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Zitat:
ich meine, die erinnerungen an untergegangene kulturen ist doch auch noch wach, es wird doch immer jemanden geben, der sie bewahrt, der sich dafür interessiert...
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die Kultur als zur Identifikation relevant anzunehmen
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zum Beispiel Gesinnungsstaaten (ein Staat voll Demokraten, einer voll Kommunisten, eventuell einer mit Anhängern der Monarchie, usw.)
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Original geschrieben von Montrose
Für Euch ist Kultur also ein Luxus, den man im Museum bestaunen kann oder der nur der Identifikation gilt.
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Original geschrieben von Montrose
Morgen seid ihr dran: dann müßt ihr dieses Land steuern und bewahren. Aber mir scheint, ihr würdet's am liebesten gleich verschenken. Ist ja viel bequemer.
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Original geschrieben von Montrose
Das ist doch albern. Staaten werden nicht aus Jux und Tollerei gegründet, sondern weil Güter und Rechte in einem Gesellschaftsvertrag zu verteilen sind. Du denkst die Sache ganz falsch an. Du darfst nicht von der Gesinnung oder der Gestalt eines Staates ausgehen, sondern Du mußt von seinen AUFGABEN her denken. Was müssen Menschen regeln, damit sie miteinander leben können?
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Original geschrieben von xxxzinixxx
wenn diese verschiedenen lebensentwürfe nicht miteinander klarkommen, dann sind doch die grenzen aber irgendwie noch falscher.
mit klaren grenzen haben sie etwas, was sie verteidigen wollen. alle die sich innerhalb dieses bereiches befinden sind gezwungen diese kultur anzunehmen, ob sie ihnen gefällt, oder nicht.
gäbe es keine grenzen, müßten sie zusehen, wie sie sich ihre kultur erhalten können, ohne jemanden dafür irgendwo vertreiben zu müssen, oder ohne andere unterdrücken zu wollen.
die verwaltung gewisser gebiete muß doch hoffentlich nicht bedeuten, daß dort eine bestimmte kultur zu herrschen hat?
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alle die sich innerhalb dieses bereiches befinden sind gezwungen diese kultur anzunehmen, ob sie ihnen gefällt, oder nicht.
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gäbe es keine grenzen, müßten sie zusehen, wie sie sich ihre kultur erhalten können, ohne jemanden dafür irgendwo vertreiben zu müssen, oder ohne andere unterdrücken zu wollen.
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Original geschrieben von Montrose
Du glaubst, da gibt es die bösen Machtmenschen, welche die "alle" anderen zu irgendwas zwingen.
[...]
Menschen mit Werten und Vorlieben sind in Deinen Augen dann die Bösen, die andere Menschen vertreiben und unterdrücken. Wenn man selbst nichts hat, versucht man halt den anderen das, was sie haben, auszureden oder als schlecht darzustellen, stimmt's? Ich kann mit Deiner nihilistischen Weltsicht überhaupt nichts anfangen.
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Von multikulturellen Gesellschaften halte ich - auch aus anderen Gründen - nicht viel.
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Original geschrieben von LaChatte
[B
Das haben wir aber... und müssen etwas damit anfangen.[/B]
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Original geschrieben von LaChatte
Das Experiment "Schweiz" mit vier Sprachgruppen (heute sinds schon ein paar mehr) funktioniert immerhin schon seit 150 Jahren ziemlich gut, soziale und wirtschaftliche Stabilität sind gegeben. Warum sollte das also nicht klappen?
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Original geschrieben von Montrose
ZUSAMMENFASSUNG: Die Öffnung der Staaten nützt dem einzelnen Bürger überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil: durch die höhere Verfügbarkeit von Menschenmaterial zählt der Einzelne immer weniger.
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Die Schweiz grenz sich dafür um so stärker nach außen ab. Oder denkst Du, die Schweiz wird jemals EU-Mitglied? Ich nicht, denn dann bestände ja auch auf schweizer Gebiet Freizügigkeit.
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Denn die Umweltzerstoerung, Wassermangel, Bevoelkerungsexplosion, die sich weltweit ausbreitende Wirtschaft usw. duerften in Zukunft Einzelstaaten vor ein unloesbares Problem stellen. Deshalb vermute ich, dass es frueher oder spaeter eine Entwicklung geben wird, in welcher heutige Nationalstaaten der Wirtschaft in Sachen "Internationalisierung", oder auch "Globalisierung" folgen werden muessen. Sie duerfen dabei auch mit massiver "Unterstuezung" seitens der Wirtschaft rechnen.
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Ich glaube uebrigens nicht, das dieser Weltstaat demokratisch sein wird. (Nur so ein Gefuehl).
Zitat:
Original geschrieben von Chimonas
@ Cthugha und zini
Ich stuende einer grenzenlosen Gesellschaft gar nicht so skeptisch gegenueber, waere es nicht unsere heutige Gesellschaft, welche damit 'grenzenlos' wuerde.
Aber die Idee ansich funktioniert ja schon heute. Es gibt ja schon heute Superstaaten: China, Russland, VS, Kanada, Schweiz*g*, Australien, Deutschland seit der "Wiedervereinigung".
das ist aber schon etwas blauäugig, meinst du nicht?Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
Andererseits zeigt die Wirtschaft, dass Globalisierung problemlos möglich ist, Menschen aus den verschiedensten Kulturen arbeiten gemeinsam und weltumspannend an Projekten - oder beuten sich gegenseitig, auch weltumspannend, aus. Und das liegt eindeutig an der Schwäche der globalen Politik.
Staatsformen würde ich im Moment nicht einmal gross verändern - aber Dinge wie Steuerharmonisierung - weltweit überall der gleiche Steuersatz ...
Zitat:
An deiner Utopie kann man imo erst dann bauen, wenn überall auf der Welt die gleichen Rahmenbedingungen herrschen.
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Der Wirtschaft in dieser Hinsicht was abzuschaun, heißt zu lernen, wie man Leuten so billig wie möglich in den Arsch tritt.
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denn ich werde mich nie im Leben als 'Weltbürger' oder Kosmopolit bezeichnen wollen. Wenns drum geht, mich diesbzgl. zu identifizieren, bin ich in erster Linie Deutscher (und mit diesem Denken kein Einzelfall)
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Die Grenzen sind daher natürlich, wenn auch nicht in der institutionalisierten Form. Deren Abschaffung schafft Ängste und Unsicherheit
Unten angeführtes Zitat z.B. läßt mich da vorsichtig werden.Zitat:
wer verlangt denn DASS Du dieses "Selbst" aufgeben sollst, nur weil es keine "Schlagbalken"/Grenzen mehr gäbe?
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Und, auch wichtig: kein Zentralismus, kein aufgeblähter Beamtenapparat - wenn ein Amt auf globaler Ebene eine Person einstellt, sollte auf nationaler/kommunaler/lokaler Ebene diese Funktion aufgehoben werden... ich glaub, da bräuchte es vor allem mal einen begabten Organisator dafür.
Zitat:
Original geschrieben von Le Dalois
China: Unterdrückung, Folter, Tötung in Tibet und Xi-an.
Russland: Selbst nach dem Ende des "Superstaats" UdSSR: Krieg, Unterdrückung, Terror in Tchechenien u.a.
USA: Zwangs-Vereinheitlichung der Sprache, Ghettos in den Großstädten, Städte und Dörfer in New Mexiko u.a., wo man mit englisch nicht weiter kommt und nur Mexikaner leben (incl. mit eingeführter Kultur). Kilometerlanger Stacheldraht, te an der Grenze zu Mexiko.
Kanada: Immer wieder Versuche der franko-Kanadier, sich abzuspalten.
So viel zum Funktionieren von Staaten mit mehreren ethnischen Gruppen...
Zitat:
Original geschrieben von Cthugha
Ich denke, das Problem der mangelnden demokratischen Repräsentierung in einem Riesenstaat ließe sich dadurch lösen, dass die Kompetenzen klar auf die einzelnen Ebenen (von kommunal bis den Gesamtstaat betreffend) verteilt werden und die kommunale Ebene viele Kompetenzen behält und sogar dazugewinnt, da auf dieser Ebene wohl die meisten für das Individuum relevanten Entscheidungen gefällt werden.
Öhm, also ich finde das sehr bedenklich. Zumal Bücher nun wirklich kein Ersatz (sondern nur Bestandteil) für 'lebendige' Kultur sind.Zitat:
Original geschrieben von xxxzinixxx
ich finde das nicht so schlimm, wenn kulturen in vergessenheit geraten sollten