Eine Zigarette - ein paar lange Züge,
so manch wirrer Gedanke verschwindet im Fluge,
mein Kopf,
der sich dreht,
die Lider zucken,
doch ich werde den Schmerz schlucken,
ein Blick durch den Raum - genau wie zuvor,
in dunklen Ecken hat sich mein Blick verloren,
dort leben sie wieder - vergangene Zeiten,
soviel Gefühle und Oberflächlichkeiten,
wie sie sich vereinen,
ein Wesen entsteht - zerfällt zu Staub - ins gar Nichts verweht,
kühle Winde,
die mich erreichen,
erzeugt von Menschen,
die aus meinem Leben schleichen,
so hungrig und doch schon satt,
vom Fenstersims fällt ein dunkler Blick hinab,
doch er fängt sich und kommt zu mir zurück,
er fliegt vor meinem Fenster - vom Wind ganz verzückt,
völlig passiv,
doch die Muskeln füllen sich mit Blut,
ein wilder Schrei,
aufgewacht,
wärmer wird die Glut,
die Stille verspeist - vom Hunger des Wahnsinn,
klar und deutlich wird der Weg - doch wo führt er hin?
geschrieben von: Violet
Marlius
Deine Texte sind immerwieder schön zu lesen und ich hoffe es werden noch viele folgen.
Dieser Text hat mir gezeigt wie man einen Gefühlsmoment in Worte fassen kann und bin beeindruckt. Du hast das umrissen was ich spüre wenn ich entfliehe von der grausamen Realität und der Raum indem ich mich befinde in eine andere Dimension rückt-und davon plötzlich aufwacht, sich wiederfindet in seiner Selbst und weiss was zu tun ist obwohl der Weg noch im Dunkel währt.
Und es entwickelt sich zu einer Sucht der man bald hinterherläuft um das Kreisen unendlicher Gedankenbahnen, Gesichter Vergangenheiten und Ideen immer wieder zu erfahren.
ergebenst
Violet
geschrieben von: beteigeuze
ich weiss gar nicht, warum das hier so leer ist, das gedicht ist unglaublich ehrlich, also, es hört sich zumindest so an, es geht gut rein... ähm, ja
das kann auf jeden fall so stehen bleiben, meine ex-deutsche würde sagen: es steht
darf ich dazu noch was sagen?
nur so als unverbindliche bemerkung...
man kralle sich auf gar keinen fall an reim-schemata oder am reim überhaupt fest...
manche gedichte vertragen keinen reim, manche brauchen ihn - ganz im allgemeinen
hier sehr schön zu sehen: der verzicht auf ausgelutschte stereotypen, das ist vielleicht nicht der richtige ort, um das zu äussern, aber es gibt schon mehr als genug billige goth-esie, das heisst, glaube ich genre-lyrik, und die kann sich ja jeder durchschnittlich begabte mensch selbst zusammenbacken, dabei: selbstverständlich nicht von erlesener (!) qualität
was noch, ja: gedichte bedürfen nicht unbedingt einer wie sagt man konklusion (?), eines fabel-haften abschlusses
bla
o gott, ich glaube, ich habe mich da schon hoffnungslos in krawatten verheddert...
bevor ich auf die schnauze fliege...
...geh ich mal zum eishockey
geschrieben von: Cathy
Wow! So ein schönes Gedicht. Ich weiß warum es hier so ruhig ist. Das Gedicht ist so schön, dass man es nicht beschreiben kann. Das will ich auch nicht. Lasst es alle einfach nur auf euch wirken.