Scherben liegen auf der Erde,
meine nackten Füße sind blutig,
denn ich stehe in einem Scherbenhaufen,
ich zerschlug mein Spiegelbild,
konnte es nicht mehr sehen,
unerbittlich zeigte es die Realität,
wenn ich in den Spiegel blickte,
schaute mich ein dünnes,
blasses Gesicht an,
ein schmales Jungengesicht mit traurigen Augen,
ich möchte diese Person in den Arm nehmen,
möchte ihr helfen,
doch ich kann es nicht,
denn diese Person bin ich,
ich zerschlug mein Spiegelbild,
konnte es nicht mehr sehen,
unerbittlich zeigte es die Realität,
ich lasse mich zu Boden fallen,
sitze in den Scherben,
und weine,
Scherben?
Ich greife nach einem dieser glitzernden Glücksbringer,
meine Tränen vermischen sich mit dem Blut,
ich fühle Erlösung,
aber die Bruchstücke des Spiegels zeigen mir wieder diesen blassen Jungen,
nun mit Tränen in den dunklen,
hohlen Augen...
geschrieben von: fade
Marlius,
Finde auch dieses Gedicht sehr bewegend.
Wieso versuchst Du nicht, dich selbst in den Arm zu nehmen? Symbolisch...
Ich dachte für kurze Zeit, Du seist auf einem Weg, dich selbst bei der Hand zu nehmen... lass dich nicht allein! Lass dich nicht allein, bloß weil dich alle anderen allein lassen, Du solltest dadurch noch mehr Zuflucht bei dir selbst suchen.
Fühle mich zur Zeit nicht in der Lage, das alles irgendwie vernünftig zu betrachten oder zu verstehen, weiß nicht, mich in deine Lage zu versetzen, das tut mir leid.
Alle Worte scheinen so leer. Ich bin leer.
Sanfte Grüße,
fade
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"Wer bist Du?", fragte sie, als sie dem Leben gegenüberstand.