Einsam schreitend, der steinige Weg unter buntem Laub versteckt,
kahle Bäume mit glitzerndem Reif geziert,
eisiger Wind trägt den Geruch von Schnee durch die Wälder.
Die Sonne streift nur noch kurz den Tag,
das Leben sich zur Ruhe legt.
Nur mein Herz ist wach, kann nicht ruhn,
hab die Suche nicht mehr fortgesetzt,
die Hoffnung liegt begraben.
Geblieben ist die stille Sehnsucht, die traurige Wahrheit ungestillter Tränen.
So schreit ich meines Weges weiter, bis im weichen Laub mich meine Kraft verlässt,
der erste Schnee soll meinen Schlaf mir bringen, der Frühling meinen Körper nehmen.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
Hesse
------------------ Es bleibt zwischen Menschen, sie seinen noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen,
den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann H.Hesse