Es ist ein grauer Morgen.
Sie erwacht und blinzelt ins Licht.
Noch nicht vergessen sind die Sorgen,
Trotz schlafender Nacht, kann sie es nicht.
Schwelgt sie noch in Erinnerung,
Vom Schein des grellen Lichts.
Ein Gefühl der lähmenden Umarmung
Überkommt sie widerlich.
Ihre Gedanken schwirren ungeordnet
Durch das fleischige Geäst.
Ein Bote der Wahrheit ist gekommen,
Der sie zurückreisen lässt.
„Die letzte Nacht“ heißt das Ziel
Der aufklärenden Reise.
Die letzte Nacht war subtil
Auf eine bedenkliche Weise:
Sie befindet sich nun allein
Auf dem Weg nach Haus.
Der Mond begleitet sie bis daheim,
Strahlt ihren Weg voraus.
Ein raschelndes Geräusch
Bricht kurz die Stille der Nacht.
Als sie bemerkt, dass sie sich täuscht
Hat der Teufel laut gelacht.
So formt sich im dunklen Gebüsch
Am Wegrand eine Gestalt,
Hass und Gier ist das Gemisch
Der zu Leben erwachten Kält’.
Überfällt das zarte Anwesen,
Welches verzweifelt schreit.
Welch Unschuldsengel ist sie gewesen,
Ihre Flügel der Güte endlos weit.
Er reißt ihr beide Flügel aus
Und dringt in sie hinein.
Der verzweifelte Schrei schallt weit hinaus,
Doch wird er keine Hilfe sein.
Das Tier in seinen Augen
Frisst sich tief in ihre Seele,
Will den letzten Funken berauben,
Dass sie sich auf ewig quäle.
Schelmisch missbraucht er ihren Leib,
Seine schwarze Zunge leckt das Süße,
Welches bei jedem Stoß weitertreibt
In das Meer der dunklen Lüste.
Ihre glasigen Augen sind längst verstarrt,
Der schwache Blick mit Sehnsucht gefüllt,
Die zarte Stimme hat längst versagt
Und deren Hoffnung sich aufgelöst.
Der harte Asphalt schrammt ihren Rücken,
Von Händen versiegelt, die zarten Lippen,
Das Mädchenmerkmal aufgerissen,
Ihr warmer Leib verschlissen...
So kommt nun der Absatz,
Wie eine Lawine.
Das Gedicht fängt an
Da Capo al Fine:
Es ist ein grauer Morgen.
Sie erwacht und blinzelt ins Licht.
Noch nicht vergessen sind die Sorgen,
Trotz schlafender Nacht, kann sie es nicht.
Denn vor ihr erscheint ein Teufel,
Mit lüsternen Blick schaut er sie an.
In ihr Auge, das ganz verzweifelt
Weder sehen noch träumen kann.
Ihre Glieder gefesselt am harten Bett,
Ihr müder Leib geschwächt und ermattet,
Der Geist hat einen psychischen Defekt.
Sie wird wieder von Unheil erwartet.
Der kalte Keller tropft und leckt,
Die Schaben flüchten in die Eck’,
Ein Teufel hat sie umgebracht
Und ihre Seele zu Stein gemacht...
geschrieben von: IDiabolique
wie traurig..in welche schönheit du die tragik gehüllt hast..bravo! doch egal wie schön die malerei..die traurige tragik bleibt...
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- Carpe Noctem! -
geschrieben von: Black Widow
Hallo Diabolique!
Vielen Dank für das Lob =)
Ich denke, ich kann deinen Worten nichts mehr hinzufügen, da du das Thema bereits auf den Punkt gebracht hast.
Ich hab mich wirklich bemüht den Dreck im Gedicht nicht allzu widerlch darzustellen, da es an sich meiner Meinung nach etwas Furchtbares ist vergewaltigt zu werden.
Ich habe versucht das innere Leiden des Opfers in den Vordergrund zu stellen, und hoffe,das es mir gelungen ist.