Wow..
Wunderschön und beeindruckend.
Wusste garnicht das du schreibst...
Gibs nicht auf!
^^v^^
geschrieben von: Montrose
Ich finde Deine Gedichte gewalttätig. Und ich finde die Entwicklung, die sich darin abzeichnet, merkwürdig:
- Im "Traum?" wird die narzißtische Allmachtsphantasie, die Selbstvergötterung nicht einmal ansatzweise kaschiert. Die Glücksgöttin wandelt sich jedoch zur Unglücksmacht.
- In den folgenden Gedichten ändert sich die Perspektive: die Autorin wird erst selbst zum Gegenstand des Unglücks, dann wird es die Welt. Die Engel werden entzaubert. Das Unglück bleibt Thema.
- Bei "Gefangen in einem Raum" vom 11.10. ein erneuter Wandel. Zwar wird der Gedankengang vom "Traum?" einer Unglücksmacht aufgegriffen. Zwei Dinge sind jedoch neu. Erstens, das Vergehen wird vom Ich auf ein Du verlagert. Die anderen sind schuld. Zweitens, die Schuld wird mit Strafe belegt. Die "Göttin" begnügt sich, ihre "Güte" dadurch unter Beweis zu stellen, daß sie andere verurteilt. Das reicht sicherlich nicht, um irgendetwas an sich oder der Welt zu verbessern.
Mir erschließen sich die Hintergründe dieser Gedichte nicht. Irgendwie fand ich den Ausgangspunkt der Entwicklung erschreckend. Kein Mensch ist wie Gott. Und ich bin mir unsicher, ob die weitere Entwicklung in eine gute Richtung weist.
geschrieben von: Vampirekiss
@ Dragon
danke sehr :)
@ montrose
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass die Gedichte nicht miteinander zusammenhängen, in keiner Weise.
Das erste Gedicht sollte schlicht und klar darstellen, dass sich etwas schnell wenden kann, bzw. man schnell geblendet werden kann.
Tatsächlich wird die "Glücksgöttin" gewandelt, aber sie wird auf keinen Fall zu einer Unglücksmacht - sie ist lediglich diejenige, die den "Pein" der Welt bemerkt, und erleben muss, da sie ebenso all die schönen Dinge des Lebens erhält. Du kannst dir das vielleicht wie Ying und Yang vorstellen ;)
Zu deinen anderen Kritikpunkten habe ich mich ja bereits geäußert, die Gedichte hängen nicht zusammen, ich befolge dabei keine genaue Thematik.
Und im ersten Gedichte will ich nicht MICH als die Göttin darstellen, sondern mich bloß in ihre Lage versetzen.
Ich glaube, das letzte Gedicht ist bei dir vorallem nicht richtig rübergekommen. Wenn man zwischen den Zeilen liest, sollte man bemerken können, dass es in dem Gedicht um Selbstverletzendesverhalten geht.
"Gefangen in einem dunklen Raum,
ohne Licht, ohne Luft;
Du ringst nach einem Atemzug,
vergeblich -
es ist verboten und endlos,
und dennoch nur menschliches Verlangen.
Niemand!
Gar Niemand darf es wagen,
sich etwas zu wünschen,
was vom Fluss des Lebens
bereits weggetragen wurde."
Was ich damit meine, ist das Verlangen, die Zeit zurückzudrehen und das baldige Versinken in Erinnerungen, in der Vergangenheit.
In dem Gedicht schreibe ich von meiner "Erfahrung" aus, so als wenn ich mich beobachtet hätte. Ein wenig dramatisiert, vielleicht.
So wünscht man sich also, das Vergangene zurückzuholen, und versinkt in Depressionen.
"Und zur Strafe nun
darfst du all das Leid sehen,
das du anderen angetan hast,
auch wenn nur unbeabsichtigt."
Es ist meistens so... Entschuldige - war zumindest bei mir so, dass der Grund, warum ich gecuttet habe größtenteils der war, dass ich mir für alles die Schuld gegeben habe.
In den anderen Teilen des Gedichtes, wird das Gefühl beschrieben, das man währenddessen spürt.
"und Tränen schießen in deine Augen,
wechseln sie ihre Farbe doch bald,"
die Tränen sollen bildlich dargestellt werden: "wechseln ihre Farbe". Ich bin mir nicht sicher, ob du den "Ausdruck" kennst... Wenn die Tränen ihre Farbe wechseln werden sie rot, d.h. Blut.
Am Ende des Gedichtes bin ich weitergegangen. Ich beschrieb da, um es mal so zu sagen, einen Selbstmord.
Vielen Dank für deine ausführliche Meinung ;).
geschrieben von: Montrose
Ich bedanke mich bei Dir. Jetzt verstehe ich Deine Gedichte um einiges besser :).
geschrieben von: Vampirekiss
Das freut mich.
Aber dass die Gedichte nicht richtig verstanden werden, ist wohl mein Fehler.
Vielleicht sollte ich daran arbeiten, also geht das Danke an dich ;).