Afterpartyfeeling: Scheiße. Unzufriedenheit. Der Wunsch seinen Freundeskreis zu ändern. Umzuziehen... irgendwo neu anzufangen.
Ich gucke mir ein Chingy-vidoe an... und verstehe wieder wie eine richtige Party aussieht. Es lag nicht an den Leuten oder an dem mangelnden Alkohol. Es war irgendwas anderes. Wir sind älter geworden. Vernünftiger... nach Vorstrafen und Schulverweisungen krieg ich irgendwann ein gewisses Gefühl für die Realität. Für Werte, Moral und Vernunft. Du lernst dieses unangenehme Gefühl kennen... Verantwortung. Verantwortung heißt seine Taten und Probleme analytisch anzugehen, wobei alle romantischen Werte, in die ich mich im letzten Jahr verliebt habe, solche wie Wahrheit oder Mut, an Bedeutung verlieren. Was Bedeutung hat, ist die Tat und du. Und du erkennst, dass die Zeit kommt, in der die Menschen um dich von dir erwarten, dass du deine schlechten Seiten änderst.
Werde Zurückhaltender.
Werde Ladyhafter.
Werde Intelligenter.
Lies mehr alte Allgemeinwissen-Literatur.
Bewerte die Menschen nicht nur nach ihrem Aussehen.
Lass dich nicht auf bösartige Taten ein, nur weil sie Spaß machen.
Lass dich nicht von negativen Menschen verführen, nur weil sie witziger sind.
Lüg mehr.
Mach mehr sinnvolle Dinge.
Such dir Beschäftigungen.
Werde Anwältin.
Trink und rauch nicht.
Werde ruhiger und weise.
Werde analytischer.
Werde vernünftig.
Und ab geht?s. Wenn du all diese Dinge für wirklich wichtig hältst und wenn du die Schönheit und Perfektionen in ihnen erkennst, die gemeint ist, dann folge diesem neuen Lebensstil. Erfolg ist garantiert. Genuss ist relativ.
Und so enden wir alle. Gestern auf diesem Komposthufen an Party. Vernünftig, erwachsen, jeder weiß wo er hingehört. Jeder kennt den anderen. Jeder weiß wo er erwünscht ist und wo nicht. Und jeder weiß wer wo erwünscht ist und wen er sich zu erwünschen zu erlauben hat. Erlaubt ist nichts. Außer rauchen, trinken und paffen in der zweiten und dritten Etage. Aber wir sind aufgeteilt in die bestimmten Freundeskreise, in unsere richtigen Plätze im Leben. Die eine Sorte Mensch und die andere Sorte Mensch, die, die andere verachtet. Und indirekt mag jeder den anderen als Individuum. Das ist wie Civil War zur Zeit der Sklaverei. Und Ende der Party fällt mir dann wirklich auf, was an all diesen Einschränkungen das allerschlimmste ist. Flirten und Scheiße labern ist indirekt verboten. Neue Leute sind nicht erwünscht. Immer die selben Leute. Immer die selbe Situation. Und ich hasse Routine. Ich hasse mich wie ich meine Umwelt beginne auszurotten weil sie in der Routine versinkt. Ich hasse das Alte nicht, Aber ich liebe neues. Und jetzt kommt die Phase, wo Vernunft wirklich gut wäre, denn ich fange an das was ich hasse auszurotten. Und nichts wird mich aufhalten. Und jetzt bin ich wirklich nicht in der Lage zu realisieren, dass ich es später bereuen werde. Aber ich weiß, ich werde.
Ich habe gewählt. Gegen die Vernunft. Gegen die Realität. Gegen alles was mich versklaven will.
Für ... mich. Diesen Punkt werde ich nicht bereuen. Nie.
geschrieben von: Allanon
Zitat:Original geschrieben von RayRay Für ... mich. Diesen Punkt werde ich nicht bereuen. Nie.
Ich wünsch dir viel Glück, urteile aber noch nicht zu früh, die Enttäuschung könnte bitter werden. Die Enttäuschung über das eigene Handeln.
geschrieben von: Weltenbummler
sich selbst treu zu bleiben...
ich glaube das ist das wichtigste in dieser welt voll lügen, verachtung und scheiße.
wer nicht an sich glaubt...
geht unter, wird überrannt, totgetrampelt von der masse.
viel glück.
geschrieben von: grünerStein
*winkewinke*
Dem kann ich nur zustimmen, Weltenbummler(in?). Leider werden diese Werte, wenn überhaupt erkannt, selten geschätzt. Niemand gesteht sich Fehler ein, denn jeder will perfekt sein, da er denkt, es sein zu müssen. Dabei sind es grerade die Fehler, die uns weiterbringen.
Ich finde, wir sollten einen eigenen Staat gründen...
der Stein
geschrieben von: fragment
Ich hoffe du siehst die Grenzen RayRay...sie existieren ob du willst oder nicht!