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ICH
Gläsrige, starre Augen
Ich blicke sie an
Bin das ich?
Die Schminke verschmiert
Nun mehr schwarze Schlieren
Die an den Wangen herunterlaufen
Ich schaue das Spiegelbild an
Ich schaue in meine eigenen Augen
Die sich dort spiegeln
Augen voller Hass
Augen voller Sensucht
Sehnsucht nach der Dunkelheit
Wann ist die Zeit endlich da?
geschrieben von: Demira
ENTTÄUSCHUNG
Große Augen voller Trauer
Leise Tränen fließen lässt
Eine unsichtbare Mauer
Mich davon trennt was Leben ist
Noch vor kurzem war ich glücklich
Und doch - es war abzusehn -
Hast du keine Zeit mehr für mich
Ließt mich einfach im Regen steh'n
Blitze zucken, Donner grollt
Suchend ich dreh mich um nach dir
Große Mächte, wisst ihr was ihr wollt?
Liebe, komm zurück zu mir!
geschrieben von: Demira
TRAUER
Und von Tränen gebrochen
Liegt mein Herz darnieder
Zerschlagen in tausend Stücke
Von blutigen Tränen
Die ich aus Schmerz weinte
Und von Schmerzen erstickt
Stirbt jegliches Gefühl in mir
Ermordet von tausend Qualen
Die ich durch dich erlitt
Und wieder wird es dauern
Wird lange Zeit vergehen
Ehe mein Herz geheilt ist
Meine Schmerzen gelindert sind
Warum?
geschrieben von: Demira
DAS INNERSTE
Schwarz -
Ich sehe mich um und alles, was ich sehe
Ist dieses unendliche Dunkel aus, dem ich komme
Und soweit meine Augen auch zu sehen vermögen,
Ergreifen sie doch nichts
Als diese undurchdringliche Dunkelheit
Die mich umgibt
Schmerz -
Ich kehre in mich und versuche
Ein Gefühl der Hoffnung zu finden
Aber alles, was in mir ist
Ist dieser unbändige Schmerz der Sehnsucht
Der mich erfüllt
Hass -
Ich sehe in den Spiegel und entdecke eine Fremde
Deren Augen den unbändigen Hass
Einer Geächteten wiederspiegeln
Und ich weiß, ich bin es selbst
Leere -
Ich versuche zu fühlen und zu finden
Aber da ist nichts
Nur diese schmerzende Leere
Des dunklen Hasses
Tief in meiner Seele
geschrieben von: Demira
BITTERSÜSSE MELANCHOLIE
Und wieder einmal das selbe Spiel
Trauer steigt auf, aus der Tiefe meines Herzens
Bittersüße Melancholie strömt durch all meine Glieder
Lähmt den Geist, lähmt meine Gedanken
Tief in meinen Gedanken versunken
Sitze ich am Meer der Tränen
Starr, regungslos und blicke hinaus
Doch erfassen meine Augen nichts
Denn geblendet sind sie vom Schmerz des Vergessens
Bittersüße Melancholie, die mich auffrisst
Meine Seele verläßt den geschundenen Körper
Ich schaue mir selbst beim Sterben zu
Und erkenne nicht, dass es doch nur der Tod der Seele ist
Leblos und unwirrklich liege ich zwischen den Welten
Noch lebend, noch tot
Bittersüße Melancholie, die mich getötet hat
geschrieben von: Demira
WAHNSINN
Dunkle Schatten, rote Tränen
Schwarzes Licht durch Wolken schimmert
Hoffnungloses, graues Sehnen
Wissend, dass es sich verschlimmert
Dicke Tropfen brennenden Regen
Vernichtend auf uns nieder geht
Und die Frag' nach Gottes Segen
Isoliert in jedem Kopfe steht
Wieder geht eine Nacht zur Neige
Wieder Stunden des Schreckens durchgangen
Aus dem Dunkel des Wahns ich steige
Und höre noch, was meine Ahnen einst sangen
geschrieben von: Demira
DER TAG
Klingt ein Flüstern durch den Morgen
Leis auf Nebels Schwingen schwebt
Und die Sonn' nimmt alle Sorgen
Langsam ihren Kreislauf webt
Klingt ein Flüstern hier am Tage
Leis der Sonne Hitze klagt
Kühle Bächlein fließen wage
Hör' nur, was das Rauschen sagt
Klingt ein Flüstern kühl am Abend
Aus der Vögel Ruheschall
Die sich an der Sonne labend
Zur Ruh begeben überall
Klingt ein Flüstern durch die Stille
In der Nachten Mondenschein
Erzählt von Träumen und dem Wille
Niemals mehr allein zu sein
geschrieben von: Demira
LIED DES LEBENS
Für jeden von uns klingt ein Lied des Lebens
Für jeden aus der Welten Stimmgewirr
Ein Lied, das wir nicht können weitergeben
Welches festgezurrt an uns wie Geschirr
Von Geburt an weht unser Lied durch die Luft
Getragen vom Wind des Schicksals, der Fragen
Jeden Tag eine neue Strophe ausruft
Die uns sagt, was wir in uns'rem Leben zu tragen
Und wenn das Ende dann vor dir steht
Das letzte Stück wir gemeinsam geh'n
Bis das Lied des Lebens darnieder weht
Stillschweigend sagt 'Auf Wiederseh'n'
geschrieben von: Demira
WAS IST ZEIT
Was ist eigentlich Zeit?
Ein Augenblick
Ein Glockenschlag
Tausend Jahre wie ein Tag?
Was ist eigentlich Zeit?
Noch gestern, noch heut
Gerade jetzt
Erlebt irgendjemand sie bis zu letzt?
Was ist eigentlich Zeit?
Wo ist Zeit
Ist sie heute schon vorbei
Oder unendlich wie das All?
Was ist eigentlich Zeit?
Etwas Kostbares
Viel zu knapp zum Verschenken
Daran sollten wir immer denken
geschrieben von: Demira
DIE SÜSSE DROGE
Schließe die Augen, kann's nicht vergessen
Geb' mich ihr hin, die Sucht soll mich fressen
Hab' ich mit ihm hier noch gestern gesessen
Schließe die Augen, kann's nicht vergessen
Das liebliche Mittel, das mein Ich so zerwühlte
Als ich mich frei, völlig losgelöst fühlte
Als mich das Licht ganz in Wohlgefall'n hüllte
Das liebliche Mittel, das mein Ich so zerwühlte
So sah ich denn nun, wir sind zusammengeschweißt
Und dein Fehlen mich jetzt umso mehr beißt
Ich bin süchtig nach dir, dass du es weißt
Oh du süße Droge, die du Manuel heißt
(dieses Gedicht ist meinem geliebten Freund gewidmet, Februar 2003)
geschrieben von: Demira
OHNE TITEL V
Da steh' ich nun
Unaufhörlich prasselt der Regen auf mich nieder
Unermüdlich, erbarmungslos, Tropfen um Tropfen
Und wo noch vor wenigen Minuten die Sonne schien
Verdecken jetzt Wolken den blauen HImmel
Dicke Wolken, graue Wolken
Wolken der Trauer
Wolken der Angst
Angst vor den eigenen Gefühlen
Wie soll es jetzt weitergeh'n
Drückend liegt die Last des Schmerzes auf mir
Schmerzen der Liebe
Schmerzen der Angst
Angst, zurückzublicken und zu seh'n
Zu seh'n, was hätte sein können
Was hätte sein können, wenn das Herz stärker gewesen wäre
Als der Verstand
Nun bleibt nur noch der Schmerz
Die Leere des Alleinseins
Ausgehölt und voller Tränen stehe ich da
Aber weinen kann ich nicht
Denn zu groß sind die Wunden
Zu tief haben sie sich in mein Herz gefressen
Es hätte alles so schön sein können
Aber es war wieder einmal eine einzige Enttäuschung
Und zum Schluss bleibt mir doch nur eins,
Das, was am Schluss immer bleibt:
Warum?
geschrieben von: Demira
Eine kleine Geschichte
DAS ENDE
"Nein, mach' jetzt nicht die Augen auf!" Sie lag da. Um sie herum nichts. Kein Mensch, kein Tier, gar nichts. Was war mit ihr gescheh'n? Wirre Bilder schossen wie Blitze durch ihren Kopf. Zusammenhanglos und doch drehten sie sich alle um ein und dasselbe. Was war gescheh'n; was hatten die mit ihr gemacht, was hatte SIE getan?
Es wäre alles so einfach gewesen. Es hatte nicht einmal weh getan, als sie sich das Messer in den Bauch gestossen hatte. Ein klein wenig mehr Zeit und es wäre vorbei gewesen!
Doch dann kamen sie. Menschen - zu viele Menschen. Sie zogen ihr das Messer aus dem Leib, entweihten den Ort, den sie zum Sterben vorbereitet hatte. Dann Bewegung; sie brachten sie weg.
Ein Esel, ein Esel schrie "Iaiaiaiaia..." Dann noch mehr Menschen. Sie brachten sie in einen kalten, kahlen Raum und fummelten an ihrem Arm herum. Dann nichts mehr.
Als ihr Bewusstsein weider kehrte, war sie an zahlreiche Geräte angeschlossen. Da lag sie. Die hatten sie am Sterben gehindert!
"Du kannst immer noch vollenden, was sie die zerstören wollten!"
Langsam tasteten ihre Finger nach der Nadel, die sie vom Tod trennte. Es erschieh'n ihr, als ob es eine Ewigkeit dauern würde, als hätte sie nicht mehr genug Kraft, um es zu Ende zu bringen.
Doch letztendlich war ihr Wunsch nach der wohligen Dunkelheit des Todes stärker als alles andere.
Plötzlich ein lautes Piepen. Menschen kamen, riefen aufgeregt durcheinander, riefen sie beim Namen. Dann war alles still; nichts mehr, nur diese endlose Dunkelheit, in der sie sich geborgen fühlte.
geschrieben von: Demira
EIN KLEINER VERS
Was gestern war, was heute ist,
Das wissen viele Menschen nicht
Doch wird mit klar in dieser Zeit
Hat jeder seine Wirrklichkeit
Und siehst du mich und fragst nur wer
Dann sag ich dich nun siehe her
Ich bin ein Kind der Dunkelheit
Dessen Seele nach Vergeltung schreit
geschrieben von: Demira
AUF MESSERS SCHNEIDE
Wohltuender Schmerz in mir
Ich fühl, wie das Messer mir das Fleisch zerfrisst
Wie das Blut aus den Adern fließt
Abgeschirmt von Rest
Lebe ich in meiner eigenen Welt
Eine Welt voller Schmerzen
Aus der es kein Entkommen gibt
Auf Messer Schneide wandle ich
Zeiten der Einsamkeit entgegen
Zeiten der totalen Isolation
So werde ich schweben im Gefühl des Vergessens
Bis mich eines Tages der Tod erlöst
geschrieben von: Demira
OHNE TITEL II
Stumme Augen, große Trauer
Worte, die ich dir will sagen
Doch das Schweigen, eine Mauer
Die zu durchbrechen ich nicht kann wagen
Falsches Lachen, große Trauer
Gefühle, die ich dir will sagen
Doch das Schweigen, eine Mauer
Die zu druchbrechen ich nicht kann wagen
Leises Weinen, große Trauer
Sag mir, wann kann's ich dir sagen
Doch das Schweigen, eine Mauer
Gott, ich kann's nicht mehr ertragen
geschrieben von: Demira
VERLASSEN
Und als ich den Blick gen Himmel richte,
Sehe ich das Meer aus schwarzen Tränen
Die als Regen auf die Erde fallen
Warum nur hast du das getan?
Hattest du Angst um mich?
Nein, dann hättest du mich nicht allein zurückgelassen
Wolltest du mich schützen?
Nein, dann hättest du mich nicht allein zurückgelassen
Was nur bewog dich dazu,
Diesem Leben den Rücken zu kehren
Siehst du jetzt die Tränen
Die vom Himmel fallen?
Sie tränken die schwarze Erde deines Grabes
Vor dem ich jetzt steh
Warum hast du mich allein gelassen?
Konntest du nicht immer zu mir kommen
War ich nicht immer für dich da?
Siehst du jetzt erst die Tränen
Die ich um deinen Verlust vergieße?
Warum hast du mich allein gelassen?
War ich es dir nicht wert
Oder konntest du es einfach nicht mehr aushalten?
Ich werde es nicht verstehen
Und Schmerz beißt mir das Herz entzwei
Was soll ich jetzt nur machen ohne dich?
Wer soll mich wärmen
Wenn mir die Kälte dieser Welt das Blut gefrieren lässt?
Wer soll mich jetzt auffangen,
Wenn ich wieder falle aus Angst vor dieser Welt?
Wer soll mich trösten
Wenn ich wieder weine um diese Welt?
Warum hast du mich allein gelassen?
geschrieben von: Demira
DAS LETZTE
Und das Letzte, was ich sehe
Bevor diese Welt untergeht
Ist das Lächeln auf deinen Lippen
Welches ich mit in den Tod nehmen werde
kurz und schmerzlos flogen mir dies vier zeilen in den kopf und ich kam nicht drum rum und musste sie einfach aufschreiben
geschrieben von: Demira
VERTRAUEN
Eisiger Wind fährt mir ins Gesicht
Zerschneidet mir das Herz
Den Grund für meine Trauer kennst du nicht
Viel tiefer als der Schmerz
Ein Leben ohne dich nicht vorstellbar
Doch wie solls weitergehn
So eingezwengt, so unnahbar
So seh ich dich dort stehn
Die Trauer tief, die Angst ist groß
Kannst du es nicht erkennen
Ein unaufhörlicher Tränenstoß
Lässt meine Seele brennen
Die Flammen hoch, die Flammen heiß
So stehe ich im Regen
Doch ist es das, was ich nicht weiß
Wo du dich sträubst dagegen
Nur helfen will ich dir, versteh mich doch
Niemals würd ich dich verletzen
Und ich versuche es auch immer noch
Doch du weißt es nicht zu schätzen
Was soll ich noch tun, dass du mir vertraust
Versucht hab ich schon so vieles
Doch sehe ich, wenn du mich anschaust
Tust du's nur aufgrund des Spieles
Nun stehe ich hier und frage mich
Wie soll's nun weitergeh'n
Die Liebe so groß, die Angst fürchterlich
Ich kann es nicht verstehen
Ich bitte dich doch nur um dies Eine
Ist das zu viel verlangt
Zum Schluss bleibe ich wieder alleine
Die Frage verläuft sich im Sand
Willst du mir nicht sagen, was dich bedrückt
Ist dein Vertrauen so gering
Diese ständige Frage macht verrückt
Raten ist nun mal nicht mein Ding
Ich will dir helfen um jeden Preis
Warum lässt du es nicht zu
Doch erst jetzt wird mir klar, was ich lange schon weiß
Es ist nun einmal so
Vielleicht eines Tages wird die Zeit doch siegen
Und du kannst mir vertraun
Bis dahin wird meine Welt in Trümmer liegen
Und zu Ende ist der Traum
Ob ich ewig warte kann ich dir nicht sagen
Ich bitte dich zu verstehn
Auf zu dünnes Eis werde ich mich nicht wagen
Und lasse dich deshalb gehn
geschrieben von: Demira
NACH DEM INNEREN KRIEG
Oh große Trauer!
Vernichtet ist das, was einmal meine Seele war
Zerstört ist das, was einmal mein Geist war
Ins Chaos gestürzt ist das, was einmal meine Psyche war
Zerbrochen in tausend Stücke ist das, was einmal mein Herz war
Im Dunkel versunken ist das, was einmal Ich war
Oh große Trauer!
geschrieben von: Demira
KREISLAUF
Ich habe es wieder getan
Erneut griff ich zum Messer
Erneut schnitt ich mir tiefe Wunden in mein Fleisch
Erneut habe ich geweint
Als ich sah, was ich getan hatte
Ich habe es wieder getan
Erneut habe ich die Wunden versteckt
Erneut habe ich gelogen
Erneut habe ich mein Sehnen
Mich zu schneiden verleugnet
Ich habe es wieder getan
Erneut hasse ich mich für das, was ich tat
Erneut könnte ich mich für meine Feigheit töten
Erneut weiß ich nicht mehr
Wie es jetzt weitergehen soll
geschrieben von: Demira
DAS NICHTS
Nichts-
Ist das wirrklich alles
Was in mir ist?
Bin ich denn nicht mehr
Als diese kleine Silbe?
Bin ich denn nicht mehr
Als ein Wort ohne Bedeutung?
Nichts-
Ist das wirrklich alles
Wozu ich im Stande bin
Zu fühlen?
Ist da denn nicht mehr
Als diese kleine Silbe?
Ist da denn nicht mehr
Als ein Wort ohne Bedeutung?
Nichts-
Ist das wirrklich alles
Was ich sehe?
Sehe ich denn nicht mehr
Als diese kleine Silbe?
Sehe ich denn nicht mehr
Als ein Wort ohne Bedeutung?
Nichts-
Ist das wirrklich alles?
geschrieben von: Demira
IMMER DAS GLEICHE
Was soll ich nun tun
Wenn man wieder einmal sieht wie das
Was man erreicht hatte
Einfach wieder hinter einem
In der Dunkelheit verschwindet
Wird es denn ewig so weitergehn?
Werde ich mir immer wieder
Und wieder alles zerstören
Das ich mir mühsam aufbaute?
Werde ich nie lernen
Auch einmal nein zu sagen?
Werde ich nicht gerade dadruch
Das, was ich am meisten liebe
Wieder einmal verlieren?
Warum kann ich diesen Kreis nicht druchbrechen
Ich fliehe schon mein ganzes Leben
Vor der Dunkelheit, vor mir selbst
Vor allem, was mich umgibt
Und immer wenn ich denke
Ich habe es überstanden
Ich kann kämpfen ohne zu fliehen
Fängt alles wieder von vorne an
geschrieben von: Demira
OHNE TITEL VI
Warum nur?
Warum ist alles so anders geworden?
Gehört die Veränderung so unausweichlich dazu?
Ich will das nicht!
Etwas steht zwischen uns
Eine kleine Sache nur
Doch scheint sie unüberwindbar für uns zu sein
Warum nur?
Warum kann ich dir nicht mehr glauben?
Du hast mich doch nicht belogen
Doch Augen sagen mehr als Worte
Und mir sagten sie "Es ist nicht wahr"
Warum nur?
Warum kann es nicht sein wie immer?
Ist es denn ein Verbrechen,
Wenn ich mich nach deiner Liebe sehne?
Warum nur?
Ich will, dass es aufhört.
Ich will, dass du mir zuhörst
Wenn ich dir sage,
Dass ich dich Liebe
Warum nur?
Hab ich mich denn so schuldig gemacht?
Warum nur?
Ich weiß es nicht
geschrieben von: Demira
DAS ENDE EINES VOLKES
Weg; alle sind sie fort
Verschwunden im Sumpf des Vergessens
Nichts erinnert mehr an sie
Und wo noch Schutt und Asche liegen
Werden bald wilde Rosen
Die letzten Spuren ihrer Vergangenheit verschlingen
Und Raum und Zeit werden
- Gleich dem stummen Zeugen, der darniederliegt -
Still um das verlorene Königreich trauern
Weg; alle sind sie fort
Und bald werde auch ich nichts sein,
Als ein Flüstern, das - vom Wind getragen -
Am Ende einer Ära ins Vergessen eintaucht
Gleich jenen vergangenen Völkern
Deren Glanz vom Dunkel der Zeit
Verschlungen wurde
Eingebettet in die Ewigkeit der Erinnerung
geschrieben von: Demira
VERWANDLUNG
Schreie in der Nacht
Die durch die Straßen hallen
Ich bin heute erwacht
Und weiß, ich werde fallen
Ich sehe mich von oben
Eine geschundene Gestalt
Mein Leben ist verdorben
Die Seele nackt und kalt
Ich kann jetzt nichts mehr wagen
Was tu ich denn noch hier
Mein Herz hört auf zu schlagen
Entfesselt ist das Tier
Die Kräfte sind geschwunden
Kann widersteh'n nicht mehr
Ich hab mich lang gewunden
Doch ferner schon ist's her
Lang schon ist sie verflogen
Die Macht die in mir wohnt
Jetzt liege ich am Boden
Und werde nicht verschont
Das Tier es hüllt mich ein
Ganz leis und unscheinbar
Nichts wird dann noch sein
Von dem was einmal war
Ich habe mich ergeben
Zu spät zurück zu geh'n
Vorbei mein altes Leben
Die Zeit, sie bleibt nicht steh'n
Das Tier es frisst mich auf
Bald werde ich es sein
Das Drama nimmt sein' Lauf
Und ich bin ganz allein
Die Schmerzen tief in mir
Zerfressen meinen Geist
Warum nur jetzt und hier
Du weißt doch, was es heißt
Werd' mich mit ihm verbinden
Das Tier, das in mir wohnt
Sie werden alle schwinden
Und keiner wird verschont
geschrieben von: Demira
INNERES CHAOS
Was ist das?
Aufgewühlt und fassungslos stehe ich da
Hilflos ausgeliefert, den Gefühlen
Die aus meinem Herzen aufsteigen
Unfähig, mich dagegen zu wehrern
Noch verstehe ich es nicht
Was da mit mir geschieht
Ist das ein Test
Schweige, dummes Herz, schweige
Beklemmendes Gefühl der Verwirrung
Brennend die Seele
Was mache ich?
Entzweit Geist und Herz
Dieses brennende Gefühl in mir
Weiß nicht genau, was es ist,
Kanns nicht zuordnen
Was hast du mit mir gemacht?
War es gewollt oder nur ein Versehen
Werde zu dir hingezogen
Und bin machtlos dagegen
geschrieben von: Demira
DAS ENDE DER WELT
Und nun sieh:
Die Welt wird verderben
Und wo heute noch grüne Auen die Waldränder säumen
Werden heiße Winde alles verbrennen
Und die Leere wird alles verschlucken:
Die rote Erde, vom Blut getränkt;
Die verletzten Sellen, schreiend vor Qual;
Die verdorrten Bäume, Gerippe ohne Leben
Und es wird sein das Ende von allem
Und alles wird sein in jenem Ende
Und aus dem Chaos auferstehen wird sie
Und sie wird legen über uns
Das Siegel des Vergessens
geschrieben von: Demira
AM ENDE ANGEKOMMEN
Sinnloses Dahinströmen
Ein Fluss des Vergessens
Schnell, unbarmherzig
Erfasst mich,
Drückt mich in seine Tiefen
Und nimmt mich mit sich
An einen Ort, weit jenseits dieses Seins
Weit jenseits der Vergessens
Nichts ist mehr, wie es war,
Alles ist anders
Von seinem warmen Wasser lass ich mich umschmeicheln
Lass mich tragen von seinen sanften Wellen
Einsam und doch nicht allein
Ich schaue freudig einem neuen Leben entgegen
Dort draußen, weit jenseits dieser Welt
Denn jetzt erst kann ich loslassen
Loslassen von all dem Schmerz
All der Enttäuschung
Ich liebe dich noch immer
Deshalb nehme ich dich mit in meine neue Welt
Mit in mein neues Leben
Als eine Erinnerung
Die ich nie vergessen werde
geschrieben von: Demira
WAS SIE SEHEN
Sie sehen mich an
Doch was sehen sie?
Eine junge Frau,
Glücklich wie nie.
Sie sehen mich an
Doch was sehen sie?
Helle Augen
Die vor Glück überlaufen.
Sie sehen mich an
Doch was sehen sie?
Ein strahlendes Lächeln
Das alle verzückt
Sie sehen mich an
Und das sollten sie sehen:
Eine undeutliche Gestalt,
Nicht im Reinen mit sich selbst.
Sie sehen mich an
Und das sollten sie sehen:
Tränenüberströmte Augen
Stumpf vor Trauer
Sie sehen mich an
Und das sollten sie sehen:
Ein von Trauer zerfressenes Gesicht
Hinter einer Maske verborgen
geschrieben von: Demira
DAS GEDICHT OHNE NAMEN
Stille in der Nacht
Am Himmel steht der Mond
Der mit seinem fahlen Licht
Die Wipfel der Bäume erhellt
Ich stehe hier, am Anfang des Pfades
Der sich von meinem bisherigen Leben
Fort in die Dunkelheit schlängelt
Hinter mir steht noch ein blasser Streifen
Eines fernen Tages,
Der einst mein Leben war.
Doch das ist nicht mehr
Verschluckt wurde er von der heraufziehenden Dunkelheit
Verdrängt von der Stille
Die nun in mir und um mir herrscht
Was soll nun werden?
Geht jetzt alles wieder von vorne los?
Ich ertrage dieses ständige hin und her nicht mehr!
Ich möchte nicht mehr hin und hergerissen sein
Zwischen zwei Welten die mich gefangen halten
Noch stetig in einer der beiden verweilen
Ich will teilen können und beide Welten lieben und leben
Ich will nicht mehr traurig sein müssen
Weil die Einsamkeit und die Sehnsucht mir das Herz zerreist
Ich will nicht mehr immer nur das eine in mir fühlen
Leere
Also was soll ich jetzt tun?
Ich schaue mich um
Das Licht, das einst hinter mir war
Ist nur noch ein schmaler Streifen am Horizont
Der nur erahnen lässt
Dass dort noch vor kurzem die Sonne schien
Ich drehe mich um
Der Weg vor mir liegt im Dunkeln
Nichts offenbart sich mir als die Stille der Nacht
Und die Dunkelheit, die den Pfad umgibt
Ich sehe den Mond hoch über mir
Die Sterne, die am nächtlichen Firnament leuchten
Langsam fange ich an zu laufen
geschrieben von: Demira
OHNE TITEL VII
Schmerz, der mir das Herz zerreißt
Weil meine Seele stirbt
Ist die Wahrheit nur eine Lüge
Oder ist es die Lüge, die Wahrheit ist
Ist es sie, die alles verschleiert,
In der ich mich wahrnehme,
Wie in einem Spiegel, der alles verzerrt?
Wo ich bin, da existiert keine Liebe
Und wo die Liebe ist
Da werde ich hasserfüllt zu Grunde gehen
Einst konnte ich sie fühlen
Wie sie heiß in mir brannte
Nun ist sie verschwunden
Wie Sand, der durch meine Finger rieselt
Und nicht in der Lage, sie festzuhalten
Muss ich mit ansehen,
Wie sie mit dir in der Dunkelheit verschwindet
Was bleibt, ist das, was zum Schluss immer bleibt:
Der Schmerz und die Trauer
Nur diesmal wird nichts bleiben, was zu heilen wäre
Denn gestorben ist all das in mir
So bleibe und wandle ich auf dieser Welt
Leer und hohl
Bis mein Körper meiner Seele in den Tod folgt
geschrieben von: Demira
DU, DER DU MIR UNBEKANNT BIST
Ich habe dich im Traum gesehen.
Es war Nacht,
Der Sommerregen sprengte die dürstende Erde
Ich lag im nassen Gras
Der Regen war warm auf meiner Haut
Und mit den Wolken dahintreibend
Lies ich meine Gedanken schweifen
Du hast einfach nur dagestanden –
Bewegungslos und still –
Und hast mich angeschaut
Ich sah dir in die Augen und sah das Meer
Ein Ozean voller Leben
Der mich ganz in sich aufnimmt
Um mich mit seiner Wärme zu behüten
Ich sah dir in die Augen und sah das Feuer
Stark und heiß,
Sich gegen alles stellend,
Was auch immer unser Glück gefährden will
Noch immer bist du still
Aber du musst auch nichts sagen
Du reichst mir deine Hand
Und wie selbstverständlich
Führst du mich hinaus
In die Warme Sommernacht
Ja, so habe ich dich im Traum gesehen
Irgendwo da draußen bist du
Ich weiß, du wirst mich finden
Und mich wie im Traum in die Nacht führen
In die Morgendämmerung
In ein neues Leben mit dir
Und ich freue mich schon jetzt
Auf den Tag, an dem wir uns kennenlernen
Wer auch immer du bist.
geschrieben von: Demira
Folgendes kommt dabei heraus, wenn ich mich mal wieder vom Stress überrollt fühle und versuche eben diesen abzubauen.
GEDANKENKLUMPEN
Eingekerkert und schmorend in den verlassenen Gängen meines Schädels
Gedanken unkontrollierbar und ungeordnet
Tod, Tod, Tod jenen, die blind und taub sind zu sehen und zu hören
Wer Augen und Ohren hat, der benutze sie auch
Herrgott so kann es nicht weitergehen
Es fließt und fließt, gleitet uns aus den Händen
Zu spät, zu spät, zu spät
Wenn die Welt um uns zusammenbricht sind die Chancen, etwas zu ändern vertan
Wir fressen und saufen und ersticken uns selbst mit unserer Trauer, unserem Selbstmitleid
Schrei, schrei, schrei
Schrei so laut du kannst, schrei sie hinaus, die Wut, die Trauer, den Hass
Schrei alles hinaus, bis du dich leer und hohl fühlst und dann fang endlich an zu leben.
Es ist egal womit, nur fang an, fang an, fang an.
TU ENDLICH WAS!!!!!