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Firmengründung

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geschrieben von: Pitch-Black

Wer von Euch hat ne Firma, oder gründet gerade eine, oder hat schon en Pleite hinter sich??

Dabei gibts ja diverse Probleme. Viele verschätzen sich immer, was da für Kosten auflaufen, was alles dafür nötig ist, wieviel Zeit man investieren muss für eine Selbstständigkeit und und und. Steuern sind zu zahlen.

Also, wer hat Erfahrung mit sowas?? Kann gute Tips geben zur Selbstständigkeit.

Was kann man mit einem Gewerbeschein alles machen und was nicht?



geschrieben von: Teufelchen

Wenn du selbst eine Firma aufziehen möchtest, dann würde ich dir raten einen Treuhänder aufzusuchen, der mit dir das ganze vorab bespricht. Er kann dir auch in etwa sagen, welche Gründungskosten auf dich zukommen, wieviel Kapital für welche Gesellschaftsform aufgebracht werden muss, wie es mit der Haftung der Gesellschafter aussieht, er kann dich über die Buchführung und die Buchführungspflichten aufklären, dich in Steuerfragen beraten...

Da ich mich nur im Schweizerischen und Liechtensteinischen Gesellschaftsrecht genauer auskenne, kann ich nicht viel mehr sagen. Es ist auf jeden Fall ratsam, ein paar Euros für eine umfassende und kompetente Beratung auszugeben.

Was man alles mit einem Gewerbeschein machen kann und was nicht? Wie ist diese Frage zu verstehen?



geschrieben von: Teufelchen

...betreffend Gewerbeschein:

Gewerbeschein

Der Gewerbeschein ist die erste offizielle Anmeldung des Gewerbes. Dieser muss persönlich beim Gewerbeamt (Gemeindemeldestelle bzw. Ordnungsamt) der Stadt oder Gemeinde beantragt werden. Die Daten werden dann an die IHK oder an die HWK weitergeleitet. Außerdem erhält das Finanzamt und das Gewerbeaufsichtsamt die Daten der Gewerbeanmeldung, so dass automatisch eine Anmeldung erfolgt. Eine Ausnahme gelten nur für Freiberufler wie Ärzte, Anwälte, Architekten und Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Land- und Forstwirte, dar diese kein Gewerbe betreiben.

Alle gewerblichen Angelegenheiten sind durch die Geweberordnung (GewO) oder durch Spezialgesetze geregelt. Danach ist der Betrieb eines Gewerbes jedermann gestattet, soweit nicht durch die GewO Ausnahmen oder Beschränkungen vorgeschrieben oder zugelassen sind. Bei überwachungspflichtigem Gewerbe ( § 38 GewO), z.B. Gebrauchtwagenhandel (An- und Verkauf hochwertigen Konsumgütern, Reisebüros, Ehe- und Partnerschaftsvermittlungen, Schlüssel- und Sicherheitsdienste, Detekteien, ist ein aktuelles Führungszeugnis notwendig. Bei einem Handwerk ist vorher die Eintragung in die Handwerksrolle bzw. Handwerksnebenrolle bei der zuständigen Handwerkskammer notwendig.


Jede Person, natürliche und juristische Personen, die einen selbständigen Betrieb eines stehenden Gewerbes aufnimmt, muss dieses Gerwebe anmelden. Hierfür benötigen Sie einen Personalausweis oder Reisepass (bei natürlichen Personen).
Die Gebühren werden von der Gemeinde oder Stadt erhoben und können so regional differenzieren. Für die An-/ Um- oder Abmeldung können so Gebühren um 25.- € erhoben werden. Dies variiert jedoch um etwa 5 oder 10 € nach oben oder unten.


Nützliche Infos für Start-Up-Unternehmen in Deutschland:

http://www.startupinfos.de/set.htm



geschrieben von: Julya

wenn man sich selbständig macht, kann man auch 'freiberuflich' arbeiten. dazu braucht man keinen gewerbeschein und demnach auch keine gewerbesteuer zu zahlen.

Hier und hier kann man sich auch noch ein bißchen informieren....



geschrieben von: jay

Bei Firmengründungen kann ich grundsätzlich nur eine kaufmännische Ausbildung bzw ein BWL Studium empfehlen. Viele Leute stellen sich das alles viel zu einfach vor und deswegen scheitern dann auch so viele. Was das Arbeitsamt da abzieht und versucht die Arbeitslosen in die Selbstständigkeit zu treiben ist einfach unverantwortlich.

Wer keine Ahnung von Stückkostenrechnung, kalkulatorischen Kosten, Buchhaltung, Abschreibungen usw hat sollte besser Abstand davon halten, zu versuchen irgendwas größeres aufzuziehen. Selbstständiger Architekt ist zum Beispiel wieder was anderes. Oder ein Metzgermeister.
Wenns aber in die Richtung geht, dass man kalkulieren muss, und man selbst zu dumm ist, überhaupt deutsche Sätze fehlerfrei zu schreiben, der sollte es lassen. (spreche da aus Erfahrung)



geschrieben von: Julya

als ich bei einer informationsveranstaltung von der pebg war (das ging vom arbeitsamt aus), wurde die ich-ag eben auch als weg aus der arbeitslosigkeit besprochen....
der typ, der das erklärte, meinte, "daß man für die gründung der ich-ag zumindest einen hauptschulabschluß haben müsse".
ich hab in dem moment wohl ziemlich dumm geguckt.... :rolleyes:



geschrieben von: Montrose

@jay. Leuchtet mir nicht ein. Wenn ich BWL studiere, weiß ich zwar, wie man Lonstückkosten etc. kalkuliert, aber ich hab überhaupt keinen blassen Schimmer, wie man eine Sache produziert oder eine Dienstleistung qualitativ hochwertig erbringt.

Die Geschichte mit dem BWL-Studium halte ich für ein Märchen. Erst muß einer mal was anzubieten haben, und dann kann er anfangen, zu kalkulieren. Nicht umgekehrt: mit Zahlen rumspielen, aber die entsprechenden Verfahren und Qualitätsnormen für Produktion bzw. Dienstleistung nicht kennen.



geschrieben von: Pitch-Black

da sind ja schon ein paar recht brauchbare Tips dabei vor allem das mit dem Treuhänder interessiert mich, ich glaube das werde ich mal als erstes machen.

Was die Sache mit dem Gewerbeschein angeht, so wollte ich mal wissen in welchem Umfang man mit so einem Schein Werbung für sich selbst machen darf und für das Produkt was man anbietet.

Ausbildung, nun ich bin IHK, also Industrie und Handelskaufmann, ich weiß eigentlich ganz gut bescheid über die Abrechnungsarten, Abschreibungen, etc. Das sollte nicht das Problem sein. Aber dennoch ist es keine Garantie dafür, das man Erfolg hat und alles richtig macht.



geschrieben von: jay

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
@jay. Leuchtet mir nicht ein. Wenn ich BWL studiere, weiß ich zwar, wie man Lonstückkosten etc. kalkuliert, aber ich hab überhaupt keinen blassen Schimmer, wie man eine Sache produziert oder eine Dienstleistung qualitativ hochwertig erbringt.

Die Geschichte mit dem BWL-Studium halte ich für ein Märchen. Erst muß einer mal was anzubieten haben, und dann kann er anfangen, zu kalkulieren. Nicht umgekehrt: mit Zahlen rumspielen, aber die entsprechenden Verfahren und Qualitätsnormen für Produktion bzw. Dienstleistung nicht kennen.



Was bringt es einem, wenn man etwas anzubieten hat, aber dann daran scheitert, weil man keine Ahnung davon hat, wie man einen Laden führt?
Dienstleistung bieten, in einem vernünftigen Maß, Kundenbetreuung, Mitarbeiterführung, Produktionskalkulation usw, wenn man davon keine Ahnung hat, bringt einen die Idee alleine auch nicht weiter. Zum "wie man eine Sache produziert": dazu hat man im Normalfall Ingenieure und hat mit dem Wirtschaftsteil nicht _direkt_ etwas zu tun.
Ich könnte das ganze an einem wasserdichten Beispiel erläutern, aber wenn ich das tue und das liest jemand, werde ich zwar nicht rausgeschmissen, denn ich hab deswegen bereits gekündigt, sondern ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren in einem öffentlichen Forum darüber herzuziehen.



geschrieben von: SchwarzePest

Die meisten Pleiten beruhen nicht auf mangelnde kaufmänische Fähigkeiten sondern an den Mangel an zahlenden Kunden. Ich kann mich immer wieder schlapp lachen wenn die Regierung für die Ich AG, am Beispiel einer Frau die einen Senfladen gegründet hat, wirbt. Bei vielleicht monatlich 500 Euro Miete, 200 Euro Krankenkasse und 100 Euro für die Rentenversicherung. Wie viel Gläser Senf und mit welcher Spanne muß die jeden Monat verkaufen um sich wenigsten einmal am Tag ein Brötchen leisten zu können.
Das Kalkulieren bringt nur bedingt etwas. Der Markt bestimmt leider viel zu oft die Preise.



geschrieben von: jay

Zitat:
Original geschrieben von SchwarzePest
Die meisten Pleiten beruhen nicht auf mangelnde kaufmänische Fähigkeiten sondern an den Mangel an zahlenden Kunden. Ich kann mich immer wieder schlapp lachen wenn die Regierung für die Ich AG, am Beispiel einer Frau die einen Senfladen gegründet hat, wirbt. Bei vielleicht monatlich 500 Euro Miete, 200 Euro Krankenkasse und 100 Euro für die Rentenversicherung. Wie viel Gläser Senf und mit welcher Spanne muß die jeden Monat verkaufen um sich wenigsten einmal am Tag ein Brötchen leisten zu können.
Das Kalkulieren bringt nur bedingt etwas. Der Markt bestimmt leider viel zu oft die Preise.



Wenn du kalkulierst und ausrechnest wieviele Senfgläser du verkaufen musst, um Gewinn zu machen, wirst du ganz schnell blicken, dass das Ding nix abwirft und du wirst diese Schnapsidee ganz schnell wieder verwerfen. Meinst net?
Kaufmännisches Wissen macht aus ner Scheissidee nix Erfolgreiches, aber verhindert dass man so nen Bockmist überhaupt anfängt.
Es ist nicht zwingend notwendig, macht die ganze Sache aber bedeutend einfacher, wenn man doch irgendwie nen Hauch Ahnung von BWL und VWL hat.



geschrieben von: ilumina

Ich möchte auch den Schritt in die Selbständigkeit als freie Handelsvertreterin wagen.

Bin mal gespannt, wie das wird.:rolleyes:


@ Pitch-Black

Es gibt "Existenzgründungs-Seminare" und "Existensgründungs-Vorcoaching" und "-Nachcoaching".

Zuerst kommt das "Existenzgründungs-Seminar"

Beim "Vorcoaching" wird dann zusammen mit Fachleuten Dein Unternehmenskonzept zusammengzimmert, damit es dann auch Hand und Fuß hat.

Und das "Nachcoaching" ist für die Betreuung nach der Existenzgründung vorgesehen.

Diese Seminare werden in der Regel vom Arbeitsamt bezahlt, sollten jedoch auf jeden Fall VOR der Existenzgründung beantragt werden, da Dir sonst das Arbeitsamt einen Strich durch die Rechnung machen kann!!!

Diese "Ich-AG" Geschichte ist wohl auch ein Windei...Du kannst dann keine Mitarbeiter einstellen und von der Förderung ist es auch nicht sooo doll, wie es sich zuerst anhört. Allerdings wäre es nun zu viel Text, um das alles hier auf einen Schlag reinzukleppern....;)

VORSICHT!!! Mir wurden von meiner Arbeitsberaterin BEWUSST(!!!) Falschinformationen gegeben!!! Wenn ich auf die gute Frau gehört hätte und meinen Gewerbeschein gleich nach meiner Meldung beim Arbeitsamt beantragt hätte, wäre ich aus dem ganzen Programm rausgeflogen --> keinerlei Förderung vom Arbeitsamt, da ich ja dann schon bereits selbständig wäre!!! Tolle Nummer!!!:mad:

Ich werde meinen Gewerbeschein erst beantragen, wenn mein Konzept steht und wenn mein Seminar und mein Vorgründungscoaching durch ist und wenn mein Nachgründungscoaching bewilligt ist!!!

*ganzfestdieDaumenfüralleanderendrückt*

:D ;) :D



geschrieben von: Any Body

etwas mehr Sicherheit bei der Existenzgründung bietet die Gründung eines Franchise-Unternehmens, da hilft in jedem Fall der Franchisegeber mit Konzept und Werbung

http://www.franchise-net.de/



geschrieben von: SchwarzePest

Zitat:
Original geschrieben von jay
Wenn du kalkulierst und ausrechnest wieviele Senfgläser du verkaufen musst, um Gewinn zu machen, wirst du ganz schnell blicken, dass das Ding nix abwirft und du wirst diese Schnapsidee ganz schnell wieder verwerfen. Meinst net?



Das weiß ich leider erst hinterher. Schließlich weiß kein Hersteller / Händler genau wie viel er von seiner Ware los wird. Z.B. bestelle ich gleich, um etwas nebenbei zu verdienen, für 2,20,- 10 LED Lampen die ich für 9,95,- verhöker. Werde ich nur 2 los mache ich Verlust, verkaufe ich alle hab ich nen Plus von 75. Nur leider haben die wenigsten für ihre Waren/ Dienstleistungen eine Absatzgarantie und das man seine Waren über den Selbstkosten los werden muß wissen sicher die meisten.



geschrieben von: Celtvis

As usual... was sollen so allgemeine Themen, die in anderen, mehr themengebundeneren Boards besser aufgehoben wären, im German Gothic Board???

Ist das Thema von allgemeinem Interesse?
Wenn ja lasse ich den thread offen, falls nicht, dann... eben nicht.

Celtvis



geschrieben von: herbstliebe

ja natürlich ist es von allgemeinem interesse!

das siehst du doch schon an deinen vorrednern. ;)



geschrieben von: Teufelchen

...ich kann jedenfalls nirgends eine Definition zu Dies und Das finden, in der Diskussionen / Threads zu diesem Thema untersagt werden... Ich denke, dass jeder das Recht hat einen Thread zu eröffnen, in welchem er Fragen aus dem 'richtigen' Leben stellen kann...

;)



geschrieben von: Celtvis

Zitat:
Original geschrieben von Teufelchen
...ich kann jedenfalls nirgends eine Definition zu Dies und Das finden, in der Diskussionen / Threads zu diesem Thema untersagt werden... Ich denke, dass jeder das Recht hat einen Thread zu eröffnen, in welchem er Fragen aus dem 'richtigen' Leben stellen kann...;)


Ach weißt Du, daß Regelwerk von D&D ist ausreichend, um notfalls jeden thread zu schließen, also daran soll's nicht liegen...

Warten wir einfach ab, wie's sich entwickelt.

Celtvis

P.S.: Herbsti - jaja, schon klar. ;)



geschrieben von: Teufelchen

...das hab ich beim Durchlesen auch festgestellt...ein richtiger Gummiparagraph:D

Liebe Grüsse

Teufelchen



geschrieben von: ilumina

@ Celtvis

Ich denke schon, daß dieser Thread hier ein klein wenig mehr Sinn macht, als Diskussionen über Kondome, Lippenstifte, Nagellack, Schminke oder was man so auf der Toilette treibt....:rolleyes:

Ferner denke ich, daß es hier im Board bestimmt einige Menschen gibt, die sich mit dem Thema Selbständigkeit aus gegebenem Anlaß recht intensiv befassen und ihre Sorgen, Nöte & Erfahrungen lieber hier im Board mit halbwegs gleichgesinnten teilen/besprechen möchten.

Ganz egoistisch muß ich noch zufügen, daß es mich persönlich sehr freuen würde, wenn er offen bleibt, da ich diesen Schritt in die Selbständigkeit ebenfalls wagen werde und keine Lust habe, mir ein neues Board, mit neuen Leuten, anderen Themen, etc. zu suchen.

Danke ;)



geschrieben von: Celtvis

Ist ja schon gut, ich habe doch bereits geschrieben "warten wir... ab...", also bleibt er offen.

Auf postings wie Deines, Illumina, hatte ich gewartet, als ich fragte, ob das Thema von allgemeinem Interesse sei.

Celtvis



geschrieben von: Montrose

Mir leuchtet das, was jay sagt, immer noch nicht ein. Es ist kaufmännisch geradezu falsch gedacht.

Er behauptet zum Beispiel "Für die Produktion habe ich ja die Ingeneure". Jay geht von einer Situation aus, in der er entweder bloß angestellter Manager, der mit dem Kapital anderer spielen kann (Junge, wir reden hier von Selbständigkeit!!!), oder gleich Multimillionär, der nach Belieben Leute einstellen kann, ist. Frage: Woher soll denn die Firma und das Kapital kommen, in der Du gleich Big Boss spielen kannst? Ist das etwa vom Himmel gefallen.

REGEL: Am Anfang einer Betriebsgründung, wenn das Kapital noch knapp ist, möglichst viel in Eigenarbeit leisten. Nicht gleich viele Angestellte reinnehmen oder höchstens befristet. Denn wenn man Leute einstellt, und der Laden läuft nicht, bleibt man auf hohen Personalkosten sitzen.

Zweitens: Bei dem Beispiel mit den Senfgläsern stellt jay die Tatsachen auf den Kopf. Tatsache ist: die Idee mit den Senfgläsern ist schlecht, deshalb lassen sich keine Senfgläser verkaufen, deshalb gibt es keinen Gewinn. Jay hingegen behauptet, man macht keinen Gewinn, und deshalb sei die Idee mit den Senfgläsern schlecht. Das ist aber magisches und damit unsinniges Denken. Die Realität bestimmt die Zahlen, und nicht umgekehrt! Nehmen wir mal an, jemand würde Senfgläser mit einem bisher noch nie dagewesenen Spezialsenf verkaufen. Zum Beispiel schwarzer Senf, und plötzlich fahren alle Gruftis auf diesen Senf ab, das Zeug verkauft sich wie doof. Moral von der Geschichte: gute Idee, guter Gewinn.

Der Wert eines Betriebes hängt von der Marketingabteilung, den Ingeneuren und den Dienstleistern ab. Manager, Verwaltung etc. verdienen zwar gut und stehen in der Hierarchie eine Betriebes relativ weit oben. Sie sind aber für den tatsächlichen Erfolg eines Geschäftes am unwichtigsten.

Drittens: Die Behauptung, man müsse erst eine kaufmännische Lehre oder ein BWL-Studium absolvieren, um sich selbständig zu machen, wird von der Realität widerlegt. Handwerksmeister - also Metzger, Bäcker, Elektriker, Drogisten etc. -, Apotheker, Ärzte/Psychologen/Heilpraktiker/Ergotherapeuten sind ja sehr häufig selbständig, ohne eine kaufmännische Lehre etc. absolviert zu haben. Wie ist das möglich? Nunja, weil man sich kaufmännisches Wissen etc. auch nebenher selbst und mit Lehrgängen zu Existenzgründung etc. beibringen kann.

WORUM GEHT'S MIR? Ich finde den Weg in die Selbständigkeit einen mutigen und sehr guten Schritt. Und ich möchte nicht, daß sich Leute, die mit dem Gedanken der Selbständigkeit spielen, von irgendwelchen Sesseladvokaten entmutigen lassen. Wenn die Geschäftsidee die Menschen anspricht (dazu gehört natürlich auch Werbung etc.), dann bestehen Chancen auf Erfolg.



geschrieben von: ilumina

@ Celtvis

Danke! Mir geht ganz schön der Stift, daß ich mit meiner Geschäftsidee eine Bauchlandung hinleg (...was wirklich fatal wäre, da ich einen Mann und zwei Kiddies zu ernähren habe!) und bin für jeden Tip dankbar.

...irgendwie wird es schon klappen, weil es einfach klappen muß!!!

;) :rolleyes: ;)



geschrieben von: jay

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
(Junge, wir reden hier von Selbständigkeit!!!)


Junge, lies mein erstes Posting mal Wort für Wort durch!!! (schöne Ausrufezeichen, oder?)

Jetzt wo ich grad den Rest von deinem gelesen hab. Liest du dir eigentlich selbst durch, was du da schreibst? Jetzt mal Spaß beiseite. Ich sehe da ehrlich gesagt nicht viel Logik (Senfgläser? Bißchen sinnfrei oder?). Nur am Rande: Die Punkte, die du da zu widerlegen versuchst, ergeben sich erst überhaupt nicht, wenn du mal auf den ersten Satz in diesem Beitrag hier achtest.
Darf ich auch kurz nach deiner Ausbildung fragen? Bin nur neugierig.

P.S. Ich finde den Schritt in die Selbstständigkeit einen guten und mutigen Schritt, solange er wohlüberlegt und gut durchdacht ist.



geschrieben von: Montrose

Ein guter Bekannter von mir, übrigens mit kaufmännischer Ausbildung und jahrzehntelanger Tätigkeit in diesem Bereich, kam aufgrund verschiedener Umbrüche in seinem Leben auf die Idee, sein eigenes Ding aufzuziehen.

Er machte eine Heilpraktiker-Ausbildung und eröffnete eine Praxis und einen Kräuterladen in einer Universitätsstadt, weil Studenten angeblich alle auf dem Ökotrip sind. Nach 1 1/2 Jahren hatte er 50.000 € Schulden und beging Selbstmord.

Der entscheidende Punkt, der ihm das Genick brach, war eine Dienstleistung, die keinen Markt hatte. In dieser Universitätsstadt gab es bereits eine Vielzahl von Heilpraktikern und Ärzten mit homöopathischer Zusatzausbildung. In einem Jahr kam zu dem gerade mal ein Patient.

Für seinen Kräuterladen stellte er von Anfang an eine Hilfskraft ein, die überhaupt keine Ahnung von der Sache hatte. Die Frau kostete, aber brachte nichts. Zulieferer, Verkaufskräfte etc. ins Boot holen schön und recht. Nicht selten ist das notwendig. Aber erstens wird's dann schnell teuer. Und zweitens... und noch viel wichtiger: es reicht nicht, einfach jemanden einzustellen. So jemand muß eingearbeitet, geschult, auch kontrolliert werden.

An der Ware Kräuter kann es nicht liegen. Denn in der Stadt hat ein anderer Kräuterladen eröffnet, und der läuft. Das Angebot paßt besser: Schwerpunkt eher auf Verkauf von Geschenken usw. Bei meinem Kumpel lief schon die Werbestrategie falsch. Der bezeichnete sich als "Institut", was lächerlich und unseriös wirkt. In der Zeitung und sonstwo war auch nicht viel mit ansprechender Werbung. Irgendwie wußte überhaupt kein Mensch, daß es diesen Laden gibt und wofür er da sein soll.



geschrieben von: jay

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
weil Studenten angeblich alle auf dem Ökotrip sind.


Und was lernen wir aus der Geschichte? Richtig, schließ nicht von SozPäd Studenten auf den Rest :p.



geschrieben von: Iroträger

ich hab ne firma bin kleinunternehmer

und recht erfolgreich

kannst ja mal reinschauen

Keine Werbung außer in Deiner Signatur oder der Toplist, danke! Celtvis



geschrieben von: LaChatte

Und ich bin gerade auf der Suche nach der hervorragenden Idee... weiter als "Nachhilfestunden, Aufgabenhilfe, Prüfungsvorbereitung" bin ich noch nicht gekommen - aber ja, warum denn nicht?





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