Kalte Blicke werf ich auf Dich
Seh Dich schlafen in der Nacht
Lecke mir die Lippen feucht
Gefühl von Kraft, Gefühl von Macht
Ich weiß, Du kannst Dich jetzt nicht wehren
Weiß, ich könnte, wenn ich wollte
Fast hör ich Dein Blut schon fließen
Frag mich, ob ichs tun sollte
Lang schon träum ich vom Moment
An dem das Blut den Hunger stillt
Vom Augenblick, den ich ersehne
Der meinen Sinn des Lebens füllt
Immer mußte ich mich quälen
Sagte mir, ich darf es nicht
Immer meine Nacht verleugnen
Und hinaus ins Tageslicht
Nein, ich will nicht weiter lügen
Was ich bin, das will ich sein
Endlich tun, wonach ich sehne
Kein Betrug mehr und kein Schein
Lächelnd beug ich mich hinunter
Setze meine Zähne an
Beiße zärtlich, beiße fester
Bin komplett in Deinem Bann
Langsam spür ich auf der Zunge
Warmes Blut, so herrlich süß
Sanft erfüllen sich die Sinne
Mit dem Rausch, den ich genieß
Endlich weiß ich, was ich brauche
Spür Erlösung tief in mir
Ich weiß, Du bist noch nicht der Letzte
Und ich danke Dir dafür.
Für das Blut aus Deinen Adern,
Das mir zeigte, wer ich bin
Für den Tausch von Deinem Leben
Gegen meinen Lebenssinn
Dunkle Grüße ~ Felinia
geschrieben von: DyingSun
Manchmal braucht man einen besonderen Bezug zu einem Gedicht, um sich damit auseinandersetzen zu können. Blut ist schon ein besondrer Saft. Und wie Du das Thema mit leichter Erotik verbindest, erinnert mich an einen wunderbaren, wenn auch leider völlig unbekannten Vampier-Film. Er kam mit der gleichen edlen Ruhe daher, wie Deine Worte ins Ohr fließen. "Die Weisheit der Krokodile". Das besondere dort war allerdings, dass sich der J. Law als Vampier so unsterblich in sein Opfer verliebte, dass er es nicht fertig brachte, sie zu beissen. Ich mag diese "Schönheit des Beissens" in Deinem Gedicht. Ich hoffe, bald mehr davon lesen zu können.
geschrieben von: Felinia
Danke für das Kompliment!
Es wird sicherlich nicht bei diesem einen Gedicht bleiben http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif
Im Übrigen kenne ich den Film ~ sehr beeindruckend!
Carpe Noctem
Felinia
geschrieben von: Namida
Ein wunderschönes Gedicht - meine Hochachtung!
Es strahlt irgendwie eine totale Ruhe aus und vermittelt das Gefühl, als sei, was die Person in dem Gedicht tut etwas vollkommen natürliches, immer schon dagewesen.