt aus einer Zeit, in der es ähnlich wie heute, fast jeden Tag eien Entdeckung gab, die das alte Weltbild zerbröckeln lies.
Das hat Denker hervorgebracht, aber auch Weltuntergangsprediger.
Also im Prinzip fast wie heute, mit dem Unterschied, das unser zerbrechendes Weltgefüge mit Konsum überdeckt wird, mit Hedonismus, und Drogen.

Also genau wie in den 20ern, einer Epoche, die unserer Gesellschaft sehr ähnlich war.

Die Existenz kann nur dann einen Sinn machen, wenn Du ein Mensch wirst, den Du selbst ertragen kannst.

Vileicht hinterlässt Du dabei auch Etwas das den nachfolgenden hilft, dieses Ziel zu erreichen...!



Da hätte ich mir mehr erwartet, Seneca.
Hedonisten sehe ich wenige, wenn ich mich umschaue. Nur Völlerei und Schweine, die sich im eigenen medialen Kot suhlen.
Ferner halte ich Descartes nicht für einen Weltuntergangsprediger (du auch nicht, schätze ich). Eher für einen Denker, der am Zweifeln verzweifelt ist. Eben weil er erkannte, dass Zweifel notwendig ist. Wissen ist immer Zwischenstadium. Es ist eine Frage der Zeit, wann es revidiert werden muss. Es bleibt nur "Cogito".
Denken ist Arbeit und wer genug hat von dieser Arbeit, flüchtet sich in die Arme von Gott, dem Mann mit dem Plan, der alles weiss und es schon richten wird... :D





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