[ein merkwürdiges Eckchen] - German Gothic Board

German Gothic Board

sinistre Kultur
Gothic Forum & Gothic Chat
auf dem Portal von Nachtwelten

German Gothic Board Chat Gothic 500 - Topliste by nachtwelten

Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive





Seiten:1



ein merkwürdiges Eckchen

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: LordKnolan

Am Galgen

In dem moment wo er am galgen hängt,
sieht er die ganze Welt auf einen Blick,
und versteht sie.




geschrieben von: LordKnolan

Ich ward zum Rabe

Dort saß ich, ließ mich nieder,
zwischen Farnen und Flieder,
Genoss die frische, kalte Luft,
und lauschte wie ein Vogel ruft.

Es war ein Rabe, so schwarz wie die Nacht,
Mal war es Wehleiden, mal hat er gelacht,
Er erzählte mir von vergangen Zeiten,
von fantastischen Sagen und unendlichen Weiten.

Was ich sah war kaum zu glauben,
Menschen, wie sie andere berauben,
Kriege führen, gemeinsam feiern,
sich gegenseitig die Wahrheit verschleiern

So hörte ich zu und zerging
in Trauer darüber, dass ich auch menschlich bin,
und so ward ich durch Magie ein Rabe,
und bin gehüllt in die tiefschwarze Farbe.




geschrieben von: LordKnolan

ein letzter Moment mit Großmutter

Verblassende Augen schauen erschöpft zu mir hinauf,
ich lasse dem Leben seinen ewigen Lauf.
"Danke mein Junge, dass mir dies hier gönnst" sagt sie,
"Endlich ist es soweit", so sah ich sie nie.

Bei diesen Worten steht Zufriedenheit in ihrem Gesicht,
ich denk so bei mir, sie sieht wohl schon das Licht,
als ihre Hand noch einmal ganz kärftig meine fest hält,
doch jetzt, der Puls, er fällt und fällt.

Da sitze ich nun, mit ihrer leblosen Hülle allein,
ich bin glücklich, denn ich konnte bei ihr sein,
während ihres letzten Moments in dieser Welt,
ich träum' dass auch mir, später jemand so die Hand hält.




geschrieben von: LordKnolan

ein paar morgentliche Eindrücke

Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass es heute Nacht nicht weniger Schnee und Kälte wie in den vergangenen Tagen gegeben hatte. Um diese Jahreszeit war es immer noch dunkel wenn ich morgens aufstehen musste. Ich blickte über das Stück Straße, was ich von meinem Fenster aus sehen konnte. Schneeflocken flogen in rauhen Mengen an den Straßenlaternen vorbei um dann mit dem dicken, weiß-grauen Schleier wieder eins zu werden. Die Straße sah noch fast unberührt aus. Den Spuren im Schnee zur Folge konnten hier über Nacht nur wenige Menschen und vorbei gekommen sein. Die Dunkelheit hinter den Straßenlaternen war mit Blicken nicht zu durchdringen.



geschrieben von: LordKnolan

Eile auf einem unwirtlichen Weg

Gallopierend, rastlos rennend, spurten sie voran,
der Reiter und das Ross, ein rasendes Gespann,
vorwärst, vorwärts, immer schneller, immer weiter, wie es geht,
vorwärts, vorwärts, schwing die Hufe, schnell wie der Wind weht.

In weiter Ferne, kaum erkennbar, sieht man fahles Licht,
der Reiter lenkt sein Ross dorthin, viel Zeit hat er nicht,
vorwärts, vorwärts, lauf mein Ross, wir sind in ärgster Eile,
vorwärts, vorwärts, immernoch, kaum mehr eine Meile.

Angekommen, an der Hütte, zügelt er das Tier,
der Reiter steigt herab, er hastet nicht vor Gier,
schweren, festen Schrittes tritt er vor die Tür,
ein lautes, hartes Klopfen, doch niemand öffnet hier.

So schwingt er wieder auf sein Ross und dieses weiß Bescheid,
die Reise geht wieder mal weiter, ganz allein zu zweit,
vorwärts, vorwärts, lauf mein Ross, weiter ziehen wir,
vorwärts, vorwärts, ich bin sicher wir finden noch Quartier.





vBulletin Copyright ©2000 - 2003, Jelsoft Enterprises Limited.
vB Easy Archive Final








eXTReMe Tracker