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Flucht vor der Einsamkeit

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geschrieben von: Langsuir

Flucht vor der Einsamkeit

Der Morgen dämmert,
Nebel steigt auf,
legt sich auf Blumen und Blätter,
schwebt über dem Sumpf.
Es ist still.
Nicht einmal die Vögel zwitschern.
Alles ist tot,
die Blumen sind welk
und die Blätter braun.
Der Sumpf ist nicht grün vor Algen,
nicht braun vor Schlamm.
Nein.
Er ist rot vor Blut.
Doch da,
unter dem Baum mit den Krallen,
hockt eine junge Frau
mit langem, schwarzem Haar,
rosiger Haut.
Ihr zierlicher Körper wird umhüllt
Von einem leichten, weißen Kleid.
Sie schaut mich an,
ruft mich mit ihren Blicken zu sich.
Ich zögere etwas,
doch dann gehe ich zu ihr.
Ich knie vor ihr nieder,
lege meinen Kopf in ihren Schoß.
Ihre Arme schlingen sich um meinen narbigen und blutigen Körper,
umfassen mich.
Ich weiß wer sie ist,
ich spüre es.
Doch es ist mir egal,
denn nun endlich bin ich nicht mehr allein.
Sie hält mich immer fester,
lässt mich nicht mehr los
und ich bleibe einfach liegen.
Es ist eine Flucht.
Eine Flucht vor der Einsamkeit.
Eine Flucht in die Arme der Angst!
... und ihre Klauen bohren sich immer tiefer in mein Fleisch

15.6.01


------------------
... und in der Blutlache sah ich erneut meine eigene Angst ...



geschrieben von: Myriel

Hi Langsuir,
.....bin erstmal Wortlos,Du hast Deine Gedanken wunderschön ausgedrückt,wendoch sie traurig sind.
Würde mich freuen mehr von Dir zu lesen,oder Deine Einsamkeit mit zu teilen.

dark greeting(wenn auch um die Zeit)
Myriel



geschrieben von: Langsuir

guten abend myriel!

es freut mich sehr zu hören, dass euch meine worte gefallen! denn ich kann nich beurteilen, ob es gut oder schlecht ist! ich weiß nur, dass es das ist, was ich fühle... entstanden sind diese zeilen während einer freistunde in der schule. alle meine mitschüler liefen fröhlich über die koridore, lachten und alberten herrum... nur ich saß einsam und verlassen im klassenraum. die einzigen worte, die man an mich richtete: "ey, pass ma bitte auch unsere sachen auf" naja, und in solchen momenten spühr ich die einsamkeit immer am meisten...

ich wäre sehr glücklich, wenn du mir wieder antworten würdest!

auf bald,

Langsuir



geschrieben von: Stonehenge

Ein wunderschönes Gedicht, Langsuir.

Die Einsamkeit..manchmal scheint sie einen aufzufressen. Wenn man diese Sehnsucht spürt nicht mehr allein zu sein. Und doch bleibt in dem Moment nichts als die Hoffnung...
Ist eigentlich mit der Frau in dem Gedicht irgendetwas bestimmtes gemeint?

Grüße,
Stonehenge



geschrieben von: Myriel

eine wunderschöne Nacht wenn auch zu kurz.

Ich grüsse Dich Langsuir,
wenn auch spät,aber meine Gedanken frei für Deine.
Die Situation wie Du sie beschreibst,kenne ich wohl so nicht.
Hatte immer das Gefühl in meinen oder mit meinen Gedanken allein zu sein.
Den solche Personen wie Du sie beschreibst kenne ich,aber sie würden nie fragen was Du denkst oder wie Du Dich fühlst ,denn das ist ihnen nicht wichtig es zählt nur was Du ihnen nutzt sehr traurig aber leider war.

Kann versuchen für Dich da zu sein ,wenn Du mich lässt ,an Deinen Gedanken teil zu haben.
Dir zuhören,was Dich beschäftigt,verstehen ist leicht gesagt aber Dir antworten was mein gefühl dazu meint, dem kannst Du gewiss sein.
Es liegt in Deinem ermessen ob Du mich brauchen kannst,bin aufjedenfall da.

auf bald
Myriel



geschrieben von: Lady Bathory

hellas,

...sind wierklich schöne zeilen die du geschrieben hast. doch irgendwie ist die einsamkeit auch eine sucht man kann nicht ohne sie leben.so geht es mir wenn cih in einem raum voller menschen sitze und mcih in meine einsame kleine welt zurückwünsche. den die anderen menschen bedeuten mir nichts ich kenne sie nicht. oft sitze ich in der schule blicke mich um und frage mich was ich überhaupt hier mache...

Memento mori *knicks* Lady

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Das Feuer in meinem Herzen ist am sterben den Eifer den ich hatte,ist gegangen Das Feuer in meinen Augen ist am sterben der Traum denn ich hatte, ist verschwunden



geschrieben von: Langsuir

@stonehenge: fürwahr... nur in manchen momenten verschwindet delbst die hoffnung fast! nun, es mag sein, das ich mich in dem gedicht nicht richtig ausgedrückt hab, oder es nich richtig hervorgeht, aber die frau in dem kleid soll die personifizierte angst sein, in deren arme ich mich flüchte... ist aber auf niemanden im richtigen leben bezogen... oder auf jeden...

@myriel: ich danke dir wirklich sehr, über dein angebot! es ist wirklich schwer menschen zu finden, die einem wirklich zuhören wollen! und ja, ich kann dich brauchen! in letzter zeit fühle ich mich noch einsamer als sonst und weiß nichtmal warum... also habt dank!

@Lady Bathory: erstmal muss ich sagen, dass mir euer name sehr zusagt, auch wenn man bedenkt, wie grausam die geschichte ist, die hinter ihm steht!
ja, manchmal möchte auch ich alleine sein und ich mag so große menschenmassen auch nicht (es sei denn, ich befinde mich unter gleichgesinnten), aber wenn man fast immer allein und einsam ist, geht man irgendwann daran zu grunde und ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe! versteht ihr, was ich meine?

carpe noctem,

Langsuir





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