An einem See,
tief im Wald,
sehe ich ihn sitzen.
Der silbernen Mondschein und sein Gesicht spiegeln sich schwach im See.
Er denkt über alte und schöne Zeiten nach.
Fragt sich: warum?
Warum,
alles kaputt ging und in roten Tränen der Trauer enden musste.
Warum andere ihm vorschreiben,
wie er zu sein habe,
was er tun und lassen soll.
WARUM???
Ein Schrei,
der immer leiser wird und ins schluchzen übergeht.
Er bricht weinend zusammen.
Liegt für Stunden am Ufer des Sees.
Weckte dieser See nicht immer neuen Lebensmut in ihm?!
Ja,
aber warum sitzt er jetzt mit dem Dolch in der Hand da?
Er betrachtet die Ornamente und Edelsteine,
die im Griff eingelassen sind.
Sie schimmern im Licht.
Die Klinge spiegelt nicht nur den Mondschein,
sondern sucht sein Gesicht.
Er betrachtet sich.
Fragt sich,
wer der fremde Junge im Spiegel ist.
In ihm kämpfen Vernunft und Schmerz.
- Wer siegt? -
Es siegen beide!
Der Schmerz,
der ihn dazu zwingt doch sein eigenes Fleisch weinen zu sehen und die Vernunft,
die ihn dazu bringt an einem gewissen Punkt aufzuhören.
Er steht auf.
Betrachtet den immer größer werdenden roten Fleck im Gras.
Plötzlich übernimmt wieder dieses Gefühl die Oberhand.
Dieses Gefühl von Ekel vor sich selbst.
Er betrachtet seine Narben...
Schon zu viele um sie zu zählen.
Doch eine sieht man besonders gut.
Dieses 'H' was für den Vornamen seiner "besten" Freundin steht.
Er fängt wieder an zu weinen und die Tränen vermischen sich mit dem Blut.
Sie bilden einen Strom,
der langsam zu Boden tropft.
Dann lässt er den Dolch fallen und rennt los.
Irgendwohin...
Ins Nirgendwo.
Und doch kommt er bei sich zu Hause an.
Er rennt an seiner Mum,
die mit einem fragenden Blick völlig verwirrt im Flur steht,
vorbei.
Doch ehe seine Mutter sich wieder gefangen hat,
liegt er schon in seinem Zimmer,
hat die Tür abgeschlossen und droht in seinen Tränen zu ertrinken.
Das ist jetzt schon das xte-mal,
doch die Mutter begreift immer noch nicht,
dass ihr Sohn psychisch tot ist...
Und jetzt,
wo ich das mit angesehen hab,
darüber nachdenke und mich frage,
ob man wirklich so blind sein kann,
sehe ich mich.
Ich bin der Junge am See und meine Mum...
Ist die blinde Mutter...
geschrieben von: Myriel
.....mein Herz wird schwer,was soll ich sagen ,wie soll ich es ausdrücken das mein Herz bei Deinen Zeilen weint,ein Gefühl als würde jemand daraufdrücken.
in Gedanken
versunken in Deinen Zeilen
Myriel
geschrieben von: Marlius
Myriel,
vielen Dank für deine Antwort http://www.nachtwelten.de/ubb/redface.gif)
Dein Herz weint?
Das tut mir leid,
genauso wie es mir leid tut,
dass ich gerade nicht viel zu deiner Antwort schreiben kann,
da ich gerade ziemlich leer bin...