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Zitat:
Original geschrieben von linaya
Läuft nicht alles darauf hinaus, dass wir irgendwann aufgeben?
Zitat:
Original geschrieben von linaya
Als Jugendlicher investiert man eine Menge Zeit darin, herauszufinden, WER man eigentlich ist. Man beobachtet die anderen und denkt sich :"So und so möchte ich nie werden. Um keinen Preis werde ich zulassen, dass ich SO ende."
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Doch irgendwann holt sie uns alle ein, die NORM.
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Wo sind sie gebliebe, die weltverbesserischen Blumenkinder der 60er Jahre?
Wurden nicht auch sie mitsamt ihren großen Träumen assimiliert?
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Läuft nicht alles darauf hinaus, dass wir irgendwann aufgeben?
Zitat:
Irgendwann holt sie uns doch alle ein, die Norm, frisst unsere jugendliche Ideologie auf und zieht uns in den grauen Alltag hinein.
Zitat:
Original geschrieben von Menedemos
@ cocrea
Zu deinen Ausführungen möchte ich nur spontan hinzufügen, daß mir die Generation (1) und (2) - falls denn diese Untergliederung richtig und sinnvoll ist - sehr viel näher verwandt erscheinen als (1) und (3). Wer Mao verehrt hat, hätte auch genausogut Hitler verehren können. ... ich wollte nur mal mit der Lebenslüge der 68er aufräumen, daß sie mentalitätsmäßig mit ihren Eltern nichts zu tun hatten. Sie haben erfreulicherweise viele Konventionen aufgebrochen, das sei ihnen gedankt, aber gerade im politischen Intoleranz waren sie ihnen sehr ähnlich.
Ich befürchte eher, daß die Generationenfolge etwas schneller verlaufen ist und die heute Pubertierenden, dank ihrer Eltern in Unwissenheit und Ignoranz erzogen, die nächste Tätergeneration bilden.Zitat:
Original geschrieben von cocrea
1. Generation = Macher, Täter (= nazigeneration)
2. Generation = Moralisten, Idealisten (68er, flowerpower, hippies)
3. Generation = Opportunisten, Konsumenten, Mittler, Mediatoren (konsumgeneration)
4. Generation = Wandler, Komplettierer, Runddenker (die grad pubertierenden könnten ... let´s hope, wenn sie alt genug sind.)
Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Ganz so einfach ist die Sache aber nicht. Die Grenzen zwischen den Generationen sind fließend, und die Generationenfolge läuft mehrfach parallel zueinander ab.
Irgendwo habe ich mal den Spruch gelesen:
"Glücklich sind die Völker, die eine langweilige Geschichte haben."
Da steckt viel Wahrheit drin.
Zu jeder Sache, die mehrere Menschen erlebt haben, kann es mehrere verschiedene Sichtweisen geben. Alle diese verschiedenen Sichtweisen können gleichzeitig zutreffen. Die Kunst ist, sich auf eine gemeinsame Plattform zu einigen. Vor einigen Jahren habe ich von einem Zusammentreffen israelischer und palästinensischer Lehrer gelesen, die sich das Ziel gesetzt hatten, gemeinsam Schulbücher, vor allem Geschichsbücher, für israelische und palästinensische Kinder zu gestalten. Leider erfährt man über solche zukunftsweisenden Schritte viel zu wenig.Zitat:
Original geschrieben von cocrea
Zitat Hellinger: »... Das Beispiel, das sie genommen haben, war die unterschiedliche Weise, wie Palästinenser und Israelis die Flucht der Palästinenser aus Israel beschreiben. Die Palästinenser, die Israel verlassen haben, sehen es als eine Vertreibung unter dem Zwang von Terror an. Israelis dagegen sagen sehr oft, die Palästinenser sind von selbst gegangen.«
Genauso ist es. Warum kann diese "Magie" nicht zum Allgemeingut in den menschlichen Beziehungen werden? Da fällt mir die "Initiative Dialog" ein, die sich (u.a.) das Ziel gesetzt hat, im "Rechts-Links-Konflikt" zu vermitteln.Zitat:
»Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass etwas schon Magisches geschieht, wenn sich Individuen, die auf entgegengesetzten Seiten eines von Politik und Gesellschaft angeheizten Konflikts stehen, offen, ehrlich und mitfühlend begegnen. ... Man hört nicht nur den Geschichten der ›anderen Seite‹ zu und lernt daraus, es gibt auch sehr viel bessere Heilungsmöglichkeiten als wenn man nur den Erzählungen solcher Menschen zuhört, die dieselbe Geschichte haben wie man selbst. Die gegenseitige Unterstützung in diesem Lernprozess hat sich als außerordentlich hilfreich erwiesen und ist vielleicht die einzige Möglichkeit, um eine Weitergabe des Trauma an die nachfolgenden Generationen zu verhindern.»
Ja - "Du allein kannst strahlen in der Welt" - Die Verbindung zum Selbst und das Geben beflügeln sich gegenseitig.Zitat:
´Um die Verbindung zum Selbst zu finden, muss ein Mensch andere treffen, und wenn du andere triffst, ist es das Wichtigste zu geben, und du musst viel geben und zuhören.´ Nitai Keren
Daran wird sich aber nichts ändern, wenn die "Magie" der Verständigung, der gemeinsamen Suche nach Lösungen, nicht zum Allgemeingut in den Beziehungen zueinander wird.Zitat:
Nach 4 Jahren Selbsthilfearbeit in der homogenen traumatisierten Gruppen trafen sich nun alle drei Gruppen in Israel gemeinsam - jeweils gegen den massiven Widerstand ihrer Angehörigen/dem sozialen Umfeld.
Erst mit der dritten, der vermittelnden Generation (der aktuellen) ist es möglich, das Schweigen von Generation 1 und das Moralisieren von Generation 2 zu überbrücken. Traumatisierte beider Lager begegnen zuerst ihrer eigenen Schweigemauer und obendrein der öffentlichen Tabuisierung.
Sie haben vollkommen recht in der Beziehung, daß sie für die Taten ihrer Eltern und Großeltern keine Schuld und Verantwortung haben, und daß sie die in der Vergangenheit geschehenen Taten nicht ändern oder rückgängig machen können. Die einzige sinnvolle Aufarbeitung, die sie leisten können ist, aus den Geschehnissen der Vergangenheit Schlußfolgerungen für ihr eigenes Handeln zu ziehen. Um diese Arbeit leisten zu können, müssen sie aber die ganze Wahrheit der Geschehnisse in der Vergangenheit erfahren dürfen, und nicht nur das, was den Siegern angenehm ist (womit wir wieder bei den "entgegengesetzten Seiten eines Konfliktes" sind).Zitat:
Bei der Mehrzahl der Deutschen/Österreicher ist es so, dass große Teile der dritten Generation sich der kollektiven Aufarbeitung entziehen mit dem Argument:
´Ich war nicht dabei, also geht´s mich auch nichts an.´
Richtig. Solche Fragen sollten auch bei Problematiken wie "Vertriebene", "Enteignungen in der DDR", "Stasi in der DDR", "Staatsverschuldung" usw. gestellt werden.Zitat:
Was ist in Stufen zu ent-zeihen, zu ent-schulden, aus-zugleichen? Durch solches engagiert-distanzierte Hinterfragen könnte womöglich fortgesetzter Missbrauch vorgesehen-verhindert werden.
Zitat:
von 45-48 kommst du aus der midlife-krise (2. pubertät raus) und entdeckst mehr, was deine seele von dir will. es ist die zeit, wo menschen, wenn sie nicht schon geistig tot sind, eine weitere lebenswende machen können.
Zitat:
Was mir zur 2. Pubertät so ab 45 einfällt, ist, daß Frauen alt werden und keine Kinder mehr bekommen. Wie geht Ihr damit um?
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
@cocrea. Lachatte. Daß andere in eine Krise kommen, die möglichst noch abgewertet wird (pubertär), scheint euch ja ziemlich wichtig zu sein. Ist das eure Methode, mit der ihr Leute, die mal eher in eine nachdenklichere Phase kommen, abwerten müßt? Was mir zur 2. Pubertät so ab 45 einfällt, ist, daß Frauen alt werden und keine Kinder mehr bekommen. Wie geht Ihr damit um?
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Von mir aus. Allerdings ist das mit Pubertät = emotionale Stürme so nicht richtig. Die Probleme fangen nicht mit der körperlichen, sondern mit der sozialen Reifung an, und diese Phase nennt man Adoleszenz.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Ich hab keine Krisen :q.