Es gibt so viele Threads wo sich alle beschweren wie viele Nachteile sie doch gekriegt haben durch die ganze schwarze Sache.
Natürlich musste ich, gerade am Anfang, erfahren, dass gar zu schnell Begriffe wie Satan, Schwuchtel, etc. fallen.
Aber mir ist es sowas von egal geworden!
Aber von Anfang...
Schon länger hat mich vieles angekotzt, doch wie es so in der Pubertät ist, habe ich alles gemacht um beliebt zu sein. Also so ein richtiger Mitläufer war ich wohl nie, und stand schon manchmal auf der Roten Liste einiger "Anführer". Das hat mich bisweilen schon mitgenommen. Ich wollte auch 'in' und dabei sein, wollte moderne Klamotten haben (das ist schon etwas länger und war nie sooo wichtig). Ich hatte Probleme in der Schule und mein Leben schien teilweise nur aus Lernen zu bestehen.
Im DSA-HL Forum wurde von Musik geredet, Schandmaul, der Name ist mir schon öfter über den Weg gelaufen, also habe ich mal ein bisschen reingehört und beim ersten Lied wusste ich das das meine Musik war. CD gekauft und gehört. Ab ins Schandmaul Forum, dort hat ein anderer User gefragt warum dort so viele Schwarze auf'm Konzert sind. Ihm wurde versichert das das ganz liebe Menschen sind und es gab einen link zum Thema schwarz, ich habe es gelesen und hatte es gefunden, das alles, das hatte ich schon so lange gedacht, nur halt nicht ausgesprochen. Doch erstmal habe ich mir den Thread offline gespeichert und nicht mehr angeschaut. Im Schandmaul Forum wurde auch über Musik geredet und ich habe von allen Bands 2-3 Lieder runtergeladen. Einige gefielen mir, andere hauten mich um. Das es so viele schöne Lieder gab und keines öffentlich gespielt wurde kam mir nicht in den Sinn. So kam ich immer weiter und kannte immer mehr bands. IRgendwie stieß ich immer häufiger auf schwarze Musik, obwohl ich keine Ahnung hatte was Musik schwarz macht. (Das weiß ich bis heute noch nicht). Das war der Grund das Forum in dem der "schwarz" Thread war, näher anzuschauen. Als erstes las ich nur. Ich war fasziniert das es ein Forum gab in dem das ausgesprochen wurde was ich mir immer nur gedacht habe. Ich machte den Fehler, zu versuchen mit andern Leuten über solche Themen zu diskutierne, totale Fehlanzeige, über wirkliche tiefsinnige Themen konnte man nicht mit ihnen reden. Schwarze Anziehsachen kamen dann von alleine. Auch wollte ich Springer und (Schotten)Röcke anziehen obwohl ich keine Ahnung hatte das dies etwas mit der Gruftie Mode zu tun hat. Auch da schaute ich mich in vielen Shops um und mir gefielen die Klamotten einfach.
Und, naja, langsam habe ich mich äußerlich und vorallem innerlich gewandelt. Seit ich mir die Haare schwarz getönt habe werde ich nicht mehr von dem 1 Jahr älteren Gangster verarscht. Ich weiß noch wie ich mi Bus gesessen bin, in den Ferien hatte ich mir die Haare getönt, ich habe gehofft das er mich nicht erkennt. Erst sah es so aus als ob er mich wirklich nur einfach nicht erkennt. Aber seit dem hat er nie wieder was zu mir gesagt, nur einma hat er ganz artig gegrüßt. Sieht man es mir an das ich sowas nicht mehr mir mir machen lasse?
Und das ist der Grund warum ich den Thread eröffnet.
Weil mir das alles so viele Vorteile bringt. So augenscheinliche Sachen, wie das ich von ihm nicht mehr verarscht werde, zwar weniger aber ich habe erkannt wer wirklich meine Freunde sind. Die Schule ist zwar immer noch schwer habe ich ertrage sie leichter. Ich pfeife wenn ich lust das zu habe, ich singe wenn ich Lust dazu versprüre und mich stört es nicht mehr das ich in der Schule alle 20 minuten zu hören bekomme das ich schwul bin, wie ein Mädchen ausschaue und ganz bestimmt auf Schmerzen stehe. Meine wahren Freunde akzeptieren mich auch weiterhin, auch wenn sie das ganze Gruftie Zeug an sich nicht gut finden. LARPen fasziniert mich, füllt mich völlig aus und dafür lebe ich.
Ich bin glücklich. Ich bin stark geworden. Ich habe Musik gefunden in der ich aufgehe wo ich mich völlig hingeben kann. Wenn ich mich im Spiegel anschaue finde ich mich schön und meine Haare sind wunderbar zum drauf rumkauen. Wenn mich jemand nicht mag soll er es mir ins Gesicht sagen, es macht mir nichts aus. In der Gruppe eine einzelne Person fertig machen schaffe ich auch. Wenn mich jemand nicht schön findet soll er wegschauen. Ich bin froh und ich sprühe gerade so vor Lebensfreude.
Es musste mal gesagt werden das es auch Schwarze gibt die nicht depressiv geworden sind weil sie durch den schwarzen Kram nur Nachteile erfahren haben.
geschrieben von: Dunkelbunte
Hallo,
stimmt ich habe mich mal ein bisschen umgesehen und viele schreiben, das sie viele nachteile erfahren mussten.
Bei mir war es aber auch nicht so. Früher war ich immer ziemlich 'in'. Auch wenn es noch kein 'Miss Sixty' Kram gab ;) .
Als ich zum ersten Mal von der Szene hörte und mich mit Freunden meiner Cousine und mit meiner Cousine selbst unterhielt fühlte ich mich endlich mal verstanden. Ich war schon früher oft eine Art Aussenseiter in meiner Klasse, weil ich eine andere Einstellung hatte, weil ich anders war als sie, nur da war es mir noch nicht so richtig bewusst. Jetzt habe ich ein paar Freunde in der Szene, die meisten sind älter als ich (auch ein Grund wieso ich mich mit denen aus meinem Jahrgang nicht so gut verstehe, wenn ich sage in Deutsch bei einer Buchvorstellung, das ich Nietzsche oder Jostein Gaarder vorstellen möchte, kommen gleich wieder blöde Kommentare auch von der Lehrerin!!).
Ich finde es gut, das du mal ein paar Vorteile aufgeschrieben hast :) .
Gruß,
Dunkelbunt
geschrieben von: Nebeltaenzerin
so generell habe ihc auhc nur gute dinge erfahren, dadurch das ich bin wie ichnun bin...
ich dachte als ich den Text las an den Beitrag den ich selber geschrieben habe.. gestern oder so.
dort habe ich erzählt, dass unsere Lehrer mein paar freunde und mich als atanisten bezichtigen. ich mein..es ist schno scheiße.. aber ich habe da kein großes poblem mit....
das ganze hat mir eigendlch nur vorteile gebracht, wennman es so sieht.. ich bin selbstbewusster geworden... habe echte freunde gefunden..
aber es gibt eben auhc shclehct e seiten.. ich denke das viele diese schlechten eher als krass empfinden, da das gute doch schnell immer normal wird...
man müsste sich eben immer nur öfter auf das positive besinnen