[Augen, Spiegel der Seele] - German Gothic Board

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Augen, Spiegel der Seele

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geschrieben von: Spiegel

Traurig

Alles ist traurig!
Bin ich verrückt?
Alles ist traurig,
lachen missglückt.

Ein Videoclip,
ein trauriges Wort.
Ein veränderter Mensch,
ein anderer Ort.
Ein kleines Kind,
ein nichtssagender Blick.
Eine beste Freundin,
ein fieser Trick.

Alles ist traurig!
Ich mag das Gefühl.
Alles ist traurig!
Es ist so kühl...

Ein trauriges Lied,
Jenseits der Stille.
Totale Einsamkeit,
so sei mein Wille.
Ein trauriges Bild,
ein Mädchen das ritzt.
Verratene Freundschaft
Mir im Nacken sitzt.

All das ist traurig,
es tut mir weh!
Selbstverstümmelung der Seele,
blutroter See.

Tausend Gedanken,
wirrer Kopf.
Kalte Farben
In einem Topf.
Eigene Sprache
Von keinem Wort.
Einsame Träne
Auf der Wange dort.
Erdrückende Eiszeit
In meiner Brust.
Bin dauernd depri,
ständiger Frust.
Isolation,
Herz mit Loch.
Ich will doch leben!
...noch...

Alles tut weh,
Selbstverstümmelung der Seele,
blutroter See.



geschrieben von: Spiegel

Augen

Augen hassen
Augen lieben.
Augen lachen,
Augen weinen.
Augen strahlen,
Augen sind apathisch.
Augen sind ehrlich,
Augen lügen nicht.
Augen verraten, denn
Augen sind der
Spiegel deiner Seele.
Verstecke deine Augen,
denn sie verraten dich
irgendwann,
wenn du nicht Acht gibst.
Augen verraten,
ob du lachst.
Augen verraten,
ob du weinst.
Augen verraten,
dass dein Herz blutet.
Lass dir von deiner Traurigkeit
Keinen Streich spielen, denn
Augen müssen weinen,
wenn dein Herz weint.



geschrieben von: Spiegel

Herbst

Wie der Nebel die Straßen und Felder in eisige Stille einhüllt, so senkt sich ein dunkler Vorhang bittersüßer Schmerzen über mich, dass er mich betäubt und mein Lächeln gefrieren lässt.
Wie der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt, so laufen Tränen über meine Wangen und Lippen, dass sie wenn sie den Boden berühren die erdrückende Stille durchbrechen.
Wie die Temperaturen fallen und Blumen und Gräser gefrieren lassen, umso stärker wird die Resignation, die sich in mir ausbreitet, dass sie meine Hoffnung schwinden und meine Augen stumpf werden lässt.
Wie die trockenen Blätter dem Wind ausgesetzt davongetragen und zerstreut werden, so werden deine Gefühle und Gedanken durcheinandergewirbelt, dass ich verzweifle und mich selbst nicht mehr kenne.
Wie die Menschen sich in viele Schichten Stoff einmummen, so verschließe ich meine Trauer und Tränen vor ihnen, dass die Bänder, die dein blutendes Herz schnüren, in unbeobachteten Momenten zerreißen und mich die Tränenflut mitzieht.
Und wie die ersten fallenden Schneeflocke den nahenden Winter ankündigen, so sind meine stummen Hilfeschreie, meine nicht versiegen wollenden Tränen, meine blutende Seele, die Splitter in meinem Herzen, meine traurigen Blicke, die Leere in meinem Inneren, meine gefrorenen Gefühle und meine leblosen Atemzüge Vorboten dessen, was mit dem Winter kommen wird, dass es mich in einen noch tieferen Abgrund stürzt, mich mit noch kälterer Dunkelheit umgibt und mich wieder einmal sacht und langsam sterben lässt.

Es ist Herbst
Und meine Blätter fallen.



geschrieben von: Spiegel

Ruf der Natur

Spürst du den Wind,
wie er sanft dein Gesicht streichelt,
Dein Haar verweht und
Dich leise ruft?
Willst du ihm nicht folgen,
und leicht schwebend
dieser Welt entfliehen?

Hörst du nicht den Regen,
der unerlässlich
gegen dein Fenster trommelt
und nach dir verlangt?
Willst du nicht hinaus
Damit deine Tränen sich
Mit ihm vereinigen können
Und in den ewigen Zyklus eingehen können?

Siehst du nicht den Nebel,
der alles mit Stille umgibt,
dich frösteln lässt und
dich in seine eisigen Arme schließt?
Willst du nicht in
Sein Labyrinth eintreten
Und dich in ihm verlieren?

Schmeckst du nicht das Meer
Auf deiner Zunge,
fühlst du nicht das Donnern,
wenn die Wellen
den Strand erreichen?
Realisierst du nicht den Sog
Der Wassergewalten,
die dich in das
kalte Grab ziehen?
Willst du nicht erlöst werden,
deiner Seele nicht
die Last nehmen lassen?

Verdammt, wieso wehrst
Du dich immer noch?
Du willst das doch!!!
Wieso folgst du nicht denen,
die dich rufen?



geschrieben von: Spiegel

Los! Lache!

Du bist so still –
Los, sag was!
Du bist so traurig –
Los, habe Spaß!
Du bist zu ernst –
Los, lache!
Dein Freund verließ dich –
Los, heul’!
Du schreibst schlechte Noten –
Los, lern’ zu Haus’!
Du bist alleine –
Los, komm mit raus!

Los! Lache!
Lache, wenn du weinen willst,
weine wenn es alle seh’n.
Mach Witze, wenn du todernst bist,
geh mit wohin sie geh’n.
Lebe wenn du sterben willst,
hilf nie dir selbst, wenn sie um Hilfe fleh’n.
Los! Lache!

Wenn du mein Schweigen nicht verstehst,
verstehst du nicht meine Worte!
Wenn du mein Leid nicht spürst,
geh an andere Orte!
Wenn du nicht ernst sein kannst,
bist du mehr Kind als Kind!
Wenn du meine Tränen nicht siehst,
bist du verdammt blind!
Wenn du den Gleichmut nicht bemerkst,
bekommt Sinnlosigkeit einen Sinn!
Wenn du niemals allein sein willst,
hast auch du Angst in dir drin!


Los! Lache!



geschrieben von: Spiegel

Krieg

Tötet und brennt,
foltert und raubt,
denn im Krieg
ist ja alles erlaubt!

Seht ihr nicht
Das Blut an euren Händen?
Habt ihr kein Gewissen?
Macht es euch
Das Herz nicht schwer?
Meins ist schon zerrissen...

Kleine Kinder schreien laut,
es schallt in meinen Ohren.
Ich zwinge mir die Hoffnung auf
Doch die ist längst verloren...



geschrieben von: Spiegel

Manchmal

Manchmal ist dir alles egal.
Manchmal scheint dein Leben eine Qual.
Manchmal würdest du gerne aufgeben.
Manchmal würdest du gerne aufgeben.
Manchmal würdest du gerne gen Himmel schweben.
Manchmal willst du nicht mehr stark sein.
Manchmal fühlst du dich unsagbar allein.
Manchmal könntest du ewig weinen.
Manchmal ist deine Seele beschwert mit Steinen.
Manchmal spürst du einen tiefen Schmerz.
Manchmal zerreist es dir dein Herz.
Manchmal starrst du traurig vor dich hin.
Manchmal macht dein Leben keinen Sinn.
Manchmal würdest du gerne begraben werden.
Manchmal lächelst du über deine kleinen Beschwerden.
Manchmal fällst du viel zu tief.
Manchmal wünschst du dir,
manchmal wäre öfter.



geschrieben von: Spiegel

Walchensee

Eingehüllt in Decken, bestätigt von der Musik,
versinke ich immer tiefer in mir.
Rastlos auf der Suche nach dem Gefühl
Das in der Dunkelheit lauert.
Versuch,
den Windhauch zu fangen, der mir uns Gesicht streicht.
Wille,
das zu finden, was mich erfüllen wird, vorerst.
Hoffnung,
nicht alleine zu sein in der erdrückenden
Einsamkeit.
Verlangen,
Verzweiflung,
Suche
Nach dir, der du nicht existiert



geschrieben von: Spiegel

Beste Freunde

Satan, Drogen und Ritzen,
was kommt denn noch?
Es waren nur schwarze Nägel,
Nietenbänder und „Narben“, jedoch:
Ihr stellt mich dar
Wie einen Extremisten,
in meinem Keller
nur Drogen in Kisten!
Pentagramm, SVV, 666,
nur Blut im Kopf.
Wieso schmeißt ihr alles
In einen großen Topf?

Ihr sagt, ihr seht
Mir gehe es schlecht,
wollt wissen, was los ist.
Ich glaub’, ich höre nicht recht!
Vor einem halben Jahr,
da ging’s mir nicht gut.
Fraß alles in mich hinein,
mein Geist weinte Blut.
Ich vertraute niemanden,
schon gar nicht euch zwei!
Doch die Zeit des Schweigens
Ist nun vorbei...

Ich erzähle fast alles,
den wichtigsten Teil:
Für mich war die Welt
Noch nie so ganz heil.
Die Stimmung sank tiefer,
und dann irgendwann
kamen Gefühle,
Depressionen fingen an.
Mein Herz wurde kälter,
in meiner Brust, der Schmerz sticht!
Meine Seele bekam Risse,
ich kannte kein Licht...

Es waren sehr schwere Zeiten,
der Selbstmord war nah,
doch drei tolle Menschen
waren IMMER für mich da!
Sie halfen mit Knuddeln,
mit Zuhör’n, Versteh’n,
sie ließen mich niemals
alleine da steh’n.
Sie wussten, was los war,
sie merkten mir’s an.
Ich glaube, es war für sie
Ein einziger Wahn.

Ihr habt es gewusst,
aber niemals gefragt.
„Echte Freunde reden“,
das habt ihr gesagt...
Aber als Freund fragt man wie’s geht!
Ich war zu verzweifelt
Um auf euch zuzugeh’n.
Jetzt dürft ihr die Schuld
Nicht zu mir zudreh’n!
Ich hoffe, ihr versteht:
Euch kann ich nicht trau’n,
denn ihr seid in der schlimmsten Zeit
einfach abgehau’n... L

Sagt einfach nichts,
ihr kennt mich nicht!



geschrieben von: Spiegel

Wünsche

Ich sehe in deine Augen
Und sehe unerträglich viel Leid.
Ich sehe einen gefangenen Ozean aus Tränen,
überzogen mit einer glänzenden Schicht Eis.
Ich nehme deine Hände,
Gezeichnet und zerfurcht
Von den Narben deiner Pein.
Ich nehme dich in den Arm
Und spüre dein Herz,
Das leise und matt schlägt.

Ich wünschte, ich könnte deine Augen sein,
Dir helfen, die Welt in einem weitern Winkel zu erfassen.
Ich wünschte, ich könnte deine Sonne sein,
um dir dein Innerstes von seiner Starre zu erlösen.
Ich wünschte, ich könnte dir helfen,
deine Last zu tragen und die Schmerzen zu ertragen.
Ich wünschte ich könnte dir mein Herz geben,
dass es dir neues Leben gibt.
Ich wünschte, ich könnte in deine Seele sehen,
um das Ausmaß deiner Schmerzen zu begreifen.



geschrieben von: Spiegel

Leer

Du weißt nicht, was du tun sollst. Und wenn du es weißt, weißt du schon im Voraus, dass es nicht funktionieren wird oder du es frühzeitig abbrechen wirst.
Es ist dir sowieso egal. Alles ist dir egal und du hasst dich dafür. Aber ist dir egal, dass es dir egal ist? Willst du nichts dagegen tun?
Wohl eher nicht.
Denn du weißt genau, dass es nichts bringt und du es schnell abbrechen wirst.
Du bist nicht traurig. Du bist auch nicht fröhlich oder glücklich. Du bist nicht wütend Du bist höchstens ein wenig ... müde, weil alles keinen Sinn hat. Du bist einfach nur leer.
In dir ist nichts. Du bist ein Loch in einem Loch. Du nimmst nicht mehr wahr, was um dich herum geschieht. Es ist ein wirrer Haufen voller wirrer Farben, Geräusche. Voller wirrer Menschen.
Du kauerst dich in einer dunklen Ecke zusammen. Du schließt die Augen und hältst dir die Ohren zu. Du willst nichts mehr sehen. Du willst nichts mehr hören.
Es hat keinen Sinn.



geschrieben von: Spiegel

Vertraute Melodie säuselt geschwind
In er Trauerweiden Blätter wie süßer Wind.

Erfasst mein Herz mit dem ersten Ton
Bewegt meine Seele – der Fröhlichkeit Hohn.

Lässt Vögel verstummen, lässt Lichtstrahlen sterben,
jeden Grashalm erstarren, in der Dunkelheit Scherben.

Einsame Träne, zitternder Mund,
zerbissene Lippen, die Augen sind wund.

Splitternde Seele, blutendes Herz,
quälend einsam, erlösender Schmerz.

Gefühl in mir drinnen, such’ nach dem Wort.
Liegt auf der Zunge, ist wieder fort.

Kaltnasser Nebel in meinem Geist,
blassrote Narbe auf altes Leid verweist.





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