Einer kam
und nahm
was ihm schon längst gehörte
Einer kam
und deutete
was in die Wände meines Körpers
gemeißelt stand
Einer kam
und ergriff mich
griff in mich
und entriß mir mein Herz
zerriß es und las in ihm
Er sprach von
Liebe und Erfüllung
von Sex und Verdammnis
von Tod und Erlösung
von Gott und der Welt
Dann schwieg er
dann rieb er
die Hände
und forderte Lohn
Einer kam
und ging
mit einer Schüssel voll Dreck.
Hallo Abalone,
dein Gedicht klingt so verbittert.
Gegenüber der Welt oder wegen einer ganz bestimmmten Person? Es gibt leider immer und immer wieder Menschen, die kommen, uns Liebe vorspielen, sich nehmen was sie wollen und wieder gehen, als wäre nichts gewesen.
Kopf hoch!
Das Leben geht weiter! Irgendwie!
Nami(da)
geschrieben von: Abalone
es geht nicht um liebe oder enttäuschte gefühle. es handelt auch nicht direkt von mir - das lyrische ich erlebt es für mich *lächel*
habe jetzt desöfteren vernommen, es klinge verbittert - ich empfinde es eher als nüchtern/ernüchtert.
ich mag noch nicht zuviel dazu sagen, sonst nehme ich euch die luft aus euren antworten. nur so viel: nehmt mein gedicht nicht nur wörtlich - schaut auch ein wenig weiter. ein gedicht muß mehr sagen, als offensichtlich ist - das ist für mich wahre poesie.
*hab dank für deine antwort* Abalone
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"Der Sinn versteckt sich meist im Chaos." (Abalone)