Gefangen im Kerker des eigenen Ichs,
gefangen im Alltag des Nichts.
Mit Schmerzen durchbohrt mich der sehnsücht´ge Stich,
gefangen im Netz des Verzichts.
Wie kann ich nur flüchten aus Netzen von Stahl,
aus Maschen fest wie Diamant!?
Und wenn ich mich wehr wird größer die Qual,
mein Leben ist in Eurer Hand.
Die eiserne Hand der verlorenen Masse
so kalt wie der Wind am Polar,
umklammert mein Herz in eisigem Hasse,
der einstmals noch Liebe war.
Ich spüre die Kälte am pochenden Herzen,
gehorche und lebe mein Leid.
Mein Körper gepeinigt, zuckt wild unter Schmerzen,
bin bald zu Erlösung bereit.
Die Hand lässt nicht locker, mein Herz fast erfriert,
das letzte Stück Hoffnung stirbt ab.
Mein Körper kühlt ab, die Seele krepiert,
die Freiheit stürzt endlos hinab.
Wiso war ich feige und trotzte Dir nicht,
ich starb an der Feigheit, an ew´gem Verzicht,
zermartert von eisiger Hand der Moral,
vertauschend das Gute mit teuflischer Qual.
Nie mehr werden Hände mein Herz erreichen
nie mehr werdet Ihr meine Seele durchweichen
nie mehr werde ich meine Freude abgeben
nie mehr werdet Ihr mein Leben leben.
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Wiedergänger
geschrieben von: moon
gruß aus der finsternis,
ein wirklich sehr tiefgehendes gedicht, hab lange darüber nachgedacht und bin leider zu dem ergebnis gekommen, dass wir doch immer irgendwie gefangen sind. nur unsere gedanken sind frei und das ist es, was so manche von uns am leben erhält.
geschrieben von: Wiedergänger
Hallo Moon!
Schön dass ich eine Reaktion von Dir bekommen habe...hatte eigentlich nicht damit gerechnet.
Ich sehe das ähnlich wie Du. Wir sind alle irgendwie gefangen und nur in unseren Gedanken frei. Mir selbst geht es häufig so, dass ich über Situationen unglücklich bin, jedoch unfähig bin sie wirklich zu ändern. Meistens aus Trägheit...oft nutzt man die Möglichkeiten die man hätte gar nicht aus, und weiß nicht mal wieso man es nicht tut. Das Leben ist Paradox.