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Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Und was ist damit gewonnen? Es bleibt trotzdem imho Rumgeschwalle. Was nützt die schönste Höflichkeit, wenn kein Inhalt dahintersteckt?
Zitat:
Jetzt machen wir doch einfach mal ernst, Selian. Der thread lautet "Gothic & Politik". Unter Politik ist das Wohl der Allgemeinheit zu verstehen. Je nachdem, was es zu regeln gibt, unterscheidet man Innenpolitik, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik etc.
Zitat:
Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S
Gleich vorweg: Dies ist kein Thread wo es mir um einen möglichen Wandel der Gothics geht.
Meine Fragen: Kann eine Undergroundszene politisch aktiv sein?
Darf eine Undergroundszene politische Forderungen stellen?
Zitat:
Entweder Du nennst uns jetzt hier Deinen politischen Standpunkt
...
oder Du machst die Fliege, weil Du nämlich dann hier falsch bist.
Okay?
Zitat:
Meine Fragen: Kann eine Undergroundszene politisch aktiv sein?
Zumindest bei den Goths ist das strengstens verboten. Wenn da einer sagt "so oder so könnte man die Gesellschaft besser gestalten" bestünde ja die Gefahr, daß jemand den Rat befolgt und die Gesellschaft tatsächlich besser würde. Nicht auszudenken :eek:.Zitat:
Darf eine Undergroundszene politische Forderungen stellen?
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Anscheinend sind Goths nicht politisch. Ich möchte aber, daß sie politisch sind.
Zitat:
Was ich heute nicht erreiche, erreiche ich halt morgen. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Bislang habe ich hier ja auch nur mit Unter-Goths dritter Klasse diskutiert. Kann ja sein, daß es in der Szene noch ein paar Fürsten und Kardinäle gibt, die ambitionierter sind.
Wie ich schon geschrieben habe, habe ich großes Vertrauen in die Gothics, daß sie nicht jedem ... hinterherlaufen. :DZitat:
Original geschrieben von Montrose
Sagt mal, anscheinend bin ich für Euch unsichtbar. Bin ich tot (wie in The Sixth Sense oder The others)? Bin ich nicht.
Ist das jetzt bei Lenin oder bei Adolf abgeschrieben?Zitat:
Der Punkt ist doch folgender: 99,9% sind Mitläufer und ein paar wenige versuchen diese Mitläufer zu mobilisieren ...
Das ist in allen Gremien und in allen Parteien so. Fast alle Menschen sind unpolitisch. Und diese Behauptung von wegen ... seien mit ihren Klamotten pipapo bereits politisch, ist unzutreffend. Wir müssen solche nocjh Unentschlossene ... motivieren.
Meinst du mit GD- bzw. DG- Kommitee vielleicht das Zentral-Kommitee? :rolleyes: Da würde mir ein passender Parteiname einfallen:Zitat:
Es ist Aufgabe des ...-Kommitees, die ... zu ihren eigentlichen Wurzeln zu führen und ihre Interessen zu vertreten. Als Gegenleistung erwartet das ...-Kommitee den entsprechenden Respekt.
... und ein paar Sponsoren brauchte man auch noch ... am besten die Rüstungsindustrie, da sitzt die meiste Kohle ...Zitat:
Man müßte mal eine Liste erstellen, welche Posten und Funktionen so eine Partei braucht. Und dann teilen wir das untereinander auf respektive finden sonst noch ein paar, die mitmachen.
Zitat:
Sorry, Montrose, wenn du das ernst meinst, was du da geschrieben hast, dann kann ich dich nicht mehr ganz ernstnehmen.
Was machen Gothics stattdessen ? Musik hören und das Maul halten wie damals in der DDR? In der DDR war dieses Verhalten berechtigt, denn dort herrschte ein gewalttätiges Regime. In der Bundesrepublik Deutschland herrscht Freiheit. Warum wird sie nicht genutzt?Zitat:
Wie ich schon geschrieben habe, habe ich großes Vertrauen in die Gothics, daß sie nicht jedem ... hinterherlaufen.
Zitat:
Gehen wir mal davon aus, irgendwer gründet eine Gothbewegung, -Partei, -Initiative was immer du willst. Dann wird diese Bewegung ja irgendwelche Ziele haben.
Zitat:
Welchen logischen Grund gibt es, die Mitglieder dieser Bewegung auf die Gothicszene zu beschränken obwohl Leute ausserhalb der Szene sich rein inhaltlich auch mit der Bewegung identifizieren könnten?
Warum dann eine Partei gründen? Wer selbst eine starke Persönlichkeit ist, muß sich nicht durch politische Machtspielchen profilieren.Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Politik bezieht sich auf sehr viele Themenfelder. Parteien greifen aber oft nur ein Hauptthema heraus, um sich zu profilieren.
Das wurde schon vielfach festgestellt. Es scheint also etwas dran zu sein.Zitat:
Ich stelle mit Überraschung fest, daß die Goths hier in Tü sehr oft Studierende, ja sogar Doktoranden sind. Ich weiß nicht, ob das für die Szene typisch ist.
Ja, sie streben Höheres an, Höheres als Macht - Leben!Zitat:
Wenn ja, ergeben sich daraus folgende Konsequenzen:
1. Der Machtverzicht der Goths ist widersinnig, weil ja viele von ihnen durch Studium signalisieren, daß sie "Höheres" anstreben. Bereits aus soziologischen Gründen ist die Gothic-Bewegung für eine politische Führungsposition prädisponiert.
Von "Schmollecke" kann keine Rede sein. Oft geht es ausgesprochen fröhlich und lustig zu - nur in der Regel nicht auf Kosten Anderer. Im übrigen hat decay73 dazu schon geschrieben:Zitat:
2. Wenn Goths aufgrund ihrer sozialen Stellung die Möglichkeiten haben, aktiv tätig zu werden, weshalb sollten sie diesen taktischen Vorteil aus der Hand geben und stattdessen in irgendeiner Schmollecke hocken.
Warum nicht Zahnstocher? Teppichmesser aus Plastik hatten der Erzählung nach auch schon eine ziemlich abschreckende Wirkung. :rolleyes:Zitat:
Das wäre ja so, wie wenn ein General der Gegenwart seine Soldaten mit Zahnstocher in den Kampf schicken würde. Warum sollte er so etwas albernes tun, wenn er bessere Mittel hat?
Ich hatte es schon mal geschrieben:Zitat:
Die Frage ist, was ist das Anliegen von Gothic.
Es ist das Überwinden der eigenen Lebenszeit durch Einssein mit Vergangenheit und Zukunft. Das Übernehmen von Wissen aus der Vergangenheit und das Weitergeben von Wissen in die Zukunft ist doch letztendlich das, was uns Menschen von den anderen Tieren unterscheidet, die in ihrer Lebenszeit gefangen sind. Die Existenz eines Gottes (oder mehrerer Götter) wird nicht geleugnet, sondern spielt dabei einfach keine Rolle.Zitat:
----------- STRATEGIEPAPIER ---------
a. Gothic beschäftigt sich mit philosophischen und religiösen Themen und findet sich gerne auf Friedhöfen wider, leugnet aber die Existenz Gotes. Das kapier ich nicht.
Dann warst du wohl noch nie zu einer erotisch knisternden Gothic-Party? Aber mit den hübsche Kleidern gebe ich dir Recht, das hat Stil. :cool:Zitat:
Unsere Mädels laufen nicht nackt wie die Love-Parader in den Straßen rum, sondern haben hübsche Kleider an.
Im Gegenteil. Die werden überflüssig. Selbermachen ist angesagt. Allenfalls werden Grundmaterialien wie Stoffe usw. gebraucht.Zitat:
Wir sollten uns demnach für die Interessen der Mode-Industrie und des Kunstgewerbes einsetzen.
... und vor allem kulturelle SELBST-Betätigung und kulturellen Genuß.Zitat:
Gothic fördert kulturelles Engagement.
Es wirkt schon auch auf den Job zurück, stärkt Kreativität, Ausdauer, Flexibilität, ... gibt Kraft für den stressigen Alltag.Zitat:
b. Gothic ist für die meisten ein Freizeitspaß mit Möglichkeit zum Kennenlernen, also ein Alternativprogramm zu Job etc., aber es soll dennoch politisch sein.
Das ist vielleicht auch zum eigenen Schutz. Preisfrage: Warum hat der Igel Stacheln?Zitat:
Der Instinkt des Kinderschutzes sucht sich ein Ventil in der symbolischen Bewaffnung der Goths durch Nietenarmbänder und grimmigem Blick.
Ich würde nicht sagen, daß die Schminke generell älter macht. Der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit entspricht halt nicht immer (oder meistens nicht) den Schönheits-Vorgaben und dem Jugend-Wahn der Mode-, Kosmetik-, Pharma-, Farben- und anderen Industrien.Zitat:
Dadurch, daß sich Goths durch Schminke älter machen, signalisieren sie die Bereitschaft, durch Früh-Berentung der jüngeren Generation Arbeitsplätze frei zu machen.
Zustimmung. Vor allem werden auch andere Vorbeuge- und Heilmethoden auf ihre Nützlichkeit geprüft, als die der Pharmaindustrie geldbringenden.Zitat:
Gothic liebt Frauen und ihre Fruchtbarkeit setzt sich für die Interessen von Kindern ein und ist deshalb familienfreundlich. Dies impliziert keine Macht den Drogen, Kampf gegen Rauchen, gesunde Ernährung und ein solides Gesundheitssystem.
Nochmal Zustimmung.Zitat:
c. Gothic ist eher friedfertig, tolerant eingestellt und will Freiraum für individuelle Lebensstile schaffen.
... oder Abschaffung der Großkonzerne, falls sie unnütz sind (wie z.B. die Rüstungsindustrie).Zitat:
Das bedeutet eine Abkehr von Verschärfungen in der Justiz und eine Inpflichtnahme der Groß-Konzerne.
Indem sich die Wirtschaft anpaßt. Was nicht gebraucht wird, ist überflüssig. Das ist Marktwirtschaft, die ihren Namen verdient.Zitat:
Problematisch ist, wie wir Förderung des Individualismus wirtschaftspolitisch auf die Reihe bekommen.
Das Dilemma läßt sich durch die Abschaffung von Geld und Besitz ganz schnell lösen. :DZitat:
Das Dilemma besteht darin, daß durch Senkung der Steuern etc. die Freiheiten der Besitzenden ansteigt, gleichzeitig die Fördermöglichkeiten der Nichtbesitzenden senkt.
Gerade da wird es interessant. Die Gothic-Welt bietet schon jetzt eine unheimliche Fülle an Ideen, Lösungsvorschlägen, Lebensweisen, Kunstwerken, auserlesenen Speisen und Getränken, Wissens- und Erfahrungsquellen und vielem mehr, aus denen sich jeder bedienen kann, so viel er nur will - so daß man mit Fug und Recht behaupten kann. "Jedem nach seinen Bedürfnissen". Ich will die Vokabel jetzt nicht in den Mund nehmen (bzw. hier tippen), mit der das Ganze landläufig diffamiert wird. :DZitat:
Liberalismus oder Sozialismus? Diese Entscheidung oder einen Mittelweg zu finden, das sind schon nicht mehr ganz so einfache Fragen.
Unkomplizierte Sterbehilfe, falls sie das Leben satt haben. :pZitat:
Auch stellt sich die Frage, was man Groß-Konzernen als Gegenleistung anbieten kann für die gestellten Forderungen (Abgaben, familienfreundlichere Arbeitspolitik etc).
Es gibt schon Verbündete in allen unseren Nachbarländern, in England, den USA, sogar im fernen Osten. Und wenn man sich so einige Stücke von Dead Can Dance und einigen anderen Bands anhört, dann scheint auch die Assimilation anderer Kulturkreise voranzuschreiten ...Zitat:
d. Außenpolitik scheint eher nicht so das Thema von Gothic zu sein. Goths wollen in der Mehrzahl nicht deutsch und nicht national sein, mit Ausländern können sie aber auch nichts anfangen.
Wieso "So-tun-als-ob"? Wir haben doch nichts zu verbergen. Wer sich informieren will, darf gern seine Vorurteile überwinden. :)Zitat:
Sie besinnen sich auf alte germanische Sagen und sind deshalb vielleicht doch etwas national-romantisch angehaucht, ohne dafür aber einen Krieg anzetteln zu wollen. Daraus resultiert eine Außenpolitik des So-tun-als-ob.
"Staatssouveränität"? Wozu das denn? Jeder kann tun und lassen, was er will, so lange er keine Gewalt gegen Andere ausübt. Wem das nicht genug ist, der muß nicht bleiben, wir sperren niemanden mit einer Mauer ein.Zitat:
Man wird sich in Konferenzen etc. ideologisch stärker auf die Staatssouveränität berufen, aber militärisch nicht aufrüsten und unter der Hand weiterhin zu allen Ländern die wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen.
Wen interessiert dieses ganze Gezänk?Zitat:
Ein raffinierter Schachzug, denn Stärke zu zeigen verbessert die deutsche Position in der EU, macht Deutschland für außereuropäische Länder interessanter und irritert die Amerikaner. Sehr gut.
Bin ich jetzt ein Held, weil ich 30 Jahre lang unter einem gewalttätigen Regime gelebt habe? :DZitat:
Original geschrieben von Montrose
Was machen Gothics stattdessen ? Musik hören und das Maul halten wie damals in der DDR? In der DDR war dieses Verhalten berechtigt, denn dort herrschte ein gewalttätiges Regime.
Das fragst du die Falschen. Das fragst du ausgerechnet die, die sich von niemandem vorschreiben lassen, was sie zu denken und zu fühlen haben, wie sie sich zu frisieren und anzuziehen haben, wo und wie sie ihre Informationen und Erfahrungen sammeln und wie sie damit umgehen.Zitat:
In der Bundesrepublik Deutschland herrscht Freiheit. Warum wird sie nicht genutzt?
Ja, ich erinnere mich, da gab es mal so ein Lied in der FDJ - "Du mußt die Führung übernehmen" oder so ähnlich ... (um dann hinterrücks erschossen zu werden).Zitat:
Es ist okay, wenn Du mich nicht ernst nimmst. Aber ich nehme Dich ernst. Wie findest Du den Satz: Wer nicht hinterrennen will, muß führen.
Wenn man eine gemeinsame Sprache findet (und sei es die Musik), kann man sich bestimmt auf gemeinsame Ziele und Werte einigen. Meine Ziele lassen sich kurz und knapp beschreiben:Zitat:
Die Frage stellt sich, ob heute auch noch Interessengruppen bestehen, aus denen eine gemeinsame Bewegung entstehen könnte.
Ich halte es für gefährlich, daß es noch zu viele Leute gibt, die sich von den Clowns zu Hass und Zwietracht verführen lassen, statt einfach den Fernseher auszuschalten und selbst zu leben.Zitat:
Das Problem ist heutzutage meines Erachtens nicht, daß die Leute in der falschen Partei wären. Sondern sie sind gänzlich entpolitisiert. Und das halte ich langfristig für gefährlich.
Oder doch?Zitat:
Wenn die Menschen ihre Freiheiten nur noch in Form von Opposition/Außenseitertum, magischen Ritualen, Esoterik, Klamotten und Musik formulieren, wer vertritt dann eigentlich noch die Interessen dieser Menschen? Sie selbst tun es ja offensichtlich nicht mehr.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Genau das würde ich halt gerne erfahren von Goths: welche Ziele sind das?
Zitat:
Das muß ich logisch gar nicht begründen. Die geschichtliche Entwicklung zeigt, daß politische Bewegungen aus dem Eigennutz einer bestimmten Gruppierung heraus entstanden. Die CDU aus dem katholischen Bürgertum, die SPD aus der Arbeiterbewegung usw. Das schloß und schließt nicht aus, daß in die CDU auch Evangelische und in die SPD auch Großunternehmer eintreten können.
Zitat:
Die Frage stellt sich, ob heute auch noch Interessengruppen bestehen, aus denen eine gemeinsame Bewegung entstehen könnte. Das Problem ist heutzutage meines Erachtens nicht, daß die Leute in der falschen Partei wären.
Zitat:
Sondern sie sind gänzlich entpolitisiert. Und das halte ich langfristig für gefährlich. Wenn die Menschen ihre Freiheiten nur noch in Form von Opposition/Außenseitertum, magischen Ritualen, Esoterik, Klamotten und Musik formulieren, wer vertritt dann eigentlich noch die Interessen dieser Menschen? Sie selbst tun es ja offensichtlich nicht mehr.
Du hast Recht. Wir sollten daran arbeiten, dieses Klischee weiterhin aufrechtzuerhalten. Man lebt ruhiger und ungefährlicher. :)Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Aktiv tragen Goths weder zur gesellschaftlichen Freiheit noch zum Wohlergehen der Allgemeinheit bei.
Zitat:
JEDER DER NICHT WÄHLT IST EIN PAAIVER WÄHLER DER RECHTEN
ohh das war euch nicht bewusst?? nun ich erklärs euch: alle rechten gehen wählen aber nur wenige mittelständige ergo gehen den mittelpartein die stimmen flöten und die rechten bekommen mit weniger menschen höhere prozent zahlen!!
ist euch bewusst das wenn die cdu (die die wahl im herbst gewinnt denke ich) auch versagt die rechten praktisch schon an der macht sind??
gut rechts nicht = nazi aber alleine deren wahlprogramme sind grausam und für deutschland der absolute tod!!
Zitat:
Zur Polit-Debatte: Ich finds auch merkwürdig, dass immer gegen Rechts gehetzt wird, aber der Linke Flügel verschont bleibt.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Im Jahre 2006 wird die neue Bundesregierung gewählt. Zur Auswahl stehen folgende Parteien:
SPD
CDU/CSU
Die GRÜNEN
FDP
Gothik Deutschland (GD)
Die GD ist noch im Aufbau. Jedoch zeichnet sich ein wertekonservativer Humanismus als zentrale Aufgabe der GD ab. Interessenten bitte melden.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
@Selian
Was ich bezwecken möchte?
Anscheinend sind Goths nicht politisch. Ich möchte aber, daß sie politisch sind.
Wie möchte ich das bezwecken?
Durch Provokation. Ich will mal sehen, ob bei Goths wirklich nichts anderes als diese Bubenspäße wie zum Beispiel Omis zu erschrecken zu holen ist. Bislang konntet Ihr mich nur davon überzeugen, daß ihr höflich seid. Aber daß ihr politisch seid... gähn... sorry, ich seh da immer noch nichts.
Was habe ich erreicht?
Was ich heute nicht erreiche, erreiche ich halt morgen. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Bislang habe ich hier ja auch nur mit Unter-Goths dritter Klasse diskutiert. Kann ja sein, daß es in der Szene noch ein paar Fürsten und Kardinäle gibt, die ambitionierter sind.
@Odessa. Das interessiert mich. Was ist der politische Standpunkt Deines Artikels?
@Mäs GgG Ed M&S
Antwort: Offensichtlich kann sie es nicht, weil sie sich nur mit sich selbst beschäftigt und nicht über den eigenen Tellerrand schaut.
Zumindest bei den Goths ist das strengstens verboten. Wenn da einer sagt "so oder so könnte man die Gesellschaft besser gestalten" bestünde ja die Gefahr, daß jemand den Rat befolgt und die Gesellschaft tatsächlich besser würde. Nicht auszudenken :eek:.
Die Szene mag sich fortentwickeln, selten etwickelt sie sich weiter.Zitat:
Original geschrieben von VanHoven
Und wenn ich Wowereit zitieren darf "Und das ist auch gut so",den wenn man genau hinschaut entwickelt sich die Szene mit der zeit weiter und bleibt nicht stehen in der Zeit.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang. "Was ich haben kann, das will ich nicht, was ich will das kriege ich nicht." und "Verschwende Deine Jugend". Wer den Ausstieg für normal hielt, für den war die schwarze Szene nicht links, sie war aber nur im Untergrund denkbar. Was das nun mit Gothic zu tun hat weiß ich allerdings nicht.
Zitat:
Es wäre schon ziemlich kontrovers und Bemitleidenswert für einen Nazi sich als Goth zu bezeichen. Besonders im Hinblick auf dem Urpsrung der Szene in den 80`s gesehn.
Besser ist das aber, sonst besteht die Gefahr, schizophren zu werden ...Zitat:
Original geschrieben von VanHoven
Politik muss nicht bindent etwas mit seiner eigenen Lebenseinstellung zu tun haben meines Erachtens.
Zitat:
Original geschrieben von Dark_Vortex
nur ist es fakt das sobald die cdu nach der spd auch versagt eine anlternative gesucht wird und die wird höchswahrscheinlich eine rechte partei sein weil die
a) für werte einstehen
b) viel dichter an der bevölkerung sind
c) nur halb so komplizierte programme haben wie der rest.
Die Worte von Dark_Vortex sind kein "Gejammere", sondern eine nüchterne Betrachtung. Die Mehrheit wird immer die Parteien wählen, von denen sie ihre Werte und Interessen am besten vertreten glaubt. Das werden selten Parteien sein, von deren Programmen sie kein Wort versteht.Zitat:
Original geschrieben von Goat93
Dein Gejammere nützt nichts, solange die SPD und die CDU so einen Machtmissbrauch betreiben. Bevor man auf anderen herumhackt sollte man daran gehen und es besser machen ... Die ganze Zeit wurde immer nur auf die Gefahr von Rechts hingewiesen und wie schlimm die Rechten doch die Stimmen abfangen, statt sich nur EINMAL zu überlegen, das SIE etwas
falsch gemacht hätten.
Oder andersherum: Weil die Leute die Szene nach einiger Zeit verlassen (oft um von der Abgrenzung und Rebellion in ein bürgerliches Leben zu wechseln), wechselt die Szene oft ihre Richtung. Die heute teilweise gegebene "Familientauglichkeit" könnte zu einer Stabilisierung führen, wenn der Modetrend "Gothic" abgeklungen ist.Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Da die Szene ihre Richtung oft wechselt, muss sich die Entwicklung der Szene und der Leute in ihr etwa jedes halbe Jahrzehnt zwangsläufig trennen.
Das Wort "Liberal" würde es m.E. am besten treffen, wenn es diverse Parteien nicht so in den Dreck getreten hätten.Zitat:
Original geschrieben von VivaMoz!
rein theoretisch dürfte die schwarze Szene eine recht unpolitische sein, die in Teilen irgendwo nach links tendiert. Schliesslich kommt das Ganze ursprünglich aus dem Punk... erinnern wir uns an die Zeiten, in denen Grufties noch "Edelpunks" genannt wurden ... Die "Schwarzen", die ich kenne, haben mit Politik nicht viel am Hut, sind im Gros aber weltanschaulich eher links/linksliberal.
In meinen Augen war Punk nicht generell linksalternativ. Es war Rebellion, Dagegen-Sein, oftmals Dagegen-Sein um jeden Preis. Das machte die Punks aber berechenbar und verletzbar. Ein Teil von ihnen gab dieses Dagegen-Sein um jeden Preis auf und sagte sich "Was ich haben kann, das nehme ich, wenn ich es will". Schwarz war zum einen edler und erhabener als die zerrissenen Jeans der Punks (daher der Begriff "Edel-Punks"), und zum anderen eine Abgrenzung gegen die bunte Disco-Welt.Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang."Was ich haben kann, das will ich nicht, was ich will das kriege ich nicht." und "Verschwende Deine Jugend".
In der DDR konnten Punks und schwarze Szene schon deshalb nicht links sein, weil Staat und Gesellschaft (gegen die man rebellierte) für sich in Anspruch nahmen, "Links" zu sein. Die Abkehr vom Dagegen-Sein um jeden Preis brachte hier eine Hinwendung zu Tabu-Themen wie Glauben, Umwelt und Vergänglichkeit. Zudem dienten die verwahrlosten Friedhöfe und Kirchgemäuer als Treffpunkte und Zufluchtsorte, was (neben ihrer dunklen Kleidung) sehr dazu beigetragen hat, dass sie von Szene-Fremden als "Grufties" bezeichnet wurden.Zitat:
Wer den Ausstieg für normal hielt, für den war die schwarze Szene nicht links, sie war aber nur im Untergrund denkbar.
Die "Ahnung vom Untergang" führte auch zur Beschäftigung mit "negativen Gefühlen" und vor allem zum Ausdruck dieser in der Musik. Das und das teils bedrohlich wirkende dunkle Oufit haben sicher Einigen das Gruseln gelehrt. :cool: Und spätestens mit "Bela Lugosi's Dead" waren auch einige direkte Bezüge zu den "Gothic Novels" gegeben.Zitat:
Was das nun mit Gothic zu tun hat weiß ich allerdings nicht.
Mein Weg führte mich in weitem Bogen von der Politik hin zum "Schwarz-Sein", und dieses dann zu einem "Wiedereinstieg" in die Politik - allerdings auf einer vollkommen anderen Ebene.Zitat:
Original geschrieben von VivaMoz!
für mich persönlich war die Szene kein Ausstieg aus der Politik, im Gegenteil: mein "schwarz-sein" hat mich politisiert.
Meine Kindheit und frühe Jugend kann ich wirklich glücklich nennen. Zwar zähle ich eher zu den sensiblen Menschen, aber ich hatte auch genügend Freiraum, um meine "unstillbare Sehnsucht" zu lindern. Das mögen mir Diejenigen nicht glauben, für die "DDR" gleichbedeutend mit "ein großes Gefängnis" ist, aber ich hatte wohl großes Glück, in den 60er-70er Jahren aufzuwachsen, als die Exzesse des Stalinismus einigermaßen überwunden waren und ein gewisser wirtschaftlicher und sozialer Aufschwung stattfand. Mein traurigstes Erlebnis in dieser Zeit hatte wenig mit Politik zu tun.Zitat:
Klingt womöglich kitschig, aber ich empfand beim Hören so etwas wie seelische Heimat. Das kannte ich bis dahin nicht, wenn auch meine Kindheit und frühe Jugend sicher keine wirklich Unglückliche, aber stets irgendwie unerfüllte war.
Ich habe meine Gedanken und Gefühle in einigen Werken von Bach, Beethoven und Schubert wiedergefunden. Die halfen mir besonders während meines Armeedienstes über einige Abgründe hinweg. In diese Zeit fallen auch die ersten starken Zweifel am Sozialismus, wie er in der DDR praktiziert wurde (z.B. der Umgang mit Wolf Biermann), aber ich machte andererseits Bekanntschaft mit Werken der Romantik (besonders Hölderlin), mit Gedichten und Büchern von Hermann Hesse und mit der Bibel.Zitat:
vielleicht kennt das jemand: du hörst Musik oder liest etwas, und du hast das Gefühl, dich selbst darin zu sehen: da hat es tatsächlich jemand geschafft, deine Gedanken, Gefühle usw. zu vertonen bzw. in treffende Worte zu fassen.
Ich machte die erste nähere Bekanntschaft mit der schwarzen Szene, als mein kleiner Bruder eines Tages ganz in Schwarz und mit hochrasierten Schläfen aus dem Lehrlings-Internat nach Hause kam. Wir sprachen oft über Beweggründe und Inhalte, er spielte mir seine Musik vor (vieles von The Cure) und ich lernte einige seiner Freunde kennen. Ich stand der Szene trotzdem eher skeptisch gegenüber, obwohl sie sich wie ich mit Themen wie Glaubensfreiheit und persönliche Freiheit, Umwelt und ähnlichem beschäftigten. Die Musik fand ich ganz gut, allerdings erschien sie mir ziemlich traurig und mutlos im Vergleich zu den oft kraftvollen und aufbäumenden Klängen bei Beethoven und Schubert. Auch was Kleidung und Styling betraf, hatte ich meine Bedenken: Zum einen erschien mir (als Außenstehendem) die "schwarze Einheitskleidung" nicht gerade als Ausdruck von Individualität. Zum anderen machte sie deren Träger zur Zielscheibe von Staatsgewalt und Leuten "die allet wat anners is stört".Zitat:
Am Beginn des eigenen Neu-(Er)findens stand die Hinwendung zu subkultureller Musik und ihrer Szene, die mich schon seit frühester Jugend faszinierte.
Die Zufälligkeit und Grundlosigkeit meiner Existenz wurde mir 1994/95 deutlich bewusst gemacht. Glücklicherweise war ich zu feige, sie zu beenden.Zitat:
Immer mehr wurde mir bewusst, dass die abgründige Einsamkeit des Menschen angesichts der Zufälligkeit und Grundlosigkeit seiner Existenz, die Sartre an den Beginn seiner Einsichten stellt, real ist.
Ich befreite mich von der Konvention, "gut" sein zu wollen und begriff, dass "Survival of the fittest" nicht bedeutet "Der Stärkere überlebt" ...Zitat:
So niederschmetternd diese Erkenntnis zunächst sein mag, so viele Türen öffnet sie für den Einzelnen, sich von auferlegten Konventionen zu befreien und selbst Alternativen zu entwickeln.
Ich habe bei Marx vor allem gelernt, dass Kapital mehr ist als nur Geld, und konnte dieses infolgedessen etwas vermehren.Zitat:
Folgt mensch Sartre in seinem Standpunkt, dass der Kapitalismus einzig die Logik des Geldes repräsentiert, während der Marxismus zumindest für die Idee einer gerechten Welt steht, so ist zumindest die Beschäftigung mit diesem unabdinglich.
Ich habe mich bisher leider noch nicht näher mit dem Existentialismus befasst (meinen Weg zu den Grufties habe ich gerade beschrieben), ich werde das umgehend nachholen. Aus deinen Worten schließe ich eher, dass die Existentialisten den Menschen als Menschen nicht gänzlich erfassen (vielleicht tue ich ihnen damit Unrecht). Um Individuum sein zu können, muss der Mensch (über-)leben.Zitat:
Dem Existentialisten geht es immer vorrangig um die Freiheit des Individuums, und er mag zu dem Schluß kommen, dass der Marxismus den Menschen als Individuum nicht gänzlich zu erfassen vermag.
Aus marxistischer Sicht ist politisches Bewusstsein zum (Über-)Leben nicht zwingend notwendig. Es kann aber sehr nützlich sein, weil ein Miteinander größere Überlebenschancen bietet als ein Gegeneinander.Zitat:
Diese Interpretation, die auch besagt, dass meine eigene Freiheit mich ebenso auf die Freiheit der anderen verweist, macht das Herausbilden eines politischen Bewusstseins allerdings zur Notwendigkeit.
Hier ist nun doch meine Versuchung groß, dir zu widersprechen. Das werde ich aber an anderer Stelle tun, da hier off-topic.Zitat:
Die falsch verstandene Freiheit, die von Kapitalisten und ihren politischen Vertretern gepredigt wird (im Grunde die Freiheit des Starken, die Schwachen im Sinne der Profitmaximierung auszubeuten), kann hier nicht gemeint sein, da sie selbst es ist, die bei näherer Betrachtung zu Unfreiheit und Unterdrückung führt.
Er ist EIN Entwurf von vielen ...Zitat:
Um mit Sartre zu sprechen: Der Sozialismus steht nicht am Ende eines Weges wie etwa der Grenzstein, sondern er ist DER menschliche Entwurf.
Ich komme vom Lande Turning Point, da gab es zwar eine breite, aktive Hippie-Szene die Bands aus aller Welt in die Kleinstadt holte oder auch mal Jimi Hendrix in die Kreisstadt, aber Punks gab es nur in Bielefeld. Die "Wende" kam Anfang der 80er und da war es gleichzeitig eine Entpolitisierung, eine Abkehr vom unangepassten linksalternativen Mileu und der gesellschaftlichen Totalverweigerung. Mit der Matte bekam man eh keinen guten Job und Schulterlang ging ja auch. Es war aber rein oberflächlich, es kam ein weiteres Nein hinzu, aber kein neues ja. Es ging darum die Überlebensfähigkeit zu erhöhen, in einer Zeit in der manche starben. Es ging darum nicht krampfhaft glücklich sein zu wollen, sondern die Trauer zu genießen und sich nicht von irgendwelchen Utopien bzw. deren Vertreter beeinflussen zu lassen. Es ging um maximale Autonomie, sowohl von der alten Subkultur als auch von der Gesellschaft.Zitat:
In meinen Augen war Punk nicht generell linksalternativ. Es war Rebellion, Dagegen-Sein, oftmals Dagegen-Sein um jeden Preis. Das machte die Punks aber berechenbar und verletzbar. Ein Teil von ihnen gab dieses Dagegen-Sein um jeden Preis auf und sagte sich "Was ich haben kann, das nehme ich, wenn ich es will". Schwarz war zum einen edler und erhabener als die zerrissenen Jeans der Punks (daher der Begriff "Edel-Punks"), und zum anderen eine Abgrenzung gegen die bunte Disco-Welt.
Zitat:
Original geschrieben von Dark_Vortex
nur ist es fakt das sobald die cdu nach der spd auch versagt eine anlternative gesucht wird und die wird höchswahrscheinlich eine rechte partei sein weil die
a) für werte einstehen
b) viel dichter an der bevölkerung sind
c) nur halb so komplizierte programme haben wie der rest.
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Original geschrieben von Goat93
Dein Gejammere nützt nichts, solange die SPD und die CDU so einen Machtmissbrauch betreiben. Bevor man auf anderen herumhackt sollte man daran gehen und es besser machen ... Die ganze Zeit wurde immer nur auf die Gefahr von Rechts hingewiesen und wie schlimm die Rechten doch die Stimmen abfangen, statt sich nur EINMAL zu überlegen, das SIE etwas
falsch gemacht hätten.
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Die Worte von Dark_Vortex sind kein "Gejammere", sondern eine nüchterne Betrachtung. Die Mehrheit wird immer die Parteien wählen, von denen sie ihre Werte und Interessen am besten vertreten glaubt. Das werden selten Parteien sein, von deren Programmen sie kein Wort versteht.
Ich habe den Thread erst jetzt entdeckt. Die Frage nach den Beweggründen für Wahlentscheidungen stellt sich aber bei jeder Wahl.Zitat:
Original geschrieben von Goat93
Kewl, nach 2 Jahren ne Antwort :D
Er schrieb "sobald die cdu nach der spd auch versagt". Noch scheint die Mehrheit zu glauben, dass SPD und CDU ihre Werte und Interessen besser vertreten, als NPD oder Ex-PDS.Zitat:
Nur erkenn ich da nen kleinen Widerspruch.
Die Mehrheit wählt SPD und CDU, Dark Vortex befürchtet aber,
das die Leute sich nach einfacheren Programmen wenden.
Menschen sind eben auch ziemlich vergesslich ...Zitat:
Die großwerblichen Wahlversprechen werden ja auch sofort wieder über Bord geworfen nach der Wahl.
... und die Grundaussage ist: "Weg mit allem, was stört !"Zitat:
Die wenigsten Menschen wählen Heute überhaupt nach Wahlprogrammen und ich möcht mal behaupten, es kennen mehr Leute das Programm der NPD ...
@ VivaMoz!Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
VivaMoz! ... Hier ist nun doch meine Versuchung groß, dir zu widersprechen. Das werde ich aber an anderer Stelle tun, da hier off-topic.
Zitat:
Er schrieb "sobald die cdu nach der spd auch versagt". Noch scheint die Mehrheit zu glauben, dass SPD und CDU ihre Werte und Interessen besser vertreten, als NPD oder Ex-PDS.
Zitat:
und die Grundaussage ist: "Weg mit allem, was stört !"
Das ist noch einfacher als die Wahlsprüche von SPD und CDU, und erst recht einfacher als "Diktatur des Proletariats" oder "Expropriation der Expropriateure" ...
Was die Mehrheit von der NPD-Wahl abhält ist vermutlich die von allen anderen Parteien ständig aufgefrischte Erinnerung an den Holocaust.
Zitat:
Original geschrieben von Carol_Skeletons
Zum Thema selber ist zu sagen dass ich froh bin, dass die Szene nach wie vor mehr oder minder politneutral ist weil viele "die Politik" in ihrer ganzen Insignifikanz und Durchtriebenheit längst als unverbesserlich abgelehnt haben.
Zitat:
Original geschrieben von Nix
Du verwechselst unpolitisch mit neutral, vermute ich.
Doch selbst wenn Du dies nicht tätest, würde ich Dir widersprechen. Ich traue nämlich der Mehrheit zu, in einzelnen Fragen - ganz differenziert, versteht sich - durchaus klare politische Standpunkte zu beziehen. Es gibt keinen besseren Beleg dafür als dieses Forum.
Dass diese einzelnen Standpunkte sich nicht durchweg in größeren politischen Strömungen oder gar Parteiprogrammen wiederfinden (besser: sich dort einordnen lassen), verführt nur den Durchschnitts-Bildzeitungsleser dazu, sich weismachen zu lassen, die Menschen interessierten sich nicht mehr für Politik. Ein Zustand, der zu allen Zeiten seitens der jeweils Herrschenden durchaus gewünscht war.
"Politneutral" ist im übrigen ein grauenhaftes Wort. Aus dem Kontext Deines Beitrags heraus lese ich das Wort als apathisch, desillusioniert, gelangweilt, uninspiriert, ideenlos und überfordert. Solche Urteile sollte man sich nun wahrlich nicht anmaßen, finde ich ganz persönlich.