Tage wie diesen sollte man eigentlich überspringen. Auch wenn seit Wochen nur noch Tage wie dieser sind.
Inmitten meiner chaotischen Wohnung versuche ich ein bisschen in mir selber zu ruhen. Ich schalte die Stereoanlage ein und beschließe mich mit ein paar guten Oldies in Stimmung zu bringen. Rod Stewart singt „Sailing“ und statt es zu genießen schweifen meine Gedanken gen Selbstmitleid. Nein danke! Eigentlich wäre mir jetzt sehr nach Nightwish, aber mein CD-Player ist im Arsch und außer Musik voll schwermütiger Erinnerungen oder schwülstigen Texten findet sich nichts in meiner Kassettensammlung. Was soll´s, ich habe eh genug zu tun. Von plötzlicher Motivation gepackt beschließe ich mein Wohnzimmer weiter zu streichen. Irgendwann muß es ja mal fertig werden. Erst noch eine Zigarette, dann widme ich mich der Dose mit schwarzem Lack und streiche hingebungsvoll meine Tür. Ultravox erinnern mich an verliebte Augenblicke und ich steige lieber um auf NDW. Schon besser. Mit Peter Schilling im Ohr werden die Farbstriche kraftvoller. Die Tür ist fertig und gefällt mir richtig gut. Eigentlich müsste ich jetzt die Fenster fertig machen. In einem Anflug von Schlaflosigkeit nach einer langen Nacht hatte ich die Scheiben vorige Woche schwarz gestrichen, Tageslicht macht Kopfschmerzen. Trotz aller Versuche deckt die Farbe einfach nicht und ist fast leer. Sprühlack kommt mir in den Sinn. Eigentlich müsste mein Geld noch reichen. Na gut, dann also raus in die verrückte Welt. Ich angle nach meiner Jacke und werfe einen Blick in den Spiegel. Der Pullover passt nicht zum Samtrock und die grünen Haare sehen scheiße aus. Was soll´s. Meine wechselnde Haarfarbe gehört zu den wenigen Dingen, die mir noch Freude machen. Trotzdem kommt ´ne Mütze drüber, ist eh ziemlich kalt draussen. Eine Strähne darf rausgucken um zweckmäßig ein jungfräulich sprießendes Pickelchen auf der Stirn zu überdecken. Und ich dachte das hätte ich hinter mir. Noch schnell eine Ladung Wäsche in die Maschine, ein Räucherstäbchen an und raus. Als die Tür hinter mir zugefallen ist führe ich in Gedanken gerade eine Inventur durch und bemerke ein fehlendes Utensil. Wenigstens nicht erst auf der Strasse. Also zurück in die Wohnung. Auf dem Bett liegt einsam meine Davidoff-Schachtel. Nachdem ich mir eine Kippe angezündet habe lasse ich sie liebevoll ich die Jackentasche gleiten und trete nun entgültig den Marsch nach draußen an. Meine Strasse liegt verlassen und neblig da, ein schönes Bild. Die Luft riecht frisch und kalt. Ich wandere in Gedanken versunken die 300m zur Tram-Station. An der Hauptstrasse hat mich die Realität wieder. Brummende Motoren, Menschenstimmen, deren Besitzer sinnlos kommunizieren und in mir wächst Aggression. Noch eine Kippe. Zur Hälfte schaffe ich sie, bis die Bahn kommt. Bloß rein, damit ich es schnell hinter mir habe. Eine fette Frau mit Bulldoggengesicht keift etwas von „Zuerst aussteigen lassen“, bis sie mein bitterböser Blick aus schwarz umrandeten Augen trifft, der ihr die Motivation nimmt mich weiter zu belegen. Ich quetsche mich zwischen Einkaufstaschen und quäkende Bälger und starre aus dem Fenster. Zum Glück nur zwei Stationen. Raus und erst mal durchatmen. Kippe! Weitere 200m zum Einkaufszentrum. Ums Haus herum ist der Laden. Teppich & Boden. Naja, klingt gut. Nach 3 Minuten stelle ich fest, dass dieses Scheißding keinen Sprühlack führt. Dann eben eine neue Dose zum streichen, den Weg hätte ich mir sparen können. Mit letzter Hoffnung quäle ich mir ein Lächeln zurecht und frage den Verkäufer, wo ich denn wohl Sprühlack bekommen könnte. „Im Baumarkt!“ Ach nee... Ist hier in der Gegend etwa ein Baumarkt?? Für diese Antwort wünsche ich ihm insgeheim die Pest an den Hals und schleppe mich nach draußen. Mir ist warm, die Mütze hätte ich lieber zuhause gelassen. Na wenn ich schon mal hier bin kann ich auch gleich noch ein paar Getränke für´s Wochenende holen. An der Treppe klingt mir Weihnachtsmusik entgegen. Plötzlich bekomme ich große Lust loszuheulen. Ich fühle mich versucht einer Mutter mit Kind pathetisch darzulegen, wie wichtig Weihnachten für Kinder ist, als das Balg krähend auf einen Stand mit Pokemon-Kuscheltieren losschießt. Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir eine Schrotflinte! 10 Minuten später stehe ich wieder an der Luft und begebe mich zurück in Richtung Tram-Station. Meine Lunge flirtet telepathisch mit der Zigarettenschachtel in der Jackentasche und kommt in Konflikt mit meinem Bedürfnis nach Ruhe, als die Bahn schon abfahrbereit dasteht. Letzteres siegt und ich sprinte ein paar Meter, um mich im letzten Augenblick in den hintersten Wagen zu quetschen. Ein hässlicher Köter starrt mich stumpfsinnig an. Mein Blick wandert höher zu seinem Besitzer, über Stiefel die meinen ähneln, über Kleidung, die das gar nicht tut bis zu einer wunderhübsch polierten Spiegelglatze. Super... Mein zärtlicher Blick spricht Bände und ich bin froh, dass die Fahrt nur ein paar Minuten dauert. Schnell über die Strasse, dem Chaos den Rücken zugewendet und die wohlverdiente Zigarette. Ich biege in meine Strasse ein, in der die Zeit stillzustehen scheint. Neblig, verlassen... Ein Lächeln huscht über mein Gesicht und für den Augenblick bin ich sehr zufrieden. Das Haus in dem ich wohne strahlt Ruhe aus. Ich schließe die Wohnungstür auf, schnuppere Weihrauch. Home sweet home… die Unordnung ignoriere ich, schalte den Rechner ein und beginne zu schreiben...
geschrieben von: MontPèlerin
Hi,
danke für diese nette Prosa und das Lächeln in meinem Gesicht.
Grüße
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MontPèlerin
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res severa est verum gaudium
Im Ernsthaften liegt die wahre Freude
geschrieben von: Nihasa
Oh wie schön! Genau das hab ich jetzt gebraucht. Danke.
Bei deiner Geschichte mußte ich immer wieder an die Unordnung in meinem Zimmer denken, die ich jetzt schnellstmöglichst beseitigen werde. Natürlich mit einem Räucherstäbchen und meiner Lieblingmusik in den Ohren, denn mein CD-Player ist nicht kaputt. ;-)
Einen schönen Abend noch, Nihasa
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Der Mond ist majestätisch
Und so wunderschön.
Bitte lass mich heut
Mit ihm untergehn.
Damit mich die Nacht
So dunkel und rein
ganz verschlingt
ich will eins mit ihr sein.
geschrieben von: Lestat van Szista
Hallo Feuertanz!
Vielen dank für den einblick in einen Tag wie diesen.
Ich hab mir selbst an diesem Tag ruhe vor mir, ruhe vor anderen, ruhe vor allem gegönnt. Ich hab ein Kaminfeuer und viele Teelichter gezündelt. Ich weiß gar nicht wie lange ich vor dem kamin gesessen habe, 1,2,3 stunden? spielt auch keine Rolle. Ich hab mir die Kerzenlichter angeschaut und versucht sie mir zu beschreiben. Wann macht man sowas schon mal. Ich habe mir vorgestellt wie es wäre, wenn ich jemanden diese Flamme erklären müßte, jemanden der noch nie eine Kerzenflamme, oder Feuer gesehen hat. Es war echt ein merkwürdiges, doch aber auch schönes Gedankenspiel.
...Das hab ich an einem Tag wie diesen gemacht...
LvS ^^v^^
geschrieben von: Chiara
Hallo Feuertanz...
es klingt sehr schön,was du da geschrieben hast.
Nunja...ich danke Dir für diesen beitrag,er macht einen nachdenklich...ich werde mich wohl auch gleich zurück ziehen...um einfach nur mal darüber nachzudenken.
Lieben Gruss:Chiara
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Das Leben ist nur ein Traum auf den Weg in den Tod!
Hm is doch cool wen man seine eigene 4 Wände hat in die man flüchten kann, besonders wen man von solchen Schleimern den Tag über angemotzt wird:-(
Gruss Joe
geschrieben von: Stadtphilosoph
Ich stehe morgens auf, geweckt von heiteren Melodien die so gar nicht meiner Stimmung entsprechen. Ich denke mir: "Scheiß Radio-Wecker!" und sehe auf dem LCD-Display, dass ich mir vorgenommen hatte, eine halbe Stunde früher als normalerweise aufzustehen, weil ich sonst meine Sachen für die Schule nicht mehr packen kann. Nur hab ich in weiser Vorraussicht meine Tasche schon am Abend vorher gepackt. Klasse.... Nur den Wecker hab ich nicht umgestellt....
Rein in meine Klamotten, schnell noch die Sachen für den Sportunterricht zusammengepackt und dann nach unten, raus aus meiner warmen Höhle. Am Früstückstisch, treffe ich dann alle aus meiner Familie an. Meinen wirtschaftsbessesenen Vater, meine vom Putzfimmel geplagte Mutter und meinen Bruder, der inzwischen so von der Gesellschaft geprägt ist, dass er aus Gruppenzwang angefangen hat zu rauchen....
"Toll!" denke ich mir...
Stürze schnell die Tasse Tee hinunter die an meinem Platz steht und packe dann die Schulbrote ein, die meine Mutter jeden Morgen schmiert, weil ich zu faul dafür bin. Gehe dann mit meinem Bruder aus dem Haus und sage Ihm zum tausendsten Mal, er solle mit dem Rauchen aufhören, wobei ich ihn mit lüsternem Blick um eine Zigarette anschnorre. Tolles Vorbild. Wir gehen die 2 Minuten zur Bushaltestelle. Diesen Weg bin ich seit 1 1/2 Wochen nicht mehr gegangen. Vielleicht hätte ich doch besser zuhause bleiben sollen, denke ich mir als ich die Trostlosigkeit der Straße vor mir sehe. Die Krankenbescheinigung vom Psychater hat mir doch geholfen mich ein wenig von dem Druck der auf mir lastet zu entspannen. Naja was solls...
An der Bushaltestelle freue ich mich über ein nettes Gesicht und man sagt mir, dass man sich freue mich zu sehen. Wenigstens ein Lichtblick, nachdem meine mutter mich heute morgen angemault hat, ich solle sie doch mit meiner ewigen Schwarzmalerei in Ruhe lassen. Dann steige ich in den Bus, der nach ein paar Minuten antrudelt und setze mich hinten auf einen Vierer, den ich mir regelmäßig mit einer Bekannten teile. Gut. Wir reden über ihr Kunstbild was sie morgen abgeben muss und ich gebe ihr einige surrealistische Vorschläge was sie zeichnen könnte. Leute gucken mich wie immer doof an, als ich anfange von Dingen zu reden, die sie nicht verstehen. Schon sind wir am Bahnhof und ich mache mich mit Anja zusammen auf den Weg, der durch den Bahnhof nach oben zu den Schienen führt. Ich zwänge mich an grauen Schatten vorbei, die ich kaum noch als Personen warnehme. Angekommen in der Schule, freue ich mich richtig darauf, dem ersten der mir querkommt, so richtig über den Bart zu fahren, was auch prompt passiert als die gesamte Raucherecke auf einmal Zigaretten von mir haben will. Ich fang an rumzumaulen, als mich ein Assi nach ner kippe fragt, obwohl er weiß, dass ich ihm sowieso keine abgeben werde. Er schreckt vor mir zurück. So eine Explosion hätte er nämlich nicht erwartet. Naja, was solls. ich ziehe noch einmal an meiner Zigarette und gehe dann richtung Deutsch LK. Die meisten Leute sind erstaunt mich wiederzusehen, weil sie mich das letzte mal gesehen habenm, als ich vor 2 Wochen die Bio-Klausur nach 10 Minuten abgegeben hatte, ohne was zum thema zu schreiben. Die Deutschstunde verläuft ohne Probleme und ich beteilige mich sogar so am Unterricht, dass ich nachher ein Lob von meiner Betreuungslehrerin bekomme. ich rede noch ein wenig mit ihr über die verhaltensstörung, die mir vom psychologen am wochenende attestiert wurde und mache mich dann auf den weg in die große pause....
Nachdem ich meine Zigarette geraucht habe, setze ich mich in den Computerraum. während ich im internet meinen interessen nachgehe, werd ich auf einmal von zwei leutem aus meiner stufe angesprochen, ich solle doch bitte den platz räumen auf dem ich sitze, weil sie etwas für den unterricht tun müssten. Nett verweise ich sie auf den rechner der neben mir ist und der anscheinend unbesetzt ist. als prompte antwort kommt: "Wir brauchen aber deinen Stuhl, weil da keiner ist!" Ich denke mir: Arrogante Arschlöcher. Gleichzeitig erzähle ich ihnen klar und deutlich, dass es mich eigentlich nicht interessiert ob sie meinen Stuhl haben wollen oder nicht, weil noch genügend andere im raum rumstehen, sie aber zu faul sind, sich dorthin zu bemühen und diese zu organisieren. In ihrer Ehre gekränkt, suchen sie sich jemand anderen doofes, der sich von ihnen rumkommandieren lässt. auf einmal kommt mein informatiklehrer und fragt mich, wie es mir geht und ob ich den eine freistunde hätte. ich anworte ihm und er meint: "Da du ja jetzt so lange nicht mehr da warst, musst du mal schaun, wie du dich in den unterricht wieder einfinden kannst... ich helf dir dann wenn du probleme hast..." Als ich das letzte mal in seinem unterricht war, hat er mich noch wie ein kleines kind gesondert gesetzt, nur weil ich in seinem unterricht nicht aufgepasst habe. Muss man erst in einem brief schreiben dass man suizidgefährdet ist, damit lehrer merken, dass es einem scheiße geht? Ich mach mir nichts draus.... in der 5ten steh ich vor meinem geschichtsraum und niemand is da... als ich über den schulhof zum vertretungsplan gehe, treffe ich zufällig meinen geschichtslehrer und frage ihn ob der unterricht ausfällt. ich krieg mitgeteilt, dass eine beruforientierungsveranstaltung in der aula stattfindet, aber warum hat mir davon niemand etwas gesagt? ich schleppe mich die treppen hoch und sehe alle sind schon da... setze mich zum rest meiner stufe und lausche zwei netten personen die mir was über persönlichkeitsfindung im vorprogramm der uni erzählen. wenigstens ist es ein wenig interessant und ich bleibe. letzte stunde sowi und das erste was der lehrer fragt, ob ich denn meine klasusur nicht haben möchte die ich vor 2 wochen geschrieben habe. Ergebnis : 5 + , na super. nach der stunde rede ich mit ihm, erzähle ihm von meiner sogenannten verhaltensstörung und sage ihm er solle mal mit meiner BT-lehrerin reden. ich verziehn mich wieder in den computerraum und fange an zu tippen, als ich im nachtwelten-forum einen Tagesbericht entdecke.........
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"Schmerz, der nicht spricht, erstickt das volle Herz und macht es brechen."
"He thinks too much... such men are dangerous."
Beide Zitate von William Shakespeare (1564 - 1616)
geschrieben von: Black Diva
Weist du Stadtphilosoph, ich habe mich immer gefragt wie du so deinen tag über die Runden bringst naja das weis ich ja jetzt........!an Feuertanz: Interessant wie andere Leute so ihren Tag verbringen, wirklich sehr interessant wollt ich schon immer wissen,eine wirklich sehr interessante geschichte du scheinst Humor zu haben!!!!Übrigens bei OBi gibst auch schwarze Sprühlackfarbe, sogar ziemlich billig!!!!Nur so'n Tip! So das wars jetzt von mir, bin übrigens zur Zeit krank geschrieben, also schöne zeit zur Zeit (geiles Deutsch)!!!!
geschrieben von: YelArizel
Ich bin auch gerade aus der Stadt wiedergekommen... Dir ist es gut gelungen das ganze Geschehen einzufangen...
Ansonsten kann ich mich nur MontPèlerin anschließen und mich bei dir für mein lächeln bedanken.
Gruß
YelArizel
geschrieben von: Dunkellicht
Die Geschichte von Feuertanz spricht mir aus der Seele! Einfach genial und mit genau dem richtigem Humor versetzt.
Ging mir richtig gut als ich diese Geschichte gelesen habe. Danke.
Danke auch an Stadtphilosoph...
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Die Erde ist von einer Krankheit verseucht die sich selbst Menschheit nennt.
Eine Lebensform die sich zu viele Dinge anmaßt.
Gedankenlos, Unbarmherzig und voller Naivität und Dummheit.
Die Trauer die mein Herz erfüllt...
geschrieben von: DuNkelHeRz
Feuertanz,
nette geschichte http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif ... irgendwie müsste ich mir auch einmal die zeit nehmen ein paar tage niederzuschreiben..... manche wären bestimmt auch ganz amüsant .....
aber ob ich hierzu mehr ansporn finden würde als zu meinem buch weis ich nicht... vieleicht verusche ich es ja einfach mal ....
(An dieser Stelle auch mal ganz lieben Dank für das viele Lob *sniff*, vielleicht nehme ich das mit dem Buch wirklich irgendwann in Angriff http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif)
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...Fire Walk With Me...
[Dieser Beitrag wurde von Feuertanz am 20. Dezember 2001 editiert.]
geschrieben von: DuNkelHeRz
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Feuertanz: (viiieeeel reicher und berühmter als die Harry-Potter-Tusse)[/quote]
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Feuertanz: (An dieser Stelle auch mal ganz lieben Dank für das viele Lob *sniff*, vielleicht nehme ich das mit dem Buch wirklich irgendwann in Angriff http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif) [/quote]
ich habe es schon in angriff genommen, nur fehlt mir die notwendige zeit, um weiterzuschreiben und vor allem alles noch zu überarbeiten.... http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif
naja... irgendwann gehts bestimmt wieder weiter...
ich glaube aber du könntest wirklich etwas schreiben. ich meine ich finde deine "geschichte aus der realität" ist mal sehr schön geschrieben http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif !
beste wünsche
DuNkelHeRz
geschrieben von: Feuertanz
Haaaach.... danke.... so langsam bin ich wirklich gerührt... http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Aber mal im Ernst. Ich weiß, daß ich es könnte, das weiß ich seit Jahren und ich habe dutzende wirklich guter Story´s im Kopf, aber sobald es um die Umsetzung geht... Ich bin eben unglaublich faul http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif
Ausserdem hab ich nichtmal nen eigenen Rechner, den warte ich erstmal ab, dann schau ich weiter! http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
schreibst du öfters mal etwas oder war das nur mal so ?
ich finde du konntest die gefühle schön zum ausdruck brigen und das ist schon wirklich viel wert http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif ...
beste wünsche
DuNkelHeRz
geschrieben von: Feuertanz
Nun ja, ich schreibe viel Tagebuch, setze mich sehr intensiv mit Psychologie auseinander. Lese aber keine Fachliteratur sondern experimentiere und beobachte selber, darüber schreibe ich. Nicht trocken, sondern auf Gefühlsebene. Ansonsten kommt mir von Zeit zu Zeit die Idee zu einer Geschichte, die ich dann aber meistens nur in Stichpunkten ausarbeite und dann die Lust verliere. Nur ab und zu packt es mich dann halt und ich muß schreiben. So wie es hier war. Ich glaube aber sobald ich den eigenen Rechner habe, werde ich mich mal ans Werk machen. Soviel Zuspruch motiviert http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
~Feuertanz~
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...Fire Walk With Me...
geschrieben von: beteigeuze
manchmal glaube ich, ich hätte keinen rechner...
man schreibt einfach zuviel müll...
und ausserdem isses mit der halbwertzeit des geschriebenen sone sache...
und dann wieder lässtz es sich viel zu schnell löschen...
ich schreibe halt manchmal mittem rechner, gedichte und so, und mnachmal mit der hand, und eigentlich hätte ich am liebsten alles dokumentenecht auf papier, schreib manches aussem rechner ab und sobla
hauptsache, überhaupt schreiben...
yeah, so isses, gleichzeitiges posting...
"tagebücher" landen auf dem rechner, prinzipiell, aber echte tagebücher sind das nicht, mehr so... erbrochenes...
tagebücher würd ich verschliessen...
und irgendwann in stahlbeton bannen...
[Dieser Beitrag wurde von beteigeuze am 20. Dezember 2001 editiert.]
geschrieben von: Feuertanz
Mein Tagebuch liegt auf dem Nachttisch und wartet auf meine Gedanken, die fröhlichen, die traurigen. Und das schönste ist, dieses Büchlein hat schon zwei intensive zerbrochene Beziehungen miterlebt und zeigt mir, daß es immer weitergeht http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Wenn du schreiben willst, dann schreib. Ich glaube etwas besseres kann ein Mensch nicht tun, um mit sich selber im Reinen zu bleiben.
Gedanken kann man leicht verlieren, wenn man sie nicht niederschreibt. Was bleibt ist dann nur die Gewissheit einer Erkenntnis, die man nicht zurückholen kann. (oder anders gesagt, man macht die gleiche Scheiße von Neuem, obwohl man eigentlich längst begriffen hat, was falsch läuft http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif)
~Feuertanz~
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...Fire Walk With Me...
geschrieben von: DuNkelHeRz
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Feuertanz: Gedanken kann man leicht verlieren, wenn man sie nicht niederschreibt. Was bleibt ist dann nur die Gewissheit einer Erkenntnis, die man nicht zurückholen kann. (oder anders gesagt, man macht die gleiche Scheiße von Neuem, obwohl man eigentlich längst begriffen hat, was falsch läuft http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif) [/quote]
ja... das kenne ich leider nur zu gut... vieleicht hilft es wirklich es niederzuschreiben, aber meist lese ich dann solche zeilen und denke darüber nach ob es überhaupt sein kann....
ich weis ich denke zu viel, und das ist nicht gut.... vieleicht könnte ich ja die gedanken besser ordenen, wenn ich alles einfach immer aufschreiben würde...
vieleicht würde dann auch das gefühl verschwinden, das nichts in meinem leben passiert.... es kann so vieles sein, was geschieht und mir doch vieleicht viel zu wenig bedeutet...
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Feuertanz: [...] (oder anders gesagt, man macht die gleiche Scheiße von Neuem, obwohl man eigentlich längst begriffen hat, was falsch läuft http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif)
~Feuertanz~
[/quote]
...dannmachichwasfalsch
geschrieben von: Dunkellicht
ICh weiss nur eins:
BITTE BITTE! SCHREIBT MEHR!
und tut das hier rein...
Und Dunkelherz:
wenn dein Buch fertig is, ich nehme ne Kopie http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
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Die Erde ist von einer Krankheit verseucht die sich selbst Menschheit nennt.
Eine Lebensform die sich zu viele Dinge anmaßt.
Gedankenlos, Unbarmherzig und voller Naivität und Dummheit.
Die Trauer die mein Herz erfüllt...
geschrieben von: Nihasa
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Dunkellicht: ICh weiss nur eins:
BITTE BITTE! SCHREIBT MEHR!
und tut das hier rein...
Und Dunkelherz:
wenn dein Buch fertig is, ich nehme ne Kopie http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
[/quote]
Quote!
Ich schreibe auch manchmal irgendeinen Tag nieder und dann lese ich mir alles noch mal durch und schon ist alles wieder gelöscht. Ich habe wirklich Respekt vor Feuertanz und Stadtphilosoph.
DuNkelHeRz hast du nicht auch noch eine kleine nette Geschichte?
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"Der Erfinder der Wahrheit war ein Lügner"
Friedrich Nietzsche
geschrieben von: Stadtphilosoph
Es war sommer und die temperaturen lagen knapp unter dem punkt, wo leute sich dazu entscheiden, den ganzen tag im freibad zu verbringen. Nachdem er aufgestanden was, nahm er sich die zeit und für ein langes ausgiebiges frühstück, wozu man sonst ja nicht viel gelegenheit hat. Da saß er nun am gedeckten tisch, die vögel zwitscherten, die sonne schien und er dachte so für sich, dass dies eigentlich der perfekte tagesbeginn für jeden tag im jahr wäre, wenn man sich nur zeit dafür nehmen könnte. seine eltern waren für eine woche nach frankreich gefahren und er hatte das ganze haus für sich alleine. die ganze szenerie war so berauschen, dass sie ihm irgendwie unwirklich erschien, obowhl er auch nicht erklären konnte warum. Langsam griff er in die tasche seines morgenmantels und holte eine packung zigaretten heraus. selbst die Folienverpackung glitzerte bei so einem starken sonnenschein. er zögerte einen moment und steckte die packung wieder zurück und, obwohl er doch den starken drang hatte zu rauchen, fühlte er sich gut dabei. er schlug die augen auf, inhalierte noch einmal kurz das nikotin, dass jedesmal ein schwindelgefühl bei ihm verursachte und drängte sich an menschenmassen vorbei aus der hektischen bahnhofshalle. als sie ihn zur begrüßung umarmte, wußte er, dass ihm ihr lächeln die kraft für den rest des tages wiedergegeben und er nicht umsonst geträumt hatte, denn die hoffnung in ihm hatte überlebt...
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"Schmerz, der nicht spricht, erstickt das volle Herz und macht es brechen."
"He thinks too much... such men are dangerous."
Beide Zitate von William Shakespeare (1564 - 1616)
geschrieben von: Colonaell
Gleich eines vorneweg, ich erhebe nicht den geringsten Anspruch darauf Feuertanz's Meisterwerken etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen, aber warum soll euch die Schönheit von München erspart bleiben *g*
Der Wecker ist aus, vorerst... 9 Minuten, das gleiche Ritual... (der Wecker hat ein schreckliches Geräusch, aber bevor ich das Risiko eingehe von einer Boygroup geweckt zu werden...)
Eigentlich wollte ich früh aufstehen, frühstücken und so... Mittlerweile ist es 07:00, ich blinzel ungläubig... Wie oft habe ich den Wecker geschlagen... Kommt hin...
Schnell ins Bad (Hurra, es ist mal nicht durch meinen Mitbewohner belegt)...
Loshetzen... Da fehlt doch was, rein in die Wohnung, ohne Discman geh ich nicht aus dem Haus... Akkus sind voll, Ersatz ist dabei, passt....
Ein Blick hinein "Das Ich - Re Laborat", ein zufriedens Lächeln, DAS brauche ich jetzt http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Raus auf die Straße, hurra, ein nerzmantel prallt mit mir zusammen, leicht entrüstetes Gesicht, was sehr schnell zur Angstfratze mutiert.... Im Hörer dröhnt es "Gottes Tod" Genau... Das Gesicht zur Faust geballt schiesse ich mir meinen Weg zur U-Bahn mit Blicken frei...
Warten... warten... Blick zur Uhr *sch**** den Bus krieg ich wieder ned ("Wegen Behinderungen kommt es auf der Strecke U6 Klinikum Großhadern richtung Kieferngarten zu behinderungen...", aaah, mal ganz was Neues, dafür zahl ich doch gern 2€ pro Fahrt)... Aggression wird aus einem dumpfen Hintergrundsgefühl zu einem allgegenwärtigem Rausch... Die Leute meiden mich mittlerweile ganz, nein, eine U-Bahn, sogar die Richtige...
Muß mein Glückstag sein, und grummele in mich hinein. In der U-Bahn Stille, schön daß man sich auf einige Dinge verlassen kann, München war schon immer eine sehr offene Stadt... Egal, ich hab meinen Discman, mein Blick schweift über die Gestalten, nein mein Interesse jemanden von denen kennenzulernen hält sich, wie sonst auch, arg in Grenzen...
Ein wunderschöner Arbeitstag beginnt...
Rechner an, Mailcheck... Kein Schwein schreibt mir, na das kennt man ja...
Outlook auf, 10 neue Nachrichten....
Aha, 4 Spaßmails *löschen*, 2 Autounfälle, ein Licht das brennt, und Umstrukturierung die 30. (sie haben wiedereinmal eine neue Abteilungsbezeichnung, einen neuen Vorstand, sehen sie opti... bla bla)...
Man sollte HVB als Wirtschaftsspiel rausbringen, gewinnen tut der mit den meisten "Task Forces" und "Arbeitskreisen" bei den meisten Umstrukturierungen...
Die Kollegen glänzen wieder mit verbalen Glanzleistungen, wenigstens hat der rechner ne Soundkarte, und meine Kopfhörer schotten gut ab...
Das Ich hat ausgedient, etwas Besinnliches wie Camouflage kommt zum Einsatz, ein bisschen programmieren, ein bisschen fluchen...
Mittagspause, nach 3 Überredungsversuchen gebe ich auf, und schließe mich der krakeelenden Meute an...
Was gibt es: Gulasch (das gabs doch schon vor 2 Tagen), Milchreis *urgs* und als Wok-Gericht: Pizza (wie macht man eine Pizza im Wok??!)... Pest oder Cholera... Na das Gulasch war nicht schlecht, also her damit...
Das Essen reingestopft, dann lustiges beisammensitzen mitten in der überfüllten Kantine, endlich, man lässt mich raus, und ich kann wieder zu meiner wahren Liebe fliehen, meiner Musik http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
Der Tag zieht sich hin, wieder ein bisschen codieren (was man als Programmierer nicht alles muß), surfen... Aaah, der gateway ist wiedereinmal tot, Flug mit Diskette nach Amerika zum Webserver geht schneller....
Gut surfen ist eh nicht, also mailen "Abesenheitsmeldung: .." Ok, dann halt nicht...
16:00, der hammer fällt, Feierabend....
Gleiches Prozedure auf dem Rückweg, Schulschluß, Kiddies mit Arsch in der Kniekehle hinter mir im Bus... Mein Discman gibt sich alle Mühe, aber es dringt immer wieder ein "ey krass, woasd" an mein Ohr...
Nein ich bleibe ruhig, Gewalttaten werden gesellschaftlich geächtet...
Endlich daheim, Musik aufdrehen, hinlegen, entspannen... 21:00 Wie, ich war eingeschlafen? Egal, also schnell ins Bad, kurz mailcheck (immer noch nix), ab ins Bett, mit unverhohlener Vorfreude auf den nächsten Tag in Checkertown....
Tja, allen Glückwunsch die bis dahin durchgelesen haben, aber mehr gibts ersteinmal nicht, ich habe Mitleid ;-)
Col O'Naell
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-=oO0° We see the star's eternal distance, as we reach out to take them home... °0Oo=-
6.00
*vibrier*ratter**piep*
hinter mich greif und als erstes handy auf dem boden schmeiß
*shit*
ok aufheb... *schnarch*
"...illst du heut nemme aufstehen oder was?"-"hmm wie....nein 6.30, wieder verschlafen..."
ok unter die Dusche quäl kaum aus der Dusche drausen wird man als erstes wieder ma von einem Wesen namens Vater angemeckert... TOLL das kann ich jetzt brauchen....
ok los gehts.... ins auto gepackt und los
Stau wie kanns anderst sein, grimmige Gesicher aus jedem Auto die wieder nicht verstehen können wie man soooo laut musik hören kann, egal kippe rausgeholt und die suche nach dem feuerzeug beginnt.... *huuuuup* hä was? oh es geht weiter... 5 meter ... ok dann nehm ich eben den anzünder vom auto ... kaum an schon is se wieder aus die hälfte hängt am anzünder und ein kleiner überrest an meiner kippe toll... egal der zweite anlauf klappt... endlich in stuttgart angekommen parkplatz gefunden gehts los zur körperwelten ausstellung... am eingang engekommen strahlt mir ein schild entgegen " Rauchverbot! " ok damit hatte ich gerechnet, schnell noch ne kippe und schon sehe ich das nächste schild..."mindestens 1 h wartezeit" ok nachdem ich den andrang der elute sehe drück ich mich schnell rein und geh an die kasse ok schülerausweis is daheim .. dann halt 3 € mehr... nein eine schachtel kippen weniger...
als ich endlcih in der aussellung war schau ich auf die uhr was sehe ich 10.30... toll -> in ner halben stunde darf ich wieder gehen....durchhertz um wenigstens die hälfte gesehen zu haben und wieder raussürm wo sich die schlange bereits auf mindestens 500m verländert hat... ins auto und in die schule ... endlich angekommen. 12.10... nein scheiß ich wollt mir vor der bioarbeit doch noch mal was anschaun... zu spät und rein gehts...
und was kommt wohl drann? genau..
ok heimwärts in die vertrauten 4 wände und vor die glotze... noch eine anzünden und nen brot in den mund stopf..... auf die uhr schau Fuck engeschalfen schon wieder 18 uhr an den pc sitz und anfang des forum zu lesen...
mfg Nevi
geschrieben von: devotion
Tage wie dieser .....
.... sind so schön, dass man sie nie vergisst.
Es ist etwa 8 Uhr. Durch das weit geöffnete Fenster klingt Musik herein. Klassische Musik. Leise Flüche ob des Geisteszustands gewisser Musikliebhaber werden laut. Vorsichtig kuschle ich mich aus den Armen des Freundes, mit dem ich den oberen Part eines stabilen Doppelstockbettes geteilt habe. Ich sehe mich um. 12 Schlafgelegenheiten, doch übernachtet haben in diesem Raum fast 20 Personen. Ich lächle. Eng ist gemütlich. Die meisten schlafen noch. Auf dem Weg zum Ausgang streiche ich hier eine Haarsträhne zurück, gebe da einen Kuss auf die Stirn oder wechsle ein paar flüsternde Worte. Derweil klettere ich über Berge von Gepäck und Stiefeln. Auch im Vorraum schlafen einige auf dem Boden. Zum zweiten Schlafraum brauche ich mich gar nicht erst durchschlagen, er ist total verbaut. Aus der Küche dringen jedoch schon Wohlgerüche. Etwa 5 Unermüdliche bereiten Frühstück für die 40 Schläfer vor. Auf meinen verschlafend-fragenden Blick hin wird mir grinsend eine Kaffeekanne gereicht. Immer mehr erwachen, stellen sich bei den sanitären Anlagen an, die diesem Besuchersturm nicht gewachsen sind oder unterhalten sich träge. Ein Blick auf den sonnendurchfluteten Hof dieses Gasthauses am Ende der Welt offenbart ein Schar Autos, die wie eine Herde moderner Tiere beieinander hockt. Nur die Kennzeichen verraten, dass deren Heimatställe Hunderte von Kilometern voneinander entfernt liegen. Bei einem Wagen stehen die Türen offen, dieser verbreitet also die Fetzen klassischer Musik. Wieder ein Lächeln. So typisch. Gestern Abend lief noch alles, was das schwarze Herz begehrt, Mittelaltermusik, Metal und sogar elektronische Klänge, doch heute früh ist es Klassik, nun gut. Im Gemeinschaftsraum ist eine bunte Mischung von Menschen versammelt. Schmunzelnd mustere ich sie. Schwarze Abendkleider treffen auf profanen Freizeitlook. Schmusende Paare allen möglichen Geschlechts und in wechselnder Besetzung. Man kennst sich lange und gut. Die meisten zumindest. Die Neuen staunen ein wenig ob der Liebebedürftigkeit. Wie viele Monate haben wir uns nicht gesehen? In einigen Fällen waren es gar Jahre .... Und manche werden uns ganz verlassen, zumindest vorläufig .... Ich werde ernst und gedenke derer, die diese Gruppe für immer verließen. Doch dies ist keine Zeit für trübe Gedanken. Wir sind zusammen, jetzt und hier. Und wir feiern das Leben. Ich sehe nun wieder lächelnd die Freundin, die über ihren Bauch streicht. Wir werden bald wieder Zuwachs haben. Das Leben geht weiter. Und so ziehen wir später durch die Straßen einer nahe gelegenen Kleinstadt. Schwarze Gewänder, Leder und Samt, Schellengeklimper und doch dazwischen auch immer wieder unsere bunteren Freunde. Eins trotz oder gerade wegen unserer Vielfältigkeit. Und doch so anders, dass uns viele taxierende Blicke folgen. Am Abend werden die Würfel gezückt, was wären wir ohne unsere Spiele? Gelächter und Spaß, während einige sich als Hobbyköche versuchen und die Küche mit ihren schier unerschöpflichen Vorräten plündern. Schinkennudeln mit Met, Schwerter an der Wand gelehnt. Wärme und Geborgenheit. Gespräche mit Tiefgang und Albernheiten ohne Ende. Und doch holt einen irgendwann die Müdigkeit ein. Ich schleiche mich ins Bett, wissend, dass ich irgendwann Gesellschaft bekommen werde. Wie immer, egal wo, scheinen auch dieses Mal Schlafstellen Mangelware zu sein, doch wir sind ja flexibel. Jemand zieht meine Decke zurecht, streicht mir übers Gesicht. Eine Umarmung später in der Nacht. Die Schlafgeräusche von fast 20 Menschen auf engstem Raum. Und glücklich. Bis zum nächsten Mal. Irgendwo in Deutschland.
geschrieben von: Thayet
Wunderschön, Devotion...ähnliche Momente kenne ich vom Trekking...
geschrieben von: Kopflos
@feuertanz:
mei,wollt nur sagen das man bei deiner geschichte wirklich gut mitfühlen kann,nicht nur das du das talent hast deine gefühle auszudrücken,du kannst sie auch anderen leuten nahebringen
und mei,ist doch beruhigend:)
geschrieben von: Namayah
Tage wie dieser.......
manchmal glaube ich, verrückter kann es gar nicht werden. Jeder Tag ist ein Abenteuer.
geschrieben von: Solfark
@ devotion
muss mich gleich anschliessen:
wunderschön.
dahinschwelg...
geschrieben von: Orchid
You beg, you pray but anything still happens anyway...
Ein Tag zum springen?
hab mein Auto geschrottet, hab mir einen Splinter in den Arsch gezogen, ein Mädchen ist vom Dach unserer Schule gehüpft.
geschrieben von: devotion
*rotwerd* Waren nur meine Gedanken ... danke für das Lob.
*sich verneigt und verschwindet*
By the way ... nicht jeder Tag ist unvergesslich schön. Leider.
geschrieben von: Nathanael
Ok, ich trau mich auch mal.
04.45:
*piiiip* *rüttel* *rums*
Handywecker ausschalten und Birne halten. Ok, wieder mal mit Brummschädel aufstehen. Bis auf Shorts ausziehen und in das Bad schleichen. Anziehen und Waschsachen herrichten geht ja schnell. Zum Frühstück ne Schüssel Smacks. Schade das ich nicht Musik horchen kann.
05.30:
Jetzt aber schnell in Schuhe und Ledermantel rein und flugs zur Bim laufen. Beinahe jeden Tag darf ich rennen. Straßenbahn wieder mal erwischt, hingesetzt und Discman an. Blutengel horchen.
05.45:
Bus zur Arbeit
Hingesetzt und Discman an. Blutengel horchen. *Pentagramm vor Kollegen versteck*
Die Leute schauen wieder blöd und meiden mich. *gg*
Wieder eine Reihe für mich alleine.
06.07:
*Magnetkarte zück* Durchs Tor, aufs Rad und zum Bau fahren. Umziehen und zu Arbeitsplatz radeln.
Alles so fad. *me froh ist wenn Lehre zu ende*
06.18:
*Magnetkarte zück*
Einstechen, Treppe rauf und beim Schichtmeister melden. Wieder mal keine Arbeit. Ok nichts neues, Rätselkrone schnappen und rätseln.
07.00:
Jausenzettel kontrollieren und Geld nachzählen. Noch ein paar Schichtler nach der Jause fragen und dann mit Jausenschachtel zur Kantine Jause holen.
08.00:
Ich bring die Jause in den Aufenthaltsraum und frag wieder nach Arbeit. Nix neues. Ok , doch ich darf Telefondienst in der Messwarte schieben. Wie ätzend.
Also Helm und Schutzbrille schnappen und zur Warte stiefeln.
08.45:
Milch im Erdgeschoss holen und 2 Stockwerke rauftragen. jetzt hab' ich langsam einen Hunger. Ok dann Jausnen wir mal.
09.00-11.55:
Telefondienst und div. Kleinigkeiten wie Anlage säubern ( wieso muss ich immer den scheiß von den andern wegräumen) oder Schrauben putzen ( ok mal nicht so tief wie Kaffemaschiene oder Kühlschrank putzen).
12.00:
Rad schnappen und Mittag fahren. Mit Arbeitskollegin/" Freundinn" zum Tisch setzte und mit ihr quatschen.
13.00: Genau zum Schichtwechsel wieder im Bau. Und schon wieder Telefondienst.
14.48:
Endlich aus.
*Magnetkarte zück* *Ausstechen*
Rad nehmen, umziehen ud auf dem gleichen Weg heim( ab und zu schaue ich in die Stadt oder ins Kino).
15.35:
Mantel aus, Notebook an, Forum lessen und wieder mal was posten.
20.00:
Abendessen
22.00:
Bettgehen und dabei noch unerlaubt mit dem Discman im Bett horchen.
Mann wie ich diese Routine hasse.
G*** sei dank habe ich im Jänner Prüfung, muss mich aber bis dahin nach Wohnung umsehen und dann noch Führerschein machen.
Hoffe es ist nicht schlecht geworden.
Wünsch euch was
Nath