[Vergessen des Leidens] - German Gothic Board

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Vergessen des Leidens

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geschrieben von: Scheol

Es war ein nasser Morgen und der Regen fiel blutrot wie seine Gedanken auf die kalte Erde.
Er erwachte aus einem komaartigen Schlaf und lauschte der Stille. Sie war so laut.
In seinem Herzen war ein Riss der die Tiefen der Dunkelheit offenbarte. Sie stießen
in Fontänen aus seiner Seele und schreiten das schwarze Feuer aus sich herraus.
Wie konnte er nur widerstehen. Er sah in den Spiegel und sah sich in einem Tal
ohne Licht und Leben. Wie jeden Tag. Er konnte nicht mehr mit ansehen, diese Öde
tötete ihn jeden Tag ein wenig mehr. Die Fragmente seines Bewusstseins versucheten
nicht zu verwelken denn das würde endgültige Existenzlosigkeit bedeuten. Er würde werden
wie sie! Er würde zu einem leeren Körper der durch den Friedhof des Lebens läuft. So wie alle
anderen.
Auf der Arbeit sah er sein Lebenselixier. Er wollte davon kosten doch er schaffte es nicht,
den Kern zu erreichen, in dem die Quelle seines Verlangens sprudelte. Diese bleiche Hülle, das goldene Haupt,
die Kristallkugeln des Ozeans. Ja es war Liebe. Eine selbstlose Liebe für die er alles tun würde.
Er würde nur für eine zärtliche Berührung sterben aber es gab keine Gelegenheit dazu. Denn der kalte,
perfekte Gegenpart war nur wenige Schritte entfernt. Und so sah er wie die Quelle vertrocknete.
Da er wusste das der Gegenpart nicht dürstete sondern sein Eigen stärken wollte durch den Besitz
des Elixiers.
Viele Tränen fielen diese Nacht wie Regentropfen die weinend in den See der Verzweiflung eintauchten um für immer
ein Teil des Schmerzes zu werden. Jede Träne nahm ein Stück Willen des Seins mit in den Ozean des Todes.
Er schrieb jeden Abend seine Gedanken auf Papier um sie in sich zu vergraben damit er sie nie verlieren würde.
Doch mit jeden Buchstaben kopierte er sich und entleerte sich.
Jeden Tag sah er sein Liebes, jeden Tag sah er die Ignoranz ihrer und wusste das er aus Glas war.
Doch das dieses Glas spiegelte sah sie nicht. Es war ihr Schicksal dennoch bemerkte sie es nicht.
Was wollte er nun machen. Er nahm sein Papier und bannte wieder Stück für Stück seine Seele auf Pergament.
Als sein Meister nach ihm Verlangte nahm der Keil der sie beide trennte seine Seele und laß sie.
Keine Sekunde verschwendete er es nicht zu offenbaren das auch unweigerlich die Liebe es hörte.
Schallendes Gelächter ertönte wie eine blechernde Tröte zum Siegesmarsch. Sie hatten es geschafft.
Nun war er diese Seelenlose Hülle, nun war er auf dem Friedhof Mitglied.
Noch an diesem Abend beschloss er sein Sinnlos gewordenes Buch zu beenden und sannte
es in dem Rauch des Feuers empor.
Als sie am nächsten Morgen sein Blut sahen war ihnen klar geworden. Nicht etwa
das ihre Handlung ihn zu diese Tat führte, sondern das er ein Nichts war.
Jeder ist für sein Sein verantwortlich und es ist nie die Schuld eines Selbst dieses
Sein zerstört zu haben. Doch das es die Wahrheit ist sahen sie nicht und vergaßen.
Das Buch des Leidens ist geschrieben und für immer unter der Erde verborgen.
Werden wir jemals verstehen?





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