Nein, ich weiß schon, wie Rollenspiele funktionieren, hab es ja schon mal versucht http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
...aber ich hab ein viel schwierigeres Problem:
Ich kann das nicht!
Ich hatte mal eine SR-Runde, und ich hab es versucht, aber es wollte nicht klappen...die Runde ist bald zerbrochen...allerdings nicht nur wegen mir.
Ich sitze da und weiß nicht, wie ich meinen Charakter machen soll, ich denke immer, ich muß ihn so machen, daß ich den anderen nützlich sein kann, dabei erschaffe ich keinen Charakter, den ich spielen kann, wobei ich überhaupt nicht spielen kann.
Auch im RL fällt mir das schwer, ich kann nicht leicht lügen, bin einfach zu ehrlich, ja, ich hasse lügen. Ich hasse es, wenn Leute Rollen spielen, anstatt sie selbst zu sein, selbst wenn es manchmal besser wäre, eine Rolle zu spielen.
Ich weiß, ein RPG ist nur ein Spiel, aber es geht nicht, ich kann es nicht.
Ich kann mich nicht in die Welt, die der Meister mir vorgibt eindenken, kann sie nicht einfach so akzeptieren, muß sie anzweifeln, sie ablehnen. Warum?
Vielleicht ist es auch das, daß ich Angst habe, mich zu offenbaren?
Meine Fantasie war immer mein inneres Heiligtum, mein letzter Zufluchtsort den mir niemand nehmen kann, sehr wenig davon lasse ich nach draußen oder andere hinein...aber um richtig spielen zu können, müßte meine Fantasie geöffnet werden...und ich kann das nicht, schon gar nicht, wenn mir die Mitspieler fremd sind, und selbst bei Freunden kann ich es mir nur schwer vorstellen.
Mittlerweile hab ich alles, was ich an RPG-Zeug hatte verkauft und hab mich eigentlich damit abgefunden, ist halt kein Hobby für mich...aber ich mach mir trotzdem Gedanken darum.
Hier gibt es doch einige Rollenspieler...wie macht ihr das?
Ist das, was ich habe nur ein ganz normales Anfängerproblem?
Oder sollte ich es doch besser vergessen?
------------------
IT IS MY FIRM BELIEF THAT IT IS A MISTAKE TO HOLD FIRM BELIEFS.
geschrieben von: fluchtraum
Hmmm *Grübel* Keine leichte Frage...
Ich werde eine Weile darüber nachdenken müssen, aber ich werde heute mal versuchen, dir eine Antwort zu geben.
der fluchtraum (der gerade die nächste RPG-Session für Morgen vorbereitet)
geschrieben von: Crysania
rabenschwarze grüße curzon,
pm an dich ist gleich unterwegs..
liebe grüße
cry
geschrieben von: DuNkelHeRz
Curzon,
ach, Rollenspielen ist so eine sache...
also wenn ich ehrlich bin, ich weis auch nie, welchen charakter ich spielen soll, wie es denn nun sein soll...
eigentlich denke ich immer nur darüber nach, was ICH eigentlich will.... http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
udn insgesamt habe ich auch erst ein paar charaktere geschaffen an denen ich wirklich hänge....
vieleicht ist es am anfang wichtig, die regeln erst einmal in den hintergund zu stellen, denn um wirklich ein gemütliches rollenspiel hinzubekommen sind die regeln nicht notwenig....
lasse dich gehen, versetzte dich in die lage des charakters, auch wenn du nicht gerade spielst... spiele doch einfach mal gewisse situationen mit deinem charakter in gedanken durch...
und um etwas zu finden, was DU gut darstellen kannst udn spielen möchtest, schau nicht in das regelbuch, sondern lass deinen gedanken freinen lauf....
stelle dir vor, was dir wirklich gefallen würde und schaue erst dann, wie man es vieleicht umsetzten könnte...
ich versuche immer ausergewöhnliche dinge zu finden, die ich meinem charakter auf den weg geben kann....
oder denke dir eine wirklich gute vorgeschichte aus, nicht nur etwas simples, was man auch irgendwo auswürfeln kann (so wie man es bei DSA zum beispiel kann http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif )
vieleicht hat ein charater auch seine schwächen, die es reizbar machen ihn zu spielen....
gut... wie fängt man an, das rolenspiel zu erlernen....?
eientlich ist es ganz einfach... ich meine der meister gibt ja eine situation vor, und du bist der charalter... du musst einfach nur noch handeln... ich denke am besten lernt man es durch das spielen selbst...
wenn ich zurückdenke an die erste spielstunden in richtiger runde (die vorher erwähne ich lieber nicht http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif oh mein gott !)
dann muss ich sagen, es gibt menschen die beschäftigen sich nicht mit dem rollenspiel und können es daher nicht... aber ich denke wohl, das du dazu in der lage wärst, denn immerhin machst du dir wohl viele gedanken diesbezüglich.....
lass deinen gefühlen freien lauf trifft wohl am besten zu und wenn man viel phantasie hat, umso besser ! das macht das spiel erst richtig interessant....
also an die anfänger: legt mal die regeln beiseite ! http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif spielt einfach mal drauf los, auch wenn es vieleicht nicht so klappt...
P.S. welches Rolenspiel-system habt ihr versucht ?
ich habe leider nur kenntnisse von DSA....
beste wünsche
DuNkelHeRz
geschrieben von: Daimon
@Curzon:
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Hier gibt es doch einige Rollenspieler...wie macht ihr das?
Ist das, was ich habe nur ein ganz normales Anfängerproblem?
Oder sollte ich es doch besser vergessen?[/quote]
Zuerst habe ich geschmunzelt, als ich die ersten Zeilen gelesen habe. Jedoch hat mir dann ein weiterer Satz einen gehörigen Schock versetzt - Zitat: "Auch im RL fällt mir das schwer, ich kann nicht leicht lügen, bin einfach zu ehrlich, ja, ich hasse lügen. Ich hasse es, wenn Leute Rollen spielen, anstatt sie selbst zu sein, selbst wenn es manchmal besser wäre, eine Rolle zu spielen."
Rollenspiel hat nun aber auch gar nichts mit "Lügen" und den "Masken" die Menschen in ihrem Leben tragen zu tun. Vielleicht solltest Du diese Ansicht noch einmal überdenken.
Ich schätze es liegt an Deiner grundsätzlichen Einstellung dem Thema gegenüber, wenn es bei Dir nicht so klappt.
Solange Du den positiven Gedanken des Rollenspielens (außerhalb des RL) nicht verstehst, hat es keinen Zweck es zu versuchen.
Lügen Kinder, wenn Sie "Rollenspiele" spielen? ("Ich bin die Mama und du der Sohn!", "Ich bin der Polizist und du der Dieb!")
Rollenspiele sind ein Teil unseres Lebens, ob in der Kindheit, in der Liebe (bewußt ... z. B. "Doktorspiele") und auch "dort draußen". Wie wir im positiven damit fertig werden ist entscheidend für unser Verständnis im Leben für Menschen, die ständig "Rollen" spielen und deswegen eine "Maske" tragen.
Verwechsle bitte nicht das eine mit dem anderen. Das eine ist etwas ehrliches, bewußtes und schönes ... das andere meist negativ.
------------------
---Signatur---
Ein Engel bin ich
und ein Dämon;
gespalten und verwirrt.
Ich besitze Macht,
und dennoch:
bin ich ein Nichts.
Daimon
geschrieben von: Alyander
Zu den PC-RPG's kann ich mich nicht äußern... ich beziehe mich mal auf die anfänglichen Fragen...
Da vieles schon gesagt wurde, möchte ich nur ein Detail hinzufügen, das mir ebenfalls nicht unwichtig scheint:
Auch die "Welt" des jeweiligen Rollenspiels kann ein Plus oder Minus sein. In manchen findet man sich besser zurecht, andere sind einem sehr fern. Das wäre ja auch nicht anders, wenn man uns plötzlich in andere Kulturkreise versetzen würde.
Ich sage das, weil ich z.B. mit SR gut zurecht gekommen bin, aber in "Call of Cthulhu" und "AD&D" gnadenlos abgesoffen bin. Ersteres spielte in UNSERER Zeit und war eher detektivisch, und was das angeht, habe ich nie 'nen Plan von egal welchen Intrigen auch immer http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif
Die anderen RP-Systeme waren quasi "mittelalterlich" und damit kann ich überhaupt nicht. Es wurden Ansprüche an ein Vorwissen, Wissen um die andere Sprache, andere Verhaltensweisen etc. gestellt die ich in keinster Weise erfüllen konnte, weil ich weder Wissen noch Faszination oder "Feeling" für solche Epochen aufbringen kann. Sie sind mir einfach zu fremd.
Es mag also auch daran liegen, daß umgedreht SR nicht "Dein Ding" ist, Curzon - nicht ausschließlich, nein, aber vielleicht hat es dazu beigetragen. Wenn einem der "Handlungsort" nicht paßt, wird es halt ungleich schwerer.
Was Unsicherheit, Ratlosigkeit und Hemmungen zu Spielbeginn angeht... das war bei mir genauso http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Es braucht Zeit und Übung... und natürlich auch Vertrauen... Lampenfieber habe ich übrigens nach wie vor jedes mal... obwohl ich inzwischen auch kaum noch spiele, muß man sagen. Keine Gruppe, keine interessanten Systeme zur Zeit...
Ach ja: Und wähle einen Charakter, mit dem DU Dich identifizieren kannst, nicht das, was für andere nützlich erscheinen mag. Er / Sie muß zu DIR "sprechen", Du kannst ihm / ihr kein "Leben" verleihen wenn Du Deinen Charakter nicht magst oder er / sie Dir nichts "bedeutet"!
Soweit bis hier...
Grüße
Alyander
geschrieben von: Curzon
Ich habe leider grad zu wenig Zeit, um ausführlich auf alles einzugehen, nur soviel:
Ein allgemeines Problem von mir ist, daß ich IMMER alles zu ernst nehme, das hatte ich von klein auf an. Also trifft es wohl bei RPG genauso zu.
Was das sich-öffnen angeht:
Ich habe mal bei einem privaten LARP im Freundeskreis mitgemacht, eigentlich ideale Voraussetzungen, da auch viele andere Anfänger dabei waren.
Ich hab es dann auch geschafft, aus mir herauszukommen, allerdings war ich dabei ein zorniger Kämpfer, der sein Schwert zurückhaben wollte und ich bin mit einem geliehenen Schwert auf den Ork losgegangen, und das nicht schlecht, hab ihn zwar nicht ernsthaft verletzt, aber ich hab ihn hart getroffen. Beim späteren Endkampf hab ich wieder jemanden ziemlich hart getroffen.
Es ist nichts passiert, und niemand war mir böse, aber ich hab halt ein Problem damit, da ich weiß, daß ich, wenn ich mich öffne, ich leicht ausrasten kann, daß ich sehr jähzornig und aufbrausend sein kann, und deshalb kontrolliere ich mich eigentlich immer und überall...ich hab mich früher provozieren lassen und hab irgendwann wahllos auf den nächststehenden eingeschlagen.
LARP habe ich noch nie gemacht. würde mich zwar interessieren, aber ehrlich gesagt, für anfänger würde ich wirklich sagen ist es nicht das richtige....
Also ich bin grad in so ner Art Suchtphase.
Ich könnte nurnoch D&D zocken, was wohl auch daran liegt, dass wir nen super Spielleiter haben *schleim*.
Leider ist unsere Truppe in sämtliche Richtungen verstreut, aber gegen Weihnachten spielen wir wohl wieder.
Am Anfang hatte ich auch nicht so richtig Lust zu spielen, da ich mit einer Person, die auch mitspielte nicht so gut auskam, aber das legte sich während dem Spielen auch. Man muss sich einfach richtig in den Charakter reindenken, dann klappt das schon. Und gerade der mittelalterliche Stil gefällt mir, freu mich schon auf die erste Drachenbegegnung http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif.
Ich kann also aus eigener Erfahrung sagen, dass man sich selbst wenn jemand dabei ist, den man nicht so mag, öffnen kann und es eine richtig nette Geschichte werden kann.
Und wegen Pc-Spielen kann ich nur Pool of Radiance 2 empfehlen.
Berryl
geschrieben von: Moonblade
p&p rollenspiel aus der sicht eines "Storytellers":
Nein, ich habe den Text des Authors nicht übersehen, dennoch werde ich hier nun erstmal etwas schreiben was -ich- unter Rollenspielen verstehe... und zwar weil es im groben 2 verschiedene arten von rollenspielern gibt.... die Storyteller und die Regel-/Kampf-/Realitätsfanatiker. Und ich es für gut möglich halte das du zu den Storytellern gehörst, jedoch bisher eher an Regelfanatiker geraten bist.
Rollenspiel ist im Grunde wie Geschichten erzählen... so ähnlich wie endlos-geschichten.... der eine fängt eine geschichte an, der andere erzählt sie weiter, usw. Stelle dir einfach einen Roman vor, mit verschiedenen Hauptcharakteren.... nur das DU einer der hauptcharaktere bist... und auch selbst so handeln kannst wie du möchtest(und dein char es kann). Das heißt, dieser Roman wird sozusagen geschrieben in dem moment wo ihr "spielt".... denn du kannst an einer stelle in der geschichte sagen "ich tue nun das und das"... und genau das passiert dann auch und der spielleiter erzählt wie's weitergeht.
Nun, würde das ganze natürlich etwas aus der Bahn laufen wenn jeder tun könnte was er wolle... ohne regeln geht es schwer, denn dann würde jeder superman spielen. Deshalb hat dein char manche fähigkeiten und auch seine macken.... und je nachdem wie gut/schlecht dein char in manchen dingen ist, wirkt sich das auch aus wenn er eines seiner talente einsetzen möchte(ist er zB schlecht im klettern, so wird er auch probleme haben beim erklimmen einer mauer).
Im Laufe der Abenteuer verbessert sich dein char in diesen eigenschaften und lernt dazu.... das läßt den eigene charakter einem mehr ans herz wachsen, weil man ja quasi alles mit ihm miterlebt hat... und es gibt einem auch das gefühl des fortschritts.... das es nicht egal ist was man tut, sondern das es etwas bringt.
So, nun zu deinen Fragen(oder Problemen) die du bisher mit Rollenspielen hattest:
1.Was sind deine anderen Mitspieler für Leute? Sind sie eher auf levelsteigerungen aus? Sind sie Kampfgeil oder verbringen viel zeit über die Werte ihrer Charaktere rumzurechnen(und sie zu exploiten)? Ist ihnen Realismus wichtig, doch die Atmosphäre scheint irgendwie trocken?
Dann hast du vielleicht bisher mit "Strategen" oder auch "Realitätsfanatikern" gespielt. Wenn dir selbst atmosphäre wichtiger ist, als Kämpfe, spielst du dann vielleicht mit den falschen leuten..... das ganze kann natürlich auch genau andersherum der fall sein.
2.Rollenspiel und Ehrlichkeit sind keine Gegensätze. Du mußt nicht etwas spielen was nicht du bist... im Gegenteil, im Rollenspiel hat man die möglichkeit seiten(oder teile) von sich auszuleben, wo man sonst nicht die möglichkeit zu hat. Dein Char ist nicht gleich Du.... aber Du kannst deinen Char so gestalten, das er eine facette von dir symbolisiert.... schläft in dir ein schlüpfriger Einbrecher... leise, schleichend, und die technische schlösser umgehend und den adel verschmähend? Schläft in dir eine sehr elegante magische persönlichkeit, die rohe gewalt verabschaut und stattdessen lieber mit zaubern die dinge beeinflusst? Oder.....
Das sind nur 2 Beispiele von zig möglichkeiten... erschaffe dir einfach eine person, die du schon immer mal sein wolltest. Du bist damit nicht unehrlich, im gegenteil, du bist sogar ehrlicher als sonst.... dazu mehr im nächsten punk.
3.Nicht wenigen fällt es schwer in Rollenspielen sich fallenzulassen... "weich" zu sein und gefühle oder fantasie zeigen zu können.... das typische beispiel vom "harten mann der nicht weint" trifft es im übertragenen sinne perfekt. Dabei macht es SEHR viel aus mit wem du spielst.... Rollenspiel ist auch vertrauenssache, denn man eröffnet damit seine innersten fantasien und träume.... und dabei natürlich besonders bei neulingen stets die angst, die anderen könnten darüber lachen.... Tun sie aber nicht wenn es gute Rollenspieler sind.... weil sie dann wissen würden das die atmosphäre eines rollenspiels steht und fällt mit dem "coolsten" glied..... wenn eine person sich nicht öffnen kann und stets immer dumme witze am rande reissen muss um auch ja "cool" zu bleiben, das so erst garkeine atmosphäre entstehen kann weil sie von vornherein getötet wird.... und wenn sie gute rollenspieler sind würden sie auch genau wissen das die angst ausgelacht zu werden die größte überhaupt bei neulingen ist, und das wenn sie dies tun würden, dies der tod für das vertrauen und die atmosphäre wäre. Rollenspiel bedeutet bis zu einem gewissen punkt gegenseitig zu vertrauen.... und deshalb solltest du die richtigen leute dir dafür suchen, nicht die bekannten von nebenan, mit denen man schön durch die stadt touren kann doch die dich selbst garnicht wirklich kennen, weil sie dich nicht verstehen würden.
4. Ein guter Meister wird dich nicht spüren lassen, das er die geschichte mit lenkt.... bei einem guten meister hast du das gefühl das du frei tun kannst was du möchtest.... bei einem guten meister hast du nicht das gefühl das er dich zu irgendetwas lenken würde.... der meister ist neutral...... das klappt jedoch nur wenn du dem meister auch vertrauen kannst...... nicht ihn ständig anzweifeln so als wenn er geradezu nur darauf warten würde deinem char zu schaden.
Meister sind keine Sadisten.... und wenn doch, sind sie es nicht lange..... denn:
Was bitte schön soll denn ein meister davon haben wenn die spieler am ende sauer auf ihn sind, und er sich die ganze mühe bei der ausarbeitung des abenteuers umsonst gemacht hat? Der Spielleiter möchte doch auch nur eins: Euch einen schönen abend machen sodaß ihr am ende das gefühl habt in eine welt eingetaucht zu sein die ein teil von euch geworden ist.
Im gegenteil.... der spielleiter rettet euch(vor allem neulingen) oft genug den ar*** ohne das ihr es merkt..... gerade als neulinge bekommt ihr garnicht mit wie oft ihr nach den regeln schon gestorben seid und der spielleiter still und heimlich gedreht hat damit ihr überlebt.
Der Tod des eigenen Chars ist der schlimmste verlust den ein spieler in einem rollenspiel haben kann.... je länger man mit diesem char schon spielt, umso schlimmer.... das weiß auch der meister, und er wird solange es möglich ist versuchen zu verhindern das dies passiert.... einzig und allein wenn ihr euch wirklich dumm anstellt, und quasi nur darum bittet euch in eine so gefährliche situation zu bringen das garnichts anderes passieren kann als das ihr sterbt.... und ihr mehrmalige dezente warnungen des meisters ignoriert habt.... dann wird er nach dem motto verfahren "tja, wer nicht hören will muss fühlen".
- Moon
geschrieben von: Curzon
@Dunkelherz:
Ich hatte es mit SR versucht, das Problem dabei war wohl auch, daß ich in meinem ziemlich kleinen Bekantenkreis hier vor Ort niemanden kenne, mit dem ich spielen könnte, also hab ich mir über das KOOP Mitspieler gesucht, und das waren halt Fremde.
Ok, es gab damals in der Schule welche, die AD&D gespielt haben und ich hätte gerne mitgepielt, aber es war damals nicht möglich (fragt nicht weiter) und ich hab mittlerweile alle Verbindungen abgebrochen, reißt sonst nur alte Wunden auf.
Daß ich mir Gedanken darum mache liegt auch daran, daß es mir nicht unbedingt auf Teufel darum geht, daß ich RPG machen will, sondern eher darum, daß da etwas ist, was ich nicht kann und wo ich mich selber einschränke, und ich will mich von diesen Zwängen frei machen.
@Beteigeuze:
Hier in München sind Läden und Kontakte kein Problem...muß ich aber erwähnen, daß ich Kontaktscheu bin? http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Also am PC hab ich mal Baldur´s Gate ausprobiert...fand ich nicht gut...bei jedem zweiten Kampf abgekratzt, alles extrem teuer und niedrige Werte. Diablo ist ne Weile ganz lustig, wird aber schnell langweilig.
Final Fantasy konnte ich bis jetzt noch mehr abgewinnen oder Chrono Trigger, Zelda,...
@Daimon:
Du hast durchaus Recht, das war zu hart formuliert, ich habe nur nach Parallelen im RL gesucht. Denn Rollenspiel im RL könnte ich auch nicht...
Ich sehe es natürlich nicht als Lüge an, wenn ich versuche Rollen zu spielen, ich hab nur Angst, ich könnte versagen. Es ist wie ein Zwang, etwas beweisen zu müssen...in vielen anderen Bereichen komme ich gut dagegen an, aber hier überhaupt nicht, es ist wie verflucht.
@Alyander:
Also eigentlich mag ich Cyberpunk schon, und die Einführung von SR hat mich ziemlich gefesselt.
Allerdings wüßte ich auch auf Anhieb einen Charakter, den ich wirklich spielen wollte...und selbst wenn ich einen finden würde, er wäre mir wahrhscheinlich schnell wieder egal.
@Berryl:
Du kannst dich in so einer Situation vielleicht öffnen (wofür ich dich durchaus beneide), aber mir fällt es teilweise schon schwer mich zu öffnen, wenn nur Leute da sind, die ich mag.
@Moonblade:
1. Ich habe keine Ahnung, mit was für Leuten ich am liebsten spielen würde...ich denke da an durchgeknallte Leute, die sich selbst nicht ernst nehmen (und denen ich schnell vertraue), das würde die Atmosphäre vielleicht soweit entspannen, das ich was auf die Reihe bringen könnte.
2. Vielleicht ein Haken: Ich habe Angst davor Seiten von mir zu offenbaren, die niemand kennt...z.B. meine mir ständig bewußte dunkle Seite, der eiskalte Killer...oder die "andere" Seite, ein durchgeknalltes weibliches Wesen...
3. Was den "harten Mann angeht"...ich bin in meiner Kindheit durch äußere Umstände sehr schnell in dieses Schema gepreßt worden. Ich glaube, in einem Zeitraum von 4 Jahren habe ich ganze 2mal geweint...und auch heute tu ich es kaum, es geht halt nicht...aber ok, ich weiche vom Thema ab.
4. eigentlich hab ich mit dme Spielleiter noch am wenigsten Probleme.
------------------
IT IS MY FIRM BELIEF THAT IT IS A MISTAKE TO HOLD FIRM BELIEFS.
geschrieben von: Celtvis
Interessantes Thema, ich selbst spiele und leite als SL bereits seit rund 15 Jahren diverse Runden, momentan ist's Shadowrun und Palladium FRPG.
Nachdem schon vieles geschrieben wurde, was ich ebenso geschrieben hätte, nur noch mein ganz persönlicher Tip für PC-Rollenspiel:
Icewind Dale, ist sehr schön zu spielen und tatsächlich 1 zu 1 umgesetztes AD&D.
Gruß & viel Spaß beim RPG
Celtvis
geschrieben von: Trinity Goth
Hi!
Ich spiele seid 10 Jahren Midgard und seid etwa 5 Jahren Vampire. Am Anfang hatte ich auch Probleme aus mir raus zugehen, weil mir die Gruppe fremd war. Um richtig Spass zu haben muss die Chemie zwischen den einzelnen Mitspielern stimmen ansonsten kannst du auch ein Brettspiel spielen. Du solltest erst einmal ausprobieren ob du mit den Leuten zurecht kommst mit denen du spielst.
Nicht Lügen Curzon - du spielst lässt das nach draussen was du gerne wärst, das nichts mit lügen zu tun - es ist näher an der Wahrheit als das richtige Leben. RPG gibt dir die Freiheit das zu tun was du leider im richtigen Leben nicht kannst oder darfst, etc..
Gruss
Trinity Goth
------------------
...Greater than the death of flesh is the death of hope, the death of dreams.....
G'Kar/Babylon 5
-------------------------
Come to: Trinity Goth's Dark World
geschrieben von: Spawn
Du darfst ein Rollenspiel nicht nur darin sehen das du eine Rolle spielst. daher ein paar wichtige Regeln.
1: Der charakter sollte zu dir passen, wie eine zweite Haut.
2: Man braucht eine Gruppe bei denen man den leuten vertraut und die ebenfalls ihre phantasie frei laufen lassen können.
3: Es sollte ein Rollenspielsystem sein das nicht zum Hack&Slay verkommt.
Man sollte nicht zwanghaft versuchen die Rolle zu spielen, sondern sich selbst auspielen. Dazu nimmt man noch die Fähigkeiten seiner Rolle und fertig. Mag sein das dies nicht ganz zur Rolle passt, aber die Person wirkt viel lebendiger. Das pendelt sich irgendwan von selbst ein, wenn man Spass hat. Wenn die Kombination aus allem stimmt, entwickelt sich alles von ganz alleine, sogenannte Selbstdynamik.
------------------
Hail to the Darkness and the Night
------------------
Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.
geschrieben von: styyxx
hallo
@seelenmord
ich denke in jedem rpg geht das wenn es der sl und die spieler zulassen.
ansonsten denke ich das es einfach menschen gibt die mit rpg´s nicht viel anfangen können. egal aus welchen gründen. wenn man sich nicht fallenlassen kann oder will haut es halt nicht hin.
vielleicht hilft es aber mal was zu spielen was nicht so bierernst ist. paranoia ist zwar irgendwie slapstick und spielt sich wie clever & smart, doch seltsamerweise habe ich selten leute so aus sich rausgehen sehen wie bei dem spiel.
dunkle grüße
styyxx
geschrieben von: seelenmord
@styyxx
Paranoia - hm noch nie gehört (bin ja auch kein Kenner dieses Metiers). Ich kenne von der Idee her nur DSA, Shadowrun und Titel aus der Dungeons&Dragons-Reihe ... worum geht es bei Paranoia?
seelenmord
[Dieser Beitrag wurde von seelenmord am 13. Dezember 2001 editiert.]
geschrieben von: styyxx
hallo seelenmord
paranoia ist ein äähh sagen wir mal fun rollenspiel. man könnte auch zynisch oder sadistisch sagen, triffts wohl alles.
grundsätzlich geht es in paranoia um eine schöne neue welt, welche sich in einer überdachten stadt (der alpha complex) befindet. in dieser stadt leben nun viele menschen, klone um genau zu sein. diese stadt und auch die armen...äähh...glücklichen bürger werden umsorgt vom allmächtigen COMPUTER. leider ist der ein bischen meschugge und hat keine ahnung was abgeht. die bürger müssen immer freundlich sein und sich an schwachsinnige regeln halten. alles ist total hirarchisch und die bürokratie ist dermaßen komplex das eigentlich niemand mehr durchblickt und alles nur noch weiterdelegiert.
klingt jetzt alles sehr unspaßig, doch ich garantier dir wenn du einmal in das regelbuch reingelesen hast, bzw. miterlebt wie ein sl (in gelber robe mit verspiegelter skibrille) einen bürger, meine spieler dazu gebracht hat freundlich lächelnd auf den tisch zehn liegestützen zu machen, kriegst du dich nicht mehr ein.
ok ist halt nicht so ganz ernst, ein novum ist auch das alle gegeneinander spielen auch der sl. mußte mal testen.
mit freundlichen (sie sind doch glücklich bürger?!) grüßen
styyxx
geschrieben von: Moonblade
hmm, die welt aus paranoia kommt mir irgendwie bekannt vor....... woher nur?
unbekannte bekannte grüße, styyxx °g°
- Moon
p.s.: soviel zum thema paranoia °ein bisschen sadistisch lächel°
geschrieben von: styyxx
es ist die welt die wir um uns haben. nur eine spur gnadenloser...nein...offensichtlicher.
träume moon
nicht mehr ganz so unbekannte grüße
styyxx
geschrieben von: styyxx
vielleicht ist manches was lustig erscheint doch ernster als man denkt!
nachdenkliche grüße
styyxx
geschrieben von: Curzon
Sorry, wenn ich den Thread etwas vernachlässigt habe.
HOCHLEVELN IN RPGS: Das hat mich bei Daiblo ehrlich gesagt auch genervt. Ich hab den 2. Teil einmal durchgespielt, das war´s dann.
CHARAKTER/LÜGEN: Vielleicht der Kern des Problems. Hab halt Angst davor, anderen zu offenbaren, was ich in meiner Fantasie gerne wäre, quasi meine "geheimen Wünsche"...Ja, klingt blöd, aber in die Sparte kann man das durchaus stecken.
------------------
IT IS MY FIRM BELIEF THAT IT IS A MISTAKE TO HOLD FIRM BELIEFS.
geschrieben von: styyxx
hallo
hochleveln gehört zu manchen spielen und ist teilweise auch ganz lustig. wirklich gute abende erlebt man eh selten genug. es muß einfach zuviel passen und man kann es auch nicht erzwingen. eines habe ich jedoch festgestellt. gute abende erlebt man in jedem system, egal welche regeln verwendet werden. richtige "highlights" finden normalerweise eh ohne würfelei statt.
@Curzon
man muß doch gar nicht soweit gehen und seine innersten wünsche vortragen. natürlich steckt ein teil der persönlichkeit im spiel, doch wann legt man bitte nicht einen teil seiner selbst für andere offen? man tut es sooft! mit kleidung, diskussionen, gesten, geschriebenen, etc. beim rpg kommt es einen nur offensichtlicher vor und ist es wahrscheinlich auch.
außerdem ist es nicht schlimm sich zu offenbaren. es kann eine sehr gute erfahrung werden. es fällt auch die angst etwas verbergen zu MÜSSEN. ich hab nen ziemlich steinigen weg beschritten um festzustellen das es nix bringt sich zu verbergen, es macht die sache nur schwieriger. allerdings weiß ich auch das solche "ratschläge" normalerweise nicht funktionieren. es braucht ein erlebnis um die sache festzustellen. kann nur hoffen das es bei dir ein angenehmes ist.
dunkle grüße
styyxx
geschrieben von: Curzon
@Styyxx:
Nun, ich halte mich im RL oft eher zurück und versuche, nicht zuviel von mir zu offenbaren. Und wenn ich mich mal öffne, dann setzt das voraus, daß ich die Leute, denen gegenüber ich mich öffne schon länger kenne.
Und wenn meine Phantasie für lange Zeit ein Ort des Rückzugs, ein Heiligtum war, von dem ich immer sagen konnte "egal was passiert, meine Phantasie kann mir niemand nehmen" und ich morgens nur aufstehen konnte, wenn ich daran dachte, daß ich abends wieder zurück in meine Traumwelt kann, dann kannst du sicher nachvollziehen, daß es nicht einfach ist, das auch nur ein bißchen zu öffnen. http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Aber du hast Recht, das ganze Reden hilft da nur bedingt, letztendlich sind es Erfahrungen, die einen weiterbringen. Wobei RPG sowieso erstmal flach fällt, da ich alles, was ich an Büchern hatte vor ein paar Wochen verkauft habe.
------------------
IT IS MY FIRM BELIEF THAT IT IS A MISTAKE TO HOLD FIRM BELIEFS.
geschrieben von: Shirlamun
he,...
also ich spiele auch rollenspiele und zwar AD&D.
Ich spiel noch nicht allzu lange, aber ich hab schon richtig meinen spaß dran...
Anfangs hatte ich auch so meine Probleme aus mir rauszukommen. z.B. wenn wir miteinander reden sollten, haben wir es immer über unseren Master versucht. so ganz nach dem motto:" Ich sag dann zu .... das und das..." und unser Spielleiter meinte dann immer:"Dann tu das auch" ich kam mir am anfang da echt blöd vor, aber... he... in der zwischenzeit gehts und es ist echt lustig...
Im moment versuchen wir unseren spielleiter zu ärgern, in dem wir dinge machen, die er vielleicht nicht erwartet. klappt nicht so ganz. aber er ärgert uns auch, weil uns Rätzel aufgibt, wo wir dann tagelang über die Lösung nachdenken nachdenken... auch outplay... aber das ist auch echt lustig. Sind aber auch ne richtig gute truppe...
Da kannst du einfach mal sehen, dass es auch gar nicht so ernst ist. soll ja schließlich Spaß machen und das sie Hauptsache.
Ich hoffe für dich, dass du einen Weg findest, damit es für dich funktioniert, bei mir hatt es auch etwas gedauert. und so schlimm ist das Ganze ja gar nicht. Im Gegenteil...
Liebe Grüße, Shirlamun
geschrieben von: Arsen
Ich habe ja zuerst gezögert, ob ich fragen soll, aber meine Neugierde ist einfach zu groß.... ;)
Ich habe noch nie an einem Rollenspiel teilgenommen und weiß daher auch überhaupt nichts darüber. Hab zwar hier einige Zettel durchgelesen, das alles sagt mir jedoch auch nicht allzuviel, die Abkürzungen z.B...... Mich würde interessieren, was bei so einem Rollenspiel "abgeht", wer das macht, warum.....usw.....
Wäre nett wenn mich einer von den "Insidern" mal aufklären könnte...
geschrieben von: Shirlamun
sei gegrüßt arsen,
also wer spielt das? generell kann jeder das spielen.... man sollte nur die nötigen regelbücher haben, sonst klappt es nicht.
man kann es sich wie... hm... theater vorstellen. man erstellt ja einen charakter und den versucht man dann möglichst glaubwürdig darzustellen.
warum spielt man das? einfach nur so, weil es spaß macht. es ist wie ein brettspiel nur ohne brett. dadurch hat man vielmehr möglichkeit. der spielleiter gibt eine geschichte vor und dann sind wir gefragt was wir daraus machen...
die abkürzungen... lol... jaja, ich habe auch ewig gebraucht um da durchzusteigen, dann kammen auch noch die kämpfe dazu, da wird vorher erstmal gerechnet, bevor es losgeht.... aber wenn man es kapiert hat ist es ganz leicht.
welche abkürzungen möchtest du denn genau wissen? wenn ich die kenne sag ich es dir gerne. allerdings spiele ich nur ad&d (alte regeln). viele hier spielen dsa. da könnte es andere abkürzungen geben. ich weiß es nicht so genau....
wie geht sowas ab? also wir treffen uns erstmal alle (wir sind zu 6 inkl. master) mit fressalien, trinken, zigaretten.... wenn wir dann soweit sind, erzählt unser master das abenteuer weiter, wenn etwas passiert, dann entscheiden wir ,was wir tun wollen, wir spielen aber richtig dh wenn ein charakter sauer wird, dann kommt das auch glaubwürdig rüber, nur das wir aufm sofa sitzen. wenn irgentwelche sachen gemacht werden oder kämpfe, dann wird gewürfelt ob man etwas schafft oder nicht.... hm ein beispiel... wenn du eine schwere tür aufmachen willst, kann es sein das der spielleiter sagt du sollst einen prozentwurf machen. du guckst dann auf deinen chrakterbogen was hinter "türen öffnen" oder "stangen/gatter verbiegen" steht... je nachdem... du mußt dann mit 1w100 (100seitiger würfel) unter dieser zahl bleiben um diese tür zu öffnen... ist eigentlich auch ganz leicht.
am besten lernt man es aber, wenn man sich einer gruppe anschließt die schon etwas erfahrung hat. zumindest einer davon.
ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. wenn du mehr wissen willst. mußt du nochmal genauer fragen. und was die abkürzungen angeht schreib einfach welche und dann kann ich dir sicher weiterhelfen...
dunkle grüße, shirlamun
geschrieben von: Celtvis
Grüsse, Arsen.
Falls Du die hier immer wieder auftauchenden Abkürzungen meinst:
DSA: Das Schwarze Auge, ein hierzulande konzipiertes Rollenspiel, daß oftmals als "Einsteiger"-Rollenspiel bezeichnet wird, da (zumindest als ich es spielte und noch die uralt-Regelboxen auf dem Markt waren, also ca. vor 16-17 Jahren - die neueren Fassungen davon kenne ich nicht, sollen aber komplexer sein) die Regeln recht einfach und überschaubar gehalten sind.
AD&D: Advanced Dungeons & Dragons, Nachfolger von D&D (Dungeons & Dragons). D&D ist das meines Wissens erste vermarktete Rollenspielregelwerk, konzipiert von Gary Gygax und erschienen bei TSR in den USA. D&D war ein sehr simplesRollenspiel, in dem es für die Abenteurer/Spielercharaktere zumindest anfänglich darum ging, in Höhlensysteme (Dungeons) reinzugehen, Monster zu killen, Schätze zusammenzuraffen und Erfahrung zu gewinnen, bis man sich an Drachen herantrauen konnte, daher auch der Name D&D.
Die Regeln waren/sind sehr einfach und wenig komplex.
AD&D ist eine sozusagen der Nachfolger, der durch komplexere Regeln und mehr Hintergrundmaterial das Spiel komplexer gestalten sollte und es wohl auch tut, war zumindest meine Erfahrung mit den beiden Systemen.
Zur Info von Shirlamon möchte ich noch hinzufügen: Wenn man als Rollenspieler gebeten wird, zu schildern wie so ein Spiel "abgeht" und man versucht es zu erzählen, dann hört sich das meistens ziemlich langweilig und öde oder "freakig" an; um zu erfahren, was bei einem solchen Spiel passiert, ist es eigentlich am besten, sich das ganze mal als Mitspieler anzutun.
Warum spielt man sowas?
Ich tue es, weil man trotz der (notwendigen) Regelwerke unglaublich viel Phantasie aufwenden und entwickeln kann, es ist beinah so, als würden ein paar Leute zusammensitzen und ganz spontan eine Art Geschichte erzählen, nur das man als Spieler (und als Spielleiter natürlich erst recht) aktiv in den Geschichtsverlauf eingreifen kann und soll.
Abgesehen davon macht es einfach Spaß.
OK, das war's, falls Du noch Fragen haben solltes - einfach fragen.
Celtvis
geschrieben von: Arsen
Besten Dank. Jetzt hab ich zumindest eine ungefähre Vorstellung :)
geschrieben von: maerchenmond
was curzon angeht (ja, ich habe auf's datum geachtet und weiß, daß der thread schon 2 jahre alt ist ;) ), kling vielleicht hart, aber für mich klingt dein problem schlichtweg einfach danach, daß rpg nichts für dich ist, wenn du es als lügen und sich eine maske aufsetzen ansiehst - also würde ich an deiner stelle lieber die finger davon lassen. so viel nur dazu
ansonsten kann ich aber jedem, der auch nur im geringsten interesse dafür zeigt, empfehlen, sich das ganze mal anzuschauen und selber mal auszuprobieren. ich finde es gibt kaum eine schönere und angenehmere therapie von sich (und seiner umwelt) selbst und man kann alles, was sich über tage oder wochen angesammelt hat endlich mal rauslassen - und zwar nicht an leuten, die einem wichtig sind und die man dadurch vielleicht sogar noch verletzen könnte, sondern in einem spiel. muß ich noch mehr sagen? :D
geschrieben von: jahb
wir wollten mal vor jahren
Vampire aus der alten Welt von Feder und Schwert spielen!! Kennt ihr das
gibt auch ein PC-Spiel dazu (Vampire the Masquerade) leider sind wir nie dazu gekommen
Pen & Paper ist auf jeden fall ne geile sache
geschrieben von: Rücksitzpunk
vampire aus der alten welt kenne ich leider nur vom hörensagen... selber bin ich derzeit vampire: the masquerade am spielen, leite eine dsa-runde und spiele sehr unregelmässig mage und shadowrun...
generell finde ich von dem, was ich gespielt habe, die world-of-darkness-sachen am besten... hier gefällt mir besonders das mage-regelwerk
geschrieben von: BleedingHeart
Ömm...hallo *meld*
ich weiß net, wie sowas funzt.
Kann mir das mal jemand erklären?
geschrieben von: Rücksitzpunk
sollte doch eigentlich auf den vorigen seiten ausführlich erklärt worden sein... vielleicht einfach mal lesen...
geschrieben von: jahb
ja über masquerade hatten wir auch erst nachgedacht
aber das spielt in der Neuzeit richtig???
Ja und das gefiehl uns halt nicht so gut!
Welchem Clan gehörst du im Spiel an
Also ich war immer der stolze Brujah *G*
Tut mir echt leid das wir da nie zu gekommen sind
was hältste so von dem Spiel
geschrieben von: Rücksitzpunk
ja, masquerade spielt in der neuzeit... es gibt einige veränderungen, neue disziplinen, neue clans... und vorrangig natürlich die camarilla und der sabbat...
weiteres fachsimpeln aber besser per pn, sonst wirds zu off-topic...
p.s.: derzeit spiele ich ne süsse, schnuckelige lasombra...
geschrieben von: maerchenmond
naja, so süß und schnuckelig ist sie aber auch nicht, rü, wenn ich noch mal kurz meinen senf dazu geben darf... :p
@ bleeding heart: tja, stell dir einfach vor, du sitz mit einem blatt papier, einem bleistift (oder äquivalentes) und einigen würfeln am tisch und lässt dir eine nette geschichte erzählen, in der du die hauptperson bist und agieren kannst.
geschrieben von: Shirlamun
.... so würde ich es auch erklären... in kurzform versteht sich.
aber am besten ist wohl, wenn man selber spielt, sonst peilt man es eh nicht.
ich habe mir am anfang mal die regeln erklären lassen (ad&d, 2 std. lang)... verstanden hab ich nix.
sich einer gruppe anschließen und selber spielen ist, meiner meinung nach, die beste lösung um zu sehen wie es geht.
liebe grüße, shirlamun
geschrieben von: blackeyed
Ave!
Ich selber spiele seit über einem Jahr mit Leidenschaft DSA. Dabei ist spielen untertrieben. Zwei Freunden meinten eine Runde zu eröffnen, haben gefragt ob ich Bock hätte. Ich sagte ja, bekam Unmengen von Büchern und den Satz zu hören: "So, Du bist jetzt Meister. Können das selber nicht, aber Du wirst das schon hinkriegen."
Und Meistern war zumindest für mich der ideale Einstieg trotz oder gerade wegen anfänglicher Schwierigkeiten. So lernt man das Spiel am besten kennen und bekommt eine Ahnung wie man sich am besten verhalten kann.
Was die Auswahl der Rolle betrifft: Such Dir einen Charakter der dich anspricht keinen, der der Gruppe unbedingt nützt. Ich selber spiele zur Zeit einen Geoden (Zwergendruiden), der kaum zaubern oder kämpfen kann, dafür aber ständig vor sich hin kichert und dumme Kommentare von sich gibt.
Adios blackeyed
geschrieben von: SchwarzerVogel
Hallo miteinander,
meine Anfänge in Rollenspiele waren keine richtig gute Erfahrung. Unser Meister war zu versteift auf Regeln und seine Erzählkunst war auch nicht sehr überzeugend. Man musste sich zuviel selbst noch vorstellen.
Egal welches Rollenspiel man auch spielt.. eines haben Pen & Paper immer gemeinsam:
Die Wahrheit des Meisters muss Gesetz sein. Dein Charakter muss sich mit den Gesetzen des "Geschichtenerzählers" auseinandersetzen und in diesen vom Meister definierten Raum agieren.
Damit kann eine Rollenspielgruppe auch nur wirklich dann funktionieren wenn der Meister die Umgebung, die NPCs, Kämpfe und eigentlich alles was in der Situation wichtig ist so beschreibt, dass man sich als Spieler einen Stift in die Hand nehmen und die Szene aus dem Kopf zeichnen könnte.
Nehmen wir uns mal das Beispiel Kämpfe heraus.
Würfel, Treffer, Schaden.. Würfel, Daneben.. Würfel, Treffer, Schaden..
So zu spielen macht keinen Spass und ist auch nicht der Sinn von P&P. Man stellt es sich nicht richtig vor wie aus auf dem Handgemenge gerade zu geht. Aus einem Zahlengewitter kann man keine Szene ableiten.
In einer guten Gruppe wird jeder Schlag, jede Aktion und Reaktion vom Meister für die NPCs UND den Spielern für ihre Charaktere beschrieben. Jetzt mag vielleicht ab und zu eine Aktion gefordert sein, zu der es keine deutliche Regel gibt. Na und? Macht nichts. Regeln sind etwas zum Weiterentwickeln oder einfach mal zum Weglassen und Selbsterstellen.
Nur so macht Rollenspiel wirklich Sinn. Nur so kann man sich wirklich in die Welt hineinversetzen und seinen Charakter "leben" lassen.
Übrigens bin ich Meister bei einer Forgotten Realms Gruppe und spiele seit ca. 4 Jahren SR, AD&D und Mechwarriors.
Gruß,
Schwarzer Vogel
geschrieben von: winter solstice
Eines hat schwarzer Vogel noch vergessen: Die Spieler sind ebenso wichtig wie der Meister, soll heißen:
Wenn die Spieler nicht gescheit ihre Rollen spielen (und dadurch den Spielleiter unterstützen), kann der beste Erzähler nicht helfen.
1.) Am Anfang tendieren die meisten Gruppen dazu, übermächtige Superhelden zu erschaffen und nur PG (Powergaming) zu betreiben. In solchen Gruppen geht es hauptsächlich darum, so viel wie möglich herumzuschlachten und seinen Char so aufzumotzen, dass er gottgleich wird. Rollenspiel kommt dabei selten bis gar nicht vor.
Ebenso braucht Rollenspiel viel
2.) Konzentration
3.) Zeit
4.) Regelkenntnis (dass im Falle eines Falles keine Lücken entstehen)
5.) Improvisationsvermögen.
Eine RPG-Gruppe sollte sich auf diese 5 Punkte hin überprüfen, bevor sie das Spiel beginnt und Probleme wie PG schon im Voraus ausmerzen, indem sie sich darauf konzentriert, eben dieses nicht zu betreiben.
Greetings, Winter Solstice, 4 Jahre DSA-, 2 Jahre SR- und eine bisschen Vampire-Erfahrung.
Ach ja, eh ich's vergesse: Die Seite www.dsa-festung.de kann ich für SR- und DSA-Spieler (oder solche, die es werden wollen) nur empfehlen.
geschrieben von: maerchenmond
prinzipiell muß ich sowohl dir winter solstice und auch schwarzer vogel recht geben.
jedoch habe ich die erfahrung gemacht, daß pg "gar nicht so schlimm" sein muß. es ist unter rollenspielern immer echt verschrieen, was ich auch nachvollziehen kann, wenn es wirklich nur heißt: >wieviel ep's bekomm ich denn für den-und-den troll und reicht mir das, um das-und-das zu steigern?<
allerdings habe ich mit einer freundin mal ein experiment gewagt, in dem wir gesagt haben, wir geben allen unseren spielern vom beginn der chronic an mehr punkte zu verteilen, so daß die charactere doch recht mächtig wurden. natürlich haben wir die nsc's angepasst und siehe da, es kam eine wirklich tolle chronik bei raus, die auch heute (nach 2 jahren) noch lebt.
ich denke ganz einfach, wenn ein wenig auf das spiel an sich geachtet wird und die rollen weiterhin konsequent gespielt werden kann man auch durchaus mal ein wenig pg betreiben - vorausgesetzt, die spieler sind gut und erfahren genug dafür...
greetz, mämö, 7 jahre vampire, 2 jahre dsa, 1 jahr sr, nicht nenneswertes midgard ;) und 6 jahre live-rpg
geschrieben von: winter solstice
Das mag auf Vampire und SR nicht so große Auswirkungen haben (da die Charaktere da nicht allzu große Verbesserungen erfahren), ob man nun ein paar Punkte am Anfang mehr bekommt hat glaube ich bei diesen beiden Systeme keine schwerwiegenden Folgen.
Würde man das hingegen bei DSA machen (wohlgemerkt der 3. Edition *die vierte nicht mag*), würden extreme Superhelden dabei herauskommen.
Das, was ihr gemacht habt, maerchenmond, würde ich auf keinen Fall PG nennen :) , da es schließlich alle machen, und zudem mit Vampire. Die Systeme haben eine ziemlich unterschiedliche Anfälligkeit für PG *find*.
geschrieben von: deadsoul
Ich spiele grade in einer "unerfahrenen Gruppe" (auf die charaktere bezogen) mit langjährigen Rollenspieleren. Das heisst 80 Aufbaupunkte zu Anfang... (normal sind 120!). Das wirkt sich schon unglaublich auf's Rollenspiel ansich aus. Und der Urgrund für die wenigen Punkte lag bei verrutschen ins Powergaming!
(wobei wir wieder an dem punkt angelangt sind...)
Also ich finde schon, dass SR extrem PG- gefährdet ist..schon vom gesamten System her. Das ein paar Punkte bei SR generell nicht die Welt sind (aber sein können...) stimmt schon. Aber wenn man mal zusammenrechnet, was bei einer regelmässig spielenden Gruppe alles für Karma-Punkte ( - erfahrungspunkte) zusammenkommmen. In einem Monat kommt man schon schnell auf 16 Karmapunkte.
... ausserdem kannst du die Punkteverteilungen von komplett verschiedenen Systemen nicht vergleichen...
geschrieben von: Kerith
Wenn man ein Problem mit PG hat, sollte man einfach mal ohne EP, ohne Stufe, ohne alles spielen. Gut eignet sich dazu das IRC o.Ä., da man dort halt alles seine Handlungen gut beschreiben kann. Das hat zwar nichts _direkt_ mit z.B. P&P zu tun, fördert aber auf jeden Fall die Fähigkeit zu beschreiben, sich etwas vorzustellen und sich in seine Rolle hinein zuversetzen.
Einfach mal ausprobieren!
geschrieben von: winter solstice
Ein Monat ist ganz schön viel für ein Runner-Leben *ggg*. Und es kommt schon drauf an, was der spielleiter einen alles mit diesen 16 KP anstellen lässt. Zusätzlich kommt da noch die Ausbildungszeit... Ich würde schon sagen, dass SR weniger gefärdet ist.
Schließlich steigert man mit diesen 16 KP gerade mal eine Fertigkeit , sagen wir, von ST 6 auf 7 (angenommen, man hat mal wieder das zugehörige Attribut nicht auf der Stufe des neuen Fertigkeitswertes ;) ).
Ich bin das DSA-System der 3. Edition gewöhnt gewesen, bevor ich mit SR angefangen habe. Und in diesem Regelsystem werden die Protagonisten bei Stufenanstieg um einiges mächtiger als bei SR: Statt einer Fertigkeit werden da 25-30 angehoben (Zauber)! (Na gut, es gibt halt auch mehr...)
Deswegen komme ich zu dieser Aussage.
geschrieben von: deadsoul
okay, jetzt verstehe ich auch, wie du das meintest. :)
DSA kenne ich letztendlich auch nur grob..Irgendwie mochten wir uns noch nie so richtig. das system erschien mir so vorgestanzt.. festgelegt.
...das mit der Ausbildungszeit stimmt schon...vor allem im SR 3er System...
...bei SR sind Cyberware, Bioware und die ganze aufgemotzte Ausrüstung ziemlich gefährlich.. es ist teilweise schwer, da eine spielbare Harmonie zu finden. und die Regeln, die es beschränken sollen stören ebenfalls mehr Spielverlauf, als alles andere.
Da gefällt mir Vampire als pures system komischerweise schon besser...
Letztendlich hängt es wohl bei jedem System am Meister, dass er PG überhaupt nicht oder nur in Maßen zulässt bzw. das Rollenspiel ansich fördert...
geschrieben von: winter solstice
Ein wahres Wort, ein wahres Wort...
Das mit Vampire ist wohl so, weil bei Vampire weniger physische Ausrüstung wichtig ist. Macht sammelt man dort nur geistig, und die erfodert Erfahrungspunkte.
SR ist da schon anders, da muss ich dir Recht geben! Auch trotz hoher Verfügung, mit Geld geht da alles (wie im echten Leben :p ).
Hatte bisher aber noch net viele Probs mit Ausrüstung bei SR... Kommt wohl noch.
Scheint so, als wären wir zu dem Thema ziemlich einer Meinung ;)
Greetings,
winter solstice.
geschrieben von: deadsoul
och, wenn du möchtest, kann ich mir ein paar provokante sprüche einfallen lassen... ach ne wir sind ja nicht beim kaiser ;)
.. nein ich denke auch, dass wir ziemlich gleichauf liegen.. freut mich..:)
Wenn ich mich recht entsinne, gab es in den Einführungsworten von Vampire (- the masquerade) sogar mal einen Absatz über Würfel und Rollenspiel.
Prinzipiell sehe ich es ähnlich, wie dort beschrieben... Würfel stören das Spielgefüge nur. Jede Probe, jeder Kampf stört das Spiel immer wieder.
Bei SR kann man so kaum alle Regeln direkt einhalten ohne das Spiel zu stören.
..was noch ziemlich wichtig ist.. das umfeld... sozusagen das set und setting des rollenspiels *g* (nein, ich nehme keine drogen...)
set... innere stimmung des spielers.. persönliche konflikte, beziehungen innerhalb der gruppe, stress,... RPG darf nie stress bedeuteten.. wenn dann geistige entspannung von der restlichen welt..
setting... atmosphäre im "spiel-zimmer". musik, licht, trunk/gebäck,
nun ja.. aber das wissen die meisten ja bereits..
michael
|Unsere Gruppe sucht übrigens noch 1-2 neue Mitspieler (kein frischfleisch bitte) .. am besten nähe Hannover.. erfahrung ist erwünscht.. wir müssen das niveau mal wieder heben *G*|