schwarze Waben, kalte Kleider,
decken ihre Anmut zu;
es empfängt sie ihr Gefreiter,
lässt dem Fräulein keine Ruh,
nimmt sie, ihre Hände greifend,
tief hinab in Dunkelheit.
Ihre Blicke, irre schweifend
hassen grausam diese Zeit.
Viele Tage, viele Nächte
stets jedoch nur schwarzes Licht,
dass man sie nach oben brächte
wünscht sie, doch sie spricht es nicht.
Wartend, hoffend, ewig sehnend,
dass man sie vom Bann erlöst,
nebenbei den Herrn verwöhnend,
welcher ihren Leib entblößt.
Doch nach langem, schwarzem Weilen,
steigt sie an die Welt empor,
will mit ihr den Frühling teilen,
der bei ihrem Tod erfror.
Öffnet ihre zarten Hände
-es erstrahlt ein heller Glanz
und sie bringt dem Land die Wende
-kündigt an den Lebenstanz.
Frei erblühen Baum und Blüte,
frei schenkt sie das Leben ein,
doch durch ihre warmen Güte
sieht man nie den grauen Schein...
geschrieben von: Edea
TRÄNENTOD 13.07.2003
Zuviel vom bittren Nass getrunken
hat das müde Auge nun,
in klaren Tränen ist’s ertrunken
kann jetzt endlich, endlich ruhn.
Tränentod – zuviel an Trauer,
wahre Tränen sind so rein,
wahre Tränen sind so bitter,
Tränentod muss grausam sein.
Brandesnarben zier’n die Wangen,
heiße Tränen brannten sie.
Oh, dies schmerzerfüllt‘ Verlangen,
Tränen, oh, versiegt doch nie!
Tränentod – zuviel an Trauer,
wahre Tränen sind so rein,
wahre Tränen sind so bitter,
Tränentod muss grausam sein.
Eiskristallne, runde Tropfen,
klirrend bei dem Augenschlag,
hör, wie sie von Innen klopfen,
wartend auf den Sterbetag.
Tränentod – zuviel an Trauer,
wahre Tränen sind so rein,
wahre Tränen sind so bitter,
Tränentod muss grausam sein.
Tränentod, dich will ich wählen,
denn der Schmerz, er rührt mich an,
lieb ich’s doch mich selbst zu quälen
wenn ich dabei weinen kann.
geschrieben von: Edea
Tränenmeer 10.11.2003
Starrer Blick, nach unten gerichtet,
leerer Blick, sie sieht auf sich,
blinder Blick, der Hoffnung nichtet
stummes Sein, so jämmerlich
totes Leben, verdörrt, verweht
und die Augen sind so leer
dort wo ihre Hoffnung geht,
zieht sich hin ein Tränenmeer.
geschrieben von: Edea
Frühling und Winter 29.10.2003
Es tanzt der liebe Frühling mir,
dem Winter, schon voran
und schaffet neues Leben hier,
wo’s Sterben ich begann.
Und lacht er mir gar ins Gesicht,
und tanzt den Lebenstanz
und schert sich um die Kälte nicht,
um meinen kalten Glanz.
Es singt der liebe Frühling mir,
dem Winter, schon sein Lied
und weckt erneut das Leben hier,
wo ich von Dannen schied.
geschrieben von: Edea
Sinn
Der Sinn des Lebens,
In schweigenden Wäldern,
Tief verborgen,
Unerkannt.
In tausend Träumen,
In stummen Ängsten,
Im festen Stein,
Im losen Sand.
In stillen Weihern,
In schweigenden Seen,
Schlummert stets
Sein Angesicht.
In tiefer Schwärze,
Im hellen Leuchten,
Dort,
Wo sich die Welle bricht.
In heißen Tränen,
In Grausamkeiten,
In ewigem Leiden,
Hält er sich auf.
In manchen Menschen,
In vielen Momenten,
In dunklen Grotten,
Im Wasserlauf.
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Kannst du ihn finden,
Wirst du verstehn,
Was zu sagen
Er versucht?
Wirst du wissen,
Was zu tun ist,
Hast du ihn nicht
Selbst verflucht?
Bist du Herrscher
Über sein Wesen,
Über das,
Was er dir bringt?
Kannst du selbst
Die Aufgabe finden,
Die er dir
In Nächten singt?
Weißt du was es heißt
Zu suchen
Ständig auf der Suche
Zu sein
Niemals scheint ein
Hoffnungsschimmer
Stets bleibt
Düsternis allein
Kannst du sagen
Du warst fündig,
Dann gebührt
Dir großes Glück.
Denn viele sind
Sinnlos gestorben,
Mit leeren Augen ,
Mit leerem Blick.
Sie fanden nicht
Und sind verzweifelt,
Sie suchten, gierten
Nach dem Sinn.
Manche strebten nie
Danach,
Kümmerten sich nicht,
Warfen ihn hin.
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Der Sinn des Lebens,
In schweigenden Wäldern,
Tief verborgen,
Unerkannt.
Überzeugende Illusionen
Er sei gefunden,
Bis alles zerfällt,
Asche und Sand.