Ich glaube alles find damit an, als ich morgens ins Bad flog, mit dem Kopf nach unten, in Absicht mein „morgendliches Ritual“ durchzuführen. Und als ich in den Spiegel sah, war irgendwas nicht ganz in Ordnung, irgendwas war falsch. Das ist es, man kann doch gar nicht fliegen. BUMM! Autsch, mitten auf den Kopf, da muss ich wohl wieder mal die Halzkrause rausholen, das wird wohl eine Beule. Wieso bin ich auf einmal runtergefallen? Nein Moment, das ist ja eigentlich ganz normal oder, dass man runterfällt. Vielleicht sollte ich lieber überlegen warum ich geflogen bin, bin ich das überhaupt? Dummes Zeug, bin irgendwo schlaftrunkend ausgerutscht, das ist wohl alles.
Komisch siehts hier aus, oder nein, eigentlich ganz normal. Hier wohne ich schon seit 13 Jahren und es hat sich eigentlich nicht viel geändert, hier und da ein neuer Spielplatz, aber das ist auch schon alles. Mist, nur noch 15 Minuten, das wird wieder knapp.
„Entschuldigen Sie, dass ich zu spät komme, ich hatte mich verletzt als ich nach meinem Flug ins Bad abgestürzt bin.“ Allgemeines Gelächter, irgendjemand muss wohl einen Witz gemacht haben. Cool, eine neue nackte Frau, mitten auf meinen Platz gemalt, Dank an den Künstler. So kann ich mich auch gleich viel besser konzentrieren. „Was für Hausaufgaben?“ Mist, hab ich doch glatt vergessen, naja, wen störts, ich glaub den da vorn, der schreibt gleich irgendwas in sein Heft. Wie kann man nur so viel unwichtiges aufschreiben. „He, träumst Du oder was?“, das war mein Banknachbar Sven. „Pass auf ich hab das echt nicht nötig, ich bin ein Zeitungsverkäufer, ich weiß immer über das neueste Bescheid.“, das war meine Antwort „Bist du dumm oder was??? Du sollst mir mal deinen Rechner geben.“ „Na hier, mach doch nicht gleich so einen Aufstand.“ „Sag mal, nimmst du immer noch diese Drogen?“ „Nun, eigentlich ja, wieso?“ „Nur so. Dir ist wohl nichts aufgefallen.“ „Nö.“
Tatsächlich sie verkaufen diese Milch, aber nur weiße, diese Rassisten. „Nein, ich will ihre Milch nicht. Es ist überhaupt eine Schande, das Leute in ihrer Stellung, sich noch so etwas niederem hingeben.“, komisch, interessiert niemand. Ob das alles sei? Natürlich nicht, ich packe noch drei von meiner Lieblingsschokoriegelsorte hin. Und zahle natürlich sofort in bar. Mann brummt etwas von unerhört, ich gehe leer aus. Dabei hab ich ihr einen ganzen Mittelfinger gezeigt. Da hätte ich noch was wiederkriegen sollen, aber sie schnappt sich die Geste, meine Schokoriegel und sogar die Blumenerde. Jetzt hat man mich beklaut und hungern muss ich auch. Nun ja, die Welt ist eben schlecht.
Jetzt erstmal etwas Moneten abheben gehen. Irgendwie fanden das die Leute wohl komisch, als ich die ganze Zeit den Geldautomaten provozierte dass er mich mit Schimpfwörtern erniedrigt. Aber selbst benahmen sie sich nicht normal. Ich meine, was das soll, eine Plastikkarte in einen Automaten zu stecken damit ein paar Blätter Papier rauskommt. Da bemerkte ich meinen Fehler und entschied mich, sofort diese Toilette zu verlassen, aber eigentlich vorher noch schnell ein kleines Geschäft zu verrichten.
Nun ja, irgendwie kamen ein paar Leute, mit weißen Jacken, sie steckten mich mitten in einen, was weiß ich , ich will jetzt nicht Tennis spielen, hatte ich ihnen gesagt. Sie sagten nur sie würden verstehen und nun sitze ich hier mit den Typen und mache Fratzen, aber sie fratzen nicht zurück. Erst abholen zum spielen und jetzt plötzlich doch nicht mitmachen. Da hatte ich plötzlich bemerkt dass die Welt nicht mehr normal wie früher ist.
Dort
Das war echt eine schlimme Nacht, als ich aus dem Bett aufstand, stürzte ich erstmal aufs Dach ab. Irgendwie hatte gelernt zu laufen. Ein Traum der Menschheit seit jeher, das Laufen, Details auf dem Boden sehen oder diesen erst erreichen. Aber ich war wohl schlaftrunken, denn irgendwie flog ich dann doch ins Bad. Irgendwas war anders, als ich mein Gesicht im Spiegel erblickte, war das nicht mal lila? Jetzt hatten sich irgendwelche braun und Sandtöne, bis hin zu weiß hinzugemischt, so kann ich mich doch nicht auf Arbeit zeigen.
Glücklicherweise viel es keinem so richtig auf, da diese Sonne sehr stark schien, man konnte nicht mal die Lilatöne auf den Ampeln voneinander unterscheiden. Woher sollte ich also wissen was es zu essen gibt. Ich nahm einfach das Mittelste und bekam natürlich wieder schwarze Milch. Irgendwie hatte ich von weißer geträumt, man stelle sich mal weiße Milch vor! Ich zahlte mit einem Stück Metall, worauf mich die Ampel ziemlich entrüstet ansah, irgendwie bemerkte ich dass ich irgendwas falsch gemacht habe und zeigte ihr meine Zunge. Irgendwie kam mit der Gat schon die ganze Zeit komisch vor. Naja, jetzt erstmal pünktlich auf Arbeit sein.
Ich nahm diese Schuttle-Banane, die sind immer so schnell, weil sie ein gutes Gleitvermögen haben und ich war auch nicht so in Form bessere Sachen anzuschieben. Die Leute hatten etwas an meiner Frisur auszusetzen, mir standen die Haare zu Berge, ich weiß aber auch nicht warum, denn eigentlich müßten sie ja nach oben hochhängen. Aber wie gesagt, irgendwas war komisch an diesem Gat.
Ich kam endlich auf Arbeit, ging in meine Zelle, schob das Gitter aus Plaste zu und wartete auf Kunden die Zeitung kaufen wollten. Es kamen auch sogar einige, den die Menschen wissen das ich der beste Zeitungsverkäufer der Welt bin, alle fliegen sie zu mir und zeigen mir Finger und beschimpfen mich aufs Schlimmste und ich tue es ihnen gleich um ihnen ihre Wechsel zu geben. Auf diese Weise wurde ich der reichste Mann der Welt.
Ich gelte als ein kleiner Exzentriker, denn ich bin der Einzige der es sich leisten kann schlafen zu gehen. Letzte Tchan war die erste in der ich es mir getraut hatte und irgendwie ist heute alles anders. Statt den Geldautomaten zu beschimpfen, versuchte ich Plastik in ihn zu stecken, woraufhin mich die Joghurtbande gefangen nahm, man drohte mir mit fünf Jahren Briefmarken kleben. Aber ich konnte mich freikaufen.
Nach dem Schreck aß ich erstmal einen Eimer Blumenerde um mich zu erholen. Ich konnte mir auch tatsächlich vorstellen Schokolade zu essen. Ich dachte man hält mich noch für verrückt.
Ich rief meinen Freund an, zum Tennisspielen, der war auch wieder ganz weiß angezogen, er hatte ja schließlich die Stadtmeisterschaften gewonnen. Der Typ ist natürlich krass, geht ins Aquarium und ist ziemlich blau, aber die Mädels stehen drauf. Ich habe das nicht nötig ich bin reich und vielleicht ist weiß bis zu den Sandtönen bald „in“. Wie dem auch sei, wir fratzten uns zu bis wir ein Lächeln bis zu den Ohren draufhatten. Er konnte es natürlich wieder länger halten und hat gewonnen. Nach altem Brauch beschoss ich ihn mit heißem rotem Wachs, bis er ganz eingedeckt war und hängte ihn mir für eine Echow in den Schrank. Aus diesem Grund ließ ich auch den Kumpel vom letzten Mal raus, dieser war sehr begeistert und lud mich ein bei ihm eine Weile eingewachst rumzuhängen, aber irgendwie macht mir das keinen Spaß mehr. Und irgendetwas sagte mir die ganze Zeit ich hätte irgendein Ding, was wohl so wie Hausaufgaben klingt vergessen. Die Welt war plötzlich nicht mehr so normal wie früher.
geschrieben von: Seneca
Hmm...wenn man den Alltag mal mit den Augen eines Fremden, ich meien eines echt fremden Fremden, einen der vieleicht rechts neben
Proxima Centauri,an der Milchstraße Nr 69-666
wohnt, dann kommt einem ein ganz "normaler" Tag warscheinlich immer so vor.
Eigentlich machen Wir tagein, tagaus doch ziemlich seltsames Zeug.
Vieles hat seinen Ursprünglichen Sinn längst verloren, aber man nennt es dann halt Tradition, oder Erziehung.
Ich glaube unsere Welt hat sich so tief auf ihrem Weg festgefressen, das wir die Richtung nicht mehr wechseln können, auch wenn wir die nächste Ausfahrt schon sehen.
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>>> Principiis obsta! <<<
[Dieser Beitrag wurde von Seneca am 25. Juli 2001 editiert.]
geschrieben von: Lady Bathory
hellas,
ich habe lange über deinen beitrag nachgedacht. er hat mir wieder vor augen geführt das wir vieles tun ohne wierklich drüber nachzudenken. vieles ist für uns selbstverständlich geworden obwohl es das nicht sein dürfte...
und wer sagt uns schon in welcher realität wir wierklich leben?
memento mori *knicks* Lady
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Das Feuer in meinem Herzen ist am sterben den Eifer den ich hatte,ist gegangen Das Feuer in meinen Augen ist am sterben der Traum denn ich hatte, ist verschwunden
geschrieben von: Schatten der Sonne
Ein Lob an Dich !
Ein Beweis daß jeder die "Realität" mit seinen Augen sieht und andere es nicht Akzeptieren wolles weil "Die Dinge so sind wie sie sind".
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Ich liebte und hasste, ich gab und nahm. Liebe und Hass, Geben und Nehmen, alles vergangen. Ich sterbe.