Hörst du's?
Leise wispernd an dein Ohr?
Hörst du's?
Hörst du mich sprechen?
Hörst du die Stimme in der Nacht, die deinen Schlaf belacht?
Hörst du die Worte, die erklingen, in deinen Ohren singen
dich umgarnen, martern, höhnen
in einem Alptraum dir ertönen?
Spürst du Angst?
Spürst die Schwere deines Körpers,
spürst die Leere,
die dein Herz erfaßt?
Spürst du den Haß?
SPÜRE IHN!
Hör den Klang meiner Worte
Sie eröffnen dir die Pforte
in die Erinnerung!
HÖRST DU SIE? HÖRST DU MICH?
Du willst entrinnen, dich erheben?
Deine blassen Lippen beben,
doch wohin du gehst,
MEINE STIMME LEBT!
Hörst ihren Haß? Ihre Macht?
entfacht,
durch deiner eignen Hände Taten,
verraten,
vergessen und nun - zurückgekehrt!!
Verwehrt,
dich zu entwinden!
Sie wird dich finden,
dich beschwören, dich betören und dich führen
in die Vergangenheit,
Deine Vermessenheit!!
Spürst dein Gewissen entfachen,
erwachen
dein Körper bebt! - Zu spät!,
um zu verzeihen, Reue auszuspeien!
Gekommen, um zu rächen
deiner eignen Hand Verbrechen,
das du einst an mir verübt!
SPÜRE ES! SPÜRE MICH!
Spürst den Hauch an deiner Seite,
spürst die unsichtbare Schneide,
wie sie streichelnd deinen Hals berührt?
SPÜRST DU SIE? SPÜRE MICH!
Spürst den Stahl auf deiner Haut
-Schreie - gellend laut,
obwohl dies Klinge doch nicht wirklich ist?!
Spürst du sie nicht?
SPÜRE SIE!
Meine Worte schneiden,
spüre das Leiden,
das deine Seele zerfrißt!
nichts vergißt!
Erleb den Schmerz durch mich gefunden
gewunden
im Drecke deiner Niedrigkeit!
Im Banne der Dunkelheit!
Verstrichen die Zeit!
Zu zweit!
Nur wir beide vereint
in schauriger Runde
Tödliche Einheit zu nächtlicher Stunde!
Spürst den Hauch meiner Nähe
auf deinen Lippen, deiner Brust
schauernd kalt der Rache Kuss!!
SPÜRST DU IHN? SPÜRST DU MICH!
Mit mir allein, kannst dich nicht wehren
Gewissensbisse zehren
in deinem zitterndem Leib!
Spüre das Leid,
den Schmerz und die Lust
zum Sterben!!
SPÜRE ES ! SPÜRE MICH!
Erinnerungen kehren wieder,
bettelnd wirfst dich nieder!
Diesen Stimmen zu entrinnen,
die in deinen Ohren singen!
Doch sie wollen nicht vergehen,
martern, höhnen, quälen!
Spürst die angst in der Dunkelheit!
Langsam, doch stetig vergeht die Zeit!
Spüre das Leid! Zum Sterben bereit!
SPÜRE ES!
Windest dich auf kaltem Boden
tränennaß dein Blick nach oben!
Siehst du mich? Siehst meinen Blick?
Hörst das Höhnen meiner Stimme
auf daß sie ewig erklinge
in deiner Seele, deinem Herzen!
Ertrage die Schmerzen,
wie sie deinen Leib durchdringen, singen,
dich zerfressen,
besessen
wie sie quälen,
sich mit der ewigkeit vermählen!
SPÜRE SIE! SPÜRE MICH!
Spür meine Rache nur für diese Nacht
auf daß sie ewig dein Gewissen entfacht!
Und langsam senkt sich hoffnungsvoll des Morgens Licht!
Doch glaube mir: DU VERGI?T MICH NICHT!