Ich tanzte im Kreise des ewigen Feuers
die Nacht ist mein,der Tag ist euer
Einst siegte die Sonne,das ewige Licht
gegen die Finsternis,doch hielt dies nicht
Die Dunkelheit existierte fortwährend
die Seelen der Menschen erschwerend
Die Sonne hingegen einst stark und schön
wurde verbannt,ich wußte wir würden sie
niemals wieder sehen
Die bösen Geister irrten nun flüsternd
und lauernd durch die Nacht,
es wird gesagt sie hätten alles Gute
den Menschen genommen
und Tod und Verdärbnis gebracht
Da ist sie nun,die Welt gefroren im
ewigen Eis,
Dunkelheit herrscht weit und breit
Nur die Flammen des ewigen Feuers
sind das einzigst warme hier
Ich tanze in ihnen und erkenne
das Böse ist das Ende,das Böse sind wir
geschrieben von: Dark Poet
Wirklich sehr ansprechend.
Hast du dieses geschaffen?
Sollte dieses der Fall sein, so habe ich eine Verständnisfrage...
Es scheint nämlich so, als ob das "lyrische Ich" zum einen der verbannten Sonne nachtrauert, zum anderen aber auch ein Teil des Bösen ist.
Ist das "lyrische Ich" unfreiwillig ein Teil des Bösen?
Eine weitere Frage: identifizierst du dich mit dem "lyrischen Ich"?
Gruß,
Dark Poet
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Death relates to life as an orgasm to sex(Marquis de Sade)
geschrieben von: ir:ma
... ist es nicht so, dass wir stets dem hinterhertrauen was uns verloren ging? ... sei es dunkelheit oder sei es licht ... das eine entbehrt ohne das andere jeglichen sinn ... das erkennen, dass wir ... jeder für sich vereinigung ist mit licht und dunkelheit mit gut und böse ... das ist was ich aus den zeilen erkenne ... und ist es nicht so, dass jeder dichter oder auch nur ein leser, wenn ihn die zeilen ansprechen ... sich identifiziert ... auf die eine oder andere art und weise? ...
gruss
ir:ma
geschrieben von: Darkness
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Dark Poet: Wirklich sehr ansprechend.
Hast du dieses geschaffen?
Sollte dieses der Fall sein, so habe ich eine Verständnisfrage...
Es scheint nämlich so, als ob das "lyrische Ich" zum einen der verbannten Sonne nachtrauert, zum anderen aber auch ein Teil des Bösen ist.
Ist das "lyrische Ich" unfreiwillig ein Teil des Bösen?
Eine weitere Frage: identifizierst du dich mit dem "lyrischen Ich"?
Gruß,
Dark Poet
[/quote]
Ich freue mich,dass du dich so intensiv mit meinem Gedicht beschäftigt hast,auch ich habe schon einige deiner gelesen.Ich habe dieses Gedicht selbst geschrieben,es ist das Erste,welches ich veröffentlicht habe.
Doch nun zu deiner Verständnisfrage:
Das "lyrische Ich" ist,wie du richtig erkannt hast ein Teil des Bösen,jedoch trauert es nicht direkt der verbannten Sonne nach,sondern dem damit verlorenen Gegensatz.Außerdem ist es nicht unfreiwillig ein Teil des Bösen,denn das Böse ist ein Teil in jedem von uns,auf eine Art verehrt es das Böse sogar.Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren,somit verliert auch die Dunkelheit ihren Reiz,denn ohne das Licht geht die Sehnsucht nach der Dunkelheit verloren.Betrachte das Ganze mit ein wenig Ironie!Nun zu deiner letzten Frage:
Ja,ich identifiziere mich in gewisser Hinsicht mit dem "lyrischen Ich",es beschäftigt sich mit einigen Fragen,die ich mir stellte.Aber identifiziert sich nicht jeder Dichter mit dem Inhalt oder der Person seines Gedichtes?
Gruß
Darkness
geschrieben von: Mac
So So Darkness. Da bin ich ja grade rechtzeitig zurück gekommen. Ob sich ein Dichter mit dem Lyrischen Ich seiner Werke identifiziert sollte ein Geheimnis bleiben. Das Geheimnis des Gedichts schlechthin eigentlich.
Mir ist es schon oft passiert das ich gefragt wurde "Bist du das in deinem Gedicht?" Ich vermeide dann prinzipiell klare Antworten, ja führe den Fragenden noch mehr ins Unklare. Damit er seine eigene Interpretation , sich selbst in den Zeilen finden kann!
Kann man auf dem "hinterhertrauern" das gar nicht weg ist?
geschrieben von: ir:ma
guten morgen Mac ...
... man kann dingen, gefühlen .. etc. hinterhertrauern, ohne dass sie wirklich verschwunden sind ... einfach weil sie für einen nicht mehr erreichbar sind ... oder weil man einen neuen blickwinkel entdeckt hat, der die vergangene ansicht nicht mehr zulässt ... das leben lässt uns verlieren, weil wir uns fortbewegen ... oder nicht? ...
fragende grüsse, ir:ma
[Dieser Beitrag wurde von ir:ma am 12. Januar 2001 editiert.]
geschrieben von: Mac
Stehen wir nicht eigentlich ständig still und das Leben bewegt sich?
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Du bist das Sein das das Nichts überzeugt das das Alles in der dunkelsten Stunde des Lichts
"in dubio pro reo" spricht!
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Mac: Stehen wir nicht eigentlich ständig still und das Leben bewegt sich?
[/quote]
... still stehen wir in dem moment wo wir uns aufgeben ... das leben bewegt sich doch nur, weil wir uns bewegen ... und wenn wir uns selbst "aufgeben" ... dann ist es kein leben was sich bewegt ... dann ist es nur die zeit die fortschreitet ... es gibt zu viele tote lebende ... das ist mir gerade in der letzten zeit wieder recht deutlich vor augen geführt worden und manchmal ist die einzige möglichkeit nicht daran zu zerbrechen ... mit diesen menschen zu brechen ... um wieder frei zu atmen und vor allem das "leben" zu leben ... damit es nicht still steht ...
gruss ir:ma
geschrieben von: Mac
Dann sind wir also die Boote auf dem Fluss des Lebens?!?! Möglich!
Ach und sagt man nicht das Leben ist ein Kreis? Wo genau fängt dieser Kreis dann an?
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Du bist das Sein das das Nichts überzeugt das das Alles in der dunkelsten Stunde des Lichts
"in dubio pro reo" spricht!
... welche bedeutung wir überhaupt im zeitgeschehen haben, in anbetracht des alters wer welten und des universums ... ich glaube das vermag niemand so recht zu wissen oder zu erklären ... letztendlich sind wir ein staubkorn in der wüste ... aber doch ... ohne die staubkörner ist die wüste nicht wüste ... also hat vielleicht doch ein jeder irgendeine bedeutung ...
... im kreislauf des lebens gibt es kein anfang und kein ende ... des gibt nur ein immerwährendes fortbewegen ... aber sicher sehen wir einen anfang im beginn unseres bewusst seins ... heisst mit unserer ersten erinnerung und es endet mit dem verlöschen des letzten gedanken im tod ... aber wer kann schon sagen, dass nicht der angang das ende ist oder nicht ...?
Wenn ich aber jetzt spontan entscheide ab heute will ich ein grösseres Staubkorn sein, würde das irgendetwas bewirken oder käme es darauf an ob mich alle anderen Staubkörner auch plötzlich als grösser betrachten?
Das Leben hat einen Anfang und ein Ende für mich. Ein Kreis ist das drum herum aber das ist für mich das Universum(ja Trinity ich weiss klingt ein bischen nach B5 http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif ) und auch das ist kein echter Kreis. Denn alles, auch das Leben(alternativ Universum *glucks*) hat ein Ende. Die Frage die sich mir stellt ist: Was genau ist ein ENDE???
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Du bist das Sein das das Nichts überzeugt das das Alles in der dunkelsten Stunde des Lichts
"in dubio pro reo" spricht!