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Die 9 Pforten

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geschrieben von: Drow

Hi,
ich habe gerade voller Spannung den Film ''die 9 Pforten'' gesehen.

Aber bei mir ist einiges unklar geblieben, hauptsächlich das Ende und die ufgabe der Frau, mit der Jonny Depp am ende vor dem brennenden Schloss geschlafen hat.
VIelleicht fällt jemandem dazu etwas ein das mir helfen könnte!

Mein Fazit zu diesemn Film ist einfach nur Genial!!! Endlich mal wieder ein Film über den ich noch längere Zeit nachdenken kann!

Drow



geschrieben von: cloud

Die Frau ist der Teufel - wie es auch einem der Bücher dargestellt wird - Jonny öffnet die neunte Pforte, indem er den Drachen reitet.
Hab mich wohl zu sehr auf den Film gefreut, das drückt die Begeisterung.
Kennst du 'das Omen' ?



geschrieben von: Drow

Sowas dachte ich mir schon.
Aber was hat das öffnen der 9ten Pforte bewirkt?



geschrieben von: cloud

Vereinigung Mensch-Satan?



geschrieben von: Pitch-Black

Der Film ist klasse. Mal wieder ein Super Film von Roman Polanski.

Die Frau ist von Anfang an der Schlüssel zu der 9. Pforte. Aber das müssen die beiden Helden der Geschichte erst einmal heraus finden. Wobei Johnny Depp da sehr lange im Dunkeln dümpelt. Dennoch ich finde den Film gerade dadurch, das er vieles im Verborgenen läßt schön spannend.



geschrieben von: Bloodrayne

Ich mag den Film auch!Habe ihn heute ja schon zum zweiten Mal gesehen!Eigentlich mag ich Johnny Depp ja nicht so,aber da fand ich Ihn mal sehr gut!Klar das Ende ist zwar etwas komisch,aber dennoch finde ich diesen Film sehr beindruckend!



geschrieben von: Thalmos

Wäre auch langweilig wenn das Ende einen über alles aufklärt. So ein Schluss der überhaupt kein richtiger ist passt zu solchen Filmen denk ich mal besser.



geschrieben von: Omega

@ thalmos:
ja, ich finde auch das das offene ende sehr gut zu dem film passt! im film wird generell vieles nicht gezeigt und ich finde gerade dadurch, dass man auch noch im nachhinein darüber grübeln kann, macht den film gerade interessant!

leider kenn ich auch viele leute die mit dem ende nicht zurechtkommen, da für sie nur filme gut sind wo man alle vorgesetzt bekommt und nix der fantasie überlassen wird...was ich eigentlich schade finde...

ich habe mir diesen film auf dvd geholt und auch beim mehrmaligen sehen macht er noch genausoviel spaß wie beim ersten mal. ich kann ihn nur allen empfehlen die ihn noch nicht gesehne haben ihn sich mal anzusehen...



geschrieben von: Colbert

Also meiner meinung nach, hat der Film schwach angefangen und dann stark nachgelassen ...

Ich hatte mich echt drauf gefreut und wurde irgendwie enttaeucht.



geschrieben von: Flammentanz

Ich hab irgendwie net so ganz gepeilt, welche Rolle diese Bilder beim Öffnen der Pforte spielen - toll, dann hat man halt die neun Bilder, die Lucifer persönlich erstellt hat und die sich unterscheiden. Aber diese komische Botschaft, die der Alte am Ende daraus liest - kommt die nicht auch raus, wenn man die Fälschungen aneinander legt? Ich meine, was ist jetzt das besondere (abgesehen vom Künstler) an diesen neun Bildern?

Mal abgesehen davon - sehr schöner Film, nur der Soundtrack gefällt mir nicht so 100%ig.

Farewell, Flämmi



geschrieben von: Lisuf

@Flammentanz
Nur mit diesen neun Originalbildern kann man die Pforten öffnen. Weil aber das eine doch ne Kopie oder Fälschung oder so ist, verkokelt der Alte doch. Die neun LCF-Schnitte sind also der Schlüssel.


Li



geschrieben von: Lcf

nich schlecht



geschrieben von: Pygmaleon

ich finde der film fängt absolut seriös und spannend an, wird aber dann bis zum schluss hin immer kitschiger



geschrieben von: Luinamathiel

Ich finde den Film absolut genial.
Auch die Verkörperung des Teufels finde ich gut getroffen, mal nicht so was klischee-behaftetes :)



geschrieben von: Nix

Im Gegensatz zu anderen finde ich nicht, dass das Ende offen geblieben ist - ganz im Gegenteil. Die Liebe des Teufels wurde gestillt und sie (der Teufel in Gestalt eines jungen Mädchens, "Biondetta") ist nun nicht länger einsam. Wer den Film komplett verstehen will, dem empfehle ich das Buch (Pérez-Reverte - "Der Club Dumas") sowie die Kurzgeschichte "Der verliebte Teufel" von Jaques Cazotte, die wiederum den Roman, auf dem der Film basiert, inspirierte...

Nix

PS: Überflüssig, zu erwähnen, dass ich den Film für ein absolutes Meisterwerk halte?:p



geschrieben von: Vampirgirl85

Also ich fand den Film auch ganz gut, obwohl ich jetzt net drauf gekommen bin, dass die Frau letztendlich der Schlüssel war (oder etwa doch die Bilder oder doch beides??).

Dass die Frau eine entscheidende Rolle spielte hab ich von Anfang an gewußt, aber was sie nun darstellen sollte, das war mir eigentlich nicht ganz klar.

Fazit:
Der Film war nicht schlecht, doch man hätte meiner Meinung nach noch mehr draus machen können.



geschrieben von: The Archer

Mein erster Eindruck war, man hätte beim Drehbuch den Sex vergessen und ihn noch schnell in die letzten fünf Minuten gequetscht.
Auch wenn die Story sehr von der Buchvorlage abweicht, baut der Film verdammt geniale Atmosphären auf und Wojciech Kilars Musik jagt mir jedes Mal eine Gänsehaut über den Rücken.
Das Ende ist in der Tat merkwürdig. Der Film baut gerade zum Schluss unglaublich viel Spannung auf, und obwohl das Ende an sich raffiniert ist, verpufft die Spannung dennoch, als hätte Polanski in den letzten fünf Minuten keine Lust mehr gehabt, den Film fertig zu drehen.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von The Archer
Mein erster Eindruck war, man hätte beim Drehbuch den Sex vergessen und ihn noch schnell in die letzten fünf Minuten gequetscht.
Auch wenn die Story sehr von der Buchvorlage abweicht, baut der Film verdammt geniale Atmosphären auf und Wojciech Kilars Musik jagt mir jedes Mal eine Gänsehaut über den Rücken.
Das Ende ist in der Tat merkwürdig. Der Film baut gerade zum Schluss unglaublich viel Spannung auf, und obwohl das Ende an sich raffiniert ist, verpufft die Spannung dennoch, als hätte Polanski in den letzten fünf Minuten keine Lust mehr gehabt, den Film fertig zu drehen.



Treffend analysiert, wirklich. Dennoch soll das Würstchen nicht ohne Senf bleiben.;)
Der Sex wurde nicht vergessen. Man denke an die Szene, als versucht wird, Corso mit Sex zum Verkauf des Buches zu bewegen und später an die durchaus erotische Ankleideszene im Schloss. Ich finde, dass mehr Erotik dem Film geschadet hätte. Die Andeutungen waren ausreichend.
Was die "Atmosphären" angeht, gebe ich dir recht. Es bleibt ein Film für Ästheten, für Genießer.
Das Ende. Hm, tja da muss ich dir beipflichten. Auch ich hätte da mehr (und längeres) erwartet. Es sieht tatsächlich so aus, als wäre die Kohle zur Neige gegangen. Auch vermag ich nicht zu erkennen, wie ein einzelner Geschlechtsakt die Erfüllung (!) der Liebe (!) des Teufels (!) zu einem Menschen veranschaulichen soll.
Der Roman ist unter diesem Aspekt deutlich schöner, vollkommener.

Nix



geschrieben von: Peachycoma

....is nun schon einige zeit her, dass ich den film gesehn hab... aber trotzdem muss ich sagen, dass mich der film echt beeindruckt hat....super film....vor allem weil ich mir noch im nachhinein noch gedanken über den schluss gemacht hab...aber ihr habt´s ja nun aufgeklärt.....schön....



geschrieben von: Loup de nuit

Der Film ist genial. Leider hat man den schönen Johnny doch sehr entstellt - aber das tut der "Liebe" keinen Abbruch...:D



geschrieben von: Natan

Ich finde den Film im Vergleich zum Buch (Pérez-Reverte - "Der Club Dumas", wie schon erwähnt) jämmerlich. Vorallem der Schluss ist sowas von schlecht, wenn man das Finale vom Buch kennt. Wenn ich den Film dagegen alleine betrachte, ist er schon sehenswert - spannend und mit einem guten Depp.



geschrieben von: Ardath Bey

Ich kenn das Buch nicht aber den Film fand ich sehr gut.
Allerdings meine ich das die Frau nicht der Teufel selbst sondern ein Sukkubus ist.
Was die "echten" Bilder von Luzi und die normalen Versionen betrifft ist das schon entscheident den die Luzi Bilder sind leicht anderes, enthalten also andere Informationen.
Und sex gehört ja nun seit dem Pseudo Satanisten Aleister Crowley zum Satans Glaube dazu sind doch die Satanischen Rituale eine Umkehrung der Christlichen in denen Keuschheit vorherrscht - wenn auch nicht praktiziert wird. :D

Eine der besten Szenen ist wie das Mädel die Treppen am Fluß herunterschwebt und den Typ umtritt. An dieser Stelle wissen wir das wir es mit Übernatürlichen zu tun haben und alles ganz unspektakulär, ganz schlicht und fast unauffällig - Großartig!


Wer sich für ähnliche Filme interessiert dem sei "The Devil Rides Out" aus den Hammer Studios empfolen; nach einer Roman Vorlage von Dennis Wheatley.
Die DVD hat darüberhinaus ein sehr interessantes Audiokommentar von keinem geringeren als Christopher Lee, der sich als Kenner des Okkulten heraus stellt. :)
Dazu auch "The Wicker Man" DVD.



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Allerdings meine ich das die Frau nicht der Teufel selbst sondern ein Sukkubus ist.



Das ist jedoch falsch, s.o.

Zitat:
Und sex gehört ja nun seit dem Pseudo Satanisten Aleister Crowley zum Satans Glaube dazu sind doch die Satanischen Rituale eine Umkehrung der Christlichen in denen Keuschheit vorherrscht - wenn auch nicht praktiziert wird. :D


Ob es sich beim Satans-"Glaube" im eigentlichen Sinne um einen Glauben handelt, mag dahinstehen. Dass erstmals Crowley eine Verknüpfung zwischen Schwarzer Magie und Sex hergestellt hat, ist unwahr. Crowley mag eine äußerst streitbare Figur gewesen sein, ihn aber nur als "Pseudosatanisten" hinzustellen, wird ihm nicht gerecht.

Zitat:
Wer sich für ähnliche Filme interessiert dem sei "The Devil Rides Out" aus den Hammer Studios empfolen; nach einer Roman Vorlage von Dennis Wheatley.

Ich bin mir sicher, dass Polanski diesen Vergleich nicht mögen würde.



geschrieben von: Odessa

Nix schrieb:
---
Der Sex wurde nicht vergessen. Man denke an die Szene, als versucht wird, Corso mit Sex zum Verkauf des Buches zu bewegen und später an die durchaus erotische Ankleideszene im Schloss. Ich finde, dass mehr Erotik dem Film geschadet hätte. Die Andeutungen waren ausreichend.
---

Andeutungen finde ich bei Erotik generell viel aufregender als "zu viel zu deutlich" Gezeigtes, was meist nur plump oder fade wirkt meiner Meinung nach.

---
Was die "Atmosphären" angeht, gebe ich dir recht. Es bleibt ein Film für Ästheten, für Genießer. Das Ende. Hm, tja da muss ich dir beipflichten. Auch ich hätte da mehr (und längeres) erwartet.
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Das war auch mein Kritikpunkt an dem Film (ich habe ihn mir vor zwei Tagen mal wieder angesehen auf DVD, deswegen erst jetzt meine Meinung hierzu). Das Ende war etwas arg "gestopselt", lieblos fast.

Von den Bildern, den Schauspielern und der Musik her - stimmig, mit gutem Spannungsaufbau. Die Romane, die Du, nix, erwähnt hast, kenne ich jedoch nicht, aber sind sicher ein guter Tip!



geschrieben von: Gezeichneter

@ Odessa.

Zitat:
In der Mitte des sonnenüberfluteten Platzes blieb er geblendet stehen. Das Mädchen saß noch immer im Auto und der Bücherjäger wurde von einem tiefen, egoistischen Jubelschauer erfaßt, als er feststellte, daß sie sich nicht mit den letzten Schatten der Nacht verflüchtigt hatte. Sie lächelte ihm voller Zärtlichkeit zu, unglaublich jung und schön, mit ihrer Jungenfrisur, der braungebrannten Haut, den ruhigen Augen, die erwartungsvoll auf ihn gerichtet waren. Und der phantastische Goldglanz, den die schillernden grünen Augen verstrahlten, dieses Licht, vor dem die dunklen Winkel der alten Stadt, die Silhouetten der Kirchtürme und die gotischen Torbogen des Platzes zurückwichen, spiegelte sich in ihrem Lächeln, als Corso auf sie zuging. Nach ein paar Schritten senkte er resigniert den Kopf, bereit, sich von seinem eigenen Schatten zu verabschieden. Aber er hatte keinen Schatten zwischen seinen Füßen.


Zitat:
Diese Art von Streichen spielen einem die Bücher nun einmal, sagte er sich. Und jeder hat den Teufel, den er verdient.


Auch der Soundtrack von Woijciech Kilar ("Der Tod und das Mädchen", "König der letzten Tage", "Bram Stoker's Dracula") soll noch einmal würdig hervorgehoben werden.



geschrieben von: Odessa

Traust Du Dich noch mit mir zu sprechen oder redest Du nur in Zitaten mit mir ;) ? (guck mal pn)

Ich nehme an das ist aus einem der Bücher? Liest sich sehr schön, sehr zärtlich.



geschrieben von: Gezeichneter

Ähm, sorry. :o Hol ich gleich nach. ;)
- Nein, natürlich nicht nur noch in Zitaten.

Ja, richtig, das ist aus dem Roman...



geschrieben von: donnyjepp

Die Neun Pforten ist ein toller Film.
Von Anfang an bis zum Schluss blieb es spannend.
Schön fand ich, dass es kaum Schockeffekte gab und auch sehr wenig Blut.
Das Rätsel um die drei Bücher war sehr schnell klar. Allerdings waren die Filmfiguren ein viel größeres Rätsel. Was ich persönlich super fand.

Zum Schluss gab es eine Riesenwendung, wenn man den Film genau mitverfolgt hat.
Denn Johnny Depp war letzlich der Teufel! Besser gesagt er wurde auserkoren, dem Teufel eine menschliche Gestalt zu geben. Deshalb ist er zum Schluss durch die Pforte gegangen.

Am Anfang des Films bei der Vorlesung, hatte Balkan über Hexen gesprochen. Die Frau saß im Saal. Diese Szene war enorm wichtig, um zu verstehen, wer die Frau eigentlich war. Sie war eine Hexe, die dem Teufel gedient hatte. Symbolischer kann man das in einem Film kaum schöner darstellen. Sie kannte die Gebote Gottes (daher die übersinnliche Kraft), war allerdings mit dem Teufel verbunden bzw. hatte den Pakt mit dem Teufel.

Die Frau hatte Johnny Depps Brille zertreten, um ihn mit ihren Blicken in ihren Bann zu ziehen. Sie hatte auch ihr Blut an Johnny Depps Stirn geschmiert. Das alles bedeutet, dass sie ihn erkannt hat bzw. dass er der Auserwählte ist.

Die Frau kann nicht der Teufel gewesen sein, weil sie im Buch auf dem Drachen saß. Und der Drache symbolisiert den Teufel. Das war ein Bild, dass sie mit dem Teufel intim war.

Die intime Schlussszene der beiden zeigte eindeutig, dass sie (Hexe) mit ihm (Teufel) verbunden war, wie es auch im Buch gemalt war.

Balkan hatte bei seiner Zeremonie folgendes zum Johnny Depp gesagt:

"...Trotz der Meinungsverschiedenheiten habe ich eine gewisse Schwäche für sie. Wie haben etwas gemeinsam wir beide. Wir teilen die selbe Leidenschaft. Sie sind ebenso besessen wie ich, nicht wahr? Aber leider ist nur einer ausersehen das Schicksal zu erfüllen... Gehen Sie jetzt..."

Hier hatte er wunderbar Johnny Depps Wandlung zum Bösen erklärt.

Johnny antwortete daraufhin: "Ich geh auf keinen Fall mit leeren Händen!"

Johnny bestätigte damit selbst seine charakterliche Wandlung.

Dann gab's noch eine Szene als der Johnny Depp diesen Hund sah, nachdem er die alte Frau tot im Rollstuhl vorfand und nach draußen rannte.
Der Hund hatte sein Herrchen erkannt. Es war denke ich der Höllenhund "Kerberos".

Der Film ist eigentlich genial, wenn man sich einwenig Zeit dafür nimmt, die Szenen im Kopf nochmal durchzuspielen.



geschrieben von: Ardath Bey

@ Gezeichneter
Zitat: "Ich bin mir sicher, dass Polanski diesen Vergleich nicht mögen würde."

Wieso? Weil Dennis Wheatley von der Materie des Satanismuß wirklich was wusste und Polanski nicht?
Weil es in "The Devil Rides Out" wirklich um Satanismuß Anhänger geht und nicht um irgendwelchen Mythologischen Firlefanz. Oder weil beim Hammer Film Christopher Lee mitspielt der den Film nicht nur lobt sondern wie erwähnt sich ebenfalls sehr gut mit der Materie auskennt.

Und A.Crowley bleibt ein Möchtegern mit seinem Mythologie-Rituale-Müslie. Der ganze Sex bei Crowley kommt nicht vom Satanismus sondern ist vom Tantra beeinflusst. Was man leicht nachvollziehen kann, wenn man mal nachliest, wo Crowley den größten Teil seines Wissens herhatte -> Hermetic Order of the Golden Dawn die man getrost als Religionswissenschafter bezeichnen kann.



geschrieben von: belladonna

@Ardath Bey

Schau mal hier ;)

http://www.magick-pur.de/cms/index....robe&printmode=



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Weil es in "The Devil Rides Out" wirklich um Satanismuß Anhänger geht und nicht um irgendwelchen Mythologischen Firlefanz.
(...)
Und A.Crowley bleibt ein Möchtegern mit seinem Mythologie-Rituale-Müslie. Der ganze Sex bei Crowley kommt nicht vom Satanismus... usw.



Wie schon sehr zutreffend geschrieben wurde:

Zitat:
Original geschrieben von Gezeichneter

Ob es sich beim Satans-"Glaube" im eigentlichen Sinne um einen Glauben handelt, mag dahinstehen. Dass erstmals Crowley eine Verknüpfung zwischen Schwarzer Magie und Sex hergestellt hat, ist unwahr. Crowley mag eine äußerst streitbare Figur gewesen sein, ihn aber nur als "Pseudosatanisten" hinzustellen, wird ihm nicht gerecht.

Ich bin mir sicher, dass Polanski diesen Vergleich nicht mögen würde.



Der letzte Satz von G. bezieht sich vermutlich darauf, dass Polanskis Filme (anerkannte) Kunstwerke waren und sind. Das mögen zwar manche für die Low-Budget-Trash-Filme aus den Hammer-Studios auch in Anspruch nehmen, ich persönlich halte davon aber nichts. Ich halte "The Devil Rides Out" auch nicht für einen ähnlichen Film. Nichtmal annähernd.
Aber jedem sein Filmgeschmack.

"Die Neun Pforten" hat nichts mit Crowley zu tun. Vielleicht ist es menschliche Schwäche, dass manchem einfach jeder Thread recht ist, sein überaus fundiertes Wissen über Crowley den geneigten Lesern kundzutun.
Zu denen gehöre ich nur leider nicht.

Wäre das Board ein Mensch, würden sich ihm inzwischen schon bei dem Namen "Crowley" die Nackenhaare aufstellen.



geschrieben von: JohnSteed

Ach, ich mag den Film einfach, aber es ist mir zu mühsam da jetzt rumzuerklären warum...



geschrieben von: Ardath Bey

@ Nix
Es ist doch immer gut wenn man beim lesen auch denkt.
Zum einen habe ich zu keinem Zeitpunkt behauptet das Crowley den Sex im Satanismus eingeführt hat sondern das er ihn etabliert oder anders, in diesen Kreisen Salonfähig gemacht hat.
Und dieser Hinweis bezieht sich, ich musste doch lachen, auf deine eigene Frage wie ein einzelner Sexualakt zur Erüllung der Liebe des Teufels? führen kann. Teufel -> Sex -> moderner Satanismus -> Crowley
Vieleicht weil der Teufel kein Pornostar ist?!
Ich mein .... die Liebe des Teufels. Von Vornherein schon mal Blödsinn aber ... wieso soll einmal nicht reichen. Ab wievielen Malen ficken wäre die Liebe denn erfüllt?
Ich denke doch eher das die Häufigkeit absolut irrelevant ist.
Und nachwievor bleibt ungeklärt ob die Frau wirklich der Teufel selbst oder eher ein Sukkubus ist was ich immer noch für wahrscheinlicher halte zumal die Vereinigung mit einem Dämon ein klassisches Satansritual ist wie wir es schon bei Johannes Praetorius beschrieben finden.
Und mich interessiert nicht wie das in einer Geschichte steht die dann ein Buch beeinflusst hat aus dem dann ein Film wurde.
A.Hitchcocks "Die Vögel" kann man auch nicht mit Arthur Machens The Terror: A Fantasy vergleichen. Genausowenig wie Starship Troopers oder Bladerunner etwas mit der Geschichte zu tun haben von denen sie inspieriert sind. Bladerunner. Passendes Beispiel. Im Directors Cut ist Dekkard ganz klar ein Android im Buch ein Mensch. Es bleibt also ungeklärt ob die Frau der Leibhaftige ist oder ein Sukkubus.
Klar, wenn du ein Kommentar von Polanski kennst in dem er deutlich sagt "Ich wollte die und die Geschichte verfilmen!" ist das was anderes.

Was meinen Hinweis auf The Devil Rides Out betrifft kann ich auf euer Feingefühl leider keine Rücksicht nehmen. Der Film ist erstaunlich gut, trotz Hammer, und befasst sich ebenfalls mit dem Thema Satanismus. Im Gegensatz zu "Die 9. Pforte" ist The Devil Rides Out sogar sehr nah an der Romanvorlage.
Darüber hinaus gibt es ja vielleicht Leute die auch andere Filme zu dem Thema sehen wollen die aber nicht so eurer Empfinden für gehobene Kunst oder Johnny Depp haben.

Was ich immer nicht begreife ist wieso Leute, sobald ihnen etwas nicht passt mit Geschmack argumentieren. Die neunte Pforte und The Devil Rides Out befassen sich mit der gleichen Materie -> Satan und seine Anhänger.
Was hat das mit Geschmack zu schaffen?
Fakt ist das sich TDRO konkreter mit dem Thema befasst als DNP der lediglich ein Fantasyfilm ist. Sicherlich. Interpretation. Ich zitiere hier John Carpenter zur Frage ob er politische Motive in Once upon a time in West sieht: "Wenn man es unbedingt will kann man in jedem Film der jemals gemacht wurde etwas politisches sehen. Inklusive Plan 9 from Outer Space!"



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
@ Nix
Es ist doch immer gut wenn man beim lesen auch denkt.
Zum einen habe ich zu keinem Zeitpunkt behauptet das Crowley den Sex im Satanismus eingeführt hat sondern das er ihn etabliert oder anders, in diesen Kreisen Salonfähig gemacht hat.



Nein, nur dass er beim ihm (zwangsläufig) dazugehört. Ich fand aber schon die Assoziation mit Crowley überhaupt daneben. Der Film und das Buch bewegen sich auf einer gänzlich anderen, poetisch-emotionalen, Ebene. Crowleys Satanismusentwurf fusst auf Egoismus, Herrschaft, Macht und Unterordnung. "Die Neun Pforten" handeln von Liebe, von äonenwährender Einsamkeit und davon, dass der Teufel Gefühle hat.

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Und dieser Hinweis bezieht sich, ich musste doch lachen, auf deine eigene Frage wie ein einzelner Sexualakt zur Erüllung der Liebe des Teufels? führen kann. Teufel -> Sex -> moderner Satanismus -> Crowley
Vieleicht weil der Teufel kein Pornostar ist?!
Ich mein .... die Liebe des Teufels. Von Vornherein schon mal Blödsinn aber ... wieso soll einmal nicht reichen. Ab wievielen Malen ficken wäre die Liebe denn erfüllt?



Du scheinst leider keinen Unterschied zwischen Sex und Liebe zu machen. Auch einen millionenfacher "Fick" hätte das, worum es in dem Film ging, nicht darstellen können. Deshalb fand ich (und das ist nur meine Meinung) die Szene etwas plakativ.

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Und nachwievor bleibt ungeklärt ob die Frau wirklich der Teufel selbst oder eher ein Sukkubus ist was ich immer noch für wahrscheinlicher halte zumal die Vereinigung mit einem Dämon ein klassisches Satansritual ist wie wir es schon bei Johannes Praetorius beschrieben finden.


Das Mädchen ist der Teufel. Ihr Name ist vielleicht sogar Biondetta. Wie ich schon sagte, beruht der Film (credits) auf "Der Club Dumas". Dieser wiederum beruht (genaues Lesen des Romans vorausgesetzt) auf der Geschichte "Der verliebte Teufel" von Jaques Cazotte. Soviel zum Denken beim Lesen.

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Und mich interessiert nicht wie das in einer Geschichte steht die dann ein Buch beeinflusst hat aus dem dann ein Film wurde.


Von mir aus. Jeder, wie er will.

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Im Gegensatz zu "Die 9. Pforte" ist The Devil Rides Out sogar sehr nah an der Romanvorlage.


Da Du die Romanvorlage zu "Die Neuen Pforten" offenbar nicht kennst, scheint das keine sehr fundierte Behauptung zu sein.

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Darüber hinaus gibt es ja vielleicht Leute die auch andere Filme zu dem Thema sehen wollen die aber nicht so eurer Empfinden für gehobene Kunst oder Johnny Depp haben.


Habe ich gar nichts dagegen. Wenn ich von etwas begeistert bin, ist mir das Empfinden anderer nur sehr egal.

Zitat:
Original geschrieben von Ardath Bey
Was hat das mit Geschmack zu schaffen?


Das würde den hier noch tolerierten OT-Rahmen sprengen.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Cazottes Leben ist wahrscheinlich genauso farbenprächtig wie seine wenigen heute noch bekannten Werke, es stellt sich insbesondere nach der Lektüre des Vorworts unwillkürlich die Frage, ob der Protagonist dieser Kabale und Liebe nicht eine Inkarnation des Autoren darstellt.

Nach einer Anstellung in der Marineverwaltung siedelte der am 17.Oktober 1719 geborene Cazotte für einige Jahre nach Martinique um, machte dort ein Vermögen, das er nach seiner Rückkehr nach Paris verloren hat, begann 1752 oder 1753 mit seinen ersten eigenen Erzählungen. Vorher fiel er durch liebevolle oder bissige Parodien orientalischer Geschichten auf, setzte sich mit dem Mystischen und Paraphysischen oft bissig, dann wieder ironisch verklärt auseinander und veröffentlichte 1772 den hier vorliegenden Kurzroman, sein bekanntestes Werk, das allerdings 1776 gründlich überarbeitete und in seine Sammlung „Scherzhafte und moralische Werke“ integrierte.

Cazotte gehörte trotz einem schweren Augenleiden zum Kreis der Illuminaten, war Royalist und wurde im Zuge der Französischen Revolution 1792 verhaftet und im gleichen Jahr hingerichtet.

„Der verliebte Teufel“ gehört noch heute noch zu seinen bekanntesten Werken. Dabei lässt sich eine – allerdings in umgekehrter Struktur – Ähnlichkeit zum ersten „Faust“ nicht verleugnen. In diesem Fall wird mehr und mehr der Teufel scheinbar zum Opfer des Menschen, sucht neue Wege, sich weiter zu entwickeln und Emotionen zu erleben – während Faust ja im Grunde erst nach dem Wissen und dann nach Macht über das sittsame Mädchen Gretchen strebt. Dabei bleibt unklar, ob der Teufel das Spiel die ganze Zeit beherrscht hat oder sich selbst zumindest für einen Augenblick in seiner eigenen Intrige gefangen gesetzt hat.

Provoziert wird der Teufel auf jeden Fall durch das lasterhafte und zügellose Verhalten eines jungen Spaniers – do Alvaro de Maravillas -, der aus einer Laune heraus den Teufel beschwört. Diese Gelegenheit lässt dieser sich nicht natürlich nicht entgehen, neckt sein potentielles Opfer mit verschiedenen Verkleidungen und entscheidet sich für ein Auftreten als junger Dienstbote, bevor er sich für die Rolle eines jungen Mädchens entscheidet. Mit Charme und sanften Druck, mit Koketterie und Erotik, mit verschlagener Manipulation suggeriert der Teufel in Gestalt der liebenswerten und außerordentlich hübschen, sowie natürlich reichen Biondetta, dass selbst als verkleideter Teufel sie die gleichen Bedürfnisse wie jede andere junge Frau hat. Sie manipuliert ihn geschickt mit Gaben, Briefen aus der Heimat und einer nicht zu leugnenden aggressiven Verführung. Gemeinsam beginnen sie eine Reise von Venedig in die spanische Heimat. Mehr und mehr beginnt der junge Mann seine Identität zu verlieren und büßt seinen eigenen Willen ein. Dabei nutzt der Teufel geschickt dessen Schwächen aus. Eine Entscheidungsunlust, eine fehlende Konsequenz in Bezug auf Richtungsweisende Entscheidungen, seine Spielsucht. Als Maravillas eines Abends sein Vermögen verspielt hat und mit Schulden zurückkommt, gibt ihm der Teufel die Möglichkeit und die Barschaft, das Geld zurück zu gewinnen. Das geschieht auf beeindruckende Weise am nächsten Tag. Zum ersten Mal erkennen aber Protagonist und Leser, dass ihm mit dieser neuen Fähigkeit der Reiz am Spiels, der Reiz am Risiko genommen wird. Während der Teufel eher belustigt, aber interessiert diese charakterliche Veränderung registriert, beginnt sich Maravilla zumindest phasenweise aus dem Einfluss der lieblichen jungen Frau zu lösen.


Auszug aus einer Rezension von Thomas Harbach
Quelle:
http://www.sf-radio.net/buchecke/bi...401-1106-6.html

Perez-Reverte hat dieser Kurzgeschichte jedoch eine andere Wendung gegeben. Während dem Roman die Lösung vom Teufel gelingt, will sich Corso gar nicht lösen. Er lässt sich darauf ein, Partner und Geliebter des Mädchens zu werden und die letzte Pforte zu durchschreiten. Damit erlöst er sie letztlich aus ihrer Einsamkeit, aber auch sich selbst.

Mit Ficken hat das wenig zu tun.



geschrieben von: Thalamus

Zitat:
Original geschrieben von Nix
Low-Budget-Trash-Filme aus den Hammer-Studios


Das habe ich mal überlesen :p

PS:

http://i296.photobucket.com/albums/mm200/Fuqqueue/Crowley.jpg

http://vimeo.com/8976968

demnächst im Cinema Macabre



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Thalamus
Das habe ich mal überlesen :p



Diesbezüglich suchte ich keinen Streit. Immerhin ging aus den Hammer-Filmen auch eine Perle wie Vincent Price hervor.
Obwohl ich mich während meines Studiums über einige Jahre mit Crowley beschäftigt habe, teile ich seine Philosophie wie auch die der heutigen COS längst nicht mehr, weil sie mir zu inhuman ist. Das bedeutet jedoch längst nicht, dass er ein faszinierender, äußerst gebildeter Mensch und wunderbarer Poet (siehe Post weiter oben) war.
Aber "Die neun Pforten" in die Nähe von Crowley zu rücken, erscheint mir dennoch fernliegend.





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