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Freitod ein Allheilmittel?

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Alterkelte

Goethes Werther war Weltliteratur, aber eben nur das.
Es gibt kaum die Möglichkeit von einem würdevollen,
schönen Freitod zu sprechen.
Dies ist den meisten von uns verwehrt.
Wäre es anders, würden sich jeden Tag
100.000sende selbsttöten.
Freitod ist eigentlich nur eine Art Drohung und Ultimatum
an andere.
Er wird zumindest in dieser Weise missbraucht.
Für mein verpfuschtes Leben bin ich selbst verantwortlich.



Der Kosmos ist eine Behörde.

Alle Menschen, die auf erden sterben, müssen
ins jenseitige Arbeitsamt und dort eine Nummer ziehen.
Dann warten sie ein paar jahrhunderte auf neue
Verwendungen.
Dabei gibt es verschiedene Prozesshaftigkeiten.
Das kann reichen von Schulungsphasen über
Infoveranstaltungen bis hin zu diversen Jobangeboten,
wobei ein Job einem kompletten Leben auf erden entspricht.
Jetzt fühle Dich bitte nicht veralbert, ich meine es so, wie ich
es hier schreibe. Es ist so!

Diese Prozesshaftigkeit wird durch Suizid nicht unterbrochen,
es ist nur so, dass der jenseitige Jobberater einem
dann Jobs anbieten darf, die unterhalb der Zumutbarkeitsgrenze
liegen!!



geschrieben von: cocrea

Zitat:
Original geschrieben von Alterkelte
Es gibt kaum die Möglichkeit von einem würdevollen,
schönen Freitod zu sprechen.



du hast im netz möglichkeiten, über alle möglichen themen zu schreiben, soweit du sie nutzen magst.
sandra paretti hat ihr freitod-ideal in romanen beschrieben und ihn
dann inszeniert. freitod ist ein tabu. wir haben uns unser irdisches leben nicht gegeben, wiewohl wir bei genügend kaltblütigkeit, absicht, die möglichkeit haben, es uns zu nehmen - vor dem ablaufdatum.
gegeben haben es uns 2 menschen (eltern genannt), die uns ihren gencocktail vermittelt haben. den zündfunken, der die seele in den klumpen fleisch reinbringt, steuern auch sie nicht.

ich erlebte eine langdauernde phase, wo ich lt. horrorshop unter starkem plutoeinfluss stand (pluto gilt als herr des todes/unterwelt) und gezwungen war, mich mit dem tod auseinanderzusetzen. der (frei)tod ist eine wandlung, denn der physische leib hört auf zu existieren. nicht jedoch der lebensfunke und subtilere konstrukte drumrum. in meiner existenziellen sinnkrise (fachbegriff für verzweiflung an der welt, an mir und meiner lebensberechtigung, ´an moralischen hom, aber scho wia´) wollte ich nicht nur nicht mehr leben, sondern wollte als seele nicht mehr existieren, komplett ausgelöscht, ausradiert sein. und ich kam nicht auf die idee, mich in irgendeiner form umzubringen, denn mir war bewusst (zwar in anderen worten/bildern), was ak s.u. schreibt,

Zitat:
Original geschrieben von Alterkelte
Diese Prozesshaftigkeit wird durch Suizid nicht unterbrochen, es ist nur so, dass der jenseitige Jobberater einem dann Jobs anbieten darf, die unterhalb der Zumutbarkeitsgrenze liegen!!



dass ich anschließend einen miesjob/-leben bekommen hätte, ein eigentor geschossen hätte. also hielt ich die schmerzen und den mir endlos scheinenden anfall von selbstzerstörung aus --- und landete in einem phönix aus der asche erlebnis.
mir erging es - neu geboren - wie dem neugeborenen, das sich als magisches kind erlebt, als hologramm der welt. ich erkannte, dass ich als essenz unauslöschbar bin, tragisch oder nicht tragisch. und ich war froh, dass gott (whatever that is) mein gestammel, nicht mehr aufwachen zu müssen, nicht erhört hatte. ich wollte leben.
nach diesem hadesdurchlauf war ich verändert, ein stück reifer, ein stück mehr ich selbst. es blieb nicht bei einem durchlauf, doch ich hatte das prinzip geschnallt.

alterkelte, was ist dein auslöser den freitod hier zu thematisieren?
achtung, dies ist eine persönliche frage. wenn du sie beantwortest, so hast du mitwisser.

in meinem fall wollte niemand in meiner umgebung hören, welche qualen ich durchlitt. ich befand mich in einer tabuzone des ´irreseins´ - es war zwar traurig, doch wahr; sie fürchteten sich, dem tod ua (in meiner gegenwart) ins auge zu sehen.

die dagara, ein afrikanischer volksstamm, begehen ein 3 tägiges trauerritual, einmal im jahr, um all ihre schmerzen vor zeugen in der gemeinschaft auszubrüllen. dann, wenn sie der geist ruft, das schmerzpaket randvoll ist, begeben sie sich auf den weg - stets begleitet von zwei seelenführern - zum zuvor selbst gebauten naturschrein, um dort ihr päckchen den gottheiten zu übergeben. die wächter passen auf, dass der akut trauernde die grenze (ein band) zum schrein (die welt des todes, der umwandlung) nicht überschreitet. das wäre eine art freitod vor zeugen. er ist teilweise nicht ganz bei sich. sie würden ihn zurückziehen, wenn ...
dann, wiederum wenn es der impuls sagt, wendet sich der trauernde vom schrein ab und geht wieder auf die dörfler zu, die da weiter ihrer trauer kollektiv ausdruck geben, während gesungen und getrommelt wird in einer tour. ... und wird wieder einer von ihnen.

wenn die ganze gemeinde mehrfach durch dieses trauerabladen vor dem schrein gegangen ist und die 3 tage um sind, findet ein großes fest mit viel hunger/essen und lachen statt.
ich hab an einem solchen ritual mit dem intl. tätigen schwarzen medizinmann malidoma some und seiner frau mitgemacht, in österreich als dolmetscherin. es ist purgatorium. es bewahrt davor, dass sich der seelenschrott so hoch türmt, dass nur noch der freitod als ausweg gesehen werden kann. dass dabei an wächter (seelenführer) gedacht wurde, fand ich als sehr heilsam. leider geht den weißen westlern, die systematisch trauer- und todphobisch geworden sind, das bewusstsein um die pflicht zu begleiten ab.

lg, cocrea



geschrieben von: Alterkelte

Zitat:
du hast im netz möglichkeiten, über alle möglichen themen zu schreiben, soweit du sie nutzen magst.


Das ist schön.....


@Cocrea

nach wie vor möchte ich den Eindruck vermeiden, dass ich
irgendetwas gegen Dich hätte.
Allerdings ist Dein Stil nicht geeignet, auf Anhieb immer alles
zu verstehen, was Du so schreibst.
Könntest du dich mit dir selbst mal einigen, welchen Gedanken
du gerade verfolgst........



geschrieben von: cocrea

@alterkelte
Zitat:
Original geschrieben von Alterkelte Könntest du dich mit dir selbst mal einigen, welchen Gedanken du gerade verfolgst......
viele ...
willst du mir im ernst vor-schlagen, dir et al. in jedem fall leichtverständliche häppchen zu reichen?

ich nenne mich ua madame plissee, dh ich hab soviele falten im rock wie des teufels großmutter, die darin einen verborgen hielt, der sich in die hölle gewagt hatte, um dem schlafenden teufel mit ihrer hilfe die antworten auf 3 fragen abzuluchsen und noch drei goldene teufelshaare von ihm bekam. (s.u.)

die ahnen – die diesseitigen und die jenseiten – können ebenfalls viel-fältig statt ein-fältig ans werk gehen, so sich einer traut ... hinter geheimnisse zu kommen, weil ihn die not dorthin treibt.

apropos mein für dich nicht leicht fassbarer stil – er hat mir schon viel leid, unverständnis und ausweisungen/verlassungen eingebracht. und meinst du ich ´sollte´ mich verbiegen, damit ich/meine beiträge gefällig und leicht verdaulich werde/n?

frag bitte nach, was du genau wissen willst, ohne von mir ... zu verlangen.

ausweisungen aus einer gemeinschaft können sich wie ein tod, kein frei gewählter, sondern ein auferlegter, anfühlen.

heute erhielt ich folgende nachricht von einer ehemaligen nw-userin, die mir schrieb:
»Dein Fehler ist, dass DU Du bist, ist das ein Fehler? ... und dass Du jemand bist, mit dem die anderen nicht klarkommen.

Man kann das nicht in gut böse teilen, das weisst Du selbst ... es gibt auch andere denen es geht wie Dir ... weisst Du auch ... nur das Wissen, dass Du im Grunde vermutlich erst zugrunde gehst, bevor in die Betonköpfe mal eine Bewegung kommt, sollte Dir Anlass geben zu entscheiden, was Dir wichtiger ist, dass die anderen ihre Fehler eingestehen, oder dass Du um Dein Recht weisst und sie einfach sein lässt ...

Du sollst Dich nicht verstellen und schwanzwedelnd angekrochen kommen ... nur vielleicht, Dich wichtiger nehmen als die Schafherde ... denn letztlich, eine Herde dummer Viecher ist weitaus mächtiger als das arme Ding was sie aufgescheut hat...«


das ist starker tobak, den du bitte nicht auf dich beziehen möchtest. mit einer ´schafherde´ dürfte es dir schwer fallen, das thema tod, selbst gewählter oder auferlegter, zu besprechen. sie ist todesphobisch. sie verwehrt es den meisten, an ihren tabuzäunen zu rütteln.

cocrea winkt (es war schon immer etwas teurer, einen eigenen stil zu pflegen)
mein motto woanders ist übrigens: sei du selbst (im rl/vl leben sowie im tod)


Zitat:
Als er über das Wasser hinüber war, so fand er den Eingang zur Hölle. Es war schwarz und russig darin, und der Teufel war nicht zu Haus, aber seine Ellermutter sass da in einem breiten Sorgenstuhl. "Was willst du?" sprach sie zu ihm, sah aber gar nicht so böse aus. "Ich wollte gerne drei goldene Haare von des Teufels Kopf", antwortete er, "sonst kann ich meine Frau nicht behalten." "Das ist viel verlangt", sagte sie, "wenn der Teufel heim kommt und findet dich, so geht dir’s an den Kragen; aber du dauerst mich, ich will sehen, ob ich dir helfen kann." Sie verwandelte ihn in eine Ameise und sprach: "Kriech in meine Rockfalten, da bist du sicher." "Ja", antwortete er, "das ist schon gut, aber drei Dinge möchte ich gerne noch wissen, warum ein Brunnen, aus dem sonst Wein quoll, trocken geworden ist, jetzt nicht einmal mehr Wasser gibt: warum ein Baum, der sonst goldene Äpfel trug, nicht einmal mehr Laub treibt: und warum ein Fährmann immer herüber- und hinüberfahren muss und nicht abgelöst wird." "Das sind schwere Fragen", antwortete sie, "aber halte dich nur still und ruhig, und hab acht, was der Teufel spricht, wann ich ihm die drei goldenen Haare ausziehe."




geschrieben von: Alterkelte

@Cocrea

Einmal, ein einziges Mal hätte ich gerne eine
subjektive Stellungnahme von Dir gehört,
aber das scheint nicht zu gehen.
Das gestehst Du Dir nicht zu.
In Deiner Verkopftheit gestattest Du Dir keine
subjektiv-emotionalen Ausflüge, auch aus der
Angst heraus, dass es falsch sein könnte.

Man hat mir mit meiner Art, etwas einfach zu behaupten
oft vorgeworfen arrogant zu sein,
die Angst bei anderen nicht anzukommen und deshalb
auf Nummer Sicher zu setzen und irgendwelche
Professorenfuzzies sprechen zu lassen
ist eigentlich auch eine Form von Hochmut.......



Biolek lädt immer Leute ein zu seiner Kochsendung,
und köchelt dann ein eigenes Süppchen vor sich hin,
ohne zu würdigen, was seine Gäste bereiten.
Niemand wollte Biolek deshalb verbiegen oder
zu etwas zwingen.
Es ist nur so, dass man vor dem Fernseher sitzt und
mitansieht, wie jemand seine Gäste sehr, sehr
unhöflich und imkompetent behandelt..........
Es geht nur um Wahrnehmung.
Biolek hat den Eindruck wahrscheinlich nicht, er hält
das alles für toll, was er macht.
Aus einem einfachen Grund, er kennt keine konstruktive
Selbstreflektion.
Das ist weder Selbstbestrafung, noch Selbstverleugnung,
aber auch nicht andere zu überfahren.................



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
Freitod ist eigentlich nur eine Art Drohung und Ultimatum


Oft ja - nicht immer. Ernstgemeinter Freitod ist offenbar was für Männer, nicht ganz so ernst gemeinter Hilferuf-Freitodversuch etwas für Frauen... Wieso, weiss ich nicht.

Zitat:
Für mein verpfuschtes Leben bin ich selbst verantwortlich.


- und genau so für mein gelungenes, seriöses, liebevolles, lustiges, fröhliches, trauriges, nachdenkliches... kurz eben: mein Leben. Gilt aber, meiner Meinung nach, erst so ungefähr ab dem zwanzigsten Altersjahr... Kinder sind entschuldigt.

Zitat:
Der Kosmos ist eine Behörde.


Jä! Ja! Ja! Und zum Glück etwas besser organisiert als das Steueramt...:p

Zitat:
Goethes Werther war Weltliteratur, aber eben nur das.


Immerhin hat der Werther in RL mehr als genug inspirierte Nachahmer gefunden - also doch nicht "nur" ein paar Buchstaben auf Papier...

Und - gibt es überhaupt eine Möglichkeit, sich selbst nicht missbräuchlich umzubringen?



geschrieben von: Alterkelte

@Cocrea

darf ich deine PN dahingehend so verstehen, dass quasi
eine Art friendly rivalry eröffnet ist zwischen uns beiden?
Nun, ich werde versuchen Dich im Rahmen der
freiheitlichen Grundordnung zu widerlegen........
Viel Spass!


@La Chatte

insgesamt kann man sagen,
Menschen, die Suizid mit Ansage begehen,
sind einerseits sehr ichschwach, andererseits
sehr egozentrisch, ja egomanisch.
Es ist dieser Widerspruch, der sie so fatal handeln lässt....

Suizid ohne Ankündigung verdient letztendlich meinen Respekt,
weil so jemand mitunter nur diesen Ausweg sieht,
um seine Würde zu retten......



geschrieben von: cocrea

@ alterkelte,

inhalte von pns sind foren-offtopic. wusstest du das?

wenn du dich inspiriert fühlst, meine beiträge friendly (heraus)zu fordern (wozu fragen hervorragend geeignet sind), um mich und dich zu fördern, go ahead.
ich stelle bisher nicht fest, dass du dich bemühst, explizit fragen zu meinem dir unverständlichen ersten strang post zu stellen.

blessed be, cocrea



geschrieben von: hexe.xaide

Alterkelte
Suizid ohne Ankündigung verdient letztendlich meinen Respekt,
weil so jemand mitunter nur diesen Ausweg sieht,
um seine Würde zu retten......

Es ist kaum Monate her und ich hätte fast jemanden verloren, der mich mein Leben lang begleitet hat. Seit diesem Tag verbringe ich viel Zeit vor dem PC und im Internet um Antworten zu finden.
Ich habe gelesen, dass Du den jenigen Respekt zollst, die sich nicht vorher ankündigen.
Ich kann das nicht!



geschrieben von: Alterkelte

@Hexe

es war nicht so gemeint, dass ich sagen würde: "gut gemacht!",
mit Sicherheit nicht........
Vielleicht hätte man alles anders machen können usw.

Allerdings finde ich eben das hin- und her das manche Leute
machen, und die seltsame Fähigkeit zu wissen, wann sie
gefunden werden sollen usw., schon etwas befremdlich,
da sind mir dann Leute "lieber", die einen
Schlusspunkt setzen, ohne gross andere damit
reinzuziehen.
Dass Leute aus dem Umfeld daran zu knapsen haben ist klar,
aber sie leben weiter, es geht immer weiter........

vor fast 20 Jahren ist ein guter Freund von mir mit dem Auto verunglückt, die Umstände sind bis heute nicht geklärt,
das Auto wurde von der Staatsanwaltschaft eingezogen
es dauerte sehr lange, bis ich darüber hinweg war,
aber wenn es das ist, was ich damals dachte.......
Dann hat er eben alles abgewägt und ist eben nur
zu einem Schluss gekommen.......(wer weiss zu welchem).



@cocrea
Ich habe auf den Umstand verwiesen, dass Du mir eine PN
geschickt hast, vom Inhalt war nicht die Rede......

Im Gegensatz zu Dir will ich diskutieren und kann damit
leben, wenn jmd. eine andere Meinung hat.
Damit dieses Spiel funktioniert, halte ich mich weitgehend
an allgemeine Gepflogenheiten,
d.h. im Sinne einer gewissen Lesbarkeit verzichte ich
auf allzu akademische Selbstbeweihräucherung.


Fragen stellen?

Warum sollte angesichts Deiner Informationsflut Fragen
stellen?

Dies würde weitere Zitatgewitter nach sich ziehen......



geschrieben von: Scheol

@AlterKelte

Selbstmord ist ein Tabuthema, wie schon angesprochen und muß unbedingt Schamlos diskutiert werden können.

Ich habe Respekt vor dieser Entscheidung, heiße sie aber nicht gut.
Man macht lediglich von seinem Recht gebrauch SEIN Leben zu beenden.
Auch wenn es in vielen Fällen sehr egoistisch ist, ist es nicht immer nur der Gedanke an sich selbst.
Das ist Sache der wahrnehmung.
Manche Menschen bekommen Schuldzuweisungen, die sie nicht verdienen, kommen auf den Gedanken das es ohne einen viel besser geht. Wenn er dann weg ist fragen alle: "Wie konnte es dazu kommen."

Ich lehne den Suizid für mich persönlich ab, weil ich weiß das ich einigen Menschen sehr weh tun könnte die mir unweigerlich folgen würden, und das nicht durch Suizid sondern aus schwäche des physischen Körpers.
Somit distanziere ich mich von dieser Lösung.

Wenn aber ein Mensch sich dazu entschließt sein Buch zu beenden, respektiere ich das...den irgendwo her muß es kommen.
Niemand bringt sich aus Spaß um oder weil es gerade zum Trotz passt.

Dennoch sollte man immer bedenken ob man das mit einem reinen Gewissen vollziehen kann....schade ich damit jemanden, tue ich damit jemanden weh?
Es gibt immer einen Ausweg, doch alleine findet der sich schwierig.

Selbstmorde spiegeln auch nur das Versagen unserer Gesellschaft wieder.


Es gibt immer einen Weg, man sollte niemals kampflos aufgeben...

bb
Scheol



geschrieben von: Haevion

Zitat:
Original geschrieben von hexe.xaide
Alterkelte
Suizid ohne Ankündigung verdient letztendlich meinen Respekt,
weil so jemand mitunter nur diesen Ausweg sieht,
um seine Würde zu retten!



Die meisten, die es tun, kündigen es nicht an.



geschrieben von: Wolkenfelder

Ich bin garnicht so sehr davon überzeugt, dass ein Freitod nicht angekündigt wurde, wenn man es nicht bemerkt hat, ich glaube dass viele dieser Ankündigungen dermassen allgemein gehalten sind, dass man Sie erst identifizieren kann, wenn man nachfragt.. (Beispiel gefällig? OK vor kurzem starb meine Mutter - wir beschlossen 2 Grabstellen zu kaufen, damit mein Vater eines Tages dabei liegen kann. Eine Zeitlang sagte mein Vater bei jeder passenden Gelegenheit, die 2. Grabstelle sei seine, dort werde er ja dann demnächst liegen. - Obwohl ich weiss Gott schon selber seit Jahren Erfahrungen mit Todesphantasien habe musste ich das ein paar mal hören bis mir klar wurde, dass er sowas niemals ohne Hintergedanken gesagt hätte...)
Ich persönlich hab aber auch schon manchmal so Sachen gedacht wie "ich habe jeden der mir eingefallen ist um Hilfe gebeten, ich habe jede Hilfe die ich kriegen konnte genutzt und ich habe geschrien und geschrien und nichts und niemand hat mir geholfen. Muss ich euch denn erst beweisen, dass ich es nicht ertrage damit was passiert?" - Ab einem bestimmten Punkt bleibt wohl tatsächlich nur ein vorgetäuschter Versuch und wenn der nichts hilft... kein Respekt dafür? Meinetwegen aber dann wäre ein konkreter Gegenvorschlag nicht schlecht!



geschrieben von: Alterkelte

Nun, ich wollte nicht simplifizieren.
Respekt habe ich vor jedem menschlichen Wesen.
Quasi tot oder lebendig und unabhängig davon,
wie dieser Mensch das Leben beendet hat.
Suizid ist immer die schlechtere Lösung, daran
gibt es keinen Zweifel.........

Sollte sich aber ein Mensch zu diesem Schritt entschliessen,
muss er meiner Meinung nach auch das Recht dazu haben,
es ist nur so, dass es von manchen Menschen als
emotionales Druckmittel benutzt wird und das ist nicht
in Ordnung.

Niemand wird letztendlich von der Pflicht enthoben,
sein eigenes Leben zu regeln........



geschrieben von: cocrea

Zitat:
Original geschrieben von Wolkenfelder
Ich persönlich hab aber auch schon manchmal so Sachen gedacht wie "ich habe jeden der mir eingefallen ist um Hilfe gebeten, ich habe jede Hilfe die ich kriegen konnte genutzt und ich habe geschrien und geschrien und nichts und niemand hat mir geholfen. Muss ich euch denn erst beweisen, dass ich es nicht ertrage damit was passiert?" -


Einige Zeit nach dem Selbstmord werden vielleicht ihre verzweifelten Verse nicht mehr nur als besonders geglückte Gedichte, sondern sogar auch als Verzweiflung erkannt. Erich Fried

wie konnte es so weit kommen? lamentieren die angehörigen oder kollegen. nach einem freitod, nach einem amoklauf, nach einem holocaust, nach einer atomexplosion - mit todesfolgen ... 100 jahre im dornröschenschlaf liegen (weit und breit kein prinz, der die dornenzäune durchschreitet), 3 x einschlafen in der nacht der verzweiflung des freundes, 3 x verleugnen, um nicht der zustimmung der masse verlustig zu gehen und des reduzierten angepassten lebens -- in einer welt, in der die (geistig) TOTEN ihre toten begraben.

paradoxe grüße, cocrea



geschrieben von: Wolkenfelder

------Suizid ist immer die schlechtere Lösung, daran
gibt es keinen Zweifel.........


Ah ja - hast du auch noch Gründe für diese schlaue Erkenntnis oder war das eine "göttliche Eingebung" ?
Abgesehen davon: "schlechtere Lösung" - bedeutet dass nicht, dass das Leben pauschal die bessere ist? Wenn ich so gedacht hätte wäre ich jetzt meine persönlichen Gedanken, Träume, Pläne, Vorstellungen usw. los und würde einfach nur noch so vor mich hin funktionieren. Manchmal ist die eigene Persönlichkeit so wichtig, dass man dafür alles riskieren kann finde ich (entweder es klappt und ich lebe so wie ich es will oder es klappt nicht, dann lebe ich garnicht...)

Gruß Wolkenfelder

PS: habe gestern mal wieder zu hören bekommen ich sei zu sarkastisch und damit sehr verletzend - ist NICHT meine Absicht - ist nur ein sehr emotionales Thema.

Der Text von Erich Fried ist klasse!!! und -<wunder> ich kannte ihn noch nicht. Solltest Du "eine Schande" von Ihm noch nicht kennen kann ich Ihn Dir ja mal schicken



geschrieben von: Bird of prey

Ich hoffe ich mach mir jetzt keine feinde, wenn ich meine Meinung mal schreib, ich finde Suizid ist feige. Warum möchte man sich denn umbringen???Meistens, weil man mit seinem Leben nicht zurecht kommt. Und der Selbstmord ist in meinen Augen nur eine Flucht, und flüchten ist in gewisser Weise feige. Ich möchte hier wirklich niemandem zu nahe treten oder so, das ist nur meine Meinung dazu. Nur weil man nicht mehr da ist, heißt es nicht, das es "danach" besser wird, denn wissen wir denn was "danach" ist???



geschrieben von: JimmyVoice

Vorweg: Etwas lang geworden :)

Natürlich ist Suizid eine Flucht, sicher auch feige auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist es einfach zu sagen, das es feige ist, wenn man nicht selber drinn steckt. Sie sehen halt nur diesen einen Ausweg. Man darf nicht vergessen das sie sehr depressiv und verzweifelt sind . Diese Depression und Verzweiflung sieht man von aussen nicht so gut (da muss man schon sehr genau hinsehen), das solche Menschen sich nach aussen sehr gut verstecken. Man hört z.B. auch oft..."das hätte ich jetzt nicht gedacht, er kam mir immer so fröhlich vor." oder "das er probleme hatte weiss ich, aber das die so schlimm waren hatte ich nicht gedacht"

Alles im Leben ist Ursache/Wirkung - Aktion/Reaktion
Der Suizid ist nur Wirkung/Reaktion
Die Ursache/Aktion ist oftmals doch gar nicht su sehen, wenn man hört, das sich jemand umbrachte.

Es gibt sicher Ursachen, da schüttelt man den Kopf (Suizid aus Liebeskummer), aber es bleibt eine Ursache.

Womit wir auch bei "Es gibt doch für alles eine Lösung" wären.
Das ist der schlimmste Satz von allen. Ob es wirklich für alles eine Lösung gibt sei dahingestellt, aber darum geht es nicht. Zu der Lösung..um ein Problem lösen zu können muss man dieses Problem(oder die Probleme) kennen und auch Verständnis dafür haben. Keiner der an Suizid denkt, wird von sich aus sagen: "Du, ich habe Probleme, ich brauche Hilfe"

Man muss also schon merken das da was ist und das ist eben nicht so einfach. Suizidler die nicht nach aussen eine Maske tragen, geben gewisse Signale von sich aus, nur ist es nicht leicht diese auch zu verstehen. Angehörige erfahren ja erst nach dem Suizid woran man einen suizidgefährdeten erkennt und sogar Psychologen haben ihre Probleme genau zu sagen, wann jemand nun wirklich stark gefährdet ist.

Wie soll man also jemanden eine Lösung anbieten, wenn man nicht weiss das er eine brauch? Zum anderen ist genau dieser Suizid die Lösung des Problems(oder der Probleme), jedenfalls für den der Suizid begeht.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich, ob wir diese Tat verstehen oder nicht. Auch wenn es schwer fällt, akzeptieren sollte man Suizid, zumal Akzeptanz, des Verständnisses nicht unbedingt bedarf.
Das heisst nicht das ich Suizid im allgemeinen befürworte, ich versuche nur zu verstehen und mich hineinzuversetzen.

Suizid ist natürlich keine Lösung. Wer seine Probleme in diesem Leben nicht in den Griff bekommt, wird es im "Neuen Leben" auch nicht leichter haben. Im Gegenteil. Bevor ich jetzt vollendens in Reinkarnation und Karma abschweife, höre ich besser auf auf :)

Danke fürs Zulesen ;)



geschrieben von: Bird of prey

Danke Jimmy, ich weiß, glaube ich, schon wie man sich in so einer Situation fühlt. Ich habe auch schon an suizid gedacht, aber nicht wegen so einem sch.. von wegen Liebeskummer. Ich wollte sterben, um wieder bei meinem Sohn zu sein, zu Glück bin ich dann aber doch auf den Trichter gekommen, denn es wird schon seinen "Grund" haben, das er nicht mehr da ist. es hat auch einen Grund das ich noch da bin. Ich glaube sicherlich nicht an Gott , dennoch bin ich mir sicher das es "etwas" gibt das uns lenkt. Natürlich ist jeder für sich selbst verantwortlich, dennoch ist Suizid keine Lösung, für nichts auf der Welt lohnt es sich (früher) zu sterben.



geschrieben von: Wolkenfelder

........Keiner der an Suizid denkt, wird von sich aus sagen: "Du, ich habe Probleme, ich brauche Hilfe"


hast Du sowas schonmal gesagt? Ich schon. Die antworten variierten zwischen "wird schon wieder" und "nimm dich zusammen" - sehr hilfreich



geschrieben von: Christian220

@ Cocrea
Vorausschickend muß ich einige erklärende Zeilen senden, mit der Bitte um Entschuldigung. Bedauerlicherweise habe ich in der Eile Deine interessanten Ausführungen und die Beantwortung von "AlterKelte" zusammengefügt und nun, unberechtigterweise, Deine Vorstellungen und Erlebnisse, für die von "Alterkelte" gehalten. Glücklicherweise hatte ich später kein gutes Gefühl, las alles zusammen nach, um meinen Fehler zu erkennen (wie peinlich) und nun das Gemisch an Dich zu senden. Sorry, Errare Humanum est!
Ich bitte noch mal eindringlich, alles zu ignorieren, was nicht zu Deinem Gedankengut gehört. Danke.
Von besonderem Interesse ist für mich Dein Hinweis, auf Astrologische Aspekte, und in diesem Zusammenhang meine Frage, ob Du bereit bist, darüber, auch per PN, zu mailen. Bloße Frage.



Mit Interesse las ich Deine psychische Problematik, und da ich in dieser Hinsicht nicht nur sehr belesen bin, sondern auch genügend eigene Erfahrungen erleiden und durchleben mußte, glaube ich Dich zu verstehen und möchte so den Thread noch mal aufnehmen.
Es verwundert einesteils, daß Du sehr richtige Ansichten hast, aber es verärgert anderseits, daß Du diese Kenntnisse, die so alt sind, wie die Menschheit, ins Lächerliche ziehst (Jobbörse -Drüben). Woher nimmst Du diesen Unsinn; Aha, Du warst schon dort auf den Ämtern? Bestechung, hi, hi. Doch Das ist kein Thema für Albernheiten!!
Das Thema Suizid ist zu tragisch, um darüber zu lästern; einfach pietätlos. Aber vielleicht bist Du auch nur verbittert, nach dem Erleben, welches Du angedeutet hast. Das würde Dich natürlich endschuldigen. Vielleicht möchtest Du mal PM schicken?? Bitte sehr.
Daß es sich um einen Lernprozeß handelt, der die gesamte Menschheit, ja alles, was ist, betrifft, hast Du richtig erkannt.
Freitod ist natürlich KEIN Allheilmittel. Es kommt immer auf die unterschiedliche Motivation an. Erwiesenermaßen werden Leute, die ständig mehr oder weniger mit Suizid drohen, andere quasi erpressen, sehr alt, das ist eine bekannte Tatsache!!
Tatsache ist auch, daß sich erstaunlicherweise unser, ach so demokratischer Staat, mit diesem menschlichsten aller Probleme, äußerst schwertut und sich auch anmaßt, ob ein Krebskranker
im Endstadium Morphium in einem Maße erhalten darf, welches ihn "Süchtig" machen würde. Es ist ein Menschen verachtender Hohn, in meinen Augen. Andre Länder stehen dem Freitod dagegen bekanntlich sehr verständnisvoll und offen gegenüber NL u. CH, während hierzulande noch um ein entsprechendes Gesetz gekämpft wird. Erbärmlich.
Die Formulierung, einen würdevollen und "schönen" Tod zu inszenieren, also, Show noch im Angesicht des Todes, finde ich etwas daneben. Wenn ich nicht anders kann, da ich mein Ende nahe fühle und vor Schmerzen nur noch diesen einen Weg sehe, um einesteils den unerträglichen Leiden ein End zu bereiten, und andererseits keinem zur Last zu fallen, so sind wohl das mittelbare und unmittelbare Umfeld nicht mehr für mich von Interesse.
Ich zweifle nicht daran, daß die derzeitigen Bestrebungen des Humanitären e. V. für Sterbehilfe von Erfolg gekrönt sein werden. (D)
Wenn Dir die "Qualen des Tantalus" ein Begriff sind, und das Gefühl hatte ich beim lesen Deiner ersten Zeilen, so möchte ich Dir zu verstehen geben, daß ich hier Deiner Ansicht bin. Es ist richtig, daß, wenn ein Leben" vorzeitig" beendet, also, unterbrochen wird, die Seele Drüben in Qualen darauf warten muß, bis der im Gesetzlichen Plan vorgesehene, tatsächliche Zeitpunkt seines Todes eingetreten ist. Erst dann ist die Seele frei, findet Ruhe!
Bist Du astrologisch etwas bewandert, oder hast Du Dir nur ein Radix anfertigen lassen? (Pluto-Hades-Aspekte) ?? Würde mich interessieren.
Nicht: Lebensberechtigung, SONDERN: Lebenspflicht haben wir Menschen, welcher wir nicht gercht werden, in dem wir einfach sagen, der Job gefällt mir nicht, oder der Partner hat mich verlassen, da nehme ich mir eben lieber das Leben. KNEIFEN gilt hier NICHT.
Außerdem, wie es Deine Absicht war (kann ich in gewisser psychischer Verfassung nachvollziehen), absolute Vernichtung der Seele gibt es NICHT! Diese Gesetzmäßigkeiten, die uns verborgen sind, können wir als Menschen Nicht hindern, noch ändern! Also, in diesem Sinne kann der Freitod nie ein Allheilmittel, sondern immer nur eine Täuschung sein.
Einige Beispiele bestätigen die Richtigkeit dies Wissens. Bekannterweise verunfallen täglich auf der Welt unzählige Menschen, Kleinkinder fallen von Ballkonen, Ertrinkende werden geborgen, Kinder im verunglückten ICE in Eschede überlebten hinter den Lehnen des zusammengedrückten
Abteils usw.. Hier sollte der Tod nicht sein, nur das Erleben wirkte prägend auf die Menschen. Es gibt da die unglaublichsten Begebenheiten. Ich vertrete die Ansicht, daß kein Mensch auf Erden lebt, der ohne Fehler ist. Als ich mir der Unsinnigkeit meines Suizides im Nachhinein bewußt wurde, begann ich an mir zu arbeiten, zu hinterfragen und das Warum zu ergründen. Die Endscheidung, seinem Leben ein Ende zu bereiten, gestehe ich jedem Menschen zu, weil jeder dafür verantwortlich ist! Eine private, persönliche und eigenverantwortliche Tat, die anzuprangern, oder gar zu verhindern KEINE staatliche, oder kirchliche Einrichtung berechtigt ist, weil sie aus MENSCHEN besteht!
Mit freundlichem Gruß und Dank! Christian220



geschrieben von: Alterkelte

@Christian220

wieso MEINE psychische Situation?

Danke, aber ich bin stabil...........



Nie ist etwas lächerlich, sonden nur unsere Vorstellung davon
(frei nach Marc Aurel).

Meine Vorstellung vom Leben hat etwas abstruses.
Zu ernst sollte man es nicht nehmen.
Das Thema Suizid wird meiner Meinung nach von
mentalen Sozialpädagogen künstlich als
sehr, sehr ernst gehalten.
Im Grunde ist es aber so, dass wir alle irgendwann sterben
müssen, ob wir das als Selbstmörder oder Unfallopfer tun
ist im grossen Rahmen egal.
Das allergrösste Problem ist, dass wir hier in den westlichen
Breiten alles tun, um den Tod zu verdrängen..........
Der Tod ist präsent und er gehört zum Leben.
Suizid ist ebenfalls ein Teil davon.
Meiner meinung nach kann es tatsächlich Fälle geben, in denen es
ehrenhafter sein mag, sein Leben zu beenden, statt es fortzuführen, auch wenn das für mich nicht in frage kommt....
Aber die Geschmäcker sind verschieden.
Einen Suizid aus Langeweile oder Feigheit lehne ich aber grundsätzlich ab.........



geschrieben von: JimmyVoice

Zitat:
Original geschrieben von Wolkenfelder
........Keiner der an Suizid denkt, wird von sich aus sagen: "Du, ich habe Probleme, ich brauche Hilfe"


hast Du sowas schonmal gesagt? Ich schon. Die antworten variierten zwischen "wird schon wieder" und "nimm dich zusammen" - sehr hilfreich



Keiner war sicherlich von mir falsch gewählt(hatte ich beim schreiben nicht so drauf geachtet - Das Thema Suizid ist halt komplexer als sich einige vorstellen können)

Aber das ist auch eine Problematik, wenn sich jemand mal wirklich offenbahrt, dann kommen solche "hilfreichen" Sätze, die dazu führen das derjenige sich erstrecht zurückzieht und leider sich in seinen Gedanken das ihm eh keiner hilft bestätigt fühlt und er erstrecht S. begeht.



geschrieben von: Wolkenfelder

Ich glaube "ganz einfach" das nahezu niemand etwas wirklich hilfreiches zu sagen oder zu tun weiss...
Ich meine: viele sagen "man sollte halt um Hilfe bitten" oder "das ist Flucht und von daher feige" bloss ... einen konkreten Vorschlag oder so trifft man sehr viel seltener... es ist halt einfacher gegen etwas zu sein, als etwas dagegen zu wissen...



geschrieben von: JimmyVoice

Wer gibt schon gerne zu das er hilflos ist. Diese Kommentare sind halt auch nur eine gewisse Flucht.



geschrieben von: Marla Singer

Sorry, habe ein bisschen das Gefühl, einige hier nehmen Selbstmörder nicht ernst, so von wegen: Hätte er mal ordentlich nachgedacht, wäre er auch drauf gekommen, dass es Blödsinn ist.

Hm.

Ich kenne nun wirklich zu viele, die sooooooo nahe dran waren, Selbstmord zu begehen, um dieses Thema auf die leichte Schulter zu nehmen.

Und ich denke, das ist wahr: Man kann sich niemals vollständig in einen Selbstmörder hineinfühlen. Nicht, wenn man selbst nicht schon mal ernsthaft darüber nachgedacht hat. All unser Wissen beruht auf Erfahrung. Wenn wir bestimmte Erfahrungen nicht gemacht haben, können wir auch nichts darüber wissen.

Was mich zu folgender Frage bringt: Wie kommt ihr drauf, dass Liebeskummer kein ernstzunehmender Selbstmordgrund ist?!

@Wolkenfelder: :D
@JimmyVoice: :D



geschrieben von: Wolkenfelder

also ich wage zu behaupten mit solchen Gedanken und Erfahrungen zur Genüge dienen zu können.



geschrieben von: JimmyVoice

Zitat:
Original geschrieben von Marla Singer


Was mich zu folgender Frage bringt: Wie kommt ihr drauf, dass Liebeskummer kein ernstzunehmender Selbstmordgrund ist?!

@JimmyVoice: :D



Hab ich nicht gesagt :)
ich schrieb:

Es gibt sicher Ursachen, da schüttelt man den Kopf (Suizid aus Liebeskummer), aber es bleibt eine Ursache.

Damit meinte ich keineswegs das Liebeskummer kein ernstzunehmender Selbstmordgrund ist.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen das jeder Grund auch wenn er noch zu banal klingt, eben eine Ursache ist.



geschrieben von: JimmyVoice

Mit 25 wollte ich auch Suizid begehen und ich hatte da sehr viele Ursachen für, dagegen ist Liebeskummer nun wirklich banal, ohne es nun wieder als grundlos hinzustellen,was ich ja auch nie tat.



geschrieben von: Wolkenfelder

.....Sorry, habe ein bisschen das Gefühl, einige hier nehmen Selbstmörder nicht ernst, so von wegen: Hätte er mal ordentlich nachgedacht, wäre er auch drauf gekommen, dass es Blödsinn ist.

?????

Ehrlich gesagt bin ich völlig perplex - was um Himmels willen bringt dich auf den Gedanken ich könnte so etwas meinen? Hab gerade nochmal meine gesamten Kommentare zu diesem Thema gelesen und bin nach wie vor eigendlich der Meinung hier die Gegenseite zu vertreten...



geschrieben von: JimmyVoice

Zitat:
Original geschrieben von Wolkenfelder
.....Sorry, habe ein bisschen das Gefühl, einige hier nehmen Selbstmörder nicht ernst, so von wegen: Hätte er mal ordentlich nachgedacht, wäre er auch drauf gekommen, dass es Blödsinn ist.

?????

Ehrlich gesagt bin ich völlig perplex - was um Himmels willen bringt dich auf den Gedanken ich könnte so etwas meinen? Hab gerade nochmal meine gesamten Kommentare zu diesem Thema gelesen und bin nach wie vor eigendlich der Meinung hier die Gegenseite zu vertreten...


Hmmm, hatte sie mich damit auch gemeint? Ich sag mal nein:)



geschrieben von: Wolkenfelder

Ja Jimmy wir verstehen uns wenigstens... hallo



geschrieben von: JimmyVoice

Ja Hallo Wolkenfelder.
Wenigsten verstehen wir uns *g*



geschrieben von: Wolkenfelder

Hallo Marla Singer! Bist Du noch da? Würdest du mich von meiner Ratlosigkeit befreien, damit wir nicht mehr aneinander vorbeireden???



geschrieben von: Scheol

Nun, ich kannte eins zwei aus meinem ehmaligen Freundeskreis die es ernst gemeint haben. Die haben echt nur scheiße gefresse, die eltern titulierten sie als unfall und sie wären nichts weiter als ein stück dreck! in der schule die ausenseiter und überhaupt nur schlechte erfahrungen gemacht.

beide wollten sich ernsthaft umbringen, verschwiegen es aber mir haben sie es erzählt, warum weiß ich nicht.

das beste was man dann tun kann, aus meiner erfahrung herraus ist ihnen mitzuteilen das man sie braucht.

ich hatte ihnen immer gesagt, das sie für mich wichtige freunde sind, und auch für alle anderen in unserer clique. Mit diesem Entschluss würden sie nicht nur mir verdammt weh tun, und das scheint geholfen zu haben. Sie haben dann begriffen das sie als menschen wertvoll waren und gebraucht wurde, und mit dem S. andern unendlich weh tun würden. Das hat geholfen, und sie haben weiter gemacht.
Wichtig ist solche Sätze wie: "Das wird schon wieder" zu unterlassen. Diese Personen fühlen sich dann nicht ernst genommen, und denken keiner Interessiert sich dafür, und vor allem für sie. Man muß ihnen zeigen das sie anderen Menschen damit weh tun, und das sie als Mensch gebraucht werden.

bb
Scheol



geschrieben von: Wolkenfelder

tja sie scheint weg zu sein...

um zum Thema zurück zu kommen - ich fand teilweise, dass es immer noch am besten half wenn jemand - wenn schon rat - und hilflos (wie vermutlich wir alle in so einer Situation) wenigstens verstehen und akzeptieren konnte, dass ich verzweifelt war und über den Tod als Möglichkeit nachdenken wollte... wenn man diese Möglichkeit verwirft wird dadurch der Kreis der Möglichkeiten kleiner, man hat weniger Chancen...
Vielleicht ist Freitod ja kein Alheilmittel, aber ich glaube, dass es gut ist die Wahl zu haben.



geschrieben von: Wolkenfelder

....das beste was man dann tun kann, aus meiner erfahrung herraus ist ihnen mitzuteilen das man sie braucht.


sowas hat man mir teilweise auch gesagt. - (Du hast natürlich Recht - allemal besser als wird wieder) - aber ich fand immer es sei doch reichlich vie verlangt für die anderen weiterleben zu müssen um niemanden zu verletzen...



geschrieben von: JimmyVoice

Irgendwie finde ich, das es mehr Gründe gibt sich umzubringen, als Gründe sich nicht umzubringen.

Mein einziger Grund mich nicht zu töten war der Gedanke das mich später irgendjemand noch brauchen könnte und Jahre später wurde ich ehrenamtlicher Sterbebegleiter, wo das Thema Freitod auch oft zur Sprache kommt. Es gibt da einige Sterbende die den Freitod ansprechen, ihn äussern, ihn aber nicht wirklich wollen, sondern eben Ängste haben. Ängste die man erst nehmen sollte. Wenn sie merken das man sie ernst nimmt, ihnen den S. auch zugesteht, sich mit den Ängsten befasst. ect., dann wollen sie es nicht mehr.

Im Prinzip ist jeder S. ein Hilferuf.
S. die Erfolg hatten, ein Hilferuf der nicht gehört wurde.



geschrieben von: Marla Singer

Sorry, war halt nicht mehr online, sonst hätte ich längst den Irrtum aufgeklärt!!

Also ich meinte nicht euch beide (Wolkenfelder, JimmyVoice) mit meinen anzweifelnden Kommentaren:

Zitat:
Sorry, habe ein bisschen das Gefühl, einige hier nehmen Selbstmörder nicht ernst, so von wegen: Hätte er mal ordentlich nachgedacht, wäre er auch drauf gekommen, dass es Blödsinn ist.


Zitat:
Was mich zu folgender Frage bringt: Wie kommt ihr drauf, dass Liebeskummer kein ernstzunehmender Selbstmordgrund ist?!


Mein :D war als Gruß gedacht, weil ich mich so wahnsinnig über eure Beiträge gefreut habe (tu ich übrigens schon wieder). Tut mir leid, wenn es falsch ankam. :(

Zur Sicherheit wiederhole ich meinen Gruß nochmal:
@Wolkenfelder: :D
@JimmyVoice: :D



geschrieben von: Christian220

@ Jimmy Yoice

Auch wenn kein Interesse an meinem obigen Beitrag besteht, den ich versehentlich an einen verkehrten Member richtet (ist inzwischen geklärt), kann ich Euren Austausch, Du mit Wolkenfelder, tief nachempfinden, besonders, da ich im Kindesalter nichts unversucht ließ, mir das ungeliebte Leben zu nehmen. Heute, viel Jahre danach weiß ich, daß man wahrscheinlich nicht das Leben als nicht mehr lebenswert empfindet, SONDERN man kommt mit sich und/ oder seinem sozialen Umfeld nicht mehr, oder noch nicht klar. (Eigenerfahrung). Auch kann ich bestätigen, daß ich dabei nicht an die mich umgebenden Menschen dachte, die, vielleicht, durch meine Tat besorgt waren, sicher sich aber mehr vor den Bekannten "Schämten". Nun, es ist vorbei.
Deine letzten Worte ließen mich allerdings interessiert aufhorchen, mit den Du dein Beitrag leider beendetest. Karma und Reinkarnatin im Bezug auf den Tod an sich, so wie das Leben Danach. Auch Dir gilt mein freundlicher Gruß. Christian220

@ Wolkenfelder

Ich bewundere aufrichtig Deine Tapferkeit. Deine bekennenden Worte treiben mir noch jetzt die Tränen in die Augen. Es ist sicher das Schwerste im Leben eines Menschen, das eigene Kind zu Grabe zu tragen. Glaube mir, daß Dein Kind stolz auf seinen Papa wäre, wenn es wüßte, wie schmerzlich für Dich sein Verlust gewesen ist. "Wer im Herzen eines Menschen wohnt, ist Nicht tot". In diesem Sinne grüße ich Dich herzlich. Christian220



geschrieben von: JimmyVoice

Zitat:
Original geschrieben von Christian220
@ Jimmy Yoice
Deine letzten Worte ließen mich allerdings interessiert aufhorchen, mit den Du dein Beitrag leider beendetest. Karma und Reinkarnatin im Bezug auf den Tod an sich, so wie das Leben Danach. Auch Dir gilt mein freundlicher Gruß. Christian220




Nun, eine Weiterführung im Bezug auf Karma ect. hätte diesen Thread total gesprengt :)



geschrieben von: Alterkelte

Wieso Rahmen sprengen?

Karma wird durch Suizid nicht unterbrochen, eher verlängert.

In westlichen Breiten haben wir eine recht naive Ansicht

von den Wiedergeburten, so nach dem Motto: "Was du diesmal

kannst nicht erledigen, dass verschiebe doch auf über-über-

morgen...." Pustekuchen.

In Asien gilt jegliches Leben als Leid

Und das Ende des Leides ist das Aufgehen im "Nirwana",

im gnädigen Nichts.......

Suizid heizt aber diese Wiedergeburtenschraube nur an,

weil man ja das Leben beendet hat, ohne seine Aufgaben

zu erledigen.

Die Folge ist halt, dass man seine unerledigten Dinge trotzdem

mit sich rumschleppt und in einer neuen Erscheinungsform,

kriegt man neue Aufgaben............



geschrieben von: Haevion

Es gibt Probleme, für die es keine Lösung gibt. In einem solchen Fall kann auch ein einfacher Mensch, ob Psychiater oder nicht, nicht mehr helfen. Alles, was von Menschen gegenüber Hilflosen angewandt werden kann, sind Rhetorik und jahrelange Studien und Erkenntnisse, die man anhand eines Fallbeispieles praktizieren kann.

Doch was macht ein hilfloser Mensch, der es soeben geschafft hat, einen ausgebildeten Psychiater zum Schmunzeln zu bringen, der seinem Patienten nur aus reiner Vorsicht nicht beipflichten kann und darf? Menschen können lenken und verändern (im Bezug auf die Psyche). Eine Heilung, oder gar eine Hilfe gibt es jedoch nicht, ebenso, wie es allzuoft keine Lösung gibt.
Das Leben ist keine mathematische Gleichung...



geschrieben von: Desira

Es muss doch für alles eine Lösung geben :(
Ich finde es schrecklich, wenn aus einem einzigen Absturz eines Menschen, in welcher Weise auch immer und wodurch auch immer, die gesamten Persepktiven verloren gehen und der Lebenswille dazu. Das Leben ist keine mathematische Gleichung...diesen Vergleich finde ich seltsam, denn es gibt mehr unlösbare Gleichungen als lösbare...?!



geschrieben von: cocrea

Zitat:
Original geschrieben von Haevion
Es gibt Probleme, für die es keine Lösung gibt.


ja, die gibt es, keine unmittelbare lösung.
viele, wenn nicht fast alle der heutigen probleme gehen auf den dualismusgedanken zurück. die spaltung von geist und körper, verstand und gefühl, mann und frau ... usw.

hast du ein problem, schaff dir ein größeres. ist ein ansatz.
hast du ein problem, sieh dass andere größere (bewältigt) haben. ist auch ein ansatz.
hast du ein problem, spring aus de(in)en denk- und fühlschienen. ist auch ein ansatz.

manche können nicht, andere wollen nicht. und AUSHALTEN, dass es jetzt und später keine bequeme lösung gibt, dass verändern angesagt ist, ist längst nicht jedermanns sache. doch das aushalten - das sowohl als auch - bringt eines tages eine ANDERE, als die übliche lösung.

die brauchbare lösung kommt wohl erst nach der AUFlösung (der spaltung). und davor haben die freitodler den den freien tod gesetzt (er scheint zunächst weniger herausfordernd als der mut weiterzuleben - im perspektivenlosen schmerz). suizid ist ein schmerzverlagernder ebenenwechsel mit karmakontoauffüllung. der schock des todes kann - so glaube ich - durchaus die perspektiven wandeln. doch im sog. jenseits, in der körperlosen anderwelt, sind viele, die sich nicht für tot halten, denn sie existieren ja noch. und dann sind sie auch noch erdgebundene, die am platz ihres freitods kleben geblieben sind - und es erst recht LAAANG aushalten müssen, was ihre kapazität zu übersteigen schien.

um die spaltung zu überbrücken, die fundamentale einsamkeit, ist ff not-wendig:

Es bleibt zwischen Menschen, seien sie noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann. Hermann Hesse

Im Leeren dreht sich, ohne Zwang, ohne Not
Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit
Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit
Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod
Hermann Hesse

grüße, cocrea



geschrieben von: Haevion

Zitat:
Original geschrieben von cocrea
ja, die gibt es, keine unmittelbare lösung.
viele, wenn nicht fast alle der heutigen probleme gehen auf den dualismusgedanken zurück.



... und enden dort.
Manchmal bleibt Dir nur noch eine binäre Entscheidung:
Ja oder Nein. So generalisiert das klingt, es ist aber so. :)



geschrieben von: cocrea

Zitat:
Original geschrieben von Haevion
... und enden dort.
Manchmal bleibt Dir nur noch eine binäre Entscheidung:
Ja oder Nein. So generalisiert das klingt, es ist aber so. :)



binär, dualistisch ist mir zu simpel --- das schreibt die eingefahrene denkschiene vor.

- - - ich bitte dich diese neun punkte mit nur vier zus.hängenden
- - - strichen zu verbinden. es geht, nur wie?
- - -

die einteilung von richtig / falsch (ja/nein) entstammt hierarchisierten machtstrukturen, die ihre insassen -- und zwar die, die noch nicht ganz abgestumpft sind -- an den rand der verzweiflung bringen können - und darüber hinaus.

"Francisco Varela hat vorgeschlagen, anstelle des unfruchtbaren Wahr-Falsch-Schemas die Frage zu stellen, "ob ein Weg, die Welt aufzufassen, gangbar, möglich, wirkungsvoll ist" (10). Damit wäre auch ein Weg gefunden, der weder zu Unterdrückung, Ausbeutung oder Tyrannei noch zu einer unkritischen Anything goes-Attitüde führt."
quelle: http://www.essl.at/bibliogr/rad-konstr.html#L1


wenn du zwei möglichkeiten hast, so wähle die dritte --- - und lass dich von der vierten überraschen - in due time. die dritte möglichkeit ist weder die richtige noch die falsche. es ist eine andere, als das gewohnheitsschema vorschreibt.

gruß, cocrea

übrigens -- die unendliche geschichte von michael ende.
der held bastian ist herüben (1) und wagt sich nach drüben (phantasialand) (2), erlebt sich als sowohl als auch - und kommt zurück (3) als ein anderer, der seine umgebung wandelt. darauf kommt´s m.e. an. der freitodler bleibt in 2 stecken.
der mit dem tod als möglichkeit sich quälende wird letztlich verwandelt.

weißt du wie es einer tonne dreck geht, die durch alchemistische feuer und wasser schübe auf ihr klümpchen gold ausgesiebt und umgeschmiedet wird. freitod ist eine wandlung mit (verzögerter) wiederkehr. das feuer der wandlung auszuhalten, ist ...



geschrieben von: Alterkelte

Wobei dann aber alles abgeschaltet sein muss,
um so einen Zustand zu erreichen.

Alle Sinne - alles Empfinden,

denn wer einen Herbst- oder Frühlingstag nicht mehr geniessen
kann, keinen Wein, keinen Käse (auf einem Baguette),
die Gesellschaft einer schönen Frau.
Ein Bild, einen Fluss, das Meer
die Luft, die Wolken

usw. usw.

wer das alles nicht mehr kann, ist ja ohnehin in einem
Aggregatszustand, der ihn zu keinem konstruktiven Leben
mehr befähigt, vielleicht ist ein Neubeginn in so einer
Gefühlswelt nicht falsch...........?

Wie gesagt, ich masse es mir nicht an, über Tod und Leben
zu urteilen, damit kann ich dann auch nicht
über die Frage urteilen, gibt es Leben über den Tod hinaus?



geschrieben von: Wolkenfelder

@Christian220

Zitat:
[i]Original geschrieben von Christian220 [/i

@ Wolkenfelder

... Glaube mir, daß Dein Kind stolz auf seinen Papa wäre, wenn es wüßte, wie schmerzlich für Dich sein Verlust gewesen ist. "Wer im Herzen eines Menschen wohnt, ist Nicht tot". In diesem Sinne grüße ich Dich herzlich. Christian220 [/B]


Hallo

also irgendwas ist bei Dir falsch angekommen... ich bin bzw. war nämlich noch nie Vater (würde mir als Frau reichlich schwer fallen :-) ) abgesehen davon ist nicht mein Kind gestorben, sondern meine Mutter - auch schlimm - aber Du hast schon Recht - wohl nicht das schlimmste, was einem im Leben passiert...

In diesem Sinne - liebe Grüße bekomme ich immer gerne :-)

<HALLO>

Wolkenfelder



geschrieben von: carpes

Der Freitod muss nicht angekündigt werden und oft gibt es kein Signal. Das ist meine eigene Erfahrung mit dem Freitod. Selbst verlor ich schon Freunde durch den Freitod. Meiner Meinung nach ist es folgender maßen; Wer über den eigenen Tod als Freitod spricht ist nicht bereit sich Selbst zutöten. Nur wenn er das Thema nicht anregt dann ist er eher bereit sich Selbst zutöten. Es gibt nach Erfahrungswerten anderer unterschiedliche Meinungen, nur durch eigene Erkenntnis oder Gespräche mit Selbstmord Kanditaten lernen wir.

mfg Carpes
ps: pora mutantur nos et mutamur in illis.





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