„Kleider machen Leute“ – wie viel Wahrheit beinhaltet dieses Sprichwort?
Was sagt Kleidung über einen Menschen aus?
Wie viel Wert legt ihr auf die Kleidung eures Gegenübers? Worauf achtet ihr dann?
Versucht ihr mit eurer Kleidung etwas auszudrücken oder geht es euch schlichtweg um die Bequemlichkeit?
Welche Kleidungsstile mögt ihr (an euch, an anderen)?
Warte gespannt auf eure Antworten,
dg
infernal angel
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I feel aggressive in a grinning world.
And I flee into the Empires of forgotten Beauties.
geschrieben von: Seneca
Das gibt's doch nicht, genau diesen Thread wollte ich auch gerade starten.
Zwei Seelen, ein Gedanke pflegt man da wohl zu sagen.
So...jetz muß ich aber erstmal zusammenfassen was ich eigemtlich schreiben wollte, als Antwort taugt mein Konzept nämlich nicht.
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>>> Pulvis et Umbra sumus <<<
geschrieben von: Seneca
So, da bin ich wieder:
Nun, ich denke ich habe das Thema durchaus schon aus vielfältiger Perspektive erlebt.
Zum einen als Soldat, die Uniform löst die verschiedensten Reaktionen aus, vor allen ältere Menschen trauten eien plötzlich eher über den Weg.
Auch als Anhalter hatte ich in Uniform immer weniger Problem, die Menschen glaubten wohl mich irgendwie einordnen zu können.
Später habe ich im Handwerk gearbeitet, und wenn ich so in meinem Blaumann unterwegs war, fiel mir auf das der Umgang meist unkomplizierter war, beim Brötchenholen, beim Metzger, oder wo auch immer.
Zur Zeit arbeite ich am Empfang in einen Hotel, im schwarzen Dreireiher.
Sofort wird man mit "Sie" und "Herr ..." angesprochen, obwohl zwischen mir und dem Service doch intern gar kein großer Unterschied besteht.
Selbst wenn man auf ein "Du" besteht, scheint es doch Anfangs nicht so selbstverständlich wie unter den Kellnern.
Und im Alltag, auch dort verhält man sich irgedwie anders, gegenüber einem Anzugträger, im Vergleich zu einen offenscheinlichem Handwerker.
Ich habe sogar von einem Fall erfahren, bei dem mein damaliger Meister, der auch Jäger ist, im Jagdgeschäft vom einem Verkäufer, der ihn nicht kannte, wirklich gefragt wurde, ob er sich des Gewehr (knapp 10.000 DM) auch leisten kann, nur weil er eben noch seine Arbeitsklamotten anhatte.
Antwort:
Ja... Kleider machen definitiv Leute, besonders wenn man sich darin auch geübt bewegen kann.
Stellt sich nur die Frage ob man auch tiefgründig und intellektuell wird, weil man schwarz trägt....!
geschrieben von: Seneca
Nachtrag:
Ich für meinen Teil demke mal, das man sogar hauptsaächlich über die Bekleidung versucht, etwas auszudrücken, sei es nun eien Wunschbild von sich selbst, oder Symbol einer Gruppenzugehörigkeit.
Und was die Bequemlichkeit angeht...
Mag jemand Männer in ausgebeulten Jogginhosen...?
Das wäre vielleicht bequem, aber wohl würde ich mich darin noch nicht mal in den eigenen vier Wänden fühlen.
geschrieben von: infernal_angel
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Seneca: Das gibt's doch nicht, genau diesen Thread wollte ich auch gerade starten.
Zwei Seelen, ein Gedanke pflegt man da wohl zu sagen. [/quote]
Nun, wer zuerst kommt, malt zuerst...!
Was gibt es denn da zu entschuldigen...!
Laubgelbe Grüße
C.R.
geschrieben von: Moonblade
hmm, bei mir ist das ein paradox......... und irgendwie wiederum auch nicht.
Ich halte Kleidung für 2.rangig, vor allem wohl auch weil es mir nicht gefällt das auf kleidung so oberflächlich reagiert wird... sprich, ist wohl insofern sowas ähnliches wie eine abgrenzung von oberflächlichkeit.
Dennoch sagen klamotten manchmal einiges über einen menschen aus.... weniger wenn sie "normal" sind, aber besonders wenn sie ungewöhnlich sind.
zB als ganz blödes beispiel, wenn man einen goth sieht wo man erkennt das fast alles was er/sie anhat selbstgemacht ist, sagt das über diese person aus das sie doch irgendwo kreativ sein muss und etwas fantasie haben. Über die Ansichten, gefühle und intelligenz der person jedoch wenig.
Was Berufskleidung angeht... so hab ich davor keinen funken "respekt". Mir ist ziemlich egal was für ein hohes tier oder experte die andere person ist, da schau ich der person lieber kurz in die augen und achte auf die gesten und stimme der person, und weiß im groben woran ich bin.
Für mich selbst steht wohl an erster stelle bei meinen sachen, das sie bequem sein sollen. Denn was bringt mir ein outfit in dem ich mich nicht wohlfühle? An zweiter Stelle achte ich jedoch sehr darauf welche Ausstrahlung mein outfit hat. Weil ich nach aussen gerne so wirken möchte wie ich bin.
Ich habe mir erst recht spät gedanken über mein äußeres schwarzes gemacht, weil mir vorher andere dinge wichtiger waren zu begreifen.
Und im Moment bin ich auch noch dabei mir mein outfit nach und nach sorgfältig so zu gestalten wie ich es mir vorstelle(hab mitlerweile gerafft das ich für das meiste nach jemandem schauen werde müssen der nähen kann, weil ich es so nirgendwo im laden finden werde).
Wie es wirken wird? Wohl schlicht mit einzelnen auffallenden akzenten, elegant, ein klein wenig "uniformiert", mystisch und ein bisschen mittelalterlich. Und mit sicherheit nicht komplett schwarz. Bin u.a. mal gespannt ob das mit dem nachtblauen Umhang mit dezenten reflektierenden metallteilen hinbekomme ohne das es protzig wirken soll.
- Moon
[Dieser Beitrag wurde von Moonblade am 05. Dezember 2001 editiert.]
geschrieben von: TwilightSun
"Kleider machen Leute- aber keine Menschen"
so gefällt mir persönlich der Spruch wesentlich besser. Natürlich achtet man auf sein Aussehen und auf das der anderen.
Man kann sich selbst durch seine Kleidung sehr gut ausdrücken...allerdings mangelt es bei der Verwirklichung meiner Vorstellungen am Geld.
Ich trage hauptsächlich schwarz oder dunkles blau und muss mir dauernd Sprüche wegen meinem Satanismus (der ja auch sooooo sehr vorhanden ist!!!) anhören.
Manchmal trage ich auch bunt...bzw. helle Farben. Und dann werde ich gefragt, was denn mit mir los sei und ob ich krank sei...
schon seltsam, welch große Bedeutung die Leute der Kleidung zumessen.
Lieben Gruß
Twi
geschrieben von: Nachtelbin
Auch wenn ich sage, daß mir das Aussehen eines Menschen zweitrangig ist, achte ich doch darauf.
Allerdings nur bei mir nahestehenden Menschen, vielleicht weil die anderen mir insofern egal sind, daß ich sie nicht unbedingt hübsch finden muss, um sie nett zu finden. Aber wenn dann der Partner, der mal im Rüschenhemd samt zubehör duch die Gegend wandelte, seine Pflegerischen Pflichten sich selbst gegenüber erfüllt, indem er morgens einen Pulli und eine Hose anzieht (und sich eventuell noch kämmt), ist das denn doch etwas eklig...ich finde, die Pflege gehört auch gewissermaßen zur Kleidung, was nützt einem das tollste Outfit, wenn man mieft?
Fazit: Ich kann mit jeder Kleidung, die einigermaßen als solche zu erkennen ist leben, sofern nicht nur die Kleidung gewaschen ist...
Andererseits ist es doch toll, den Gegenüber schön zu finden, und die Ausstrahlung ist doch eine etwas andere, wenn man bloß in schlabberklamotten rumläuft anstatt romantisch in irgendwelchen mittelalterlichen Gewandungen *schwärm*, man assoziiert ja auch ganz andere Dinge...
Die Nachtelbin
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Die, die in der Dunkelheit gelernt haben zu sehen, erblicken mehr, als bloß die Hüllen der Körper.
geschrieben von: herbstliebe
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Seneca:
Laubgelbe Grüße [/quote]
ich achte schon drauf, was andere leute tragen, je nach dem, was/wie sie sich kleiden, entscheide ich, ob ich jemals mit so ner person überhaupt potentiell in kontakt treten würde.
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Suddenly.. Life has a new meaning
geschrieben von: SEIROMEM
infernal_angel:
Kleidung eines Menschen deutet m.E. darauf hin wieviel er selbst sich wert ist und welchem Trend er folgt bzw. ob der Mensch, der eine bestimmte Art von Kleidung trägt, den "kommerziellen" Trends unterliegt, mit denen heute doch sehr viel Geld gemacht wird und angeblich die Werte der Gesellschaft bestimmt werden.
Folgt man diesem Trend nicht, sondern ist kreativ, näht selbst oder geht in second hand Läden, dann wird man es auch an der Kleidung sehen.
Wichtig ist meiner Ansicht nach, der Charakter, das Selbstbildnis, das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl.
Die Stimmung in der sich derjenige befindet wird auch durch die Kleidung gesehen. Die aufgerissene Jeans war m.E. eine Zeit lang bewusst ein Trend der kopiert und vermarktet wurde, der aber im Ursprung der Stil eines einzelnen war und auch immer bleiben wird.
Mir ist der Mensch, dem ich gegenüberstehe wichtig, nicht die Kleidung..und ich versuche ihn zu sehen und zu verstehen.
Liebe Grüsse
SEIROMEM
geschrieben von: Luempchen
Ich selbst bin Schneiderin, komme aber selten dazu mir selbst etwas zu nähen..Die Kleidung ist ist Ausdruck der Individualität.das sich abgrenzen von andren, das "sein innerstes nach außen tragen".Früher wurde Kleiderordnung diktiertdamit man Edelleute von Bauern oder Händlern unterscheiden konnte. Irgendwie hat sich daran trotz freier Meinungsäußerung &abschaffung der Kleiderordung nicht vie geändert. Die Menschen stecken sich selbst mit ihrer Art sich zu kleiden in bestimmte Schubladen. Vielleicht um sich einer bestimmten Grupierung zughörig zu fühlen und als dazugehörig erkannt zu werden...
Man kann also schon einiges anhand der Kleidung über einen Menschen erfahren, natürlich ist das nur eine Einschätzung. Aber Erfahrungswete geben dem ersten Eindruck oft recht.
geschrieben von: Angelus Noctis
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Nachtelbin: was nützt einem das tollste Outfit, wenn man mieft? [/quote]
Recht haste! http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
Aber jetzt muß ich mich hier mal (wieder) ganz schlimm outen. Ich mag raffinierte und ausgefallene Kleidung - an mir und an anderen. Es ist nicht alles, aber Gammellook muß dann doch nicht sein. Gell Nachtelbin? Ich schaue es mir einfach gern an - und solchen Leuten auf der Straße auch hinterher.
Nur hört bei mir die Liebe zur schönen Kleidung auf, wo Freundschaft anfängt. Da ist der Mensch, der drinne steckt, dann doch wichtiger. Wenn sich beides triftt - um so besser... http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif
Meine Klamotten? Eine Mischung aus Bequemlichkeit und Rafinesse: Corsetts, Samtrock, Männerröcke, Schnürteile, aber auch Jeans, T-Shirts, etc. Wird schwierig, das unter einen Hut zu bekommen ... http://www.plaudersmilies.de/sad/nixweiss.gif
Viel um den heißen Brei. Hat mich trotzdem jemand verstanden? http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif
Stille Grüße
Angelus
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... und nahm meine Seele mit sich. Nicht mehr fähig zu lieben - für alle Ewigkeit.
geschrieben von: Kaija
also ehrlich mir ist das sowas von egal was wer an hat. ich sage zwar auch was mir nicht gefällt und was schon aber in prinzip muss es jeder selber wissen und bei kleidung sollte man nicht auf andere leute höhren. :rolleyes: mit mode tipps und fraben e.c. kann mir einer schon gestohlen bleiben.
bei mir ist es so ich ziehe mich nach meinen gefühl an. ich trage nur schwarz (vielleicht mal etwas weißes oder rot)aber so gut wie nie.
geschrieben von: Abhorash
Stimm dem Sprichwort auch voll zu. Hab darin genügend aktive und passive Erfahrung.
Zum einen die passive. Ich trag mitlerweilen eigentlich ständig Anzüge, weil ich kaum mehr Privatleben hab, und ich muss sagen...es klappt^^ Man wird völlig anders behandelt , viele Anzüge unbewusst mit reich, erfolgreich und einflussreich verbinden. Man wird gleich viel höflicher behandelt und jeder kirecht einen wo rein.
Andererseits wird man dadurch von jüngeren Menschen ausgegrenzt und als überheblich bezeichnet, aber hei....ich bin nich überheblich, dass kommt den Versagern nur so vor *G*
Auf der anderen Seite die aktive Erfahrung. Ich beurteile mitlerweilen fast jeden meiner Kunden nur nach dem Erscheinungsbild und der Kleidung. Auch hier klappt es im Großteil der Fälle perfekt. Beim Großteil kann man wirklich allein an ihrer Kleidung wichtigste Interessen und Wesenzüge erkennen. Gibt aber auch einige wenige Ausnahmen, bei denen das überhauptnicht klappt, wie zB meine Verlobte. Die Frau ist aber auch ein Wiederspruch in sich^^
Ich selbst acht bei meiner Kleidung in erster Linie auf die Optik, das es nicht von jedem Deppen getragen wird und auf die Wirkung, die sie auf andere ausübt. Bequemlichkeit und Alltagtauglichkeit gibts für mich nicht. Habs lieber hauteng statt rumgeschlapper.
geschrieben von: Solaria
ohja, kleider und outfit machen auf jeden fall Leute.
habe ich auch schon genug erfahrung... ohne make-up und in schlichtem schwarz seh ich halt bissl klein, zierlich und hilflos aus...werd auch entsprechend behandelt... aber wehe ich hab dann das Diva-Make-up drauf, nieten und ringe und so Zeug. Ich merke auch an mir selbst dass ich dann ganz anders gehe und mich verhalte.
ich mag mich ohne make-up eigentlich net gern anschauen weil ich dann immer diese augenringe hab, ist mir halt nicht perfekt genug.
lg
geschrieben von: Abraxas
Zitat:ich bin nich überheblich, dass kommt den Versagern nur so vor
ach bist du also nicht überheblich, na da schau an...
und woher nimmst du dir das recht, leute, die keine anzüge tragen (vielleicht haben die im gegensatz zu dir ein leben!!!), als versager zu bezeichnen?
denk mal drüber nach!
lg, abraxas
geschrieben von: charuna
@Abraxas Hast du das *G* nicht gesehen?
Ich denke Kleider machen nicht nur Leute von aussen, sondern wirken auch auf einem selbst. Ich ziehe mich eigentlich nur schwarz an, ausser ich habe wqieder mal vergessen Wäsche zu waschen, dann wird es wohl oder übel mal farbiger. In diesen Klamotten fühle ich mich jedoch nicht allzu wohl, Ergebniss: ich werde von allen möglichen Idioten angelabert, trage ich jedoch mein Outfit, welches mir gefällt, werde ich in Ruhe gelassen. Ich denke es kommt auch sehr auf seine Ausstrahlung an, man sieht es einfach den Leuten an, ob sie sich verkleiden, oder sie sich wohl fühlen und die eigentliche Wirkung geht verloren. Jedoch kann es auch sein, dass durch eine andere Kleidung ein Mensch sich anders verhält. Bsp. Jemand trägt nur Jeans, mit diesen verhält er sich lässig und locker (schüchtern), zieht er einen Anzug an, wird er plötzlich arrogant und förmlich (selbstbewusst).
geschrieben von: MissPan
Ich persönlich achte bei anderen Menschen eigentlich mehr auf die Sauberkeit der Kleidung, als deren Art. Ob es sich um einen ungepflegten Menschen im Gothic-Gewand oder im Sportler-Dress handelt, ist mir dann egal.
Haare und Nägel/Hände finde ich oftmals auch aussagekräftiger, als das Outfit.
Wenn jemand unsauber wirkt, merke ich, daß ich unwillkürlich auf Abstand gehe, auch wenn der erste Eindruck täuscht....