[Religiöse Figuren in der Christlichen Kirche] - German Gothic Board

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Religiöse Figuren in der Christlichen Kirche

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: dunkin

huhu, also, Ich hatte gestern mal eine Interresante Entdeckung gemacht die mich nachdenken lies....

Wir haben in unserer Stadt ja 2 Kirchen, 1 Kathlihsce und ien Evangelische... die kleine ist die st.Moritz und ist Evangelisch!

Ich lief also durch die Kirche und beäugt mir einmal die Mimik der einzelnen Figuren und traf dann auf die 3 i n die Wand eingelassene Steintafeln...

Sie sahen aus wie Gräber auf denen die Menschen selbst nochmal in Stein gemeiselt worden sind...

Auf jeden fall wurden dort 3 Kasten aus der Kreuzzugzeit abgebildet. Ein Kreuzritter, eine Magd, ein Bischof..

Wird der Bischof jemals als Böse?! eingestuft, nein... aber weswegen hat er in den meisten fällen Liedlose geöffnete leere augen einen traurigen Mund.

Alle anderen Lächeln und verichten fröhlöich ihre Buse....

kann mir jemand helfen...


greets dunkin



geschrieben von: TheDark

Hi dunkin,

Die "diener gottes", also auch der bischof, werden häufig so dar gestell, da die als "gottes vertreter auf erden" die "sünden"
der sterbenden freisprechen und somit deren last auf sich selgst nehmen.



geschrieben von: DarkHack

Stimmt,... jetzt wo ich das gelesen habe bin ich gestern auf dem Weg nach Hause kurz in die Kirche rein und hab einen Augenschein auf solche Abbildungen geworfen...es stimmt vieles über ein... der Bischof wird als stellvertreter Gottes ziemlich "leer" dargestellt...



geschrieben von: yawon

..liedlose geöffnete leere Augen - einen traurigen Mund...
wahrhaftig eine interessante frage!

TheDark hat wohl recht mit den Sünden, aber ich denke es ist... mehr, oder vielleicht etwas anderes.
Ist dieser Ausdruck, oder diese Erscheinung nur auf das Leiden der Sünden zurückzuführen? Ist es diese Müdigkeit des Lasters, die ihre Augen so leer erscheinen lassen? Aber müssten die Augen nicht halbverschlossen auf den Boden blicken und das Haupt von der Schwere gebeugt sein? Die Augen blicken jedoch liedlos in keine bestimmte Richtung, sie scheinen in das Nichts zu schauen - oder in das Alles. Die steingehauenen Bischöfe wirken eher wie, ja nahezu wie alte Weise, die nicht mehr das leicht alberne Lächeln Lachen, wie ihre Mitmenschen, sondern durch die Szene um sie herum hindurchgucken, hindurch, in eine Ferne, die nur die Erfahrung, die Erinnerung bringen kann. Sie erblicken Freude längst vergangener Jugendzeiten, das Leid schwerer Jahre, die Gelassenheit eines schönen Sommers, das Unglück vieler, das Kindheitslachen der Kleinen, den Hunger den sie erleiden mussten, die Wohltätigkeit der Menschen und ihre schlimmsten Verbrechen. In all diesem Erleben haben sie eine Kraft gefunden, die sie begleitet, beschützt und getröstet hat. Eine Kraft, die fähig ist in schweren Zeiten die Hoffnung aufrecht zu erhalten und die sogar fähig ist in guten Zeiten die Gedanken an das Leid nicht sterben zu lassen. Und jene Kraft wollen sie den Menschen zeigen, die so schwer begreifen und so schnell vergessen. Sie haben ihr Leben nicht nach ihrem Glück gerichtet, sondern einen Weg gewählt, der steinig und gewiss undankbar ist. Doch lässt sie diese Kraft ihn weitergehen, sodass sie die Früchte ernten können, die dieser Weg birgt. Früchte, von denen sie nur den Anblick behalten werden, denn es sind Früchte, die anderen in der Not helfen, die anderen Trösten in ihren dunkelsten Tagen, anderen das Gewissen beruhigen, sodass sie wieder frei und glücklich atmen können. Doch es scheint aussichtslos. Das Land ist öd auf dem der Weg führt. Nur mit viel mühe können dem Boden die Früchte entlockt werden, doch selbst dann nur spärlich in der Zahl und es gibt zuviele die sie benötigen. Geplagt von Gedanken an das Unerfüllbare was sie versuchen zu errechen, Gedanken an eine Rast die sie sich vielleicht niemals verzeihen könnten schauen sie auf in die Leere und finden eine Kraft, die so wunderbar und unbeschreiblich. Die sie begleitet, auf einem einsamen Weg, Richtung Licht.


..ein kleiner gedanke

yawon



geschrieben von: Neith

netter gedanke, yawon und herzlichen glückwunsch: diese "leidenden" figuren haben in dir ganz genau den gedanken geweckt, den sie in die wecken wollten, nämlich dass sie, die berufenen märtyrer, ein solch schweres leben hätten. nur sollten wir nicht vergessen, dass diese "männer gottes" die ja anscheinend ein solch schweres leben hatten, früher eines der größten ansehen hatten und sehr viel besser lebten als das gemeine volk. ich bin der meinung, dass diese figuren nur deshalb so leidend aussehen, um dass alle zu ihnen aufsehen, weil sie so ein tadeloses und reines leben führen. ich will hier jetzt nicht auf die ganzen orgien und den ausschweifenden lebenstil zurückgreiffen, aber wenn man mal ehrlich ist, hat die kirche die menschen die ganze zeit regelrecht verarscht und deshalb finde ich sollte man diesen firguren heutzutage keine wirkliche bedeutung mehr angedeien lassen sondern sie eher als kunstgegenstände ansehen. und das reicht dann auch.



geschrieben von: Frost_Geist

Ich würde es wohl auch damit begründen, dass der Bischof die Last und die Sünde aller seiner "Schafe" auf sich trägt und somit eigentlich als verdammt gilt.



geschrieben von: yawon

..hm...
ich dachte ich denke ich dunklere...
nun Neith, ich bin und war mir der Realität bewusst, jedoch wollte ich mich mal hinreißen lassen von dem spirituellen an dem Ganzen. Ich bin kein Christ werd wohl nie einer werden, kenne (oder vielleicht schon kannte?) aber einen evangelischen Pastor der sich wirklich nicht mit der katholischen Vergangenheit vergleichen lässt und der wirklich gut dabei ist Leuten helfen zu wollen, aber genug dergleichen. Ich hab einfach nur Freude daran gehabt auf den Schwingen einer besseren Welt für ein paar Minuten zu entgleiten, aber Tagträume sind wie Schneeflocken: sanft, bitter in ihrer Kälte und schnell zerschmolzen. Noch schwebe ich im Traum des Gothics, aber die Realität wird mir wohl alles zerstören. Die ‚Bischöfe’ sind halt nicht so, wie sie aussehen, sein sollten oder, sein könnten... aber das ist ein anderes Thema.
...und nur noch ein kleiner spruch
"denn wirklich reich ist nur, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann"

Aber ob jetzt Sündenlast oder etwas anderes, es ist eine Utopie.



geschrieben von: yawon

he Frost_Geist!
ich seh’s gerade erst
welch Text dein Beitrag zierte
und wohl seinen Schreibernamen verlierte.
Zu Frost fällt mir noch folgend ein
wird wohl vom gleichen Autor sein:

„Führwahr ich spüre nichts davon!
Mir ist es Winterlich im Leibe;
Ich wünschte Schnee und Frost auf meiner Bahn.“

Und ein letzter Satze noch dabei:
„Am besten ist’s auch hier, wenn ihr nur Einen hört,
Und auf des Meisters Worte schwört.“
Des Autors Name wohl Goethe sei.



geschrieben von: Neith

unter uns wandelt wohl ein wahrer poet ...
husch husch, ab in die gärten mit dir ;)



geschrieben von: Haevion

Zitat:
Original geschrieben von Frost_Geist
Ich würde es wohl auch damit begründen, dass der Bischof die Last und die Sünde aller seiner "Schafe" auf sich trägt und somit eigentlich als verdammt gilt.


Nein, der wird kurz vorher von seinen Sünden erlöst. ;)



geschrieben von: Ianus

im budddhismus nimmt buddha das leid der welt auf sich (er isst sie) und trotzdem wird er sehr häufig lachend dargestellt.

aber hey, wenn ich jetzt mehr sündige, muss ich dann beichten gehen, damit es denen schlecht geht, oder kommt das von ganz alleine? und in der evangelischen kirche? kriegt es der pfarrer dann am buß- und bettag dann so richtig dick auf die schultern gelegt?

die kirchen sind schon lustige institutionen. das problem: das wurde mal ernst genommen, oder wird es noch immer.





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