Das Fenster ganz weit auf,
kalter Wind weht herein,
es umgibt mich ein angenehmer Hauch,
von kühler Nachtluft,
so frisch und rein,
und es ertönt von draußen diese Stimme,
ich trete ans Fenster und blicke gen Himmel,
es ist,
als käme sie von einem Sterne,
aus unendlich weiter,
weiter Ferne,
wer spricht dort?
Wessen Stimme erklingt da aus der Finsternis,
aus einem mir unbekannten Ort?
Engel Gottes,
du bist es!
Sprich lauter!
Ich kann dich nicht versteh'n,
und komm' näher,
du,
mein alter Vertrauter,
ich will dich seh'n,
ich steige auf das Fensterbrett hinauf,
strecke meine Hände nach dir aus,
deine warmen Worte kann ich hören und deinen ruhigen Atem spüren,
heute mögest du mich ein allerletztes Mal entführen,
nimm' mich mit in diese wunderbare Welt,
in die du mit mir schon so oft im Traum entschwandest,
in die deine,
die um so vieles schöner ist als meine,
erlöse mich von meiner Welt,
in der mich jetzt rein gar nichts mehr hält,
denn diesmal wirst du nicht mehr ohne mich gehen,
Engel Gottes,
mein Todesengel,
will ich nun die Ewigkeit mit dir verbringen,
reich' mir nur deine Hand,
und ich werde springen!