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Habt Ihr Auch Nur Leute In Eurem Familien Und Bekanntenkreis Mit Psy. Problemen?

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geschrieben von: TooSickToBeReal

...Also ich weiss nich - aber ich hab mir letztens mal Gedanken um die Leute in meiner Umgebung gemacht und JA: jeder von ihnen hat ein psychisches Problem - ob nun meine Mutter, mein Vater, mein großer Bruder, meine beste Freundin, meine Freunde (generell) usw.

Es gibt echt NIEMANDEN den ICH kenne und der nich irgendwie auf eine Art und Weise krank drauf ist...gibts nich!

Aber das regt natürlich einen wieder zum nachdenken an: "Liegt es an mir? Ziehe ich solche Menschen an? Weil auch ich einer von ihnen bin? Oder ist es wirklich die pure Realität und eine Tatsache das jeder, also wirklich JEDER Mensch auf der Welt ein Problem hat?" => ich meine, ich glaube keinem dieser Hollywood Barbies mit ihren 2 Hirnen und nem alten Knacker mit nem haufen Kohle an ihrer Seite und nem FRIEDE FREUDE EIERKUCHEN-Gesicht, das se glücklich und ausgeglichen sind und keine Probleme haben!

KEIN MENSCH kann mir das weiß machen...niemand...



geschrieben von: Colbert

Nunja das kommt darauf an, ab wann ein Mensch bei Dir psychisch krank ist ... Jeder mensch hat seine Eigenheit ... Eigeheiten, die anderen vielleicht komisch vorkommen. Deshalb ist man aber noch lang nicht psychisch krank.



geschrieben von: TooSickToBeReal

@Colbert


Hab ich das behauptet!?



geschrieben von: Suicide

Mir gehts genauso ich hab auch nur Freunde,die irgendwie krank sind.Auch meine Eltern,und Ich wohl auch aber ach was solls.
Der Ausdruck Krank ist doch relativ jeder hat eine andere Definition von krank genauso wie bei gut oder böse.



geschrieben von: Demon17





geschrieben von: darkroom

Meine jetztigen Freunde haben alle keine Probleme. . . Ok, eine Freundin hat ständig Stress mit ihrem Bruder, weil der mit seiner Freundin alleine sein will, aber ist das ein Problem? Sonst hat niemand in meinem Umfeld irgendwelche Probleme, außer ich . . . Aber ich denk schon, wenn man selbst Probleme hat zieht man seinesgleichen an. Früher war des so bei mir. Nur psychisch gestörte. Wird aber noch schlimmer wenn man nur von solchen Leuten umgeben ist. Find ich zumindest.



geschrieben von: Psycho

Ich glaube ihr setzt eure Messlatte alle genz falsch an. Würde mich mal interessieren, ab wann ihr jemanden für psychisch krank haltet. Oder nennt einfach Beispiele von Leuten die ihr für krank haltet.



geschrieben von: Feefinger

Kann ich bestätigen.

Vor 30 Jahren der mir bekannte erste Fall: Tante hat sich umgebracht. Warum? Spricht keiner drüber.

Meine Omi war immer etwas verwirrt, aber die liebste und beste, die ich kannte. Mutter manchmal ähnlich, aber eher durch den u.g.

Vater = Alkoholiker

selbst = stehe nicht im Leben, bin Paniker, Schwarzdenker, Ängste u.s.w.

FF



geschrieben von: Corvus

naja... könnte man es als krank bezeichnen an der kinokasse mit 100 € zu bezahlen und 92€ als trinkgeld zu geben, oder 100€ scheine zu zerreissen! naja teils lustig teils beängstigend... aber krank <-- nein, abgehoben ja!



geschrieben von: TooSickToBeReal

..also meine Definition von PROBLEM; PSYCHISCHE KRANKHEIT und KRANK (generell) ist: das diese Leute einfach meist ein Problem mit sich selber haben; nehmen wir als Bsp. mal mich: ich habe sehr große Probleme mit meinem "nichtvorhandenem" Selbstbewusstsein...2.Bsp. meine Mutter frisst irgendwie jedes Problem (ob nun in der Familie oder persön. mit meinem Vater) in sich hinein und versucht stark zu sein und irgendwann explodiert sie und fängt an zu weinen...oder als letztes Bsp. mein Vater: in unserer Kindheit hat er uns..sagen wir mal nett ausgedrückt "Nicht gut behandelt" und nun hab ich das Gefühl, dass er versucht das jetz mit Geld auszubessern bzw. auszugleichen....wisst ihr jetzt was ich meine? Jeder hat sein Päckchen mit sich rumzutragen...!



geschrieben von: rosenkind

Das, was deine Eltern machen, würde ich nicht als krank bezeichnen, das sind für mich ganz normale menschliche Eigenschaften, vielleicht Schwächen, aber nicht krank. Es ist schwer irgendwo eine Grenzlinie festzulegen, deswegen halte ich mich ehr ein bisschen an das, was Ärzte und Psychologen meinen.

Aber zur eigentlichen Frage: ich habe sehr viele Leute in meinem Freundeskreis, die "krank" sind, aber nicht alle. Meine Eltern sind eigentlich ganz normal, mein Bruder auch, gut, mein Vater psychosomatische Probleme, allerdings würde ich das nicht als krank bezeichnen, sondern nur als natürlich Folge von all dem Stress, den er in den letzten Jahren hatte (Tod seines Vaters, irgendwelche Erbschaftstreits, Zwangsversteigerung unseres Hauses und dann noch die Tatsache, dass ich beinahe ohne schulischen Abschluss dagestanden wäre).
In meinem Freundeskreis sieht es da schon anders aus. Mein Ex-freund, den ich kenne, seitdem ich 10 bin : hyperaktiv.
Und sehr viele meines gotischen Freundes- bzw. Bekanntenkreises: autoagressiv, bei einigen gepaart mit einer (beginnenden) Esstörung und anderen Abhängigkeiten. Gut, dazu muss man aber sagen, dass der Anteil der "Kranken" prozentual gesehen in dieser Szene wohl weitaus höher sein dürfte als in der "Normalbevölkerung".
Ob man es anzieht oder es knallharte Realität ist? Ich denke mal weder das eine, noch das andere stimmt. Wenn man selbst betroffen ist, wird man etwas wacher, als man es ist, wenn man nicht betroffen ist. Ich kann inzwischen schon anhand der Gedichte, die jemand schreibt, bzw. an den Methaphern, die jemand benutzt ablesen, ob diese Person sich selbst verletzt, weil ich einige dieser Sachen selbst von mir kenne (z.B. "rote Tränen weinend"). Jedoch, nachdem ich das erste mal jemanden anderen mit zerschnittenen Armen gesehen habe, achtete ich auch total drauf, bis wirklich jeder, den ich kannte, in meinen Augen ritzte, weil ich jede kleine Wunde/Narbe, die ich bei anderen entdeckte als die Folge einer Selbstverletzung war. Es hat eine Weile gedauert, bis ich aufgehört habe, Gespenster zu sehen. Ich denke mal, dass man durchaus Leute anzieht, die ebenfalls betroffen sind, wenn man betroffen ist, einfach, weil man bestimmte Dinge auch ausstrahlt, ohne es selbst zu wissen. Ebenso, wie ich bereits mit 13 schwarz gekleidete Menschen höchst interessant fand, ohne zu wissen, dass ich 3 - 4 Jahre später dort eine Subkultur entdecken würde, die mir mehr als zusagt. Ich denke mal, es gibt mehr als die meisten Menschen sehen wollen, es sind aber auch nicht so viele, dass es wirklich jeden betreffen würde.

Wegen den freudestrahlenden Persönlichkeiten, bei denen scheinbar nur Sonnenschein herrscht: natürlich haben auch diese ihre Probleme und sicher mag es unter ihnen auch viele geben, die wirklich krank sind, aber es gibt keinen Menschen, denn es gibt keinen Menschen, der immer nur glücklich ist.

Was ich mich allerdings frage ist: was ist kranker: eine psychisch Kranke Person oder eine Welt, die Menschen psychisch krank macht? Die Zahlen scheinen ja zu steigen und die Anforderungen an den Menschen, perfekt, extrem belastungsfähig und immer fröhlich zu sein lässt sich ja wohl kaum verleugnen ebenso wenig die Tatsache, dass negativ-themen großteils aus dem Bewusstsein unserer Gesellschaft verdrängt werden - oder wieso sterben alte Menschen nicht mehr zuhause, sondern fernab in Krankenhäusern und Altersheimen, obwohl der Tod doch ein Teil des Lebens jedes Einzelnen ist?



geschrieben von: Der_Philosoph

Zitat:
Original geschrieben von SisterOfMercy
"Jeder hat sein Päckchen mit sich rumzutragen...!" - ist dann nach Deiner Definition auch jeder krank?




Was interessiert es, ob jemand deswegen krank ist, oder nicht?? "Krank", wie "Krankheit" ist nur ein Begriff! Es ist einfach wie es ist, wir alle habe unsere Bürde, eine Aufgabe für unser Leben, dieses Mal sollten wir es schaffen, wir haben nur dieses eine Mal. Auf jeden Fall vorerst. Und zweitens ist Krank sein nichts negatives! Es ist nur nicht wünschenswert und sollte deswegen liebevoll behandelt werden, sodass diese "Unausgeglichenheit" verschwindet.
Ja, wir sind alle unausgeglichen, haben Fehler, Probleme, erleben Misserfolge. Doch das ist normal, wir sind Menschen, wir reifen, wir sind nicht perfekt. Wieso sollten wir das auch sein? Es würde nichts nutzen, niemandem. Und es würde keinen Spaß machen.
Das Streben nach Höherem und der Einheit treibt uns, führt uns, nährt unsere Sehnsucht. So ist es nun einmal. Lasst euch davon nicht unterkriegen, auch ich verzweifle oft, weis nicht, was ich tun soll, und was nicht. Orientierungslosigkeit. Für mich ist die Liebe das Licht, nachdem ich mein Sein und Streben ausrichte. Ich bin auf jeden Fall dabei...

"Wir sind der singende und tanzende Abschaum der Welt." - Tyler Durden (Fight Club)




geschrieben von: xandie

Zitat:
Original geschrieben von rosenkind
Was ich mich allerdings frage ist: was ist kranker: eine psychisch Kranke Person oder eine Welt, die Menschen psychisch krank macht?

Stirbt die Menschheit vielleicht irgendwann mal wegen Depressionen aus? Könnte ich mir momentan gut vorstellen ..

In meinem, relativ kleinen, näheren Freundeskreis bin ich die einzige "Kranke", wobei ich aber nicht sagen will, dass manch Bekannter nicht auch Probleme hat, es aber nicht zu erkennen gibt. Auch an mir würde man so etwas nicht vermuten, deswegen traue ich dem Lachen vieler nicht.



geschrieben von: Chimonas

Zitat:
Original geschrieben von rosenkind
Was ich mich allerdings frage ist: was ist kranker: eine psychisch Kranke Person oder eine Welt, die Menschen psychisch krank macht? Die Zahlen scheinen ja zu steigen und die Anforderungen an den Menschen, perfekt, extrem belastungsfähig und immer fröhlich zu sein lässt sich ja wohl kaum verleugnen ebenso wenig die Tatsache, dass negativ-themen großteils aus dem Bewusstsein unserer Gesellschaft verdrängt werden - oder wieso sterben alte Menschen nicht mehr zuhause, sondern fernab in Krankenhäusern und Altersheimen, obwohl der Tod doch ein Teil des Lebens jedes Einzelnen ist?


Ja, diese Frage stelle ich mir auch des oefteren. Und bin wirklich der Meinung, das eine krank machende Gessellschaft auch ihr Teil zu ihrem eigenen Untergang beitraegt...


Ob ich nur Menschen in meinem Umfeld habe, welche solche Probleme haetten, nein die meisten mit Problemen in meinem Umfeld sind schon tot.


Gruss
Chimonas



geschrieben von: Damok auf dem Ozean

Ich würde sagen dass man psychisch krank ist wenn der eigene Geist eine Behinderung im Leben darstellt. Man will eigentlich dem kategorischen Imperativ folgen, ist aber aufgrund von Komplexen, Ängsten, Depressionen oder richtig abgefahrener Psychosen und Neurosen nicht dazu in der Lage. Die Bandbreite an Störungen ist sehr breit.

Klar kann man argumentieren dass es eine Bereicherung darstellt, wenn ich nicht in der Lage bin eine Bewerbung zu schreiben weil die Blätter sich so hübsch im Wind wiegen. Andere nehmen sich wahrscheinlich gar nicht die Zeit. Man ist ja nicht krank, nur anders. Schwachsinn! Wenn man nicht richtig funktioniert, ist man krank. Entscheidend ist, dass man ja nicht freiwillig handelt. Man kann halt nicht anders.

Das ist aber gar nicht mal so schlimm, denn, wie bereits beobachtet, sind die meisten Menschen mitlerweile Krank. Das muss wohl etwas mit unserer Lebensweise zu tun haben. Das System in dem wir leben bringt mit zunehmender Zuverlässigkeit verhaltensgestörte Menschen hervor.

Ja, man könnte sagen dass es mittlerweile "normal" ist krank zu sein.



geschrieben von: SilentStar

nun, ich bin der meinung, dass "kranke" leute sich häufen, egal was nun die definition von "krank" ist, ob damit nun tatsächlich psychisch krank oder nur "merkwürdig, von der norm abweichend" gemeint ist.
wenn krank merkwürdig heißt, sind lehrer das beste beispiel. oder habt ihr sonst irgendwo schonmal so viele wirklich merkwürdige leute auf einem haufen gesehen?
wenn mit krank wirklich psychisch krank gemeint ist - ja. entweder sie sind tatsächlich oft auf einem haufen anzutreffen, oder aber man bemerkt sie erst, wenn man näher hinguckt - und das trifft vor allem auf die eigene umgebung zu.
was mich angeht - in meiner umgebung gibt es keinen mit wirklichen psychischen problemen. wenn man mal von der netten erblichen kontaktstörung absieht, die da von mütterlicherseits irgendwo kommt und unterschiedlich stark ausgeprägt ist. auch in der schule, aber da kann ich's fast schon nicht mehr beurteilen, weil ich dafür die leute nicht genug kenne. aber diese umgebung wurde vorgegeben, die hab ich mir nicht ausgesucht. in meinem freundes- & bekanntenkreis sieht's anders aus. die leute haben durchaus ihre probleme.

@rosenkind
Zitat:
Ebenso, wie ich bereits mit 13 schwarz gekleidete Menschen höchst interessant fand, ohne zu wissen, dass ich 3 - 4 Jahre später dort eine Subkultur entdecken würde, die mir mehr als zusagt.

genau. im nachhinein habe ich festgestellt, dass ich ohne es zu wissen schon seit einem jahr mit solchen leuten sehr gut befreundet war, dass ich schon länger düsterere musik höre, dass ich schwarz (und schwarze klamotten) schon immer schön fand (arme kindergärtnerin - seitenweise schwarz bemaltes papier, die muss ja sonstwas gedacht haben, was mit mir los war) und dass ich solche leute schon immer sehr interessant fand. ohne mir im mindesten bewusst zu sein, dass es den begriff "gothic" gibt (bis zu einem bestimmten zeitpunkt. es erwähnte ihn mal jemand...) bzw. was sich dahinter verbirgt (das hab ich ein halbes jahr später rausgefunden. habe aus irgendeinem mir unbekannten grund plötzlich ein dringendes bedürfnis gehabt, danach zu googlen... um rauszufinden dass das fast alles auf mich zutrifft)



geschrieben von: imix

nein, eigentlich kenne ich auch niemanden der immer und in jeder hinsicht unserem psychischen schönheitsideal entspräche, und nicht die ein oder andere neurose, psychose, manie, phobie, sucht, oder sonstige macke hätte.
Zitat:

Was ich mich allerdings frage ist: was ist kranker: eine psychisch Kranke Person oder eine Welt, die Menschen psychisch krank macht?


scheint mir im grunde dasselbe zu sein. in unserem wahnsinn spiegelt sich der wahnsinn der gesellschaft. und wir sind die gesellschaft. so traurig das ist...

zu einer "gesunden" psyche gehört glaube ich zuallererst dass man mit sich selbst im reinen ist, und sich nicht selbst belügt, was bei den wenigssten meiner bekannten der fall zu sein scheint und diese wirken auf außenstehende oft alles andere als normal.

das recht auf ein gescheitertes leben ist unantastbar



geschrieben von: Satanist

So auch nicht, versuch's auch hier noch einmal.

Posting ebenfalls editiert - Celtvis, Moderator



geschrieben von: decay73

Na zum Glück ist es ja bekanntlich so, daß die fittesten und nicht unbedingt die stärksten überleben.

Nur wäre ich da an deiner Stelle etwas auf der Hut, daß dir nicht irgendwann ein fitter Schwerbehinderter das Wasser abgräbt.

Und vielleicht würden sie ja auch gar nicht mal so friedlich in ihrem eigenen Staat leben und sich gegen 'ihre Vertreiber' auflehnen.

Ich glaube deine innere Unzufriedenheit (die du besser nicht auf andere projizieren solltest) würde ins unermeßliche wachsen... :rolleyes:

~decay~



geschrieben von: Larmedesuicide

Meine Clique besteht teils aus psychisch starken Menschen und teils aus Menschen, die in psychischer Behandlung sind, schon mal nen Aufenthalt inner Klinik hatten oder angehende Therapiebezieher sind. Zu den letzteren zähl dann wohl ich.

Ich denke, im Grunde braucht man immer Leute, die einen verstehen, die wissen wie du dich mit deiner Krankheit fühlst. Und dann wiederum brauchst du Leute, die dir Halt geben können und dir zeigen, dass nicht jeder in ein Loch sinkt.

Zwischen "sein Päkchen tragen" und psychischen Krankheiten bzw Abhängigkeiten besteht dann denk ich schon ein Unterschied.

Nur.... es sind deine Freunde im Vordergrund, und nicht psychisch Kranke. Ich bin nicht "die Bordertussi" sondern ich bin ich. Im großen und ganzen ist doch die Diskussion über psychisch kranke Leute im Freundeskreis eine Diskussion, die kein zufriedenstellendes Ergebnis auf eine Frage ohne tieferen Hintergrund bringt...bin ich der Meinung.



geschrieben von: herz23

Kann ich mich anschließen, aber mehr sage ich da heute nicht zu, erst wenn ich ausfürlich darüber nachgedacht habe, wie ich es Formulieren kann, so das keiner denkt, das ich bekloppt bin.



geschrieben von: shiphrah

Reizwort: jeder hat sein Päckchen zu tragen
Das genau trifft es aber wirklich. Zwar nicht in der abgedroschenen Variante von wegen Alltagsproblemchen wie bad-hair-day oder Hund weggelaufen..., aber der Knackpunkt ist wirklich der Leidensdruck. Und selbst bei o. g. mag ich die BEtitelung selbst nicht, denn das, was für den einen ein PRoblemchen ist, ist für den anderen Anlass genug, aus der Spur zu kommen.
Neurosen sind das "übliche", die hat auch jeder, der eine mehr der andere weniger. Psychosen sind das, was hier wohl unter geistig Kranken diskutiert wird.
Und die meisten, die in psychotherapeutischer Behandlung sind, haben mit Neurosen zu kämpfen, Depressionen als häufige Begläuterscheinung usw.
Ich finde das aber auch nichts VErwerfliches, ich bin nicht sicher, wie der thread hier gedacht ist, aber ein wenig schien er mir, als Fingerdeut auf die,die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen. HOffe, dass ich mich da irre, denn das fände ich schei... und schade.
Jeder bekommt etwas in die Wiege gelegt und den Rest schon sehr früh mit auf den Weg. Und somit ist es menschlich, dass es in jedem Leben irgendwann Momente geben kann, wo es zu viel, zu schwer wird. Manche kämpfen ihir halbes LEben lang ohne Therapie, andere sind ihr halbes Leben lang in Therapie und kämpen zuletzt mit derselben.Wieder andere erholen sich schnell aus einer psychischen Entgleisung.

Ich kenn mittlerweile auch einige, aber bin überzeugt, dass es mehr sind, als man ahnt, die wirklich mit ihren ganz persönlichen versteckten Probleme zu kämpfen haben, und denen dadurch die Lebensqualiät abhanden gekommen ist und jeder Tag mehr Kraft kostet als Glück schenkt. Denn man sieht es den Betroffenen nicht unbedingt an, auch sind sie nicht Außenseiter oder Auffällige, im Gegenteil, der Mensch kompensiert ja oft auf anderen Gebieten enorm.

Meine Freundin z.B. ist Bulimikerin, eine Krankheit, von der viele meinen, sie sei schwer zu verheimlichn. Sie ist 1A Studentin, hübsch, gut ´gelaunt und von allen als MIssFrankfurt erlebt. Dass sie ihr ganzes Geld für Essen ausgibt, alle HL in FFm auswendig kennt und jede öffentliche Toilette kann sich kein MEnsch vorstellen und sie IST krank.Sie lebt in einer Wohngemeinschaft und ihre Mitbewohnerin wusste es bis Weihnachten nicht.

WEnn dann irgendwelche hirnlosen Affen Bemerkunen loslassen über die Fress- und Magersüchtigen, könnte ich hochgehen. Genau dadurch wird jede Tabuisierung psychischer Probleme nämlich gefördert. Wenn heute einer das Wort Depressionen gebraucht, glaubt jeder sofort, der müsste jede Nacht Selbstmordgedanken haben und als gefühlsloser Klotz durch die Welt laufen. Kein Wunder, weil heute jeder über alles Bescheid weiß, nur darüber immer noch so wenig wirklich wertfrei gesprochen wird wie über andere Tabuthemen.

Heute setze ich mich sehr gegen diese verbrämten Vorstellungen ein wannimmer sich Gelegenheit bietet in persönlichen Gesprächen usw., aber es ermüded, wenn selbst 15jährige meinen, sie hätten das Los der Welt und über 35jährige als unbefriedigte Deprifrauen herziehen.

Jeder von uns kann dazu beitragen, dass ein liebevollerer Umgang unter den Menschen stattfindet, und das kann jeder im Kleinen jeden Tag auf der Straße. Damit kriegt man keine Krankheiten weg, aber tut doch was Gutes für ein milderes zwischenmenschliches Lebensklima, oft der Ursache aller Krankheiten .






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