[Gothic (Gothic & Wandel)] - German Gothic Board

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Gothic (Gothic & Wandel)

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Mentheus

Grüßet euch,

Ich weiß nicht wie es in anderen Städten oder Teilen von Deutschland ausschaut aber bei uns (Oberfranken) waren früher sehr viel mehr aus unserer Szene unterwegs doch in den letzen 2 Jahren ist das sehr stark zurückgegangen.

Ok es wird einem Heutzutage auch sehr schwer Gemacht in dieser Szene (Vorurteile bis zum Umfallen). Gerade jetzt wo dieser Prozess des Satanistenpaars läuft und die Presse verücktspielt haben wir es schwer und werden kaum anerkannt und respektiert.

Ich sage nichts gegen andere Szenen doch ich denke sie überwiegen sehr stark.

Deshalb frage ich mich ob wie lange die schwarze Szene noch lebt.

C ya Mentheus



geschrieben von: dunklelady

nun ich war heute erst erstaunt wieviele ich von uns gesehen habe als ich nach ein paar cd's ausschau hielt.......................hier kann man keineswegs davon sprechen das gothics aussterben,eher das gegenteil ist der fall............laut zeitung wird unsere stadt sogar schon nach leipzig als zentrum betrachtet

ich selbst bin ja auch noch relativ neu in der szene,gerade mal ein jahr.............bin im grunde durch einen freund.........meinen freund........und hauptsächlich durch die musik dazugestoßen



geschrieben von: Moonblade

hmm, kurzes statement von mir(weil thema schon zu oft gelesen):
stirbt sie? nein, ist sie schon... das hier ist eine neue szene die heute existiert.

Zuwenige? Glaub ich nicht, wohl eher andersherum, zuviele.

Böse Vorurteile? Na wer damit nicht klarkommt bei dem frag ich mich was er dann hier will.

- Moon



geschrieben von: Seneca

Eigentlich gibt es doch überhaupt keine schwarze Szene, jedenfalls nicht vergleichbar mit den Techno Jüngern, oder was es sonst noch gibt.
Ich denke mal, das vor allem die "älteren"
(25+) aussteigen, nicht zuletz weil sie von der Realität eingeholt werden, oder aber, die Interessen in eine andere Richtung laufen.
Was nicht heißt das eine völlige Abkehr die Folge ist, aber in jeden Fall eine Abkehr von dem, was Szene genannt wird,welche schon immer von Jugendlichen geprägt wurde, zu denen ich mich einfach nicht mehr zählen kann. Dazu kommt dann eben auch der Umstand, das ich mit der Musik und Aufmachung nichts mehr anfangen kann, wenn das jemals der Fall war. Meine prägende Zeit lag in der Mitte der
80er, und von dieser Zeit ist nichts mehr übrig.
Also liegt es an den Szenejüngern von heute, aus ihrer Szene zu machen was sie wollen.
Ich beschäftige mich nun wirklich genug mit andern Dingen, so daß ich mir darum keine Gedanken machen kann.

Mit einem wachsenden Horizont, sieht man auch über den eigenen Dunstkreis hinaus, und ein Freundeskreis trifft die eigenen Bedürfnisse immer besser als eine Szenegruppierung.
Nach meiner Meinug habe eben die Interessanrten Leute die Szene verlassen, also besteht kein Grund weiter dort zu suchen.
Dabei habe die meisten genauso angefangen wie heute, Musik, Klammotten, einfach dazugehören. Mit der Zeit entwickelt sich dann der Charakter.
In ein paar Jahren wird es wieder genügend tiefsinniges in eurer Szene gegen, nämlich dann, wenn die heute 16 jährigen an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt stehen.

Es ist keine Schande, grau zu werden...!



geschrieben von: Trinity Goth

Hi!

Ich glaube nicht das die Szene ausstirbt, sie verändert sich nur sehr stark.
Wenn man Anachronist ist hat man natürlich ein Problem, aber immer jammern 'früher war alles besser', ich kann es nicht mehr hören.
Man verändert sich mit der Zeit, aber deswegen würde ich nicht meine Ideale verraten von denen ich überzeugt bin.

Gruss
Trinity Goth



geschrieben von: AsheCorven

ich stimme dir voll zu Trinity Goth
Es wird im moment allgemein viel zu viel gejammert und zu wenig getan. Die Szene sind wir selbst und wir müssen was beitragen ob es besser oder schlechter wird.
Was ich aber dann noch hinzufügen will was vielleicht mehr ein Thema für den Kaiser ist, ist das gejammere das die Leute nicht unter gleichgesinnten finden weil es keine gibt. Aber, ich stelle nun die Frage, wieviel aufwand ist es den Leuten wert sich mit gleichgesinnten zu treffen? tut mir leid, die stehen eben nicht vor der haustür aber es ist einfach nervend wenn man sich mit leuten Verabredet und dann einer nach dem anderen absagt. Ok, es gibt ausnahmen wie wetter oder Krankheit aber ich hab sowas schon oft genug miterlebt und ich denke das eine stunde Zug Fahrt noch akzeptabel ist um mit anderen Menschen, mit denen man sich gut versteht zusammenzukommen.

Ashe



geschrieben von: Nirvana

Wenn du wissen willst ob die Szene noch leb, dann komm nach Dortmund.Denn hier findest du etliche Gothic und Alternativläden.Außerdem vereinen sich hier die Jungen mit den alten Fans aus den Achtzigern!



geschrieben von: broken_one

Ich denke nicht die Szene stirbt aus... nur ihr Ruf wird anscheinend doch wieder schlechter. z.B. soll morgen wieder so eine Satanisten-Gothic Episode beim Jugendgericht ( RTL ) kommen... mal gespannt was das wieder gibt...

Und es gibt sicher viele Leute die keinen großen Sinn darin sehen und einfach nur dazugehören wollen, oder auffallen... Bei uns schießen die gerade wie Pilze aus dem Boden. Letztens kam noch einer zu mir und meinte "Ich glaube sie haben mich jetzt langsam akzeptiert" - Goth als Titel den man sich erst verdienen muss... erinnert mich doch stark an Fluchtraum's ( glaube ich in Erinnerung zu haben ) Szenario vom 13er-Rat, wer's gelesen hat.



geschrieben von: broken_one

Zitat:
Goth als Titel den man sich erst verdienen muss... erinnert mich doch stark an Fluchtraum's ( glaube ich in Erinnerung zu haben ) Szenario vom 13er-Rat, wer's gelesen hat.


Und wer nicht:
http://www.nachtwelten.de/ubb/Forum15/HTML/000097.html

*g*



geschrieben von: Isegrim

Ich denke das es in letzter Zeit einen großen zuwachs an "Psyeudo-Gothics" gibt. Ich hab oft genug in Gothicdiscos 15 Jährige Kiddies getroffen, die mich fragten warum hier kein Gothic gespielt werde und ob der DJ nicht HIM auflegen könne. Ist eigentlich kein problem nur baut deren vorstellung von Gothic scheinbar auf der Bravo auf. Ich hab damit zwar kein Problem, schließlich hab auch ich klein angefangen, aber ärgerlich ist es schon. Besonders wenn man zuhören bekommt das man keine ahnung von Gothic hat, weil man nicht weiß in welcher Stadt HIM geboren worden ist(ja, HIM besteht scheinbar nur aus Ville Vallo).



geschrieben von: Menedemos

Ach ja, die Szene...

Also ich denke, daß es schon immer Menschen gab, die sich zur "dunklen" Seite des Daseins hingezogen gefühlt haben; noch lange bevor es die "Szene" oder die Gothic-Kultur gab, und daß das auch in Zukunft immer so bleiben wird, mit oder ohne Szene.

"Menedemos" z.B. war ein alter Grieche (300 v.Chr.), von dem es heißt, daß er (ohne festen Wohnsitz)auf Friedhöfen lebte, unterirdische Grabstätten als Schlafplatz benutzte und sich schwarz wie die Rachegöttinen im Trauerspiel kleidete. Außerdem behauptete er, er komme eigentlich aus dem Hades und er hätte sich nur mal so unter die Menschen gemischt. (Über seinen Musikgeschmack ist leider nichts überliefert...)

Was will ich damit jetzt eigentlich sagen? Hm, wahrscheinlich, daß bestimmte Ideale und eine bestimmte (schwarze) Grundeinstellung ziemlich unabhängig von der sogenannten Szene existieren.
Trotzdem fände ich es schade, wenn die Goth-Kultur ganz den Bach hinunterginge.
Weil es ohne das schwerer ist, Gleichgesinnte kennenzulernen.
Andererseits kann man auch manchmal schwer in die Irre gehen, was das Gleichgesinntsein anbelangt ...


(Eigentlich ist Menedemos kein gutes Beispiel, wenn ich's mir genau überlege, denn sein Getue klingt eigentlich auch verdammt nach Gepose. Aber ich hoffe, es kommt trotzdem rüber, was ich sagen wollte).



geschrieben von: Seneca

Habe ich schon mal erwähnt, das ich die Bezeichnung "Gothic" als blöde und unpassend empfinde. Wie kann man eigentlich eine lose Gruppe von Menschen, von denen die Hälfte überhaupt keinen "gothic" hört, sondern sich aus ganz anderen Gründen zur dunkelsten Farbe hingezogen fühlt, als "Gothics" bezeichnen.
Das scheint mir reichlich vermessen.
Ein nicht geringer Teil dieser Leute interessiert sich nun wirklich nur am Rande für die gleichnamige Musik.
Ich höre am liebsten Tschaikowski und Prokofjew, und lausche ansonsten den Stimmen der Nacht, weit weit draußen auf dem Land.

Ich meide Musiktempel seit ich denken kann. Ganze vier Besuche in den letzten 10 Jahren, und ich habe keien Probleme mit Jungvolk, den wenn wir etwas zusammen unternehmen, hat es sicher Nichts mit dem neuen Album von HIM* zu tun.

*steht hier stellvertretend für alle mir nicht bekannten neumodischen Bands, die ich micht kenne, weil ich steinalt bin und unter
einem Stein lebe.



geschrieben von: Trinity Goth

Hi!

@Seneca:
'Gothic' ist eigentlich gar kein so unpassender Begriff, wenn man ihn nicht am Gothic Rock etc. festmacht, was ich zum Beispiel nicht tue. Ich leite den Begriff von einer Literatur Gattung des letzten Jahrhunderts, ab den 'Gothic Novel', welche romatische Spukgeschichten waren. Die Menschen, die diese Literatur geschrieben haben hatten eine ähnliche Einstellung zu der düsteren Seiten des Lebens. Gothic ist im Englischen auch ein Wort für bizarr, nicht der Norm entsprechend eben.

Noch ein Wort an alle 'alten' Gothics, lasst den Kindern doch ihren Ville Valo, solange man den DJ noch überzeugen kann etwas anderes zu spielen....Mein Gott, es gibt schlimmere Dinge http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif Alten Zeiten nachtrauern lohnt nicht, das Leben ist zu kurz dafür. Erinnern ist schön, aber das Leben sollte nicht nur aus Erinnerung bestehen. Live on - Carpe noctem!


Gruss
Trinity Goth



geschrieben von: Seneca

@ Trinity

Und was haben kunstlederbemäntelte, Ville Valo Fakes mir einer "gothic novel" zu tun...?



geschrieben von: Moonblade

naja, mir ist gestern mal aufgefallen:

früher war man halt entweder "waver" oder "goth".
Seltsamerweise sind heute aber bestimmt so 70-80% waver oder kiddie-goths die in den dunklen kreisen genauso sich ihre boygroups suchen, wie "normale" teens anderswo. Von daher ist der begriff gothic eigentlich veraltet.

Und wer nun was von lebensgefühl erzählen will, das ist auch veraltet und war mal.

Ja, wie gesagt, das hier ist halt eine "neue szene" im gegensatz zu früher.... da ich meine ideale aber nicht verrate nichtmehr meine, weshalb ich keinen anspruch mehr erhebe schwarz oder gothic zu sein.
Halt nichtmehr mein Bier.

- Moon



geschrieben von: Trinity Goth

Zitat:
@ Trinity
Und was haben kunstlederbemäntelte, Ville Valo Fakes mir einer "gothic novel" zu tun...?


Schonmal in Erwägung gezogen, das unter diesen 'Fakes' vielleicht doch 'echte' Gothics sind. Das mit der Herleitung von der Literaturgattung ist übrigens nur meine Theorie. Ich habe in letzter soviele angeblich echte Gothics zu Spiessern werden sehen, dass ich mir nicht mehr erlaube ein Urteil über die angeblichen 'Fakes' abzugeben.

@Moonblade: Wenn so gar nichts mehr damit anfangen kannst, dann muss ich dich fragen : Warum bist du dann noch hier?

Gruss
Trinity Goth



geschrieben von: Moonblade

trinity:
Ich verstehe die frage nicht?
Ich selbst bezeichne mich nicht als goth oder schwarz..... also habe ich keinen grund mehr hier zu sein?
Tut mir leid, die logik verstehe ich nicht ganz, was "wie ich mich sehe", damit zu tun hat ob ich auf diesem board bin.

Aber die antwort wird vermutlich dieselbe sein, die auch seneca geben würde wenn du ihn fragst.

- Moon



geschrieben von: Seneca

@ Trinity

"Fake" bezieht sich nicht auf die Einstellung der manteltragenden Person, sondern den Umstand der Imitation eines gewissen Ville Valo.
Mir persönlich würde es auch gefallen, wenn "gothic" mehr mit E.A.Poe oder ähnlichem verbunden würde, was zumindes meine Richtung weit besser träfe.
Fakt ist aber, das diese Bezeichnung von schwarzledernen Musikern auf das ganze schwarze Spektrum (schwarzen Spektrum, was wohl Fraunhofer dazu gesagt hätte...)
angewandt wird.

@ Moonblade

Was meine Antwort wäre:

Hier sind genug Leute versammelt, die nicht nur an einer Gewissen Musikrichtung interessiert sind. Anderenfalls wäre ein Plattenladen (gibt's das noch...?) wohl der besserer Treffpunkt. Ich finde es jedenfalls witzig, zu sagen das die Szene stirbt, wenn es doch eigentlich keine richtige Szene gibt.
Für mich waren es immer Freundeskreise, und da ist es mir egal, was in des anderen Plattensammlung steht.
Außerdem wird manchmal einfach nur der Stab weitergereicht.
Ich habe kürzlich erst erlebt, wie eine Schwarze Lady ihr Cape an den Nagel hängte, und alles an die kleine Freundin ihres Bruders vererbt hat.
Und so wurde aus w15 eine neue Lady, nicht nur äußerlich. Würde mich nicht mal wundern, wenn sie ihren Platz im Hexenzirkel eingenommen hat.



geschrieben von: Moonblade

seneca:
ähnlich war auch mein hintergedanke.
Ich bin nicht hier wegen gothics, sondern wegen menschen.

- Moon



geschrieben von: styyxx

na endlich mal!



geschrieben von: Daimon

Trinity ! Ich LIEEEEBE Dich für diese Worte http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif !


Zitat:
Ich glaube nicht das die Szene ausstirbt, sie verändert sich nur sehr stark.
Wenn man Anachronist ist hat man natürlich ein Problem, aber immer jammern 'früher war alles besser', ich kann es nicht mehr hören.
Man verändert sich mit der Zeit, aber deswegen würde ich nicht meine Ideale verraten von denen ich überzeugt bin.


Stillstand bedeutet - tod.
Gothic kann nicht tot sein, denn es verändert sich mindestens mit jeder Generation ein bisschen. Das Gothic 'heute' 'anders' ist, mag vielleicht die 'alten' abschrecken (abschrecken??? warum?). Wohl eher nur die 'wieder angepassten' und 're-integrierten' die sich 'damals' gegen ihre Eltern auflehnten und irgendwann die jüngeren verliessen, da sie sie nicht mehr verstanden. (ich bin froh das es nicht alle waren)

Trinity spricht mir aus der Seele ...
Hab dank!



geschrieben von: witchking

Dunkle Grüsse

Also meine Beobachtung ist die folgende: Der Grossteil der Leute lebt (angeblich) in einer "Spassgesellschaft". Fun, Fun, Fun heisst die Devise. Da haben düstere Gedanken, Poesie, Musik einfach keinen Platz mehr. Als Gothic (JA! Ich nenne es so!) gilt man als "Abturner" wenn man nicht ständig einen auf Fun, Fun, Fun macht. Darüber bin ich nicht glücklich...ist aber so.

(@Mentheus: Schau mal wo ich herkomm')

Carpe noctem



geschrieben von: AsheCorven

Bin da auch deiner Meinung, die junge Generation ist immer mehr auf spass orientiert was auch nicht falsch ist nur es wird so langsam übertrieben. Ich habe mehrere bekannte in Deutschland die Lehrer sind und wenn ich mir so Sätze anhören muss wie:"Wenn wir nicht schnell das Ruder rumreissen können ziehen wir eine Generation ran mit der wir die Bach runter gehen". Hausaufgaben sind nurnoch störend....
klar das aus so einer Generation nicht viel neues vorallem gutes auch in die dunkle Szene kommt. Nur denke ich, besser keine leute als totaler abschaum.
Die meisten Kids wollen sich einfach nicht die mühe haben, wir ziehen, wie du gesagt hast, eine Spassgeneration heran das Problem ist das der spass auf die kosten von anderen geht.

ashe



geschrieben von: Dogma

Hé!

Es freut mich zu lesen, dass es in Deutschland dieselbe 'schwierigkeiten' in die "gothic" (was mann damit auch meint) scene gibt als in die Niederlanden.

Die junge leute (15-16 jahre) die dir ganz einfach erzählen dass sie so gothic sind weil sie jede cd von "Cradle Of Filth" und HIM haben... http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif

Aber die scene ändert sich schon. Die gothic-rock von HIM und Within Temptation wird hier jetzt schon auf die 'normale' radio gespielt. Sehr einfach gestellt, gibt es hier im augenblick eigentlich zwei haupt-scenen. Einer der die Gothic rock (beisspiel: HIM, ...) liebt und einer die sich nur auf die industrial, electro und medieval konzentriert (beispiel: Wumpscut, Suicide Commando, Helium Vola). Und es gibt klar auch viele leute den irgendwo dazwisschen herumspazieren....

Aber als Antwort auf die Hauptfrage: die "gothic"-scene wachst in die Niederlanden... aber sie ändert sich und verteilt sich in mehrere scenes... aber wenn sie den allen anschaut als "schwarze scene" dann wachst sie ganz bestimmt.

Problemen, wie das Satanistenpaars wird es immer geben. Kann jemand sich noch die "Concubine" fall in die USA erinnern? Es gab damals doch dieselbe Problemen schwarze Kleider zu tragen? Aber dass ist doch nur für eine kurze weile... ?

Aber, eigentlich ist das alles doch egal? Ich binn wie ich binn, weder die Scene gross ist oder klein........

grüsse aus die Niederlanden,
Dogma



geschrieben von: Trinity Goth

Hi!

@Moon: Wenn du keine Beziehung zum schwarzen oder zu gothic hast, warum suchst dann Menschen auf einem Gothic Board??? Sorry, aber das geht mir nicht in den Kopf. Normalerweise sucht man sich doch die Menschen, die einen am ehesten verstehen???

@Seneca: Definierte Regeln über das was Gothic ist gibt es für mich nicht, dewegen mache ich mir eigene, genau wie ich mir einen eigen Glauben bilde.

@Daimon: Danke für die Liebeserklärung http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

Gruss
Trinity Goth



geschrieben von: Seneca

@ Dogma & Trinity

Aha...dann ist es also ein Weltumgreifendes Phänomen, ich dachte schon es hätte was mit dem deutschen Bildungsnotstand zu tun.
Ich bemerke jedenfalls keinen großen Unterschied zu früher, ich hatte früher nichts mit Szene zu tun, und habe es jetzt auch nicht.
Dann will ich aber auch nicht "Gothic" genannt werden, auch wenn ich altmodisch schwarz aussehe, oder eben neuerdings neumodisch schwarz.



geschrieben von: DurhamRed

Ich grüße euch!

Zu diesem Thema muss ich sagen, dass es mir tierisch auf die nerven geht, dass
1. soviele neue Pseudo-Gothics rumlaufen und dadurch
2. Gothic zum einem neuen Mode-Trend wird.

Mit Pseudo-Gothics meine ich diese Menschen, die nur Schwarz tragen und sich als Gothics, Grufties etc. bezeichnen weil sie vor ihren Freunden cool sein wollen bzw den neuesten Mode-Trend auf keinen Fall verpassen wollen.
Als Gothic sollte sich nur der bezeichnen, der das als seinen "way of live gewählt" hat, und nicht mal zwei Tage in der Woche "schwarz" durch die gegend rennt wegen oben genannten Gründen.( im übrigen glaube ich nicht das HIM-hörer gleich Pseudo-Gothics sind, das find ich etwas hart)

In Liebe,
eure DurhamRed



------------------




geschrieben von: Alyander

Zitat:
Zu diesem Thema muss ich sagen, dass es mir tierisch auf die nerven geht, dass
1. soviele neue Pseudo-Gothics rumlaufen und dadurch
2. Gothic zum einem neuen Mode-Trend wird.



Zu dieser Meinung gibt es eine Menge explizit darauf ausgerichteter Threads, besonders im Des Kaisers Bart. Hier dreht es sich, glaube ich, um etwas Anderes...

Gruß
Alyander



geschrieben von: decay73

die diskussion um die "schwarze szene" scheint wohl nie abzureissen. und das ist auch gut so, zeigt es doch dass sie noch nicht tot oder im sterben inbegriffen ist.

natürlich ändert sich auch diese szene permanent, wie wohl alles andere auch. und auch das zeigt , dass sie lebt.
ich finde nur, dass man den ursprung der szene nicht vergessen sollte.

was mich nervt ist die reduzierung auf das äusserliche, denn als mode würde ich die szene nur ungerne bezeichnen wollen. es kommt meiner meinung nicht darauf an, möglichst viele x-trax-klamotten zu tragen. "schwarz" zu sein ist eine frage der lebenseinstellung und auch eine nicht immer einfache, kritische auseinandersetzung mit der realität und der egoistischen, kalten und sinnentlehrten gesellschaft, in der wir leben (müssen).
wenn sie sich nur noch als mode begreift, macht sie es nicht mehr lang. aber so weit ist es noch nicht, auch wenn durch einige viva-hypes der eindruck entstehen kann. das wird wieder vergehen und der kern der szene wird bleiben...so lange es denkende und fühlende menschen gibt.

in diesem sinne,

~decay~



geschrieben von: Sensus Moriendi

Zitat:
"Wenn wir nicht schnell das Ruder rumreissen können ziehen wir eine Generation ran mit der wir die Bach runter gehen".


aber gibt es diesen satz nicht schon ungefähr so lange, wie es lehrer und auch den vielgeliebten generationskonflikt gibt? sieht nicht so ziemlich jede generation in der nächstfolgenden die 'vorboten der apocalypse', den verfall jeglicher werte, moral, etc... und das schon seit jahrhunderten (jahrtausenden? soweit ich weiß sagte schon plato ähnliches über die nächste generation...)?
und bis jetzt steht die welt noch...

grüße
Sensus Moriendi



geschrieben von: Trinity Goth

@Sensus Moriendi: Wie recht du hast http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif

Gruss
Trinity Goth



geschrieben von: DurhamRed

@Alyander
Ich meine, das viel zuviele Leute durch die gegend laufen, die NUR Gothic sind solange es noch In ist. Die interessieren sich nicht wirklich dafür, sondern wollen nur cool vor ihren Leuten dastehen. Ändert die Mode, ändern die sich auch.Die wenigsten haben es wirklich im Herzen, das "schwarz-sein".
Für mich ist das, wie viele gesagt haben, keine Veränderung der Szene sondern ein Aussterben. Und ich finde nunmal das PAßT hierherein, da die Überschrift heißt "stirbt die schwarze Szene aus?".
Im übrigen war ich nicht die einzige, die etwas über "Pseudos" erwähnt hat. Was hacken denn immer alle auf mir rum? http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif

In Liebe,
eure DurhamRed




geschrieben von: Nimrod

Richtig, dieser "Wandel" ist ein Absterben der schwarzen Gedanken.
Mitlerweile unterscheidet sich, besonders die Gothic-Bewegung, welche sich sehr wohl von anderen Richtungen unterscheidet, nicht mehr sehr vomn Technokult.
Ich kenne auch eine gute Handvoll Überläufer, denen Techno einfach zu Mainstream war, und sie bemerkten, das man in gothic clubs genauso gut abzappeln kann.

Ich bin ursprünglich mal vor der Technoszene geflüchtet, und nun holt sie mich ein.
Wann gibt es eigentlich den ersten schwarzen Wagen auf der Love Parade.

Seht es ein, die schwarzen Kreise sind tot, und diesmal wirklich tot.

carpe noctem

oder wie es neugothisch heißt:

fun,fun,fun



geschrieben von: Alyander

Zitat:
@Alyander
Im übrigen war ich nicht die einzige, die etwas über "Pseudos" erwähnt hat. Was hacken denn immer alle auf mir rum? http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif


DurhamRed, es ging mir nicht darum, Dich persönlich anzugreifen. Ich halte mein Posting nach wie vor für sachlich und lediglich darauf ausgerichtet, zu verhindern, daß sich hier Themen überschneiden, die bereits in vielen anderen Threads ebenso bequatscht wurden. Ich habe nur gesagt, daß es über die "Pseudo-Problematik" diverse Threads gibt und ich glaube, daß es hier m.E. nicht um "Pseudo oder nicht", "Blöde Pseudos!" u.ä. geht. Warum Du mir daraus den Vorwurf machst, ich würde auf Dir rumhacken, kann ich so nicht nachvollziehen...

Gruß
Alyander



geschrieben von: decay73

Zitat:
Seht es ein, die schwarzen Kreise sind tot, und diesmal wirklich tot.


nein, das glaube ich nun wirklich nicht. die schwarzen kreise mögen sich verändert haben. mag sein, auch in eine, die mit gothic und der entsprechenden einstellung nichts mehr zu tun hat (zu techno freudig hüpfende leute und so...). aber tot ist die szene deshalb noch lange nicht.
im gegenteil, die goths, die mit so etwas nichts mehr zu tun haben wollen, verziehen sich wieder in nischen und gewölbekeller, um dort wirklich gute veranstaltungen zu organisieren. abseits von jedem techno- und elektro- gestampfe und jeder kommerzialität (siehe z.B. das Jump in Walldorf).

ich denke, wenn es so weietergeht, wird sich die szene differenzieren und getrennte wege gehen. sie wird vielleicht wieder kleiner und konzentriert sich somit auf die eigentlichen werte und vorstellungen. aber sterben wird sie nicht!

hoffnungsvoll...
~decay~



geschrieben von: Sanctos

Hallöle !

Über das Sterben der Szene kann man wie man hier sieht sehr geteilter Meinung sein. Es ist und wird wohl immer eines der kontroversesten Themen sein, die uns beschäftigen. Ich selbst bin seit mehr als 11 Jahren "Szenegänger" und habe somit die wohl gravierensten Hoch´s und Tief´s mitmachen müssen. Sicherlich wird momentan der Gedanke laut, das es nun endlich vorbei sei und das sich alles nur noch auf die Bravo-orientierten H&M-Gruftie´s konzentriert. Ich denke aber, daß sich das ganze Problem nicht um das Sterben, sondern um das Schachteldenken, das jeder von uns am Wochenende am eigenen Leib erfahren muss, dreht. Die Szene ansich hat sich in den letzten Jahren enorm zurückentwickelt. Unser Problem scheint einzig und allein unsere Intoleranz dem "Nachwuchs" gegenüber zu sein. Sicherlich wird es immer "Pseudos" und Bravo-orientierte H&M-Gruftie´s geben aber daran können wir nunmal nix ändern. Wer dabei offensichtlich auf der Strecke bleibt, ist der erstzunehmende Nachwuchs. Statt mal über seinen Schatten zu springen üben wir das, was wir ständig von jedem verlangen und erwarten. -Toleranz-
Die Traurigkeit dabei liegt dann darin, daß wir ewig jammernd über den Zerfall der Szene in den Club´s rumlungern, aber nicht einen Finger rühren um daran was zu ändern. Ich selbst haben damals den Weg in die Szene über Bands wie Siouxie, Sisters oder Lacrimosa (welch Schande mag wohl der Ein oder Andere denken) gefunden und diese Musik auch lieben gelernt. Das es heute Band´s wie 69 Eyes, HIM oder E Nomine (urghs) sind, die den Nachwuchs anlocken ist lediglich den Medien zuzuschreiben. Sie haben eben keinen Zugang mehr über Massenverteiler wie TV oder Radio, ergo müssen sie sich mit dem zufriedengeben, was man ihnen vorwirft. Wenn sie dann am Wochenende in die einzelnen Club´s tingeln um dann ihre "Helden" zu hören und "Gleichgesinnte" zu treffen, sind sie doppelt gearscht. Erstens wird in den Clubs größtenteils nur noch die Elektroschiene gefahren und Zweitens erfahren sie von den elitären Etablierten nicht gerade das was man im Volksmund als Toleranz bezeichnet. Erinnert euch doch mal daran wie ihr damals "eingestiegen" seid! Mir kann niemand erzählen das er schon bei seinem ersten Clubbesuch seine Pike´s an den Füßen hatte, seine Haare toupiert trug oder Sister´s "Alice" mitträllern konnte. Wir alle haben eine Entwicklung durchgemacht und vor vielen Höhen und Szenetiefen gestanden aber wie ihr seht, sind wir immer noch aktuell. Denkt immer daran das wir eine Subkultur darstellen und nicht den "Verein der elitären Intoleranten". Wir können unser Überleben nur dann sichern, wenn wir lernen den Nachwuchs und die kommenden Entwicklungen zu akzeptieren. Die Szene bietet dem "Neuzugang" eine dermaßen breite Masse an Schubladen, daß es auch uns heute schwerfallen würde, sich darin zurechzufinden. Ich denke das sich sowieso die Spreu von Weizen trennen wird. Die, die in der Szene eine Lebenseinstellung sehn werden bleiben und die, die nur ihre Rebellenphase durchziehen werden irgendwann wieder verschwinden und weiterhin ihrer Konsumgeilheit und ihrem Massentrieb fröhnen. Denkt einfach nur daran das wir es sind die die Szene am Leben erhalten können...

In diesem Sinne,
Sanctos



geschrieben von: heavymetalgirl

Hallo

ich komme selbst aus Oberfranken und kenne das Problem. Hier ist die Schwarze Szene fast ausgestorben, aber schau doch mal in andere Regionen zbp: Nürnberg oder Bamberg, dort ist immer was los.



geschrieben von: Great White Death

Ähm... Bamberg liegt in Oberfranken... und Zapfendorf auch... also, wenn da nicht genug los ist, ich weiß ja nicht...



geschrieben von: Angelmoon

Hallo ich bin neu an diesem board und habe mir jetzt einige posting durchgelesen....
Meine Frage nun zu diesem thread:

Ich selbst finde in jeder sogenannten Szene etwas für mich was mich an ihr reizt. Ja ich bin niemand der sich als Gothic oder Hippie oder sonstwas bezeichnet weil jede Art des Lebens etwas bietet. Fühle mich in der Schattenwelt genauso wohl wie auf nem Bikertreffen oder ner Goa-Party. Neulinge wird man überall antreffen und das ist doch auch gut so...wie soll man denn sonst nen Weg für sich finden? Ich für meinen Teil habe eben mehrere Wege gefunden die ich je nach Stimmung begehen kann. Ich will und ich passe in keine Szene....
Warum steckt ihr euch selbst in Schubladen mit diesem Szenedenken??

Grüsse
Angelmoon



geschrieben von: Alyander

Erstmal: Herzlich willkommen auf den NACHTWELTEN... http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif


Zitat:
Ich selbst finde in jeder sogenannten Szene etwas für mich was mich an ihr reizt. Ja ich bin niemand der sich als Gothic oder Hippie oder sonstwas bezeichnet weil jede Art des Lebens etwas bietet. Fühle mich in der Schattenwelt genauso wohl wie auf nem Bikertreffen oder ner Goa-Party.


Das ist schön für Dich http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif


Zitat:
Neulinge wird man überall antreffen und das ist doch auch gut so...

Geht es hier um eine "Neulinge sind doof"-Diskussion??? Ich habe keine Lust zu erleben daß dies hier schon wieder in einem (letztendlichen) "Pseudo"- oder "Kindergrufti"-Thread mündet, sorry!


Zitat:
wie soll man denn sonst nen Weg für sich finden? Ich für meinen Teil habe eben mehrere Wege gefunden die ich je nach Stimmung begehen kann. Ich will und ich passe in keine Szene....
Warum steckt ihr euch selbst in Schubladen mit diesem Szenedenken??


Dazu möchte ich Folgendes sagen:
Viele hier HABEN "ihren" Weg bereits gefunden. Und er führte sie - oft durch verschiedene "Stadien", Versuche und Erfahrungen; manche schnell, manche langsam - schließlich "hierher", in die "Schwarze Szene". Damit möchte ich keinerlei Wertung ausdrücken, wie "gothic" die Leute selbst sind (oder sein "müßten" http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif), sondern daß sie in oder nahe dieser Subkultur ihre (zeitweilige?) Heimat gefunden haben.

Es gefällt eben NICHT allen auf einer Biker- oder Goa-Party, und das ist somit weder gut noch schlecht, sondern einfach eine Frage der persönlichen Vorlieben (Interessen) oder des eigenen individuellen Charakters.

Natürlich kann, darf und soll (nicht MUSS!!) man sich überall "umschauen" und möglichst vorurteilsfrei zu leben versuchen. Eine eigene "Gruppierung" zu bilden heißt NICHT, andere Gruppierungen abzuwerten!!

Was aber hier viele bedrückt, die sich für diese "Szene" entschieden haben (aus welchen Gründen auch immer), ist, daß sie mit ebendieser nicht mehr zufrieden sind und sich fragen, wie es weitergehen soll. Sie sind unglücklich, weil sie das, was sie an Idealen, Gefühlen und Werten zu finden hofften, häufig nicht mehr da zu sein scheint. Eben "Stirbt die schwarze Szene?".

Die Motivation dahinter ist, daß man dies nicht wegsterben lassen will... man "hängt" daran, man haßt vielleicht manche "Auswüchse", liebt aber auch viele andere Bestandteile und mag sich nicht abwenden.

Fazit:

Wenn Du also fragst, warum wir uns so "einschränken", und implizit nahelegst, das ganze "Szenegedudel" sei eh austauschbar, weil man ja "überall was finden könnte" - so geht dies, bei all der Wahrheit die darin stecken mag, schlicht und einfach an der Intention des Threads (und dem Herzen der meisten) VORBEI.

Klar kann man sich dazu entscheiden, keinem Haus "zugeordnet" zu sein, und in jede Wohnung gleichermaßen reinhüpfen. Das steht jedem offen.
Aber wenn man zwar weiterhin andere Wohnungen besucht, aber für sich eine "feste Adresse" gefunden hat und behalten will - so sehe ich darin keinen Widerspruch.
---
Wenn dieses Haus nun Mängel aufweist, macht man es sich zu einfach mit dem Ratschlag "Na dann laßt das Wohnen doch einfach bleiben, das schränkt nur ein!"


Grüße
Alyander



geschrieben von: Angelmoon

Hallo Aylander:-)
Danke für den Willkommensgruss *lächel*

Zu meinem Beitrag:
Es sollte keinesfalls negativ klingen sondern es war ne einfache Frage...
Ich glaube ich habe die Motivation sehr wohl verstanden was hinter der Frage ob die Szene stirbt steht. Ich denke jedoch das es nicht alleine mit fragen getan ist sondern das man dann eben selbst auch etwas dafür tun muss. Aber genau das wird es ja wohl sein da viele die ich auch dieser "Szene" kenne recht verschlossen sind und sich lieber in ihren Träumen aufhalten ohne zu sehen oder ohne sehen zu können, das es auch ausserhalb der Dämmerung oder der Nacht noch etwas gibt.
Ich habe auch nicht gesagt das die Szene austauschbar ist.... ich sagte nur ich finde in jeder was.....

Ach ja und ich will keine Diskussion über "Neulinge" lostreten *gg*

Lieben Gruss und nochmals danke für deine ausführliche Schilderung :-)
.
Angelmoon






geschrieben von: Alyander

Zitat:
Hallo Aylander:-)
Danke für den Willkommensgruss *lächel*


Gern geschehen. Warum auch nicht? http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif


Zitat:
Ich glaube ich habe die Motivation sehr wohl verstanden was hinter der Frage ob die Szene stirbt steht. Ich denke jedoch das es nicht alleine mit fragen getan ist sondern das man dann eben selbst auch etwas dafür tun muss.


Und das erwähnst Du erst jetzt?!
In Deinem ursprünglichen Posting stand davon kein Wort. Die Frage war, wortwörtlich:

Zitat:
Warum steckt ihr euch selbst in Schubladen mit diesem Szenedenken??


Und jetzt auf einmal willst Du ausdrücken, daß man selber was dafür tun muß. Hm. Was übrigens niemand in Abrede stellt und was auch häufiger schon erwähnt wurde.

Aber moment, das ging ja noch weiter...


Zitat:
Aber genau das wird es ja wohl sein da viele die ich auch dieser "Szene" kenne recht verschlossen sind und sich lieber in ihren Träumen aufhalten ohne zu sehen oder ohne sehen zu können, das es auch ausserhalb der Dämmerung oder der Nacht noch etwas gibt.


Ah. Und wo sind wir nun wieder angelangt?!
Genau da wo wir vorhin bereits waren! Es geht wieder darum, auch in anderen Szenen was zu "finden".....
Ja was denn nun!!
Angelmoon, soll ich nochmal pusten, vielleicht dreht sich das Fähnchen noch ein paar mal im Kreis, hm?? *kopfschüttelt*

Erklär doch einfach mal was Du wirklich sagen willst. Daß Du's sehr wohl gut kannst, sieht man ja in anderen Threads http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif

Grüße weiterhin und nichtsdestotrotz

Alyander



geschrieben von: fluchtraum

So jetzt hüpf ich hier auch mal in die Diskussion... Von der einen Seite wird hier immer wieder laut, die schwarze Szene sei tot, tot, tot (oder vielleicht besser undead, undead, undead... http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif) und es kommen nur die Mode/Kinder/Pseudo/Fun-Gruftis nach, die 'schwarz im Herzen' und mit dem wahren gotischen Gedankengut (warum bin ich so versucht, da 'R' zu rollen) sterben aus und gibts nicht, eben die schwarrrrrrzen Grrrundwerrrte (ups, sorry) gingen verloren...

Ja jetzt einfach mal um das ganze auf eine konkretere Ebene zu bringen:
Was sind denn diese Werte, dieses schwarze Gedankengut eigentlich, daß da verloren geht?
Hätte gerne mal 'greifbare Formulierung...

gruß, er fluchtraum



geschrieben von: Jaddy

Zitat:
Was sind denn diese Werte, dieses schwarze Gedankengut eigentlich, daß da verloren geht?

ich denke wenn man sich für "das schwarze, dunkle" vielleicht auch "böse" interessiert... oder sei es nur die musik... genau definieren kann man "uns" nicht

das was verloren geht ist einfach das interesse... man zieht vielleicht um findet einen andere beruf/schule... lernt andere leute kennen und unbewusst lässt man sich von denen "formen"
wenn man interesse und faszination aus seinen gedanken schiebt, kann man einfach nicht mehr (ich sage mit absicht alles in gänsefüsschen) "schwarz sein" "goth sein"
ab und zu passiert es auch das ich wieder mehr "punk" rumlaufe zu bestimmten, sie sind situationsbedingt, zeiten...
trotzdem liebe ich meine musik und halte mein interesse udn das tun viele aus der szene...

keine Szene stirbt... das sind einfach nur "konjunkturschwankungen"



geschrieben von: LittleLenore

seufz!!diese diskussionen werden wohl nie ein ende finden.ich bin eigentlich einer von den*früher war alles besser*-schreiern,allerdings sehe ich es nicht ein, mich dafür zu schämen.die toleranz-und neulingsfrage ist keinesfalls neu.allerdings kann ich mich dáran erinnern, zu meiner anfagszeit(so um 93/94 herum) sehr herzlich aufgenommen worden zu sein.inakzeptanz bekomme ich momentan verstärkt von der jüngeren generation, so unglaublich das auch klingen mag.ich böser,böser mensch mag nämlich rockige sachen!! stelle man sich das nur vor!?ich habe versucht, den dj meines stammclubs mit schmeicheleien, bierbestechung und sogar drohungen(ggg) dazu zu bringen, wenigstens ab und zu was *klassisches* zu spielen. zwecklos.die menge mag HIM und Weiberelectro.also fügt man sich der menge.doppelseufz.Quo vadis, Gothic?bleibt abzuwarten...



geschrieben von: lordofthedark81

Hallo,

habe schon öfters gehört dass die heutigen Gothics sich von denen vor 20 Jahren unterscheiden. Würde einfach gerne wissen inwiefern. Lebensweise, Denkweise, Musik usw. wäre auch schön wenn jemand die Veränderungen über die Jahre detalliert darlegen könnte.

So bin mal auf Antworten gespannt, und hoffe das das Thema nicht wie öfters früher üblich geschlossen wird.

Mfg

Lordofthedark81



geschrieben von: Duion

die goths von vor 20 jahren sind 20 jahre älter als die heutigen, is doch logisch oder? wenn du wissen willst wies vor 20 jahren war musst du wen fragen der ca 35 jahre oder aufwärts alt ist :D



geschrieben von: Nnordy

@Duion: Solche Leute gibts hier, nur so zur Info...
Ich bin 28 und kann Dir zumindest sagen wie's vor 10, 11 Jahren, als ich in die Szene gekommen bin... Das war nämlich auch anders als heute...
Also, zum einen war das ewige Toleranz-Gepredige unnötig, weil die nicht gepredigt, sondern gelebt wurde. Das klingt wahrscheinlich selbstzufrieden, soll es aber nicht sein. Wenn ich lese, wie schwer es wohl heutzutage ist, in die Szene rein zu kommen, kann ich nur sagen, daß ich damals ganz ganz liebe Leute getroffen habe die mir geholfen haben, mich reinzufinden. Die haben nicht nach Klamotten geguckt (x-tra war damals ein winzig kleiner Laden in Ulm mit einem Din a 5 s/w Katalog auf 20 Seiten), sondern mich als Menschen gesehen. Wichtig war die Lebenseinstellung, in aller erster Linie. Musikalisch gabs damals zwar auch einiges, aber längst nicht so viel wie heute, wir hatten unsere Kulthits in der ganzen Bandbreite, wobei damals Electro noch nicht ganz so inflationär verbreitet war wie heute, damals wars ab und an auch noch innovativ... ;)
Heute hab ich häufig das Gefühl es geht nur ums Äußere, viele wissen anscheinend gar nicht mehr daß Gothic kein Mode-/Musiktrend ist, sondern was mit Lebenseinstellung und Ausdruck derselben zu tun hat...
Das WGT war damals eine kleine Veranstaltung mit 1.000 Besuchern und es gab keine Obsorge-Karte.
Das Zillo war unsere Bibel, denn was anderes gab es nicht.
Obergruftig war, wer sein Make-Up möglichst kunstvoll verschnörkelt hingekriegt hatte... ;)
Lack und Leder waren in seltenen Ausnahmefällen vorhanden, ansonsten waren Samt, Seide, Satin und Rüschen, wallende Gewänder angesagt, auch Schleier waren keine Seltenheit...
Wie gesagt, musikalisch steckte der Electro gerade in den Startlöchern, Gothrock und BAtcave waren keine Fremdworte, sondern wurden häufig gespielt, jeder wußte daß Bauhaus nicht nur eine architektonische Strömung war, sondern auch eine ziemlich geile Band, bei Siouxsie & The Banshees dachte man nicht an Indianer oder iroschottische Sagen, wir dankten dem DJ im Kuz auf Knien wenn er mal Dead Can Dance spielte, und Joy Division zu kennen und zu lieben war eine absolute Selbstverständlichkeit...
Man traf sich einfach privat häufiger als heute, so hab ich zumindest den Eindruck. Und ja, wir trafen uns auch auf Friedhöfen, einfach wegen der Atmosphäre und weil wir diesen Hauch von Morbidität liebten und lebten...
Natürlich hatten wir alle alte Kerzenleuchter zu Hause, ebenso wie Grablichter, mittags blieb der Rolladen unten und abends erhellte Kerzenschein des Gruftie's Kammer... :D
Insgesamt gesehen war der Zusammenhalt einfach intensiver. Was wohl auch, wie oben beschrieben, daran lag, daß wir uns nicht über Musik definiert haben, obwohl die selbstredend dazu gehörte (aber wir wären nie auf die Idee gekommen uns deswegen zu streiten... ;) ), sondern über die bereits erwähnte Lebenseinstellung. Ich war mit Leuten unterwegs, die fast 10 Jahre älter waren als ich, was aber überhaupt kein Problem war, weder für die noch für mich. Man wußte einfach, daß das Leute sind, die ähnlich denken und empfinden wie man selbst, die sich über die gleichen Dinge Gedanken machen... Ich kling jetzt wahrscheinlich sentimental, könnte ich auch gerade werden...
Naja, wie gesagt, damals mußte man eine gewisse kreative Begabung haben wenns um Klamotten ging, heute kann man ja fast überall Gothic-Klamotten bekommen... Aber das Roxy gabs auch damals schon, da haben wir uns immer alle halbe Jahr eingedeckt, ansonsten wurde eingefärbt, zurecht geschnitten und in Second Hand Läden gestöbert... Da ich da nie so begabt war, bin ich z.B. ganz froh, daß es inzwischen nette Klamotten zu erschwinglichen Preisen gibt...
Die Änderung vollzog sich so um Mitte der 90er, verstärkter Einfluß der Fetisch-Szene, neue Medien, neue Musik, und die Gothicszene wurde als Markt entdeckt...
Viel vom alten Flair, von der Atmosphäre und v.a. vom Zusammenhalt ist flöten gegangen, und viele Leute bewerten einen nur noch anhand der KLamotten die man trägt, was schade ist. Viele der "Alten" haben sich zurückgezogen, gehen nur noch selten weg, aber ab und an treffen wir uns dann doch mal und dann ist es fast wie früher.
Waren schöne Zeiten, damals. Lag auch - gebe ich unumwunden zu - mit daran, daß ich jünger war als heute. Damals gab es auch rel. wenig Leute unter 16 in der Szene, die allermeisten hatten die Pubertät endgültig hinter sich, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Naja, ist halt vorbei und ich hab mich arrangiert - was nicht heißt, daß ich mich "freue", wenn mich so ein "Jungspund" dumm anmacht, von wegen "Pseudo" oder sonst was :mad: ...
So, ist lang geworden. Hoffe, Du hast vielleicht einen ungefähren Eindruck gekriegt... Wie gesagt, das war von anno 1992, 93...



geschrieben von: Kaija

was sich sicher stark verändert hat ist,das es jetzt goths UND gruftis gibt. *lol* :D (:rolleyes: )



geschrieben von: Thalion_Drayan

Oder verändert sich nur meine Ansicht derselben?
Es ist seltsam, als ich vor einigen Jahren (okay, ich war ein Späteinsteiger) das erste Mal einen Blick in eine Gothic-Disco warf war ich total begeistert von den schönen Klamotten und den hübschen Frauen.
Es war für mich auch von da an auch keine Frage das meine nächste Freundin definitiv aus der Szene sein musste und ich wollte die letzten Jahre von anderen Frauen (die nichts mit der Szene am Kopf hatten) auch nicht unbedingt viel zu tun haben (jedenfalls was eine Beziehung angeht).
Jetzt muss ich feststellen das schöne lange Kleider und auch schöne volle lange Haare wohl total out sind.
Sehr viele in der Szene rennen nur noch mit zerrissener Kleidung rum, rasieren sich die Haare zumindest teilweise ab und scheinen sich zu denken das je hässlicher man sich aufmacht um so cooler sei man.
Für mich ist mittlerweile klar geworden das ich in dieser Szene wohl nicht mehr den Partner fürs Leben finden werde - was ich zwar schade finde, aber mittlerweile als gegeben hinnehme (okay, vielleicht überrascht mich das Leben ja irgendwann ein weiteres Mal).
Ich möchte hiermit jetzt niemanden wegen seiner Kleidung oder seines Aussehens blöd anmachen, aber ich wollte einfach mal Eure Meinung dazu hören.
Hat sich die Szene in den letzten 4-5 Jahren verändert, oder hat sich einfach mein Weltbild verändert?
Bin neugierig wie Ihr das seht.





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