Der Mann und die junge Frau stehen zusammen an ihrem Balkon. Der kalte Wind lässt sie näher rücken. Die Sonne schlummert schon lange hinter den geheimnisvollen Gegenden unserer Erde. Sie schauen sich die funkelnden Sterne an.
Ihr zartes, edles Kleid ist Eins mit den sanften Bewegungen des Windes.
Die harten Gesichtszüge ihres Nächsten und der geflickte Körper lassen ihn älter aussehen, denkt sie sich und fixiert mit ihren blasblauen Augen seinen strengen Blick.
Er wendet seinen Kopf zu ihr und vergessen sind die leuchtenden Sterne. Ihr liebliches Gesicht bewundert er mehr als jedes andere Wunderbare dieser Welt.
Schon vieles hat er gesehen und erlebt, Schönes, wie auch Schlechtes. Schon vieles hat ihn beglückt und bekümmert. Die Erfahrungen in seinem Dienst haben ihn hart gemacht, doch noch nie brachte ihn je jemand so zum Zittern.
Endlich, nach so langer Zeit sehen wir uns wieder.
Wir verloren und fanden einander.
Wir sind Eins und werden nicht mehr getrennt.
Bis ans Ende...
geschrieben von: ir:ma
... grüss Dich ...
ich finde es gibt sehr viel erfreuliche lyrik ... *lächelt* ... oder meintest DU in diesem Falle eine erfreuliche aus Deiner feder?
Ich meinte mal eine Lyrik mit Happy-end, die ich eher selten schreibe.... aber passiert auch schonmal bei mir. Ist ja nicht so, dass es mir zu jeder Zeit schlecht geht, ganz im Gegenteil, ich lache eigentlich sehr viel, und das ist auch gut so =)
Gruss, Black Widow
geschrieben von: ir:ma
grüss Dich Black Widow ...
... ist das Ende denn gut? ... ich meine dieses "... bis ans Ende" ... ist es leichter wenn wir nicht alleine sind ... oder leichter weil wir vorher die zusammengehörigkeit geniessen durften ... sind wir im tod nicht immer alleine?
[Dieser Beitrag wurde von ir:ma am 17. April 2001 editiert.]
geschrieben von: Black Widow
Nochmals hallo ir:ma!
Schön, dass du dir Gedanken machst =)
Sicher kann besser sein wenn wir alleine sterben, dann gibt es niemanden, der um dich trauert und dem du damit das Leben erschwerst. Denn wie ich in meinen Worten beschrieben habe, handelt es sich um ein Paar, das sich aus den Augen verloren hatte und glücklich ist wieder vereint zu sein und so würde irgendwann einer von den beiden furchtbar unglücklich werden, den anderen durch Tod für immer zu verlieren.
Nur gib es den beiden denn nicht ein gutes Gewissen, wenn sie wissen, dass der/die "Überlebende" trauern wird, wenn der Partner irgendwann stirbt? Ist es nicht ein Liebesbeweis? Für den es sich gelohnt hat zu leben? Anstatt ohne Liebe erlebt zu haben zu sterben?
Gruss, Black Widow
geschrieben von: ir:ma
guten morgen Black Widow ...
natürlich mache ich mir gedanken ... immer ... *lächelt* ...
das ist es was einen menschen vorwärtsbringt ... und was den tellerrand nicht zur grenze macht, sondern zum sprungbrett ...
... nun ... Deine kleine geschichte habe ich sehrwohl verstanden ... und ich gebe Dir vollkommen recht ... das dieses zueinander finden etwas ganz besonderes ist ... es ist das grösste glück, aber es birgt auch den grössten schmerz, wenn es um den tod geht ... ich bin mir nicht sicher, ob es schwerer ist alleine zu sterben, oder in dem wissen jamenden zu hinterlassen, der trauern wird ... bzw. selbst der trauernde zu sein ... vielleicht ist es eine frage vor der ich noch zurückscheue, denn das glück was ich empfinden darf ... diese grosse liebe ... ich möchte nicht mehr ohne sie sein ...
vielleicht einfach hier mal ein paar zeilen ...
was ich sehe ist vergangenes leben
ein teil meines weges
er liegt in einem dunklen nebel
ich blicke darauf, doch ich gehe nicht zurück
die trostlosen gärten
sie haben den ewigen winter und die dürre hinter sich gelassen
ein schmales rinnsaal leben hat sich seinen weg gesucht
so wie der frühling in die welt zurückkehrt
so verzaubert Deine gegenwart meine seele
taucht die welt in ein gleissendes warmes licht
die schatten die um mich tanzen werden mich immer begleiten
nur in der stille in die ich blicke sind sie blass
sie scheinen zu entschwinden
um erinnerungen zu werden
mich loszulassen und mir die freiheit zu schenken
und der schwarze schleier der Dich umhüllt
er spannt sich weit über das zuhause ...