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Was ist Liebe?

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Chons

Hallo,

ich habe jetzt schon ein paar Tage nachgedacht und komme irgendwie zu keinem überzeugenden Ergebnis.

Kann es sein, dass das angeblich schönste Gefühl der Welt in Wirklichkeit nur dazu da ist, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen?

Ist Liebe wirklich nur ein Gefühl, das entsteht wenn wir von jemanden etwas bekommen was wir wollen?
Sei es Anerkennung, Bestätigung, Sympathie, Geborgenheit, das Gefühl, dass wir etwas besonderes oder wertvoll und liebenswert sind.

Wenn diese Person uns diese Dinge dann nicht mehr geben kann, was passiert dann? Lieben wir die Person dann nicht mehr?

Brauchen wir mit einem guten Selbstwertgefühl dann die Liebe?
Wenn wir uns voll akzeptieren sind doch alle oben genannten Bedürfnisse erfüllt.

Oder ist Liebe was anderes?

Ist die Liebe eher ein geben, als ein nehmen? Sollte Liebe nicht bedingungslos sein?
Wenn Liebe aber wirklich bedingungslos ist, dann müssen wir doch alle Menschen gleich lieben. Wieso gibt es soviele Paare?
Sind Liebes- und Ehepaare alles Menschen mit einem nicht voll entwickelten Selbstwertgefühl bzw. sind sie irgendwie abhängig voneinander?

Wenn man alleine ist, von allem unabhängig ist und sich selbst mag und annimmt, kann man doch viel besser seinen Bedürfnissen nachgehen? Braucht man dann wirklich die Liebe? In so einen Fall würde Liebe doch Einschränkung bedeuten.

Schöne Grüße
Chons



geschrieben von: Montrose

Wie wär's damit:

Liebe ist eine klassisch konditionierte Reaktion auf den Pheromonaustoß einer gegengeschlechtlichen Person.



geschrieben von: Chons

Hi Montrose,

Liebe auf den ersten Blick? Daran kann ich nicht glauben. Sympathie, sexuelle Lust bestimmt, aber nicht Liebe.



geschrieben von: JimmyVoice

Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Wie wär's damit:

Liebe ist eine klassisch konditionierte Reaktion auf den Pheromonaustoß einer gegengeschlechtlichen Person.

Hmm, das würde ja heissen das es unter gleichgeschlechtlichen keine Liebe gibt, was ja nicht der Fall ist.



geschrieben von: Die Dunkelheit

Also wie ich das sehe entsteht wirkliche Liebe nur wenn man den anderen kennt und auch ssine Fehler akzeptiert...wenn man sich ergänzt is das natürlich noch besser.....bei den meisten Leuten is es aber nur Verliebtheit und Lust..wasman ja gut daran sieht wie viele sich wieder scheiden lassen.



geschrieben von: JimmyVoice

Liebe= gesteigerte Form der Zuneigung?
Liebe ist unterschiedlich. Die Liebe zu meinen Eltern ist eine andere als die Liebe zur Freundin und doch isses Liebe....naja auch hier wird es keine klare eindeutige defination geben,was den nun Liebe ist



geschrieben von: Chons

Hallo Jimmy,

worin unterscheidet sich die Liebe zu Deinen Eltern, zu der Deiner Freundin?



geschrieben von: Desira

Ich würde sagen, die Liebe zur Freundin ist eine Liebe, die man aufgeben würde . Die Liebe zu den Eltern kann man im Prinzip ja gar nicht aufgeben, da man ja praktisch so hinerzogen wurde...
Kann auch sein, daß ihr es jetzt anders seht, da ich ja sowieso ein gestörtes Verhältnis zu diesem Gefühl habe, aber denkt trotzdem mal drüber nach...



geschrieben von: Chons

Ich weiß nicht ob ich meine Eltern liebe. Ich bin dankbar, dass sie mich aufgezogen haben und bin dankbar, dass sie mir die Möglichkeit geben, mich aus dem Alltag mal zurückzuziehen.
Ich wäre bestimmt traurig, wenn sie nicht mehr da sind, weil sie in mir im Moment das Gefühl der Zugehörigkeit und der Sicherheit geben.

Wenn das aber Liebe ist, dann hat Liebe wirklich nur mit nehmen zu tun.



geschrieben von: DarkHaze

Ich habe es aufgegeben, krampfhaft eine Definition für Liebe zu suchen. Liebe ist immer aus einem Guss und sie ist immer vollkommen so wie sie ist, doch sie ist jedem anders. Jeder spürt sie anders. Jeder lebt sie anders. Jeder könnte andere Geschichten von ihr erzählen.

Vielleicht erscheint es vielen als ein Schritt zurück wenn ich sage, dass ich es aufgegeben habe und mich viel eher von ihr auf meinem Weg leiten lasse, als dass ich ihren Weg erahne oder zusehe, wie sie diesen Weg mit mir zusammen geht. Dennoch denke ich dass ein unbekannter Freiraum für Ungewissheit nicht gleich Naivität zu setzen ist.
Weil Liebe verschleiert und benebelt, bedeutet das nicht, dass irgendwo hinter diesem Nebel etwas reelleres oder wirklicheres versteckt ist als uns der Nebel der Sinne zeigt - münden doch alle Fertigkeiten und Gedanken in Form von Gefühlen in unser Verständnis.

Sobald man sich mit der Definiton von Liebe beschäftigt, beginnt allerdings zwingend der Kampf mit ultimativen Fragen nach der wahren Liebe oder nach dem Sinn des Lebens. Solche Fragen verlangen wieder nach Vereinbarung, die man nicht gewährleisten kann.
Ich lasse der Liebe da den Spielraum sich selber zu definieren und siehe da: Plötzlich habe ich viel mehr relevanten Freiraum ohne einen Verlust in Kauf genommen zu haben, dessen Verhinderung noch nicht einmal zu einem Erfolg geführt hätte, würde die Liebe definiert.



geschrieben von: jay

Gab's net schonmal was ganz ganz ähnliches hier?



geschrieben von: DarkHaze

Zitat:
Original geschrieben von jay
Gab's net schonmal was ganz ganz ähnliches hier?


Immer wieder diese destruktiven Verweise...
Auch Threads haben eine Verfallszeit ;-)

Irgendwann kann einfach niemand neues mehr einsteigen,
dann gibts den selben Thread halt wieder,
und wieder,
und wieder,
und wieder...

Was ist besonders dran?
Dinge wiederholen sich nunmal...



geschrieben von: cocrea

wiederholungen!?

Die Geschichte wiederholt sich, und jedesmal kostet es etwas mehr. Hulldor Laxness

Wenn man sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist man verurteilt, sie zu wiederholen. George Santayana


was ist liebe?

Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße. Franz Kafka, Tagebücher

Liebe ist gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit. Hans Kudszus

Die Liebe ist vielleicht der höchste Versuch, den die Natur macht, um das Individuum aus sich heraus und zu dem anderen hinzuführen. José Ortega y Gasset, Liebe

Die Liebe besteht zu drei Vierteln aus Neugier. Casanova

Wenn es dir möglich ist, mit nur einem kleinen Funken die Liebe in der Welt zu bereichern, dann hast du nicht umsonst gelebt. Jack London

Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: je mehr wir zu lieben und hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben. Hermann Hesse

Ach, die Liebe ist nicht da, um uns glücklich zu machen. Ich glaube, sie ist da, um uns zu zeigen, wie stark wir im Leiden und Tragen sein können. Hermann Hesse (1877-1962)

Es bleibt zwischen Menschen, seien sie noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann. Hermann Hesse

Die Liebe ist das Kind der Freiheit, niemals das der Beherrschung. Französisches Sprichwort

Die Freundschaft ist eine Kunst der Distanz, so wie die Liebe eine Kunst der Nähe ist. Sigmund Graff

Die Lüge tötet die Liebe. Aber die Aufrichtigkeit tötet sie erst recht. Ernest Hemingway

Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen; denn die Liebe genügt der Liebe. Khalil Gibran

Die Liebe erscheint als das Schnellste, ist jedoch das langsamste aller Gewächse. Weder Mann noch Frau wissen, was vollkommene Liebe ist, bevor sie nicht ein Vierteljahrhundert miteinander verheiratet waren. Mark Twain

Die Liebe ist eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie am Rande eines entsetzlichen Abgrunds zu pflücken. Stendhal (1783-1842), Dichter

Die Liebe kommt unbemerkt, nur wenn sie geht, merken wir es. Austin Dobson

Soviel in dir die Liebe wächst, soviel wächst die Schönheit in dir.
Denn die Liebe ist die Schönheit der Seele. Aurelius Augustinus

Die wichtigste Stunde in unserem Leben ist immer der gegenwärtige Augenblick; der bedeutsamste Mensch ist immer der, der uns gerade gegenübersteht, das notwendigste Werk in unserem Leben ist stets die Liebe. Leo Tolstoi oder Meister Eckehart (weiß nicht genau)

Sowenig man die Liebe den Prostituierten anvertrauen darf, sowenig die Religion den Pfaffen. Dr. Karlheinz Deschner

Die Liebe ist einäugig. Der Hass blind. aus Dänemark


gruß, cocrea



geschrieben von: Alaea

Ich betrachte die liebe zu den eltern auch als "anerzogen". eltern sind (normalerweise) der schutz eines kleinen kindes. sie geben waerme, geborgenheit und zaertlichkeit. in der regel praegen eltern die ersten moralischen empfindungen und geben von anfang an ein teil ihres verhaltens an das kind weiter.

die liebe zu einem anderen menschen ist da etwas komplizierter. ich moechte mich ungern auf eine aussage festnageln da liebe (wie ja auch bereits erwaehnt wurde) fuer jeden menschen ein anderes gefuehl ist, und somit auch aus ganz unterschiedlichen intensionen heraus "passiert".
fuer mich persoenlich entwickelt sich liebe aus vielen verschiedenen ,bewussten wie unbewussten, komponenten.

LG

Alaea



geschrieben von: Meldor

Erst mal Hallo an alle,

Ich bin der Meinung das Gefühl "Liebe" gibt es an sich gar nicht. Ich bin zu dem Schluß gekommen, bei diesem Gefühl, dass wir Liebe nennen handelt es sich rein um sympathie gepaart mit dem Wunsch nach Anerkennung, der jedem Menschen innewohnt.

Ich muss allerdings sagen, in Sachen Liebe bin ich ein wenig "vorgeschädigt".

Grüße Meldor



geschrieben von: Blinder Mann

ich stimme dem philosophen Friedrich Nietsche zu ... die "liebe" ist nichts weiter als ein anderes wort für egoismus ...

"Am deutlichsten aber verrät sich die Liebe der Geschlechter als Drang nach Eigentum; der Liebende will den unbedingten Alleinbesitz der von ihm ersehnten Person, er will eine ebenso unbedingte Macht über ihre Seele wie ihren Leib, er will allein geliebt sein und als das Höchste und Begehrenswerteste in der anderen Seele wohnen und herschen [...] ."

und am ende schreibt er ...

"Es gibt wohl hier und da auf Erden eine Art des Fortsetzung der Liebe, bei der jenes habsüchtige Verlangen zweier Personen nacheinander einer neuen Begierde und Habsucht, einem gemeinsamen höheren Durste nach einem über ihnen stehenden Ideale, gewichen ist; aber wer kennt diese Liebe? wer hat sie erlebt? Ihr rechter name ist Freundschaft.



geschrieben von: DarkHaze

@blinder mann

1.
ich verstehe unter dem liebevollem verhalten eher: freiheit lassen, der anderen person ermöglichen, sich selbst zu verwirklichen, ihr dabei helfen, für sie da sein, sie trösten, mit ihr in die hölle gehen, sein leben für sie riskieren.
ich will nicht herrscher über diese person sein und sie in etwas zwängen, dass ihr nicht passt, sondern ich will, dass sich diese person bei mir fallen lässt, dass ich sie auffangen kann, dass sie in meinen armen liegt und dort schlafen kann ohne auf kaltem grund zu liegen.
wo ist das egoistisch?

2.
wenn das egoistisch ist, etwa weil alle handlungen auf egoismus zurückzuführen sind, so müsste auch die rechte freundschaft von egoismus geprägt sein.

P.S.:
das soll keine definition sein, sondern eine beschreibung der ziele und wünsche, die man in der regel (also meistens) in einer beziehung halbautomatisch setzt.



geschrieben von: Chons

Ich versuch mich mal an einer möglichen Definition von Liebe:

Liebe tritt dann auf, wenn wir Bedürfnisse haben, die wir uns selbst nicht erfüllen können, aber hoffen bzw. wissen, dass uns ein anderes Lebewesen (evtl. auch eine Sache) dies für uns kann. Je stärker diese Bedürfnisse sind, desto stärker ist die Liebe.

Beispiele:

1.
Angenommen wir schaffen es wegen unserer Erziehung nicht, uns selbst zu lieben. Daher suchen wir uns möglichst bald eineN PartnerIn, welcheR uns das Gefühl gibt liebenswert, wichtig und wertvoll zu sein. Wir fühlen uns dann vollständig und gut. Dafür lieben wir den Menschen, sind aber doch eigentlich abhängig. Verlieren wir diesen, geht es uns wieder schlecht.

2.
Wir haben eineN PartnerIn, welcheR depressiv ist und nicht weiß, was er/sie will. Wir helfen dieser Person und lieben sie angeblich völlig bedingungslos. Ist es denn wirklich so. Würden wir denn wirklich helfen, wenn wir dabei ein schlechtes Gefühl hätten.
Ich denke mir mal, dass wir nur dann helfen, wenn wir dafür ein Gefühl verspüren, dass wir was richtig machen. Wir fühlen uns dann klasse, wichtig und wertvoll und dafür lieben wir den anderen Menschen. Vielleicht denken wir ja aber auch, wenn es ihm/ihr dann wieder besser geht, dann ist er/sie bestimmt dankbar und bleibt bei mir und dann geht es mir auch weiter gut.

3.
Ein kleines Kind wird von den Eltern vernachlässigt. Es holt sich die Geborgenheit und Wärme von einem Stofftier bzw. Schmusekissen. Dafür liebt es den Gegenstand.

Für mich persönlich ist die einzige, bedingungslose Liebe die Selbstliebe. Klingt zwar alles nicht sehr schön, aber irgendwie erscheint mir diese Erklärung am wahrscheinlichsten.



geschrieben von: Blinder Mann

@DarkHaze


... ICH WILL ... da liegt das problem ...


beispiel: "ICH WILL" nicht das es meiner freundin schlecht ergeht .... (wenn es meiner freundin schlecht geht, tut es MIR weh ... und sowas will ich nicht)



(alles was der mensch macht beruht auf egoismus, aber das ist ansichtsache)

warum geht der Mensch in die kirche und fügt sich gott ??
... er will in den "himmel" kommen !!!!!... er erhofft sich ein besseres "leben"!!!!!!



geschrieben von: Alterkelte

"Liebe".........???
Begriff aus der Romantik des 18./19. Jahrhunderts.
Nur bedingt Brauchbar.

Nennen wir es Freundschaft........


Definition:
Kurze oder lange Gegenwart einer verwandten Seele.
Gegensätzliches zieht sich eher selten an.

Es ist angenehm, wenn man in vielen Bereichen des Daseins
ähnlich denkt und handelt.

Vertrauen schadet hierbei nicht............



geschrieben von: DarkHaze

Zitat:
Original geschrieben von Blinder Mann
@DarkHaze


... ICH WILL ... da liegt das problem ...


...


Nun der Wille ist die einzige Tatkraft, die es gibt.
Bei Freundschaft, bei Liebe, bei Familie, bei eh allem...

Man kann aber auch etwas wollen, ohne dass der Wille dem eigenen Wohl oder der eigenen Befriedigung dient - wohl nie vollständig und ausschließlich, wohl aber teilweise oder größtenteils.



geschrieben von: Blinder Mann

naja mag sein das du recht hast ... aber im endeffekt ist alles ansichtssache ...



geschrieben von: Nephthys

Liebe ist, wenn man mitten in der Nacht im Schneesturm, in klirrender Kälte und Dunkelheit zu, geliebtem Menschen rennt, nur um ihn für wenige Minuten zu sehen und zu küssen.
Liebe ist, wenn man seine Liebste (muss nicht gegengeschlechtlich sein !!!) mehr liebt als einen selbst und sein ganzen Leben um sie herum baut.
Liebe erkennt man, wenn man sie geben kann und bekommt.



geschrieben von: dying soul 4

Ich denke, Liebe ist das grösste, schönste und vielleicht genau deshalb auch schwierigste Gefühl. Die Liebe kann alle Gefühle gleichzeitig enthalten: Die Verzweiflung, leidenschaft, trauer, freude, ausgelassenheit, blödheit und das verrückt sein.
Nur der Hass ist (normalerweise :rolleyes: )nicht enthalten. Es ist meiner Meinung nach, das Gefühl was weder gut noch schlecht ist, weil sie ja sowol positive als auch negative Gefühle enthällt und genau deshalb ist sie so individuell und kompliziert.Das schwierige ist dann nur noch, die Person zu finden, die am besten zu einem passt bzw. im gleichen Maße erwiedert.
---aber dass ist nur meine Meinung ;) ---
schwarze Grüsse dying soul 4



geschrieben von: frozen heart

liebe ist:
ein wort das die menschen erfunden haben, um sich in ihrem paarungsverhalten vom tier abzugrenzen.
ich glaube, liebe ist nur sexuelle lust.



geschrieben von: VampireMiyu

Zeilen von Desira:
"Ich würde sagen, die Liebe zur Freundin ist eine Liebe, die man aufgeben würde . Die Liebe zu den Eltern kann man im Prinzip ja gar nicht aufgeben, da man ja praktisch so hinerzogen wurde..."

Ich denke nicht dass man das so definieren kann.
Ich wurde auch - wie jedes Kind - dazu erzogen meine Eltern zu lieben. Sie zu repektieren und zu akzeptieren. Doch empfinde ich nur noch hass für meinen Vater und eine kranke Gleichgültigkeit für meine Mutter.
ich denke Liebe kann aufhören. Egal für wen man sie empfindet.
Doch glaube ich, dass die Liebe zu einem Menschen mit dem man eine Bezihung engeht, vielleicht sogar bindender und enger ist als die Liebe zu den Eltern, da diese in vielen Fällen gestört wurde oder als selbstverständlich gesehen wird.

Miyu



geschrieben von: Necromancer

Liebe ist für mich ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann, man muss es spüren.
Es ist schon was wahres dran. Die Liebe besteht auch aus gegnseitigen Geben und Nehmen. Wenn sich ein Partner in einer Beziehung alleingelassen fühlen würde, könnte dieser vieleicht nicht mehr lieben. Es ist unabstreitbar, dass auch ein gewisses Verlangen vom jeweiligen Partner vorhanden ist. Man will das gleiche Gefühl spüren, was man für den jeweiligen Menschen fühlt. Ich finde aber nicht, dass Liebe dazu da sein sollte, den eigenen Egoismus zu befriedigen, es liegt zwar in der Natur, dass auch dies befriedigt werden will, das kann niemand abstreiten. Aber ich fühle z.B diese Erfüllung. Doch für mich ist die Liebe zu meiner Freundin etwas anderes als Egoismus. Ich würde für sie alles tun. Wie gesagt, es ist ein Gefühl, das kann man nicht beschreiben, dennoch weiss ich dass es Liebe, ist, dass ich für sie empfinde. Liebe kann einen unglaublich glücklich machen, verletzen, schmerzen und dennoch heilen.
Sie ist für mich der Sinn des Lebens, schon bevor ich dies nicht spürte. In gewissem Sinne glaube ich, bin ich sogar abhängig davon.
Für mich ist es das kostbarste, und man sollte es nicht so einfach verschwenden.



geschrieben von: linaya

meiner meinung existiert liebe, den wir sind tagtäglich davon umgeben. aber das verlieben existiert , bezweifle ich sehr.
das wort liebe oder wie man das gefühl beschreibt hat sich in den Jahrhunderten entwickelt.



geschrieben von: VampireMiyu

Ach, Necro...

du bist so süß ^^

Miyu



geschrieben von: Necromancer

Ich sage doch nur was ich (für dich empfinde)...
:rolleyes:
Soll ruhig jeder wissen, dass ich dich meine:)



geschrieben von: moon-rose

Liebe...
ist meiner Meinung nach nur wieder eine Erfindung des Menschen, weil er an etwas glauben wollte...man kann auch Einbildung sagen
die Menschen die noch *schlafen* glauben an das große Glück und es ist ja jemand für sie vorbestimmt...doch wie soll man sich dann erklären dass Personen oft zwischen zwei Menschen stehen ?!
Ich glaube Liebe ist nur ein Ausdruck für den Wunsch nach Geborgenheit und Wärme...
mit Lust hat das nichts zu tun denn dann kann man es nicht mehr als Liebe bezeichnen
ich, als schon geschädigter Mensch in Sachen Liebe, sehe es als störend an, da man sich durch die Liebe abhängig macht und somit nicht mehr das Gefühl der Freiheit spüren kann...



geschrieben von: Chons

Habe gerade damit begonnen ein Buch mit dem Titel "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm zu lesen. Jedem der sich wirklich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen will, kann ich es nur empfehlen.

Fromm schreibt, dass wir je weiter wir uns geistig von der Natur entfernen und nach Individualität streben, desto stärker tritt ein Gefühl des Abgetrenntsein (Alleinsein) in uns hervor. Dieses Abgetrenntsein verursacht in uns den größten Schmerz und die größte Angst, welche(n) es für uns Menschen gibt. Wenn wir z.B. ganz sicher wüßten, den Rest unseres Lebens bewußt, völlig isoliert von anderen leben zu müssen, dann würden wir uns entweder bald selbst töten oder wahnsinnig werden. Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, dieses Alleinsein zu überwinden. Entweder wir sorgen dafür, dass wir die Außenwelt nicht mehr wahrnehmen. Das kann passieren, dass wir uns in Tätigkeiten stürzen, in denen wir voll aufgehen wie zum Beispiel die Kunst oder bei bestimmten Leuten auch die Arbeit. Eine andere Möglichkeit sind Drogen und Alkohol. All dies sind jedoch nur Lösungen auf Zeit. Hinterher geht es uns vielleicht noch schlechter, da wir uns ja immer weiter von anderen Isolieren.

Das einzige was uns von diesem Abgetrenntsein wirklich dauerhaft erlösen kann ist die Liebe.

Fromm beschreibt die wahre, reife Liebe als Vereinigung, bei der die eigene Integrität und Individualität bewahrt bleibt. Sie ist eine Aktivität, ein Geben und kein Empfangen. Er schreibt weiter "gerade im Akt des Schenkens erlebe ich meine Stärke, meinen Reichtum, meine Macht. Dieses Erlebnis meiner gesteigerten Vitalität und Potenz erfüllt mich mit Freude. Ich erlebe mich selbst als überströmend, hergebend, lebendig und voll Freude."

Durch dieses beiderseitige Schenken, die Fürsorge und die Achtung vor dem anderen entsteht etwas neues tiefes, dass beide verbindet und damit das Gefühl der Abgetrenntheit aufhebt.

Aber wie viele Menschen können denn, nach dieser Definition, wirklich lieben. Es sind doch leider nur sehr wenige.

Für die meisten ist Liebe nur eine Worthülse hinter der der eigene Egoismus versteckt wird. Ich dachte bis vor wenigen Tagen auch so. Das Buch hat mich aber irgendwie wachgerüttelt.

Lieben kann nur derjenige, der sich wirklich selbst annimmt, so wie er ist. Ohne Selbstliebe kann es auch keine Liebe zu anderen Menschen geben. Alles andere ist Sucht.



geschrieben von: Any Body

Zitat:
Original geschrieben von Chons
Lieben kann nur derjenige, der sich wirklich selbst annimmt, so wie er ist. Ohne Selbstliebe kann es auch keine Liebe zu anderen Menschen geben. Alles andere ist Sucht.



demnach definiert sich wie folgt:

all diejenigen, die sich nicht selbst lieben können, aber überwiegend mit den Fromm'schen gedanken übereinstimmen, mit ausnahme des oben zitierten, sind süchtig..

?



geschrieben von: jay

Zitat:
Original geschrieben von Any Body
demnach definiert sich wie folgt:

all diejenigen, die sich nicht selbst lieben können, aber überwiegend mit den Fromm'schen gedanken übereinstimmen, mit ausnahme des oben zitierten, sind süchtig..

?


Bingo.



geschrieben von: Any Body

Danke für die Blumen... doch mit der Definition gehe ich nicht konform... absolut nicht...

entspricht das tatsächlich auch Deinen Erfahrungen und Deiner inneren Überzeugung, oder bist Du nicht ein wenig zu stark durch das Lesen der Fromm'schen Definition eingefärbt?

Ein derartig pauschales Negativ-Urteil über die inneren Gefühle einzelner Individuen kann ich nicht nachvollziehen... sind ungerecht... auch wenn die Person, die es geschrieben hat, wichtiges verkündet haben mag, welches größtenteils Anklang findet/gefunden hat...

Es gibt nicht nur schwarz & weiß ... die Farbpalette ist um einige Töne reicher... ebenso wie die Definition der Liebe und deren Merkmale...

An dieser Stelle verweise ich einmal auf meine Signatur:



geschrieben von: jay

Ich sollte aufhören mein psychologisches Halbwissen zu posten. :D

Ehrlich gesagt erscheint mir Fromms Theorie recht plausibel. Vor allem der Schlusssatz. (hätte ich keine praktischen Belege dafür, würde ich sie nicht unterstützen; sagt mir halt meine gesammeltes Halbwissen so *g*)
Auch wenn Menschen individuell unterschiedlich denken, sie denken doch alle nach einem gewissen Muster, das sich irgendwo ständig wiederholt.



geschrieben von: Chons

Zitat:
Original geschrieben von Any Body
demnach definiert sich wie folgt:

all diejenigen, die sich nicht selbst lieben können, aber überwiegend mit den Fromm'schen gedanken übereinstimmen, mit ausnahme des oben zitierten, sind süchtig..

?



Hi Any Body,

ich glaube ich habe Fromm mit dem letzten Satz etwas zu frei zitiert. :D
Er schreibt die symbiotische Vereinigung (unreife Liebe) besitzt zwei Formen. Die passive und aktive Form.

"Die passive Form ist die Unterwerfung bzw. der Masochismus. Der masochistische Mensch entrinnt dem Gefühl der Abgetrenntheit dadurch, daß er sich zu einem untrennbaren Bestandteil einer anderen Person macht, die ihn lenkt, leitet und beschützt. Die andere Person ist sozusagen sein Leben, sie ist die Luft, die er atmet. Er ist zwar nie alleine, aber er ist nicht unabhängig, er besitzt keine Integrität.

Die aktive Form ist die Beherrschung eines anderen Menschen. Der Sadismus. Der sadistische Mensch möchte seiner Einsamkeit und seinem Gefühl, ein Gefangener zu sein, dadurch entrinnen, daß er einen anderen Menschen zu einem untrennbaren Bestandteil seiner selbst macht. Er bläht sich auf und vergrößert sich, indem er sich eine andere Person, die ihn verehrt, einverleibt.

Der Sadist ist von dem, der sich ihm unterwirft, ebenso abhängig wie dieser von ihm, keiner von beiden kann ohne den anderen leben."

Deshalb habe ich den Begriff Sucht gebraucht.

"Der Unterschied liegt nur darin, daß der Sadist den anderen kommandiert, ausnutzt, verletzt und demütigt, während der Masochist sich kommandieren, ausnutzen, verletzten udn demütigen läßt. Äußerlich gesehen, ist das ein beträchtlicher Unterschied, aber in einem tieferen emotionalen Sinn ist de Unterschied nicht so groß wie das, was beide gemeinsam haben. Sie wollen Vereinigung ohne Integrität. Wer das begreift, wird sich nicht darüber wundern, dass ein und derselbe Mensch gewöhnlich sowohl auf sadistische wie auch auf masochistische Weise reagiert.

Jemand, dessen Charakter sich noch nicht über das Stadium der rezeptiven, ausbeuterischen oder hortenden Orientiertung hinausentwickelt hat, erfährt Liebe auf diese Weise."


Für mich klingt das was Fromm schreibt logisch, es deckt sich übrigens auch mit der Meinung vieler anderer Psychologen

Ich gebe aber Fromm nicht in allem recht. Für ihn gehört z. B. Liebe und Sex zusammen. Für mich sind es zwei verschiedene Dinge, die sich zwar super ergänzen und potenzieren aber voneinander unabhängig sind.



geschrieben von: Chons

Zitat:
Original geschrieben von Any Body
Danke für die Blumen... doch mit der Definition gehe ich nicht konform... absolut nicht...

entspricht das tatsächlich auch Deinen Erfahrungen und Deiner inneren Überzeugung, oder bist Du nicht ein wenig zu stark durch das Lesen der Fromm'schen Definition eingefärbt?

Ein derartig pauschales Negativ-Urteil über die inneren Gefühle einzelner Individuen kann ich nicht nachvollziehen... sind ungerecht... auch wenn die Person, die es geschrieben hat, wichtiges verkündet haben mag, welches größtenteils Anklang findet/gefunden hat...

Es gibt nicht nur schwarz & weiß ... die Farbpalette ist um einige Töne reicher... ebenso wie die Definition der Liebe und deren Merkmale...

An dieser Stelle verweise ich einmal auf meine Signatur:



Wo siehst Du bei Fromm ein pauschales Negativ-Urteil bzw. Schwarz&Weißmalerei?

Fromm beschreibt in anderen Büchern mehrere aufsteigende Charakterstufen, deren Grenzen ineinander übergehen.
Mit den Abhängigkeiten ist es doch auch so. Es gibt schwere, leichte, kaum bemerkbare.
Je mehr wir uns selbst annehmen, desto besser können wir geben, sprich wirklich bedingungslos lieben. Ich kann doch nur was schenken, wenn ich es auch besitze.



geschrieben von: trustinghim

hier mal was aus dem korintherbrief in der bibel:

"Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.
Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend.
Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand."

so viel von mir dazu....



geschrieben von: Any Body

Zitat:
Original geschrieben von Chons

Je mehr wir uns selbst annehmen, desto besser können wir geben, sprich wirklich bedingungslos lieben. Ich kann doch nur was schenken, wenn ich es auch besitze.


das hört sich schon anders an... dennoch gehe ich immer noch nicht mit dem zitierten konform... absolut nicht... doch wenn es denn deine meinung ist, dann ist dem so und nur ein jeder selbst kann sein eigenes bild ändern...



geschrieben von: Blinder Mann

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"Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.
Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend.
Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand."
---------------------------------------------

... als dieses thema ("was ist liebe") in meinem philosophie kurs besprochen wurde haben alle in meinem kurs, die da oben beschriebenen eigenschaften der liebe genannt. ... und ich bin der selben meinung ... das ist wahre liebe ... aber diese liebe habe ich bisher noch nie gesehen ... deshalb behaupte ich DIESE liebe exestiert nicht alles andere ist freundschaft ... eine sehr gute freundschaft

ich weiss, da mir die liebe noch nicht wiederfahren ist, habe ich nicht das recht darüber zu richten ... aber mir reicht was ich gesehen habe (freunde und freundinnen die sich verliebt haben ... und JEDE beziehung ging zu bruch)



geschrieben von: katinka

ich denke die einzig "wahre" liebe herrscht zwischen kindern und eltern. sie ist bedingungslos. ich liebe meine mum, weil sie meine mum ist, nicht mehr nicht weniger, ich stelle diese liebe nicht in frage und akzeptiere sie mit all ihren fehlern und nettigkeiten....
ps. natürlich war es ein langer weg, und viele kämpfe-bis ich mal soweit war

und wegen der liebe auf den ersten blick-die gibt es - habs selbst erlebt-es war unglaublich-und total easy und klar. bin nicht mehr mit ihm zusammen-er ist mittlerweile mit einer ganz einer lieben verheiratet, doch die liebe (ohne erotik) besteht immer noch, denke mein leben lang....

und ich denke es gibt den und die "richtige", alles andere ist "shit"...und führt zu nix

lg katinka



geschrieben von: Samnu

Die Liebe zu den Eltern finde ich ist nicht die gleiche Liebe wie zum Beispiel zu meiner Freundin. Es gibt zwar Parallelen, aber irgendwo kann ich das Verhältnis Sohn/Tochter - Eltern nicht als Liebe bezeichnen.
Für mich bedeutet Liebe den anderen mit allen Fehlern zu aktzeptieren, da zu sein, wenn man benötigt wird, Gefühle geben und nehmen, Geborgenheit, Zuneigung, natürlich aber auch Sexualität.
Manch einer wird jetzt sagen, Eltern aktzeptieren ihre Kinder auch mit allen Fehlern, geben ihnen Geborgenheit, usw. Dennoch ist dies für mich nicht die gleiche Form von Liebe. Es ist viel eher ein Zustand der sich im Laufe der Jahre einprägt oder eben zerbricht.
Liebe ist für mich eher die nicht beschreibbare Anzahl an Gefühlen, die ich z.B. für meine Freundin habe. Klar, auf Dauer wird's zu Gewohnheit, ein Zustand, aber es besteht für mich dennoch dieser Unterschied zu dem, wie ich meine Eltern liebe und meine Freundin.

Wie ich in einem Post bisschen weiter oben gelesen habe, sind manche auch der Meinung, dass Liebe nicht existiert, sondern dass es eher Verliebtheit ist, was man an der heutigen Scheidungsrate gut beurteilen kann.
Dennoch bin ich mir sicher, dass es so etwas wie Liebe geben muss. Wenn man mal ca. 100 Jahre zurückdenkt, wie haben es damals die Leute ausgehalten? Manche waren ja doch ein ganzes Leben lang glücklich zusammen...



geschrieben von: xxxzinixxx

liebe ist ein bittersüßes gift





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